LÖSCHKAMMER UND HOCHLEISTUNCSSCHALTER MIT STARKER LICHTBOCENBEBLASUNC
B E S C H R E I B U N G
Technisches Gebiet
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Hochleistungsschaltertechnik. Sie bezieht sich auf eine Löschkammer gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und einen entsprechenden Hochleistungsschalter.
Stand der Technik
Eine derartige Löschkammer und ein entsprechender Hochleistungsschalter sind beispielsweise aus der Offenlegungsschrift DE 1 95 36 673 AI bekannt. Dieser Schalter weist mindestens eine zylindrisch ausgebildete Löschkammer auf, welche mit einem feststehenden Kontakt, mit einem beweglichen Kontakt und mit einer Löschzone zwischen den beiden Kontakten versehen ist. Ein Schaft des beweglichen Kontakts ist mit einem Heizvolumen fest verbundenen, welches festkontaktseitig durch eine von mindestens einem Heizkanal durchsetzte Isolierdϋse abgeschlossen wird. Die Löschkammer weist ein erstes Kompressionsvolumen auf, welches mit dem Heizvolumen und einem zweiten Kompressionsvolumen in Wirkverbindung steht. Zwischen
dem ersten und dem zweiten Kompressionsvolumen ist ein beweglicher Hilfskolben vorgesehen, welcher über eine Umlenkungsvorrichtung mit dem beweglichen Kontakt verbunden ist. Während eines Ausschaltvorgangs wird der Hilfskolben antiparallel zu der Bewegungsrichtung des beweglichen Kontaktstücks bewegt, so dass das erste Kompressionsvolumen zunächst komprimiert wird, während das zweite Kompressionsvolumen sauberes Löschgas ansaugt. Danach wird der Hilfskolben parallel zu der Bewegungsrichtung des beweglichen Kontaktstücks bewegt, so dass das erste Kompressionsvolumen mit sauberem Löschgas aus dem zweiten Kompressionsvolumen versorgt wird. Dadurch wird eine verstärkte
Beblasung des Lichtbogens, insbesondere mit relativ sauberem Löschgas, erreicht.
Der beschriebene Hochleistungsschalter hat den Nachteil, dass er einer Umlenkungsvorrichtung zum Erreichen der relativ komplizierten Hilfskolbenbewegung bedarf.
Darstellung der Erfindung
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Löschkammer und einen Hochleistungsschalter der eingangs genannten Art zu schaffen, welche die oben genannten Nachteile nicht aufweisen. Insbesondere soll eine starke Beblasung des Lichtbogens und somit ein sichereres Schalten, auch in schwierigen Schaltfällen, erreicht werden, wobei es keiner Umlenkungsvorrichtung bedürfen soll. Zusätzlich soll die Beblasung mittels möglichst sauberem Gas erfolgen.
Diese Aufgabe löst eine Vorrichtung und mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruches.
Die erfindungsgemässe Löschkammer für einen Hochleistungsschalter ist gefüllt mit einem Löschgas und weist auf:
- ein erstes Kontaktstück und ein zweites Kontaktstück, von welchen mindestens eines ein bewegliches Kontaktstück ist, und welche mittels eines Antriebs relativ zueinander beweglich sind,
- eine zwischen den beiden Kontaktstücken angeordnete Löschzone, in welcher bei einem Ausschaltvorgang ein Lichtbogen zwischen den beiden
Kontaktstücken ausbildbar ist, und
- ein Heizvolumen zur Aufnahme von durch den Lichtbogen erhitztem Löschgas, mittels welchem der Lichtbogen beblasbar ist, wobei ein erstes Kompressionsvolumen vorhanden ist, welches derart angeordnet ist, dass es bei einem Ausschaltvorgang verkleinert wird, so dass Löschgas aus dem ersten Kompressionsvolumen in die Löschzone geleitet wird, und
- ein zweites Kompressionsvolumen.
Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass ein von dem ersten und dem zweiten Kompressionsvolumen getrennt angeordnetes Expansionsvolumen vorhanden ist, welches derart angeordnet ist, dass sich bei einer Vergrösserung des Gesamtvolumens von erstem und dem zweitem Kompressionsvolumen sein Volumen verkleinert und bei einer Verkleinerung des Gesamtvolumens von erstem und dem zweitem Kompressionsvolumen sein Volumen vergrössert.
Das Expansionsvolumen erlaubt eine effektive Vergrösserung des zur Beblasung des Lichtbogens zur Verfügung stehenden Löschgases, welches sich in den beiden Kompressionsvolumina befindet. Denn das von den beiden Kompressionsvolumina gebildete Gesamtvolumen muss nicht
konstant sein, sondern kann sich während eines Ausschaltvorgangs zugunsten des Expansionsvolumens verkleinern. Vorteilhaft kann das Expansionsvolumen mit einem Reservoirvolumen (Tankvolumen) oder einem Abströmkanal verbunden sein, so dass eine Vergrösserung des Expansionsvolumens während eines Ausschaltvorgangs keine nennenswerte Zusatzbelastung für einen das bewegliche Kontaktstück antreibenden Antrieb darstellt.
In einer vorteilhaften Ausführungsform sind das Expansionsvolumen und das zweite Kompressionsvolumen derart angeordnet, dass eine Volumenänderung des zweiten Kompressionsvolumens eine entgegengesetzt gleich grosse Volumenänderung des Expansionsvolumens bewirkt. Dadurch können sich das Expansionsvolumen und das zweite Kompressionsvolumen denselben Raum (dasselbe Gesamtvolumen) teilen, und ein Kolben einer das Expansionsvolumen einschliessenden Kolben- Zylinder-Anordnung kann identisch sein mit einem Kolben einer das zweite Kompressionsvolumen einschliessenden Kolben-Zylinder-Anordnung. Dadurch ist ein einfacher Aufbau der Löschkammer möglich. Und die Löschkammer kann ein geringes Bauvolumen aufweisen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das erste Kompressionsvolumen mit dem zweiten Kompressionsvolumen durch einen Zuströmkanal miteinander verbunden. Besonders vorteilhaft weist die Löschkammer eine Achse auf, und das erste Kompressionsvolumen ist mit dem zweiten Kompressionsvolumen durch einen parallel zu der Achse länglich erstreckten Zuströmkanal miteinander verbunden. Dadurch kann eine Hintereinanderanordnung der beiden Kompressionsvolumina bezüglich der Achse realisiert werden, welche eine schlanke Bauform der Löschkammer ermöglicht (geringes Bauvolumen der Löschkammer). Ausserdem ist das von dem Zuströmkanal beanspruchte Volumen klein, wenn dieser länglich
ausgebildet ist, so dass bei gegebenem Löschkammervolumen die durch Komprimierung der Kompressions-volumina zur Beblasung verfügbare Gasmenge gross sein kann.
Vorteilhaft ist in dem Zuströmkanal ein Druckregelventil angeordnet zum Öffnen des Zuströmkanals, wenn im zweiten Kompressionsvolumen ein Druck p2 herrscht, der um mindestens eine vorgebbare Druckdifferenz Δp > 0 grösser ist als ein Druck pi in dem ersten Kompressionsvolumen, und zum Verschliessen des Zuströmkanals anderenfalls. Dadurch sind zwei verschiedene Drücke in den beiden Kompressionsvolumina realisierbar. Es kann dadurch eine zweistufige und teilweise verlängerte Beblasung des Lichtbogens erreicht werden. Auch kann dadurch eine verbesserte Durchmischung von sauberem und verunreinigtem Löschgas erreicht werden.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist mindestens eines der Kontaktstücke von einem Abströmkanal durchsetzt, und das Expansionsvolumen ist mit dem Abströmkanal verbunden. Dadurch ist es möglich, dass durch den Lichtbogen in der Löschzone erhitztes Löschgas durch den Abströmkanal in das Expansionsvolumen gelangt und somit die Vergrösserung des Expansionsvolumens während eines Ausschaltvorgangs vereinfacht. Auf diese Weise wird eine Antriebsunterstützung erreicht: Die von einem das bewegliche Kontaktstück antreibenden Antrieb aufzuwendende Energie kann verringert werden durch das in das Expansionsvolumen einströmende Löschgas, welches in dem
Expansionsvolumen gegen den Kolben einer das Expansionsvolumen beinaltenden Kolben-Zylinder-Anordnung drückt. Ist dieser Kolben gleichzeitig der Kolben einer das zweite Kompressionsvolumen beinhaltenden Kolben-Zylinder-Anordnung, so stellt der Kolben einen Differentialkolben dar. Ausserdem ist das von dem Expansionsvolumen
aufgenomme Gas verunreinigtes Löschgas, so dass bei weiteren Schaltvorgängen Gas von grösserer Sauberkeit zur Lichtbogenbeblasung verfügbar ist. Eine Öffnung des Expansionsvolumens zum Abströmkanal kann ausserdem die Bildung von Unterdrücken in dem Expansionsvolumen verhindern, wenn es während eines Ausschaltvorgangs vergrössert wird. Ein solcher Unterdruck würde zu einer zusätzlichen Belastung des Antriebs führen.
Vorteilhaft weist die Löschkammer ein Reservoirvolumen (Tankvolumen) auf, und das Expansionsvolumen ist mit dem Reservoirvolumen verbunden. Dadurch kann sauberes Löschgas in das Expansionsvolumen eingesaugt werden und/oder Löschgas, insbesondere verunreinigtes Löschgas, aus dem Expansionsvolumen in das Reservoirvolumen abgegeben werden. Eine Öffnung des Expansionsvolumens zum Reservoirvolumen kann die Bildung von Unterdrücken in dem Expansionsvolumen verhindern. Typischerweise ist das Reservoirvolumen in einem isolierenden Löschkammergehäuse enthalten.
In dem Fall, dass das Expansionsvolumen sowohl mit dem Abströmkanal als auch mit dem Reservoirvolumen verbunden ist, ist besonders vorteilhaft ein Ventil vorgesehen zum Verschliessen der Verbindung zwischen dem Expansionsvolumen und dem Abströmkanal bei einem Einschaltvorgang und zum Öffnen der Verbindung zwischen dem Expansionsvolumen und dem Abströmkanal bei einem Ausschaltvorgang. Auf diese Weise wird bei einem Ausschaltvorgang verunreinigtes Löschgas von dem Expansionsvolumen aufgenommen und bei einem Einschaltvorgang an das Reservoirvolumen abgegeben. Verunreinigtes Löschgas wird auf diese Weise bei jedem Schaltzyklus effektiv aus der Löschzone entfernt, wodurch eine dauerhaft gute Schaltwirkung der Löschkammer erreicht wird. Vorteilhaft kann das Ventil hülsenförmig ausgebildet sein (Hülsenventil), vorteilhaft so, dass es
auf einem zylindrischen, den Abströmkanal beinhaltenden Abströmrohr gleitet. Das Ventil kann beispielsweise so ausgestaltet sein, dass es durch Druckdifferenzen schaltbar ist, oder dass es in Abhängigkeit von der Antriebsbewegung schaltbar ist.
In dem Fall, dass das Expansionsvolumen sowohl mit dem Abströmkanal als auch mit dem Reservoirvolumen verbunden ist, ist besonders vorteilhaft ein Ventil vorgesehen zum Verschliessen der Verbindung zwischen dem Expansionsvolumen und dem Reservoirvolumen bei einem Ausschaltvorgang und zum Öffnen der Verbindung zwischen dem Expansionsvolumen und dem Reservoirvolumen bei einem Einschaltvorgang. Dadurch wird die oben beschriebene Wirkung des Differentialkolbens sichergestellt.
Besonders vorteilhaft werden die beiden genannten Ventile aufgewiesen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Kolben der das zweite Kompressionsvolumen beinhaltenden Kolben-Zylinder-Anordnung starr mit dem beweglichen Kontaktstück verbunden. Dies ist eine besonders einfache und robuste Realisierung der Bewegung dieses Kolbens. Dadurch kann ein getriebe- und kulissenfreier Antrieb des Kolbens erreicht werden. Vorteilhaft zeigen dieser Kolben und der Kolben der das zweite Kompressionsvolumen beinhaltenden Kolben-Zylinder-Anordnung gleichgerichtete und gegebenenfalls auch gleich grosse Bewegungen. Mit Vorteil ist auch der Kolben der das zweite Kompressionsvolumen beinhaltenden Kolben-Zylinder-Anordnung starr mit dem beweglichen Kontaktstück verbunden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Heizvolumen mit dem ersten Kompressionsvolumen identisch. Auf diese Weise wird im wesentlichen ein Pufferschalter realisiert. Dieser hat eine sehr gute Schaltfähigkeit.
ln einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist zwischen dem Heizvolumen und dem ersten Kompressionsvolumen ein Rückheizventil angeordnet zum Separieren des ersten Kompressionsvolumens von dem Heizvolumen in dem Fall, dass in dem Heizvolumen ein Druck PH herrscht, der grösser ist als ein Druck pi in dem ersten Kompressionsvolumen, und zum Verbinden des Heizvolumens mit dem ersten Kompressionsvolumen, falls in dem Heizvolumen ein Druck PH herrscht, der kleiner ist als ein Druck pi in dem ersten Kompressionsvolumen. Dadurch wird im wesentlichen ein Selbstblasschalter realisiert. Dieser weist vorteilhaft das oben erwähnte Druckregelventil auf. Ein Selbstblasschalter ist bereits mit geringer Antriebsenergie schaltbar, bedarf also nur eines kleinen Antriebs.
Ein erfindungsgemässer Hochleistungsschalter beinhaltet eine erfindungsgemässe Löschkammer und weist die entsprechenden Vorteile auf. Ein solcher Hochleistungsschalter kann gasisoliert sein (angeordnet in einer löschgasgefüllten geerdeten Kammer) oder auch als Freiluftschalter (mit einer Beschirmung auf dem Löschkammergehäuse) ausgebildet sein. Wenn der Hochleistungsschalter gasisoliert ist, kann gegebenenfalls auf ein Löschkammergehäuse verzichtet werden, wobei das Reservoirvolumen der Löschkammer dann identisch ist mit einem Reservoirvolumen des gasisolierten Hochleistungsschalters. Eine erfindungsgemässe Löschkammer kann selbstverständlich auch zusammen mit weiteren Unterbrechungseinheiten oder Schaltern, beispielsweise mit einem Vakuumschalter, kombiniert in einem Hochleistungsschalter eingesetzt werden.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen und Vorteile gehen aus den abhängigen Patentansprüchen und den Figuren hervor.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen, welche in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen schematisch:
Fig. 1 eine Schnittfläche durch einen erfindungsgemässen Hochleistungsschalter als Pufferschalter, oben in geöffnetem, unten in geschlossenem Zustand;
Fig. 2 eine Schnittfläche durch einen erfindungsgemässen Hochleistungsschalter als Selbstblasschalter, oben in geöffnetem, unten in geschlossenem Zustand;
Die in den Zeichnungen verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung sind in der Bezugszeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche oder gleichwirkende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die beschriebenen Ausführungsbeispiele stehen beispielhaft für den Erfindungsgegenstand und haben keine beschränkende Wirkung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Fig. 1 zeigt schematisch einen Teilschnitt durch eine erfindungsgemässe Löschkammer, die vorteilhaft in einem Pufferschalter zum Einsatz kommt. Die obere, mit 0 gekennzeichnete Hälfte zeigt den geöffneten Zustand, die untere, mit C gekennzeichnete Hälfte, den geschlossenen Schaltzustand.
Die Löschkammer ist im wesentlichen rotationssymmetrisch aufgebaut und weist eine Achse A auf. Die Löschkammer beinhaltet ein Löschgas, beispielsweise SFβ oder gegebenenfalls auch N2, vorteilhaft unter Druck, und ist hier umschlossen von einem elektrisch isolierenden Löschkammer- gehäuse 1 6, welches ein Reservoirvolumen 1 7 beinhaltet. Das Gehäuse 1 6 wird typischerweise an beiden Enden von nicht dargestellten, metallischen Anschlussflanschen abgeschlossen. Wird der Leistungsschalter in einer metallgekapselten gasisolierten Hochspannungsanlage eingesetzt, so kann gegebenenfalls auf das Gehäuse 1 6 verzichtet werden; in diesem Fall könnte die metallische Kapselung der Hochspannungsanlage die Löschkammer begrenzen. Eine in der Regel vorhandene Nennstrombahn ist zugunsten einer besseren Anschaulichkeit nicht dargestellt.
Die Löschkammer weist einen elektrisch leitenden ersten, feststehenden Kontakt 1 und einen elektrisch leitenden beweglichen Kontakt 2 auf. Bei bestimmten Leistungsschaltertypen ist es jedoch möglich, dass der Kontakt 1 ebenfalls beweglich ausgebildet ist. Im geschlossenen Zustand liegt der bewegliche Kontakt 2 mit seinem dem feststehenden Kontakt 1 zugewandten Ende federnd auf dem feststehenden Kontakt 1 auf. Der bewegliche Kontakt 2 weist einen zylindrisch ausgebildeten metallischen Schaft auf, der sich in die dem feststehenden Kontakt 1 entgegengesetzte Richtung erstreckt und ein Abströmrohr 1 2 bildet, welches innen einen zylindrisch ausgebildeten Abströmkanal 1 3 beinhaltet. Der bewegliche Kontakt 2 macht bei einer Schaltbewegung eine Bewegung entlang der Achse A. Er ist angetrieben durch einen nicht-dargestellten Antrieb.
Werden die beiden Kontaktstücke 1 ,2 mittels des Antriebs voneinander getrennt (Ausschaltvorgang), so bildet sich zwischen ihnen ein Lichtbogen 4 aus, welcher das in einer zwischen den Kontaktstücken 1 ,2 angeordneten Löschzone 3 vorhandene Gas erhitzt und verunreinigt. Dieses Gas kann
zwischen einer Isolierdüse 1 l a und dem Festkontakt 1 entweichen, ebenso kann das Gas in die dem Festkontakt 1 abgewandte Richtung in den Abströmkanal 1 3 expandieren, und es kann durch einen Heizkanal 6 entweichen, welcher gebildet wird durch einen Zwischenraum zwischen der Isolierdüse 1 l a und einer an dem beweglichen Kontaktstück 2 angeordneten Hilfsdüse 1 1 b.
An die Bewegung des zweiten Kontaktstücks 2 ist auch die Bewegung der Düsen 1 1 a, 1 1 b und die Bewegung eines Kolbens K2 gekoppelt. Die Kopplung zwischen beweglichem Kontakt 2 und Isolierdüse 1 l a ist durch eine Wirkungslinie 23 veranschaulicht. Im dargestellten Fall liegt bei diesen Kopplungen eine mechanische starre Kopplung vor. Es sind aber beispielsweise auch Getriebe dazwischenschaltbar. An Stellen, wo es zu gegenseitigen Berührungen zwischen bewegten und feststehenden Teilen (oder zwischen verschiedenartig bewegten Teilen) kommt, sind druckdichte Lagerungen vorzusehen, welche auf eine der bekannten Arten ausführbar sind und durch schwarze Kreise veranschaulicht sind.
Durch den Antrieb wird ein erstes Kompressionsvolumen 7, welches im dargestellten Falle gleich einem Heizvolumen 5 ist, verkleinert. Das erste Kompressionsvolumen 7 weist einen kreisringförmigen Zylinderboden Bl , Zylinderwände ZI und einen kreisringförmigen Kolben Kl auf. Letzterer wird in der dargestellten Ausführungsform durch die Isolierdüse 1 1 a gebildet. Im allgemeinen ist eine Ausführung von Isolierdüse 1 l a und Kolben Kl als separate, vorzugsweise aneinandergrenzende Teile bevorzugt.
Eine zweite Kolben-Zylinder-Anordnung, bestehend aus dem zweiten, kreisringförmigen Kolben K2, einem zweiten, kreisringförmigen Zylinderboden B2 und Zylinderwänden Z2, beinhaltet ein zweites Kompressionsvolumen 8. Bei einem Ausschaltvorgang wird auch das zweite
Kompressionsvolumen verkleinert. Über einen Zuströmkanal 9 sind das erste und das zweite Kompressionsvolumen 1 ,2 miteinander verbunden. Löschgas, das bei Verkleinerung des Kompressionsvolumens 8 in den Zuströmkanal 9 gedrückt wird, wird zuvor am Boden B2 umgelenkt. Der durch die Kompression des in den beiden Kompressionsvolumina 1 ,2 vorhandenen Löschgases entstehende Überdruck wird durch den Heizkanal 6 abgebaut und dient auf diese Weise der Beblasung des Lichtbogens 4, welcher dadurch gelöscht wird. Die zur Lichtbogenlöschung zur Verfügung stehende Gasmenge wird also durch die Gasmenge bestimmt, die von den beiden Kompressionsvolumina 7,8 zusammen zur Verfügung gestellt wird.
Die beiden Kompressionsvolumina 7,8 sind bezüglich der Achse A hintereinander angeordnet, wodurch eine schlanke Bauform der Löschkammer erreicht wird. Die Länge einer Löschkammer ist im allgemeinen durch eine maximal für die Löschkammer vorgesehene
Spannung gegeben, die zwischen den Kontaktstücken anliegt. Zum Erzielen eines vorteilhaften geringen Bauvolumens ist ein geringer Löschkammerdurchmesser, wie er durch die Hintereinanderanordnung der beiden Kompressionsvolumina 7,8 erreicht wird, wünschenswert.
Durch die Bwegung des zweiten Kolbens K2 wird auch ein drittes Volumen, welches als Expansionsvolumen 1 0 bezeichet ist, verändert. Das Expansionsvolumen 10 ist in einer dritten Kolben-Zylinder-Anordnung angeordnet, welche gebildet wird von einem dritten Kolben K3, welcher hier identisch ist mit dem zweiten Kolben K2, und einem dritten Zylinderboden B3, welcher im wesentlichen von dem Zylinderboden Bl gebildet wird, und von dritten Zylinderwänden Z3, welche im wesentlichen identisch mit den Zylinderwänden Z2 sind. Eine Volumenänderung des zweiten Kompressionsvolumens 8 hat eine entgegengesetzte Volumenänderung des Expansionsvolumens 1 0 zur Folge, welche im dargestellten Fall auch im
Betrag gleich gross ist. Das Expansionsvolumens 10 teilt sich mit dem zweiten Kompressionsvolumen 8 im wesentlichen denselben physikalischen Raum.
In der dargestellten Ausführungsform ist das Expansionsvolumen 1 0 mittels einer Verbindungsöffnung 1 4 zum Abströmkanal 1 3 hin geöffnet. Sie wird beispielsweise durch eine Öffnung oder mehrere Öffnungen in dem Abströmrohr gebildet. Während eines Ausschaltvorgangs kann durch die Verbindungsöffnung 14 Gas, insbesondere verunreinigtes Gas, aus dem Abströmkanal 1 3 in das Expansionsvolumen 1 0 strömen. Dadurch wird nicht nur gewährleistet, dass im Expansionsvolumen 1 0 kein Unterdruck entsteht, der den Antrieb zusätzlich belasten würde, sondern es kann sogar eine Antriebsunterstützung erreicht werden durch das aus der Löschzone 3 ab- und in das Expansionsvolumen 10 einströmende erhitzte Gas. Zudem wird eine verbesserte Beblasung erreicht, weil durch die Verbindungsöffnung 1 4 Gas aus der Löschzone 3 abgesaugt wird, wodurch verunreinigtes Gas aus der Löschzone 3 abgesaugt wird und mehr Gas zur Beblasung des Lichtbogens 4 durch den Heizkanal 6 in die Löschzone strömen kann.
Im allgemeinen sind an dem dem erste Kontaktstück 1 abgewandten Ende des Abströmkanals 1 3 im Abströmrohr 1 2 Öffnungen zu, Reservoirvolumen 1 7 vorgesehen. Diese können bei vorhandener Verbindungsöffnung 1 4 kleiner dimensionsiert werden oder eventuell ganz weggelassen werden, wodurch eine verbesserte Antriebsunterstützung erreicht werden kann.
Ausserdem ist in der Ausführungsform gemäss Fig. 1 noch eine Abströmöffnung 1 5 vorgesehen, welche das Expansionsvolumen 10 mit dem Reservoirvolumen 1 7 verbindet und welche kanalförmig als ein Auslasskanal 1 5 ausgebildet ist. Es sind typischerweise mehrere solche, den Zuströmkanal 9 kreuzende und den Auslasskanal 1 5 bildende einzelne Kanäle vorgesehen.
Bei einem Abschaltvorgang kann durch den Auslasskanal 1 5 verunreinigtes Gas aus dem Expansionsvolumen 10 in das Reservoirvolumen 1 7 ausgestossen werden. Das Expansionsvolumen 1 0 dient insofern als ein Auspuffvolumen und die Abströmöffnung 1 5 als Auspuff.
Die Abströmöffnung 1 5 kann zusätzlich oder alternativ zu der Verbindungsöffnung 14 vorgesehen sein. Durch entsprechende Dimensionierung der Abströmöffnung 1 5 und der Verbindungsöffnung 14 sind die Gasströme in das Expansionsvolumen 1 0 und aus diesem heraus regulierbar, so dass beispielsweise mehr oder weniger
Antriebsunterstützung durch den Gasstrom erreicht wird oder ein verstärkter Ausstoss verunreinigten Gases in das Reservoirvolumen 1 7.
Während eines Einschaltvorgangs bewegt sich das Kontaktstück 2 sowie die drei Kolben Kl ,K2,K3 so, dass die Kompressionsvolumina 7,8 vergrössert und das Expansionsvolumen 1 0 verkleinert wird. Vorteilhaft kann durch ein Einlassventil 22 sauberes Löschgas in die Kompressionsvolumina 7,8 eingesaugt werden, so dass für einen späteren Ausschaltvorgang sauberes Gas für die Lichtbogenbeblasung vorhanden ist. Dieses Ventil 22 ist, wie auch die weiteren in den Figs. 1 ,2 dargestellten Ventile, schematisch dargestellt durch Öffnungen, die mittels einer Ventilscheibe abgedeckt werden können, wobei meistens noch ein den Hub der Ventilscheibe begrenzender Anschlag dargestellt ist. Aus dem Expansionsvolumen 1 0 wird das verunreinigte Gas durch den Auslasskanal 1 5 in das Reservoirvolumen 1 7 und/oder durch die Verbindungsöffnung 14 in den Abströmkanal 1 3 ausgestossen. Vorteilhaft werden die Abströmöffnung 1 5 und die Verbindungsöffnung 1 4 so dimensioniert, dass der überwiegende Teil des aus dem Expansionsvolumen 10 ausgestossenen Gases in das Reservoirvolumen 1 7 gelangt.
Vorteilhaft ist das Einlassventil 22 nicht in der Nähe der Abströmöffnung 1 5 angeordnet, wie es auch in Fig. 1 dargestellt ist. Dadurch wird ein Einsaugen von verunreinigtem Gas durch das Einlassventil 22 vermieden.
In Fig. 1 sind die wesentlichen Gasströme durch gestrichelte Linien angedeutet. Oben, im geöffneten Zustand 0, für das Einschalten, unten, im geschlossenen Zustand C, für das Ausschalten.
In der Löschkammer in Fig. 1 ist noch ein optionales Druckregelventil 20 vorgesehen, welches in dem Zuströmkanal 9 angeordnet ist. Ohne das Druckventil 20 ist der Zuströmkanal 9 als Verbindung der beiden Kompressionsvolumina 7 und 8 ständig geöffnet. Das Druckregelventil 20 öffnet den Zuströmkanal 9 nur dann, wenn ein in dem zweiten Kompressionsvolumen 8 herrschender Druck p2 um mindestens einen vorgebbaren Differenzdruck Δp > 0 grösser ist als ein in dem ersten
Kompressionsvolumen 7 herrschender Druck pi (wobei hier pi gleich PH, dem Druck in dem Heizvolumen 5 ist, welches bei dem in Fig. l dargestellten Pufferschalter gleich dem ersten Kompressionsvolumen 7 ist). Zur Veranschaulichung dessen ist zwischen der Ventilscheibe und dem Anschlag des schematisch dargestellten Druckregelventils 20 eine Feder dargestellt, welche das Ventil 20 zu schliessen bestrebt ist.
In Fig. 2 ist eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Es ist eine Löschkammer für einen Selbstblasschalter. Diese Löschkammer entspricht weitgehend der in Fig. 1 dargestellten Löschkammer und wird ausgehend davon beschrieben. Auch die Darstellungen der Löschkammern in den Figs. 1 und 2 entsprechen einander.
Die Löschkammer in Fig. 2 weist ein Rückheizventil 21 auf. Das Rückheizventil 21 separiert, wenn es geschlossen ist, das erste
Kompressionsvolumen 7 von dem Rückheizvolumen 5. Es ist so gestaltet, dass es sich öffnet, wenn der Druck pi im ersten Kompressionsvolumen 7 grösser als der Druck PH in dem Heizvolumen 5 ist. Dadurch wird das Anstehen grösser Drücke, wie sie durch das Entflammen des Lichtbogens 4 entstehen, an dem Kolben Kl vermieden. Und die Löschkammer kann mit einem kleineren Antrieb, also mit geringerer Antriebsenergie betrieben werden.
Weiterhin sind in Fig. 2 noch an der Verbindungsöffnung 1 4 ein vorteilhaft als Hülsenventil 1 8 ausgebildetes Ventil 1 8 und an der Abströmöffnung 1 5 ein Auslassventil 1 9 vorgesehen. Diese Ventile sind einzeln oder vorteilhaft zusammen einsetzbar. Das jeweilige Ventil 1 8,1 9 ist auch dann einsetzbar, wenn nur eine der zwei Öffnungen 14, 1 5 vorgesehen sind. Das oder die Ventile 1 8,1 9 sind ebenfalls bei einem Pufferschalter (siehe Fig. 1 ) vorteilhaft einsetzbar.
Das Ventil 1 8 öffnet während eines Ausschaltvorgangs die Verbindung zwischen Abströmkanal 1 3 und Expansionsvolumen 1 0. Somit kann der Antrieb durch die dadurch entstehende Gasströmung verunreinigten Gases gegen den Kolben K3 unterstützt werden. Während eines Einschaltvorgangs verschliesst das Ventil 1 8 diese Verbindung, so dass das im Expansionsvolumen 1 0 vorhandene verunreinigte Löschgas während der Verringerung des Expansionsvolumens 1 0 durch die Bewegung des Kolbens K3 nicht in den Abströmkanal 1 3, sondern nur in das Reservoirvolumen 1 7 ausgestossen wird. Entsprechend gelangt über den Abströmkanal 1 3 weniger oder kein verunreinigtes Gas in die Löschzone 3, so dass verbesserte Schalt¬ eigenschaften erreicht werden.
Vorteilhaft ist das Ventil 1 8 als ein Hülsenventil 1 8 ausgebildet, welches im wesentlichen aus einer Hülse 1 8 besteht, welche im wesentlichen rohrförmig
ausgebildet ist und auf dem Abströmrohr 1 2 gleitend gelagert ist. Im Falle einer vertikal gelagerten Löschkammer (vertikal mit der Gravitation nach unten gerichtete Bewegung des beweglichen Kontaktstücks 2 beim Ausschalten) liegt die Hülse 1 8 an dem Kolben K3 oder einem nicht- dargestellten Anschlag an und verschliesst die Verbindungsöffnung 1 4. Einzig während eines Ausschaltvorgangs wird die Verbindungsöffnung 1 4 freigegeben, weil die Hülse 1 8 aufgrund ihrer Trägheit oben stehen bleibt, während das Abströmrohr 1 2 sich nach unten bewegt. Am Ende der Ausschaltbewegung bewegt sich dann die Hülse 1 8 herunter (aufgrund der Gravitation) und verschliesst die Verbindungsöffnung 1 4. Im Falle von horizontal ausgerichteten Löschkammern kann die entsprechende Bewegung der Hülse beispielsweise durch eine Feder realisiert werden, die bestrebt ist, die Hülse in die Position zu bewegen, in der die Verbindungsöffnung 1 4 geschlossen ist. Hülsenventile sind auch in anderen Schaltern und/oder Löschkammern einsetzbar, bei denen es gilt, eine oder mehrere Öffnungen in einem zylindrischen Teil des Schalters zu öffnen und zu verschliessen. Die Hülse kann, wie dargestellt, aussen auf dem zylindrischen Teil (wie beispielsweise auf dem Abströmrohr 1 2) oder auch darin angeordnet sein. Selbstverständlich ist ein Hülsenventil nicht auf kreisförmige Querschnitte beschränkt, sondern auch einsetzbar, wenn der Teil des Schalters, der die zu verschliessenden Öffnungen aufweist, einen ovalen oder eckigen Querschnitt aufweist oder eine sonstige im wesentlichen prismatische Form aufweist.
Das Ventil 1 8 kann aber auch als ein Klapperventil ausgebildet sein.
Das Auslassventil 1 9 dient dazu, die Abströmöffnung 1 5 während eines Ausschaltvorgangs zu verschliessen und während eines Einschaltvorgangs zu öffnen. Es kann vorteilhaft hub- oder druckabhängig arbeiten, so dass ein optimaler Auspuffdruck eingestellt werden kann. Es ist auch möglich, das Auslassventil 1 9, ähnlich wie das Ventil 1 8, als eine Hülse auszubilden.
Während eines Ausschaltvorgangs verhindert das Auslassventil 1 9, dass der durch die Verbindungsöffnung 14 in das Expansionsvolumen 1 0 eindringende Gasstrom in das Reservoirvolumen 1 7 austreten kann. Auf diese Weise kann eine maximale Antriebsunterstützung erreicht werden. Während eines Einschaltvorgangs kann verunreinigtes Gas durch die
Abströmöffnung 1 5 in das Reservoirvolumen 1 7 abgegeben werden, so dass die Löschzone 3 durch das verunreinigte Gas nicht verunreinigt wird. Vorteilhaft öffnet das Auslassventil 1 9 die Abströmöffnung 1 5 erst im offenen Zustand O, also wenn der Antrieb das bewegliche Kontaktstück 2 nicht mehr antreibt.
In der in Fig. 2 dargestellten Löschkammer ist kein Druckregelventil 20 vorgesehen, wie in Fig. 1 . Der Einsatz eines solchen Ventils 20 ist aber auch in einem Selbstblasschalter möglich.
Eine besonders einfache Löschkammer ergibt sich, wenn es keine Verbindungsöffnung 1 4 gibt und somit auch kein Ventil 1 8, und wenn auch noch auf ein Auslassventil 1 9 verzichtet wird, so dass die Abströmöffnung 1 5 stets geöffnet ist. Der Kolben K2,K3 wirkt dann nicht als ein Differentialkolben, und der Antrieberhält keine Unterstüzung.
Die dargestellten Löschkammern beinhalten einen ersten Kolben Kl einer ersten Kolben-Zylinder-Anordnung, welche das erste Kompressionsvolumen 7 beinhaltet, und einen zweiten Kolben K2 einer zweiten Kolben-Zylinder- Anordnung, welche das zweite Kompressionsvolumen 8 beinhaltet. Die beiden Kompressionsvolumina 7,8 sind dabei derart angeordnet und miteinander verbunden, dass eine Veränderung eines der beiden Kompressionsvolumina 7,8 eine gleich grosse Veränderung des von den Kompressionsvolumina 7,8 gebildeten Gesamtvolumens bewirkt. Dies kann,
wie dargestellt, erreicht werden, ohne dass eine gegenläufige Bewegung der beiden Kolben Kl ,K2 notwendig wäre.
Während eines Schaltvorganges bewegen sich die Kolben K1 ,K2,K3 in den oben diskutierten Ausführungsformen parallel und mit derselben
Geschwindigkeit und nur in eine Richtung. Sie bewegen sich kontinuierlich während eines Schaltvorganges. Es ist aber auch möglich, andere Bewegungen vorzusehen, welche eine oder mehrere dieser Eigenschaften nicht aufweisen, insbesondere Bewegungen, mit verschiedenartigen Geschwindigkeiten für verschiedene Kolben, beispielsweise erzeugt mittels Getrieben, Übersetzungen oder Kulissen. Auch gegensinnige Bewegungen von Kolben, insbesondere von den Kolben Kl und K2 sind möglich.
In den oben dargestellten Ausführungsbeispielen wird die innere Zylinderwand des im wesentlichen hohizylinderförmigen Zuströmkanals 9 im wesentlichen von der äusseren Wand des Hohlzylinders Z2 gebildet. Es ist auch möglich, die Löschkammer derart zu gestalten, dass die innere Zylinderwand des Zuströmkanals 9 durch das Abströmrohr 1 2 gebildet wird und die äussere Zylinderwand des Zuströmkanals 9 durch die äussere Wand des Hohlzylinders Z2. Die Abströmöffnung 1 5 könnte dann als einfache Öffnung in der äusseren Wand des Hohlzylinders Z2 ausgebildet sein statt als ein Kanal. Eine solche Ausführungsform ist vorteilhaft, beispielsweise wenn keine Verbindungsöffnung 14 vorgesehen ist.
Durch das Variieren der Totvolumina der ersten und der zweiten Kolben- Zylinder-Anordnung ist es möglich, auch ohne ein Druckregelventil 20 in den beiden Kompressionsvolumina 7,8 verschieden grosse Drücke pi , p2 zu erzielen.
Bezugszeichenliste
1 erstes Kontaktstück (feststehendes Kontaktstück)
2 zweites Kontaktstück (bewegliches Kontaktstück)
3 Löschzone
4 Lichtbogen
5 Heizvolumen 6 Heizkanal
7 erstes Kompressionsvolumen
8 zweites Kompressionsvolumen
9 Zuströmkanal
1 0 Expansionsvolumen 1 1 a Düse, Isolierdüse
1 l b Düse, Hilfsdüse
1 2 Abströmrohr
1 3 Abströmkanal
14 Verbindungsöffnung (zwischen Expansionsvolumen und Abströmkanal)
1 5 Abströmöffnung, Auslasskanal (zwischen Expansionsvolumen und Reservoirvolumen)
1 6 Löschkammergehäuse, Isoliergehäuse
1 7 Reservoirvolumen, Tankvolumen 1 8 Ventil, Hülsenventil
1 9 Ventil, Auslassventil
20 Ventil, Druckregelventil
21 Ventil, Rückheizventil, Klapperventil
22 Ventil, Einlassventil 23 Wirkungslinie
A Achse der Löschkammer
Bl Zylinderboden der ersten Kolben-Zylinder-Anordnung
B2 Zylinderboden der zweiten Kolben-Zylinder-Anordnung
B3 Zylinderboden der dritten Kolben-Zylinder-Anordnung C geschlossen (closed)
Kl Kolben der ersten Kolben-Zylinder-Anordnung
K2 Kolben der zweiten Kolben-Zylinder-Anordnung
K3 Kolben der dritten Kolben-Zylinder-Anordnung
O geöffnet (open) pi Druck im ersten Kompressionsvolumen p2 Druck im zweiten Kompressionsvolumen
PH Druck im Heizvolumen
Δp Differenzdruck p2 - pi
ZI Zylinderwand der ersten Kolben-Zylinder-Anordnung Z2 Zylinderwand der zweiten Kolben-Zylinder-Anordnung
Z3 Zylinderwand der dritten Kolben-Zylinder-Anordnung