Beschreibung
Verfahren zum Überwachen einer mit Luftüberschuß betreibbaren Brennkraftmaschine
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überwachen einer sowohl mit homogenem Luft-Kraftstoff-Gemisch als auch mit einem hohen Luftüberschuß unter Bildung eines geschichteten Luft- Kraftstoff-Gemisches betreibbaren Brennkraftmaschine, insbe- sondere einer Brennkraftmaschine mit Direkteinspritzung.
Um den Kraftstoffverbrauch von Kraftfahrzeugen mit ottomotorischem Antrieb weiter zu reduzieren, kommen immer häufiger Brennkraftmaschinen zum Einsatz, die mit magerem Gemisch be- trieben werden. Dabei wird zwischen zwei grundlegenden Betriebsarten unterschieden.
Im unteren Lastbereich wird die Brennkraftmaschine mit einer stark geschichteten Zylinderladung und hohem Luftüberschuß betrieben (Schichtladebetrieb) . Dies wird durch eine späte Einspritzung in den Verdichtungshub, kurz vor dem Zündzeitpunkt erreicht. Die Brennkraftmaschine wird dabei unter Vermeidung von Drosselverlusten weitgehend ungedrosselt betrieben. Zur Absenkung der NOx-Rohemission wird eine hohe Abgas- rückführrate angestrebt.
Im oberen Lastbereich wird die Brennkraftmaschine mit homogener Zylinderladung betrieben. Die Einspritzung erfolgt bereits während des Ansaugtaktes, um eine gute Durchmischung von Kraftstoff und Luft zu erhalten. Die angesaugte Luftmasse wird entsprechend dem Drehmomentwunsch des Fahrers über eine Drosselklappe eingestellt. Die benötigte Einspritzmenge wird aus der Luftmasse und der Drehzahl berechnet und u.a. über die Lambdaregelung korrigiert.
Die Einspritzung des Kraftstoffes erfolgt dabei entweder in herkömmlicher Weise in das Saugrohr oder direkt in den oder die Zylinder der Brennkraftmaschine (Direkteinspritzung) .
Aus der WO 99/18343 ist ein Verfahren und eine Einrichtung zum überwachen einer Brennkraftmaschine mit Direkteinspritzung des Kraftstoffes und/oder weitgehender drosselfreier Laststeuerung bekannt. Dabei wird ein Schatzwert der Kraftstoffmasse berechnet, die pro Arbeitsspiel in einen Zylinder zugemessen wird, da die tatsachliche Kraftstoffmasse die entscheidende Einflußgröße für den Wert des tatsachlichen indizierten Drehmomentes ist. Der Schatzwert für die Kraftstoffmasse wird abhangig von einer Luftzahl berechnet, die von einem in dem Abgastrakt der Brennkraftmaschine angeordneten Sauerstoffsensor ermittelt wird. Abhangig von diesem Schatzwert für die Kraftstoffmasse wird ein Schatzwert für das indizierte Drehmoment der Brennkraftmaschine berechnet. Ein Notlauf der Brennkraftmaschine wird gesteuert, wenn der Schatzwert und ein Sollwert des indizierten Drehmomentes eine vorgegebene Bedingung erfüllen.
Bei einem bekannten Verfahren (DE 42 32 974 AI) zum Steuern einer Brennkraftmaschine wird ein Sollwert eines über den Luftmassenstrom einzustellenden Drehmoments m einer Einπch- tung zur Drehmomentvorgabe ermittelt. Ein Schatzwert eines zundwmkelnormierten tatsachlichen Drehmoments wird entweder aus dem Meßsignal eines Drehmomentsensors abgeleitet oder aus dem m die Verbrennungskammern gesaugten Luftmassenfluß. Ein Verstellen eines Zundwinkels erfolgt abhangig von der Abwei- chung des Sollwertes von dem normierten Schatzwerts des Drehmoments .
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Steuern einer Brennkraftmaschine der eingangs genannten Art anzuge- ben, das es ermöglicht, auch im Fehlerfall eines zu hohen Drehmomentes die Brennkraftmaschine in einen sicheren Betriebszustand zu steuern.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelost. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteranspruchen angegeben.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß wahrend des Betriebes der Brennkraftmaschine mit Schichtladung λ>>l oder mit homogenem Luft-Kraftstoff-Gemisch λ>l das von der Brennkraftmaschine indizierte Drehmoment oder eine zu diesem Drehmoment proportionale Große standig ermittelt wird und die so erhaltenen Werte mit einem maximal zulassigen Wert verglichen werden. Wird ein zu hohes Drehmoment erkannt, wird unmittelbar in den Betriebszustand Homogenbetrieb λ=l umgeschaltet. In diesem Betriebsbereich können dann bekannte und bewahrte Drehmomentuberwachungsmaßnahmen aktiviert werden.
Dadurch ergibt sich eine einfache Realisierung m bestehende Uberwachungssysteme .
Wird auch m diesem Betriebszustand ein zu hohes Drehmoment (TQI) erkannt, werden Notlaufreaktionen aktiviert, die mit eingeschränkter Funktionalitat eine Weiterfahrt des Fahrzeuges zur Fehlerbeseitigung in die Werkstatt erlauben. Somit ist eine hohe Verfügbarkeit des Fahrzeuges auch im Fehlerfall eines zu hohen Drehmomentes gegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung naher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung einer Brennkraftmaschi- ne mit Direkteinspritzung, bei der das erfmdungsge- maße Verfahren angewandt wird und
Figur 2 ein Ablaufdiagramm zum Überwachen und Steuern der Brennkraftmaschine
Die Figur 1 zeigt in grob schematischer Darstellung eine Brennkraftmaschine mit Benzm-Direktemspritzung, die abhan-
gig von Betriebsparametern sowohl mit homogenem Gemisch (homogen mit einer Luftzahl λ=l oder homogen λ>l) , als auch mit geschichteter Ladung λ»l betreibbar ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind dabei nur diejenigen Teile gezeich- net, die für das Verständnis der Erfindung notwendig sind. Insbesondere ist nur ein Zylinder einer mehrzylindrigen Brennkraftmaschine mit Direkteinspritzung dargestellt.
Mit dem Bezugszeichen 10 ist ein Kolben bezeichnet, der in einem Zylinder 11 einen Verbrennungsraum 12 begrenzt. In den Verbrennungsraum 12 mündet ein Ansaugkanal 13, durch den gesteuert durch ein Einlaßventil 14 die Verbrennungsluft in den Verbrennungsraum 12 strömt. Gesteuert durch ein Auslaßventil 15 zweigt vom Verbrennungsraum 12 ein Abgaskanal 16 ab, in dessen weiterer Verlauf ein Sauerstoffsensor in Form einer breitbandigen (linearen) Lambdasonde 17 und ein NOx- Speicherkatalysator 18 angeordnet ist.
Mit dem Signal der Lambdasonde 17 wird die Luftzahl entspre- chend den Sollwertvorgaben in den verschiedenen Betriebsbereichen der Brennkraftmaschine geregelt. Diese Funktion übernimmt eine an sich bekannte Lambdaregelungseinrichtung, die vorzugsweise in eine Steuerungseinrichtung 21 der Brennkraftmaschine integriert ist.
Zur Regelung des Kraftstoff-/Luftgemisches der Brennkraftmaschine im optimalen Lambda-Fenster während des stöchiometri- schen Betriebs ist das Signal eines nach dem NOx- Speicherkatalysator 18 angeordneten Sauerstoffmeßaufnehmers 32 als Führungssonde erforderlich. Als Sauerstoffmeßaufnehmer 32 dient vorzugsweise eine binäre Lambdasonde (2-Punkt- Lambdasonde) auf der Basis von Zirkonoxid Zr02, die bei einem Lambdawert λ=l bezüglich ihres Ausgangssignales eine Sprungcharakteristik aufweist. Dieses Sondensignal der nach dem NOx-Speicherkatalysator 18 angeordneten Lambdasonde 32 wird auch zur Steuerung der Speicherregeneration und zur Adaption von Modellgrößen wie z.B. der Sauerstoff- bzw. NOx-
Speicherkapazität eingesetzt. Alternativ zu dem als Fuhrungs- sonde dienenden Sauerstoffmeßaufnehmer 32 kann auch ein NOx- Sensor verwendet werden.
Die Temperatur des NOx-Speicherkatalysators 18, die zur Verbrauchs- und emissionsoptimalen Steuerung des Abgasnachbehandlungssystems erforderlich ist, wird mittels eines Temperaturmodells aus dem Sensorsignal eines Temperatursensors 33 errechnet. Basierend auf diesem Meßsignal werden auch Kataly- satorheiz- bzw. Katalysatorschutzmaßnahmen eingeleitet. Alternativ hierzu kann die Temperatur des NOx-Speicherkatalysators 18 auch direkt gemessen werden, indem ein Temperatursensor unmittelbar im Gehäuse desselben angeordnet wird.
Der NOx-Speicherkatalysator dient dazu, um in Betriebsbereichen mit magerer Verbrennung die geforderten Abgasgrenzwerte einhalten zu können. Er adsorbiert aufgrund seiner Beschichtung die bei magerer Verbrennung erzeugten NOx-Verbindungen im Abgas.
Um die speziell bei Brennkraftmaschinen mit Direkteinspritzung und Schichtladebetrieb auftretenden NOx-Emissionen der Brennkraftmaschine zu verringern, ist eine Abgasruckfuhrvor- richtung vorgesehen. Durch Zumischen von Abgas zur angesaug- ten Frischluft wird die Verbrennungs-Spitzentemperatur gesenkt, wodurch die temperaturabhangige Stickoxidemission reduziert wird. Zum Rückführen eines definierten Teilstromes des Abgases zweigt deshalb vom Abgaskanal 16 in Stromungsrichtung des Abgases gesehen vor dem NOx-Speicherkatalysator 18 eine Abgasruckfuhrleitung 19 ab, die stromabwärts einer
Drosselklappe 20 in den Ansaugkanal 13 mundet. Die Menge des ruckgefuhrten Abgases wird durch das Verandern des Tastver- haltnisses eines von der Steuerungseinrichtung 21 ausgegebenen Signales für ein ansteuerbares Ventil 22, in der Regel als Abgasrückfuhrventil bezeichnet, eingestellt.
Die zur Verbrennung im Zylinder 11 notwendige Frischluft strömt über ein nichtdargestelltes Luftfilter und einen Luftmassenmesser 23 in den Ansaugtrakt 13 zu der Drosselklappe 20. Bei dieser Drosselklappe 20 handelt es sich um ein elek- tromotorisch angesteuertes Drosselorgan (E-Gas-System) , dessen Offnungsquerschnitt neben der Betätigung durch den Fahrer (Fahrerwunsch) auch unabhängig davon über Signale der Steuerungseinrichtung 21 einstellbar ist. Damit lassen sich beispielsweise störende Lastwechselreaktionen des Fahrzeugs beim Gasgeben und -wegnehmen genauso reduzieren wie Drehmomentsprunge beim Übergang vom Betrieb mit homogenem Gemisch zum Betrieb mit geschichteter Ladung und ungedrosseltem Luftweg. Zugleich wird zur Überwachung ein Signal für die Stellung der Drosselklappe 20 an die Steuerungseinrichtung 21 abgegeben.
Ein Temperatursensor 24 erfaßt die Temperatur der Ansaugluft im Ansaugkanal 13 der Brennkraftmaschine und gibt ein entsprechendes Signal an die Steuerungseinrichtung 21 ab. Der Temperatursensor 24 kann in einer bevorzugten Ausfuhrungsform in den Luftmassenmesser 23 integriert sein.
In den Verbrennungsraum 12 ragt eine Zündkerze 25 und e n Einspritzventil 26, durch das entgegen den Kompressionsdruck im Verbrennungsraum 12 der Kraftstoff eingespritzt wird. Die Forderung und Bereitstellung des Kraftstoffes für dieses Em- spritzventil 26 erfolgt durch ein bekanntes Kraftstoffversorgungssystem für Benzin-Direkteinspritzung, wobei von dem zugehörigen Kraftstoff reislauf lediglich ein Hochdruckspeicher 27 dargestellt ist, an den die einzelnen Emspπtzventile an- geschlossen sind.
Ein Temperatursensor 28 erfaßt ein der Temperatur der Brennkraftmaschine entsprechendes Signal, beispielsweise über eine Messung der Kuhlmitteltemperatur. Die Drehzahl N der Brenn- kraftmaschine wird mit Hilfe eines Markierungen der Kurbelwelle oder eines mit ihr verbundenen Geberrades abtastenden Sensors 29 erfaßt. Beide Signale werden der Steuerungsein-
richtung 21 zur weiteren Verarbeitung, u.a. zur Steuerung der Brennkraftmaschine hinsichtlich der zu wahlenden Steuerstrategie -homogenes Gemisch oder geschichtetes Gemisch- zugeführt .
Weitere Steuerparameter, die zum Betrieb der Brennkraftmaschine benotigt werden, wie beispielsweise Gaspedalstellung, Signale von Klopfsensoren, Batteriespannung, Fahrdynamik- Anforderungen usw. sind ebenfalls der Steuerungseinrichtung 21 zugeführt und sind allgemein in der Figur mit dem Bezugszeichen 30 gekennzeichnet. Über die bereits erwähnten Parameter wird in der Steuerungseinrichtung 21 durch Abarbeiten abgelegter Steuerungsroutinen u.a. der Lastzustand der Brennkraftmaschine erkannt, die NOx-Rohemission der Brennkraftma- schme und der Beladungsgrad des NOx-Speicherkatalysators bestimmt. Auch werden die Parameter derart aufbereitet und weiterverarbeitet, daß bei bestimmten Betriebszustanden der Brennkraftmaschine u.a. eine Umschaltung vom Betrieb mit homogenem Gemisch auf Betrieb mit Schichtladung und umgekehrt durchgeführt und/oder eine Rückführung von Abgas eingeleitet werden kann.
Außerdem ist m der Steuerungseinrichtung 21 e n Block 31 zur Drehmomentermittlung und Drehmomentuberwachung vorgesehen, dessen Funktion noch eingehender erklart w rd.
Ferner ist die Steuerungseinrichtung 21 mit einer Spei- chereinπchtung 34 verbunden, in dem u.a. verschiedene Schwellenwerte TQI_SW1, TQI_SW2, sowie mindestens ein Kenn- feld KF1 gespeichert sind, deren jeweilige Bedeutung anhand der Beschreibung der nachfolgenden Figur noch naher erläutert wird.
In der Figur 2 ist in Form eines nur schematisch wiedergege- benen Ablaufplanes das Verfahren zum Überwachen und Steuern der Brennkraftmaschine be Auftreten eines unzulässig hohen Drehmomentes wiedergegeben.
Abhängig davon, ob die Brennkraftmaschine mit einem geschichteten Luft-Kraftstoff-Gemisch (Luftverhältnis λ»l, linker Zweig in Figur 2) oder mit homogenem Luft-Kraftstoff-Gemisch (Luftverhältnis λ>l, rechter Zweig in Figur 2) betrieben wird, sind unterschiedliche Überwachungsmechanismen für das Drehmoment der Brennkraftmaschine aktiviert.
Bei Betrieb der Brennkraftmaschine mit homogen magerem Luft- Kraftstoff-Gemisch wird das bei Lambda λ=l Betrieb ermittelte Drehmoment der Brennkraftmaschine mit einem von Lambda abhängigen Wirkungsgrad korrigiert. Da der optimale Zündwinkel bei Betrieb der Brennkraftmaschine mit einem Luftverhältnis λ>l, z.B. λ=l...l,4 von demjenigen bei λ=l Betrieb abweicht, wird eine zusätzliche Korrektur durchgeführt. Hierzu wird der von der Lambdasonde 17 (Fig. 1) ermittelte Lambda-Istwert verwendet.
Im Betrieb mit geschichtetem Luft-Kraftstoff-Gemisch (λ»l) ist das von der Brennkraftmaschine abgegebene Drehmoment fast ausschließlich von deren Drehzahl und der Kraftstoffmasse abhängig. Aus diesem Grunde kann in dieser Betriebsweise das Drehmoment über ein Kennfeld KF1 ermittelt werden, das über der Drehzahl und der Kraftstoffmasse aufgespannt ist. Die den Zylindern der Brennkraftmaschine zugeführte Kraftstoffmasse kann dabei in Abhängigkeit des Signales der Lambdasonde 17 abgeschätzt werden, wie es beispielsweise in der W099/18343 angegeben ist.
Im Verfahrensschritt S2 wird das nach den angegebenen Verfah- ren ermittelte, aktuelle Drehmoment TQI mit einem vorgegebenen Wert für ein maximal zulässiges Drehmoment, nämlich einem ersten Schwellenwert TQI_SW1 verglichen.
Der erste Schwellenwert TQI_SW1 ist durch Versuche an einem Prüfstand, durch Fahrversuche oder durch Simulation ermittelt und ist in dem Speicher 34 abgelegt.
Ist das aktuelle Drehmoment TQI kleiner als der erste Schwellenwert TQI_SW1, so wird entweder zum Verfahrensschritt Sl zurückgesprungen, wenn sich die Brennkraftmaschine m dem Betrieb mit geschichtetem Luft-Kraftstoff-Gemisch (λ»l) befin- det (gestrichelete Linie) , oder zum Verfahrensschritt S3, wenn sich die Brennkraftmaschine m dem Betrieb mit homogenem Luft-Kraftstoff-Gemisch (λ>l) befindet.
In dem m Figur 2 gezeigten Ablaufplan gilt der Schwellenwert SW1 für das aktuelle Drehmoment TQI der Brennkraftmaschine, unabbhangig davon, ob der Betrieb mit geschichtetem Luft- Kraftstoff-Gemisch (λ»l), oder der Betrieb mit homogenem Luft-Kraftstoff-Gemisch (λ>l) aktiviert ist. Es ist aber auch möglich, entsprechend der beiden Betriebsarten der Brennkraftmaschine zwei m ihrer Hohe unterschiedliche Schwellen- werte vorzusehen.
Übersteigt das aktuelle Drehmoment TQI den ersten Schwellenwert TQI_SW1, so wird unmittelbar auf homogenen Betrieb mit einem Luftverhaltnis λ=l umgeschaltet und das Drehmomenten- uberwachungsverfahren für Homogenbetrieb λ=l aktiviert (Verfahrensschritt S4). Aus betriebsrelevanten Großen für den Homogenbetrieb bei λ=l, insbesondere aus dem vom Luftmassenmesser 23 (Fig.l) ermittelten Luftmassenstrom LMM, der Drehzahl N und des Zundwmkels wird das Drehmoment der Brennkraftma- schme m diesem Betriebsfall ermittelt, wie es in der bereits eingangs erwähnten internationalen Patentanmeldung W099/183443 angegeben ist. Die Ermittlung des aktuellen Drehmomentes und die Überwachung, d.h. der Vergleich mit den Schwellenwerten erfolgt m dem Block 31 der Steuerungsem- richtung 21.
Das m bekannter Weise ermittelte aktuelle Drehmoment TQI wird anschließend in einem Verfahrensschritt S5 mit einem vom Fahrer des mit der Brennkraftmaschine angetriebenen Fahrzeu- ges gewünschten maximalen Drehmoment (zweiter Schwellenwert SW2) verglichen. Auch der zweite Schwellenwert TQI SW2 ist
durch Versuche an einem Prufstand, durch Fahrversuche oder durch Simulation ermittelt und ist m dem Speicher 34 abgelegt. Der quantitatsgeregelte Betrieb der Brennkraftmaschine (Homogen-betrieb λ=l) wird beibehalten, wenn das aktuelle Drehmoment TQI unterhalb des zweiten Schwellenwertes TQI_SW2 liegt. Diese Abfrage vollzieht sich in einer Warteschleife . Es erfolgt kein Umschalten in den Schichtladebetrieb λ>>l oder m den homogenen Betrieb λ>l, auch wenn im homogenen Betrieb λ=l kein Fehler auftritt, d.h. der zweite Schwellenwert TQI_SW2 nie erreicht wird. Der Umschalteprozeß ist somit irreversibel für den laufenden Fahrzyklus.
Liefert die Abfrage im Verfahrensschritt S5 ein positives Ergebnis, überschreitet das Drehmoment TQI also den zweiten Schwellenwert TQI_SW2, so wird durch Einleiten von Notlaufre- aktionen sichergestellt, daß die Brennkraftmaschine in einen sicheren Zustand übergeführt wird (Verfahrensschritt S6) . Das Drehmoment der Brennkraftmaschine kann beispielsweise begrenzt werden, in dem die E-Gas-Drosselklappe stromlos ge- schaltet wird oder es erfolgt eine Begrenzung der Drehzahl durch Ausblendung der Einspritzung für eine bestimmte Anzahl der Zylinder. Als Notlauffunktion können neben Eingriffen n die Füllung oder in die Kraftstoffversorgung auch Eingriffe m die Zündung erfolgen, welche einerseits eine Begrenzung des Drehmomentes oder der Beschleunigung bewirken, aber anderseits noch eine Weiterfahrt des Fahrzeuges bis zur nächsten Werkstatt erlauben.
Alternativ kann die vorgegebene Bedingung für einen Notlauf (Abfrage in Verfahrensschritt S 5) auch derart ausgestaltet sein, daß die Differenz des aktuellen Drehmomentes und des zulassigen maximalen Wertes für eine vorgegebene Zeitdauer integriert w rd und zwar beginnend bei einem Zeitpunkt, an dem der aktuelle Wert großer wird als der maximale Wert des Drehmoments. Die Bedingung ist dann erfüllt, wenn das Integral großer ist als ein weiterer Schwellenwert. Die Bedingung kann auch beliebig anders ausgebildet sein.
In dem Ablaufdiagramm nach Figur 2 wurde das erfindungssgemä- ße Verfahren am Beispiel der Drehmomentüberwachung erläutert, Darüberhinaus ist es aber auch möglich, nicht das Drehmoment selbst, sondern eine dem Drehmoment proportionale Größe her- • anzuziehen. So kann z.B. in dem Falle des Betriebes der
Brennkraftmaschine mit geschichteter Ladung in vorteilhafter Weise der der Brennkraftmaschine zugeführte Kraftstoffmassenstrom benutzt werden.