Steuereinrichtung für einen einseitig arbeitenden Arbeits zy linder
B e s c h r e i b u n g
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Steuerung eines einen Kolben mit einseitiger Kolbenstange aufweisenden doppelt wirkenden Arbeitszylinders mittels eines Mehrwegeventiles, welches das Arbeitsmedium jeweils einem der großenunterεchiedlichen Hubraume des Arbeitszylinders zufuhrt und von dem anderen Hubraum wahrend des Kolbenhubes abströmen laßt, wobei das in Kolbenschieberoauweise ausgebildete Mehrwegeventil einen Pumpenanschluß P, einen Anschluß AI für eine Zu- und Abfuhrleitung zwischen dem großen Hubraum des Arbeitszylinders und dem Mehrwegeventil, einen Anschluß Bl für eine Zu- und Abfuhrleitung zwischen dem kleinen Hubraum des Arbeitszylinders und dem Mehrwegeventil, einen Anschluß A2 für eine an die zwischen dem Anschluß AI und dem großen Hubraum des Arbeitszylinders bestehende Zu- und Abfuhrleitung angeschlossene Verbmdungsleitung und zwei Tankanschlusse Tl , T2 aufweist, und wobei der Ventilkolben des
Mehrwegeventils wenigstens fünf an Ringbunden angeordnete Steuerkanten aufweist und die Anschlüsse P, AI, A2, Bl, Tl, T2 derart angeordnet sind, daß beim Ausfahren des Kolbens zur Ausnutzung der Dif erentialwirkung des Arbeitszylinders mit schneller Kolbenbewegung die Zu- und Abfuhrleitung mit dem Anschluß A2, und beim Einfahren des Kolbens Anschluß AI mit Tl und Anschluß A2 mit T2 verbindbar sind.
Eine Einrichtung mit den vorgenannten Merkmalen ist in der DE 30 00 260 C2 beschrieben; die daraus bekannte Schaltungεanordnung mit einer Zuordnung von sechs hintereinanderliegenden Anschlüssen des eingesetzten Mehrwegeventils soll einerseits ein Verfahren des Kolbens des Arbeitszylinders mit Differentialwirkung, das heißt mit schneller Kolbenbewegung ermöglichen, und andererseits eine möglichst kleine bauliche Auslegung des Mehrwegeventils bei einer gleichmäßigen Beaufschlagung der bei dem Mehrwegeventil vorgesehenen fünf Steuerkanten mit der gleichen Menge an Arbeitsmedium in beiden Bewegungsrichtungen des Kolbens des Arbeitszylinders sicherstellen .
Hierzu ist bei der bekannten Einrichtung beim Ausfahren des Kolbens des Arbeitszylinders die über die Verbindungsleitung mit dem großen Hubraum des Arbeitszylinders verbundene zusätzliche Anschlußöffnung über eine zugeordnete und nur den über diese Verbindungsleitung fließenden Strom an Arbeitsmedium steuernde Steuerkante mit der als Abfluß vom kleinen Hubraum wirkenden Leitung verbunden, wobei gleichzeitig über eine andere Steuerkante und somit
unabhängig von dem Fließweg zwischen den Hubräumen des Arbeitszylinders der Pumpenanschluß mit der Zuleitung zum großen Hubraum des Arbeitszylinders verbunden ist. Gleichzeitig ist beim Einfahren des Kolbens des Arbeitszylinders die Verbindung über einen in dem Mehrwegeventil vorgesehenen weiteren Anschluß mit dem Tank verbindbar .
Es ist zusätzlich durch die Einschaltung eines gesonderten Wegeventils die Möglichkeit geschaffen, einerseits die Vorlaufbewegung des Kolbens des Arbeitszylinders unter Ausnutzung der Differentialwirkung des Zylinders einzustellen, andererseits jedoch in der ausge ahrenen Endstellung der Kolbenstange die volle Kraft einzusetzen. Hierzu ist in der ausgefahrenen Stellung der Kolbenstange der kleine Hubraum des Arbeitszylinders an den Tank angeschlossen, wobei bei der entsprechenden Schaltstellung des Wegeventils dem an der großen Fläche des Kolbens des Arbeitszylinders wirkenden Druck kein Druck in dem kleinen Hubraum des Arbeitszylinders mehr entgegenwirkt, so daß die Haltekraft gegenüber dem Zustand beim Ausfahren der Kolbenstange auf das Doppelte erhöht wird.
Mit der bekannten Ausführung ist zunächst nur die Schaltung angesprochen, bei ausgefahrener Kolbenstange die volle Kraft wirksam werden zu lassen, wobei zusätzlich der besondere Nachteil besteht, daß das zusätzliche Wegeventil einen vermehrten Aufwand bei der entsprechenden Ausgestaltung der Steuerungseinrichtung bedeutet, insbesondere auch deswegen, weil dieses Wegeventil auf die gleiche Nenngröße ausgelegt
sein muß, wie das der Hauptsteuerung des Arbeitszylinders dienende Mehrwegeventil, weil in dem angesprochenen Funktionsfall des Anschlusses des kleinen Hubraumes an den Tank der gleiche Durchlaß an Arbeitsmedium über das Wegeventil zu führen ist wie dies für das Mehrwegeventil gilt .
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer Steuerungseinrichtung für einen Differentialzylinder mit den eingangs genannten Merkmalen die Möglichkeit zu schaffen, bei Fortfall eines zusätzlichen Wegeventils die Einstellung der vollen am Kolben des Arbeitszylinders wirkenden Kraft auch zu Beginn der Ausfahrbewegung der Kolbenstange und bei Überschreiten eines vorgegebenen Kolbenhubes im Arbeitszylinder die Differentialbewegung mit schneller Kolbenbewegung einzustellen.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich einschließlich vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung aus dem Inhalt der Patentansprüche, welche dieser Beschreibung nachgestellt sind.
Die Erfindung richtet sich darauf, daß ein zusätzlicher Anschluß B2 für eine an die zwischen dem Anschluß Bl und dem kleinen Hubraum des Arbeitszylinders bestehende Zu- und Abfuhrleitung angeschlossene zusätzliche Verbindungsleitung vorgesehen und zur Steuerung der beiden Anschlüsse des Arbeitszylinders an dem Ventilkolben sieben Steuerkanten ausgebildet und den sieben Anschlüssen P, AI, A2, Bl, B2, Tl, T2 des Mehrwegeventils derart zugeordnet sind, daß zu
Beginn der Ausfahrbewegung der Kolbenstange die an den kleinen Hubraum des Arbeitszylinders angeschlossene Zu- und Abfuhrleitung mit einem Tankanschluß Tl oder T2 verbunden und nach Überfahren der dem bei Erreichen einer vorgegebenen Stellung des Kolbens im Arbeitszylinder eingestellten Beginn der über den Rest der Ausfahrbewegung der Kolbenstange wirksamen Differentialbewegung entsprechenden Ventilkolbenstellung die Verbindung zwischen der Zu- und Abfuhrleitung und dem Tankanschluß Tl oder T2 gesperrt und die Verbindung zwischen der Zu- und Abfuhrleitung und dem Anschluß A2 geöffnet wird.
Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, daß aufgrund der Ausbildung einer zusätzlichen siebten Anschlußöffnung in dem Mehrwegeventil selbst und die angepaßte Ausbildung des Ventilkolbens mit sieben Steuerkanten ein zusätzliches Wegeventil entfallen kann, da dessen Funktion sowohl bezüglich der Ausbildung einer zusätzlichen Tankverbindung als auch bezüglich des Zeitpunktes der Sperrung des zusätzlichen Tankanschlusses für die Differentialbewegung des Kolbens in dem Mehrwegeven il selbst integriert ist. Weist das bekannte Mehrwegeventil noch fünf Steuerkanten für die Ansteuerung der zwei Anschlüsse des Arbeitszylinders auf, so zeichnet sich das erfindungsgemäße Mehrwegeventil durch sieben an dem Ventilkolben ausgebildete Steuerkanten aus, wobei die Steuerkanten jeweils in drei unterschiedlichen Stellungen des Ventilkolbens wirksam werden, nämlich in einer ersten Stellung beim Einfahren der Kolbenstange und in einer über den Weg des Kolbens im Arbeitszylinder abgestuften zweiten und dritten Stellung beim Ausfahren der Kolbenstange. Durch die zusätzliche siebte Anschlußöffnung wird die Baugröße des Mehrwegeventils
nur unwesentlich vergrößert.
Nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das Mehrwegeventil so ausgebildet, daß das Mehrwegeventil sieben jeweils mit einem Ringkanal kommunizierende Öffnungen P, AI, A2, Bl, B2, Tl, T2 aufweist, wobei - beginnend am nicht gesperrten Ventilende - die Öffnungen Tl zum Tank, AI zum großen Hubraum, P zur Pumpe, Bl zum kleinen Hubraum, A2 zur Verbindungsleitung, T2 zum Tank und B2 zur Verbindungslei ung führen, und wobei die Ringbunde in der Mittelstellung des Ventilkolbens jeder zweiten Öffnung AI, Bl, A2 und dem zugehörigen Ringkanal in Absperrfunktion zugeordnet sind, und daß in der Mittelstellung des Ventilkolbens die außenliegende Öffnung B2 zur Öffnung T2 offen und in der beim Ausfahren der Kolbenstange bei Erreichen der dem vorgegebenen Beginn der Differentialbewegung entsprechenden Stellung des Ventilkolbens durch die zugeordnete Steuerkante gegen die Öffnung T2 gesperrt wird. Bei der vorgegebenen Reihenfolge der Anschlußöffnungen in dem Mehrwegeventil ist insbesondere die über den Weg des Kolbens im Arbeitszylinder in der zweiten und dritten Stellung des Ventilkolbens erforderliche Änderung in der Schaltung der Anschlußöffnungen dadurch verwirklicht, daß zunächst über die Anschlußöffnung B2 der kleine Hubraum des Arbeitszylinders mit einem Tankanschluß verbunden ist, während beim Ausfahren der Kolbenstange zum Zeitpunkt des Erreichens des Beginns der Differentialbewegung diese Verbindung gesperrt wird.
Bei einer alternativen Ausführungsform des Mehrwegeventils ist vorgesehen, daß das Mehrwegeventil sieben jeweils mit
einem Ringkanal kommunizierende Öffnungen P, AI, A2 , Bl, B2 , Tl, T2 aufweist, wobei die Ringbunde in der Mittelstellung des Ventilkolbens jeder zweiten Öffnung und dem zugehörigen Ringkanal zugeordnet sind, wobei - beginnend am nicht gesperrten Ventilende - die Öffnungen Tl zum Tank, AI zum großen Hubraum, P zur Pumpe, Bl zum kleinen Hubraum, T2 zum Tank, A2 zur Verbindungsleitung und B2 zur Verbindungsleitung führen, und daß der Ventilkolben vier Ringbunde aufweist, von denen drei Ringbunde in der Mittelstellung des Ventilkolbens den Öffnungen AI, Bl, A2 und dem zugehörigen Ringkanal in Absperrfunktion zugeordnet sind und der vierte Kolbenbund der Öffnung T2 zugeordnet und derart angeordnet und ausgelegt ist, daß in der Mittelstellung des Ventilkolbens einerseits die Öffnung T2 zum Anschluß Bl offen ist sowie in der beim Ausfahren der Kolbenstange bei Erreichen der dem vorgesehenen Beginn der Differentialbewegung entsprechenden Stellung des Ventilkolbens durch die zugehörige Steuerkante gegen die Öffnung Bl gesperrt wird und andererseits in der dem Einfahren der Kolbenstange entsprechenden Stellung des Ventilkolbens die Verbindung der Öffnungen T2 und A2 offen eingerichtet ist . Dieser alternativen Ausführungsform liegt eine geänderte Reihenfolge der Anschlußöffnungen zugrunde, weswegen an dem Ventilkolben auch vier Ringbunde ausgebildet sind. Der vierte Ringbund ist dabei allein dem Anschluß T2 zugeordnet und so ausgelegt, daß zunächst über den Anschluß Bl eine offene Verbindung zwischen dem kleinen Hubraum des Arbeitszylinders und einem Tankanschluß gegeben ist; diese Verbindung wird bei dem Versetzen des Ventilkolbens mit Erreichen des Beginns der gewünschten Differentialbewegung gesperrt, wobei gleichzeitig der vierte Kolbenbund den
Anschluß T2 in Richtung des benachbarten Anschlusses A2 immer offen läßt, so daß die an sich bei vier Ringbunden gegebene achte Steuerkante nicht funktionswirksam ist, vielmehr auch diese Ausführungsform sieben wirksame Steuerkanten aufweist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben, welche nachstehend beschrieben sind; es zeigen :
Fig. 1 einen hydraulischen Schaltplan zur Steuerung eines Differentialzylinders einschließlich der Schaltung des mit sieben Anschlußöffnungen versehenen Mehrwegeventils ;
Fig. 2 den Gegenstand der Figur 1 in einer anderen Ausführungsform.
Die Zeichnung gibt lediglich die Ausgangsstellung für die nachstehende Funktionserläuterung ohne Rücksicht auf die maßstäbliche Ausführung der Öffnungen und Ringbunde als Anhalt wieder, so daß die konstruktive Auslegung und Wahl der Abmessungen von dem Durchschnittsfachmann in Kenntnis der von der Erfindung gewollten Funktionszusammenhänge zu treffen ist.
Der Differentialzylinder besteht aus einem Arbeitszylinder 10 sowie einem sich darin verschiebenden und beiderseits unterschiedliche Flächen aufweisenden Kolben 11 mit einer Kolbenstange 12. Der Kolben 11 unterteilt den
Arbeitszylinder 10 in einen großen Hubraum 13 und einen kleinen Hubraum 14. Jeder Hubraum 13, 14 besitzt an den Enden je eine Zu- und zugleich Abfuhrleitung 15 bzw. 16 für das Arbeitsmedium, welches nachfolgend beispielsweise Öl genannt ist. Das Öl befindet sich in einem (in getrennten Teilen dargestellten) Tank 17 und wird mittels einer Pumpe 18 dem Mehrwegeventil 19 zugeordnet, um von dort je nach Stellung des Ventilkolbens 20 zu dem Differentialzylinder 10 oder in zugeschalteten Abfuhrleitungen zum Tank 17 zu strömen. Bei dieser Darstellung wurden für das Verständnis der Erfindung nicht wichtige Elemente, wie Druckbegrenzungs- ventile, Drosselrückschlagventile oder dergleichen weggelassen.
Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel hat das Mehrwegeventil 19 in der Reihe sieben Öffnungen Tl, AI, P, Bl, A2, T2, B2 , die in dieser Reihenfolge mit dem Tank 17, der zum großen Hubraum 13 führenden Zu- und Abfuhrleitung 15, der Pumpe 18, der zum kleinen Hubraum 14 führenden Zu- und Abfuhrleitung 16 einer in die Leitung 15 einmündenden Verbindungsleitung 22, wiederum den Tank 17 und einer in die Zu- und Abfuhrleitung 16 einmündenden weiteren Verbindungsleitung 23 verbunden sind und in der gezeichneten Mittelstellung des Ventilkolbens 20 (Null-Stellung) innerhalb des angedeuteten Ventilgehäuses in zugeordnete Ringkanäle übergehen. Diese Ringkanäle sind durch an dem Ventilkolben 20 ausgebildete Ringbunde 21 in der Null- Stellung in einer zu beschreibenden Weise gesperrt bzw. offen.
In der dargestellten Null-Stellung sind die Anschlüsse AI, Bl und T2 durch die drei Ringbunde 21 des Ventilkolbens 20 gesperrt. Gleichzeitig läßt der den Anschluß B2 teilweise sperrende Endbund 25 des Ventilkolbens 20 einen Strömungsweg 26 zum in der Null-Stellung durch den zugeordneten Ringbund 21 gesperrten Anschluß T2 offen, wobei das Maß des durch die fehlende Überdeckung des Endbundes 25 mit dem Anschluß B2 verwirklichten Strömungsweges 26 von der Länge des Kolbenhubes des Kolbens 11 im Arbeitszylinder 10 abhängig ist, nach dessen Durchlaufen die Differentialbewegung des Kolbens ll beginnen soll .
Wenn der Ventilkolben 20 nach links versetzt wird, erfolgt eine gleichzeitige Freigabe bzw. Verbindung der Anschlüsse AI und P einerseits, während andererseits der Anschluß T2 zum Anschluß B2 geöffnet wird, der seinerseits aufgrund der Stellung des Endbundes 25 zunächst noch den Strömungsweg 26 offenläßt. Während dieses Abschnittes des von dem Ventilkolben 20 zurückgelegten Weges beaufschlagt die Pumpe über den Anschluß AI und die Zu- und Abfuhrleitung 15 den großen Hubraum 13 des Arbeitszylinders 10, wobei zwischen dem kleinen Hubraum 14 des Arbeitszylinders 10 und dem Tankanschluß T2 über die Zu- und Abfuhrleitung 16 sowie die davon abgehende, zum Anschluß B2 führende Verbindungsleitung 23 eine offene Verbindung besteht, so daß dem an der großen Fläche des Kolbens 11 wirkenden Druck kein Druck in dem kleinen Hubraum 14 mehr entgegensteht . Wird nun während des Kolbenhubes des Kolbens 11 im Arbeitszylinder 10 der durch die Ausbildung des Ventilkolbens bestimmte Zeitpunkt des Beginns der Differentialbewegung erreicht, so sperrt der
Endbund 25 des Ventilkolbens 20 mit der zugeordneten Steuerkante 5 den Anschluß B2 , während gleichzeitig der Anschluß Bl mit dem Anschluß A2 verbunden wird. Damit wird das aus dem kleinen Hubraum 14 bei der Fortbewegung des Kolbens 11 verdrängte Öl über die Zu- und Abfuhrleitung 16 und den Anschluß Bl zum Anschluß A2 und von hier aus über die Verbindungsleitung 22 der Zu- und Abfuhrleitung 15 zum großen Hubraum 13 zugespeist, so daß während der Differentialbewegung des Kolbens 11 im Arbeitszylinder 10 die Pumpe 18 in Bezug auf den großen Hubraum 13 nur die halbe Menge an Arbeitsmedium zu fördern braucht.
Wird der Ventilkolben 20 ausgehend von der in Figur 1 dargestellten Null-Stellung nach rechts versetzt, ist ebenfalls gewährleistet, daß die Fördermenge der Pumpe 18 unverändert bleibt, wenn die Kolbenstange eingeholt wird. Auf der Zufuhrseite ergibt sich dadurch eine Verbindung der Anschlüsse P, Bl über die Zu- und Abfuhrleitung 16 zum kleinen Hubraum 14, während der große Hubraum 13 über die Zu- und Abfuhrleitung 15 und den gegen P gesperrten Anschluß AI mit Tl und über die von der Zu- und Abfuhrleitung 15 abgehende Verbindungsleitung 22 und den Anschluß A2 mit T2 verbunden ist, so daß sich insoweit eine Aufteilung der aus dem großen Hubraum 13 abströmenden Ölmenge ergibt .
Das in Figur 2 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel dadurch, daß in der Reihenfolge der Anschlußleitungen die Anschlüsse T2 und A2 gegenüber dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel vertauscht sind, so daß nun der Anschluß Bl neben T2 und der Anschluß A2
neben B2 liegen. Aufgrund dieser Vertauschung der Anschlußöffnungen sind in der dargestellten Null-Stellung nun die Anschlüsse AI, Bl und A2 durch die drei Ringbunde 21 des Ventilkolbens 20 gesperrt, und zusätzlich ist an dem Ventilkolben 20 ein vierter Kolbenbund 24 ausgebildet und dem Anschluß T2 derart zugeordnet, daß in der Mittelstellung des Ventilkolbens 20 (Null-Stellung) der Ringbund 24 zum Anschluß Bl hin den funktionsgleichen offenen Strömungsweg 26 verwirklicht, während gleichzeitig dafür Sorge getragen ist, daß der Anschluß T2 in Richtung auf den Anschluß A2 in keiner Lage des Ventilkolbens 20 gesperrt ist.
Wird bei diesem Ausführungsbeispiel der Ventilkolben 20 nach links versetzt, erfolgt eine Freigabe der Verbindung der Anschlüsse AI und P, während gleichzeitig der Anschluß Bl geöffnet und dadurch die Verbindung zum Anschluß T2 über den noch offenen Strömungsweg 26 geschaltet wird. Wie zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 beschrieben, erfolgt durch die Beaufschlagung des großen Hubraumes 13 des Arbeitszylinders 10 ein Ausfahren der Kolbenstange, wobei zu Beginn der Ausfahrbewegung der kleine Hubraum 14 des Arbeitszylinders 10 über die Leitung 16, den Anschluß Bl und den noch offenen Strömungsweg 26 mit dem Anschluß T2 verbunden ist, so daß der kleine Hubraum 14 des Arbeitszylinders 10 drucklos geschaltet ist. Bei einem weiteren Versetzen des Ventilkolbens 20 nach links wird die Verbindung zwischen Bl und T2 über die Steuerkante 5 des vierten Kolbenbundes 24 gesperrt, während gleichzeitig die Verbindung zwischen den nebeneinander liegenden Anschlüssen B2, A2 geöffnet wird, so daß das aus dem kleinen Hubraum 14
beim Ausfahren der Kolbenstange 12 verdrängte Öl über die Leitung 16 und die davon abgehende Verbindungsleitung 23, die verbundenen Anschlüsse B2 , A2 und die an A2 anschließende Verbindungsleitung 22 in die Zu- und Abfuhrleitung 15 zum großen Hubraum 13 des Arbeitszylinders 10 eingespeist wird.
Wird ausgehend von der Mittelstellung des Ventilkolbens gemäß Figur 2 der Ventilkolben 20 nach rechts versetzt, so erfolgt eine Verbindung der Anschlüsse P, Bl, über welche der kleine Hubraum 14 des Arbeitszylinders 10 mit Öl beaufschlagt wird; das aus dem großen Hubraum 13 des Arbeitszylinders 10 abströmende Öl verteilt sich über die Leitungen 15 und 22 auf die Anschlüsse AI und A2 und kann von hier aus über die bei der nach rechts versetzten Stellung des Ventilkolbens 20 geschaffene Verbindung zu den Anschlüssen Tl, T2 zum Tank abströmen. Da der vierte Kolbenbund 24 so ausgebildet ist, daß der Anschluß T2 in Richtung auf A2 in keiner Stellung des Ventilkolbens 20 gesperrt ist, ist die gewünschte Verbindung von A2 zu T2 gegeben .
Die in der vorstehenden Beschreibung, den Patentansprüchen, der Zusammenfassung und der Zeichnung offenbarten Merkmale des Gegenstandes dieser Unterlagen können einzeln als auch in beliebigen Kombinationen untereinander für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.