.Vorrichtung zur Bereitstellung eines Laserlichtstrahls"
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bereitstellung eines Laserlichtstrahls, insbesondere eines Beleuchtungslichtstrahls für ein vorzugsweise konfokales Scanmikroskop, mit mindestens einer Laserlichtquelle.
Vorrichtungen zur Bereitstellung eines Laserlichtstrahls der eingangs genannten Art sind aus der Praxis seit Jahren in unterschiedlichen Varianten bekannt. Lediglich beispielhaft sei auf die DE 196 33 185 C2 hingewiesen, in der eine mehrfarbige Punktlichtquelle für ein Laserscanmikroskop beschrieben ist. Dabei wird die Strahlung von insgesamt vier Laserlichtquellen mittels einer Vereinigungseinheit koaxial zusammengeführt. Eine Lichtleitfaser führt über einen entsprechenden Anschluss zu einem Laserscanmikroskop, um dort den vereinten Laserlichtstrahl mit mehreren Wellenlängen bzw. mehreren Laserlinien im Sinne einer Lichtpunktquelle einzukuppeln.
Bei den bekannten gattungsbildenden Vorrichtungen ist problematisch, dass sich die verwendeten Laserlichtquellen häufig in ihrer Funktionsweise unterscheiden und im Allgemeinen von unterschiedlichen Herstellern stammen. Zudem haben die Laserlichtquellen oftmals unterschiedliche mechanische Abmessungen und weisen darüber hinaus unterschiedliche elektrische Spezifikationen auf, was die individuelle benutzerseitige Zusammensetzung eines mehrere Laserlinien einzelner Laserlichtquellen umfassenden Laserlichtstrahls äußerst kompliziert macht. Das Hinzufügen einer neuen Laserlichtquelle zu einem bestehenden System und auch bereits das bloße Auswechseln einer einzelnen Laserlichtquelle ist daher mit erheblichem Aufwand verbunden und kann meist nur vom geschulten Personal vorgenommen werden. Problematisch ist darüber hinaus, dass beim Auswechseln einer Laserlichtquelle im Allgemeinen nicht nur die Laserlichtquelle selbst, sondern auch mechanische Teile, optische Filter, elektrische Schnittstellen, Netzteile, etc. ausgetauscht werden müssen.
Insbesondere im Zusammenhang mit der Beleuchtungskonfiguration in der konfokalen Mikroskopie ist im Extremfall oftmals sogar das Einsenden des
Konfokalmikroskops oder zumindest von Teilen davon beim Hersteller unumgänglich. In jedem Fall ist jedoch eine besondere Serviceleistung des Geräteherstellers im Hinblick auf Wartung und Nachrüstung zwingend erforderlich.
Speziell in großen Imaging Facilities finden sich häufig mehrere gleichartige oder ähnliche Konfokalmikroskope, die allerdings häufig mit unterschiedlichen Laserlichtquellen ausgerüstet sind. Für ein spezielles Experiment ist dann oftmals nur ein ganz bestimmtes Konfokalmikroskop geeignet, da nur bei diesem die für das Experiment benötigten Laserlichtquellen zur Verfügung stehen. In der Praxis führt dies oft zu gewissen Engpässen bei der Belegung der Mikroskope und zwar insbesondere dann, wenn zeitgleich mehrere Experimente stattfinden sollen, die aufgrund der konkreten Anforderungen an die Beleuchtung das gleiche Konfokalmikroskop benötigen. Häufig tritt auch der Fall auf, dass für eine konkrete Beobachtung ein inverses Mikroskop benötigt wird, die benötigte Kombination von Laserlichtquellen jedoch nur in einem aufrechten Mikroskop verfügbar ist. Ein dann notwendiger Umbau des Mikroskops ist für den Benutzer mit erheblichem Arbeits- und Zeitaufwand verbunden.
Der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Bereitstellung eines Laserlichtstrahls der eingangs genannten Art derart auszugestalten und weiterzubilden, dass der Laserlichtstrahl mit möglichst hoher Flexibilität und ohne die Notwendigkeit spezieller Kenntnisse in möglichst kurzer Zeit verändert und im Hinblick auf seine spektrale Zusammensetzung auf einfache Weise individuell zusammengestellt werden kann.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung der eingangs genannten Art löst die voranstehende Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1. Danach ist eine derartige Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Laserlichtquellen einzeln oder gruppenweise zusammengefasst ein Modul mit nach außen definierten mechanischen und/oder elektrischen und/oder optischen Schnittstellen bilden.
Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass der Trend zunehmend in Richtung mo- dularer Geräteeinheiten geht, die benutzerseitig auf einfache Weise und ohne großen Umbau- oder Wartungsaufwand einsetzbar sind. In diesem Zusammenhang
ist weiter erkannt worden, dass dabei eine hohe Flexibilität und Anpassbarkeit an spezielle Benutzerwünsche und -anforderungen von ganz besonderer Bedeutung ist. Schließlich ist erkannt worden, dass sich eine derartige Flexibilität dadurch realisieren lässt, dass die Laserlichtquellen - einzeln oder gruppenweise zusammengefasst - modular aufgebaut sind, wobei die einzelnen Module nach außen definierte mechanische und/oder elektrische und/oder optische Schnittstellen aufweisen. Bei einem derartigen modularen Aufbau muss beispielsweise ein Benutzer eines Konfokalmikroskops lediglich diejenigen Lasermodule, die seinen Beleuchtungsanforderungen entsprechen, auswählen und kann über die nach außen definierten Schnittstellen die ausgewählten Module in kürzester Zeit und ohne besondere Kenntnisse an das Mikroskop anschließen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Aufnahmestation mit Aufnahmeplätzen zum Einsetzen oder Einschieben der einzelnen Module vorgesehen, wobei die Module innerhalb der Aufnahmestation nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sein könnten. Für spezielle Anwendungen könnte die Aufnahmestation auch mit nur einem Aufnahmeplatz zur Aufnahme eines einzelnen Moduls ausgelegt sein.
Das Modul könnte ein Gehäuse aufweisen, wodurch Abmessungen des Moduls definiert werden, die zweckmäßigerweise auf die Größe der Aufnahmeplätze abgestimmt sind. Im Hinblick auf eine hohe Flexibilität könnte jedes einzelne Modul so gekapselt sein, dass es eine opto-mechanische Einheit bildet, die sich mechanisch auf einfache Weise in einen der Aufnahmeplätze der Aufnahmestation einsetzen oder einschieben lässt.
Jedes Modul könnte eine eigene in das Modul integrierte VersorgungsVSteuereinheit aufweisen. Im Hinblick auf eine Kostenreduktion und eine wartungsarme Ausführung ist allerdings eine zentrale mit den einzelnen Modulen kontaktierbare Versorgungs- /Steuereinheit bevorzugt. In besonders vorteilhafter Weise könnte die Versorgungs- /Steuereinheit in die Aufnahmestation einsetzbar oder einschiebbar oder sogar in diese integriert sein. Eine separate Anordnung der Versorg ungsVSteuereinheit außerhalb der Aufnahmestation ist ebenfalls denkbar. Die Versorgungs- /Steuereinheit weist Anschlüsse für externe Versorgungs-, Steuer- und
Signalleitungen auf, so dass der Versorgungs-/Steuereinheit von außen Energie zuführbar ist und externe Steuerbefehle ausführbar sind.
Die elektrische Schnittstelle der Module kann vorteilhaft durch Kabel mit Steckverbindern gebildet sein. Denkbar sind auch Kabel ohne Steckverbinder, wenn ein einfaches Verbinden der Kabel mit der dafür vorgesehenen Gegenseite möglich ist. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang jedenfalls, dass die einzelnen Module bspw. über Versorgungs-, Steuer- und Signalleitungen mit der Versorgungs- /Steuereinheit verbindbar sind. Im Hinblick auf eine hohe Flexibilität beim Einsetzen und Austauschen der einzelnen Module ist eine hohe Einheitlichkeit der Schnittstellen der Module von ganz besonderem Vorteil, so dass an die Module zumindest weitestgehend identische Versorgungs-, Steuer- und Signalleitungen anschließbar sind.
In einem im Hinblick auf eine besonders einfache Bedienbarkeit und eine besonders gute Übersichtlichkeit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die elektrische Schnittstelle der Module durch Steckkontakte gebildet. Als Gegenstück zu diesen Steckkontakten könnten an den Aufnahmeplätzen der Aufnahmestationen Kontaktierungen zur mechanischen Aufnahme der Steckkontakte ausgebildet sein. Wie bei den bekannten, für normierte Elektronikmodule häufig eingesetzten Grates könnten die Kontaktierungen dabei derart ausgelegt sein, dass alle elektrischen und/oder optischen Kontakte zur Versorgungs-/Steuereinheit hergestellt sind, sobald das Modul vollständig in einen Aufnahmeplatz eingeschoben ist.
Im Rahmen einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung könnte vorgesehen sein, dass die Kontaktierungen beispielsweise mittels eines Schalters oder mittels einer Kodierung auf Elektronik-IP-Bausteinen derart ausgelegt sind, dass erkennbar ist, welche Module aktuell in die Aufnahmestation eingeschoben sind. Anhand dieser Informationen ließe sich der aktuelle Zustand der Aufnahmestation und der eingeschobenen Module mittels eines Mikrocontrollers überwachen.
Zusätzlich oder alternativ zu den oben beschriebenen Ausführungsformen der elektrischen Schnittstelle der Module ist eine Kommunikation zwischen den Modulen und der VersorgungsVSteuereinheit auch optisch über Glasfaser oder über eine
Funkverbindung denkbar. Bei entsprechender Standardisierung ließe sich die Übertragung beispielsweise über Bluetooth oder über eine Wireless-Verbindung realisieren.
Im Hinblick auf eine hohe Kompatibilität ist es von Vorteil, wenn alle Aufnahmeplätze der Aufnahmestation in Bezug auf Abmessung und bereitgestellte Schnittstellen identisch ausgeführt sind, so dass jeder beliebige Aufnahmeplatz für jedes Modul zur Verfügung steht. Für den Fall, dass bestimmte Module nur in bestimmte Aufnahmeplätze der Aufnahmestation eingesteckt werden sollen, beispielsweise weil sie eine spezielle Spannungsversorgung erfordern, so könnten die Kontaktierungen bestimmter Aufnahmeplätze mechanisch derart ausgeführt sein, dass das Einschieben dieser Module verhindert ist.
Das Vorhandensein einer nach außen definierten optischen Schnittstelle bedeutet, dass jedes Modul einen oder mehrere definierte Ausgänge besitzt, über die das mittels der Laserlichtquellen innerhalb der Module erzeugte Licht austreten kann, so dass es auf einfache Weise und möglichst ohne Justage in einer nachgeschalteten Einheit weiter verwendet werden kann. In einer bevorzugten Ausgestaltung handelt es sich bei den optischen Ausgängen der Module um Steckverbinder für Lichtleitfasern. Dabei kann durch einfaches Aufstecken einer Lichtleitfaser, insbesondere einer Glasfaser, auf sehr einfache Weise eine Verbindung zu einer nachgeschalteten baulichen Einheit hergestellt werden. Im Hinblick auf eine einfache Bedienbarkeit ist eine Anordnung des Fasersteckers am Gehäuse des Moduls vorteilhaft. Insbesondere könnte der Faserstecker in die vordere Seite des Gehäuses integriert sein, die dem Benutzer auch dann leicht zugänglich ist, wenn das Modul in einen Aufnahmeplatz eingeschoben ist. Bei einer derartigen Ausgestaltung bietet es sich insbesondere an, die Optik im Modul derart zu realisieren, dass die innerhalb des Moduls erzeugten Laserlichtstrahlen derart auf den Steckverbinder fokussiert sind, dass eine direkte Einkopplung in eine aufgesteckte Glasfaser möglich ist. Zu diesem Zweck könnte die entsprechende Fokussieroptik oder auch der Faserstecker ggf. justierbar ausgeführt sein.
Alternativ zu einer Fokussierung des Laserlichtstrahls auf den Faserstecker könnte der Laserlichtstrahl innerhalb des Moduls auch kollimiert auf den Faserstecker tref-
fen. Dieser könnte dabei selbst eine Fokussieroptik aufweisen, mittels der das Licht auf den eigentlichen Glasfasereingang fokussierbar ist.
Darüber hinaus ist es denkbar, dass die definierte optische Schnittstelle des Moduls nicht durch einen Faserstecker am Gehäuse des Moduls gebildet ist, sondern dass Lichtleitfasern durch das Gehäuse hindurch nach außen geführt sind. Diese könnten an ihren Enden Faserstecker aufweisen, welche eine optische Schnittstelle des Moduls darstellen. Prinzipiell könnte die optische Schnittstelle auch durch ein oder mehrere Fenster im Gehäuse des Moduls gebildet sein, aus denen die Laserlichtstrahlen aus dem Modul austreten können. Für eine derartige Ausführung ist allerdings eine externe oder im Gehäuse integrierte Optik erforderlich, über die das aus der definierten Schnittstelle austretende Laserlicht weitergeleitet werden kann.
Für den Fall, dass mehrere unterschiedliche Wellenlängen imitierende Laserlichtquellen innerhalb eines Moduls angeordnet sind, ist eine Strahlvereinigeranordnung innerhalb des Moduls vorteilhaft, so dass die Laserlichtstrahlen der einzelnen Laserlichtquellen bereits innerhalb des Moduls miteinander vereint werden können. Auf diese Weise müsste zum Auskoppeln des Laserlichts nur eine einzige optische Schnittstelle am Modul bereitgestellt werden. Alternativ könnte jeder einzelne Laserlichtstrahl über eine eigene optische Schnittstelle nach außen geführt werden. Eine Kombination beider Anordnungen ist - auch innerhalb eines einzelnen Moduls - ebenfalls denkbar.
Zur Erzeugung eines einzigen Laserlichtstrahls, beispielsweise eines Beleuchtungslichtstrahls für ein Fluoreszenzmikroskop, werden die Laserlichtstrahlen der einzelnen Laserlichtquellen der jeweils aktuell benutzten, d.h. in die Aufnahmestation eingesetzten Module in vorteilhafter Weise einer externen Strahlvereinigeranordnung zugeführt. Die Strahlvereinigeranordnung könnte in Reihe oder gruppenweise parallel zueinander angeordnete Strahlvereiniger umfassen, wobei die Strahlvereiniger als wellenlängensensitive Bandkantenfilter ausgeführt sein könnten. Insbesondere könnte die Strahlvereinigeranordnung derart ausgeführt sein, dass die Strahlvereiniger jeweils zum Einkoppeln eines Laserlichtstrahls mit einer Wellenlänge eines definierten Wellenlängenbereichs ausgelegt sind. Dabei kann die Strahlvereinigeranordnung entweder als separates Bauteil bereitgestellt sein oder
aber mittels entsprechender elektrischer Schnittstellen ähnlich der Versorgungs- /Steuereinheit ebenfalls als kompatibles Modul in die Aufnahmestation integrierbar sein.
Bei den innerhalb der Module eingesetzten Laserlichtquellen könnte es sich in vorteilhafter Weise insbesondere um Festkörperlaser oder um Faserlaser handeln. Diese lassen sich bei ausreichender Leistung bereits sehr klein herstellen, so dass durch deren Einsatz eine besonders kompakte Bauweise der einzelnen Module und damit des Gesamtsystems erreicht werden kann.
Im Rahmen einer besonders komfortablen Ausgestaltung könnten die einzelnen Laserlichtquellen der Module durch eine geeignete Ansteuerung in ihren Eigenschaften wie Intensität, Wellenlänge, spektrale Breite, Polarisation, Kohärenzlänge, etc. veränderbar sein. Beim Einsatz von gepulsten Laserlichtquellen könnte zudem eine Veränderung des Pulszeitpunkts, der Pulsdauer, der Pulsform, der Pulsrepetitionsrate oder dergleichen vorgesehen sein. Dabei erfolgt die Ansteuerung über entsprechende Schnittstellen, indem z.B. die entsprechenden Signale (analog und/oder digital) bzw. Daten an die einzelnen Module übertragen werden. Zur Verarbeitung dieser Signale könnte innerhalb der Module eine entsprechende Elektronik vorgesehen sein. Darüber hinaus könnte in den Modulen Elektronik zur direkten oder indirekten Stabilisierung von Lasereigenschaften vorgesehen sein, wie z.B. Sensorelektronik, Auswerteelektronik, Regelschleifen oder dergleichen. Es ist weiterhin denkbar, dass die Elektronik dem Benutzer über entsprechende Schnittstellen Informationen über den Betriebszustand der einzelnen Laserlichtquellen eines Moduls liefert, wie z.B. Betriebszeit, Temperatur oder Leistung.
Um insbesondere den speziellen Anforderungen aus der täglichen Laborpraxis gerecht zu werden, könnten die innerhalb eines Moduls eingesetzten Laserlichtquellen bereits auf konkrete, häufig vorkommende Anwendungen abgestimmt sein. Für die Konfokalmikroskopie bietet sich als anwendungsspezifisches Modul (Standard Imaging-Modul) beispielsweise ein Modul mit die ungefähren Wellenlängen 490 nm, 570 nm und 650 nm emittierenden Laserlichtquellen an. Speziell für die Fluoreszenzmikroskopie könnte ein Modul mit den ungefähren Wellenlängen 440 nm, 510 nm und 690 nm als sog. Fluorescent Proteines (FP)-Modul, ein weiteres
Modul mit den ungefähren Wellenlängen 470 nm, 550 nm und 630 nm als Bleich- Modul und ein weiteres Modul mit den ungefähren Wellenlängen 430 nm, 610 nm und 670 nm als Modul für rote Farbstoffe bereitgestellt werden. Durch ein derartiges geeignetes Zusammenfassen von Laserlichtquellen mit Wellenlängen, die für viele Anwendungen gemeinsam benötigt werden, zu einem einzelnen Modul können der Aufwand und die Kosten für die Umkonfiguration eines Mikroskops für den Nutzer minimal gehalten werden.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bereitstellung eines Laserlichtstrahls mit einem Modul mit einer Laserlichtquelle,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Moduls mit drei Laserlichtquellen und gemeinsamer Lichtauskopplung,
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Moduls mit drei Laserlichtquellen und jeweils eigener Lichtauskopplung,
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Moduls mit drei Laserlichtquellen und jeweils eigener Lichtauskopplung über Lichtleitfasern,
Fig. 5 eine schematische Darstellung mehrer Lasermodule innerhalb einer Aufnahmestation und
Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit mehreren Modulen innerhalb einer Aufnahmestation.
Fig. 1 zeigt schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bereitstellung eines Laserlichtstrahls umfassend ein Modul 1 mit einer Laserlichtquelle 2. Die Abmessungen des Moduls 1 sind durch das die Laserlichtquelle 2 umschließende Gehäuse 3 definiert. Die optische Schnittstelle des Moduls 1 ist durch einen am Gehäuse 3 angeordneten Faserstecker 4 gebildet, wobei der aus der Laserlichtquelle 2 austretende Laserlichtstrahl 5 mittels einer Fokussierlinse 6 auf den Ort des Faseranfangs eines auf den Faserstecker 4 aufzusteckenden Glasfaserkabels fokussiert wird. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist die Linse 6 vor dem Faserstecker 4 dargestellt, wobei prinzipiell auch eine Integration der Fokussierlinse 6 in den Faserstecker 4 denkbar ist.
Zur Gewährleistung eines sicheren Betriebs weist das Modul 1 nicht dargestellte Sicherheitsmechanismen auf. Im Konkreten handelt es sich dabei um einen am Ausgang 7 des Moduls 1 angeordneten Shutter, durch den erreicht wird, dass nur dann Licht aus dem Modul 1 austreten kann, wenn das System ordnungsgemäß konfiguriert ist.
Fig. 2 zeigt - schematisch - ein Modul 1 , in dem drei Laserlichtquellen 2 gruppenweise zusammengefasst sind. Die drei einzelnen Laserlichtstrahlen 5 werden innerhalb des Moduls 1 mittels einer geeigneten Anordnung aus Spiegeln 8 und Strahlvereinigern 9 vereint. Der vereinte Lichtstrahl 10 wird wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 erläutert mittels einer Fokussierlinse 6 auf einen als optische Schnittstelle des Moduls 1 fungierenden Faserstecker 4 fokussiert.
Fig. 3 zeigt in einer schematischen Darstellung wiederum ein Modul 1 mit drei gruppenweise zusammengefassten Laserlichtquellen 2, wobei im Gegensatz zu dem in Fig. 2 dargestellten Modul 1 die Laserlichtstrahlen 5 der einzelnen Laserlichtquellen 2 separat nach außen geführt werden. Am Gehäuse 3 des Moduls 1 sind dementsprechend drei optische Schnittstellen bereitgestellt.
Fig. 4 zeigt ein Modul 1 mit drei Laserlichtquellen 2, deren Laserlichtstrahlen 5 separat über Lichtleitfasern 11 nach außen transportiert werden. Dabei sind die Lichtleitfasern 11 fest am Modul 1 angebracht und über zugentlastete Faserdurchführungen am Gehäuse 3 vom Inneren des Moduls 1 nach außen geführt. Die optischen Schnittstellen werden durch an den Faserenden ausgebildete Faserstecker 4 gebildet. Im Vergleich zum Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 bietet dies den Vorteil, dass auf Leistungsverluste mit sich bringende optische Steckverbindungen verzichtet werden kann. Über Fokussierlinsen 6 werden die aus den Laserlichtquellen 2 austretenden Laserlichtstrahlen 5 in die Lichtleitfasern 11 eingekoppelt.
Fig. 5 zeigt eine Aufnahmestation 12 mit mehreren Aufnahmeplätzen 13, in die Module 1 eingesetzt sind. Der in der Zeichnung ganz rechts befindliche Aufnahmeplatz 13 der Aufnahmestation 12 dient zur Aufnahme einer Versorgungs- /Steuereinheit 14.
Jedes der Module 1 besitzt einheitliche elektrische Schnittstellen, die den Aufbau identischer Versorgungs-, Steuer- und Signalverbindungen für jedes Modul 1 erlauben. Bei dem außerhalb der Aufnahmestation 12 gezeigten Modul 1 ist die elektrische Schnittstelle als auf der Rückseite des Gehäuses 3 aus dem Modul 1 herausragende Steckkontakte 15 deutlich zu erkennen. Beim Einstecken des Moduls 1 in die Aufnahmestation 12 werden die zugehörigen elektrischen Kontakte durch entsprechende an den Aufnahmeplätzen 13 angeordnete Kontaktierungen automatisch geschlossen.
Das aus den einzelnen Modulen 1 austretende Licht wird über Lichtleitfasern 11 mit Steckverbindern 4 einer externen Strahlvereinigeranordnung 16 zugeführt. Diese Strahlvereinigeranordnung 16 weist im Inneren Strahlvereiniger auf, die derart angeordnet und ausgeführt sind, dass jeder Eingang 17 der Strahlvereinigeranordnung 16 zum Einkoppeln eines Laserlichtstrahls 5 mit einer Wellenlänge eines definierten Wellenlängenbereichs dient. Ein Benutzer muss folglich lediglich die von den Modulen 1 kommenden Lichtleitfasern 11 den richtigen Eingängen 17 der Strahlvereinigeranordnung 16 entsprechend der transportierten Wellenlänge zuweisen. Innerhalb der Strahlvereinigeranordnung 16 werden die über
die Eingänge 17 eingekoppelten Laserlichtstrahlen 5 automatisch vereint und von einem Ausgang 7 über eine entsprechende Breitbandglasfaser 18 zu einer konkreten Anwendung, beispielsweise einem Konfokalmikroskop, geleitet. Vor dem Ausgang 7 der Strahlvereinigeranordnung 16 befindet sich ein nicht gezeigter AOTF (acousto optical tunable filter), mit dessen Hilfe die Intensität der einzelnen Wellenlängen eingestellt werden kann. Zudem weist die Strahlvereinigeranordnung 16 vor dem Ausgang 7 einen - ebenfalls nicht dargestellten - Sicherheitsshutter auf.
Einige der gezeigten Module 1 unterscheiden sich nur in wenigen Details voneinander, z.B. in ihrer erreichbaren Maximalintensität oder der vorhandenen Ansteuermöglichkeit. Ein Modul 1 kann auch eine Laserlichtquelle 2 mit definierten Eigenschaften als kontinuierliche Laserlichtquelle 2 und ein anderes Modul 1 eine Laserlichtquelle 2 mit denselben Eigenschaften als gepulste Laserlichtquelle 2 aufweisen. Der Benutzer kann sich dann für das jeweils einfachste Modul 1 entscheiden, dass seinen konkreten Anforderungen entspricht, wodurch er Kosten und/oder Zeit einspart. So könnte er beispielsweise ein Modul 1 , das die Wellenlänge 490 nm mit 5 mW Leistung erzeugt, anstelle eines Moduls 1 wählen, das die gleiche Wellenlänge mit 20 mW Leistung erzeugt.
Im vorliegend dargestellten Beispiel sind die Module 1 derart gewählt, dass der Abstand von jeweils zwei Wellenlängen der komplett mit Modulen 1 bestückten Aufnahmestation 12 jeweils kleiner oder gleich etwa 30 nm ist. Dadurch lässt sich durch geeignete Auswahl der richtigen Anregungswellenlängen praktisch jeder Fluoreszenzfarbstoff optimal anregen, da der maximale Abstand der „richtigen" Wellenlänge zum Anregungsmaximum des Farbstoffs maximal 15 nm beträgt. Dies ist weniger als die 20 nm bis 30 nm der typischen Breite eines Anregungsmaximums. Mit der komplett mit Modulen 1 bestückten Aufnahmestation 12 kann der Nutzer daher punktweise Anregungsspektren der Farbstoffe aufnehmen, wobei die Messpunkte für die unterschiedlichen Wellenlängen verbunden oder interpoliert werden können. Derartige in Bezug auf die Wellenlänge punktweise Anregungsspektren lassen sich für jeden Bildpunkt einzeln bzw. zeilen- oder bildweise aufnehmen und auf geeignete Weise weiterverarbeiten. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Abstand der Wellenlängen zudem äquidistant, so dass ein Anregungsspektrum mit Messpunkten bei nahezu äquidistanten Wellenlängen aufgenommen werden kann.
Fig. 6 zeigt schließlich - ähnlich wie Fig. 5 - schematisch eine Aufnahmestation 12 mit mehreren eingeschobenen Modulen 1. Im Unterschied zu den Modulen 1 aus Fig. 5 sind die elektrischen Schnittstellen der Module 1 nicht durch am Gehäuse 3 angebrachte Steckkontakte 15, sondern durch Kabel 19 mit Steckverbindern 20 gebildet. Mittels dieser als Versorgungs-, Steuer- und Signalleitungen ausgeführten Kabel 19 sind die einzelnen Module 1 mit der Versorgungs-/Steuereinheit 14 verbunden. Darüber hinaus sind in der Versorgungs-/Steuereinheit 14 sowohl Steckverbinder 20 für die Stromversorgung zu erkennen, als auch Steckverbinder 20, über die die Signal- und Steuerleitungen von außen herangeführt werden.
Jedes Modul 1 weist entsprechend der Anzahl der innerhalb des Moduls 1 angeordneten Laserlichtquellen 2 drei optische Schnittstellen auf, die als Faserstecker 4 ausgeführt sind und über die das Licht der einzelnen Laserlichtquellen 2 ausgekoppelt wird. Von der optischen Schnittstelle wird das Licht über Lichtleitfasern 11 - wie oben beschrieben - einer Strahlvereinigeranordnung 16 zugeführt und von dort beispielsweise zu einem Mikroskop weitergeleitet. Dabei kann es sich insbesondere um konfokale Scanmikroskope, um semikonfokale Mikroskope, wie z.B. Zeilenscanner, Nipkowsysteme oder um eine Punktrasterbeleuchtung handeln. Auch die Weiterleitung an konfokale Endoskope ist von großer praktischer Bedeutung.
Es sei angemerkt, dass bei entsprechender Miniaturisierung der Laserlichtquellen 2 die Aufnahmestation 12 mit den einzelnen Modulen 1 und/oder der Strahlvereinigeranordnung 16 direkt am Scankopf eines Konfokalmikroskops angeordnet werden kann. Um Gewicht und Platz zu sparen, sollte die Versorgungs- /Steuereinheit 14 dabei separat außerhalb der Aufnahmestation 12 angeordnet sein. Das aus der Strahlvereinigeranordnung 16 austretende Licht wird dabei als Freistrahl 21 ausgekoppelt und direkt auf die Beleuchtungslochblende des Konfokalmikroskops fokussiert.
Abschließend sei ganz besonders darauf hingewiesen, dass die voranstehend erörterten Ausführungsbeispiele lediglich zur Beschreibung der beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.