Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Radiofrequenzwellen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Radiofrequenzwellen, insbesondere ein Verfahren zur Erzeugung elektrischer Signale mit Radiofrequenzen, die als Ausgangssignale eines Lichtdetektors bereitgestellt werden, der ultrakurze Laserpulse empfängt. Die Erfindung betrifft auch einen Radiofrequenzgenerator, mit dem das Verfahren umgesetzt wird, und Anwendungen der Radiofrequenzerzeugung.
Radiofrequenzwellen sind elektromagnetische Wellen mit charakteristischen Wellenlängen im Bereich von 0,01 bis 100 cm und charakteristischen Frequenzen („rf-Frequenzen") im Bereich von 1 MHz bis 100 GHz, die z. B. in der Signalübertragungstechnik und bei spektroskopischen Untersuchungsmethoden (Festkörperspektroskopie, Resonanzspektroskopie) angewendet werden. Zur Erzeugung von Radiofrequenzwellen werden bisher Hohlraumresonatoren oder Quarzoszillatoren verwendet, die auf die jeweils gewünschten Ausgangsfrequenzen abgestimmt sind. Die herkömmlichen Generatoren besitzen den Nachteil einer eingeschränkten Frequenzstabilität. So besitzen bspw. Quarzoszillatoren eine natürliche Stabilitätsgrenze durch Wachstumsfehler der Schwingquarze, die durch eine relative Frequenzstabilität von 10-13 (in 1 Sekunde) gekennzeichnet ist. Die Stabilität kann durch besondere Maßnahmen verbessert werden. Beispielsweise ist mit He-gekühlten Saphir-Oszillatoren eine Relativstabilität von 1014 (in 1 Sekunde) erreichbar. Dies erfordert jedoch einen komplexen Aufbau, der für die meisten praktischen Anwendungen unakzeptabel ist.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren zur Radiofrequenzerzeugung anzugeben, bei dem die Radiofrequenzwellen eine erhöhte Frequenzstabilität besitzen und das mit einem relativ einfach aufgebauten Generator umsetzbar ist. Das erfindungsgemäße Verfahren soll insbesondere eine Frequenzerzeugung mit einer
Relativstabilität von mindestens 10~13 ermöglichen. Die Aufgabe der Erfindung ist es auch, einen verbesserten
Radiofrequenzgenerator bereitzustellen, der zur Umsetzung des Verfahrens eingerichtet ist. Der erfindungsgemäße Radiofrequenzgenerator soll sich insbesondere durch eine hohe Frequenzstabilität von mindestens 10~13 und einen kompakten Aufbau auszeichnen, der robust und einfach zu warten ist.
Diese Aufgaben werden durch ein Verfahren und einen Radiofrequenzgenerator mit den Merkmalen gemäß den Patentansprüchen 1 bzw. 9 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Grundidee der Erfindung ist es, Radiofrequenzwellen auf der Grundlage mindestens einer Generatorfrequenz zu erzeugen, die einem Abstand von Frequenzmoden aus dem Frequenzspektrum kurzer Laser-Lichtpulse entspricht. Die Lichtpulse werden mit einem Pulslaser erzeugt, dessen Wiederholfrequenz (oder Repe- titionsrate) stabilisiert ist, und auf eine Detektoreinrichtung gerichtet. Im elektrischen Ausgangssignal der Detektoreinrichtung sind Frequenzkomponenten entsprechend den Modenabständen im Frequenzspektrum enthalten. Die Wiederholfrequenzstabilisierung des Pulslasers erfolgt durch Phasenkopplung mindestens einer Frequenzmode der Lichtpulse des Pulslasers mit mindestens einer hochstabilen Referenzfrequenz oder durch Erfassung eines optischen Referenzsignals. Eine besonders hohe Stabilität der Radiofrequenz wird erzielt, wenn nicht nur die Wiederholfrequenz des Pulslasers, sondern auch die sog. Off-
setfrequenz (siehe unten) der Frequenz omponenten im Modenspektrum stabilisiert wird.
Gemäß bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung wird ein Referenzsignal durch einen stabilisierten Referenzlaser oder einen unter vorgegebenen Bedingungen angeregten atomaren Übergang gebildet.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Radiofrequenzgenerator mit einem Pulslaser zur Lichtpulserzeugung, einer Detektoreinrichtung zur Erzeugung elektrischer Ausgangssignale mit Radiofrequenzen und einer Einrichtung zur Frequenzstabilisierung des Pulslasers, mit der mindestens die Wiederholfrequenz, optional auch die Offsetfrequenz, der Lichtpulse festgelegt werden kann .
Die Erfindung besitzt die folgenden Vorteile. Da die Radiofrequenzen aus mindestens einer Generatorfrequenz abgeleitet werden, die durch Phasenkopplung mit einer stabilisierten optischen Referenzfrequenz oder eine Regelung auf der Grundlage eines optischen Referenzsignals festgelegt ist, kann die Radiofrequenz mit einer Relativstabilität erzeugt werden, die der Relativstabilität des Referenzsignals entspricht. Optische Referenzfrequenzen können mit Relativstabilitäten von besser als 10"14 erzeugt werden. Der Aufbau des erfindungsgemäßen Radiofrequenzgenerators ist kompakt und, insbesondere bei Verwendung eines diodengepumpten Festkörperlasers oder eines Ringlasers als Pulslaser zur Pulsgeneration, als mobiles, wartungsarmes System implementierbar. Mit der Erfindung werden simultan sowohl eine Erhöhung der Frequenzstabilität als auch eine Verringerung des Geräteaufwandes bei der Radiofrequenzerzeugung erreicht.
Weitere Vorteile und Einzelheiten werden aus der Beschreibung der beigefügten Zeichnung ersichtlich. Figur 1 zeigt eine
schematische Übersichtsdarstellung eines erfindungsgemäßen Radiofrequenzgenerators .
Eigenschaften ultrakurzer Lichtpulse
Die seit den 70-er Jahren bekannte Erzeugung ultrakurzer Laser-Lichtpulse (Lichtpulse mit charakteristischen Pulsdauern im ns- bis fs-Bereich) basiert auf der sog. Modensynchronisation. In einem Lasermedium können bei genügender Bandbreite des Laserübergangs im Resonator sehr viele Eigenschwingungen mit verschiedenen Frequenzen angeregt werden. Wird durch einen geeigneten Mechanismus zwischen den Eigenschwingungen eine feste Phasenbeziehung eingestellt (Modensynchronisation) so kommt es zur Abstrahlung kurzer Lichtpulse mit einem zeitlichen Abstand τ, der gleich dem Quotienten aus doppelter Resonatorlänge und mittlere Umlaufgeschwindigkeit der Pulse ist, und einer spektralen Zusammensetzung entsprechend den im Resonator angeregten, zur Pulsbildung beitragenden optischen Frequenzen.
Bei Darstellung des Intensitätsverlaufs der pulsförmigen Laserstrahlung im Frequenzraum ergibt sich ein Modenspektrum (oder: Frequenzkamm) , das durch δ-ähnliche Funktionen bei den zu jedem Puls beitragenden optischen Frequenzen gebildet wird und dessen Einhüllende innerhalb der Bandbreite des Laserübergangs im Lasermedium liegt. Die Breite der Einhüllenden ist im wesentlichen umgekehrt proportional zur Pulsdauer. Jeder Frequenzbeitrag zu einem derartigen Frequenzkamm wird hier als Frequenzmode M bezeichnet. Die Frequenzabstände der Elemente des Frequenzkammes sind entsprechend den (longitudinalen) Lasermoden ganzzahlige Vielfache der Puls-Wiederholfrequenz fr = τ-1 (Repetitionsrate) . Die Kammstruktur von fs-Pulsen im Frequenzraum wird beispielsweise in „Femtosecond Laser Pulses" (Hrsg. C. Rulliere, Springer-Verlag, Berlin 1998) beschrieben.
Die durch ganzzahlige Vielfache der Wiederholfrequenz fr getrennten Frequenzkomponenten lassen sich in ihrer absoluten Frequenzlage nicht durch ganzzahlige Vielfache (n) der Wiederholfrequenz fr darstellen, sondern durch die Summe (n ' fr + fo) aus n ' Wiederholfrequenz fr und einer sogenannten Offset- oder Phasenschlupffrequenz fo, die für alle Frequenzkomponenten den gleichen Wert entsprechend dem Quotienten aus der jeweiligen Phasendifferenzen von Puls zu Puls durch die Umlaufzeit (2π)τ ist.
Die Wiederholfrequenz der Lichtpulse und damit die Frequenzabstände der Moden liegt im Frequenzbereich der Radiofrequenzen. Werden die Lichtpulse mit einer Detektoreinrichtung erfasst, die entsprechend den detektierten Lichtintensitäten elektrische Ausgangssignale erzeugt, so enthalten die Ausgangssignale Frequenzkomponenten entsprechend den einzelnen Frequenzmoden bzw. Schwebungsfrequenzen zwischen den Frequenzmoden, die gerade den gewünschten Radiofrequenzen entsprechen. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, die Puls-Wiederholfrequenz des Pulslasers unter Bezug auf ein optisches Frequenznormal zu stabilisieren, wie im Folgenden erläutert wird.
Radiofrequenzgenerator
Figur 1 zeigt schematisch den Aufbau eines erfindungsgemäßen Radiofrequenzgenerators 100 mit einem Pulslaser 10, einer ersten Detektoreinrichtung 20 und einer Einrichtung 30 zur Wiederholfrequenzstabilisierung. Es ist auch eine optional vorgesehene Einrichtung 40 zur Offsetfrequenzstabilisierung dargestellt. Die Einrichtung 40 stellt kein zwingendes Merkmal der Erfindung dar, liefert jedoch eine weitere Verbesserung der Radiofrequenzstabilität. Der Pulslaser 10 kann durch jede Bauform von an sich bekannten Pulslasern mit typischen Pulsdauern im ns- bis fs-Bereich gebildet werden. Der Pulslaser 10 wird bspw. durch einen Titan-Saphir-Laser (z. B. „Coherent Mira
900", Pulslänge 73 fs, Wiederholfrequenz fr = 75 MHz), einen Ringlaser oder einen diodengepumpten Festkörperlaser (z. B. Chrom-Li-SAF-Laser) gebildet. Der Pulslaser 10 ist vorzugsweise ein kompaktes und transportables, batteriebetriebenes Gerät .
Der Pulslaser 10 ist optional mit einer Einrichtung zur Verbreiterung der Laserpulse durch Selbstphasenmodulation (gestrichelt eingezeichnet, Bezugszeichen 11) verbunden. Die Einrichtung 11 zur Pulsverbreiterung ist z. B. eine optische Einmodenfaser. Die Selbstphasenmodulation wird von K. Imai in „IEEE Journal of Quantum Electronics" Band 34, 1998, Seite 54 ff. beschrieben. Eine besonders starke Verbreiterung des Modenkamms erzielt man bei Verwendung strukturierter optischer Fasern, die einen Faserkern und um diesen axial verlaufende dünne Luftkanäle besitzen (siehe D. Mogilevtsev et al . in „Op- tics Letters", Band 23, 1998, Seite 1662 ff., T. A. Burks in „Optics Letters", Band 22, 1997, Seite 961 ff. oder T. A. Burks in „IEEE Photonics Letters", Band 11, 1999, Seite 674 ff.) .
Die Detektoreinrichtung 20 ist ein lichtempfindliches Element, wie z. B. eine Photodiode oder ein Photomultiplier. Ein Teil der Ausgangspulse des Pulslasers 10 (bzw. der Einrichtung 11) wird über den teildurchlässigen Spiegel 12 auf die Detektoreinrichtung 20 gerichtet, deren Ausgangssignale (rf) die gewünschten Radiofrequenzwellen bilden oder Radiofrequenzen enthalten. Der Detektoreinrichtung 20 können weitere Einrichtungen 21 (gestrichelt eingezeichnet) zur Signalformung nachgeordnet sein. Eine Signalformung kann bspw. eine Filterung der Ausgangsignale und/oder eine Verstärkung umfassen. Zur Verstärkung der Ausgangssignale kann eine Phasenkopplung mit einem herkömmlichen Mikrowellenoszillator (nicht dargestellt) an die Ausgangssignale der Detektoreinrichtung 20 oder ein herkömmlicher Halbleiterverstärker vorgesehen sein. Die Phasen-
kopplung erfolgt analog zu den erläuterten Regelkreisen zur LaserStabilisierung.
Die Einrichtung 30 zur Frequenzstabilisierung des Pulslasers 10 umfasst eine zweite Detektoreinrichtung 31, einen Referenzfrequenzgenerator 32 zur Erzeugung eines optischen Referenzsignals und einen Regelverstärker 33. Die zweite Detektoreinrichtung 31 ist ebenfalls ein lichtempfindliches Element (z. B. Photodetektor oder Photomultiplier) . Der Referenzfrequenzgenerator 32 ist allgemein zur Bereitstellung eines Lichtsignals mit mindestens einer Frequenzkomponente ausgelegt, deren Frequenzstabilität mindestens so hoch ist, wie die Stabilität der zu erzeugenden Radiofrequenzen sein soll. Je nach Ausführungsform der Erfindung kann der Referenzfrequenzgenerator durch einen stabilisierten Dauerstrichlaser, eine Referenz- Dampfzelle oder eine Anordnung mit einem freien Atomstrahl gebildet werden.
Als Dauerstrichlaser mit stabilisierter optischer Frequenz kann bspw. ein ethan-stabilisierter Helium-Neon-Laser (Ausgangsfrequenz 88 THz) , ggf. mit einem nicht-linearen Frequenzvervielfacher zur Frequenzanpassung an mindestens eine Mode der Lichtpulse des Pulslasers 10, oder ein Jod-stabilisierter YAG-Laser verwendet werden.
An der zweiten Detektoreinrichtung 31 erfolgt die gleichzeitige Erfassung einer Mode der Laserpulse und der Referenzfrequenz. Bei geringfügigen Abweichungen zwischen beiden Frequenzen entsteht ein Schwebungssignal, das als Ausgangssignal der zweiten Detektoreinrichtung 31 über den Regelverstärker 33 an den Pulslaser 10 gegeben wird. Der Pulslaser 10 ist mit einer Einrichtung zur Steuerung der Wiederholfrequenz ausgestattet. Diese Einrichtung wird so geregelt, dass das Schwebungssignal der zweiten Detektoreinrichtung 31 verschwindet oder einer vorbestimmten Bezugsfrequenz entspricht. In diesem Fall ist
die ausgewählte Frequenzmode des Modenspektrums relativ zur Referenzfrequenz des Referenzfrequenzgenerators fest eingestellt. Dementsprechend ist das Ausgangssignal der ersten Detektoreinrichtung 20 mit der Stabilität des Referenzfrequenzgenerators 32 stabilisiert.
Bei Aufbau des Referenzfrequenzgenerators als Referenz- Dampfzelle wird der Pulslaser 10 in Bezug auf die optische Frequenz des unter definierten Bedingungen angeregten atomaren Übergangs stabilisiert. Die Referenz-Dampfzelle ist bspw. eine temperierbare Dampfzelle (z. B. eine Jod- oder Rubidium- Zelle) . Durch Einstellung der Zellentemperatur ergibt sich in der Referenzelle ein definierter Dampfdruck, der die Lage und Breite der atomaren Übergänge festlegt. Es ist vorzugsweise eine dopplerfreie optische Anregung des Dampfes entsprechend der 2-Photonen-Spektroskopie, der Sättigungsspektroskopie oder der Polarisationsspektroskopie vorgesehen.
Die Anregung erfolgt z. B. mit entgegengesetzt durch die Referenzzelle laufenden Lichtpulsen des Pulslasers 10, wie es von J. N. Eckstein, A. I. Ferguson und T. W. Hänsch in „Physical Review Letters", Band 40, 1978, Seite 847 ff. beschrieben wird. Die Laserpulse durchlaufen die Zelle in zwei entgegengesetzten Richtungen derart, dass beim Zusammentreffen von zwei Lichtpulsen gerade ein 2-Photonen-Übergang angeregt werden kann, dessen Gesamtenergie sich aus zwei Teilbeträgen zusammensetzt, die gerade zwei sich ergänzenden Frequenzkomponenten im Modenspektrum der Lichtpulse entsprechen. Diese Anregungstechnik ermöglicht eine hochauflösende Spektroskopie, da die Dopplerverbreiterung der beobachteten Übergänge vermieden wird. Für die dopplerfreie Anregung ist mit Abstand von der Referenzzelle ein ebener Spiegel (nicht dargestellt) vorgesehen, mit dem die gegenläufigen Lichtpulse erzeugt werden.
Alternativ zu der illustrierten Regelung auf der Basis eines Schwebungssignals wird z. B. eine 2-Photonen-Fluoreszenz aus der Referenzzelle auch direkt als Stellsignal für die Steuerung der Wiederholfrequenz verwendet. Die Wiederholfrequenz wird immer gerade so eingestellt, dass vom Detektor 31 ein Fluoreszenzsignal erfasst wird.
Die Einstellung der Wiederholfrequenz im Pulslaser 10 erfolgt in an sich bekannter Weise über eine Einstellung der Resonatorlänge oder der Pumpleistung. Eine Pumpleistungsregelung wird bevorzugt, da diese elektrooptisch ohne mechanische Bewegungen erfolgt. Dies ermöglicht schnelle Änderungen der Widerholfrequenz und damit eine höhere Regelbandbreite zur Einstellung des Pulslasers 10.
Für die optional vorgesehene Einrichtung 40 zur Offsetfrequenzstabilisierung werden die vom Pulslaser 10 emittierten, ggf. der Selbstphasenmodulation 11 unterzogenen, Laserpulse A mit den Strahlteilern bzw. Umlenkspiegeln 42 bis 45 in verschiedene spektrale Anteile B, C aufgeteilt. Hierzu ist mindestens einer der Spiegel 42, 43 und 45 zur spektral selektiven Ablenkung von Strahlungsanteilen der Lichtpulse A ausgelegt. Beispielsweise ist vorgesehen, dass der Anteil B hö- herfrequente Frequenzkomponenten des Modenspektrums und der Anteil C niederfrequente Komponenten des Modenspektrums enthält. Zur Bereitstellung eines ausreichend starken Schwebungssignals an der dritten Detektoreinrichtung 41 werden die Frequenzen der Anteile B und C mit einem Frequenzvervielfacher oder -teuer 46 aneinander angepasst. Beim genannten Beispiel (C: niederfrequenter Anteil) ist das Bauteil 46 ein Frequenzvervielfacher. Das Bauteil 46 ist eine Vervielfacher- oder Teilerstufe für optische Frequenzen, wie sie an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist.
Ein besonders einfacher Aufbau ergibt sich, falls im Modenspektrum der Laserpulse eine ganze Frequenzoktave überspannt wird. In diesem Fall ist das Bauteil 46 ein optisch nichtlinearer Kristall zur Frequenzverdoppelung (oder -halbierung) . Nach Durchlauf der Frequenzvervielfachung (Bauteil 46) liegt ein frequenzverschobener Strahlungsanteil D vor. Die Strahlungsanteile B und D werden gleichzeitig auf die Detektoreinrichtung 41 gerichtet. Bei gleichzeitigem Einfall der Strahlungsanteile wird an der Detektoreinrichtung 41 entsprechend der Frequenzabweichung der Frequenzkomponente (n) der Strahlungsanteile B, D ein elektrisches Ausgangssignal erzeugt, das Frequenzanteile mit einer bestimmten Schwebungsfrequenz enthält. Das Ausgangssignal wird an den ersten Regelverstärker 47 gegeben, mit dem eine (an sich bekannte) Einrichtung zur Einstellung der Offsetfrequenz des Pulslasers 10 betätigt wird. Beispielsweise wird mit dem Regelverstärker 47 die Einführung einer linearen Dispersion in den Resonator des Pulslasers 10 gesteuert, wie es in der unveröffentlichten PCT-Anmeldung PCT/EP00/02135 oder bspw. in der Publikation von T. Udem et al. in „Physical Review Letters", Band 82, 1999, Seite 3568 ff. beschrieben ist. Eine Pumpleistungsregelung zur Einstellung der Offsetfrequenz besitzt wiederum den Vorteil, dass die Regelung elektrooptisch ohne mechanische Bewegungen erfolgt. In diesem Fall wird die Wiederholfrequenz über die Resonatorlänge geregelt.
Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform kann auch der Anteil B niederfrequente Frequenzkomponenten und der Anteil C hö- herfrequente Frequenzko ponenten enthalten, wobei das Bauteil 46 dann zur Frequenzteilung ausgelegt ist. Alternativ kann auch die Einrichtung zur Frequenzvervielfachung oder -teilung im jeweils anderen Zweig des Strahlteilers 42 bis 45 vorgesehen sein. Gemäß einer weiteren Abwandlung können die Spiegel 42 bis 45 auch durch andere, gleichwirkende Strahlteiler (z. B. Prismen) ersetzt werden. Zusätzlich können im dargestellten
Strahlengang der Anteile B, C und D optische Filter und ggf. eine Zeitverzögerungsstrecke zur Anpassung des zeitlichen Einlaufens der Strahlungsanteile bei der Detektoreinrichtung 21 vorgesehen sein.
Anwendungen
Der erfindungsgemäße Radiofrequenzgenerator 10 kann mit Vorteil bei allen Anwendungen eingesetzt werden, die aus der Signaltechnik, der Spektroskopie und der Zeitmesstechnik bekannt sind. Besondere Vorteile ergeben sich bei Anwendungen, bei denen ein geringes Phasenrauschen gewünscht wird, z. B. in der Radartechnik, als Radiofrequenznormal in der Zeitmesstechnik oder in der Spektroskopie.
Die in der vorstehenden Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.