Expansionsmodul für ein Kältemittel
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Expansionsmodul für ein Kältemittel einer Kälte - bzw. Klimaanlage, insbesondere für eine Klimaanlage eines Kraftfahrzeuges. Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine derartige Kälte- bzw. Klimaanlage.
Stand der Technik
Die Stan<-ardausführung einer Kälte- bzw. Klimaanlage besteht im Wesentlichen aus Ver- dampfer, Kondensator (bzw. Gaskühler), Expansionsorgan, Verdichter und gegebenenfalls einem inneren Wärmetauscher. Darüber hinaus ist zumeist auch ein Sammler Bestandteil der Standardausführung.
Bei Klimaanlagen, insbesondere Kompressions-Klimaanlagen, wird zunächst eine Verdich- hing eines Kältemittels durch einen Verdichter, den so genannten Klimakompressors durchgeführt, um die innere Energie des Kältemittels zu erhöhen. Das komprimierte Kältemittel wird anschließend in einem Kondensator oder Verflüssiger durch einen Wärmeaustausch gekühlt. Das Kältemittel verflüssigt sich dabei aufgrund der mit dem Wärmeaustausch einhergehenden Wärmeabgabe. Anschließend wird das verflüssigte Kältemittel durch eine Drossel- stelle der Klimaanlage geführt, wobei diese Drosselstelle ein Expansionsorgan aufweist.
Beim Hindurchtreten des Kältemittels durch das Expansionsorgan dehnt sich das Kältemittel aus.
Dem Expansionsorgan ist in der Regel ein Verdampfer nachgeschaltet, der als Wärmetau- scher betrieben wird, um die freiwerdende Kälte auf ein anderes Medium zu übertragen. Dieses andere Medium kann bspw. Luft sein, die dann je nach Anwendung auch einem Fahrzeugheiz- bzw. Kühlsystem zugeführt werden kann.
Es ist bekannt, zur Verbesserung des thermischen Wirkungsgrades einer KUmaanlage, auf der Hochdruckseite des geschlossenen Kältemittelkreises, das im Kondensator befindliche
Kältemittel in einen überkritischen Zustand zu bringen, um dadurch die Wärmeaustauschleistung der Klimaanlage zu verbessern. Der Kondensator wird dann als Gaskühler bezeichnet, da keine Kondensation im eigentlichen Sinne mehr auftritt, sondern lediglich eine Abkühlung des überkritischen Gases herbeigeführt wird. Darüber hinaus ermöglichen es über-
kritisch betriebene Verdichter-Kältemaschinen, dass ein Kältemittel, wie bspw. Kohlendioxid mit einem kleineren Verdichtungsverhältnis genutzt werden kann.
Klimaanlagen für Kraftfahrzeuge, in denen das Kältemittel CO2 eingesetzt wird, werden transkritisch, d.h. je nach Betriebsbedingung sowohl überkritisch, als auch unterkritisch, betrieben.
Durch die Steuerung der Drosselung am Expansionsorgan des Kältemittelkreislaufs kann der Druck auf der Hochdruckseite des thermodynamischen Kreisprozesses gesteuert bzw. gere- gelt werden, so dass die spezifische Kälteleistung der Klimaanlage damit variiert werden kann. So ist es möglich, eine maximale effektive Leistungszahl zu erhalten, indem der Druck der Hochdruckseite des thermodynamischen Kältemittelkreises in Abhängigkeit von der Temperatur am Kondensator- bzw. Gaskühlerausgang oder der Umgebungstemperatur in an- gepasster Weise eingestellt wird.
In Kälteanlagen mit Kältemitteln, die aufgrund ihrer thermodynamischen Eigenschaften die Wärme im überkritischen Bereich abgeben, kann der Druck bei der Wärmeabgabe unabhängig von der Temperatur eingestellt werden. Um diesen - gegenüber Kältemitteln mit Wärmeabgabe im Nassdampfgebiet - zusätzlichen Freiheitsgrad nutzen zu können werden regelbare Expansionsventile eingesetzt.
Um den Hochdruck beliebig einzustellen, muss das Expansionsventil es ermöglichen, die Strömungsfläche je nach Betriebsbedingungen, bspw. Außentemperatur, Temperatur im Verdampfer und je nach Betriebsstrategie, d.h. Optimierung des Wirkungsgrades oder der Kälte- leistung einzustellen.
Wenn eine definierte Regelungsstrategie des Hochdrucks feststeht, ergibt sich eine Abhängigkeit zwischen dem in dem Kältekreislauf herrschenden Hochdruck und dem für den optimalen Betrieb der Anlage erforderlichen öffhungsquerschnitt des Expansionsorgans. Die Regelaufgabe des Expansionsventils besteht somit darin, diese Ventilfläche, d.h. den Öff- nungsquerschnitt des Ventils entsprechend des Hochdrucks einzustellen.
Expansionsventile werden überwiegend als Ventile mit Kugelsitz und elektromagnetischem Antrieb ausgeführt. Diese Ventile weisen den Nachteil einer zum Teil extremen Geräuschentwicklung in bestimmten Betriebszuständen auf. Insbesondere bei kleinen Volumenströ-
men des Kältemittels und somit bei fast geschlossenem Ventil, kann es dazu kommen, dass die Ventilkugel auf den Ventilsitz aufschlägt und somit zu einer deutlichen Geräuschentwicklung führ Aus diesem Grunde ist eine Regelung des Druckes mit Ventilen vom Kugelsitztypus problematisch, da die zuvor beschriebene Geräuschentwicklung bspw. für eine Fahrzeugklimaanlage eines Kraftfahrzeuges nicht akzeptabel ist.
Darüber hinaus weisen derartige Ventile den Nachteil auf, eine Ansteuerung bzw. Regelung zu benötigen, was zu deutlichen Zusatzkosten führt.
Aus der DE 103 05 947 AI ist ein Expansionsventil für ein Kältemittel einer Klimaanlage bekannt, welches elektromagnetisch betrieben wird und bei dem es sich im wesentlichen um ein modifiziertes Drucksteuerventil zur Steuerung des Zulaufs zur Hochdruckpumpe einer Kraftstoffeinspritzanlage eines Kraftfahrzeuges handelt.
Aus der DE 101 25 789 Cl ist eine Ventilanordnung mit einem Expansionsventil bekannt, dem das Kältemittel auf einer Hochdruckseite zuströmt und aus dem das Kältemittel an der Niederdruckseite wieder austritt. Der Durchfluss von der Hochdruckseite zur Niederdruckseite wird von einem Drosselkörper geregelt, der mit einem gehäusefesten Ventilsitz zusammenarbeitet und durch eine Stellvorrichtung axial verschiebbar ist. Das Expansionsventil der DE 101 25 789 Cl mit seiner Betätigungseinheit ist komplex und in der Montage sehr aufwendig.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein Expansionsmodul darzustellen, das eine gute Regelcharakteristik und darüber hinaus gleichzeitig eine kostengünstige Bauweise gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch ein Expansionsmodul mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Vorteile der Erfindung
Das erfindungsgemäße Expansionsmodul für ein Kältemittel, welches insbesondere zur geregelten Expansion eines hochdrucksseitigen Kältemittels einer Kälte- bzw. Klimaanlage auf ein Niederdruckniveau dient, weist ein Expansionsventil auf, welches in der Art eines Schie-
besitzventils ausgebildet ist, wobei der als Ventilkolben dienende Schiebesitz von mindestens einem, am Ventil anliegenden Druck gesteuert wird.
Durch die Ausbildung des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls mit einem druckgesteuer- ten Schiebesitzventil ist es möglich, in vorteilhafter Weise ein Expansionsmodul zu realisieren, welches sowohl eine gute Regelbarkeit als auch eine einfache und damit kostengünstige Realisierung ermöglicht. Insbesondere ist eine elektrische Ansteuerung des Expansionsmoduls, mit en .sprechenden Leitungen, Steckerelemente n und zumindest einem Steuergerät nicht erforderlich. Da das erfindungsgemäße Expansionsmodul lediglich druckgesteuert ist, lässt sich eine Regelung des Kältemittelkreislaufs und insbesondere der Expansion des Kältemittels mit einfachen mechanischen Mitteln realisieren.
Die Verwendung des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls in einer Klima- bzw. Kälteanlage ermöglicht in vorteilhafter Weise die Verbesserung des thermischen Wirkungsgrades der Klimaanlage, ohne dass eine aufwendige Ansteuerung notwendig ist.
Durch die spezielle, mechanische Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls kann die Kennlinie des Drosselquerschnittes des Expansionsmoduls in Abhängigkeit von bspw. dem Hochdruckniveau oder auch der Druckdifferenz über dem Ventil eingestellt wer- den. Der Ventilkolben des Expansionsventils des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls wird von mindestens einem, am Ventil anliegenden Druck des Kältemittels gesteuert. Eine elektromagnetische Ansteuerung des Drosselkörpers ist nicht erforderlich.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Merkmale sind vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls möglich.
In einer vorteilhaften Ausfuhrungsform des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls wird der Ventilkolben des als Schiebesitzventils ausgebildeten Expansionsventils, welcher axial in einer Ventilkammer des Ventilgehäuses verschiebbar ist, gegen die Kraft eines federelasti- sehen Elementes verstellt.
Die vom dem federelastischen Element dem verschiebbaren Ventilkolben entgegengebrachte Kraft ist in vorteilhafter Weise einstellbar. So kann bspw. die Vorspannung des federelastischen Elementes mit einem Kontermittel, wie beispielsweise einer Schraube oder einer Dis-
tanzscheibe bereits bei der Fertigung angepasst werden, sodass sich eine gewünschte Ventilkennlinie des Expansionsventils des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls ergibt. Die Federvorspannung kann jedoch auch durch einen Stellmotor, über einen Magneten oder thermostatisch eingestellt werden. Auf diese Weise ist dann eine Einstellung sowohl des Hoch- druckniveaus als auch des Niederdruckniveaus in einem Kältekreislauf möglich. Insbesondere ist in vorteilhafter Weise eine Kermlinienanpassung im Betrieb der Anlage möglich.
Das erfindungsgemäße Expansionsmodul weist in einer vorteilhaften Ausfuhrungsform seines Expansionsventils einen Ventilkolben auf, der als Drosselkörper ausgebildet ist, welcher zumindest eine Drosselöffhung besitzt, die mit einer entsprechenden Öffnung des Ventilgehäuses des Expansionsventils in Überlappung gebracht werden kann. In diesem Zusammenhang wird auch die Öffnung im Ventilgehäuse als ,,Drosselöfmung" bezeichnet, obwohl hier keine Drosselung stattfindet. Diese Bezeichnung dient lediglich der Zuweisung dieser Öffnung des Ventilgehäuses zu der Drosselöffnung im Drosselkörper des Ventil und zur na- mentlichen Abgrenzung dieser Öffnung im Ventil von weiteren Ventilöfrhungen bzw. Ein- oder Auslasskanälen. Durch Verschiebung des Ventilskolbens bzw. des Drosselkörpers relativ zum Gehäuse des Expansionsventils und somit zur so genannten Drosselöffhung, welche im Gehäuse des Expansionsventils ausgebildet ist, kann eine mehr oder weniger große Expansionsfläche für das Kältemittel freigegeben werden.
In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Expansionsventils ist die mindestens eine Drosselöffhung des Drosselkörpers des Expansionsventils derart im Ventilkolben positioniert, dass das Ventil im drucklosen Zustand geschlossen ist.
In vorteilhafter Weise kann das erfindungsgemäße Expansionsmodul ein Expansionsventil mit einer Drosselöffhung des Drosselkörpers aufweisen, der eine Gesamtöffnungsfläche im Bereich von 0,5 bis 10 mm2 , insbesondere von 1 bis 7 mm2 hat. In besonders vorteilhafter Weise ist die Drosselöffnung des Drosselkörpers dabei im Wesentlichen schlitzförmig ausgebildet und verläuft in axialer Richtung am Zylindermantel des Ventilkolbens des Ventils. Über die speziell gewählte Schlitzgeometrie kann insbesondere auch die Ventilkennlinie angepasst werden.
Um eine wirkungsvolle Steuerung des Ventilkolbens innerhalb des Expansionsventils und somit den gewünschten Expansionsquerschnitt erzielen zu können, weist das Ventilgehäuse
in einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls neben der als Drosselöffhung bezeichneten Öffnung zumindest einen weiteren Einlasskanal und zumindest einen weiteren Auslasskanal auf. In dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls ist der Ventilkolben des Expansionsventils durch die Druckdifferenz zwischen dem Einlasskanal und dem Auslasskanals des Ventils steuerbar. Über ein Kräftegleichgewicht am Ventilkolben, d.h. am Drosselkörper, welches sich zwischen den D ckkräften und der Kraft des federelastischen Elementes einstellt, stellt sich eine definierte Position des Drosselköpers im Ventilgehäuse ein. Durch Änderung der Druckkraft verschiebt sich der Ventilkolben, d.h. der Drosselkörper in seiner Position relativ zur Drosselöffhung im Ventilgehäuse. Eine Lageänderung des Ventilkolbens führt somit zu einer Änderung der Überdeckung zwischen Drosselöffhung im Ventilgehäuse und Drosselöffhung im Ventilkolben, sodass sich der Drosselquerschnitt des
Expansionsventils ändert. Durch geeignete Abstimmung der Kraft des federelastischen Ele- mentes und Drosselschlitzkontur kann eine beliebige Kennlinie des Drosselquerschnitts in
Abhängigkeit vom Druck über dem Ventil eingestellt werden, ohne das auf einen elektromagnetischen Aktuator zurückgegriffen werden müsste
In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls verfügt das Expansionsventil auf seiner Niederdruckseite über einen Wirkkörper, bzw. eine Scheibe, der bzw. die mit dem Ventilkolben des Expansionsventils in Wirkverbindung steht. Dieser Wirkkörper ist über eine Membran bzw. über einen Balg mit dem Ventilgehäuse derart verbunden, dass zwei voneinander getrennt Teilräume auf der Niederdruckseite des Ventils erzeugt werden. Auf der einen Flächenseite des Wirkkörpers herrscht der Niederdruck und auf seiner gegenüberliegenden Flächenseite ein Umgebungsdruck des Ventils. In anderen Ausführungsformen die Membran oder der Balg auch ersetzt sein, durch ein Gaskissen oder auch einen elastischen Körper, wie beispielsweise eine Gummifeder.
In einem derart ausgebildeten Expansionsmodul mit Wirkkörper ist es möglich, dass der Ventilkolben des Expansionsventils durch die Druckdifferenz zwischen dem Hochdruckniveau und dem Umgebungsdruck des Ventils steuerbar ist. Für diese Steuerung des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls lediglich durch den Hochdruck muss in der Kräftebilanz über dem Ventilkolben, die aus dem Niederdruck resultierende Kraft kompensiert werden. Dies ist durch den Wirkköφer in Verbindung mit der Membran bzw. dem Balg möglich, da
auf dessen einer Seite der Niederdruck und auf dessen anderer Seite Umgebungsdruck herrscht. Verbindet man den zumeist starren Wirkkörper mit dem als Drosselköφer dienenden Ventilkolben, so kann die resultierende Druckkraft auf den Wirkköφer auch auf den Kolben einwirken. In vorteilhafter Weise ist somit eine Stellung des Drosselkörpers über den Hochdruck bzw. den Differenzdruck zwischen Hochdruckseite und Umgebungsdruck des Kältekreislaufs möglich.
Das erfindungsgemäße Expansionsmodul weist in einer vorteilhaften Ausführungsform neben dem Expansionsventil zudem eine feste Drossel mit konstantem Drosselquerschnitt auf. Der Öfmungsquerschnitt der Konstant-Drossel ist dann unabhängig von dem im Kreislauf herrschenden Hochdruck. Der Einsatz der Konstant-Drossel allein würde jedoch verhindern, dass das System immer unter optimalen Bedingungen betrieben wird. Aus diesem Grunde wird in einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls parallel zur Konstant-Drossel, das beschriebene druckgesteuerte Expansionsventil betrieben. Das erfindungs- gemäße Expansionsmodul, welches zum Einen über eine feste Drossel mit konstantem Drosselquerschnitt und zum Anderen über ein druckgetriebenes Expansionsventil verfügt, ermöglicht somit eine gute Regelcharakteristik bei gleichzeitig kostengünstiger Bauweise.
In vorteilhafter Weise lässt sich mit dem erfindungsgemäßen Expansionsmodul eine Klima- anläge, insbesondere eine Klimaanlage für ein Kraftfahrzeug, realisieren, die je nach Betriebsbedingungen, bspw. Außentemperatur, Temperatur im Verdampfer oder auch Betriebsstrategie, d.h. bspw. Optimierung des Wirkungsgrades bzw. Optimierung der Kälteleistung einstellbar ist.
Weitere Vorteile und Merkmale des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls bzw. der erfindungsgemäßen Klima- bzw. Kälteanlage ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.
Zeichnungen
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele für Expansionsventile des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls sowie ein erfindungsgemäßer Kältemittelkreislauf unter Verwendung eines solchen Expansionsmoduls dargestellt, die in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert werden sollen. Die Figuren der Zeichnung, deren Beschreibung sowie
die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombinationen. Ein Fachmann wird diese Merkmale auch einzeln betrachten und zu weiteren, sinnvollen Kombinationen zusammenfassen.
Es zeigt:
Figur 1 eine schematische Darstellung einer Ausfuhrungsform eines erfindungsgemäßen Kältemittelkreislaufs,
Figur 2 ein erstes Ausführungsbeispiel für ein druckgesteuertes Expansionsventil des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls in einer schematischen Prinzipdarstellung,
- jrjgyj.3 gjjj weites Ausführungsbeispiel eines druckgesteuerten Expansionsventils,
Figur 4 ein weiteres Beispiel für ein druckgesteuertes Expansionsventil des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls,
Figur 5 ein weiteres Beispiel für ein druckgesteuertes Expansionsventil
Figur 6 eine erste Ausführungsform für einen als Drosselköφer dienenden Ventilkolben eines Expansionsventils des erfϊndungsgemäßen Expansionsmoduls,
Figur 7 eine graphische Darstellung des funktionalen Zusammenhangs zwischen dem Druck am Eintritt des Ventils und des Öfmungsquerschnitts des Expansionsventils für verschiedene Größen der Drosselöffnung,
Figur 8 eine alternative Ausführungsform eines Drosselköφers für ein Expansionsventil,
Figur 9 die zu Figur 8 gehörige funktioneile Abhängigkeit zwischen dem Druck am Eintritt des Ventils und dem Öffhungsquerschnitt für verschiedene Größen der Drosselöffnung des Drosselköφers.
Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsformen
Die in Figur 1 im Prinzip dargestellte Klima- bzw. Kälteanlage 12 umfasst einen Kompressor 50, einen Kondensator oder Gaskühler 52, ein Expansionsmodul 10 und einen Verdampfer 54, die über entsprechende Verbindungsmittel 56 miteinander verbunden sind und einen Kältemittelkreislauf bilden.
Die Komponenten dieses Kreislaufs werden nach Art eines Kompressionskältekreislaufs betrieben. Hierbei wird zunächst eine Verdichtung des Kältemittels, bspw. des Kältemittels CO2 durch den Verdichter, den so genannten Klimakompressor 50 durchgeführt, um die in- nere Energie des Kältemittels zu erhöhen. Das komprimierte Kältemittel wird anschließend in einem Kondensator oder Verflüssiger 52 durch einen Wärmeaustausch gekühlt. Bei Kältemitteln, die die Wärme im überkritischen Bereich abgegeben, wie dies bspw. bei dem Käl- temittel~CO2 der Fall ist, wird das Kältemittel im Kondensator nicht verflüssigt, sondern als Gas im überkritischen Zustand nur abgekühlt. Aus diesem Grund wird dieser Wärmeübertra- ger bei Verwendung der überkritischen Betriebsweise des Kältemittels auch als Gaskühler bezeichnet. Anschließend wird das so gekühlte Kältemittel mittels eines Expansionsmoduls 10 auf einen geringeren Druck ausgedehnt und dabei weiter abgekühlt.
Dem Expansionsmodul 10 ist in der Regel ein Verdampfer 54 nachgeschaltet, der als Wär- metauscher betrieben wird, um die freiwerdende Kälte des Kältemittels auf ein anderes Medium zu übertragen. Dieses andere Medium, welches über den Verdampfer 54 mit dem kalten, expandierten Kältemittel in Wechselwirkung tritt, kann bspw. Luft sein, die einer Hei- zungs- bzw. Kühlanlage (Klimaanlage) eines Kraftfahrzeuges zugeführt wird. Durch die Steuerung der Drosselung, d.h. des Öffhungsquerschnittes am Expansionsmodul 10 des Käl- temittelkreislaufs kann der Druck auf der Hochdruckseite des thermodynamischen Kreisprozesses gesteuert bzw. geregelt werden. Auf diese Weise kann die spezifische Kälteleistung der Klimaanlage in gewünschter Weise variiert werden. So ist es möglich, eine maximale effektive Leistungszahl zu erhalten, indem der Druck der Hochdruckseite des thermodynamischen Kreisprozesses (Hochdruckniveau) in Abhängigkeit von der Temperatur am Gasküh- lerausgang oder der Umgebungstemperatur in angepasster Weise eingestellt wird.
Insbesondere bei Kälteanlagen mit Kältemitteln, die aufgrund ihrer thermodynamischen Eigenschaften die Wärme im überkritischen Bereich abgegeben, kann das Hochdruckniveau bei der Wärmeabgabe unabhängig von der Temperatur einstellt werden. Um diesen, gegen-
über Kältemitteln mit Wärmeabgabe im Nassdampfbereich zusätzlichen Freiheitsgrad in vorteilhafter Weise nutzen zu können, können Steuer- und oder regelbare Expansionseinrichtungen genutzt werden.
Das erfindungsgemäße Expansionsmodul 10 weist daher zumindest ein steuerbares Expansionsventil 14 auf. In alternativen Ausfuhrungsformen, kann neben dem steuerbaren Expansionsventil 14 auch eine feste Drossel (Orifice) 70 mit konstantem Drosselquerschnitt verwendet werden. Dabei werden dann das steuerbare Expansionsventil 14 und das Orifice 70 parallel zueinander in einem Expansionsmodul 10 angeordnet und, wie in der schematischen Dar- Stellung der Figur 1 gezeigt, in dem Kältemittelkreislauf 12 integriert.
Figur 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines druckgesteuerten Expansionsventils für das erfindungsgemäße Expansionsmodul. Das erfindungsgemäße Expansionsventil 14 weist ein Ventilgehäuse 28 auf, in dem eine Ventilkammer 26 vorgesehen ist. In der Ventilkammer 26 ist ein Ventilkolben 22 axial, d.h. in Richtung der Achse 58 verschiebbar angeordnet. Um die Verschiebbarkeit des Ventilkolbens 22 in der Ventilkammer 26 zu erhöhen, sind der Ventilkolben 22 und oder die Kolbenführung 32 im Ausführungsbeispiel nach Figur 2 reibungsarm beschichtet, bspw. mit einer Teflon- oder Kohlenstofϊbescbichtung. Der Ventilkolben 22 des erfindungsgemäßen Expansionsventils nach dem Ausführungsbeispiel der Fi- gur 2 ist gegen die Kraft eines federelastischen Elementes 38, welches in Figur 2 schematisch als Feder dargestellt ist, verstellbar.
Das erfindungsgemäße Ventil gemäß Figur 2 weist in seinem Ventilgehäuse zwei Einlass- öffhungen 60 bzw. 62 auf, die im eingebauten Zustand des Expansionsventils mit der Hoch- druckseite HD des Kältemittelkreislaufs gemäß Figur 1 in Verbindung stehen. Eine Auslass- öffhung 64 ist dann mit der Niederdruckseite ND des Kältemittelkreislaufs verbunden.
Bei der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform des druckgesteuerten Expansionsventils des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls hegt der Hochdruck HD an dem radialen Zulauf kanal 62 des Ventilgehäuses 28 an. Dieser Zulaufkanal 62 mündet in einer Öffnung 30 des Ventilgehäuses 28, die im folgenden als Drosselöfmung des Ventilgehäuses bezeichnet wird, obwohl hier keine Drosselung stattfindet. Diese Bezeichnung dient lediglich der Zuweisung dieser Öffnung des Ventilgehäuses zu der Drosselöf ung im Drosselköφer des Ventils und zur namentlichen Abgrenzung dieser Öffnung 30 im Ventil von weiteren Ventilöffhungen
bzw. Ein- oder Auslasskanälen. Die Drosselöfmung 30 des Ventilgehäuses 28 kann, je nach Stellung des Ventilköφers 22, mit einer Drosselöf ung 20, welche im Zylinder des Ventilkolbens 22 ausgebildet ist, mehr oder weniger stark überlappen. Der Ventilkolben 22 ist somit als Drosselköφer 18 ausgebildet, der zumindest eine Drosselöfmung 20 aufweist, die mit der Drosselöffhung 30 des Ventilgehäuses 28 in Wirkverbindung gebracht werden kann, so dass ein durchgängiger Verbindungskanal zwischen der Hochdruckseite des Ventils und der Niederdruckseite des Ventils hergestellt wird.
Im Raum 48 unterhalb des Ventilkolbens 22 liegt Niederdruck an. Dieser Raum 66 ist mit dem Auslasskanal 36 verbunden.
Bei der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform liegt der Hochdruck HD nicht nur an dem ra- " dialen Zulauf kanal 62 an, sondern ist zudem mit einem Raum 46 oberhalb des Ventilkolbens 22 verbunden.
Für den Ventilkolben 22, bzw. den Drosselköφer 18 des erfindungsgemäßen Expansionsventils ergibt sich somit ein Kräftegleichgewicht zwischen dem federelastischen Element 38 und den auf den Ventilkolben 22 einwirkenden Druckkräften gemäß: (PHD — PND) ~ Fönick raft = FFeder
Über ein Kräftegleichgewicht zwischen den am Ventilkolben 22 angreifenden Druckkräften und der Federkraft des federelastischen Elementes 38 stellt sich eine definierte Position des Ventilkolbens 22 im Ventilgehäuse 28 ein. Durch eine Änderung der Druckkraft verschiebt sich der Ventilkolben 22 in seiner Position. Eine Lageänderung des Ventilkolbens 22 führt zu einer Änderung der Überdeckung zwischen der Drosselöfmung 30 im Ventilgehäuse und der Drosselöffnung 20 des als Drosselköφer 18 dienenden Ventilkolbens 22. Auf diese Weise wird der Drosselquerschnitt des Expansionsventils verändert. Durch eine geeignete Abstimmung der Federkraft sowie der Kontur der Drosselöffhung 30 kann eine beliebige Kerm- linie des Drosselquerschnitts in Abhängigkeit von der Druckdifferenz über dem Ventil eingestellt werden.
Durch verschiedene Ausgestaltungen und Anordnungen von elastischen Federelement 38, Ventilkolben 22 und Einlassöff ungen 60, 62 für das Kältemittel auf Hochdruckniveau kann
die gewünschte Kennlinie des Drosselquerschnitts des erfindungsgemäßen Expansionsventils in Abhängigkeit von der I3mckdifferenz über dem Ventil eingestellt werden.
Ordnet man das federelastische Element 38 im oberen Raum 46 des erfindungsgemäßen Ventils an und vertauscht Hoch- und Niederdruckseite (HD bzw. ND), wie dies im Ausfuh- rungsbeispiel der Figur 3 gezeigt ist, kann das erfindungsgemäße Expansionsventil 14 auch in umgekehrter Richtung durchströmt werden, wie dies durch die Pfeile 70 in Figur 2 bzw. 3 angedeutet ist.
In einer alternativen Ausführungsform erfolgt die Steuerung des erfindungsgemäßen Expansionsventils über das Hochdruckniveau des Kältemittelkreislaufs. Für eine Steuerung durch den Hochdruck muss in der auf den Ventilkolben einwirkenden Kräftebilanz, die aus den Niederdruck resultierende Kraft kompensiert werden. Dies ist bspw. durch einen zusätzlichen Wirkkörper möglich, der in das erfindungsgemäße Ventil integriert werden.
Um die aus dem Niederdruck resultierende Kraft auf den Kolben des Ventils zu kompensieren, ist weitere mit dem Kolben verbundene Wirkflächen erforderlich. Diese werden durch einen Wirkköφer 40 geliefert, auf den auf der einen Seite 42 der Niederdruck und auf ihrer anderen Seite 44 der Umgebungsdruck wirken kann. Der Niederdruckraum muss also mittels dieses Wirkköφers 40 bzw. seiner Wirkflächen 42 und 44 von dem Raum, in dem Umgebungsdruck herrscht, getrennt werden. Der Wirkköφer 40 ist dabei starr mit dem Ventilkolben verbunden und wird über eine Membran oder einen Balg kraftübertragungslos mit dem Ventilgehäuse verbunden, so dass die Teilräume voneinander gasdicht getrennt sind. Membran oder Balg gewährleisten die Trennung von Niederdruck- und Umgebungsdruckraum bei Aufrechterhaltung der Möghchkeit zur Hubbewegung. Dabei sollten Membran oder Balg möglichst selbst keine Kraft übertragen. In anderen Ausführungsformen kann dazu auch ein Gaskissen oder ein elastischer Köφer, wie beispielsweise eine Gummifeder verwendet werden. Im folgenden wird stellvertretend nur von einer Membran gesprochen.
Figur 4 zeigt ein derartiges Ausfuhrungsbeispiel für ein Expansionsventil des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls. Der Wirkkörper 40 ist innerhalb des Ventilgehäuses 28 auf der Niederdruckseite des Ventils angeordnet und trennt das Niederdruckniveau ND vom Umgebungsdruck UD mit Hilfe der Membran 50 ab. Dies kann bspw. durch eine Unterteilung des Raumes 48 unterhalb des Ventilkolbens 22 erfolgen. Auf die eine Flächenseite 42 (im Aus-
führungsbeispiel der Figur 4 entspricht dies der oberen, dem Ventilkolben 22 zugewandten Oberfläche des Wirkköφers 40 bzw. der Membran 50) wirkt der Niederdruck ND des Kältemittelkreislaufs. Auf der gegenüberliegenden Flächenseite 44 (die im Ausführungsbeispiel der Figur 4 der unteren, dem Ventilkolben 22 abgewandten Oberfläche des Wirkköφers bzw. der Membran entspricht) des Wirkköφers herrscht der Umgebungsdruck des Ventils.
Verbindet man den Wirkköφer 40, der beispielsweise in Form einer starren Scheibe ausgebildet sein kann, wie in Figur 4 angedeutet mechanisch mit dem Ventilkolben 22, so wird die resultierende Dmckkraft (PND - Pu), die auf den Wirkköφer 40 einwirkt, auch auf den Ventilkolben 22 wirken. Für den Ventilkolben 22 ergibt sich somit nachfolgende Kräftebilanz:
(PHD - PND ) + (PND - Pu) ~ (PHD - Pu) ~ Foraikkraft = Frede.
Dabei entspricht der Term (PHD - PND ) dem resultierenden Druck auf den Ventilkolbenboden und der Term (PND - PU) bezeichnet den Druck auf den Wirkköφer. Auf diese Weise wird eine Steuerung des Ventilkolbens und somit der Drosselcharakteristik des Expansionsventils lediglich über das Hochdruckniveau HD des Kältemittelkreislaufs realisiert. Durch Änderung des Hochdruckniveaus und der dadurch auf den Ventilkolben 22 erzeugten Kraft Foruckk-aft verschiebt sich der Ventilkolben 22, also der Drosselköφer 18 des Expansionsventils in seiner Position. Eine Lageänderung des Drosselkörpers 18 führt zu einer Änderung der Überdeckung von Einlass- bzw. Drosselöffhung 30 des Ventilgehäuses und der Drosselöffnung 20 des Drosselköφers 18, sodass sich der Öf ungsquerschnitt des Expansionsventils ändert. Durch eine geeignete Abstimmung der Federkraft des federelastischen Elementes 38 und der Kontur der Drosselöf ung 20 des Drosselköφers 18 kann, wie bereits beschrieben, eine gewünschte Kennlinie für den Drosselquerschnitt in Abhängigkeit von dem am Expansionsventil anliegenden Hochdruck HD eingestellt werden.
Um die Federkraft des federelastischen Elementes 38 zu variieren, können entsprechende Emstell- bzw. Kontermittel vorgesehen sein, die in Figur 4 schematisch in Form einer
Schraube 72 angedeutet sind. Wird diese Schraube weiter in das Ventilgehäuse 28 eingeschraubt, so nimmt die Vorspannung des federelastischen Elementes zu. Andere Möglichkeiten zur Einstellung der vom federelastischen Element auf Wirkkörper bzw. auf den Ventilkolben ausgeübten Kraft sind selbstverständlich ebenso möglich, die Schraube dient in die-
sem Zusammenhang nur der symbolischen Darstellung möglicher Einstellmittel. Insbesondere seien hier zudem ein Stellmotor, ein Magnet oder auch ein thermostatisches Stellelement erwähnt, die die Anpassung der Kennlinien des Ventils auch im Betrieb der Anlage gewährleisten.
Ordnet man das federelastische Element 38 im oberen Raum 46 des Ventilgehäuse 28 an und vertauscht Hochdruck- und Niederdruckseite des Ventils, wie dies in Figur 5 angedeutet ist, kann das erfindungsgemäße Expansionsventil auch umgekehrt durchströmt werden.
Neben der Einstellung der Federkraft des federelastischen Elementes 38 ermöglicht die Vorgabe einer speziellen Kontur und Größe der Drosselöf ung 20 im Drosselköφer 18 des erfindungsgemäßen Ventils die Erzeugung einer gewünschten Kennlinie für das Expansionsmodul.
In Figur 6 und 8 sind zwei Ausführungsformen für Drosselöffhungen 20 des Drosselköφers
18 des Expansionsventils dargestellt. Der Übersicht halber ist jeweils nur eine Drosselöffnung pro Ventilkolben 22 bzw. Drosselköφer 18 gezeigt. In anderen Ausführungsbeispielen ist es selbstverständlich möglich, eine beliebige Anzahl entsprechend geformter Drosselöffnungen 20 in der Zylinderform des Ventilkolbens 22 auszubilden. Die typische Drosselquer- Schnittsfläche sollte dabei in einem Bereich von ca. 0,5 bis 10 mm2 insbesondere im Bereich von 1 bis 7 mm2 liegen.
Figur 6 zeigt das Beispiel einer in axialer Richtung des Ventils gestuften Drosselöffhung, wohingegen die Drosselöffhung gemäß Figur 8 eine trapezförmige Kontur aufweist. Andere Konturen für die Drosselöf ungen 20 sind selbstverständlich ebenso mögüch. So kann sich bspw. die Kontur der mindestens einen Drosselöfmung in axialer Richtung gegenüber einer trapezförmigen Erweiterung, wie diese in Figur 8 gezeigt ist, mehr oder weniger stark sowohl konkav als auch konvex stetig oder diskontinuierlich erweitern. Über verschiedene Schlitzgeometrien kann die Kennlinie des Ventils angepasst werden. Die hier gezeigten Ge- ometrien sind lediglich beispielhaft und nicht anschließend.
Durch die axiale, druckgetriebene Bewegung des Ventilkolbens 22 in der Ventilführung 32, wird je nach Stellung des Ventilkolbens 22 relativ zur Drosselöffhung 30 des Ventilgehäuses 28 nur ein Teil der Drosselöfmung bzw. Drosselöfmungen 30 durchströmt und somit die
Drosselleistung des Expansionsventils variiert. Durch eine geeignete Positionierung der Drosselöfmungen 20 im Drosselköφer 18 lässt sich zudem erreichen, dass das erfindungsgemäße Ventil 14 bei einem vorgegebenen Druckniveau entweder vollständig geöffnet bzw. geschlossen ist.
Bei gegebenem Volumenstrom durch das Ventil 14 erhöht sich die Druckdifferenz über der Drosselöfmung 20 mit Verringerung des Drosselquerschnitts. Durch die Veränderung des Drosselquerschnitts kann somit der Druck am Eintritt des Expansionsventils 14, d.h. der Hochdruck HD der Kälteanlage gezielt eingestellt werden. Ebenso kann bei veränderlichem Volumenstrom der Hochdruck der Kälteanlage durch Anpassung der Kontur der Drosselöffnung 20 bzw. der Stärke des federelastischen Elementes 38 auf gewünschte Werte eingestellt werden.
Durch unterschiedliche Konturen der Drosselöfmungen, wie sie bspw. in Figur 6 bzw. Figur 8 wiedergegeben sind, kann das Verhältnis von axialem Weg des Ventilkolbens 22 zur Öffnung des Drosselquerschnitts und somit die Ventilcharakteristik des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls variiert werden. Über verschiedene Schlitzgeometrien kann somit die Kennlinie des Ventils angepasst werden.
Figur 7 (entsprechend der Ausführungsform eines Drosselköφers nach Figur 6) und Figur 9
(entsprechend der Ausführungsform nach Figur 8) geben jeweils in einer schematischen Darstellung die Ventilcharakteristik des erfindungsgemäßen Expansionsmoduls wieder. Der Ü- bersicht halber sind die entsprechenden Ventilkolben 22 mit den Konturen ihrer Drosselöffnungen 20 nochmals in den Abbildungen der Figur 7 bzw. 9 eingezeichnet. Die Abzisse der grafischen der Darstellung gemäß Figur 7 bzw. Figur 9 entspricht dem Hub des Ventilkolbens 22 bzw. Drosselköφers 18 und ist somit eine Funktion des am Ventil anliegenden Differenzdruckes. Auf der Ordinate der Darstellungen in Figur 7 bzw. 9 aufgetragen ist der Durchfluss F, der im Wesentlichen dem Drosselquerschnitt bei der jeweiligen Stellung des Drosselkörpers 18 entspricht. Die einzelnen Kurven geben die Ventilcharakteristiken bei un- terschiedlichen Gesamtdrosselquerschnitten A wieder, wobei der eingezeichnete Pfeil die
Richtung vergrößerter Drosselquerschnitte A andeutet. Typische Drosselquerschnittsflächen A liegen in einem Bereich von ca. 0,5 bis 7 mm2.
Mit Hilfe der speziellen Querschnittsform der Drosselöffhung, sowie der Federcharakteristik des federelastischen Elementes 38 lässt sich eine optimierte Ventilcharakteristik für den Kältemittelkreislauf 12 realisieren.
Ein voll geschlossenes Schiebesitzventil weist typischerweise eine innere Leckage auf, die von der Drackdifferenz über dem Ventil und den Spalten zwischen dem Ventilkolben 22 und der Ventüführung 32 abhängt. Um eine hohe Dichtheit des voll geschlossenen Expansionsventils zu erreichen und damit die prinzipielle Möglichkeit, auch bei kleinsten Volumenströmen noch einen definierten Hochdruck einregeln zu können, zu erhalten, ist in dem er- findungsgemäßen Expansionsventil sowohl die Spalthöhe als auch die Spaltlänge zwischen dem Ventilkolben und der Kolbenführung derart modifiziert, dass eine vorgebbare, ausreichende Dichtheit des voll geschlossenen Expansionsventils erreicht wird.
Eine Möglichkeit die Toleranz in den Spaltdimensionen in vorteilhafter Weise zu reduzieren, besteht darin, den Ventilkolben und/oder die Kolbenführung reibungsarm, bspw. mit einer
Teflon- oder Kohlenstoffschicht zu beschichten.
In einer vorteilhaften Ausführungsform besitzt das erfindungsgemäße Expansionsmodul neben dem steuerbaren Expansionsventil eine zusätzliche Drossel, konstanter Öffnung, die strömungstechnisch parallel zum Expansionsventil angeordnet ist.
Das erfindungsgemäße Expansionsmodul ist nicht auf die in der Beschreibung aufgeführten Ausführungsbeispiele des Expansionsventils beschränkt.
Das erfindungsgemäße Expansionsmodul ist darüber hinaus nicht beschränkt auf die Verwendung in dem dargestellten Kältemittelkreislauf einer Klimaanlage. Insbesondere ist die erfindungsgemäße Kälte- bzw. Klimaanlage nicht beschränkt auf die Verwendung von CO2 als Kältemitteln.
Des Weiteren ist die erfindungsgemäße Klimaanlage nicht beschränkt auf die Verwendung lediglich eines Expansionsventils. In vorteilhafter Weise ist es möglich, dass das Expansionsmodul auch mehrere Expansionsventile aufweist, die zueinander strömungstechnisch parallel geschaltet sind.
Des Weiteren ist es möglich, den erfindungsgemäßen Kältemittelkreislauf prinzipiell auch als Wärmepumpe zu betreiben.