Ausbruchsventilanordnung
B E S C H R E I B U N G
Die Erfindung betrifft eine Ausbruchsventilanordnung, d.h. einen sogenannten Blo- wout-Preventer (BOP) mit einem durch wenigstens eine Absperreinrichtung verschließbaren Verbindungskanal, wobei die Absperreinrichtung quer zum Verbindungskanal mittels einer Antriebseinrichtung verschiebbar ist.
Eine solche Ausbruchsventilanordnung wird sowohl bei terrestrischen als auch maritimen Erdöl- oder Erdgasbohrungen verwendet. Die Ausbruchsventilanordnung dient dazu, einen unkontrollierten Ausbruch des unter hohem Druck entlang von Förderleitungen geförderten Erdöl- oder Erdgas zu verhindern. Dazu weist die Ausbruchsventilanordnung wenigstens eine Absperreinrichtung auf. Ein Verbindungskanal der Ausbruchsventilanordnung ist in der Förderleitung angeordnet, wobei auch durch diesen Verbindungskanal das geförderte Erdöl oder Erdgas durchtritt. Die Absperreinrichtung ist quer zum Verbindungskanal verschiebbar und wird notfalls mittels einer Antriebseinrichtung so weit in Richtung Verbindungskanal verschoben, dass dieser verschlossen ist und ein unkontrollierter Ausbruch von Erdöl oder Erdgas verhindert wird.
Die Antriebseinrichtung bei der aus der Praxis bekannten Ausbruchsventilanordnung arbeitet hydraulisch. Dadurch muß die Ausbruchsventilanordnung über ein entsprechendes Leitungssystem zur Versorgung mit Hydraulik-Fluid verfügen und es müssen außerhalb der Ausbruchsventilanordnung entsprechende hydraulische Einrichtungen zum Betrieb dieser Ausbruchsventilanordnung, weiterer dieser Anordnungen oder auch weiterer Vorrichtungen zur Erdöl- und Erdgasförderung angeordnet seien. Dadurch ist die Antriebseinrichtung recht aufwendig.
Weiterhin von Nachteil ist in diesem Zusammenhang, dass zwar durch eine hydraulische Antriebseinrichtung eine große Kraft aufgebracht werden kann, diese allerdings nicht genau kontrollierbar ist. So kann es vorkommen, dass die Absperreinrichtung entweder nicht dicht genug absperrt oder aber zu fest absperrt, so dass sie kaum wieder geöffnet werden kann. Außerdem ist mit einer hydraulischen Antriebseinrichtung ein langsames und teilweises Öffnen der Absperreinrichtung nicht immer möglich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Ausbruchsventilanordnung der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass diese exakt und in einfacher Weise ferngesteuert betätigbar ist und gleichzeitig ein unbeabsichtigtes Öffnen der Absperreinrichtung zuverlässig verhindert ist. Diese Aufgabe wird im Zusammenhang mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass die Antriebseinrichtung wenigstens zwei einzeln oder synchron betreibbare elektrische Motoren und eine Getriebeeinrichtung mit zumindest einer selbsthemmenden Getriebeeinheit aufweist, welche Getriebeeinheit zum Verschieben der Absperreinrichtung mit beiden elektrischen Motoren antriebsverbunden ist.
Durch die elektrische Betätigung der Ausbruchsventilanordnung können entsprechend aufwendige Leitungssysteme für ein Hydraulikfluid, diese Leitungen versorgende externe Leitungen, eine Hydraulikfluidquelle und dergleichen durch eine elektrische Antriebseinrichtung ersetzt werden. Diese ist in einfacher Weise über elektrische Zuleitungen versorgbar und insbesondere von entfernter Stelle steuerbar. Die elektrischen Motoren können einzeln und redundant oder auch synchron und gleichzeitig betrieben werden. Durch die selbsthemmende Getriebeeinheit der Getriebeeinrichtung wird zuverlässig verhindert, dass beispielsweise bei Abschalten der elektrischen Motoren die Absperreinrichtung unbeabsichtigt geöffnet wird. Erst nach Aufbringen eines entsprechenden Lösemoments durch die oder den elektrischen Motor wird die Selbsthemmung aufgehoben und die Absperreinrichtung ist zum teilweisen oder vollständigen Öffnen des Verbindungskanals verschiebbar.
Um in einfacherweise exakt zu steuernde und bezüglich Drehmoment und Geschwindigkeit zu überwachende elektrische Motoren zu erhalten, können diese als Servomotor, insbesondere als Gleichstrom-Servomotor ausgebildet sein. Solche Motoren zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit und hohe Effektivität aus.
Um die elektrischen Motoren auch separat und redundant steuern und kontrollieren zu können, kann jeder elektrische Motor mit einer separaten Steuereinrichtung elektrisch verbunden sein.
Die selbsthemmende Getriebeeinheit kann in unterschiedlicherweise aufgebaut sein. Ein Beispiel ist ein Planetenradgetriebe oder dergleichen. Damit die Getriebeeinheit einfach und zuverlässig ist, kann diese ein Schneckengetriebe aus wenigstens Schnecke und Schneckenrad sein, wobei das Schneckenrad der Absperreinrichtung und die Schnecke den elektrischen Motoren zugeordnet ist. Ein solches Schneckengetriebe ist von sich aus selbsthemmend, wobei die Selbsthemmung auch in beide Verstellrichtungen des Getriebes realisiert sein kann.
Um durch die elektrischen Motoren die Schnecke direkt antreiben zu können, kann die Schnecke auf einer Schneckwelle angeordnet sein, die mit beiden elektrischen Motoren antriebsverbunden ist.
Eine mögliche Anordnung der elektrischen Motoren kann darin gesehen werden, dass diese hintereinander auf einer Seite der Schnecke auf der Schneckenwelle angeordnet sind. Eine weitere Anordnungsmöglichkeit kann darin gesehen werden, dass die elektrischen Motoren mit gegenüberliegenden Wellenenden der Schneckenwelle antriebsverbunden sind.
Im einfachsten Fall und ohne Verwendung zusätzlicher Motorwellen, die gegebenenfalls mit der Schneckenwelle zu verbinden sind, kann jedes Wellenende der Schneckenwelle mit einem der elektrischen Motoren als dessen Motorwelle drehfest verbunden sein.
Um eine noch höhere Übersetzung und die Übertragung eines noch höheren Drehmoments bzw. einer höheren Kraft durch die elektrischen Motoren auf die Absperreinrichtung zu ermöglichen, kann die Getriebeeinrichtung wenigstens einen Gewindetrieb aus zumindest Gewindetriebmutter und Umlaufspindel aufweisen, wobei das Schneckenrad mit Gewindetriebmutter oder Umlaufspindel drehfest verbunden ist.
Ein Beispiel für einen solchen Gewindetrieb ist ein Kugelgewindetrieb. Dabei ist die Gewindetriebmutter als Kugelgewindetriebmutter und die Umlaufspindel als Kugelumlaufspindel ausgebildet.
Um einen Gewindetrieb mit hoher Tragfähigkeit, langer Lebensdauer, höchster Zuverlässigkeit und für widrige Umgebungsbedingungen zu erhalten, kann der Gewindetrieb ein Rollengewindetrieb sein.
Um die Tragfähigkeit des Gewindetriebs weiter zu erhöhen und diesen sehr robust zu konstruieren, kann der Rollengewindetrieb ein Planetenrollengewindetrieb sein.
Bei der aus der Praxis bekannten Ausbruchsventilanordnung weist die Absperreinrichtung wenigstens ein Absperrelement in Form eines Absperrkeils oder eines Absperrbackens auf. Erfindungsgemäß kann die Konstruktion dadurch vereinfacht werden, dass die Umlaufspindel des Gewindetriebs mit dem Absperrelement der Absperreinrichtung verbunden ist.
Um die Ausbruchsventilanordnung noch kompakter gestalten zu können und um auf eventuelle Zwischenteile zwischen Umlaufspindel und Absperrelement verzichten zu können, kann die Umlaufspindel als Teil der Absperreinrichtung ausgebildet sein und an ihrem dem Verbindungskanal zuweisenden Ende das Absperrelement aufweisen. Dabei können Umlaufspindel und Absperrelement lösbar miteinander verbunden sein.
Bei einem Ausführungsbeispiel einer Ausbruchsventilanordnung ist das Absperrelement in einem entsprechenden Vorrichtungsgehäuse quer zum Verbindungskanal gelagert und mit der Umlaufspindel verbunden. Um die Umlaufspindel in einfacher Weise zusammen mit dem Absperrelement in Richtung Verbindungskanal verschieben zu können, kann die Gewindetriebmutter in dem Vorrichtungsgehäuse drehbar, aber achsial unverschieblich gelagert sein. Auf die Gewindetriebmutter wird über das Schneckengetriebe eine Drehbewegung übertragen und durch diese in Zusammenwirkung mit der Umlaufspindel in eine Linearbewegung aufgrund der achsialen Festlegung der Gewindetriebmutter im Vorrichtungsgehäuse umgesetzt.
Um handelsübliche Gewindetriebe und entsprechende Gewindetriebmuttern verwenden zu können, können entsprechende Anpassungen relativ zum Vorrichtungsgehäuse insbesondere dadurch erreicht werden, dass die Gewindetriebmutter in einer Lagerhülse drehfest angeordnet ist, die im Vorrichtungsgehäuse drehbar, aber achsial unverschieblich gelagert ist. Die Lagerhülse dient im wesentlichen als Adapter zum
Anordnen der Gewindetriebmutter im Vorrichtungsgehäuse, wobei die Verbindung von Lagerhülse und Gewindetriebmutter beispielsweise durch Aufschrumpfen oder auch lösbare Befestigung der Gewindetriebmutter innerhalb der Lagerhülse erfolgen kann. Die Innenabmessungen der Lagerhülse können zur Aufnahme unterschiedlicher Gewindetriebmuttern variiert werden, während die entsprechenden Außenabmessungen der Lagerhülse immer für das entsprechende Vorrichtungsgehäuse vorkonfektioniert sind.
Um die durch das Schneckengetriebe von den elektrischen Motoren übertragene Antriebskraft möglichst direkt auf die Gewindetriebmutter zu übertragen, kann das Schneckenrad mit der Gewindetriebmutter und/oder der Lagerhülse drehfest verbunden sein. Dadurch besteht insbesondere die Möglichkeit, das Schneckengetriebe sehr nahe zum Gewindetrieb anzuordnen. Natürlich besteht ebenfalls die Möglichkeit, Gewindetriebmutter und/oder Lagerhülse mit einer Außenverzahnung zu versehen oder zu verbinden, mit der eine entsprechende Außenverzahnung des Schneckenrades in Eingriff ist. Bezüglich des Schneckenrades sei noch angemerkt, dass das Schneckenrad beispielsweise ein Globoidrad oder ein Stirnrad und entsprechend die Schnecke eine Zylinderschnecke oder eine Globoidschnecke sein kann.
Eine einfache Möglichkeit zur drehbaren Lagerung der Lagerhülse mit Gewindetriebmutter und gleichzeitig zur achsialen Fixierung von beiden kann darin gesehen werden, wenn die Lagerhülse mittels wenigstens eines Achsiallagers im Vorrichtungsgehäuse drehbar gelagert ist. Das Achsiallager kann ein Rollenlager und insbesondere auch ein Pendelrollenlager sein. Letzteres kann neben hohen Radialkräften auch entsprechend hohe Achsialkräfte aufnehmen.
Um die elektrischen Motoren unabhängig vom Vorrichtungsgehäuse anzuordnen und den Zugang zu diesen zu vereinfachen, können die elektrischen Motoren beidseitig zum Vorrichtungsgehäuse und insbesondere in an diesem anflanschbaren Motorgehäusen angeordnet sein.
Um die Schneckenwelle im Vorrichtungsgehäuse und nah benachbart zum Gewindetrieb unterbringen zu können, kann die Schneckenwelle in einer in etwa tangential zur Umlaufspindel und Gewindetriebmutter aufnehmenden Längsbohrung des Vorrich-
tungsgehäuses ausgebildeten Querbohrung drehbar gelagert sein. Seitlich an diese Querbohrung können sich die entsprechenden Motorgehäuse zur Aufnahme der elektrischen Motoren anschließen.
Um insbesondere bei dem hohen Druck bei der Erdölförderung, der bis zu mehreren 100 bar betragen kann, ein sicheres Absperren des Verbindungskanals zu ermöglichen, können zwei aufeinander zubewegbare Absperrelemente im Vorrichtungsgehäuse gelagert und jedem Absperrelement wenigstens ein Gewindetrieb, ein Schneckengetriebe und zwei elektrische Motoren zugeordnet sein. Durch entsprechende Synchronisierung der Bewegung sind beide Absperrelemente gleichzeitig und synchron zueinander zum Verschließen des Verbindungskanals aufeinander zubewegbar. Entsprechend ist es möglich, die Absperrelemente durch die elektrischen Antriebseinrichtungen langsam und teilweise oder auch vollständig aus ihrer Absperrstellung zum Öffnen des Verbindungskanals zurückzubewegen.
Um eine noch höhere Kraft zum Absperren der Ausbruchsventilanordnung aufbringen zu können, kann jedes Absperrelement mit einer Vorschubwelle insbesondere lösbar verbunden sein, welche an ihrem von dem Absperrelement fortweisenden Endabschnitt mit einem quer zu ihrer Längsachse angeordneten Querträger verbunden ist, der beidseitig zur Vorschubwelle mit einem linken und einem rechten Gewindetrieb verbunden ist. Dadurch ist der Querträger gleichzeitig durch zwei Gewindetriebe bewegbar. Die Bewegungen der beiden Gewindetriebe kann durch Verbindungen mit einem Schneckengetriebe und diesem zugehörigen zwei Elektromotoren erfolgen.
Um allerdings die Krafteinwirkung über die Gewindetriebe erheblich zu erhöhen, können linkem und rechtem Gewindetrieb jeweils ein Schneckengetriebe und zwei elektrische Motoren zugeordnet sein.
Bei einer Ausbruchsventilanordnung mit zwei aufeinander zu bewegbaren Absperrelementen könnten in diesem Fall vier Gewindetriebe, vier Schneckentriebe und insgesamt acht elektrische Motoren eingesetzt werden. Um den Aufbau allerdings zu vereinfachen, kann beispielsweise das dem linken Gewindetrieb zugeordnete Schneckenrad in etwa mittig zwischen zwei Umlaufspindel angeordnet und mit diesen drehfest verbunden sein, wobei die Gewindesteigungen der Umlaufspindel entgegenge-
setzt sind und auf jeder Umlaufspindel eine Gewindetriebmutter angeordnet ist, welche entsprechend mit dem jeweiligen Querträger der aufeinander zu bewegbaren Absperrelement verbunden ist. Auf diese Weise sind für die linken und rechten Gewindetriebe der zwei Absperrelemente nur zwei Schneckengetriebe mit jeweils zwei e- lektrischen Motoren notwendig. Dabei dient jeweils ein Schneckengetriebe zur Betätigung von zwei linken bzw. entsprechend zwei rechten Gewindetrieben.
Die über die Gewindetriebe erzeugte Linearbewegung wird über die Querträger auf die beiden aufeinander zu bewegbaren Absperrelemente übertragen. Bei dem vorangehend geschilderten Ausführungsbeispiel ist das Schneckenrad drehfest mit den Umlaufspindeln verbunden, so dass entsprechend die Gewindetriebmutter die Linearbewegung ausführt. Um eine Drehung der Gewindetriebmutter in diesem Zusammenhang zu verhindern, kann die Gewindetriebmutter entlang der Umlaufspindel in einem Getriebegehäuse drehfest in Längsrichtung der Umlaufspindel geführt sein.
Um die Linearbewegung der Gewindetriebmutter entlang der Umlaufspindel in einfacher Weise auf eine entsprechende Linearbewegung der Querträger zu übertragen, kann die Gewindetriebmutter in einer im wesentlichen rohrförmigen Aufnahmehülse befestigt sein, die wenigstens einen drehfest entlang des Getriebegehäuses verschiebbaren Gleitabschnitt aufweist. Die rohrförmige Aufnahmehülse kann mit ihrem freien Ende am Querträger befestigt sein. Die drehfeste Lagerung der Gewindetriebmutter erfolgt in diesem Zusammenhang nicht durch eine direkte Einwirkung zwischen Gewindetriebmutter und Getriebegehäuse, sondern über die drehfeste Führung des Gleitabschnitts der Aufnahmehülse.
Die Konstruktion kann in diesem Zusammenhang weiterhin dadurch vereinfacht werden, dass gegebenenfalls der Gleitabschnitt an dem der Umlaufspindel zuweisenden Ende der Aufnahmehülse ausgebildet und in diesem die Gewindetriebmutter drehfest gehalten ist. Auf diese Weise sind Aufnahmehülsen mit möglichst geringer Länge verwendbar.
Die drehfeste Halterung kann in einfacher Weise dadurch realisiert werden, wenn der Gleitabschnitt im wesentlichen viereckig entsprechend zu einem Querschnitt einer
Führungsbohrung des Getriebegehäuses ist. Eine Möglichkeit für einen solchen viere- ckien Querschnitt ist beispielsweise eine quadratische oder rechteckige Form.
Um ein Verkanten des Gleitabschnitts innerhalb der Führungsbohrung zu verhindern und gleichzeitig die Reibung beim Gleiten des Gleitabschnitts entlang der Führungsbohrung zu vermindern, können auf insbesondere allen vier Außenseiten des Gleitabschnitts Gleitplatten angeordnet sein. Diese gleiten entlang entsprechender Innenseiten der Führungsbohrung und setzen so die Reibung bei der Verschiebung der Aufnahmehülse entlang des Getriebegehäuses herab.
Eine Aufnahmehülse ausreichender Festigkeit kann insbesondere dadurch erhalten werden, wenn die Aufnahmehülse bis auf ihren Gleitabschnitt einen im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist und aus einem Ende des Getriebegehäuses hervorsteht und dort mit ihrem freien Ende an dem Querträger insbesondere lösbar befestigt ist.
Eine einfache Art der Befestigung von Aufnahmehülse und Querträger kann darin gesehen werden, dass das Ende der Aufnahmehülse und Querträger miteinander verschraubt sind.
Um bei der seitlichen Anordnung der elektrischen Motoren zum Vorrichtungsgehäuse diese in einfacher Weise unterbringen zu können und separat zugänglich machen zu können, können die elektrischen Motoren insbesondere paarweise in einem sich quer und im wesentlichen tangential zum Getriebegehäuse erstreckenden Motorgehäuse angeordnet sein.
Um das Schneckenrad in einfacher Weise mit den beiden zugeordneten Umlaufspindeln drehfest verbinden zu können, kann das Schneckenrad auf einer Verbindungsdrehhülse drehfest angeordnet sein und an deren beiden Enden können Enden der Umlaufspindel mit entgegengesetzter Gewindesteigung befestigt sein. Die Verbindungsdrehhülse erlaubt außerdem Schneckenräder größeren Durchmessers, so dass die Übersetzung weiter vergrößert werden kann. Außerdem erlauben die Verbindungsdrehhülsen eine einfache Befestigung der Umlaufspindel, indem diese bei-
spielsweise mit ihren der Verbindungsdrehhülse zuweisenden Enden in dieser eingeschraubt werden.
Bei einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Ausbruchsventilanordnung, bei der die elektrischen Motoren gleichzeitig eingesetzt werden, ist eine entsprechende Synchronisierung der Bewegungen der Motoren notwendig. Eine im wesentlichen mechanisch bedingte Synchronisierung ist aus Fertigungsgründen äußerst schwierig, da Abweichungen beim Aufbau der Motoren, der Schneckenwelle, der Schnecke, des Scheckenrades, der Gewindetriebe usw. kaum zu verhindern sind. Eriϊndungsgemäß erfolgt daher die Synchronisierung der elektrischen Motoren software-mäßig über insbesondere deren Steuereinrichtungen.
Eine einfache Möglichkeit zur software-mäßigen Synchronisierung kann darin gesehen werden, dass ein elektrischer Motor als Master und die übrigen elektrischen Motoren als Slaves oder auch alle elektrischen Motoren als Master geschaltet sind.
Im folgenden werden vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der in der Zeichnung beigefügten Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Draufsicht auf eine auseinandergezogen dargestellte Ausbruchsventilanordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
Fig. 2 eine Seitenansicht einer im Schnitt dargestellten Antriebseinrichtung mit Getriebe für die Ausbruchsventilanordnung nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Seitenansicht nach Fig. 2 mit zusätzlichem Vorrichtungsgehäuse und Aufnahmehülsen;
Fig. 4 einen Schnitt durch das Vorrichtungsgehäuse nach Fig. 3;
Fig. 5 einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer Ausbruchsventilanordnung, und
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie Vl-Vl in Fig. 5.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Draufsicht von schräg oben auf eine auseinandergezogene Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Ausbruchsventilanordnung 1. Diese weist entlang einer Längsachse 29 mittig ein Vorrichtungsgehäuse 36 auf, in dem ein Verbindungskanal 3 ausgebildet ist. Dieser bildet bei Einsetzen der Ausbruchsventilanordnung 1 in eine Förderleitung beispielsweise bei der Erdölförderung einen Teil der Förderleitung, durch den das geförderte Erdöl hindurchfließt.
Quer zum Verbindungskanal 3 erstreckt sich im Vorrichtungsgehäuse 36 eine Absperrbohrung 90, in der zwei aufeinander zu verschiebbare Absperrelemente 34, 43, als Teil einer Absperreinrichtung 2, gelagert sind. Die Absperrelemente 34, 43 sind durch Absperrbacken gebildet, die im Bereich des Verbindungskanals 3 ineinander greifen und diesen vollständig abschließen.
Auf ihren dem Verbindungskanal 3 gegenüberliegenden Rückseiten sind die Absperrelemente 34, 43 mit Vorschubwellen 44, 45 lösbar verbunden. An einem dem jeweiligen Absperrelement zuweisenden Ende der Vorschubwellen ist ein Anschlußadapter 79 angeordnet, über den Vorschubwelle und Absperrelement miteinander befestigbar sind. Die Vorschubwellen erstrecken sich ebenfalls in Richtung der Längsachse 29 durch Gehäusedeckel 74, 75 hindurch und enden außerhalb von in etwa V-förmigen Bügeln 76, 77. Diese sind an den Gehäusedeckeln 74, 75 mit Enden ihrer V-Schenkel befestigt. Die Gehäusedeckel 74, 75 sind mit dem Vorrichtungsgehäuse 36 über Schraubbolzen 78 und entsprechende, nicht dargestellte Muttern befestigbar.
Innerhalb der Endbügel 76, 77 steht von den Vorschubwellen 44, 45 quer zur Längsachse 29 ein Joch 67 als Querträger 48, 49 ab. Dieses Joch weist in seinen beiden außenliegenden Enden Bohrungen auf, in die Enden 63, 64, 65, 66 von Aufnahmehülsen 54 gegebenenfalls teilweise einsetzbar und durch Schraubbolzen dort befestigbar sind.
Die Aufnahmehülsen 54 erstrecken sich parallel zur Längsachse 29 und weisen deren Enden 63 bis 66 gegenüberliegend einen im Durchmesser vergrößerten Gleitabschnitt
55, 56 auf. In diesem vorzugsweise im Querschnitt viereckigen Gleitabschnitt 55, 56 ist eine Gewindetriebmutter 25 bis 28 drehfest gehalten. Die entsprechenden Gewindetriebmuttern 25 bis 28 bilden einen Teil von Gewindetrieben 21 bis 24. In den Gewindetriebmuttern 25 bis 28 ist jeweils eine Umlaufspindel 30 bis 33 drehbar gelagert.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel erstrecken sich die jeweiligen Umlaufspindeln 30 bis 33 von der Gewindetriebmutter 25 bis 28 bis zu Schneckenrädern 15, 16. Diese sind mit beiden in jeweils in Richtung Längsachse 29 benachbarten Umlaufspindeln 30, 31 bzw. 32, 33 drehfest verbunden.
Die Schneckenräder 15, 16 bilden jeweils einen Teil von Getriebeeinheiten 8 bildenden Schneckengetrieben 11 , 12. Der andere Teil des Schneckengetriebes ist durch eine entsprechende Schnecke 13, 14 gebildet, die mit einer entsprechenden Verzahnung des jeweiligen Schneckenrades 15, 16 über eine entsprechende Außenverzahnung in Eingriff ist. Die Schnecken 13, 14 sind auf entsprechenden Schneckenwellen 17, 18 angeordnet. Diese sind mit ihren Wellenenden 19, 20, siehe auch die übrigen Figuren, mit elektrischen Motoren, insbesondere Gleichstrom-Servomotoren, verbunden. Jeweils ein elektrischer Motor treibt ein entsprechendes Wellenende einer der Schneckenwellen an.
Jeder der elektrischen Motoren kann bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ü- ber entsprechende elektrische Verbindungsleitungen 91 mit entfernt zur Ausbruchsventilanordnung 1 angeordneten Steuereinrichtungen 9, 10 verbunden sein. Für jeden elektrischen Motor ist bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung eine eigene Steuereinrichtung vorgesehen.
Die entsprechenden Gewinde der Umlaufspindeln 30, 31 und 32, 33 weisen jeweils entgegengesetzte Steigungen auf, so daß sich bei der in Fig. 1 rechts vom Vorrichtungsgehäuse 36 angeordneten Getriebeeinrichtung 7 die Gewindetriebmutter 25 bei Drehung des zugeordneten Schneckenrades 15 in entgegengesetzter Richtung entlang der Längsachse 29 wie die Gewindetriebmutter 26 bewegt. Dies gilt analog für die in Fig. 1 links vom Vorrichtungsgehäuse 36 dargestellte Getriebeeinrichtung 7.
Es sei angemerkt, dass selbstverständlich auch für die elektrischen Motoren 5 und 6 bei der links dargestellten Getriebeeinrichtung 7 entsprechende Steuereinrichtungen zur Versorgung eines jeden der elektrischen Motoren vorgesehen sind.
In Fig. 2 ist eine Seitenansicht eines Längsschnitts durch eine linke oder rechte Getriebeeinrichtung 7 nach Fig. 1 teilweise dargestellt. In dieser Figur wie in allen übrigen Figuren sind gleiche Teile jeweils mit gleichen Bezugszeichen versehen und werden teilweise nur im Zusammenhang mit einer Figur näher erläutert.
In Fig. 2 ist die Getriebeeinrichtung 7 in einem Getriebegehäuse 52 untergebracht, das sich ebenfalls parallel zur Längsachse 29 nach Fig. 1 erstreckt. In dem Getriebegehäuse 52 sind die Umlaufspindeln 30, 31 mit der auf diesen jeweils aufgesetzten Gewindetriebmutter 25, 26 angeordnet. Die Gewindetriebmutter 25 ist zur Vereinfachung in Fig. 2 im Zusammenhang mit der Umlaufspindel 30 nicht dargestellt.
Die Gewindetriebmutter 26 ist in dem Gleitabschnitt 56 der Aufnahmehülse 54 drehfest gehalten. Der Gleitabschnitt 56 weist beispielsweise einen viereckigen und insbesondere quadratischen Querschnitt auf, der entlang eines entsprechenden quadratischen Querschnitts des Getriebegehäuses 52 verschiebbar ist. Zwischen Gleitabschnitt 56 und Getriebegehäuse 52 sind Gleitplatten 60 an den jeweiligen Außenseiten 59 des Gleitabschnitts 56 zur Reduktion der Reibung angeordnet.
Der Gleitabschnitt 56 ist an einem dem Schneckengetriebe 11 als Getriebeeinheit 8 zuweisenden Ende 73 der Aufnahmehülse 54 angeordnet. Diese weist weiterhin einen Rohrabschnitt 86 mit im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf, der sich vom Gleitabschnitt 56 bis zum freien Ende des Getriebegehäuses 52 erstreckt und dort aus diesem herausgeführt ist. Das entsprechende Ende 64 des Rohrabschnitts 86, siehe auch Fig. 1 , ist in der entsprechenden Bohrung im Joch 67 befestigbar.
An dieser Stelle sei angemerkt, dass alle übrigen Gewindetriebe und Schneckengetriebe bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 analog zu den Ausführungen nach Fig. 2 bis 4, aufgebaut sind.
In Fig. 2 ist die Gewindetriebmutter 26 so weit in Richtung Schneckengetriebe 11 entlang der Umlaufspindel 31 verschoben, dass die mit ihr verbundene Aufnahmehülse 54 so weit wie möglich in das Getriebegehäuse 52 eingefahren ist.
Quer zum Getriebegehäuse 52 erstreckt sich ein Motorgehäuse 68, in dem die elektrischen Motoren 5, 6 angeordnet sind, zwischen denen sich das Schneckengetriebe 11 erstreckt. Das Schneckengetriebe 11 weist die auf der Schneckenwelle 17 angeordnete Schnecke 13 auf, die mit ihrer Außenverzahnung mit einer entsprechenden Außenverzahnung im Schneckenrad 15 in Eingriff ist. Die entsprechende Verzahnungen von Schnecke bzw. Schneckenrad können so gebildet sein, dass die Schnecke eine Globoid- oder Zylinderschnecke ist oder entsprechend das Schneckenrad ein Stirnrad oder ein Globoidrad ist. Das Schneckenrad 17 ist auf einer Verbindungsdrehhülse 70 drehfest aufgesetzt, die sich in Längsrichtung der Umlaufspindeln 30, 31 erstreckt und in deren beiden Enden 71 , 72 entsprechende Enden der Umlaufspindeln 30, 31 drehfest befestigt sind. Zur drehbaren Lagerung der Verbindungshülse 70 sind entsprechende Lager 80, 81 in den Getriebegehäusen 52 im Übergang zum jeweiligen Motorgehäuse 68 oder 69, siehe auch Figur 4, angeordnet.
Die Schneckenwelle 70 ist mit ihren Wellenende 19, 20 jeweils in einem der elektrischen Motoren 5, 6 angeordnet und dort mittels entsprechender Muttern 84, 85 an ihren freien Enden 82, 83 drehfest befestigt.
Es sei nochmals darauf hingewiesen, dass die Umlaufspindeln 30, 31 mit entgegengesetzt verlaufenden Gewindesteigungen 50, 51 ausgebildet sind, so dass sich die entsprechenden Gewindetriebmuttern 25, 26 bei Drehung des Schneckenrades 15 in entgegengesetzte Richtungen entlang der Umlaufspindel 30, 31 bewegen.
Bezüglich der Gewindetriebe sei noch darauf hingewiesen, dass diese Kugelgewindetriebe oder Rollengewindetriebe sein können. Erfindungsgemäß sind bei den dargestellten Ausführungsbeispielen Rollengewindetriebe und insbesondere Planeten- rollengewindetriebe im Einsatz.
In Fig. 3 ist eine Seitenansicht analog zur Fig. 2 insbesondere mit Vorrichtungsgehäuse 36 und an diesem montierten Gehäusedeckeln 74, 75 mit entsprechenden Endbügeln 76, 77 dargestellt.
Nach Fig. 3 sind die beiden Gewindetriebmuttern 26, 25 soweit wie möglich in Richtung Joch 67, bzw. Querträger 48, 49 innerhalb der Getriebegehäuse 52 verfahren. Entsprechend sind die Rohrabschnitte 86 der Aufnahmehülsen 54 nahezu vollständig aus dem Getriebegehäuse 52 ausgeschoben. Die Rohrabschnitte 86 sind durch Schraubbolzen 87 mit den Querträgern 48, 49 befestigt, siehe auch Figur 1. In Fig. 3 ist insbesondere erkennbar, dass die Gewindetriebmuttern 25, 26 in den jeweiligen Gleitabschnitten 55, 56 durch Aufschrauben eines Befestigungsrings 92 in den Gleitabschnitten 55, 56 gehalten und dort drehfest angeordnet sind.
Die Getriebegehäuse 52 sind an ihren dem Schneckengetriebe 11 entfernt liegenden Ende durch Verschlußkappen 93 durch Aufschrauben auf die entsprechenden Enden 61, 62 verschlossen, wobei innerhalb dieser Enden noch entsprechende Lager zur Verschiebung der Aufnahmehülsen 54 angeordnet sind.
Die Vorschubwellen 44, 45 stehen mit ihren Endabschnitten 46, 47 über die entsprechenden Endbügel 66, 77, siehe auch Fig. 1 , nach außen vor und sind wie der Rest der Vorschubwellen 44, 45 parallel versetzt zu den Umlaufspindeln 30 bis 33 angeordnet.
In Fig. 4 ist ein Schnitt quer zur Darstellung nach Figuren 2 bzw. 3 dargestellt, wobei der Schnitt auf seiten der linken Getriebeeinrichtung 7, siehe Fig. 1 , durch das Motorgehäuse und auf der rechten Seite des Vorrichtungsgehäuses 36 in Richtung Längsachse 29 versetzt zum Motorgehäuse durch den entsprechenden Gleitabschnitt 56 gelegt ist.
In Fig. 4 ist insbesondere erkennbar, dass die Getriebegehäuse 52 und entsprechenden Motorgehäuse 68, 69 seitlich am Vorrichtungsgehäuse 36 angeflanscht sind. Die entsprechenden Motorgehäuse 68, 69 sind dabei seitlich versetzt nach außen an den Getriebegehäusen 52 angebracht. Motorgehäuse und Getriebegehäuse können auch einteilig ausgebildet sein.
Die Schneckenwelle 18 erstreckt sich tangential zum Schneckenrad 16 und ist an beiden Enden in den entsprechenden elektrischen Motoren 5 und 6 drehfest gehalten, so dass beide Motoren gleichzeitig und synchron zueinander die Schneckenwelle 18 antreiben können.
Im Bereich des Gleitabschnitts 56 ist in den Figuren erkennbar, dass dieser einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt aufweist und ebenfalls in einem quadratisch ausgebildeten Getriebegehäuse 52 in dessen Längsrichtung geführt ist. Zwischen Gleitabschnitt 56 bzw. dessen Außenseiten und dem Getriebegehäuse 52 sind Gleitplatten 60 zur Verminderung der Reibung angeordnet.
In Fig. 5 ist ein Schnitt 4 durch das Vorrichtungsgehäuse 36, siehe auch Fig. 1 , für ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Ausbruchsventilanordnung 1 dargestellt.
Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem bisher beschriebenen Ausführungsbeispiel insbesondere darin, dass der Gewindetrieb direkt auf die Vorschubwelle einwirkt und im Vorrichtungsgehäuse 36 angeordnet ist. Entsprechend ist das Schneckengetriebe quer zur Längsachse 29, siehe Fig. 1 , des Vorrichtungsgehäuses 36 angeordnet, wobei entsprechend die Schneckenwelle 17 mit Schnecke 13 in einer Querbohrung 42 des Vorrichtungsgehäuses drehbar gelagert ist, die sich in etwa tangential zur Längsbohrung 41 bzw. Absperrbohrung 90, siehe Figur 1 , erstreckt. Das zugehörige Schneckenrad 15 ist drehfest mit der entsprechenden Gewindetriebmutter 25 des zugehörigen Gewindetriebs 21 verbunden. Schneckenrad 15, Gewindetriebmutter 25 und Umlaufspindel 30 sind konzentrisch zur entsprechenden Vorschubwelle 44 bzw. 45 angeordnet, wobei die Vorschubwellen 44, 45 in diesem Zusammenhang auch direkt durch die entsprechenden Umlaufspindeln gebildet sein können. Dadurch kann das entsprechende Absperrelement 34, 43 direkt am freien Ende der entsprechenden Umlaufspindel über den in Fig. 1 dargestellten Anschlußadapter 79 lösbar befestigt sein.
Die Schneckenwelle 17 ist seitlich aus der Querbohrung 42 aus dem Vorrichtungsgehäuse 36 herausgeführt und dort mit den elektrischen Motoren 5, 6 verbunden. Diese
sind in entsprechenden Motorgehäusen 39, 40 angeordnet. Innerhalb der Querbohrung ist die Schneckenwelle 17 mittels entsprechender Lager 88 drehbar gelagert.
In Fig. 6 ist ein Schnitt entlang der Linie Vl-Vl aus Fig. 5 dargestellt. Es sei angemerkt, dass beide Vorschubwellen 44, 45 nach Fig. 1 bei dem zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 und 6 direkt von einem entsprechenden Gewindetrieb mit zugehörigem Schneckengetriebe angetrieben werden, wobei zumindest die Gewindetriebe innerhalb des Vorrichtungsgehäuses 36 angeordnet sind.
Nach Fig. 6 ist die Gewindetriebmutter 25 innerhalb einer Lagerhülse 37 drehfest angeordnet. Die Gewindetriebmutter weist einen radial nach außen vorstehenden Um- fangsflansch 94 auf, der an einem radial nach innen vorstehendem Absatz der Lagerhülse 37 anliegt und mit diesem durch Schraubbolzen oder dergleichen befestigt ist. Mit dem radial nach innen vorstehendem Absatz der Lagerhülse 37 ist ebenfalls auf der dem Umfangsflansch 94 gegenüberliegenden Seite das Schneckenrad 15 durch Verschrauben befestigt.
Durch das Schneckenrad 15 und die Gewindetriebmutter 25 ist die Umlaufspindel 30 hindurchgeführt und in diesen drehbar gelagert. Die Umlaufspindel 30 kann in diesem Zusammenhang an ihrem der entsprechenden Vorschubwelle 44, 45 zuweisenden Ende mit dieser drehfest verbunden sein oder selbst einen Anschlußadapter 79, siehe Fig. 1 , an diesem freien Ende aufweisen.
Die Lagerhülse 37 ist innerhalb des Vorrichtungsgehäuses 36 mittels entsprechender Achsiallager 38 drehbar, aber achsial unverschieblich gelagert. Zur Befestigung der Lagerhülse 37 in achsialer Richtung ist auf diese an einem Ende ein Schraubring 39 aufgeschraubt.