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Die Erfindung betrifft einen Transponder gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Ein solcher Transponder ist bereits aus der DE 39 35 364 Cl bekannt.
Transponder bestehen üblicherweise aus einem Sende/Emp- fangsmodul sowie daran angeschlossenen Sende- und Empfangsantennen. In vielen Anwendungen werden die Transponder als sogenannte Funketiketten, (z.B. für Diebstahlsicherungssy- steme in Kaufhäusern oder für Gepäckerfassungs- und ver- teilungssysteme auf Flughäfen und Bahnhöfen) eingesetzt, indem sie an die zu überwachenden bzw. zu erfassenden Gegenstände (Verkaufsgüter, Gepäckstücke usw.) angebracht werden und mit einer bestimmten Codierung versehen werden,
die - bei Diebstahlsicherungssyte en im Falle eines Diebstahls bzw. bei Gepäckverteilungssystemen an bestimmten Stationen des Verteilersystems - mit Sende/Empfangsgeräten in eine Wirkverbindung treten und per Funk Daten austau- sehen (u.a. die in dem Transponder gespeicherte Codierung).
Funketiketten werden häufig - ähnlich einem herkömmlichen Gepäckanhänger - in Form eines Papier- oder Plastikfolien- Trägers realisiert, auf den die funktechnischen Komponenten (hier also Sendeantenne, Empfangsantenne, Sende/Empfangsmodul) aufgebracht sind.
Vorgeschlagen wurden bereits Funketiketten, die mit Drahtspulen als Sende- und Empfangsantenne ausgerüstet sind, die mit einem Sende/Empfangsmodul in Form einer integrierten Schaltung verbunden sind. Bei dieser Lösung sind beiden Drahtspulenantennen und die integrierte Schaltung auf einem gemeinsamen Träger angeordnet. Sende- und Empfangsfrequenz sind voneinander verschieden.
Vorgeschlagen wurde ferner ein Funketikett mit einer Antenne und einem als integrierte Schaltung realisierten Sende/Empfangsmodul, bei dem die Antenne als spulenförmig ausgebildete planare Leiterstruktur auf beiden Seiten einer Folie angeordnet ist.
Diese Art der Funketiketten ist wegen des doppelseitig zu bearbeitenden Folienkörpers teuer in der Herstellung und erfordert eine oder mehrere Durchkontaktierungen durch den Folienkörper hindurch, um die beiden Antennenteile bzw. das Sende/Empfangsmodul auch mit dem auf der anderen Folienseite angeordneten Antennenteil verbinden zu können.
Bekannt sind ferner sogenannte Kontaktchip-Smart-Karten, bei denen der bidirektionale Datenaustausch und die Energieversorgung der Karten über ein Kontaktfeld erfolgen, sobald die Karte in ein zugeordnetes Lese/Schreibgerät ge- steckt wird (vgl. hierzu z.B.: G. Roethenbaugh: "Technology overview: The smart card continues to grow" ; in: Automatic I.D. News Europe (June 1996) , Seiten 19 bis 20) .
Aus der eingangs genannten DE 39 35 364 Cl ist ferner ein Transponder bekannt, bei dem mit einer einzigen integrierten Schaltung der bidirektionale Datenaustausch und die Energieversorgung der Schaltung entweder über eine Funkverbindung oder über ein Kontaktfeld erfolgen kann.
Der Transponder weist ein Kontaktfeld sowie eine Sende- und eine Empfangsantenne auf. Über einen Umschalter können wahlweise entweder das Umschaltfeld oder die beiden Antennen an eine gemeinsam genutzte Sende/Empfangsschaltung mit Speicher angeschlossen werden. Sende- und Empfangsfrequenz sind bei dieser Lösung verschieden. Umschalter, Sende/Empfangsschaltung und Speicher sind in Form einer einzigen integrierten Schaltung auf der Oberseite eines Trägerkörpers realisiert, auf der sich auch das Kontaktfeld und die beiden Antennen befinden.
Die hierzu speziell angepaßte integrierte Schaltung, eine sogenannte ASIC-Schaltung (ASIC = Application Specific Xntegrated Circuit) , ist sehr aufwendig in ihrem Aufbau und sehr teuer in ihrer Herstellung. Zudem ist eine zuverlässi- ge Energieversorgung des ASICs aus Kαnstruktionsgründen nur mit erheblichem Aufwand realisierbar, da die heute erhältlichen Mikroprozessoren einen hohen Strombedarf haben wegen der Beläge auf den Kontakten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Transponder zu schaffen, bei dem der bidirektionale Datenaustausch und die Energieversorgung des Transponders ebenfalls über eine Funkverbindung bzw. ein Kontaktfeld erfolgen kann, der aber kostengünstiger hergestellt werden kann.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ist durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 beschrieben. Die übrigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung.
Der wesentliche Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß mit der funktionalen Auftrennung der Sende/Empfangs- Gesamtschaltung in eine erste Sende/Empfangsschaltung für die Funkverbindung und eine zweite Sende/Empfangsschaltung für die Kontaktverbindung einerseits und die Verwendung eines gemeinsamen Speichers für die beiden separaten und voneinander unabhängigen betreibbaren Sende/Empfangsschal- tungen der Transponder insgesamt kostengünstiger herge- stellt werden kann, da auf Standard-ASICs zurückgegriffen werden kann, die aufgrund ihrer hohen Stückzahlen kostengünstiger produziert werden können.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß die beiden Übertragungsarten parallel betrieben werden können; der
Transponder kann z.B. über die Funkverbindung senden und gleichzeitig über das Kontaktfeld empfangen (oder umgekehrt) .
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines bevorzugten und in der einzigen Figur dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Die Figur zeigt einen Transponder in der Draufsicht, bei dem der bidirektionale Datenaustausch mit einem (nicht gezeigten) Lese/Schreibgerät sowohl über eine Funkverbindung als auch über eine Kontaktverbindung erfolgen kann. Der Transponder ist in Form eines sogenannten Funketiketts realisiert, bei dem die für die Funkverbindung vorgesehene erste Sende/Empfangsschaltung 3 einer Sende/Empfangs-Gesamtschaltung zusammen mit der zugehörigen Sendeantenne 4 auf einer gemeinsamen Folie 5 integriert sind. Die erste Sende/Empfangsschaltung 3 ist ferner mit einer separaten Empfangsantenne 2 verbunden. Empfangsantenne 2 sowie Folie 5 mit der Sendeantenne 4 und der ersten Sende/Empfangsschaltung 3 der Sende/Empfangs-Gesamtschaltung sind dabei auf einer Seite eines flexiblen, biegsamen Trägers 1 ange- ordnet. Ferner befindet sich auf der Rückseite des Trägers 1 eine - z.B. von Telefonkarten her an sich bekannte - zweite Sende/Empfangsschaltung 6 der Sende/Empfangs-Gesamtschaltung des Transponders, die über ein Kontaktfeld mit dem (nicht gezeigten) Lese/Schreibgerät Daten austauschen kann bzw. hierüber die für den Betrieb erforderliche Energie erhält. In dem Ausschnitt X der Figur ist die Sende/ Empfangsschaltung 6 so dargestellt, wie sie bei Betrachtung der Rückseite des Trägers 1 zu sehen wäre.
Beide Schaltungsteile 3, 6 der Sende/Empfangs-Gesamtschaltung greifen während ihres Betriebs auf einen gemeinsam genutzten Speicher zu, der ebenfalls auf der gleichen Seite des Trägers 1 wie die Sende/Empfangsschaltung 3 angeordnet ist und in dem u.a. die Codierung abgespeichert ist.
Die beiden separaten und voneinander unabhängigen Sende/ Empfangsschaltungen 3 und 6 der Sende/Empfangs-Gesamtschaltung sind jeweils in Form von ASICs realisiert, der (nicht gezeigte) gemeinsame Speicher in Form eines von zwei
Abfragestellen ansprechbaren "Dual-port-RAM" (RAM = Eandom- Δccess-Memory) , der sowohl über den Funkverbindungs-ASIC als auch über den Kontaktverbindungs-ASIC beschrieben bzw. ausgelesen werden kann. Vorteilhafterweise ist das RAM in FRAM-Technologie aufgebaut (FRAM = nichtflüchtiges Eerro- electric-EΔM) .
Der bidirektionale Datenaustausch und die Versorgung mit Energie per Funkverbindung wird über die Sendeantenne 4 und Empfangsantenne 2 und die Sende/Empfangsschaltung 3 abgewickelt, wobei Sende- und E pfangsfrequenz sowie die für den Sende- und Empfangsfall angewendeten Modulationsarten verschieden voneinander sind (z.B. Senden auf 132 KHz (FSK- Modulation) , Empfangen im Bereich 2 - 4 MHz (PSK-Modula- tion) ) .
Der bidrektionale Datenaustausch und die Versorgung mit Energie über Kontaktverbindung wird über die Sende/Empfangsschaltung 6 abgewickelt, die mit ihrem Kontaktfeld in direktem Kontakt mit dem entsprechenden Kontaktfeld des (nicht gezeigten) Lese/Schreibgeräts tritt.
Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist, sondern sinn- gemäß auf weitere übertragbar ist.
So ist es z.B. möglich, den Funkverbindungs-ASIC (3 in der Figur) sowie die Sendeantenne (4 in der Figur) und den von beiden ASICs (3 und 6 in der Figur) gemeinsam genutzten RAM-Speicher zusammen mit der Folie (5 in der Figur) auf dem von der der Empfangsantenne (2 in der Figur) umschlossenen Fläche des Trägers (1 in der Figur) anzuordnen, um so die benötigte Trägerfläche entsprechend verkleinern zu können.
Ferner ist es möglich, auch den Kontaktverbindungs-AΞIC (6 in der Figur) auf der Tragerseite anzuordnen, auf der sich auch die übrigen Baugruppen (2 bis 5 in der Figur) befin- den.