TRANSPORTSACK
Die vorliegende Erfindung betrifft einen flexiblen Transportsack, der aus miteinander verbundenen Teilen eines flexiblen Gewebes oder Folienmaterials gebildet ist und gegebenenfalls einen oder mehrere Traggurten aufweist.
Es ist bekannt, Transportsäcke, sogenannte FIBC oder Big Bags, für die Lagerung und den Transport von Schüttgut wie pulver- und granulatförmigen Produkten einzusetzen. Big Bags sind Containersäcke, beispielsweise aus 100% recyclingfähigen und UV- stabilisierten Polypropylengeweben und Polyäthylenfolien oder andere auf Polyolefin- basis hergestellte Gewebe, und sind in jeder Größe und Ausführung erhältlich. Sie sind entweder aus Bahnen zusammengesetzt oder aus einem Rundgewebe gebildet.
Problematisch gestaltet sich die Kennzeichnung und Identifizierung dieser Transportsäcke und deren Inhalt. Einfache beschreibbare Etiketten sowie die Anbringung von Strich-Codes sind in der Praxis aufgrund von Faktoren wie Verunreinigung, Zugänglichkeit und Wiederverwendung der Transportsäcke keine befriedigende Lösung. Weiters passen solche Markierungen nicht in moderne Logistiksysteme.
Big Bags werden mit zahlreichen Gütern befüllt, darunter auch solche, beispielsweise aus dem Bereich der Lebensmittel- oder Arzneimittelherstellung, deren Herstellung, Herkunft und Verbleib lückenlos dokumentierbar sein muss.
Da auch der Big Bag an sich einen gewissen Wert darstellt, wird von Lieferanten und
Kunden gewünscht, die ausgelieferten Schüttgutbehälter in einem Verpackungskreis- lauf identifizieren und rückführen zu können. Darüberhinaus sind zahlreiche speziell ausgerüstete Big Bags bekannt, die durch besondere Maßnahme elektrostatische La-
düngen ableiten können und so in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden dürfen. Auch hier ist u.a. aus haftungsrechtlichen Gründen eine Identifizierbarkeit des Schüttgutbehälters und/oder der darin enthaltenen Ladung gewünscht.
Zu den genannten Zwecken werden derzeit Transportsäcke auch mit Taschen versehen, in die dann Frachtpapiere etc. eingelegt werde können. Nachteilig ist es aber, dass diese Identifizierungsmittel leicht verloren gehen können und/oder manipulierbar sind. Auch können im Falle eines Barcodes keine zusätzlichen Daten am Behältnis selbst abgelesen werden, sondern müssen in externen Datenbanken bereitgehalten werden.
Transponder sind an sich bekannt, beispielsweise von Zugangssystemen für Skilifte. Sie bestehen im wesentlichen aus einer Sende- und Empfangseinrichtung, einer Antenne und einer Datenspeicher- und Verarbeitungseinrichtung, die elektrisch leitend miteinander verbunden sind; Baugruppen können auch in kompletten Mikrochips zusammengefaßt sein. Als wesentliches Merkmal sind Transponder ohne eigene Stromversorgung zu betreiben und damit ständig betriebsbereit. Sie werden durch hochfrequente Felder, die über die Antenne aufgenommen werden, mit Strom versorgt. Die Datenspeicher können einen unverwechselbaren Identifizierungscode des Transpon- ders enthalten und darüberhinaus Speicherplätze für kundenbezogene Daten bereitstellen, die über Lesegeräte berührungsfrei von außen geschrieben und gelesen werden können. Die Speicher sind permanent, so dass die Daten auch nach Entfernen des Hochfrequenzfelds erhalten bleiben. Die bloße Einbettung eines Transponders in eine Tasche am Schüttgutbehälter würde jedoch die Sicherheit vor Verlusten und Manipula- tion nicht erhöhen.
Die Aufgabe der Erfindung ist es die Kennzeichnung und Identifizierung so eines Transportsackes derart zu verbessern, dass diese Daten, die unter anderem für moderne Logistiksysteme nötig sind, so einfach und effizient wie möglich les- und spei- cherbar sind. Weiters soll der Datenträger den auftretenden Beanspruchungen standhalten können, vor Verlust oder Manipulation sicher zu sein und die Speicherung zusätzlicher Daten am Schüttgutbehälter ermöglichen.
Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass am Transportsack wenigs- tens ein passives Transponderelement (20) angeordnet ist, welches wenigstens einen
Transponder mit einer Sende- und Empfangseinrichtung (21), einer Antenne (23) und eine Datenspeicher- und Verarbeitungseinrichtung (22) auf wenigstens einer Platine (25) aufweist. Nach einem weiteren Merkmal kann das Transponderelement zumindest zwei passive Transponder aufweisen, die in verschiedenen Frequenzbereichen arbeiten. Weitere vorteilhafte Merkmale sind in den Patentansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen geoffenbart.
Ein Vorteil der Kombination eines Transportsacks mit einem Transponder liegt in der Vereinfachung des Datenaustausches zwischen dem Transportsack und dem Logistik System. So können Informationen berührungslos gelesen und gespeichert werden. Die Les- und Beschreibbarkeit des Transponders hängt dadurch im Gegensatz zu herkömmlichen Datenträgern oder Etiketten nicht mehr von äußeren Umständen ab. Beispielsweise können Etiketten durch Verschmutzung oder Feuchtigkeit unleserlich wer- • den. Weiters kann es sich äußerst problematisch gestalten, von einem mehrere Ton- nen schweren FIBC einen Strichcode mit einem Strichcode-Lesegerät abzutasten, wenn dieser Sack nicht mit der richtigen Seite nach oben liegt oder wenn er gar von einem anderen Sack verdeckt wird. Auch Dunkelheit ist ein Faktor, der in der Praxis das Lesen und Bearbeiten der Kennzeichnung eines FIBC erschwert. Von einem mit einer Vielzahl an FIBC beladenem LKW können zum Beispiel beim blo- ßen Durchfahren eines Lese-Gates alle Daten des RFIDT gelesen werden, ohne dafür auch nur einen Transportsack ausladen zu müssen. Verbesserte Informationen für Polizei, Zoll sind ebenfalls von Vorteil.
Ein weiterer Vorteil ist es, dass mit der vorliegenden Erfindung die Möglichkeit geschaf- fen wird, FIBCs und deren Inhalte während des gesamten Lebenszyklus eindeutig zu identifizieren. Dies ist speziell bei Gefahrengut vorteilhaft, da für Säcke eine maximale Lebensdauer von 5 Jahren vorgeschrieben ist.
Dies wird dadurch ermöglicht, dass jeder Transponder bereits vom Hersteller mit einem eindeutigen, nur einmal vorkommenden Code versehen wird. Es können während der Produktion, Lagerung, Transport und/oder Wiederverwendung weitere den FIBC und/oder dessen Inhalt betreffende Daten hinzugefügt und/oder verändert werden.
Während oder nach dem Herstellungsprozess des FIBC wird ein Transponder mit dem FIBC verbunden. Ab diesem Moment ist die eindeutige Identifizierung des FIBCs ge-
geben. Es besteht zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit, diesen Transponder mit Daten teilweise oder ganz zu beschreiben und/oder Daten auszulesen.
An jedem Punkt der Verwendung der FIBCs, an welchen Daten ein- und/oder ausgele- sen werden sollen, wird ein Lese- und/oder Schreibgerät mit den entsprechenden Femlese- und/oder Fernschreibeigenschaften installiert, dieses Gerät kann, muss aber nicht, in Sichtverbindung mit dem Transponder stehen. Eine Lese- und Schreibentfernung von zumindest 50 cm ist vorteilhaft, kann aber auch kleiner sein, wenn das Lese- und Schreibgerät nahe genug herausgeführt werden kann. Die Datenerfassungspunkte können mit den entsprechenden Datenverarbeitungssystemen des Anwenders über programmierbare Schnittstellen verbunden werden. Somit wird die Datenübernahme bzw. Übergabe mit bestehenden Softwaresystemen ermöglicht und der Anwender muss nicht auf ein komplett neues EDV-System umstellen.
Als Transponder wird ein passives Medium verwendet. Ein passives Medium hat im Vergleich zu einem aktiven Medium den Vorteil, dass keine permanente Energieversorgung für die Datenspeicherung notwendig ist. Die Aktivierung zum Schreiben bzw. Lesen der Daten wird mit der Schreib- und/oder Lesevorrichtung ausgelöst, wie schon eingangs angeführt.
Als Transponder kann sowohl ein „nur lesbarer" (einmal beschreibbar) oder les- und beschreibbarer (wiederbeschreibbarer) Transponder eingesetzt werden.
Die bekannten Transponder arbeiten jeweils in einem einzigen Frequenzbereich. In einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird ein Transponderelement verwendet, welches wenigstens zwei passive Transponder aufweist, die in verschiedenen Frequenzbereichen arbeiten. Dabei können die Transponder getrennt voneinander auf verschiedenen Platinen funktionell das Transponderelement ergeben und die zwei Transponder sind getrennt voneinander oder gemeinsam in unmittelbarer räumlicher Nähe mit dem Transportsack verbunden. Es können aber auch die zwei oder mehr Transponder auf einer einzigen Platine angeordnet das Transponderelement ergeben.
Mit der Anordnung von zwei passiven Transpondern in verschiedenen Frequenzberei- chen ist es möglich, die Vorteile der verschiedenen Frequenzbereiche zu nutzen.
Die derzeit zumeist verwendeten Transponder arbeiten im Bereich von 13,56 MHz. Diese haben in vorteilhafter Weise eine hohe Speicherkapazität und bieten die Möglichkeit, hohe Datenmengen aufzunehmen. Weiters sind diese Transponder weltweit standardisiert und zugelassen. Überdies sind diese Transponder sehr widerstandsfähig in Hinblick auf Witterung, Druck und Temperatur. Ein Nachteil liegt darin, dass die Transponder mit 13,56 MHz eine geringe Reichweite von knapp 1 m haben.
Transponder im UHF-Bereich wie zB bei 800 MHz haben den großen Vorteil einer hohen Reichweite von 4 bis 5 m. Die derzeitigen Nachteile liegen noch in einer geringe- ren Speicherkapazität, dass sie nicht weltweit zugelassen sind und eine höhere Empfindlichkeit aufweisen wie zB gegenüber der Witterung.
Durch eine Kombination eines Transponders mit 13,56 MHz und eines weiteren Transponders im UHF-Bereich werden in vorteilhafter Weise die Vorteile kombiniert und die Nachteile weitgehend vermieden. Dadurch wird die Schreib- und Lesesicherheit wesentlich erhöht.
Das Transponderelement kann auch mehr als zwei Transponder umfassen, die in verschiedenen Frequenzbereichen arbeiten.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist die Art der Befestigung des Transponders am FIBC. Diese kann, wie später noch beschrieben, in verschiedenen Formen ausgeführt sein. Gemein haben alle Anbringungsarten, dass sie sehr robust sind sowie das Transponderelement vor äußeren Einflüssen schützen. Als Transponderelement wird nachfolgend sowohl der Transponder in der käuflichen Form, als auch der Transponder in einer zusätzlichen Hülle oder Aufnahmevorrichtung bezeichnet.
Anhand eines Fallbeispiels wird nun die Arbeitsweise der vorliegenden Erfindung näher erläutert.
Während oder nach der Produktion des FIBCs wird dieser Transportsack mit einem oder mehreren Transponderelementen versehen, auf dem den bereits den Behälter beschreibende/identifizierende Daten aus Gründen der Qualitätssicherung unlöschbar gespeichert werden.
Dieser Transportsack wird z.B. pro 100 Stk. auf eine Palette verpackt. Die Palette ist wiederum mit einem eigenen Transponderelement versehen.
Nach der Verpackung auf die Palette werden die palettenspezifischen Daten in diesem „Paletten-Transponder" gespeichert. Daten über Anzahl der FIBCs werden automatisch aus den einzelnen FIBC-Transpondern gelesen und nach Bestätigung automatisch über eine Schnittstelle ins Lagerprogramm übertragen und auf den Paletten- Transponder geschrieben.
Bei Auslieferung der Palette durchfährt die Palette ein Lese-Gate mit Waage welches die Daten wie Gewicht, FIBC-spezifische Infomationen, Auftragsnummer, Stückzahl etc. für Lieferscheine Zollpapiere etc. erfasst und an die entsprechenden Stellen weiterleitet.
Bei der Anlieferung der Ware beim Kunden erfolgt die Erfassung der Ware über ein Lese-Gate mit entsprechenden Schnittstellen zum EDV-System des Kunden. Hiermit hat der Kunde die Möglichkeit, die Daten in ein vollautomatisches Lagersystem zu ü- bemehmen. Bei der Entnahme aus dem Lager passiert der FIBC wieder das Lese- Gate (automatische Lagerabbuchung).
Während oder nach der Befüllung des FIBCs werden die Produkt- und Abfülldaten des Füllgutes auf den Transponder übertragen. Bei der Einlagerung des befüllten FIBCs passiert dieser wieder ein entsprechendes Lese-Gate im Fertigwarenlager und die entsprechende Daten werden in das Lagersystem des Kunden vollautomatisch übernom- men.
Bei Auslieferung der befüllten FIBCs werden die Daten hierüber beim Passieren des Lese-Gates automatisch aus dem Lagerbestand genommen sowie an die entsprechenden Stellen wie z.B die Versandstelle weitergeleitet.
Die gleiche Abfolge der Prozesse beim Kunde des Füllguts kann entsprechend ähnlich gestaltet werden. Das System bietet auch die Verfolgbarkeit bei mehrmaliger Verwendung des FIBCs.
In einer besonderen Ausführungsvariante ist die Verwendung einer thermoplastischen Platine vorgesehen. Während Platinen in der Elektroindustrie üblicherweise aus du-
roplastischen Kunststoffen, beispielsweise Epoxydharz, gebildet sind, damit eine ausreichende Haftfähigkeit für die aufgebrachte Kupferschicht zur Ausbildung der Leiterbahnen bereitgestellt wird, kann die gezielte Auswahl eines solchen Kunststoffes vorgenommen werden, der demjenigen Kunststoff chemisch ähnlich ist, aus dem das Ge- webe des Transportsackes gebildet ist, sodass eine Verbindung durch Wärmeschweißverfahren möglich ist. Es wird eine stoffschlüssige Verbbindung des Transponders mit dem Transportsack erreicht, sodass der Transponder nicht mehr zerstörungsfrei vom Schüttgutbehälter abgenommen werden kann. Außerdem besitzen thermoplastische Platinen eine größerer Elastizität und können auch sehr dünn und entspre- chend biegsam ausgebildet sein, sodass sie kaum noch zu ertasten sind, wenn sie zwischen zwei Lagen des Gewebes des Transportsackes angebracht sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist entweder
- die Platine in einem Befestigungsbereich an wenigstens einer Oberfläche über we- nigstens einen Teil der Fläche oder das Gewebe in einem Befestigungsbereich über wenigstens einen Teil seiner durch die Platine kontaktierten Fläche mit einem Energiekonvertierungsmittel wie zB Pigmentstoffe versehen. Dieses Ener- giekonvertierungsmittel absorbiert die Lichtenergie eines Laserstrahls und ermöglicht so ein Anschweissen der Platine an dem Gewebe durch partielles Aufschmelzen der
Platinen- und der Gewebeoberfläche mittels Laserstrahlen.
Vorzugsweise sind gleiche thermoplastische Kunststoffe, insbesondere Polypropylene, für das Bändchengewebe des Schüttgutbehälters und für die Platine vorgesehen. An- dere Schweißmethoden wir Ultraschall- und Impulsschweißen sind ebenfalls anwendbar.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den weiteren Unteransprüchen zu entnehmen und werden nachfolgend mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Die Figuren zeigen im einzelnen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäß ausgerüsteten flexiblen Transportsack in perspektivischer Ansicht;
Fig. 2 einen mit dem Gewebe des Schüttgutbehälters verbundenes Transponderele- ment mit einem Transponder in Detailansicht.
Fig. 3 zeigt einen anderen Transportsack in Schrägansicht.
Die Figuren 4 bis 7 zeigen jeweils eine vergrößert dargestellte Ausführungsform des in Fig. 3 am Deckel angebrachten Transponders oder Transponderelements. Fig. 8 zeigt wieder einen Transportsack in Schrägansicht sowie zwei vergrößerte Dar- Stellungen des Transponders sowie der Anbringungsart.
In Fig. 9 ist eine Vielzahl an zusammengelegten und übereinander gestapelten Transportsäcken zu sehen, die auf einer Palette liegen.
Figur 1 zeigt einen Transportsack 1 , der im wesentlichen aus einem Tragbeutel 2 und Traggurte 3 gebildet ist. Ein Deckel 5 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel über Deckelnähte 6 mit dem Tragbeutel 2 verbunden. Der Deckel 5 ist an einer De- ckeleinfüllöffnung 9 durch einen Verstärkungsgewebeabschnitt 8 verstärkt.
Exemplarisch sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel des Transportsackes 1 gleich an mehreren Stellen Transponderelemente 20 angebracht, obschon in der Praxis die Anbringung nur eines Transponders 20 ausreichend sein soll: im Inneren einer Tasche 4 an einer Seitenwand des Tragbeutels 2, innerhalb einer Überlappungsnaht 7 an den Seitenkanten des Tragbeutels 2 oder in der Deckelnaht 6 - zwischen dem Deckel 5 und dem untergelegten Verstärkungsgewebeabschnitt 8, sowie - zwischen dem Tragbeutel 2 und den Traggurten 3.
Vorzugsweise sind die Transponderelemente 20 in dieser oder einer anderen Weise verdeckt angebracht. Da Transponder berührungsfrei und über einen beträchtlichen Abstand gelesen werden können, ist es nicht erforderlich, die Position des Transponders 20 optisch kenntlich zu machen, Eine verdeckte Anbringung erhöht vielmehr die Sicherheit vor Manipulation, Beschädigung und/oder Verlust. Der Transportsack braucht lediglich in einem bestimmten Abstand an der Lese- und Schreibeinrichtung vorbei bewegt werden, um mit dem Transponder zu kommunizieren.
Das Transponderelement 20 ist sehr klein und flach auszubilden. Figur 2 zeigt einen schematischen Aufbau eines Transponders 20, bei dem auf einer Platine 25 elektrische Einrichtungen, wie insbesondere eine Sende- und Empfangseinrichtung 21 und eine Datenspeicher- und Verarbeitungseinrichtung 22, sowie eine Antenne 23 ange-
ordnet sind. Die Antenne 23 kann ganz oder teilweise auch außerhalb der Platine 25 angeordnet sein, ist aber mit dieser bzw. mit deren Einrichtungen 21 , 22 verbunden.
Möglich ist beispielsweise, die Antenne 23 als Faden auszubilden und in das Gewebe 11 des Transportsacks zu integrieren.
Wie zuvor schon ausgeführt, kann das Transponderelement auch mehrere Transponder für verschiedene Frequenzbereiche aufweisen, entweder auf getrennten Platinen oder auf einer gemeinsamen Platine.
Die Platine 25 weist einen dem Gewebe 11 zugewandten Befestigungsbereich 24 auf, der im dargestellten Beispiel randseitig vorgesehen ist, und bei dem entweder der Kunststoff insgesamt mit Pigmenten als Energiekonvertierungsmittel versehen oder der mit einer entsprechenden Pigmentbeschichtung ausgerüstet ist, durch welche Laser- strahlen absorbiert werden. Der Laserstrahl kann dann das nicht absorbierende Gewebe 11 durchdringen und trifft auf die Pigmente, wo eine lokale Erwärmung erfolgt, die zum partiellen Anschmelzen der aneinanderliegenden Kunststoffteile, nämlich der Platine 25 und dem Gewebe 11 , führt und so eine stoffschlüssige Verbindung herstellt. Hierbei ist somit der Transponder direkt mit dem Material (Gewebe oder Folie) des Transportsackes 1 verbunden. Der Transponder kann aber auch in einem Behälter wie Tasche aus Gewebe eingelegt oder in eine Lasche aus Kunststoff oder dergleichen integriert werden und solcherart als Transponderelement mit dem Transportsack verbunden werden.
Fig. 3 zeigt einen abgeänderten Transportsack 1 bestehend aus einem Boden 12, Seitenwänden 13 und einem Deckel 5. In etwa der Mitte des Deckels befindet sich ein Einfüllstutzen 14. Dieser ist durch eine Verschnürung 15 verschließbar. An einer Ecke 16 ist ein Transponderelement 20 angebracht. Weiters sind an den Eckpunkten des Deckels 5 Traggurte 3 vorgesehen.
Figur 4 zeigt vergrößert den Eckbereich 16 des Transportsackes 1 mit Transponder 20, den Traggurt 3, sowie einen Teil des Deckels 5 und einer Seitenwand 13. Genauer zu sehen ist das Transponderträgermaterial als Platine 25 auf welchem der Transponder 20 angebracht ist und die zwischen dem Deckel 5 und der Transponderabdeckung 17 liegt. Die Transponderabdeckung 17 überlappt an allen vier Seiten die Platine 25 und
ist mittels einer Schweißnaht 18 mit dem' Deckel 5 verbunden und gewährleistet somit die sichere Anbringung des Transponders 20, der Platine 25 und der Transponderabdeckung 17 am Deckel 5.
Fig. 5 zeigt im wesentlichen die gleiche Anordnung der Transponderabdeckung 17, der Platine 25 sowie des Transponders 20, jedoch ist die Fixierung der eben genannten Elemente durch eine Verklebung 19 gewährleistet.
Auch Fig. 6 stellt eine ähnliche Anordnung dar, doch ist bei dieser Ausführungsform im Gegensatz zu Fig. 5 der Transponder 20 direkt zwischen Deckel 5 und Platine 25 durch die Verklebung 19 verklebt.
Fig. 7 zeigt wie Fig. 4 bis 6 ein vergrößertes Detail mit dem Transponder 20, dem Traggurt 3, sowie einen Teil des Deckels 5 und einer Seitenwand 13, wobei die An- bringung der Platine 25 und somit des darauf angebrachten Transponders 20 auf dem Deckel 5 über die Deckelnaht 6 erfolgt, die in etwa parallel zu einer Seitenkante des Deckels verläuft.
Fig. 8 zeigt den Transportsack 1 mit der Überlappungsnaht 7 als eine der Seitenkanten der Seitenwände 13. An einer dieser Kanten ist das Transponderelement 3 angebracht.
Das Transponderelement ist hier als Kunststofflasche 26 ausgebildet, in der der Transponder 20 zB eingegossen ist. Die Lasche ist gefaltet und wird mit Nieten 27 an die Überlappungsnaht angenietet. Die Lasche 26 kann die Funktion der Platine erfüllen, die als Trägermaterial für den Transponder dient.
Die Fig. 9 zeigt schematisch die Anordnung einer Mehrzahl von Transportsäcken 1 auf einer Palette 28. Jeder Transportsack verfügt über wenigstens ein Transponderele- ment 20 und die Palette über den Palettentransponder 29.