Kinder-Tennisschläger und Kinder-Tennislernsystem
Die Erfindung betrifft einen Kinder-Tennisschläger gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 ,3 sowie ein Tennis-Lernsystem für Kinder gemäß Oberbegriff des Anspruchs 15,16 und 18.
Kindern ab etwa 3 ΛA Jahren das Tennisspielen so zu lehren, dass sie dabei Spaß haben und möglichst bald eigenen Antrieb entwickeln, spielen zu wollen, erweist sich trotz hierfür entwickelter Lernsysteme und auf Kinder zugeschnittener Spielweisen als schwierig. So lässt man Kinder zunächst nur in den Aufschlagfeldern spielen, und mit sogenannten Kinder-Tennisschlägern, weicheren Bällen, größeren Bällen oder größeren Schaumstoffbällen. Ein bekanntes Kinder-Tennislernsystem gemäß DE-U 299 22 294 führt die Kinder sogar stufenweise von den Aufschlagfeldern allmählich bis in die Nähe der und zur Grundlinie, indem im Abstand vom Netz versetzbare Markierungen benutzt werden, die sozusagen die Kindergrundlinie allmählich nach hinten versetzen. Dabei müssen Kinder möglichst schnell über die Anfangsschwelle aus Frust und Lächerlichkeit durch möglichst viele Erfolgserlebnisse hinwegkommen, um Freude und Spaß zu haben, den natürlichen Spieltrieb zu behalten und eigene Initiative zu entwickeln. Die Handhabung des Kinder-Tennisschlägers ist jedoch ein grundsätzliches Problem für ein Kind. Der Grund ist der nicht kindgerechte Kinder-Tennisschläger. Es gibt bisher nämlich nur Kinder-Tennisschläger, die denselben Aufbau, meist auch die gleiche Bespannung, wie Erwachsenen-Tennisschläger eigentlich minderer Qualität haben, und nur kürzer als diese sind. Vergleicht man die Handkraft, die Armkraft und die Körpermasse der Kinder mit der Handkraft, der Armkraft, und der Körpermasse von Erwachsenen, dann ist der Kinder-Tennisschläger für die Kinder mindestens fünfmal so schwer wie ein Erwachsenen-Tennisschläger für einen Erwachsenen. Dazu kommt der Nachteil, dass alle bekannten Kinder-Tennisschläger wegen ihrer Bauweise sehr schlecht ausbalanciert sind, d.h. der Balance-Punkt des Kinder- Tennisschlägers viel zu weit vom Griff entfernt liegt, d.h. sogar weit im Inneren der Rahmenfläche, so dass die zu schweren Kinder-Tennisschläger auch extrem grifflastig sind. Wegen der noch nicht gut entwickelten Motorik, der kindlichen langsamen Reaktion und rascher Ermüdung durch die Überforderung kommen Kinder mit dem für sie viel zu schweren Kinder-Tennisschläger schlecht zurecht. Obwohl Kinder-
Tennisschläger oberflächlich stets aktuell designt werden, wurde bisher nicht daran gedacht, von der, weil kostengünstigen, althergebrachten Herstellung der Kinder- Tennisschläger wie preiswerte Erwachsenen-Tennisschläger abzugehen, da das Problem der nicht kindgerechten, viel zu schweren und extrem grifflastigen Kinderschläger nicht erkannt worden war. Seitens der Eltern und der Trainer existiert erheblicher Bedarf, Kinder das Tennisspiel effizient und kindgerecht zu lehren. Diesem Bedarf wird mit den bekannten Kinder-Tennisschlägern bisher nicht Rechnung getragen.
Es sind drei Versionen von Kinder-Tennisschlägern auf dem Markt, nämlich eine meist 21 ,5 Zoll kurze Stummelversion, eine meist 23 Zoll kurze Kurzversion und eine meist 25 Zoll lange Juniorversion. Da diese Kinder-Tennisschläger mit den Materialkompositionen, den Aufbauten und in den Produktionsformen für Erwachsenen- Tennisschläger gefertigt werden, hat die bekannte Stummelversion ein Mindestgewicht von 210 g, eine Rahmeninnenfläche allenfalls entsprechend der Rahmeninnenfläche eines Erwachsenen-Midsize-Tennisschlägers, Saitenabstände im Sweetspotbereich entsprechend den Saitenabständen im Sweetspotbereich von Erwachsenen-Tennisschlägern, und einen Balancepunkt, der vom Griff aus gemessen um mehr als 5 cm im Inneren der Rahmeninnenfläche liegt. Die Kurzversion hat ein Mindestgewicht von 230 g, Saitenabstände im Sweetspotbereich entsprechend den Saitenabständen im Sweetspotbereich des Erwachsenen-Schlägers, eine Rahmeninnenfläche entsprechend der Rahmeninnenfläche eines Erwachsenen-Midsize- Tennisschlägers, und einen Balancepunkt, der weiter als 3 cm in der Rahmeninnenfläche liegt. Die Juniorversion ist nicht kürzer als der kürzeste Damen- Erwachsenen-Tennisschläger, hat ein Mindestgewicht von 250 g, eine Rahmeninnenfläche entsprechend einem Erwachsenen-Midsize-Tennisschläger, Saitenabstände im Sweetspotbereich entsprechend den Saitenabständen im Sweetspotbereich des Erwachsenen-Tennisschlägers, und den Balancepunkt weiter als 1 cm in der Rahmeninnenfläche. Die extreme Grifflastigkeit erschwert nicht nur die Handhabung erheblich, sondern lässt den Kinder-Tennisschläger subjektiv noch viel schwerer erscheinen als er ist. Die Kinder-Tennisschläger sind auch aufgrund des sehr ungünstigen Balancepunktes weit innerhalb der Schlagfläche schlecht bis kaum spielbar für Kinder im Alter von 4 - 9 Jahren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kinder-Tennisschläger anzugeben, der den körperlichen und physiologischen Eigenschaften des Kindes entspricht und das Erlernen des Tennisspiels für Kinder wesentlich erleichtert, sowie ein Kinder- Tennislernsystem zu schaffen, mit dem die Kinder beim Erlernen des Tennisspiels mit möglichst vielen und starken Erfolgserlebnissen rasch über die bisher eine ungerechtfertigte Selektion bedingende Anfangsschwelle hinwegkommen.
Die gestellte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , des Anspruchs 3, des Anspruchs 15, des Anspruchs 16 und des Anspruchs 18 gelöst.
Der in extremer Leichtbauweise kindgerecht und speziell ausbalanciert ausgebildete Kinder-Tennisschläger ist für ein Kind zwar gegebenenfalls immer noch etwas schwerer als ein moderner Erwachsenen-Tennisschläger für einen Erwachsenen. Dennoch zeigt sich überraschend, dass die Kinder mit solchen bewusst kindgerecht hergestellten und ausgelegten Kinder-Tennisschlägern bestens zurecht kommen und rasch lernen, die Bälle zu treffen, die Bälle über das Netz zu spielen, und bereits in sehr kurzer Zeit in der Lage sind, zumindest mit dem Trainer und gegebenenfalls sogar mit anderen Kindern Ballwechsel zu spielen, weil der Gewichtsnachteil weitestgehend fehlt und die Balance stimmt, so dass die Kinder beim Erlernen des Tennisspiels intensive und häufige Erfolgserlebnisse haben, die ihnen Spaß und Freude bereiten, und dem natürlichen Spieltrieb entgegenkommen.
Der Kinder-Tennisschläger mit dem gegenüber den bisher verfügbaren Kinder- Tennisschlägern auf höchstens 180 g verringerten Gewicht, der vergrößerten Rahmeninnenfläche von mindestens 600 cm2 entsprechend mindestens der Rahmeninnenfläche eines Erwachsenen-Oversize-Tennisschlägers und mit Saitenabständen zumindest von 18 mm im Sweetspotbereich, ist erstmals ein kindgerechter Kinder- Tennisschläger , der den Kindern die Handhabung erheblich leichter macht. Die Kinder-Tennisschläger sind auch Kindgerecht und erfolgreich zu spielen, falls der Saitenabstand im Sweetspotbereich kleiner als 18 mm ist. Die große Rahmeninnenfläche ergibt eine extra große Schlagfläche mit großem Sweetspotbereich, so dass Bälle auch kontrollierbar sind, wenn sie nicht sauber getroffen werden. Der zumindest im Sweetspotbereich große Saitenabstand führt zu einem Wünschswerten Trampolinef-
fekt und reduziert die Saitenmasse, wobei auch die Saitenspannung kindgerecht niedrig sein kann. Obwohl dies nicht unbedingt erforderlich ist, sollten mit solchen Kinder- Tennisschlägern weichere und/oder größere Kinder-Tennisbälle oder entsprechende Schaumstoffbälle gespielt werden, weil diese es den Kindern flankierend erleichtern, das Tennisspiel rasch, gut und vor allem mit Freude zu erlernen.
Das an sich bekannte Tennis-Lernsystem mit auf einem Standard-Spielfeld im Abstand vom Netz versetzbaren Quermarkierungen, mit denen die lernenden Kinder schrittweise von den Aufschlagfeldern weiter zur und schließlich an die Grundlinie geführt werden, führt zu unerwartet raschen Lernfortschritten, wenn Kinder- Tennisschläger eingesetzt werden, die höchstens 180 g schwer sind, eine sehr große Rahmeninnenfläche und einen Saitenabstand zumindest im Sweetspotbereich von mindestens 18 mm haben, und bei denen der Balancepunkt max. 1 cm innerhalb der Schlagfläche oder näher zum Griffende liegt. Hervorragende Lernfortschritte ergeben sich bereits, wenn die Kinder-Tennisschläger besser ausbalanciert sind als bisher übliche Kinder-Tennisschläger, und dank der Leichtbauweise ein Gewicht von höchstens 180 g haben. Bei Anwendung dieses Kinder-Tennislernsystems lassen sich Kinder außerordentlich effektiv über die natürliche Anfangsschwelle beim Erlernen des Tennisspiels hinwegbringen, weil sie Freude und Spaß am Spielenlernen haben, rasch starke und häufige Erfolgserlebnisse erzielen, und das Kernproblem des zu schweren und schlecht ausbalancierten Kinder-Tennisschlägers weggefallen ist.
Zweckmäßig sind mindestens drei Kategorien des Kinder-Tennisschlägers für z.B. drei Kindergruppen: Dies sind Anfänger mit einem Alterzwischen 3 und 5 Jahren, Anfänger mit einem Alterzwischen 5 und 7 Jahren, und Fortgeschrittene mit einem Alter zwischen etwa 6 und 7 Jahren.
Die Kleinsten bzw. Jüngsten spielen mit dem Stummelschläger, der nicht nur extrem leicht und sehr kurz ist, sondern auch eine extrem große Schlagfläche mit ausgeprägtem Trampolineffekt hat. Diese Version wiegt bespannt höchstens 140 g, vorzugsweise nur sogar 100 g, und hat eine Schlagfläche mindestens in der Größe eines Oversi- ze-Erwachsenen-Tennisschlägers bis zu etwa 720 cm2. Die Saitenabstände sind zumindest imSweetspotbereich mindestens 18 mm. Der relativ grobe Saitenraster im
Saitenbett resultiert in einem ausgeprägten Trampulineffekt und natürlich trotz der großen Schlagfläche in deutlich reduzierter Saitenmasse, wobei die Saitenspannung relativ niedrig gewählt werden kann. Die Saitenabstände können aber auch enger als 18 mm sein. Der Balancepunkt liegt höchstens 1 ,0 cm in der Rahmeninnenfläche oder dahinter. Allerdings könnte der Balancepunkt bei der Stummelversion sogar bis zu 2,0 cm in der Rahmeninnnefläche liegen, und der Schläger wäre wegen des geringen Gewichts immer noch weitaus besser zu spielen als bekannte Stummelversionen, bei denen der Balancepunkt bis zu 5 cm und mehr nach Innen gesetzt ist. Unabhängig davon, wie weit der Balancepunkt in der Rahmeninnenfläche liegt, ist die Stummelversion aufgrund der Leichtbauweise in jedem Fall besser ausbalanciert als bekannte Stummelversionen.
Die Kurzversion ist kindgerecht beispielsweise für 5- bis 7-jährige Anfänger. Sie ist maximal 160 g schwer, eher nur 170 bis 140 g schwer, und hat eine Schlagfläche von mindestens 600 cm2 . Der Balancepunkt darf maximal in der Brücke des Schlägerherzens liegen, besser weiter zum Griffende, so dass der Schläger bestens ausbalanciert ist. Der Balancepunkt kann bei der Kurzversion jedoch auch geringfügig innerhalb der Schlagfläche liegen, so dass die Kurzversion dank der Leichtbauweise besser ausbalanciert ist als bekannte Kurzversionen.
Die Juniorversion ist z.B. rund 63,8 cm lang und besonders für etwa 6- bis 7-jährige Fortgeschrittene geeignet. Dank des optimal hinter der Brücke platzierten Schwerpunkts oder Balancepunkts entsteht beim Spielen das Gefühl, das Gewicht wäre fast nur die Hälfte des Gewichts eines für diese Alters- und Spielstärkengruppe bekannten Junior-Tennisschlägers. Dieses geringe Gewicht, die deutlich größere Schlagfläche z.B. in etwa entsprechend der Schlagfläche eines Erwachsenen-Oversize- Tennisschlägers, und die großen Saitenabstände zumindest im Sweetspotbereich lässt Kinder dieser Kindergruppe rasch nicht nur rasch gut spielen, sondern auch bereits druckvoll aufschlagen. Der Balancepunkt könnte auch geringfügig innerhalb der Rahmenfläche liegen. Die Saitenabstände im Sweetspotbereich könnten auch geringer als 18 mm sein.
Die Leichtbauweise (mit Fasermaterial oder Leichtmetall) führt überraschend zum subjektiven Eindruck eines extrem leichten und besonders gut handhabbaren Schlägers, z.B. im Vergleich mit einem bisher üblichen Kinderschläger jeweils der gleichen Kategorie.
Die Leichtbauweise des neuen Kinder-Tennisschlägers bedingt eine Abkehr von der bisher üblichen Bauweise von Kinder-Tennisschlägern. Der Rahmen wird entweder unter Verwendung ausschließlich hochfester Fasermaterialien wie Kohlenstoff- oder Aramidfasem, gegebenenfalls in eigens dafür konzipierten Formen gefertigt. Glasfasern und gegebenenfalls Füllmaterial, wie z.B. bei Erwachsenen-Schlägern bewusst mitverwendet, um genügend Steifigkeit und Masse speziell im Schlägerkopf zu erhalten, werden vollständig weggelassen.
Alternativ kann der Rahmen in Leichtbauweise auch aus einem Leichtmetall-Hohlprofil gebildet werden, vorzugsweise mit Rahmenabmessungen, die nur die Hälfte bis ein Drittel der Rahmenabmessungen von Erwachsenen-Leichtmetall-Tennisschlägern betragen. Mit der Leichtbauweise werden Gewicht reduziert und die Position des Balancepunkts optimiert.
Ein weiteres wichtiges Merkmal ist ein Griff mit einer Mindestgrifflänge entsprechend zwei Kinderhänden, einerseits, um den Kindern das zweihändige Spielen lehren zu können, andererseits, um den oftmals instinktiv gewählten Zweihand-Griff problemlos zu ermöglichen. Dabei ist es wichtig, dass sich der Griff zumindest in der Stummelversion möglichst nahe zur Schlagfläche erstreckt, weil Kinder anfänglich die Tendenz haben, möglichst kurz zu greifen. Die Griffstärke sollte kleiner sein als die kleinste Erwachsenen-Griffstärke, und sollte speziell im Umfang auf die Kinderhand abgestimmt sein.
Die Lernfortschritte sind besonders erfolgreich, wenn beim Lernsystem die versetzbaren Quermarkierungen, die extrem leichten und ausbalancierten Kinder- Tennisschläger und kindgerechte Bälle verwendet werden, d.h. größere Schaumstoffbälle oder größere oder leichtere oder weichere Kinder-Tennisbälle. Erfolgreich soll bedeuten, dass die Kinder nicht nur schneller über die Anfangsschwelle hinwegge-
bracht werden, sondern dass mehr auf Tennis neugierige Kinder später dem Tennis treu bleiben als bisher, d.h., dass weitaus weniger Neulinge aus Frust oder Scham oder wegen Unzufriedenheit der Eltern Tennis bald wieder aufgeben.
Das Tennislernsystem für Kinder, umfassend auf einem Standard-Spielfeld im Abstand vom Netz versetzbare Quermarkierungen, Kinder-Tennisschläger, und kindgerechte, gegenüber Standard-Tennisbällen weichere Tennisbälle ist besonders effektiv, wenn wahlweise nach Körpergröße und/oder Spielstärke den Kindern zugeordnete Stummelversionen, Kurzversionen und Juniorversionen an Kinder-Tennisschlägern mit einem Gewicht einschließlich Bespannung von höchstens 180 g kombiniert mit unterschiedlich weichen Tennisbällen vorgesehen werden. Die jeweilige Kombination des nach Körpergröße und/oder Spielstärke gewählten Kinder-Tennisschlägers in Leichtbauweise mit dem zu diesem Kinder-Tennisschläger passendem Tennisball vermittelt das größte Spielvergnügen für die Kinder. Dabei kann durchaus ein kleiner Spieler mit der Stummelversion und mit auf seiner Spielfeldseite in geringerem Abstand vom Netz platzierter Quermarkierung gegen einen größeren Spieler spielen, der die Juniorversion benutzt und auf dessen Spielfeldseite die Quermarkierung in größerem Abstand vom Netz platziert ist. Auf diese Weise lassen sich, im Hinblick auf einen guten Lernerfolg und intensive Erfolgserlebnisse für beide Spieler Größen- oder Spielstärkenunterschiede kompensieren, ähnlich wie mit dem bei Golf üblichen Handicap.
Für die Kinder ist es besonders attraktiv, wenn sie im Konzept des Tennisiernsystems Spielstärken-Codiermittel für Kinder verwenden dürfen, gegebenenfalls korrespondierend mit Spiel-Stärkencodierungen der Kinder-Tennisschläger und gegebenenfalls sogar der Tennisbälle. Dies erhöht den Anreiz für die Kinder erheblich, weil die Spieler selbst und Zuschauer die Spielklasse anhand der Codiemittel sehen können, und die Spieler in eine höhere Klasse aufsteigen wollen und einen Aufstieg durch die Codiermittel untereinander und Dritten zeigen können. Diese durch die Codiermittel der Kinder ausgedrückten Rangstufen (beispielsweise in Schweißbändern, T-Shirts, Kappen oder Stirnbändern) schaffen eine dem Lernerfolg förderliche Wettbewerbssituation.
Ausführungsformen des Eriϊndungsgegenstandes werden anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Kinder-Tennisschläger in einer Stummelversion,
Fig. 2 einen Kinder-Tennisschläger in einer Kurzversion,
Fig. 3 einen Kinder-Tennisschläger in einer Juniorversion, und
Fig. 4 Grundkomponenten eines Kinder-Tennislernsystems.
Die in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Versionen von Kinder-Tennisschlägern umfassen eine Stummelversion K1 (Fig. 1), eine Kurzversion K2 (Fig. 2), und eine Juniorversion K3 (Fig. 3).
Die Stummelversion K1 in Fig. 1 ist bespannt höchstens 140 g schwer oder sogar noch weniger, und weist einen Rahmen 1 und einen direkt am Rahmen 1 angesetzten Griff 2 mit einer Grifflänge I mindestens entsprechend zweier Kinder-Handbreiten auf. Die Griffstärke G ist kindgerecht und an die Kinderhand angepasst, d.h., in jedem Fall kleiner als die kleinste Griffstärke von marktüblichen Erwachsenen-Tennisschlägern. Der Rahmen 1 hat eine Rahmeninnenfläche F1, die zwischen etwa 630 cm2 bis zu etwa 720 cm2 groß ist. Der Rahmen 1 bildet ein Saitenbett 3 für die Bespannung, wobei das Saitenbett 3 so ausgebildet ist, dass zumindest im gestrichelt angedeuteten, extrem großen Sweetspotbereich P die Saitenabstände x und y zwischen den Quer- und den Längssaiten 4, 5 mindestens 18 mm groß sind. Die Saitenabstände könnten bei der Stummelversion K1 sogar zwischen etwa 20 mm und etwa 30 mm betragen. Die Stummelversion K1 ist besonders geeignet für 3- bis 5-jährige Anfänger. Der Balancepunkt S in der Schlägerlängsachse (um den der liegend über eine Rolle mit dem Schlägerkopf voran geschobene Schläger kippt) liegt höchstens 1 ,0 cm in der Rahmeninnenfläche (Mass Z), oder näher beim Griff 2. In der Stummelversion K1 könnten die Saitenabstände im Sweetspotbereich auch kleiner gewählt werden als 18 mm. Das Gewicht der bespannten Stummelversion könnte etwa sogar 150 g betragen, wobei die Stummelversion zweckmäßig eine Länge von etwa 55 cm haben kann.
Die Kurzversion K2 in Fig. 2 ist etwas länger als die Stummelversion von Fig. 1, wobei der Rahmen 1 mit dem Griff 2 über ein übliches Schlägerherz mit einer Brücke B verbunden sein kann. Die Grifflänge I entspricht wiederum mindestens zwei Kinderhandbreiten. Auch die Griffstärke ist kindgerecht gewählt. Das Gewicht, einschließlich Bespannung, liegt bei höchstens 160 g. Die Rahmeninnenfläche ist größer als z.B. die Rahmeninnenfläche eines Erwachsenen-Oversize-Tennisschlägers und beträgt z.B. 650 cm2. Die Saitenabstände zumindest im Sweetspotbereich sind mindestens 18 mm, und können bis etwa 24 mm betragen. Die Kurzversion K2 in Fig. 2 ist besonders gut geeignet für 5- bis 7-jährige Anfänger. Der Balancepunkt S liegt höchstens in der Brücke B oder besser dahinter (Bereich Z'). Die Saitenabstände im Sweetspotbereich könnten auch geringer als 18 mm sein. Der Balancepunkt S kann gegebenenfalls etwas innerhalb der Rahmenfläche F2 liegen. Die Kurzversion K2 kann eine Länge von beispielsweise etwa 59 cm haben.
Die Juniorversion K3 in Fig. 3 hat eine Schlägerlänge L von z.B. 63,8 cm. Das Gewicht, einschließlich Bespannung, beträgt höchstens 180 g oder sogar weniger. Die Rahmeninnenfläche entspricht z.B. der Rahmeninnenfläche eines Erwachsenen- Oversize-Tennisschlägers, d.h., ist ungefähr 650 cm2 groß. Die Saitenabstände zumindest im Sweetspotbereich sind mindestens 18 mm und können sogar bei etwa 22 mm liegen. Die Juniorversion K3 ist besonders geeignet für etwa 6- bis 7-jährige fortgeschrittene Kinder. Der Balancepunkt S liegt im Herz, d.h. innerhalb eines Bereichs Z", der an der Brücke B endet. Die Saitenabstände im Sweetspotbereich könne auch kleiner als 18 mm sein. Der Balancepunkt S kann auch in etwa in der Brücke B liegen.
In jeder Version der Fig. 1 bis 3 ist der Rahmen 1 eine Leichtbaukonstruktion. Eine mögliche Ausführungsvariante ist ein Rahmen 1 ausschließlich unter Verwendung hochfesten Fasermaterials wie Kohlenstoff- oder Aramidfasem, die in einer Kunststoffmatrix stabilisiert sind, und unter Weglassung von Glasfasern und/oder Füllmaterial gegenüber Erwachsenen-Schlägern ähnlicher Bauweise, wobei gegebenenfalls andere Produktionsformen benutzt werden als für Erwachsenen-Tennisschläger. Alternativ ist eine Leichtbauweise aus Leichtmetall denkbar, d.h. ein Leichtmetall- Hohlprofil, das gerade so stabil ausgebildet ist, dass es die Eingliederung des Saiten-
betts gestattet. Vorzugsweise betragen die Rahmenabmessungen der Leichtmetallversion nur die Hälfte bis rund ein Drittel der Rahmenabmessungen eines Erwachsenen-Leichtmetall-Tennisschlägers. Gemeint sind hier die Tiefenabmessung des Rahmens 1 senkrecht zur Schlagfläche und die Querabmessung in Richtung der Schlagfläche.
Die bei jeder Version extrem vergrößerte Rahmeninnenfläche führt zusammen mit der optimierten Balance, und den großen Saitenabständen zu einem ausgeprägten Trampolineffekt und einem extrem großen Sweetspot, d.h. zu hoher Beschleunigung des Balles und guter Ballkontrolle auch bei unsauber getroffenen Bällen. Die Saitenabstände könne hierbei auch ähnlich wie bei Erwachsenen-Schlägern gewählt werden oder nur geringfügig größer.
Die Stummelversion K1 in Fig. 1 ist besonders gut geeignet zum Spielen mit gegenüber herkömmlichen Tennisbällen größeren Schaumstoffbällen. Die Kurzversion K2 in Fig. 2 ist besonders geeignet zum Spielen mit speziellen Kinderspielbällen, d.h. Schaumstoff- oder Beginner-Bällen. Die Juniorversion K3 in Fig. 3 ist geeignet zum Spielen mit herkömmlichen Tennisbällen, aber vordringlich auch zum Spielen mit Kinderbällen wie Schaumstoffbällen oder leichteren oder weicheren bzw. größeren Kinderbällen.
Fig. 4 zeigt die Komponenten eines Kinder-Tennislernsystems JL, mit dem unter Verwendung der Versionen K1 , K2, K3 der Fig. 1 bis 3 besonders gute Lernerfolge erzielbar sind. Das Kinder-Lernsystem wird auf einem Standard-Spielfeld mit Grundlinien 7, einem Netz 8, T-Linien 9, Einzelseitenlinien 10 und gegebenenfalls Doppel- Seitenlinien 11 gespielt, wobei im Abstand vom Netz versetzbare Quermarkierungen M benutzt werden, um die jeweils benutzte Grundlinie allmählich von der T-Linie 9 in Richtung zur und schließlich bis an die Grundlinie 7 in Richtung des Doppelpfeiles 12 zu versetzen. Gespielt wird entweder mit größeren Schaumstoffbällen BS oder mit kindgerechten leichteren und/oder weicheren und/oder größeren Kindertennisbällen BT. Die Kinder werden allmählich vom Spiel zunächst nur in den Aufschlagfeldern zum Spiel in tieferen Feldern und schließlich über die volle Spielfeldtiefe gebracht. Das Spiel kann wettkampfmäßig betrieben werden, wobei die Quermarkierungen M
jeweils der Altersgruppe bzw. Spielstärke entsprechend gesetzt und standardisiert auch passende Ballsorten benutzt werden. Für das Kinder-Lernsystem JL ist folgendes Konzept zweckmäßig:
Die drei unterschiedlich langen Versionen der Kinder-Tennisschläger sind z.B. optisch unterschiedlich codiert, wie gegebenenfalls auch die weichen, kindgerechten Tennisbälle BT, die leichter und/oder kleiner als Standard-Tennisbälle sein können. Für die Stummelversion K1 werden z.B. Tennisbälle BT mit dem schwächsten Sprungverhalten verwendet. Die unterschiedlichen Versionen K1 , K2, K3 werden den Kindern gegebenenfalls abhängig von ihrer Spielstärke.zugeteilt.
Das Tennislernsystem JL kann auch Spielstärken-Codiermittel für die Kinder umfassen, z.B. T-Shirts, Schweißbänder, Kappen, Stirnbänder oder dergleichen, die sich die Kinder zur Benutzung sozusagen erarbeiten müssen. Diese Codiermittel könnten mit den Codierungen der Tennisschläger-Versionen und/oder der Tennisbälle BT korrespondieren und werden, z.B., am Körper getragen.