GINSENGHALTIGES MITTEL ZUR ERZEUGUNG EINES SATTIGUNGSSEFFEKTS UND ZUR GEWI CHTSREDUZ I ERUNG
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Mittel zur Erzeugung eines Sättigungseffekts und zur Gewichtsreduzierung, dass sich insbesondere für den Einsatz in Diätprogrammen eignet.
Es sind zahlreiche Versuche unternommen worden, auf medikamentösem Weg überflüssige Fettanreicherungen im menschlichen Körper abzubauen beziehungsweise deren Entstehung zu verhindern. Es gibt z. B. sogenannte Appetitzügler, die dem Körper auf biochemischem Wege eine Abneigung zur Nahrungsaufnahme zu suggerieren versuchen. Diese Mittel haben zum Teil erhebliche schädliche Nebenwirkungen.
Neben den zahlreichen bekannten Diätvorschlägen gibt es auch mechanische und elektromechanische Mittel, mit denen ein gezielter Fettabbau beziehungsweise Muskelaufbau erfolgen soll. Die Wirkung solcher Mittel ist jedoch sehr zweifelhaft.
Aus der DE 4025912 ist ein Mittel zur oralen Einnahme bekannt, das aus einem im Magen lösbaren und den Inhalt freigebenden Behälter besteht. Dieser ist mit einem Stoff gefüllt, der nach seinem Freisetzen im Magen sein Volumen vergrößert und dadurch dem Körper ein Sättigungsgefühl suggeriert. Nachteil dieses Sättigungsmittels ist, daß die Gefahr von Darmverschlüssen besteht.
Ferner sind aus DE 199 42 417 Schwamm-artige Zubereitungen mit stabil vernetzten Querverbindungen bekannt, die im Magen ihr Volumen vergrößern und so ein Sättigungsgefühl hervorrufen. Jedoch erfordert die Herstellung dieser Zubereitungen zusätzliche Verfahrensschritte zur Einführung stabiler Quervernetzungen.
Aufgrund des ständig steigenden Gesundheitsbewusstseins ist jedoch eine weitere Verbesserung von Mitteln zur Erzeugung eines Sättigungseffekts von hoher medizinischer und wirtschaftlicher Relevanz.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Mittel zur oralen Einnahme zur Verfügung zu stellen, das eine höhere Magenverweilzeit aufweist als bekannte Mittel seiner Art und dadurch zu einem effektiveren Sättigungseffekt führt. Femer sollte es zur Gewichtsreduzierung unter gleichzeitiger Regulierung des Cholesterinspiegels geeignet sein, da Übergewichtigkeit in der Regel mit einem überhöhten Cholesterinspiegel einhergeht. Darüber hinaus ist eine einfache Herstellung aus preiswerten Rohstoffen wünschenswert, die keine gesundheitlichen Risiken in sich bergen. Ferner sollte das Mittel gut verträglich sein und neben der "passiven" Funktion des Sättigungseffekts auch aktiv die Gewichtsreduzierung unterstützen und dabei möglichst das Wohlbefinden der das Mittel einnehmenden Personen nicht verringern.
Zusätzlich sollte das Mittel einen Immunstimulation und Stärkung während der Abnehm-Phase bewirken.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Mittel zur Erzeugung eines Sättigungseffektes und zur Gewichtsreduktion enthaltend mindestens einen im Ginseng enthaltenen Wirkstoff und ein in gastrointestinalen Flüssigkeiten und/oder Körperflüssigkeiten unlösliches oder schwer lösliches, volumenvergrößerndes Material gelöst.
Unter Wirkstoff im Sinne der Erfindung sind alle Stoffe mit einer pharmazeutischen oder biologischen Wirkung zu verstehen.
Ginseng ist eine staudenartige, anemonenähnliche Araliacee (Panax ginseng), die in den Gebirgswäldern Ostasiens wild wächst und auch angebaut wird und deren Wurzel u. a. Steroid-Derivate enthält. Zu den bisher isolierten Inhaltsstoffen gehören Sitosterin und mehr als 10 Triterpenglykoside Ginsenoside. Die Ginsenoide sind eine Gruppe von Glykosiden tetracyclischer Triterpene (Sapogenine) aus der Ginsengwurzel (Panax ginseng): 24-Dammaren-3,12,20-triol, die (3a,12b,20S)-Fomn heißt Betulafolientriol und die diastereomere (3b,12b,20S)-Form Protopanaxadiol. Protopanaxatriol besitzt eine zusätzliche 6a-Hydroxy-Gruppe. Die Zucker-Komponenten in diesen Glykosiden sind die D-Glucopyranose, L-Arabinopyranose, L- Arabinofuranose, die D-Xylofuranose und D-Xylopyranose sowie die L- Rhamnopyranose. Den Ginsenosiden werden antiischämische, immunstimulierende, antithrombotische (PAF-antagonist), hypoglykämische und cholesterolsenkende Eigenschaften nachgesagt. Nach neuen Untersuchungen regt der Ginseng-Extrakt ganz allgemein den Eiweiß- und Nukleinsäure-Stoffwechsel an. Des weiteren fand man unter anderem ein für den Ginseng-Geruch verantwortliches etherisches Öl, in dem eine Reihe von Sesquiterpenen charakterisiert wurden. Ginseng findet vor allem als Roborans und Geriatrikum Verwendung (Quelle: Römpp Lexikon Chemie - CD Version 2.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1999).
Durch die Kombination des mindestens einen im Ginseng enthaltenen Wirkstoffs und des volumenvergrößerndes Materials wird also neben dem Sättigungseffekt auch das Wohlbefinden verbessert sowie die Gewichtsabnahme positiv beeinflusst.
Ginseng ist kurz gesagt, bekannt für seine gesundheitsfördernde Anwendung als Universalmittel. Ginseng wirkt als stimulierendes und anregendes Herz- und Kreislaufmittel, als Antidepressivum und als
Nervennahrung. Daneben besitzt Ginseng eine starke immunstimulatorische Wirkung, fördert den Aufbau von Körpereiweiß, verbessert die Merk- und Konzentrationsfähigkeit ebenso wie die seelische und körperliche Belastbarkeit. Daneben übt Ginseng einen positiven Einfluss auf Altersdiabetes aus, regt den Stoffwechsel an, reguliert den Bluttfettspiegel und senkt den Blutdruck.
Ginseng erhöht die Anpassungsfähigkeit und Toleranz des Körpers gegenüber Stress und schützt vor den negativen Auswirkungen von Dauerstress. Daneben erhöht Ginseng die körperliche Leistungsfähigkeit und fördert ganz allgemein die Aufbauprozesse und versorgt den Körper mit mehr Energie; man spricht von einer anabolen Wirkung. Ginseng steigert auch die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit, verbessert Denkvermögen und Gedächtnis und wirkt gegen Müdigkeit und Erschöpfung. Ferner wirkt Ginseng auf das zentrale Nervensystem je nach Bedarf anregend oder beruhigend. Ginseng ist in der Lage einen erhöhten Blutzuckerspiegel zu erniedrigen und einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch ist von Ginseng bekannt, dass seine Wirkstoffe über mehrere Mechanismen die Immunabwehr stimulieren. Ginseng ist auch in der Lage wichtige Enzyme im Zellstoffwechsel und der Leber zu aktivieren. Dies führt zu einer erhöhten Synthese von DNS, RNS und wichtiger Eiweiße. Insbesondere wird die Menge reduzierten Glutathions erhöht, welches eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel insbesondere in der Leber spielt. Zusätzlich bewirken die im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe antioxidativ, d. h. sie unterbinden insbesondere freie Radikale, welche sonst Zellen schädigen. Ginseng wird zur Unterstützung der Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt, in denen er das Blut verflüssigt, den Blutdruck kontrolliert, den Cholesterinspiegel senkt und den Sauerstoffbedarf des Herzens absenkt und den Herzmuskel gestärkt. Auch ist Ginseng in der Lage durch die in ihm enthaltenen Wirkstoffe Einfluss zu nehmen auf das Blutbild, insbesondere ist die
Anregung der Knochenmarkszellen zur Teilung und Blutbildung bekannt. Auch ist vom Ginseng bekannt, dass durch seine Anwendung die Atemfunktionen verbessert und Entzündungen gehemmt werden können. Zusätzlich wird dem Ginseng eine sexual-stimulierende Wirkung nachgesagt.
Insbesondere der Einfluss von im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe auf das Immunsystem ist untersucht. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Einnahme eines standardisierten Ginseng Extraktes die Immunantwort gegen eine Grippeschutzimpfung erhöht, die sauren Poiysaccharide der Wurzel die Produktion von interleukin 8 fördern, die Ginseng Poiysaccharide die Produktion von Interferon induzieren, die Phagozytose des retikuloendothelialen Systems, die Produktion von Antikörper und ein Anstieg des Kontinents im Blut begünstigen, sowie die zelluläre Immunantwort steigert (Scaglione et al, Drugs Expl. Clin. Res. 23 82), 1996: 65 - 72; Sonoda et al, Immunopharmacology 1998; Smolina et al, Antibiot Khimioter 1998; Chang-Xiao et al, Ethnopharmacology 1992; Jie et al, Argenst Actions 15 (3 - 4), 1984: 386 - 91; Kim et al, Immunopharmakologie und Immuntoxikologie 12 (2), 1990: 257 - 76).
Als im Ginseng enthaltene Wirkstoffe kommen erfindungsgemäß alle im Ginseng enthaltenen Stoffe in Betracht. Insbesondere fallen darunter die obengenannten Steroidderivate, Sitosterin, Ginsenoide und etherischen Öle. Ebenso gehören dazu im Ginseng enthaltene Wirkstoffe, die bisher noch nicht isoliert und/oder charakterisiert wurden. Diese Wirkstoffe können aus dem Ginseng selbst erhalten oder künstlich produziert werden. Unter die Erfindung fallen auch der Einsatz flüssiger, pastöser, fester, granulatförmiger und pulverförmiger Zubereitungen, Extrakte und Teil-Extrakte, Lösungen und Schmelzen des Ginsengs, synthetisch hergestellter Inhaltsstoffe des Ginsengs und/oder deren Mischungen. Bevorzugterweise wird natürlicher Ginseng verwendet. Besonders
bevorzugt stammt dieser aus Asien, insbesondere Korea, denn der von dort stammende Ginseng gilt als am wirksamsten.
Der mindestens eine im Ginseng enthaltene Wirkstoff kann in, an oder auf das Mittel aufgebracht werden.
In einer Variante der Erfindung können die im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe auf die Oberfläche oder einen Teil der Oberfläche des volumenvergrößernden Materials aufgebracht werden. Hierzu können geeignete Haftvermittler eingesetzt werden.
Unter volumenvergrößerndem Material wird ein Material verstanden, welches sein Volumen unter entsprechenden Bedingungen (siehe unten) vergrößert, d. h. seine Ausdehnung verändert, wie dies z. B. durch Aufquellen, Aufschäumen oder Dekompression möglich ist.
Als Haftvermittler kommen feste, halbfeste oder flüssige Stoffe in Betracht. Hierbei kann es sich um Pulver, Pasten, Lösungen, Schmelzen oder Folien handeln. Im letzteren Fall kann beispielsweise eine folienförmige Haftvermittlerschicht beidseitig klebende Eigenschaften aufweisen und auf diese Weise den Zusammenhalt des Trägermaterials mit der wirkstoffhaltigen Schicht gewährleisten.
Durch das Beaufschlagen der wirkstoffhaltigen Formulierung und/oder des Trägermaterials mit dieser verbindenden Schicht wird eine Verbindung zwischen gegebenenfalls komprimierten und im Gastrointestinaltrakt Volumenvergrößerenden Trägermaterial und der wirkstoffhaltigen Schicht erzielt. Die Dauer der bestehenden Verbindung hängt dabei von der Löslichkeit der eingesetzten und in der verbindenden Schicht enthaltenen Stoffe im Magensaft und/oder. anderen gastrointestinalen Flüssigkeiten ab.
Ferner ist auch die Verwendung von fadenförmigem oder gewebeähniichem Material denkbar, durch die die erwünschte Dauer der Verbindung zwischen Trägermaterial und wirkstoffhaltiger Schicht gesteuert werden kann. Demgemäß ist auch ein Mittel enthaltend als verbindendes Mittel fadenförmige und/oder gewebeänhliche Stoffe Gegenstand der Erfindung.
Als Haftvermittler kommen vorzugsweise Verbindungen in Betracht, die natürliche, synthetische und halbsynthetische Polymere enthalten. Prinzipiell kommen nichtionische und ionische Polymere in Betracht. Grundsätzlich kommen alle nach dem Stand der Technik bekannten Schmelzkleber und Kontaktkleber in Frage, sofern sie für Pharmaka oder Lebensmittel geeignet sind. In einer besonderen Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung handelt es sich bei dem Haftvermittler um Stärkederivate, Cellulosederivate, Gelatine oder Poiysaccharide, vorzugsweise polyuronsäurehaltige Poiysaccharide, z. B. Polyalginate. Beispielhaft seien Hypomellose, Carmellose, Metholose genannt.
Besonders bevorzugte Polyuronsäure-haltige Poiysaccharide sind Alginsäuren und deren Salze (Alginate). Aber auch niederveresterte Pektine, Xanthan, Tragant, Chondroitinsulfat sowie alle anderen Uronsäure-haltigen Verbindungen können erfindungsgemäß zum Einsatz kommen.
Alginsäure ist eine lineare Polyuronsäure aus wechselnden 'Anteilen von D-Mannuronsäure und L-Guluronsäure, die durch ß-glykosidische Bindungen miteinander verknüpft sind, wobei die Carboxylgruppen nicht verestert sind. Ein Molekül Alginsäure kann sich aus etwa 150 - 1050 Uronsäure-Einheiten zusammensetzen, wobei das durchschnittliche Molekulargewicht in einem Bereich von 30 - 200 kDa variieren kann.
Das Polysaccharid Alginsäure ist ein Bestandteil der Zellwände von Braunalgen. Der Anteil der Alginsäure an der Trockenmasse der Algen kann hierbei bis zu 40% ausmachen. Die Gewinnung der Alginsäure erfolgt durch alkalische Extraktion mit an sich bekannten Methoden gemäß dem Stand der Technik. Die resultierende pulverförmige Alginsäure ist somit rein pflanzlich und weist eine hohe Biokompatibilität auf. Sie kann unter Bildung hochviskoser Lösungen die 300-fache Menge ihres Eigengewichtes an Wasser aufnehmen. In Gegenwart von mehrwertigen Kationen bildet Alginsäure sogenannte Gele. Die Bildung von Alginatgelen in Gegenwart zweiwertiger Kationen, wie Calcium oder Barium, sind bei Shapiro L, et al. (Biomaterials, 1997, 18: 583-90) beschrieben. Letzteres ist aufgrund seiner Toxizität für den Einsatz in Biomedizin jedoch nicht geeignet. Neben Calcium-Chlorid liefert auch Calcium-Glukonat geeignete zweiwertige Kationen. Generell sind alle physiologisch unbedenklichen Poly-Kationen, insbesondere zweiwertige Kationen verwendbar.
Mittels des beschriebenen Haftvermittlers können außer den im Ginseng enthaltenen Wirkstoffen auch weitere wirkstoffhaltige Formulierungen auf das volumenvergrößernde Material aufgebracht werden.
Erfindungsgemäß ist es daher z. B. möglich in einem Medikament ursächlich das Übergewicht zu therapieren und zugleich symptomatisch das jeweilige Symptom. So kann beispielsweise ein blutdrucksenkender Wirkstoff fest auf das Trägermaterial aufgebracht werden, der durch die Erzeugung eines Sättigungsgefühls die Nahrungsaufnahme und somit auch das Gewicht reduziert. Da Gewichtsreduktion zugleich einen erhöhten Blutdruck zu senken vermag, kommt es unter Einsatz des beschriebenen Kombinationspräparats zu einer Wirk- und Therapieverbesserung gegenüber der jeweiligen Einzelgabe.
Auf das beschriebene volumenvergrößernde Material können die im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe und/oder die weiteren Wirkstoffe aufgebracht werden, und zwar vorzugsweise unter Einsatz der beschriebenen Haftvermittler. Ebenso können die im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe und/oder ggf. die weiteren Wirkstoffe direkt aufgebracht werden, wenn sie z. B. haftungsvermitteinde Substanzen aufweisen oder unter Druck unter Temperaturen haftungsvermittelnde Eigenschaften entwickeln. Ferner ist es möglich die im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe und/oder ggf. die weiteren Wirkstoffe in das volumenvergrößernde Material z. B. bereits bei dessen Herstellung oder der Herstellung des Trägers einzubringen.
Die im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe und/oder die weiteren Wirkstoffe können auch in einer oder mehreren Schichten auf das Trägermaterial aufgebracht werden und z. B. durch eine oberste Schutzschicht (Lack) abgedeckt werden. Dieser Lack sollte sich dann unter den entsprechenden Bedingungen auflösen und die Freigabe der Wirkstoffe ermöglichen.
Das erfindungsgemäße Mittel unter Einsatz der beschriebenen Haftvermittler wird nach der Einnahme des Mittels im Magen in volumenvergrößertes Material und die wirkstoffhaltige Formulierung(en) enthaltende(n) Schicht(en) aufgespalten. Die wirkstoffhaltige(n) Formulierung(en) kann (können) aufgrund dessen in den Darm gelangen, d. h. aufgrund dessen im Darm absorbiert werden.
Das erfindungsgemäß volumenvergrößernde Material gewährleistet die zur Entfaltung der Sättigungswirkung erforderliche Volumenvergrößerung des Freisetzungssystems. Das Material ist aufgrund dessen größer als die Öffnung des Magenausgangs und wird somit an einem raschen Weitertransport vom Magen in den Darm gehindert, d. h. die Verweilzeit im
Magen für das Trägermaterial ist länger als für die wirkstoffhaltige Schicht. Durch die Verweilzeit des Trägermaterials im Magen wird infolge dessen ein Sättigungsgefühl hervorgerufen und für die Zeit des Verbleibs im Magen erhalten.
Erfindungsgemäß ist es aber auch möglich, verschiedene Wirkstoffe zu kombinieren. So kann neben dem beschriebenen im Magen löslichen Haftvermittler ein Haftvermittler zum Einsatz kommen, der sich nicht im Magen löst. Auf diesen Haftvermittler werden sodann Wirkstoffe aufgebracht, die im Magen verbleiben sollen und dort ihre Wirkung entfalten.
Ferner ist es erfindungsgemäß möglich mehrere volumenvergrößernde Materialstücke gleicher oder verschiedener Zusammensetzung miteinander zu verkleben. Bei Einsatz des beschriebenen im Magen löslichen Haftvermittlers lösen sich diese Materialstücke voneinander ab. Hierdurch kann ein erhöhter Sättigungseffekt erreicht werden. Die Wirkstoffe können bei einem solchen System mittels der Haftvermittler zwischen mehreren Materialstücken angeordnet sein. Bei einem Auseinanderfallen der einzelnen Materialstücke im Magen lösen sich die Wirkstoffschichten ab und gelangen in den Darm, um dort ihre Wirkung zu entfalten. Gegebenenfalls können auch Wirkstoffe zum Einsatz kommen, die sich zumindest teilweise im Magen lösen und ggf. dort ihre therapeutische Wirkung entfalten.
Erfindungsgemäß können in einer Variante der Erfindung auch schwammartige Materialien in dem volumenvergrößernden Material enthalten sein, welche sich z. B. nach vorheriger Kompression im Magen dekomprimieren oder beispielsweise unter Einwirkung der im Magen vorhandenen Flüssigkeit aufquellen.
Unter solchen schwammartigen Materialien sind erfindungsgemäß feste oder halbfeste elastische Schäume zu verstehen, die aus gasgefüllten beispielsweise polyederförmigen Zellen bestehen, die durch hochviskose und/oder feste Zellstege begrenzt sind. Einsetzbar sind erfindungsgemäß sowohl natürlich vorkommende Schwämme, halbsynthetische oder synthetisch hergestellte schwammartige Gebilde. Beispiele für synthetische schwammartige Materialien sind Polyurethane, Polyacrylate, Poly(meth)acrylsäurederivate, Homo- und Copolymere des Vinylacetats. Zu den natürlichen und halbsynthetischen Polymeren zählen u. a. Cellulose, Celluloseether oder Celluloseester wie Celluloseacetat und Celluloseacetatphthalat. Beispiele für natürliche Polymere sind Poiysaccharide wie Alginate, Traganth, Xanthan Gumme, Guar Gummi und deren Salze und Derivate. Der Einsatz von Chitin und von Chitinderivaten ist möglich. Im Weiteren werden bevorzugt Stoffe mit Faserstruktur wie Skieroproteine z. B. Collagen, Keratin, Conchagene, Fibroin, Elastin und Chitin eingesetzt. Darüber hinaus sind auch stabil miteinander vernetzte Poiysaccharide Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Die Herstellung der schwammartigen bzw. -förmigen Gebilde erfolgt mit an sich bekannten Methoden nach dem Stand der Technik. Hierbei sei auf die WO98/EP96/03950 verwiesen, die ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist. In Abhängigkeit von dem eingesetzten Ausgangsmaterial kann im einfachsten Falle ein Schaum durch Einblasen, durch Schlagen, Schütteln, Verspritzen oder Rühren in der betreffenden Gasatmosphäre erhalten werden. Bei den Polymeren entsteht die Schaumstruktur aufgrund chemischer Reaktionen. So wird z. B. durch Zugabe von Blähmitteln, die sich bei bestimmter Temperatur während der Verarbeitung unter Gasbildung zersetzen, oder durch Zusatz von flüssigen Lösemitteln während der Polymerisation geschäumt. Die Verschäumung erfolgt entweder beim Verlassen des Extrusionswerkzeuges, d. h. im
Anschluss an das Extrudieren oder Spritzgießen oder in offenen Formen. Die Härtung erfolgt unter den für die jeweilige chemische Verbindung des Trägermaterials charakteristischen Bedingungen.
Unabdingbare Eigenschaft des erfindungsgemäßen volumenvergrößernden Materials ist, daß es komprimierbar ist bzw. sein Volumen vergrößern kann. Für die Auswahl des Trägermaterials ist schließlich auch wesentlich, daß es quellfähig bleibt, ohne daß die Zellstege zerstört werden. Das komprimierte Material behält auch im komprimierten Zustand seine Schwammstruktur bei.
Unter physiologischen Bedingungen kann sich das komprimierte Material beispielsweise auf das Zwei- bis Zehnfache, bevorzugt auf das Vier- bis Achtfache seines Volumens ausdehnen. Die Wirkstofffreisetzungsflächen des unter physiologischen Bedingungen vergrößerten Materials betragen beispielsweise 15 bis 25 cm2. Im Vergleich dazu liegen die Werte der Freisetzungsflächen nach dem Stand der Technik bei 0,5 bis 1,5 cm2.
Bei dem erfindungsgemäßen Mittel liegt das Material demgemäß vor und/oder während der Einnahme bevorzugt in komprimierter Form vor.
Die volumenvergrößernden Materialien können auch aus getrocknetem porösem Gel oder Schaum bestehen. Als Materialien werden vorzugsweise anionische Polymere eingesetzt.
Erfindungsgemäß bevorzugte anionische Polymere sind Poiysaccharide und hier Polyuronsäure-haltige Poiysaccharide, wie Alginsäuren und deren Salze (Alginate). Aber auch niederveresterte Pectine, Xanthan, Tragant, Chondroitinsulfat sowie alle anderen Uronsäure-haltigen Verbindungen können erfindungsgemäß zum Einsatz kommen. Denkbar ist auch die Verwendung von synthetischen oder halbsynthetischen
Cellulosederivaten, wie z. B. Carboxymethylcellulose oder von Polyacrylaten.
Erfindungsgemäß vorteilhaft sind getrocknete Gele oder Schäume enthaltend Mischungen anionischer Polymere, bevorzugt der zuvor erwähnten anionischen Poiysaccharide, besonders bevorzugt Mischungen Polyuronsäure-haltiger und niederveresterter Poiysaccharide und insbesondere Mischungen enthaltend Salze von Alginsäure und Pektin.
Hinsichtlich der anionischen Polymere ist auch der Einsatz niederveresterter Pektine erfindungsgemäß vorteilhaft. Pektine bestehen aus Ketten von -1 ,4-glykosidisch verbundenen Galakturonsäure- Einheiten, deren Säuregruppen zu 20 - 80% mit Methanol verestert sind. Man unterscheidet zwischen hochveresterten (> 50%) und niedrigveresterten (< 50%) Pektinen. Die Molmasse variiert zwischen 10 - 500 kDa. Die Gewinnung von Pektinen erfolgt durch saure Extraktion mit an sich bekannten Methoden gemäß dem Stand der Technik aus den inneren Anteilen von Citrusfruchtschalen, Obsttrestern oder Zuckerrübenschnitzeln. Die resultierenden Pektine (Apfel-Pektin, Citrus- Pektin) sind somit rein pflanzlich und weisen eine hohe Biokompatibilität auf. Sie können Unter wasseraufnahme Gele bilden.
Auch hier ist der Einsatz von Pektingelen in Gegenwart zweiwertiger Kationen, wie Calcium oder Barium bekannt. Letzteres ist auch hier aufgrund seiner Toxizität für den Einsatz in Biomedizin jedoch nicht geeignet. Neben Calcium-Chlorid liefert auch Calcium-Giukonat geeignete zweiwertige Kationen. Denkbar ist auch der Einsatz von Magnesium- Salzen oder eine Mischung verschiedener physiologisch unbedenklicher zweiwertiger Kationen.
Ferner zeichnet sich der erfindungsgemäße Einsatz von Pektinen in vorteilhafter Weise dadurch aus, daß Pektine cholesterinsenkende Eigenschaften besitzen. Diese Eigenschaft ist im Sinne der vorliegenden Erfindung von Vorteil, da Übergewicht in der Regel mit einem erhöhten Cholesterinspiegel einhergeht.
Das erfindungsgemäße Mittel kann beispielsweise in Form von Tabletten, Kapseln, Dragees, als Granulat oder Zäpfchen oder anderen Ausgestaltungen vorliegen. Darüber hinaus kann das erfindungsgemäße Mittel als eine äußere Schicht einen Überzug aufweisen. Dies kann eine Lackschicht oder andere Schutzschicht sein, die die Einnahme des erfindungsgemäßen Mittels erleichtert und die sich erst im Gastrointestinaltrakt, beispielsweise unter Einfluss der Magenflüssigkeit, auflöst.
Das erfindungsgemäße volumenvergrößernde Material kann außer in der Schwammform auch in Form von Pulver vorliegen. Hierzu zählen erfindungsgemäß sowohl feinteilige Pulver, Granulate, Adsorbate und Beadlets.
Die Herstellung der pulverförmigen volumenvergrößernden Materialien kann in verschiedener Weise erfolgen. Zum Beispiel können für die Herstellung in Form eines Adsorbats in einem Mischer oder in einem Wirbelschichtreaktor ein oder mehrere Trägerstoffe vorgelegt, und sodann die weiteren Komponenten zugesetzt werden. Bei den Trägerstoffen handelt es sich vorzugsweise um die erfindungsgemäßen volumenvergrößernden Materialien. Erfindungsgemäß können diskontinuierlich oder kontinuierlich arbeitende Mischer eingesetzt werden. Das Trägermaterial bzw. volumenvergrößernde Material wird ggf. zusammen mit Zuschlagsstoffen vorgelegt. Klassische Beispiele sind Flugscharmischer, Konusschneckenmischer oder ähnliche Apparate.
Alternativ ist die Produktdurchmischung über eine Bewegung des gesamten Behälters möglich. Beispiele hierfür sind Taumelmischer, Trommelmischer usw. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verwendung von pneumatischen Mischern. Auch der Einsatz von Schnecken zur Vermischung und/oder Verkleinerung ist denkbar.
Die Dosierung bzw. Zugabe von im Ginseng enthaltenen Wirkstoffen oder weiterer Wirkstoffe erfolgt ggf. zusammen mit Additiven, z. B. über Einrichtungen zum Auftropfen oder Ausdüsen. Beispiele hierfür sind Lanzen, Brauseköpfe, Einstoff-, oder Mehrstoffdüsen, in seltenen Fällen rotierende Tropf- oder Zerstäubungseinrichtungen. Im einfachsten Fall ist die Zugabe auch lokal als konzentrierter Strahl möglich. Alternativ kann im Mischer zunächst der im Ginseng enthaltene Wirkstoff und/oder der weitere Wirkstoff vorgelegt werden, um danach das volumenvergrößernde Material aufzugeben.
Ferner ist es möglich das volumenvergrößernde Material in einem flüssigen Ginseng-haltigen Wirkstoff oder Ginseng-Extrakt etc. zu tränken.
Die Zugabe des im Ginseng enthaltenen Wirkstoffes und/oder des weiteren Wirkstoffs kann bei Überdruck, Normaldruck oder bei Unterdruck, Gegenatmosphäre, vorzugsweise bei Normaldruck oder Unterdruck erfolgen. Zur Erhöhung der Beladung des volumenvergrößernden Materials und zur Minimierung von Sauerstoffeinflüssen kann es günstig sein, den das volumenvergrößernde Material enthaltenden Mischer vor der Zugabe des im Ginseng enthaltenen Wirkstoffs und/oder weiteren Wirkstoffs zu evakuieren sowie ggf. mit Schutzgas zu überdecken.
Erfindungsgemäß können pulverförmige Mittel auch durch die Verfahren der Sprühformulierung erfolgen. Hierbei kann beispielsweise in einem ersten Schritt eine wässrige Lösung eines Schutzkolloids, z. B. Gelatine
und/oder Gelatinederivate, und/oder Gelatineersatzstoffe unter Zusatz der oben beschriebenen volumenvergrößernden Materialien hergestellt und durch Zugabe der im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe und/oder weiterer Wirkstoffe unter Rühren zunächst eine Dispersion hergestellt wird, wobei die wässrige Lösung des Kolloids die homogene Phase der Dispersion darstellt. Apparaturen, in denen solche Sprühformulierungen hergestellt werden können, sind beispielsweise in der EP 0074050 B1 beschrieben.
Die Herstellung von Granulaten kann dadurch erreicht werden, daß in einem Mischer die erfindungsgemäßen volumenvergrößernden Stoffe und/oder sprühgetrocknete Pulver sowie Wirkstoffe und ggf.
Wirkkomponenten und Bindemittel sowie Zuschlagsstoffe kompakte
Granulate erzeugt werden. Als Mischer können beispielsweise
Schaufeimischer oder Flugscharmischer eingesetzt werden. Die flüssigen Komponenten können auf verschiedene Weise zugegeben werden, z. B. aufgetropft oder aufgesprüht werden, so daß eine pastöse, klebrige Masse entsteht. Über geeignete Wahl der Drehzahl der Mischwerkzeuge und/oder schnelllaufende Messer wird die pastöse Masse zerteilt und es entstehen kompakte Granulate. Sehr große Brocken können durch Mischwerkzeuge und Messer zerteilt und andererseits feine Pulver agglomeriert werden.
Beispielsweise wird eine Lösung von Natriumalginat in Wasser hergestellt und unter Zugabe von Calciumsalzen eingedickt. Durch Einarbeiten von Luft und ggf. nach Zugabe von Tensiden kann ein Gel oder Schaum erhalten werden. Durch Einfrieren und anschließendes Gefriertrocknen wird aus dem Alginatgel oder -schäum ein Trockengel oder Trockenschaum (Schwamm) hergestellt. Die Herstellung von Pektin- haltigen Gelen oder Schäumen erfolgt in analoger Weise, ebenso wie die Herstellung von Gelen oder Schäumen enthaltend Mischungen anionischer Polymere.
Neben der Zugabe von anorganischen oder organischen Calciumsalzen, wie z. B. Caiciumchlorid oder Calciumglukonat, ist auch die Verwendung von Magnesiumsalzen denkbar sowie von Mischungen verschiedener physiologisch unbedenklicher zweiwertiger Kationen.
Erfindungsgemäß kann auch die Zugabe von Salzen physiologisch unbedenklicher dreiwertiger Kationen, z. B. von löslichen Aluminiumsalzen erfolgen. Hierbei kann die Herstellung der erfindungsgemäßen Mittel durch die Zugabe von löslichen Aluminiumsalzen zu einer wässrigen Lösung von anionischen Polymeren, bevorzugt Alginaten und/oder Pektinen, nach einem Herstellungsverfahren der zuvor beschriebenen Art erfolgen. Besonders geeignete lösliche Aluminiumsalze sind Aluminiumchlorid oder Aluminiumsulfat. Die löslichen Aluminiumsalze können alleine oder in Kombination eingesetzt werden.
Erfindungsgemäß können neben den löslichen Aluminiumsalzen, die ihrerseits allein oder in Kombination verwendet werden können, zusätzlich auch noch Salze zweiwertiger Kationen, wie z. B. Calcium- oder Magnesiumsalze oder deren Kombination, bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Mittel eingesetzt werden.
Die Zugabe von Hüllschichten, welche die im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe und ggf. die weiteren Wirkstoffe enthalten können, kann nach Herstellung der Pulver oder Granulate in Mischern bei geringerer Drehzahl der Mischwerkzeuge und stehenden Messer oder in einem bauartverwandten nachgeschalteten Mischer erfolgen. Die Formgebung der erfindungsgemäßen Mittel kann durch Pressen der pastösen, klebrigen Phasen während des Granulierprozesses durch die Matrize eines Extruders erfolgen.
Das erfindungsgemäß volumenvergrößernde Material sowie die eingesetzten im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe und ggf. die weiteren Wirkstoffe können weitere Hilfsstoffe enthalten.
Hierunter sind beispielsweise folgende Substanzen zu verstehen, die jedoch nicht limitierend für die vorliegende Erfindung sind: Wasserunlösliche Hilfsstoffe oder Gemische davon, wie Lipide, u. a. Fettalkohole, z. B. Cetylalkohol, Stearylalkohol und Cetostearylalkohol; Glyceride, z. B. Glycerinmonostearat oder Gemische von Mono-, Di- und Triglyceriden pflanzlicher Öle; hydrierte Öle, wie hydriertes Rizinusöl oder hydriertes Baumwollsamenöl; Wachse, z.B. Bienenwachs oder Carnaubawachs; feste Kohlenwasserstoffe, z. B. Paraffin oder Erdwachs; Fettsäuren, z. B. Stearinsäure; gewisse Cellulosederivate, z. B. Ethylcellulose oder Acetylcellulose; Polymere oder Copolymere, wie Polyalkylene, z. B. Polyäthylen, Polyvinylverbindungen, z. B. Polyvinylchlorid oder Polyvinylacetat, sowie Vinylchlorid-Vinylacetat- Copolymere und Copolymere mit Crotonsäure, oder Polymere und Copolymere von Acrylaten und Methacrylaten, z. B. Copolymerisate von Acrylsäureester und Methacrylsäuremethylester, verwendet werden.
Außer den genannten Hilfsstoffen können die Mittel gemäß der vorliegenden Erfindung zusätzlich Füll- Spreng-, Binde- und Gleitmittel sowie Trägerstoffe enthalten, die auf die Wirkstoffabgabe keinen entscheidenden Einfluss haben. Beispiele sind u. a. Betonit (Aluminiumoxid-Siliciumoxid-hydrat), Kieselsäure, Cellulose (üblicherweise mikrokristalline Cellulose) oder Cellulosederivate, z. B. Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose, Zucker, wie Lactose, Stärken, z.B. Maisstärke oder Derivate davon, z.B. Natriumcarboxymethylstärke, Stärkeleister, Phosphorsäuresalze, z. B. Di- oder Tricalcioumphosphat, Gelatine, Stearinsäure oder geeignete Salze davon, z. B. Magnesiumstearat oder Calciumstearat, Talk, kollodiales Siliciumoxid und ähnliche Hilfsstoffe.
Im folgenden sind Beispiele für erfindungsgemäße wirkstoffhaltige Formulierungen aus unterschiedlichen therapeutischen Klassen wiedergegeben, die jedoch nicht limitierend für die vorliegende Erfindung sind.
Beispiele für ACE-Hemmer sind: Benazepril, Captopril, Cilazapril, Enalapril, Fosinopril, Lisinopril, Perinodopril, Quinapril, Ramipril, Trandolopril.
Beispiele für Analeptika sind: Almitrin, Amiphenazol, Coffein, Doxapram, Etamivan, Fominoben, Metamfetamin, Nicethamid, Pentetrazol.
Beispiele für Analgetika (Opioide) sind: Alfentanil, Buprenorphin, Cetobemidon, Dextromoramid, Dextropropoxyphen, Fentanyl, Flupirtin, Hydromorphon, Levomethadon, Levorphanol, Meptazinol, Morphin, Nalbuphin, Oxycodon, Pentazocin, Pethidin, Piritramid, Tilidin, Tramadol.
Beispiele für Analgetika (Nicht -opioide) sind: Acetylsalicylsäure, Benzylmandelat, Bucetin, Ethenzamid, Ketorolac, Metamizol, Morazon, Paracetamol, Phenacetin, Phenazon, Propyphenazon, Salicylamid.
Beispiele für Anthelminthika sind: Albendazol, Diethylcarbamazin, Mebendazol, Praziquantel, Tiabendazol.
Beispiele für Antiallergika/Antihistaminika sind: Anatazolin , Astemizol, Azelastin, Bamipin, Brompheniramin, Buclizin, Carbinoxamin, Cetririzin, Chlorphenamin, Clemastin, Cyslizin, Cyproheptadin, Dimenhydramin, Doxylamin, Fexofenadin, Ketotifen, Loratadin, Mepyramin, Mizolastin, Nedrocromil, Oxatomid, Oxomemazin, Pheniramin, Phenyltoloxamin, Spagluminsäure, Terfenadin, Triprolidin.
Beispiele für Antiarrhythmmika sind: Ajmalin, Amiodaron, Aprindin, Chinidin, Disopyramid, Mexiletin, Procainamid, Propafenon, Tocainid.
Beispiele für Antibiotika/Chemotherapeutika sind: Amikacin, Gentamicin, Kanamycin,
Paromomycin, Sisomicin, Streptomycin Tobramycin, Chloroquin, Halofantrin, Hydroxychloroquin, Mefloquin, Proguanil, Ethambutol, Isoniazid, Rifabutin, Rifampicin, Cefacetril, Cefaclor, Cefadroxil, Cefalexin, Cefalotin, Cefamandol, Cefazolin, Cefixim, Cefmenoxim, Cefoperazon, Cefotaxim, Cefotetan, Cefotiam, Cefoxitin, Cefpodoxim (proxetil), Cefradin, Cefsulodin, Ceftazidim, Ceftizoxim, Ceftriaxon, Cefuroxim (axetil), Latamoxef, Cinoxacin, Ciprofloxacin, Enoxacin, Nalidixinsäure, Norfloxacin, Ofloxacin, Pipemidsäure, Rosoxacin, Clarithromycin, Erythromycin, Roxithromycin, Amoxicillin, Ampicillin, Apalcillin, Azidocillin, Aziocillin, Bacampicillin, Benzylpenicillin, Carbenicillin, Carindacillin, Dicloxacillin, Flucloxacillin, Mezlociliin, Oxacillin, Phenoxymethypenicillin, Piperacillin, Pivampicillin, Propicillin, Ticarcillin, Colistin, Teicoplanin, Vancomycin, Cotrimoxazol, Sulfametoxydiazin, Doxycyclin, Oxytetracylin, Tetracyclin, Atovaquon, Chloramphenicol, Fosfomycin, Imipenem, Metronidalzol, Nitrofurantoin, Pentamidin, Taurolidin, Trimethoprim.
Beispiele für Antidepressiva sind: Amitripytylin, Amitriptylinoxid, Clomipramin, Desipramin, Dibenzepin, Dosulepin, Doxepin, Fluoxetin, Fluvoyamin, imipramin, Lithiumsalze, Maprotilin, Nomifensin, Opipramol, Oxitriptan, Tranylcypromin, Trimipramin, Tryptophan.
Beispiele für Antidiabetika / Antihypoglykämika sind: Acarbose, Carbutamid, Chlorpropamid, Glibenclamid, Glibornurid, Gliclazid, Glimepirid, Glipizid, Gliquidon, Glisoxepid, Glymidin, Guar, Insulin, Metformin, Tolazamid, Tolbutamid.
Beispiele für Antidiarrhoika sind: Difenoxin, Diphenoxylat, Loperamid, Petin, Tannin.
Beispiele für Antidota sind: Flumazenil, Naioxon, Naltrexon.
Beispiele für Antiemetika sind: Alizaprid, Betahistin, Thiethylperazin.
Beispiele für Antiepileptika sind: Barbexaclon, Carbamazepin, Ethosuximid, Lamotrigin, Mepacrin, Mesuximid, Phenobarbital, Phenytoin, Primidon, Sultiam, Trimethadion, Valproinsäure, Vigabatrin.
Beispiele für Antifibrinolytika sind: Aminocapronsäure, 4- (Aminomethyl)benzoesäure, Tranexamsäure.
Beispiele für Antihypertensiva sind: Clonidin, Diazoxid, Doxazosin, Guanethidin, Hydralazin, Methyldopa, Moxonidin, Nitroprussidnatrium, Phentolamin, Prazosin, Reserpin, Tiamenidin, Urapidil.
Beispiele für Antihypotonika sind: Dih.ydroergotamin, Dobutamin, Dopamin, Etilefrin, Norepinephrin, Norfennefrin.
Beispiele für Antikoagulantia sind: Acenocoumarol, Dalteparin natrium, Enoxaparin, Heparin, Heparinoide Hirudin, Lepirudin, Nadroparin, Parnaparin, Phenprocoumon, Reviparin, Tinzaparin, Warfarin.
Beispiele für Antimykotika sind: Amorolfin, Amphotericin B, Bifonazol, Chlormidazol, Ciclopiroxolamin, Clotrimazol, Croconazol, Econazol, Fenticonalzol, Fluconazol, Griseofulvin, Isoconazol, Itraconazol, Ketoconazol, Miconazol, Naftifin, Naystatin, Omoconazol, Oxiconazol, Terbinafin, Terconazol, Tioconazol, Tolnaftat.
Beispiele für Antirheumatika sind: Acemetacin, Azapropazon, Benorilat, Bumadizon, Carprofen, Cholinsalicylat, Diclofenac, Diflunisal, Etofenamat, Felbinac, Fenbufen, Fenoprofen, Flufenaminsäure, Flurbiprofen, Ibuprofen, Indometacin, Isoxicam, Ketoprofen, Lonazolac, Mefenaminsäure, Meloxicam, Mofebutazon, Nabumeton, Naproxen, Nifenazon, Nifluminsäure, Oxyphenbutazon, Phenylbutazon, Piroxicam, Pirprofen, Proglumetacin, Pyrazinobutazon, Salsalat, Sulindac, Suxibuzon, Tenoxicam, Tiaprofensäure, Tolmetin, Auranofin, Aurothioglucose, Aurothiomalat, Aurothiopiypeptid, Chloroquin, Hydroxychloroquin, Penicillamin, Ademetionin, Benzydamin, Bufexamac, Famprofazon, Glucosamin, Oxaceprol.
Beispiele für Antitussiva sind: Benproperin, Butamirat, Butetamat, Clobutinol, Clofedanol, Codein, Dextromethorphan, Dihydrocodein, Hydrocodon, Isoaminil, Natriumdibunat, Noscapin, Oxeladin, Pentoxyverin, Pholcodin, Pipazetat.
Beispiele für Appetitzügler sind: Amfepramon, Fenfluramin, Fenproporex, Levopropylhexedrin, Mazindol, Mefenorex, Metamfepramon, Norephedrin, Norpseudoephedrin.
Beispiele für Beta-Rezeptorenblocker sind: Acebutolol, Alprenolol, Atenolol, Betaxolol, Bisoprolol, Bopindolol, Bupranolol, Carvedilol, Celiprolol, Labetalol, Levobunolol, Mepindolol, Metipranolol, Metoprolol, Nadolol, Oxprenolol, Penbutolol, Pindolol, Propranolol, Sotalol.
Beispiele für Bronchospasmolytika / Antiasthmatika sind: Bambuterol,
Carbuterol, Clenbuterol, Epinephrin, Fenoterol, Hexoprenalin, Ipratropiumbromid, Isoetarin, Orciprenalin, Oxitropiumbromid, Pirbuterol,
Procaterol, Reproterol, Salbutamol, Salmeterol, Terbutalin, Theopohyllin, Tolubuterol.
Beispiele für Calciumantagonisten sind: Amlodipin, Felodipin, Isradipin, Nicardipin, Nifedipin, Nilvadipin, Nitrendipin, Nisoldipin, Verapamil.
Beispiele für Cholagoga sind: Anetholtrithion, Azintamid, Chenodeoxycholsäure, Dehydrocholsäure, Hymecromon, Piprozolin, Ursodeoxycholsäure.
Beispiele für Cholinergika / Cholinolytika sind: Aceclidin, Acetylocholin,
Carbachol, Cyclopentolat, Distigmin, Edrophonium, Emepronium,
Homatropin, Methanthelin, Neostigmin, Pilocarpin, Propanthelin, Propiverin, Pyridostigmin, Tropicamid.
Beispiele für Diuretika sind: Acetazolamid, Amilorid, Bendroflumethiazid,
Bumetanid, Chlorothiazid, Chlortalidon, Clopamid, Etacrynsäure, Furosemid, Hydrochlorothiazid, Triamteren, Xipamid.
Beispiele für Durchblutungsfördernde Mittel / Nootropika sind: Buflomedil, Buphenin, Dextran 40, Dihydroergotoxin, lloprost, Meclofenoxat, Nicergolin, Nicotinsäure, Pentifyllin, Piracetam, Piribedil, Pyritinol, Tolazolin, Viquidil.
Beispiele für Enzyme / Inhibitoren / Transportproteine sind: Antithrombin III, Aprotinin, Carnitin, Clavulansäure, Dornase alfa, Sulbactan.
Beispiele für Expektorantia sind: Acetylcystein, Ambroxol, Bromhexin.Carbocistein, Colfosceril, Surfactant (aus Rinderleber), Surfactant (aus Schweinelunge).
Beispiele für Gichtmittel sind: Allopurinol, Benzbromaron, Colchicin, Probeneeid, Sulfinpyrazon.
Beispiele für Glukokortikoide sind: Betamethason, Budesonid, Cloprednol, Cortison, Dexamethason, Flunisolid, Fluticason, Hydrocortison, Methylprednisolon, Paramethason, Prednisolon, Prednison, Prednyliden, Triamcinolon.
Beispiele für Hämostyptika sind: Adreaion, Blutgerinnungsfaktor VII, Blutgerinnungsfaktor VIII, Blutgerinnungsfaktor IX, Blutgerinnungsfaktor XIII, Carbazochrom, Etamsylat, Fibrinogen, Kollagen, Menadiol, Menadion, Protamin, Somatostain, Thrombin, Thromboplastin.
Beispiele für Hypophysen-/Hypothalamus-Hormone und - Hemmstoffe sind: Argipressin, Choriongonadotrophin, Desmopressin, Felypressin, Gonadorelin, Lypressin, Menotropin, Omipressin, Quinagolid, Terlipressin, Thyrotrophin.
Beispiele für Immuntherapeutika und Zytokine sind: Aldesleukin, Azathioprin, BCG, Ciclosporin, Filgrastim, Interferon alfa, Interferon beta, lnterleukin-2, Muromonab-CD3, Tacrolismus, Thymopentin, Thymostimulin.
Beispiele für Kardiaka sind:Acetyldigitoxin, Acetylödiagoxin, Convallatoxin, Digitoxin, Digoxin, Gitoformat, Lanatosid, Meproscillarin, Metildigoxin, Pengitoxin, Peruvosid, Proscillaridin, Strophanthin, Thevetin, Amrinon, Enoximon, Milrinon,
Beispiele für Koronarmittel sind: Carbocromen, Isosorbiddinitrat, Nitroglycerin, Pentaerythrityltetranitrat.
Beispiele für Laxantia sind: Bisacodyl, Dantron, Docusat, Glycerol, Lactulose, Magnesiumsulfat, Natriumpicosulfat, Natriumsulfat, Paraffinum subliqiudum,
Phenolphthalein, Rizinusöl, Sorbitol.
Beispiele für Lebertherapeutika sind: Cholin, Citiolon, Myo-Inositol, Silymarin.
Beispiele für Lipidsenker sind: Acipimox, Bezafibrat, Clofibrat, Etofibrat, Fluvastin, Lovastatin, Pravastatin, Simvastin.
Beispiele für Lokalanästhetika sind: Articain, Benzocain, Bupivacain, Butanilicain, Chlorethan, Cinchocain, Cocain, Etidocain, Fomocain, Lidocain, Mepivacain, Myrtecain, Oxetacain, Oxybuprocain, Polidocanol, Prilocain, Procain, Proxymetacain, Quinisocain, Tetracain.
Beispiele für Magen- /Darm-Mittel sind: Bismutsubcitrat, Bromoprid, Garbenoxolon, Cimetidin, Domperidon, Famotidin, Metoclopramid, Nizatidin, Omeprazol, Proglumid, Ranitidin, Roxatidin, Sucralfat, Sulfasaiazin.
Beispiele für Migränemittel sind: Ergotamin, Lisurid, Naratriptan, Pizotifen, Sumatriptan, Zolmitriptan.
Beispiele für Muskelrelaxantia sind: Alcuronium, Atracurium, Baclofen, Carisoprodol, Chlormezanon, Clostridiumtoxin botulinum Toxin A, Beispiele für Nebenschilddrüsen-Therapeutika/Calciumstoffwechsel- Regulatoren sind: Clodronsäure, Dihydrotachysterol, Glandulae parathyreoideae, Pamidronsäure.
Beispiele für Neuroleptika sind: Benperidol, Chlorpromazin, Droperidol, Flugheanzin, Haloperidol, Melperon, Promethazin, Zuclopenthixol.
Beispiele für Parkinson-Mittel sind: Amantadin, Benserazid, Benzatropin, Biperiden, Bornaprin, Bromocriptin, Cabergolin, Carbidopa, Diphydroergocriptin, Levodopa, Metixen, Pergolid, Pramipexol, Ropinirol, Tolcapon.
Beispiele für Psychostimulantia sind: Amfetaminil, Deanol, Fencamfamin, Fenetyliin, Kavain, Methylphenidat, Pemolin, Prolintan.
Beispiele für Schilddrüsen-Therapeutika sind: Carbimazol, Glandulae thyreoideae, Jod, Jodid, Levothyroxin, Liothyronin, Methylthiouracil, ■ Perchlorat, Proloniumjodid, Propylthiouracil, Radio-Jod, Thiamazol.
Beispiele für Sedativa/Hypnotika sind: Amobarbital, Chloralhydrat, Clomethiazol, Glutethimid, Hexobarbital, Methaqualon, Methyprylon, Pentobarbital, Scopolamin, Secbutabarbital, Secobarbital, Vinylbital, Zolpidem, Zopiclon.
Beispiele für Sexualhormone sind: Chlorotrianisen, Clomifen, Clostebol, Cyproteron, Drostanolon, Epimestrol, Estradiol, Estriol, Estron, Ethinylestradiol, Flutamid, Fosfestrol, Konjugierte Estrogene, Medroxyprogesteron, Mesterolon, Mestranol, Metenolon, Methyltestosteron, Nandrolon, Oxymetholon, Polyestradiophosphat, Quinestrol, Stanozolol, Testosteron.
Beispiele für Spasmolytika sind: Atropin, Butylscopolamin, Flavoxat, Glycopyrronium, Mebeverin, Methyiscopolamin, Oxybutynin, Tiropramid, Trospiun.
Beispiele für Thrombozytenaggregationshemmer sind: Abciximab, Acetylsalicylsäure, Dipyridamol, Ticlopidin.
Beispiele für Transquilizer sind: Alprazolam, Bromazepam, Brotizolam, Buspiron, Camazepam, Chlordiazepoxid, Clobazam, Clonazepam, Clorazepat, Clotiazepam, Diazepam, Flunitrazepam, Flurazepam, Hydroxyzin, Ketazolam, Loprazolam, Lorazepam, Lormetazepam, Medazepam, Meprobamat, Metaclazepam, Midazolam, Nitrazepam, Oxazepam, Oxazolam, Prazepam, Temazepam, Tetrazepam, Triazolam.
Beispiele für Urologika sind: Finasterid.
Beispiele für Varia sind: Dapiprazol, Diethyltoluamid, Liponsäure.
Beispiele für Venenmittel sind: Aescin, Calcium Dobesilat, Cumarin, Diosmin, Rutosid, Troxerutin.
Beispiele für Virustatika sind: Aciclovir, Cidofovir, Didanosin, Famciclovir, Foscarnet, Ganciclovir, Lamivudin, Ritonavir, Zalcitabin, Zidovudin.
Beispiele für Vitamine sind: Alfacalcidol, Allithiamine, Ascorbinsäure, Biotin, Calcifediol, Calcitriol, Colecalciferol, Cyanocobalamin, Ergocalciferol, Folsäure, Hydroxocobalamin, Nicotinamid, Pantothensäure, Phytomenadion, Pyridoxin, Retinol, Riboflavin, Thiamin, Tocopherol, Transcalcifediol.
Beispiele für Zytostatika sind: Aclarubicin, Altretamin, Aminoglutethimid, Amsacrin, Asparaginase, Bleomycin, Buserelin, Busulfan, Carbopiatin,Camnustin, Chlorambucil, Cladribin, Cisplatin, Cyclophosphamid, Cytarabin, Dacarbazin, Daunorubicin, Diethylstilbestrol, Docetaxel, Doxorubicin, Epirubicin, Etoposid, Fludarabin, Fluorouracil,
Gemcitabin, Goserelin, Hydroxycarbamid, Idarubicin, Ifosfamid, Lomustin, Melphalan, Mercaptopurin, Mesna, Methotrexat, Miltefosin, Mitomycin, Mitoxantron, Panorex, Paclitaxel, Plicamycin, Tamoxifen, Tegafur, Thiotepa, Tioguanin, Topotecan, Triptorelin, Vinblastin, Vincristin, Vindesin, Zorubicin.
Die genannten Wirkstoffe können erfindungsgemäß in Form eines Pulvers, einer Paste, einer Folie, als Lösung, als Schmelze vorliegen und werden auf das Trägermaterial vorzugsweise unter Einsatz der bezeichneten Haftvermittler aufgebracht. Die beschriebenen Wirkstoffe und/oder im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe können zusätzlich auch in das Trägermaterial eingebracht sein.
Unter Umständen kann je nach Art des Aufbaus des Mittels, d. h. Auf-, An- oder Einbringungsart der Wirkstoffe, zusätzlich eine retardierte Wirkstofffreisetzung bzw. langanhaltende, zeitverzögerte Dosierung erzielt werden.
Wie bereits oben dargelegt, kann durch die Auswahl der vorzugsweise eingesetzten Haftvermittler sichergestellt werden, daß sich die auf das
Trägermaterial aufgebrachten im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe und/oder ggf. die weiteren Wirkstoffe im Magen auflösen und ggf. direkt in den
Magen gelangen. Daneben können weitere Wirkstoffschichten vorhanden sein, die ggf. über Haftvermittler mit der jeweils darunter liegenden Wirkstoffschicht verbunden sind. Auf diese Art kann eine Kombination von
Wirkstoffen erreicht werden, die sich unter den Bedingungen des
Magenmilieus lösen und ggf. direkt im Darm ihre Wirkung zu entfalten vermögen, während das Trägermaterial infolge seiner
Volumenvergrößerung im Magen verbleibt und dort einen Sättigungseffekt bewirkt. Je nach Art des Wirkstoffs ist es aber auch möglich, daß dieser sich zumindest teilweise im Magen löst und so nur teilweise oder gar nicht
in den Darm gelangt. Bei Beaufschlagung des Trägerstoffs durch zusätzliche Wirkstoffe sind weitere beliebige Behandlungen durchführbar. Unter anderem kann bei retardierender Freisetzung eine Depotwirkung zusätzlich erzielt werden. Ebenso sind mehrschichtige Wirkstoffaufbauten denkbar, bei denen teilweise die Haftvermittler sich im Magen lösen und teilweise nicht lösen.
Auf diese Weise lassen sich beliebige Wirkstoffkombinationen herstellen, die z. T. im Magen und z. T. im Darm ihre Wirkung entfalten.