Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schaumstoffen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Schaumstoffen aus mindestens zwei miteinander reagierenden flüssigen Reaktionskomponenten, wobei mindestens einer dieser Reaktionskomponenten pulvrige, faserige oder feinkörnige Zuschlagstoffe und mindestens einer dieser Reaktionskomponenten ein bei einem entsprechenden Drucksprung vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergehendes Treibmittel beigemischt werden.
Es ist hinlänglich bekannt, Schaumstoffe, insbesondere aus Polyurethan, durch Reaktion von Polyol mit Isocyanat herzustellen.
Als Treibmittel für die Zellbildung haben sich solche durchgesetzt, welche sich unter entsprechendem Druck in flüssigem Zustand befinden, aber bei ihrer Entspannung durch einen Drucksprung entsprechender Höhe in gasförmigen Zustand übergehen und sodann als Zellgas beim Aufschäumen des Reaktionsgemisches zur Verfügung stehen. Hier hat sich im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit insbesondere Kohlendioxid bewährt. Zum Erzeugen des Drucksprunges bzw. der notwendigen Ent- Spannung dient ein hinter dem Reaktionsmischer angeordnetes, dementsprechend gestaltetes Austragsorgan. Als solches eignen sich Siebe mit geeigneter Maschengröße, Lochplatten, Spaltorgane, Sintermetallplatten, Kugelschüttungen oder dergleichen, d.h. Organe, welche auf das mit Treibmittel beladene Reaktionsgemisch beim Hindurchströmen einen solchen Drucksprung ausüben, durch welchen das Treibmittel aus dem flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Solche Aus- tragsorgane sind unter den Fachbegriffen „Creamer" und „Lay-down-device" im Markt eingeführt.
Derartige Verfahren zur Herstellung von Polyurethanschaum sind insbesondere in den EP-A 767 728, EP-A 777 564 und EP-A 794 857 beschrieben. Dabei wird in mindestens einer der Komponenten (Polyol, Isocyanat) 2 bis 6 Gew.-% CO2 ober-
halb des Lösungsgleichgewichtsdruckes von typischerweise 6 bis 20 bar gelöst. Diese wird dann weiter unter Druck mit der anderen Komponente vermischt und durch eine engmaschige Siebplatte mit mehreren tausend Durchtrittsöffnungen von 0,1 bis 0,3 mm Durchmesser auf Normaldruck entspannt, wobei Flüssigschaum einer Rohdichte von 50 bis 120 kg/m3 (ohne Berücksichtigung von Füllstoffen) entsteht.
Üblicherweise wird die Dichte des Flüssigschaums durch in die Polyolkomponente gegebenes Wasser, das bei der Reaktion mit Isocyanat CO2 bildet, weiter reduziert.
Es hat sich gezeigt, dass diese einen Drucksprung verursachenden Austragsorgane häufig verstopfen, wenn mit Zuschlagstoffen in pulvriger, feinfaseriger oder feinkörniger Form beladene Reaktionskomponenten bzw. Reaktionsgemische verarbeitet werden. Dadurch wird das Austragen des mit Zuschlagstoff beladenen Reaktionsgemisches inhomogen, und insbesondere beim Auftragen auf eine nachgeordnete Unterlage, wie beim Blockschäumen oder bei der Plattenherstellung, erfolgt der Auftrag auf die Unterlage ungleichmäßig, wodurch natürlich ein(e) im Querschnitt inhomogener Block bzw. Platte entsteht. Vor allem kommt es zu Verstopfung der Siebplatten. Es wurde gefunden, dass Gehalte von Agglomeraten einer Abmessung von oberhalb 10 μm in einer Menge von weniger als 0,1 % bezogen auf Gesamt- Füllstoff prohibitiv für einen mehrstündigen Anlagenbetrieb sind.
Es besteht die Aufgabe, bei der Verarbeitung von mit Zuschlagstoffen und einem Treibmittel beladenen Reaktionsgemischen das erforderliche entspannende Austrags- organ vor Verstopfungen zu schützen.
Dies wird dadurch erreicht,
a) dass in mindestens eine der Reaktionskomponenten der Zuschlagstoff und das Treibmittel eingegeben und damit vermischt werden,
b) wobei das Treibmittel in flüssigem Zustand eingemischt wird,
c) dass dieses mit Treibmittel beladene Reaktionsgemisch durch ein einen Drucksprung erzeugendes Austragsorgan ausgetragen wird, wobei der Drucksprung so eingestellt wird, dass das flüssige Treibmittel in den gasförmigen Zustand übergeht, und
d) dass sich gebildete Agglomerate aus Zuschlagstoff noch vor Erreichen des Austragsorgans zerkleinert werden.
Die Erfindung bezieht sich vorzugsweise auf die Herstellung von Polyurethan- Schaumstoffen aus Polyol und Isocyanat, ist aber auch für die Herstellung anderer
Mehrkomponenten-Schaumstoffe geeignet.
Feinkörnige Zuschlagstoffe bestehen in der Regel aus Melamin, Aktivkohle, Kreide, Calciumcarbonat, Schwerspat; pulvrige z.B aus Grafitpulver, A moniumpolyphos- phat oder Recyclingpulver; faserige vorzugsweise aus Glas, Aramid oder Kunststoffen, insbesondere aus Polypropylenfasern.
Geeignete pulverförmige Füllstoffe weisen typischerweise Korngrößen von etwa 10 bis 50 μm auf. Faserförmige Füllstoffe weisen vorzugsweise Durchmesser von 6 bis 14 μm und eine Länge von 100 bis 200 μm auf. Es hat sich gezeigt, dass derartige
Füllstoffe auch nach Mahlung und Siebung noch geringe Anteile grober Agglomerate aufweisen bzw. in Form adhäsiv gebundener, neu gebildete Agglomerate aufweisen, die zur Verstopfung der Austragsorgane mit Druckentspannung führen.
Füllstoffe werden erfindungsgemäß bevorzugt in einer Menge von 10 bis 40 Gew.-% bezogen auf den fertigen Schaum eingesetzt, d.h. dass die Polyol-Füllstoffdispersion zwischen etwa 20 und 50 Gew.-% Füllstoff aufweist.
Obwohl die Art der Zugabe der Zuschlagstoffe in eine der Reaktionskomponenten nicht unmittelbar mit der Zerkleinerung entstandener Zuschlagstoff-Agglomerate zusammenhängt, bieten sich mehrere Alternativen, welche eventuell im Einzelfalle
nach Art der zu beladenden Reaktionskomponente oder des Zuschlagstoffes Vorteile bieten können. Solche Vorteile sind aber im wesentlichen nur empirisch ermittelbar.
Die Dispergierung der Füllstoffe vorzugsweise in der Polyolkomponente erfolgt mittels üblicher Rühr- und Dispergierapparate mit Förderung in den Vorratstank oder in diesem selbst. Der Vorratstank wird vorzugsweise gerührt, um ein Absetzen der Füllstoffe zu verhindern.
Gemäß einer ersten Durchführungsform des neuen Verfahrens dient die gleiche Reaktionskomponente als Träger für Zuschlagstoff und Treibmittel.
Dies hat den Vorteil, dass die mit Zuschlagstoff beladene Reaktionskomponente durch die Beigabe des flüssigen Treibmittels wieder verdünnt wird.
Alternativ wird eine der Reaktionskomponenten mit Zuschlagstoff und eine andere
Reaktionskomponente mit Treibmittel beladen.
Damit tritt eine direkte gegenseitige Einfmssnahme von Zuschlagstoff und Treibmittel aufeinander erst beim Vermischen der beiden unterschiedlich beladenen Reak- tionskomponenten miteinander auf. Eine solche späte Einfmssnahme ist aber ohne
Belang, da das Reaktionsgemisch sofort nach der Vermischung ausgetragen wird und aufschäumt.
Beispielsweise lassen sich auch einem Zweig einer Reaktionskomponente Zuschlag- stoff und dem anderen Zweig Treibmittel beimischen, und anschließend werden beide beladenen Zweige der Reaktionskomponente miteinander vorvermischt, bevor sie mit der zweiten Reaktionskomponente vermischt werden.
Es lässt sich auch ein Zweig der Reaktionskomponente mit Zuschlagstoff und der andere Zweig mit Treibmittel beladen, aber dann werden die beiden beladenen
Zweige der Reaktionskomponente der zweiten Reaktionskomponente getrennt zugeführt und mit dieser vermischt.
Bei beiden Varianten lassen sich die Zugabe der Zuschlagstoffe und des Treibmittels besser steuern, weil sie nicht in den gleichen Komponentenstrom eingespeist werden.
Auch ist es möglich, neben Isocyanat als weitere Reaktionskomponenten zwei unterschiedliche Polyole einzusetzen und eine davon mit dem Zuschlagstoff zu beladen.
Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eines der Polyole empfindlich ist.
Während man die Zugabe von Zuschlagstoff und/oder Treibmittel während der Produktion on-line betreiben kann, ist es bevorzugt, vorher ein Batch (Vorratstank) aus Reaktionskomponente und Zuschlagstoff zu erzeugen.
Erfindungsgemäß wird nun die in dem Vorratstank vorgelegte oder on-line erzeugte Vor-Dispersion einer Agglomeratzerklemerang mittels hoher Schergeschwindigkeiten und gegebenenfalls Prallkräften unterzogen.
Erfindungsgemäß erfolgt die Agglomeratzerklemerang on-line während der Zuführung der Dispersion zum Hauptmischer und/oder im "Konditioniermodus" in einer Zirkulationsleitung vom Vorratstank und in diesen zurück.
Bevorzugt ist die Agglomeratzerklemerang zumindest on-line, gegebenenfalls zusätzlich im "Konditioniermodus".
Die Schergeschwindigkeiten, denen die Vor-Dispersion während der Agglomeratzerklemerang unterzogen werden, betragen vorzugsweise mehr als 105 s_1.
Besonders bevorzugt sind Schergeschwindigkeiten oberhalb 3'105 s_1.
Die Schergeschwindigkeit wird dadurch erzeugt, dass in der Zuleitung zum Hauptmischer und/oder der Zirkulationsleitung mindestens eine Lochblende vorgesehen ist, durch die die Vor-Dispersion unter einem hohem Vordruck von vorzugsweise 20 bis 150 bar, insbesondere bevorzugt 30 bis 80 bar, weiter bevorzugt 30 bis 50 bar, gepresst wird.
Höhere Drücke sind nicht unschädlich, im Sinne der Agglomeration sogar anzustreben, aber technisch nur unter hohem Aufwand zu realisieren.
Unter Schergeschwindigkeit im Sinne der Erfindung soll die 3-fache mittlere Durchtrittsgeschwindigkeit der Dispersion dividiert durch den Radius der Lochblende verstanden werden.
Die mindestens eine Lochblende hat vorzugsweise einen Durchmesser von nicht unter 0,5 mm, vorzugsweise zwischen 1 und 1,5 mm. Bei Durchmessern oberhalb
2 mm können bei den bevorzugten Drücken die erfindungsgemäßen hohen Schergeschwindigkeiten nicht erreicht werden. Bei Lochblenden-Durchmessern unter 0,5 mm besteht das Risiko der Verstopfung.
Zur Gewährleistung technischer Durchsatzmengen sind mehrere Lochblenden parallel, d.h. von demselben Vordruck aus durchströmt, vorzusehen. So ist es beispielsweise für eine Durchsatzmenge von 100 1/min Polyol-Füllstoffdispersion zweckmäßig, eine Lochplatte mit 4 bis 10 Lochblenden von 2 mm Durchmesser oder mit 10 bis 25 Lochblenden mit 1,5 mm Durchmesser oder mit 25 bis 50 Loch- blenden mit 1 mm Durchmesser vorzusehen.
Erlaubt die Art des eingesetzten Füllstoffs Lochblendendurchmesser im unteren erfindungsgemäßen Bereich, ohne dass die Lochblenden verstopfen, können zwei oder drei Lochplatten in Strömungsrichtung hintereinander eingesetzt werden, da der erforderliche Druck zur Erzielung einer ausreichenden Schergeschwindigkeit bei kleinerem Lochblendendurchmesser geringer ist.
Nach einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden je zwei Lochblenden gegenüber angeordnet und in entgegengesetzter Richtung durchströmt, so dass die aus den Lochblenden austretenden Dispersionsstrahlen aufeinander prallen. Derartige Apparate sind prinzipiell beispielsweise aus der EP-A 685 544 und der WO 01/05517 zur Tröpfchendispergierang bei der Lackherstellung bekannt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführangsbeispiel mit Einspeisung von Zuschlagstoff und Treibmittel in die gleiche Reaktionskomponente,
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel mit Einspeisung von Zuschlagstoff in die eine und von Treibmittel in die andere Reaktionskomponente,
Fig. 3 ein Ausführangsbeispiel mit Einspeisung von Zuschlagstoff in eine erste Polyolkomponente und Einspeisung des Treibmittels in eine zweite Polyol- komponente und anschließende Vorvermischung beider Polyole,
Fig. 4 ein Ausführangsbeispiel analog Fig. 3 mit der Abweichung, dass beide Polyole getrennt in den Mischer münden,
Fig. 5 zeigt die Ausfuhrungsform des Agglomerat-Zerkleiners,
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform des Agglomerat-Zerkleiners.
In Fig. 1 besteht die Vorrichtung aus einem Batchbehälter 1, in welchen aus einem
Vorratsbehälter 2 über eine mit einer Pumpe 3 versehene Leitung 4 Polyol und aus einem Vorratsbehälter 5 als Zuschlagstoff Melamin über eine mit einer Dosier-
Schnecke 6 versehene Leitung 7 eingeführt werden. Das Batch wird mittels eines
Rührwerkes 8 erzeugt. Vom Batchbehälter 1 mündet eine Leitung 9 aus, welche über eine Dosierpumpe 10, ein Absperrventil 11, ein Filter 12, einen Mischer 13 und ein Druckbegrenzungsventil 14 in einen als Rührwerksmischer ausgebildeten Hauptmischer 15 führt. Vor dem Absperrventil 11 zweigt eine Kreislaufleitung 16 ab, welche über ein Absperrventil 17 und einen erfindungsgemäßen Agglomerat-Zer- kleinerer 18 in den Batchbehälter 1 zurückführt. In einem Vorratsbehälter 19 ist Kohlendioxid als Treibmittel enthalten. Von ihm führt eine Leitung 20 über eine Pumpe 21 ab und mündet zwischen dem Filter 12 und dem Mischer 13 in die Leitung 9. Von einem Vorratsbehälter 22 für Isocyanat als zweite Reaktionskomponente führt über eine Dosierpumpe 23 eine Leitung 24 ab und mündet in den Hauptmischer 15 ein. Am Hauptmischer 15 sind Einlasse 25 für weitere Additive vorgesehen. Dem Hauptmischer 15 ist ein einen Dracksprung im Treibmittel erzeugendes Auslassorgan 26 nachgeordnet.
In Fig. 2 besteht die Vorrichtung aus einem Batchbehälter 31, in welchen aus einem
Vorratsbehälter 32 über eine mit einer Pumpe 33 versehene Leitung 34 Polyol und aus einem Vorratsbehälter 35 als Zuschlagstoff Melamin über eine mit einer Dosierschnecke 36 versehene Leitung 37 eingeführt werden. Das Batch wird mittels eines Rührwerkes 38 erzeugt. Vom Batchbehälter 31 mündet eine Leitung 39 aus, welche über eine Dosierpumpe 40, einen Agglomerat-Zerkleinerer 41, ein Absperrventil 42 und ein Filter 43 in einen als Rührwerksmischer ausgebildeten Hauptmischer 44 führt. Der Agglomerat-Zerkleinerer 41 kann mittels eines Drackindikators 57 und einer Regeleinrichtung 58 an unterschiedliche Zuschlagstoffe angepasst werden. Zwischen Agglomerat-Zerkleinerer 41 und Absperrventil 42 zweigt von der Leitung 39 eine ein Absperrventil 45 enthaltende Kreislaufleitung 46 ab, welche in den
Batchbehälter 31 zurückführt. In einem Vorratsbehälter 47 ist Kohlendioxid als Treibmittel enthalten. Von ihm führt eine Leitung 48 über eine Pumpe 49 ab und mündet zwischen einer Dosierpumpe 50 und einem Mischer 51 in eine Leitung 52. Diese führt von einem Vorratsbehälter 53 für Isocyanat ab und mündet über eine dem Mischer 51 nachgeordnete Drossel 54 in den Hauptmischer 44. Am Hauptmischer 44 sind Einlasse 55 für weitere Additive vorgesehen. Dem Hauptmischer 44 ist ein einen
Drucksprang im Treibmittel erzeugendes Auslassorgan 56 nachgeordnet. Die Pumpe 40 stellt einen solchen Druck zur Verfügung, dass das gelöste Kohlendioxid im Hauptmischer 44 nicht in den gasförmigen Zustand übergeht und femer über dem Agglomerat-Zerkleinerer eine für die Agglomeratzerklemerang hinreichend große Druckdifferenz herrscht. Die Vorrichtung wird vor Produktionsbeginn vorzugsweise bei geschlossenem Ventil 42 und geöffnetem Ventil 45 einige Stunden im "Konditioniermodus" gefahren und während der Produktion bei offenem Ventil 42 und geschlossenem Venteil 45 im "on-line-modus".
In Fig. 3 besteht die Vorrichtung aus einem Batchbehälter 61, in welchen aus einem
Vorratsbehälter 62 über eine mit einer Pumpe 63 versehene Leitung 64 ein erstes Polyol und aus einem Vorratsbehälter 65 als Zuschlagstoff Melamin über eine mit einer Dosierschnecke 66 versehene Leitung 67 eingeführt werden. Das Batch wird mittels eines Rührwerkes 68 erzeugt. Vom Batchbehälter 61 mündet eine Leitung 69 aus, welche über eine Dosierpumpe 70, ein Absperrventil 71, ein Filter 72, einen
Mischer 73 und eine Drossel 74 in einen als Rührwerksmischer ausgebildeten Hauptmischer 75 führt. Vor dem Absperrventil 71 zweigt eine Kreislaufleitung 76 ab, welche über ein Absperrventil 77 und einen Agglomerat-Zerkleinerer 78 in den Batchbehälter 61 zurückführt. In einem Vorratsbehälter 79 ist als Treibmittel Koh- lendioxid enthalten. Von ihm führt eine Leitung 80 über eine Pumpe 81 ab und vereinigt sich mit einer Leitung 82, welche über eine Dosierpumpe 83 von einem Vorratsbehälter 84 für ein zweites Polyol abführt. Die vereinigte Leitung 85 führt dann über einen Mischer 86 und eine Drossel 87 zwischen dem Filter 72 und dem Mischer 73 in die Leitung 69. Von einem Vorratsbehälter 88 für Isocyanat führt über eine Dosierpumpe 89 eine Leitung 90 ab und mündet in den Hauptmischer 75 ein.
An ihm sind Einlasse 91 für weitere Additive vorgesehen. Dem Hauptmischer 75 ist ein Austragsorgan 92 nachgeordnet. Der Dracksprang ist durch die Wahl des Durchströmquerschnittes des Austragsorgans 92 so ausgelegt, dass das Treibmittel vom flüssigen Zustand in den gasförmigen übergeht.
In Fig. 4 besteht die Vorrichtung aus einem Batchbehälter 101, in welchen aus einem Vorratsbehälter 102 über eine mit einer Pumpe 103 versehene Leitung 104 ein erstes Polyol und aus einem Vorratsbehälter 105 als Zuschlagstoff Melamin über eine mit einer Dosierschnecke 106 versehene Leitung 107 eingeführt werden. Das Batch wird mittels eines Rührwerkes 108 erzeugt. Vom Batchbehälter 101 mündet eine Leitung
109 aus, welche über eine Dosierpumpe 110, einen Agglomerat-Zerkleinerer 111, ein Absperrventil 112 und ein Filter 113 in einen als Rührwerksmischer ausgebildeten Hauptmischer 114 führt. Der Agglomerat-Zerkleinerer 111 kann mittels eines Drackindikators 131 und einer Regeleinrichtung 132 an unterschiedliche Zuschlag- Stoffe angepasst werden. Zwischen Agglomerat-Zerkleinerer 111 und Absperrventil
112 zweigt von der Leitung 109 eine ein Absperrventil 115 enthaltende Kreislaufleitung 116 ab, welche in den Batchbehälter 101 zurückführt. In einem Vorratsbehälter 117 ist Kohlendioxid als Treibmittel enthalten. Von ihm führt eine Leitung 118 über eine Pumpe 119 ab und vereinigt sich mit einer Leitung 120 zu einer Leitung 121. Die Leitung 120 führt über eine Dosie umpe 122 von einem Vorratsbehälter 123 für ein zweites Polyol ab. In der vereinigten Leitung 121 sind ein Mischer 124 und eine Drossel 125 angeordnet; sie mündet in den Hauptmischer 114. Ausserdem mündet eine von einem Vorratsbehälter 126 für Isocyanat abführende Leitung 127 über eine Dosierpumpe 128 in diesen Hauptmischer 114. Am Hauptmischer 114 sind Einlasse 129 für weitere Additive vorgesehen. Ihm ist ein einen Dracksprung im Treibmittel erzeugendes Auslassorgan 130 nachgeordnet. Der Dracksprung ist durch die Wahl des Durchströmquerschnittes des Austragsorgans 130 so ausgelegt, dass das Treibmittel vom flüssigen Zustand in den gasförmigen übergeht.
Fig. 5 zeigt einen erfindungsgemäßen Agglomeratzerkleinerer, der aus einer quer zur
Strömungsrichtung der Polyol-Füllstoff-Dispersion angeordneten Lochplatte 504 mit (vorzugsweise scharfkantigen) Durchtrittslöchern 503 besteht, die in einem Rohrabschnitt 501, der gegebenenfalls erweitert sein kann (502), angeordnet ist.
Fig. 6 zeigt einen als Einbau 602 in einem Rohrabschnitt 601 ausgebildeten Agglomeratzerkleinerer, bei dem jeweils gegenüberliegende (vorzugsweise scharfkantige)
Löcher vorgesehen sind, durch die die Polyol-Füllstoff-Dispersion gedrückt wird, so dass die aus gegenüberliegenden Löchern austretenden Dispersions-Strahlen aufeinanderprallen.