Strahlwerkzeug und Vorrichtung enthaltend ein
Strahlwerkzeug
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Strahlwerkzeug sowie auf eine Vorrichtung zur Behandlung, insbesondere zur Abreinigung von Oberflächen mittels eines C02-Schnee-Strahles . Derartige Strahlwerkzeuge und Vorrichtungen werden in der optischen Industrie, der Medizintechnik, der pharmazeutischen Industrie, der Lackiertechnik, der Mikro- und Feinwerktechnik zur Behandlung von Oberflächen, u.a. zur Behandlung weicher Oberflächenbeschichtungen, Gele und dergleichen verwendet. Die Basis dieses Behand- lungs- bzw. Reinigungsverfahrens ist die Reinigung mittels C02-Eiskristallen. Das Verfahren wird auch zur trockenen lokalen Abreinigung teilchenförmiger und filmischer Verunreigigung von strukturierten sowie aus Elementen unterschiedlicher Materialien zusammengesetzten Oberflächen bis in den Submikrometer- bereich eingesetzt.
Die fortschreitendene Miniaturisierung bei gleichzeitiger Hybridisierung von Baugruppen verlangt nach einem Reinigungsverfahren, welches ein lokales Reini- gen von Funktionsflachen erlaubt, ohne dabei angrenzende Bereiche durch Querkontamination zu verunreinigen. Der Einsatz herkömmlicher Reinigungsverfahren, wie z.B. Ultraschall oder der Einsatz agressiver Chemikalien ist aufgrund von Materialunvertraglichkeiten nur noch selten möglich. Das Strahlen mit C02-
Partikeln stellt hier eine interessante Alternative dar.
Die C02-Eιsreιnιgung ist ein trockenes, tiefkaltes, ruckstandsfreies Strahlverfahren mit breitem Anwendungsgebiet. Prinzipiell laßt sich das Trockeneis- Strahlen m zwei verschiedene Verfahren einteilen - dem Reinigen mit luftgetragenen Trockeneispellets und der Reinigung mittels C02-Schnee.
Das Strahlen mit Trockeneispellets wird seit 1987 zum Entlacken und Reinigen von Flugzeugkomponenten und Flugzeugen verwendet. Vor allem aufgrund der Eigenschaft von Trockeneis, wahrend des Reimgungspro- zesses zu subli ieren und somit kein kontaminiertes Reinigungsmittel zu hinterlassen, konnten Teile m eingebautem Zustand gereinigt und die Reinigungskosten an Flugzeugen bis zu 50 % gesenkt werden.
Heute hat sich das Strahlen mit Trockeneispellets bereits m vielen Bereichen wie z. B. der Entlackung von Flugzeugen, der Fassadenreinigung oder dem Beseitigen grober Verschmutzungen an Maschinen durchgesetzt. Seine Starke der ruckstandsfreien Reinigung spielt es besonders in der Baugruppenreinigung bereits installierter Anlagen aus.
Die Reinigungswirkung stützt sich dabei grundsätzlich auf drei Mechanismen. Zum einen werden beim Auftreffen der C02-Kristalle auf die Oberfläche die Verun- reinigung bzw. die Beschichtung auf der Oberfläche stark unterkühlt, wodurch diese schrumpfen und verspröden. Aufgrund der unterschiedlichen Wärme- ausdehnung von Grundmaterial und Verschmutzung bzw. Beschichtung entstehen Spannungen so daß die Ver- bindung zwischen der Verschmutzung und dem Grundmaterial gelockert bzw. gelöst wird. Weiterhin wird durch den von den C02-Pellets übertragenen Impuls die versprödeten Verunreinigung weiter gelöst und mechanisch abgetragen. Zuletzt wird das durch die Trocken- eispellets abgelöste Material durch das sublimierte C02 und ggf. weiteres Stützgas in der Schwebe gehalten und von der Reinigungszone abtransportiert.
Das Strahlverfahren unter Verwendung von Trockeneis- pellets ist beispielsweise in "Kantig oder rund, Metallsalze und Kohlendioxidpellets sind exotische Mittel in der Strahltechnik" von Reinhold Schäfer in Maschinenmarkt Würzburg 98 (1992) beschrieben.
Nachteilig an der Strahltechnik unter Verwendung von Trockeneispellets ist, daß die Abkühlung während und nach der erfolgten Reinigung eine Rekontamination der Oberfläche durch Abscheidung vormals in der Luft enthaltener und während der Abtrocknung des C02-Eis- Films zurückbleibender Stoffe bewirkt. Insbesondere schlägt sich auf der abgekühlten Oberfläche im Anschluß an die Abstrahlung die Umgebungsfeuchtigkeit nieder, so daß der zu reinigende Gegenstand feucht wird.
Alternativ können als Strahlmittel statt Trockeneispellets auch Trockeneiskristalle verwendet werden. In diesem Falle wird ein Strahl aus C02-Schnee erzeugt, der unter hoher Geschwindigkeit auf die zu reinigende Oberfläche gestrahlt wird.
Zur Verhinderung der durch Resublimieren der Luftfeuchtigkeit während der Reinigung stattfindenden Vereisung der Oberfläche, durch die ein weiteres rei- nigendes Einwirken der CO?-Schnee-Kristalle erschwert bis verhindert wird, sind nach dem Stand der Technik zwei Methoden bekannt. Zum einen wird eine beheizte Platte als Unterlage des Reinigungsgutes verwendet, um das Reinigungsgut möglichst rasch nach dem Über- streichen des Trockeneisstrahles wieder zu erwärmen. Die Wirksamkeit dieses Verfahrens als Einzelmaßnahme ist durch das Material, die Geometrie und die Baugröße des Reinigungsgutes teilweise stark beeinträchtigt oder gar nicht gegeben. Alternativ kann der C02- Schnee-Strahl von einem Hüllstrahl umgeben werden, der beheizt wird. Damit wird beim Überstreichen einer Oberfläche durch den C02-Strahl unmittelbar anschließend die Oberfläche wieder durch den Stützstrahl aufgewärmt, so daß die Kondensation der Luftfeuchtigkeit verringert bzw. verhindert wird. Dieses Verfahren bewirkt jedoch eine unerwünschte Aufheizung des C02- Eis-Strahles durch den warmen Stützstrahl, so daß die Wirksamkeit des Strahlverfahrens beeinträchtigt wird. Ein derartiges Verfahren ist in der US 5,725,154 be- schrieben.
Nachteilig am Strahlverfahren unter Verwendung von CO?-Schneekristallen ist, daß diese einen erheblich geringeren Impuls als die Trockeneispellets mit einem Durchmesser von mehreren Millimetern besitzen, so daß die Reinigungswirkung verglichen mit Trockeneis-
pellets erheblich geringer ist.
In der US 5 725 154 wird vorgeschlagen, ein induktives Magnetfeld zu erzeugen, um die Aufladung des heranfließenden flüssigen C02 zu kompensieren. Die durch Ladungstrennung bei der Expansion des C02 und der Auskristallisierung des C02-Schnees erfolgende Ionisierung wird nicht kompensiert.
Problematisch bei all diesen Verfahren nach dem Stand der Technik ist die Querkontamination von Oberflächenbereichen durch den Abtrag, der an anderer Stelle durch den C02-Eisstrahl erzeugt wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein
Strahlwerkzeug und eine dieses enthaltende Strahlvorrichtung zur Verfügung zu stellen, mit der Oberflächen einfach und zuverlässig ohne Rekondensation von Wasser oder Querkontamination behandelt, insbe- sondere abgestrahlt werden können.
Diese Aufgabe wird durch das Strahlwerkzeug nach Anspruch 1 und die Vorrichtung nach Anspruch 19 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Strahlwerkzeuges und der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden in den abhängigen Ansprüchen gegeben. Erfindungsgemäß können das erfindungsgemäße Strahlwerkzeug und die erfindungsgemäße Vorrichtung wie in den Ansprüchen 35 bis 38 angegeben, verwendet werden.
Durch das erfindungsgemäße Strahlwerkzeug wurden folgende Verbesserungen erzielt:
Zum einen wird eine sehr hohe Strahlgeschwindigkeit durch Verwendung einer Lavaldüse erzielt, so daß die sehr kleinen Eiskristalle durch das sich auf der zu
reinigenden Oberfläche bildende Gaspolster geschossen werden können. Weiterhin wird die statische Aufladung des festen Kohlendioxid-Schnees, die ein Problem bei der Reinigung elektronischer Bauteile darstellt, mit- tels der Ionisierungsvorrichtung aufgehoben. Weiterhin wird durch die Düse und durch die erfindungsgemäße Einrichtung der Reinigungsvorrichtung eine Laminarströmung in der Reinigungskammer erzeugt, so daß keine Schmutznester innerhalb der Reinigungs- anläge gebildet werden. Insbesondere ist der Strahl- durchmesser äußerst gering, so daß er sich für Anwendung in der Mikrosystem- bzw. Feinwerktechnik eignet und die Anlage flexibel in der Produktion von Mikro- systemen eingesetzt werden kann. Das Strahlwerkzeug ist voll beweglich und der Reinigungsablauf ist ohne weiteres automatisierbar. Insgesamt ergibt sich ein hoher Wirkungsgrad bei einer kurzen Reinigungszeit.
Durch die erfindungsgemäße Absaugvorrichtung wird vorteilhafterweise das aufgestrahlte, subli ierte C02 und der volumenstarke Stütz- bzw. Druckstrahl, der ohne weitere Umlenkung vom Probentisch abströmt, aufgefangen und anschließend von dort abgesaugt, wodurch eine Querkontamination anderer Oberflächenbereiche zuverlässig minimiert wird. Die erfindungsgemäße Absaugvorrichtung erzeugt auch keinerlei Wirbel oder dergleichen außerhalb der Absaugvorrichtung selbst, so daß die Laminarströmung der anfließenden Luft nicht gestört wird und deren Reinheit zuverlässig er- halten bleibt.
Insgesamt ergibt sich ein sehr hoher Wirkungsgrad bei kurzer Behandlungsdauer unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung und des erfindungsgemäßen Strahlwerkzeuges. Weitere vorteilhafte Eigenschaften sind ein einfacher, kompakter Geräteaufbau, eine hohe
Geratesicherheit, geringe Anlagen,- Betriebs- und Wartungskosten, ein hoher Automatisierungsgrad, gute Reproduzierbarkeit des Reinigungsergebnisses sowie eine einfache Handhabung der Vorrichtung und des Strahlwerkzeuges.
Insgesamt ist eine schnelle und vereisungsfreie Reinigung von Bauteilen wahrend der Produktion möglich unter Wegfall komplizierter und aufwendiger Reini- gungsvorbereitungen. Mit dem erfmdungsgemaßen Trok- keneisstrahlverfahren kann eine Vielzahl von Materialien gereinigt werden, sofern sie dem kurzzeitig auftretenden Temperaturschock widerstehen. Bei den auftretenden Strukturen gibt es nur geringfügige Em- schrankungen, da es sich beim Trockeneisstrahlen wie bei allen Strahlverfahren um ein Sichtlinienverfahren handelt. Daher können nur Oberflachen abgereinigt werden, die m Strahlrichtung liegen. Das Reinigen von uneinsehbaren Hmterschneidungen ist somit nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Gleiches gilt für Vertiefungen mit relativ großem Aspektverhaltnis, die sich relativ rasch mit sublimiertem C02 füllen und so das weitere Eindringen der Eiskristalle behindern oder gar verhindern.
Im folgenden wird ein Beispiel eines erfmdungs- gemaßen Strahlwerkzeuges und einer erfmdungsgemaßen Vorrichtung beschrieben. Dabei werden in sämtlichen Figuren gleiche Teile mit denselben Bezugszeichen be- zeichnet.
Es zeigen
Fig. 1 das erfmdungsgemaße Strahlverfahren;
Fig. 2 eine erfmdungsgemaße Vorrichtung;
Fig. 3 ein erfindungsgemaßes Strahlwerkzeug;
Fig. 4 eine erfindungsgemäße Absaugvorrichtung;
Fig. 5 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Absaugvorrichtung nach Fig. 4;
Fig. 6 ein Reinigungsergebnis nach dem erf dungs- gemäßen Verfahren; und
Fig. 7 ein weiteres Reinigungsergebnis nach dem er- f dungsgemaßen Verfahren.
Fig. 1 zeigt schematisch das erf dungsgemaße Verfahren. Eine Oberflache eines Objektes 1, beispielsweise eines Probentisches wird mit C0-Eiskrιstallen (C02- Schnee) 3 aus einer Spruhduse 2 bestrahlt. Der C02- Schnee bildet dabei einen C02-Strahl 5, der eine Ver- unre igung 4 von der Oberfläche des Objektes 1 abstrahlt. Dabei treten zwei Wirkmechanismen auf. Mit a ist ein Wirkmechanismus beschrieben, bei dem ein C02- Kristall 3 auf die Oberflache des Objektes 1 auftrifft und dabei die Verunreinigung 4 absprengt. Mit b ist ein anderer Mechanismus beschrieben, bei dem der C02-Schneekrιstall auf die Oberflache des Objektes 1 auftrifft und dort sublimiert. Bei dieser Sublimation wird durch den Gasdruck die Verunreinigung 4 von der Oberflache des Objektes 1 gelost und w rd von dem abfließenden C02 mitgenommen.
Fig. 2 zeigt eine erfmdungsgemaße Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere zum Abstrahlen von
Oberflachen.
Diese erfmdungsgemaße Vorrichtung weist eine Reinigungskammer 36 auf, m der em Probentisch 1 und e Strahlwerkzeug 2 zur Erzeugung eines C02-Schnee- Strahles 5 angeordnet sind und von laminar anfließender Luft umströmt sind. Der gewohnlich senkrecht zum Probentrager 1 ausgerichtete Gasstrahl 5 aus dem Strahlwerkzeug 2 wird an den meist flachen Reinigungsobjekten bzw. am Probentisch 1 selbst um 90° um- gelenkt und strömt radial vom Auftreffpunkt und parallel zum Probentisch 1 ab. Durch die hohe Stromungsgeschwindigkeit und das entstehende Gasvolumen ist es nicht möglich, das abgelöste Material lokal an der Wirkungsstelle abzusaugen. Die Absaugung der Pro- zeßgase erfolgt daher außerhalb des Probentisches 1 mittels der Stromungsfalle 21, die seitlich zu dem Probentisch 1 der Ebene seiner Oberflache und den Probentisch vollständig umgebend angeordnet ist. Diese Stromungsfalle 21 fangt das als Oberflachen- Strömung 35 abströmende C02, das von dem CO?-Schnee- Strahl 5 auf der Oberflache des Probentisches 1 erzeugt wird, seitlich auf.
Der Probentisch 1 ist in allen drei Dimensionen be- weglich, über eine Heizung 22 beheizbar und ist von unterhalb über em Ventil 24 und einen Vakuumanschluß 23 an einer Vakuumleitung angeschlossen. Der Probentisch 1 besteht aus einer metallischen Lochplatte, so daß mittels dieses Unterdruckes abzustrahlende Objek- te auf der Oberflache des Probentisches 1 fixiert werden können. Weiterhin ist em Regler 25 für die
Heizung 22 des Probentisches 1 vorgesehen, um diesen auf eine konstante Temperatur zu bringen.
In der Probenkammer wird eine Laminarströmung 6 er- zeugt, die längs der Wände 36 der Reinigungskammer und in Richtung des C02-Schnee-Strahles 5 fließt.
Dem Strahlwerkzeug 2 wird über einen Kühler 26, einen Filter 27 und ein Hochdruckventil 28 flüssiges C02 aus einem C02-Behälter 34 zugeführt. In gleicher Weise wird der Strahlvorrichtung 2 über eine Armatur mit Druckminderer 32, ein Hochdruckventil 30 und ein weiteres Ventil 31 gasförmiges N2 aus einem N2-Behälter 33 zugeführt. Die beiden Hochdruckventile 28 und 30 sind an eine Steuerung 29 angeschlossen.
Damit besteht die beschriebene erfindungsgemäße Vorrichtung im Kern aus folgenden Komponenten:
1. Eine mit Reinstluft durchströmte Reinigungskammer 36 (z.B. Reinheitsklasse 1 gemäß VDI 2083 Blatt 1, Strömungsgeschwindigkeit 0,4 m/s),
2. ein Strahlwerkzeug 2 mit einer Beschleunigungs- und Mischdüse sowie einer Ionisierungseinheit
(nicht gezeigt) ,
3. der Absaugvorrichtung 21,
4. einer Aufbereitungsanlage (nicht gezeigt) für das von der Absaugvorrichtung 21 abgesogene Gas, und
5. einem beheizten Probentisch 1.
Diese erfindungsgemäße Vorrichtung erzeugt eine tur-
bulenzarme Reinstluftströmung in der Reinigungskammer 36, die so gerichtet ist, daß das Strahlwerkzeug 2 vor dem Probentisch 1 liegt und der Probentisch 1 senkrecht prallend angeströmt wird. In Kombination mit der Absaugvorrichtung 21 wird daher eine durch die Injektionswirkung des Reinigungsstrahles erfolgende unkontrollierbare Verunreinigung aus der Luft vermieden. Zugleich wird verhindert, daß sich mit der Zeit Schmutznester im Bereich der gesamten Anlage bilden.
Das Strahlwerkzeug 2 setzt sich im wesentlichen aus zwei ineinander integrierten Düsen zusammen: Zum einen als erste Düse eine Kapillare, durch die das un- ter hohem Druck verflüssigte Kohlendioxid geleitet wird. Am konisch erweiterten Ende der Kapillare tritt das flüssige Kohlendioxid aus, wobei etwa 55 % der Masse durch Expansion verdampft und etwa 45 % sich durch Resublimation zu kleinen Kristallen, zu dem C02-Eisschnee, verfestigt. Die Menge des ausströmenden C02 kann durch Variation und des Kapillardurchmessers eingestellt werden.
Zum anderen weist das Strahlwerkzeug 2 eine zweite Düse auf, die konzentrisch die erste Düse und die Kapillare umschließt. Diese zweite Düse ist eine Laval- düse, die bei Raumtemperatur überschallschnelles, trockenes Druckgas (N2) ausstößt. Durch dieses Druckgas wird zum einen der Trockeneisschnee-Strahl ge- stützt und weiterhin zu einem parallelen Strahl gebündelt und beschleunigt.
Dieser Druck- bzw. Stützstrahl kann zeitversetzt zu dem C02-Schnee-Strahl gestartet bzw. beendet werden, so daß bei einem Zuschalten des C02-Schnee-Strahls nach dem Start des Druckgasstrahles die Umgebungsluft
vom Remigungspunkt ferngehalten wird. Damit wird die Kondensation von Luftfeuchtigkeit an dem durch den Reinigungsstrahl gekühlten Reinigungspunkt erfolgreich unterbunden. Zum selben Zweck kann der Stütz- strahl erst nach dem C02-Schnee-Strahl abgeschaltet werden.
Der Stützstrahl aus trockenem Druckgas führt weiterhin dazu, daß die Substratoberfläche nach erfolgter Reinigung am Reinigungspunkt rasch wieder erwärmt wird.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Strahlwerkzeug, das nunmehr genauer beschrie- ben werden soll.
Das Strahlwerkzeug setzt sich im wesentlichen aus zwei ineinander integrierte Düsen zusammen: Eine Kapillare 42, durch die das unter hohem Druck verflüs- sigte C02 geleitet wird und an deren konisch erweitertem Ende 49 das C02 expandiert. Hierbei entsteht ein Gemisch aus Gas- und Trockeneisschnee. Der Schneeanteil beträgt ungefähr 45 % der ausströmenden Gesamtmasse. Die Menge des ausströmenden C02 kann durch Variation des Durchmessers der Kapillare 42 eingestellt werden.
Weiterhin wird die Kapillare 42 konzentrisch von einer speziellen Lavaldüse 51 umschlossen, aus der über eine Leitung 56 zugeführtes, trockenes Druckgas
(Reinstluft oder Reinststickstoff) überschallschnell ausströmt. Dieser Druckgasstrahl bündelt den Stahl aus Trockeneisschnee zu einem Parallelstrahl und beschleunigt diesen. Zusätzlich wird durch diesen Druckgas-Stützstrahl die Umgebungsluft vom Reinigungspunkt ferngehalten und die Substratoberfläche
nach erfolgter Reinigung recht schnell wieder erwärmt. Die Kondensation von Luftfeuchtigkeit wird somit erfolgreich unterbunden.
Die Lavaldüse 51 wird durch die Außenkontur einer Dusennadel 45, die d e Kapillare 42 enthalt und durch die Innenkontur eines Dusenkopfes 46 gebildet. Die Lavaldüse 51 kann durch Veränderung des minimalen Querschnitts mittels Verschiebens der Dusennadel 45 relativ zum Dusenkopf 46 feinjustiert und optimal eingestellt werden. Die Fixierung erfolgt dann durch Unterlegen von geeigneten Distanzscheiben zwischen einem an der Dusennadel 45 angeordneten Flansch 43 und dem Dusenkopf 46.
Sowohl das flussige C02 als auch das Druckgas wird über die Dusennadel 45 zugeführt. Das Druckgas strömt dann zur Beruhigung über vier emlaßseitig an der Lavaldüse 51 angeordnete sternförmigen Bohrungen in die Vorkammer der Lavaldüse 51. Aus der Lavaldüse strömt das Druckgas mit Überschau, drallfrei und symmetrisch aus.
Das CO: wird über die Kapillare 42 zugeführt, die im Kanal der Dusennadel 45 gefuhrt wird. Em Stopfen 48 am unteren Ende der Dusennadel 45 zentriert die Kapillare 42 und dichtet zugleich den Druckgaskanal nach unten ab. Am oberen Ende wird der Druckgaskanal durch die C02-Leιtung 40 und deren Verschraubung 41 verschlossen.
Da das C02 aufgrund von Druckanderung innerhalb der Geometrie der Lavaldüse 51 den Aggregatzustand wech- sen wurde, sind die beiden Düsen, die Lavaldüse 41 und die am Ende der Kapillare 42 ausgebildete Schnee- Duse 49 so angeordnet, daß das Stutzgas erst dem fer-
tigen Trockeneisschnee-Strahl zugemischt wird. Ansonsten wäre die Funktion des Strahlwerkzeugs nicht gewährleistet .
Abgedichtet wird das ganze System durch zwei Dichtungen, namlich einer Packung 44 mit Flansch 43 sowie einer dünnen Metallfolie zwischen Dusenkopf 46 und einer Anschlußplatte 55.
Am Dusenende ist em Metallring 50 mit drei Ionisationsspitzen durch einen Isolator 47 isoliert angebracht, der über em Hochspannungkabel 53 mit einem rgelbaren Ionisator verbunden ist. Über die Ionisationsspitzen des Metallrings 50 wird die stark nega- tive Aufladung des C02-Strahles beim Kristallisieren des C02 am Ausgang der Kapillare 42 durch kontinuierliches Deionisieren kompensiert.
Weiterhin ist die Kapillare 42 mittels eines Masse- kabeis geerdet, so daß die Ladungstrennung m der
Randschicht des durch die Kapillare stromenden flussigen C02 hmeichend aufgehoben wird.
Die Absaugung des vom Trockeneisstrahl abgelösten Ma- terials direkt an der Wirkungsstelle, ist aufgrund der hohen Stromungsgeschwindigkeit und des entstehenden Gasvolumens mit einer herkömmlichen Absaugvorrichtung nicht möglich. Daher wurde eine erfmdungsgemaße Absaugvorrichtung 21 eingesetzt.
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch die Ebene des Probentisches 1. Der Probentisch 1 ist vollständig von einem Absaugrohr 65 der Absaugvorrichtung 21 in der Ebene des Probentisches 1 umgeben. Der gewöhnlich senkrecht zum Probentrager ausgerichtete Gasstrahl 5 wird an den meist flachen Reinigungsobjekten bzw. am
Probentisch selbst um 90° umgelenkt und strömt radial vom Auftreffpunkt auf der Oberflache des Objektes oder des Probentisches als laminare Strömung 35 ab. Die Absaugung der Prozeßgase erfolgt bei der erfm- dungsgemaßen Absaugvorrichtung 21 daher nur außerhalb des Probentisches. Wie in Fig. 5 zu erkennen ist, weist das Absaugrohr 65 einen nierenformigen Querschnitt mit Einbuchtungen m der Ebene des Probentisches 1 auf. Auf der Seite des Probentisches 1 ist diese Einbuchtung als Gasemlaßoffnung geöffnet. Das vom Probentisch 1 abströmende Gas 35 trifft folglich auf die Innenwand des Absaugringes 65 und wird, unterstutzt durch den Mittenknick 66 aufgrund der nierenformigen Einschnürung m der Ebene des Probenti- sches 1, nach oben bzw. nach unten umgelenkt. Durch die Geometrie dieser Stromungsfalle 21 wird das mit hoher Geschwindigkeit vom Probentisch 1 abströmende Prozeßgas 35 (Druckgas, C02-Gas, abgetragene Partikel 4) m eine zu den Ecken des Absaugringes 65 fließende Drallstromung 63 überfuhrt. In den Ecken des Absau- gnnges 65 befinden sich Ventilatoren 61, die mit dem Absaugring 65 über Absaugoffnungen 64 m Verbindung stehen. Diese Ventilatoren erzeugen einen Absaugvolumenstrom über einen Absaugkanal 60, der den Fluß die- ser Strahlstromung unterstutzt und em Ruckfließen zum Probentrager verhindert.
Die Offnungen 64 zwischen dem Absaugring 65 und dem Absaugkanal 60 befinden sich dabei ober- und unter- halb des Mittenknicks 66, so daß die gebildeten Wirbel 63 abgesaugt werden.
Das Absaugvolumen der Ventilatoren 61 wird über eine Drehzahlsteuerung standig der Summe von laminarem Zu- luft-Gasstrom 6 (siehe Fig. 2) und Reinigungsgasstrom 5 angepaßt. Der Zuluftstrom ermittelt sich über die
freie Querschnittsflache des Absaugringes 65 und die Zuluftgeschwindigkeit (Geschwindigkeit des Reinstgasstromes 6) . Die Berechnung des Reinigungs- gasstromes 5 erfolgt im wesentlichen anhand des Durch esseres der Kapillare 42 der C02-Zuführung, der Geometrie der Lavaldüse 51 sowie des Vordruckes des Druck/Stützgases in herkömmlicher Weise.
Das abgesaugte Gas wird anschließend von den Ventila- toren 61 zu einer Prozeßabluftanlage 62 geblasen, wo die abgesaugte Luft gereinigt, aufbereitet und/oder weiterverwertet werden kann.
Mit diesem System wurden bereits verschiedene Teile aus der Mikrosystem- bzw. Feinwerktechnik erfolgreich gereinigt. Dazu gehören beispielsweise Kontaktflächen von Mikroschaltern, Düsenelemente aus der Drucktechnik, auf einem Keramikträger aufgebaute Mikro- chips und Stanzteile für den Bau von Schaltelementen. Dabei wurden sowohl partikuläre Ablagerungen als auch biotische und/oder abiotische Beschichtung wie beispielsweise Fingerabdrücke oder dünne Lackschichten entfernt .
Als weitere vorteilhafte Ausgestaltung, ist die C02- Zuführung so ausgebildet, daß kurze C02-Strahlstöße erzeugt werden können. Diese sind verglichen mit einem kontinuierlichen C02-Strahl wesentlich effektiver, da hier im Vergleich zu der längeren Einwirk- zeit des Trockeneisstrahles höhere Thermospannungen erzeugt werden.
Fig. 6 zeigt ein Beispiel für eine Reinigung mit der erfmdungsgemaßen Vorrichtung. Oben sind verkrustetet Düsen eines Tintenstrahldruckkopfes dargestellt, die erfindungsgemäß gereinigt wurden. Im unteren Teil der
Abbildung ist em Mikrochip auf einem Keramiktrager dargestellt, dessen Verzunderung auf der rechten Seite zu sehen ist. Linksseitig ist m diesem Bild der gereinigte Bereich zu erkennen.
Fig. 7 zeigt eine Lackschicht, die mit der erfm- dungsgemaßen Vorrichtung behandelt wurde. Die Darstellung in Fig. 7 ist 50fach vergoßert. Wie zu erkennen ist, ist die Lackschicht teilweise mit dem er- fmdungsgemaßen Verfahren abgetragen worden. Deutlich ist die Rißbildung und die Absprengung vom Grundmaterial zu erkennen.
Patentansprüche
1. Strahlwerkzeug (2) zur Erzeugung eines Strahles aus C02-Schnee mit einer ersten Düse (49) zur Erzeugung eines C02-Schnee-Strahles und einer zweiten Düse (51) zur Erzeugung eines Stutzbzw. Druckstrahles, wobei die zweite Düse (51) die erste Düse (49) umgibt, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß die zweite Düse (51) eine Düse zur Erzeugung eines Uberschall-Strahles ist.
2. Strahlwerkzeug (2) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Düse eine Laval-Duse (51) ist.
3. Strahlwerkzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Düse (51) so ausgebildet ist, daß sie den Strahl der ersten Düse bündelt, vorzugsweise parallel b ndelt, und/oder beschleunigt.
4. Strahlwerkzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Düse (49) mit einer Kapillare (42) als Zuleitung verbunden ist.
5. Strahlwerkzeug (2) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Kapilla- re (42) elektrisch geerdet ist.
6. Ξtrahlwerkzeug (2) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Düse (49) als konische Erweiterung der Kapillare (42) ausgebildet ist.
7. Strahlwerkzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Düse (51) die erste Düse (49) konzentrisch umschließt .
8. Strahlwerkzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlwerkzeug (2) eine Dusennadel (45) und einen diese umgebenden Dusenkopf (46) aufweist, wobei die erste Düse (49) m der Dusennadel (45) angeordnet ist.
9. Strahlwerkzeug (2) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Düse (51) als Zwischenraum zwischen Dusennadel
(45) und Dusenkopf (46) ausgebildet ist.
10. Strahlwerkzeug (2) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontur der zweiten Düse (51) durch die Außenkontur der
Dusennadel (45) und/oder durch die Innenkontur des Dusenkopfes (46) ausgebildet ist.
11. Strahlwerkzeug (2) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Dusennadel (45) längs des Dusenkopfes (46) verschiebbar
12. Strahlwerkzeug (2) nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren
Ende der Dusennadel (45) eine Vorrichtung zur Lagerung und Zentrierung der Dusennadel (45) m dem Dusenkopf (46) angeordnet ist.
13. Strahlwerkzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei-
te Düse (51) an ihrem Einlaß mehrere sternförmige Bohrungen zur Gaszufuhr aufweist.
14. Strahlwerkzeug (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in
Strahlrichtung hinter der ersten Düse (49) eine Vorrichtung (50) zur Deionisation des Co2- Schnee-Strahles angeordnet ist.
15. Strahlwerkzeug (2) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (50) zur Deionisation einen zur ersten Düse (49) konzentrischen Metallring aufweist.
16. Strahlwerkzeug (2) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallring mindestens eine in den Strahlbereich ragende Ionisationsspitze aufweist.
17. Strahlwerkzeug (2) nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (50) zur Deionisation über ein Hochspannungskabel (53) mit einem Ionisator verbunden ist .
18. Strahlwerkzeug (2) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Ionisator regelbar ist.
19. Vorrichtung zur Behandlung, beispielsweise zur Abreinigung, der Oberfläche eines Objektes (1), beispielsweise eines Werkstückes oder eines Probentisches, durch Anstrahlen der Oberfläche mit C02-Schnee g e k e n n z e i c h n e t durch ein Strahlwerkzeug (2) zum Erzeugen eines Strah-
les aus C02-Schnee nach einem der vorhergehenden Ansprüche .
20. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das Strahlwerkzeug
(2) und das Objekt (1) m einer Reinigungskammer (36) angeordnet sind.
21. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Reinigungskammer
(36) von Reinstluft (6) durchströmt ist.
22. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rei- nigungskam er (36) von der Reinstluft (6) turbulenzarm, quasilaminar durchströmt ist.
23. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden drei Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rei- nigungskammer (36) einen Probentisch (1) zur
Montage eines zu behandelnden oder abzuremigen- den Werkst ckes aufweist.
24. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Probentisch (1) beheizbar ist.
25. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Probentisch (1) elektrisch beheizbar ist.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Probentisch (1) eine flache Metallplatte zur Befestigung des zu behandelnden oder abzuremigenden Werkstucks aufweist .
27. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallplatte mehrere Bohrungen aufweist und eine Vakuumpumpe (23) zum Anlegen eines Vakuums an die Bohrungen vorgesehen ist.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Objekt derart in der Reinigungskammer (36) angeordnet ist, daß seine Oberflache von der Reinstluft (6) senkrecht prallend angeströmt ist.
29. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 28, gekennzeichnet durch eine, gegebenenfalls in der
Remigungskämmer (36) angeordnete Absaugvorrich- tung (21) zum Absaugen von Luft von der Oberflache des Objektes (1), mit einem Absaugrohr (65), das das Objekt (1) m der Ebene der Oberflache vollständig umgibt und längs seines Innenumfangs
Gasdurchtπttsoffnungen aufweist .
30. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt des Absaugrohres (65) derart ausgebildet ist, daß die abgesaugte Luft innerhalb des Rohres (65) längs seines Querschnitts Wirbel (63) bildet.
31. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ab- saugrohr (65) einen nierenformigen Querschnitt mit einer Einbuchtung längs seines Außenumfangs aufweist .
32. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das Absaugrohr (65)
längs der Einbuchtung längs seines Innenumfangs als Gasdurchtrittsöffnung geöffnet ist.
33. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die längs des Außenumfangs des Absaugrohres (65) vorhandene Einbuchtung einen als spitz zusammenlaufende, nach innen weisende Kante ausgebildeten Mittenknick (66) aufweist.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 29 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß das Absaugrohr (65) mit mindestens einem Ventilator (61) zur Absaugung der Luft aus dem Absaugrohr (65) verbunden ist.
35. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Ventilator (61) in seiner Drehzahl regelbar ist.
36. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Ventilator (61) über Öffnungen (64) mit dem Absaugrohr (65) verbunden ist, die an der Ober- und/oder Unterseite des Absaugrohres
(65) angeordnet sind.
37. Vorrichtung nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der in- destens eine Ventilator (61) über Öffnungen (64) mit dem Absaugrohr (65) verbunden ist, die seitlich des Mittenknicks (66) angeordnet sind.
38. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 29 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß das Absaugrohr (65) ringförmig ausgebildet ist.
39. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 29 bis 37, dadurch gekennzeichnet, daß das Absaugrohr (65) als Vieleck ausgebildet ist.
40. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das Absaugrohr (65) zwischen e zwei benachbarten Ecken bogenförmig in Richtung des Objektes (1) gekrümmt ist.
41. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Ecke des Vielecks em, vorzugsweise regelbarer, Ventilator (61) gemäß einem der Ansprüche 34 bis 37 angeordnet ist.
42. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 29 bis 41, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufbereitungsanlage für abgesaugte Luft und darin gegebenen- falls enthaltene Partikel vorgesehen ist.
43. Verwendung eines Strahlwerkzeugs (2) und/oder einer Vorrichtung zur Behandlung, insbesondere Abreinigung, von Oberflachen nach einem der vor- hergehenden Ansprüche zum Reinigen von Oberflachen und/oder der Entfernung von Beschichtungen im Bereich der optischen Industrie, der Medizintechnik, der pharmazeutischen Industrie, der Lackiertechnik, der Mikrotechnik und/oder der Femwerktechnik und anderen.
44. Verwendung nach dem vorhergehenden Anspruch zur Behandlung weicher Oberflachen, zur Entfernung partikularer, biotischer und/oder abiotischer Beschichtungen und/oder Ablagerungen und/oder zur Entfernung von Lackschichten.
5. Verwendung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche zur Behandlung von Oberflächen im sub- μm-Bereich .