Pflanzenhalter
Die Erfindung bezieht sich auf einen Pflanzenhalter nach dem Oberbegriff von Anspruch 1
Pflanzenhalterringe und -stutzen sowie Gestelle aus Kunststoff oder Metall sind seit langem bekannt und werden verwendet, um Pflanzen und insbesondere Stauden zu stutzen und zu bundein, die wegen schwacher Stiele und Kopflastigkeit dazu neigen, durch ihr Eigengewicht oder durch Wind und Regen in den Stielen abzudrehen, abzuknicken oder abzubrechen
Aus der DE 361 809 ist ein Gewachshalter bekannt, der aus einem Ring aus Federdraht besteht, der mittels Spiralwindungen des Federdrahts, die einen Pflock umwickeln, am Pflock in der Hohe verschiebbar befestigt ist und der zum Offnen des Rings einen Verschluß aus Haken und Ose aufweist Weil der Ring an nur einem Pflock befestigt ist, um den herum sich der Ring verdrehen kann, bietet ein derartiger Gewachshalter keine Verdrehsicherung, wenn zum Beispiel der Wind seitlich in die gehaltenen Pflanzen hineinstreicht Des weiteren kann nachteilig nur ein Pflock von bestimmtem, den Spiralwindungen entsprechendem Durchmesser verwendet werden Um Hohenverstellung zu gewahrleisten, muß der Pflock diesen Durchmesser über den gesamten Bereich der Hohenverstellung glattwandig aufweisen Es kann also nicht ein beliebiger Stab, zum Beispiel aus Bambus, als Pflock verwendet werden
Aus der DE 88 00 789 Ul ist eine Stutzvorrichtung für Staudenpflanzen bekannt, die aus mindestens einem Stützring besteht, der von mindestens drei über den Umfang gleichmäßig verteilten Stützstäben getragen wird Die Enden der Stutzstäbe bilden jeweils eine Öse, und der Ring bildet auf seinem Umfang drei axiale Schlaufen. Je eine Schlaufe nimmt die Öse je eines Stutzstabs auf und klemmt den Stutzstab zwischen den parallel zum Stab verlaufenden Schlaufenschenkeln ein Für verschiedene Pflanzengrößen sind Stützstäbe in verschiedenen Längen vorgesehen. Eine derartige Stützvorrichtung hat den Nachteil, nur sehr begrenzt durch verschieden tiefes Einstecken der Stützstäbe in den Erdboden hohenverstellbar zu sein Außerdem können nur die vorgesehenen Stutzstäbe aus Stahldraht und nicht beliebige Stangen oder Stecken, zum Beispiel Bambusstäbe, verwendet werden
Aus der CH 296 518 ist eine Anordnung aus elastischem Draht auf einem Stutzstab zum Bündeln von Pflanzen bekannt, bei der der Draht ringförmig gebogen ist, mittels eines Verschlusses aus Haken und Öse zu offnen und zu schließen ist und zum Anbringen an den Stützstab ein Drahtende vom Ringverschluß aus radial in den Bereich des Ringmittelpunkts verläuft und dort in zwei ringparallelen Ebenen Drahtschlaufen zum Befestigen am Stutzstab bildet Auch ein derartiger Gewachshalter bietet keine Verdrehsicherung, weil der Drahtring an nur einem Stützstab befestigt ist Das Biegen der räumlichen Anordnung der Drahtwindungen in zwei Ebenen ist fertigungstechnisch aufwendig. Das Anbringen des Drahtrings am Stutzstab ist unhandlich, weil der Stab an zwei Stellen mit dem Ring verbunden werden muß und zudem im Bereich des Ringmittelpunkts, also mitten in der zu bündelnden Pflanze, angeordnet werden muß
Aus der EP 0 358 565 A2 ist eine Stutzvorrichtung für Pflanzen bekannt, die ein ringförmiges Element aufweist sowie Stützen oder Stecken, an denen durch Verbindungen das ringförmige Element angebracht ist Eine derartige Stutzvorrichtung hat
den Nachteil, auf den Durchmesser des ringförmigen Elements festgelegt zu sein, und nur Pflanzen oder Pflanzengruppen dieses Durchmessers bundein zu können Die Ausgestaltung der Verbindungen als Kunststoff-Spange, die an den Kunststoff- Ring integral angeformt sind, hat des weiteren den Nachteil, die für die Verbindung notige Klemmspannung aufgrund allgemein bekannter Kriecheigenschaften von Kunststoff zu verlieren und daher nicht zuverlässig zu sein Außerdem verwittern und versproden Kunststoffe, so daß eine derartige Spange dazu neigt zu zerbrechen und die Vorrichtung insgesamt keine große Lebensdauer hat, wenn sie der Witterung längere Zeit ausgesetzt ist
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen robusten Pflanzenhalter zu schaffen, der zuverlässig an verschiedenartigen Stutzstaben in variabler Hohe befestigt werden kann
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 formulierten Merkmale gelost
Bei der vorliegenden Erfindung besteht ein Pflanzenhalter aus federndem Draht, der aus Metall und von Kunststoff ummantelt sein kann, und ist zum Anbringen an Stutzstabe mit mindestens zwei Klemmvorrichtungen zur Aufnahme der Stutzstabe versehen Jede Klemmvorrichtung ist als Einbuchtung des Drahts in den Pflanzenhalter ausgebildet Von einer der Einbuchtung gegenüberliegenden Seite aus ist jeweils ein Stutzstab in die jeweilige Einbuchtung einsetzbar Die Schenkel jeder Einbuchtung verlaufen so zueinander, daß zwischen ihnen mittels Federkraft mindestens eines Abschnitts der Einbuchtung der Stutzstab klemmbar ist
Der Pflanzenhalter kann langgestreckt ausgebildet und zum Beispiel mit zwei Klemmvorrichtungen versehen sein, so daß zwei Stutzstabe, zum Beispiel zwei Bambusstabe, im wesentlichen senkrecht in die Erde gesteckt werden mit einem Abstand zueinander, der dem Abstand der Klemmvorrichtungen des Pflanzenhalters
entspricht. Der Pflanzenhalter kann dann als gerade, aber auch gekrümmte oder anders geformte langgestreckte Querstrebe mittels der Klemmvorrichtungen an den beiden Bambusstäben in beliebiger, ungefähr gleicher Höhe schnell und einfach festgeklemmt werden und dort Pflanzen, insbesondere Stauden, die zum Beispiel durch ihren Wuchs in dieser Richtung drohen abzuknicken, stützen. Dieser erfindungsgemäße Pflanzenhalter kann an jedem Ende der Querstrebe ein Verbindungselement, zum Beispiel eine Öse an einem Ende und einen Haken am anderen Ende, zum Aneinanderreihen an einem gleichen oder ahnlichen Pflanzenhalter aufweisen Dadurch kann der als Querstrebe ausgebildete Pflanzenhalter durch Einhaken verlängert werden. Durch Aneinanderreihen von mehreren als Querstrebe ausgebildeten Pflanzenhaltern kann eine ringförmige Anordnung von Pflanzenhaltern aneinandergehakt werden, wozu mindestens drei als Querstrebe ausgebildete Pflanzenhalter notig sind, die dann ein Dreieck bilden Auf diese Weise können größere Pflanzen- oder Staudenbundel umfangen und gestützt oder gebündelt werden
Der erfindungsgemäße Pflanzenhalter kann auch ringförmig ausgebildet sein Er kann dann vorzugsweise drei Klemmvorrichtungen zur Aufnahme von Stützstäben aufweisen sowie Verbindungselemente als Verschluß und zum Offnen des Rings Ein ringförmiger erfindungsgemaßer Pftanzenhalter läßt sich einfach offnen, um eine zu bündelnde oder zu stützende Pflanze herum führen und wieder schließen Stutzstabe können um die Pflanze herum in die Erde gesteckt, von außen in die Einbuchtungen der Klemmvorrichtungen gesetzt und auf diese Weise schnell, einfach und in der Höhe an den Stützstäben verschieblich festgeklemmt werden
Der erfindungsgemäße Pflanzenhalter kann aus einem Drahtstrang gebogen sein, wobei die Verbindungselemente von haken- und osenförmig gebogenen Enden gebildet sind und die Klemmvorrichtungen als Einbuchtungen biegend geformt sind Die Einbuchtungen des Drahts können dabei eine trichterförmige Mundung haben,
um das Einfuhren des zu klemmenden Stutzstabs in die Einbuchtung zu erleichtern Ein aufgeweiteter Bereich kann in der Einbuchtung gebildet sein, in welchem der zu klemmende Stutzstab zum Liegen kommt, so daß der Stutzstab aufgrund der Federkraft eines Drahtabschnitts weder aus der Einbuchtung herausspringt noch weiter in die Einbuchtung hineinschnellt Um Letzteres zu vermeiden, können im Bereich zwischen dem Grund der Einbuchtung und dem Bereich, in dem der Stutzstab klemmbar ist, die Schenkel scherenartig uberkreuzt sein Der Grund der Einbuchtung kann von Federwindungen, zum Beispiel eindreiviertel Federwindungen, gebildet sein Auf diese Weise ist dort eine Spiralfeder gebildet Alternativ ist auch eine Schenkelfeder möglich, indem der Metalldraht im Grund der Einbuchtung um 180° geknickt ist und von dort aus die beiden Schenkel über eine gewisse federnde Lange bis zum Bereich, in dem der Stutzstab zu klemmen ist, parallel verlaufen
Der erfindungsgemaße Pflanzenhalter ist vorzugsweise aus federndem Spanndraht gebildet, kann aber auch aus Federdraht gebildet sein Der Draht ist vorzugsweise verzinkt und sein Durchmesser betragt vorzugsweise mehr als 3 mm Der Draht ist vorzugsweise kunststoffummantelt, wobei der Kunststoff grün eingefarbt sein kann, um den Pflanzenhalter in der zu stutzenden Pflanze möglichst unsichtbar zu machen
Um besonders bei dem ringförmig ausgebildeten Pflanzenhalter den Stutzbereich weiter zu segmentieren, können Aufteilungsdrahte vorgesehen sein, deren Enden hakenförmig sind und deren Lange dem Abstand zwischen dem Grund zweier Einbuchtungen entspricht, so daß die Aufteilungsdrahte dort eingehakt werden können Der Draht kann auch besonders in dem Bereich, der die Ringform bildet, Einbuchtungen oder Ösen aufweisen, um dort Aufteilungsdrahte entsprechender Lange einhaken zu können
Der erfindungsgemaße Pflanzenhalter ist also einfach und kostengünstig aus federndem Draht herzustellen und diesem Material entsprechend robust und von hoher
Lebensdauer Der erfindungsgemaße Pflanzenhalter ist mit Stutzstaben beliebiger Art, Bambusstecken, geraden Asten, Holzleisten, Rundholzern, Kunststoffstäben, oder Drahtabschnitten usw , zu verwenden Deren Durchmesser braucht der Ausgestaltung der Klemmvorrichtung nur in dem Bereich grob entsprechen, wo die Klemmvorrichtung am Stutzstab angebracht werden soll Die Gestalt des Pflanzenhalters, ob ringförmig, als gerade Querstrebe, als Kreissegment, oder in beliebiger anderer auch raumlich gebogener Form, kann den Anforderungen des Marktes oder des einzelnen Kunden einfach angepaßt werden, denn aus Draht ist der erfindungsgemaße Pflanzenhalter immer auch nachtraglich verformbar und auf diese Weise auch nachspannbar, wenn er durch Gebrauch an Spannung verliert
Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden anhand der beigefugten Zeichnungen beschrieben
Fig 1 zeigt eine Draufsicht auf einen erfmdungsgemaßen Pflanzenhalter in Ringform
Fig 2 zeigt eine raumliche Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfmdungsgemaßen Klemmvorrichtung an einem Stutzstab
Fig 3a zeigt eine Draufsicht auf einen erfmdungsgemaßen Pflanzenhalter in Form einer langgestreckten, geraden Querstrebe
Fig 3b zeigt ein Ende des Pflanzenhalters aus Fig 3a in Seitenansicht
Fig 4 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausfuhrungsform eines erfmdungsgemaßen Pflanzenhalters in Ringform mit Aufteilungsdrahten
Fig 5 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine weitere Ausfuhrungsform eines erfmdungsgemaßen Pflanzenhalters in Ringform mit Aufteilungsdrahten
Fig 6 zeigt eine schematische Draufsicht auf Anordnungsmoglichkeiten eines erfindungsgemäßen Pflanzenhalters nach Fig 3 a und b
Mit Bezug auf Fig 1 ist ein Pflanzenhalter 2 aus einem Strang federnden Metalldrahts ringförmig gebogen und weist drei Einbuchtungen 6 auf Mittels eines Verschlusses 12 ist der Pflanzenhalter 2 durch Einhaken des hakenförmigen Endes 14 in das osenformige Ende 16 des Metalldrahts geschlossen Jede der Einbuchtungen 6 hat eine trichterförmige Mundung 18 sowie einen Bereich augenformiger Erweiterung 20, der dadurch entsteht, daß die Schenkel 10 jeder Einbuchtung voneinander weg und wieder aufeinander zu laufen Die wieder aufeinander zu laufenden Schenkel 10 uberkreuzen sich in Richtung des Grundes 8 der Einbuchtung Im Grund 8 jeder Einbuchtung 6 ist eine Spiralfeder durch 1 V* schraubenförmige Federwindungen ausgebildet Wie in Fig 2 zu sehen, kann der Pflanzenhalter 2 mittels seiner drei Klemmvorrichtungen 6 an drei beliebige Stutzstäbe, zum Beispiel Bambusstabe 4, die in dreieckiger Anordnung zueinander um die zu stutzende Pflanze herum ins Erdreich gesteckt sind, in beliebiger Höhe angeklemmt werden Dazu wird der ringförmige Pflanzenhalter 2 mittels des Verschlusses 12 geöffnet, elastisch aufgespreizt, um die Pflanze herumgeführt und wieder geschlossen Der Pflanzenhalter 2 ist also nachtraglich in beliebiger Hohe und an beliebigen Stutzstaben anklemmbar
Fig 2 zeigt die Anordnung einer erfmdungsgemaßen Klemmvorrichtung in Form einer Einbuchtung 6 in den Metalldraht, aus dem der Pflanzenhalter 2 gebildet ist, an einen Bambusstab Die Klemmvorrichtung 6 entspricht der zu Fig 1 beschriebenen, nur daß in Fig 2 die Schenkel 10' einander in Richtung zum Grund 8 der Einbuchtung nicht kreuzen. In Fig 2 ist der aufgeweitete Bereich 20 der Einbuchtung und
dessen Funktion zum Halten des Bambusstabs 4 in dem zum Klemmen vorgesehenen aufgeweiteten Bereich besonders gut erkennbar
Fign 4 und 5 zeigen schematisch zwei weitere Ausfuhrungsformen eines ringförmigen Pflanzenhalters 2, der durch Aufteilungsdrahte 22 segmentiert ist Die Aufteilungsdrahte 22 haben hakenförmige Enden In Fig 4 sind diese jeweils zwischen dem Grund 8' einer Einbuchtung und einer Ose 24, die auf einem den Ring bildenden Abschnitt des Pflanzenhalters 2 gebildet ist, angespannt In Fig 5 befinden sich die Aufteilungsdrahte 22 nur jeweils zwischen dem Grund 8' von zwei Einbuchtungen
In Fig 4 sind Einbuchtungen in den Ring 2 erkennbar, deren Grund 8' von einem 180°-Knick gebildet ist mit von dort aus parallel verlaufenden Schenkeln, die auf diese Weise eine Schenkelfeder zum Einklemmen eines Stutzstabs in der Einbuchtung bilden
Fign 3a und b zeigen eine alternative Ausfuhrungsform der Erfindung in Form einer langgestreckten, geraden Querstrebe Dieser Pflanzenhalter 2' ist aus einem Strang federnden Drahts hergestellt, dessen eines Ende 14' hakenförmig und dessen anderes Ende 16' osenformig gebogen ist Zwei Klemmvorrichtungen sind als Einbuchtungen 6 in den Metalldraht, aus dem der Pflanzenhalter 2' geformt ist, ausgebildet Die Klemmvorrichtungen in Fig 3 sind entsprechend den Klemmvorrichtungen in Fig 1 ausgebildet
Mittels der haken- und osenformig gebogenen Enden des Pflanzenhalters 2' können mehrere derartige Pflanzenhalter 2' durch Einhaken aneinandergereiht werden, so daß sich Anordnungen ergeben können, wie sie in Fig 6 dargestellt sind Jeder Pflanzenhalter 2' wird dabei als Querstrebe an zwei ins Erdreich gesteckte, im wesentlichen senkrecht parallele Stutzstabe (nicht dargestellt) angeklemmt, prin-
zipiell entsprechend Fig 2 Derartige Anordnungen können ringförmig aneinandergereiht werden, wie in Fig 6 die dreieckige Anordnung zeigt, oder linienformig, wie die Anordnung aus zwei Pflanzenhaltern 2' in Fig 2 Die Anordnung in Fig 6, aus drei Pflanzenhaltern 2' in der Ecke einer Mauer 30, zeigt eine weitere Vaπations- moglichkeit, bei der ein handelsüblicher Schraubhaken und eine handelsübliche Schraubose an die entsprechenden Stellen in der Mauer gedreht werden und die Anordnung dort eingehakt wird Auf diese Weise lassen sich Pflanzen, die sich in dieser Mauerecke befinden, wirkungsvoll abstützen Vorteilhafterweise werden die Einbuchtungen, wie in Fig 6 zu sehen, in die zu stutzenden Pflanzen hineinweisend angeordnet, um sie möglichst unsichtbar zu machen Dies ergibt sich beim ringförmigen Pflanzenhalter 2 in Fig 1 aus der Gestalt des Pflanzenhalters Wie in der dreieckigen Anordnung in Fig 6 zu sehen, können die Klemmvorrichtungen aber auch von den Pflanzen wegweisen