Beschreibung
Vorrichtung zum lösbar gelenkigen Verbinden von tafel¬ förmigen Wandelementen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum lösbar ge- lenkigen Verbinden von tafelförmigen Wandelementen, ins¬ besondere Mehrschichtplatten, mit in den Stirnseiten der Wandelemente angeordneten Hülsenkörpern und in diesen verschieb- und drehbar einsteckbaren Gelenkachsen.
Zur Verbindung von tafelförmigen Wandelementen ist es bekannt (DE-ü-85 28 710) in den Längsrandkantenbereichen durch auf Kuppelglieder aufgesetzte Stiftkörper und kas¬ tenförmige Aufnahmen für die Stiftkörper gebildete Schwenklager vorzusehen. Die so gebildeten Schwenklager bedürfen als Nachteil einen erheblichen baulichen Auf¬ wand. Bei einer weiter bekannten Vorrichtung (EP-AI- 0367857) zur Verbindung von tafelförmigen Wandelementen finden mit festem Abstand nebeneinander verbundene Ge¬ lenkachsen Anwendung, die im Bereich der Längsrandkanten in in die Stirnseiten der Wandelemente angeordnete Hül¬ senkörper eingreifen.
Es ist Aufgabe der Erfindung bei einer Vorrichtung obi¬ ger Gattung deren Aufbau zu vereinfachen und die Ver- bindungsmöglichkeiten zu vergrößern.
Der Erfindung gemäß ist hierzu vorgesehen, daß die Ge¬ lenkachsen durch zwei Gelenkachsenabschnitte gebildet sind, daß die Gelenkachsenabschnitte achsgleich unmit- telbar oder unter Zwischenfügung eines ebenen Stützkör¬ pers miteinander lösbar fest verbindbar oder einzeln
vermittels eines Klemmgliedes am ebenen Stützkörper festlegbar sind. Bevorzugt sind die beiden Abschnitte einer jeden Gelenkachse durch ein in der gemeinsamen Trennungsebene derselben ausgebildetes Schraubgewinde aneinander haltbar. Zweckmäßig sind hierzu in der ge¬ meinsamen Trennungsebene beider Gelenkachsenabschnitte der eine Gelenkachεenabschnitt mit einem Gewindezapfen und der zugehörige andere Gelenkachsenabschnitt mit einer Gewindeöffnung zur Aufnahme des Gewindezapfens versehen, wobei der Gewindezapfen beliebig unmittelbar am zugehörigen Gelenkachsenabschnitt oder an einem mit dem Gelenkachsenabschnitt verbundenen zylindrischen Bund ausgeformt oder angeschnitten ist. Die Ausbildung von Gelenkachsenabschnitten gibt die Möglichkeit einer viel- fältigen Zuordnung beider Gelenkachsenabschnitte zuein¬ ander und zu den Stützkörpern, wodurch sich eine große Anzahl zusätzlicher Verbindungsmöglichkeiten erzielen läßt. Außerdem lassen die Gelenkachsenabschnitte die Bildung der Gelenkachsen in einfacher Weise zu.
In Ausgestaltung der Vorrichtung sind am Einführungsende der Gewindeöffnung eine trichterförmige Einsenkung ange¬ formt und an den einander abgewandten Enden beider Ge¬ lenkabschnitte schräg zueinander und zum freien Ende hin sich erstreckende Randflächen ausgebildet. Die Einsenk¬ ung und die Abschrägungen erlauben behinderungsfreie Verbindungen beider Gelenkachsenabschnitte miteinander bzw. das Einbringen der Gelenkachsenabschnitte in die Hülsenkörper. Außerdem können die beiden Gelenkachsenab- schnitte in der ümfangsfläche mit mindestens je einer Ringnut mit einem in dieser geführten O-Ring versehen sein, der durch Verformung im Hülsenkörper die Gelenk¬ achsenabschnitte reibschlüssig im zugeordneten Hülsen¬ körper fixiert.
Die Verbindung der Gelenkachsenabschnitte miteinander kann beliebig mittels eines Klemmwerkzeuges erfolgen. Die Verbindung ist jedoch einfach dann erzielbar, wenn in den einander abgewandten Stirnseiten der Gelenk- achsenabschnitte Schlüsselflächen ausgebildet sind, die die erforderlichen Drehbewegungen für die Schraubvor¬ gänge bei der Verbindung von Gelenkachsenabschnitten erleichtern helfen. Zweckmäßig sind noch von den Stirn¬ seiten her zugängliche Gewindebohrungen vorgesehen, die sich an den Schlüsselflächen in Richtung der gemeinsamen Trennungsebene erstreckend anschließen.
Weiter ist vorgesehen, in der gemeinsamen Trennungsebene an einem Gelenkachsenabschnitt anschließend einen Gewin- dezapfen größerer Länge auszubilden und durch Eindrehen dieses Gewindezapfens in einer sich im Hülsenkörper an einer als Aufnahme für Gelenkachsenabschnitte dienenden Stecköffnung anschließenden Gewindebohrung den Gelenk¬ zapfenabschnitt gegebenenfalls unter Zwischenfügung eines βbönen Stützkörpers pressend an die Randfläche der Stecköffnung anzulegen. Mittels der Verschraubung ist der Gelenkzapfenabschnitt an einem Wandelement festleg¬ bar und geeignet ein benachbartes Wandelement mit ihrem Hülsenkörper zu halten.
Es versteht sich, daß die Stützkörper beliebig, bevor¬ zugt durch ebene Streifen- und/oder Plattenteile gebil¬ det sein können, die Ausnehmungen für die Durchführung der Gewindezapfen der Gelenkachsenabschnitte aufweisen. Als Stützkörper können auch winklig zueinander sich er¬ streckende Streifenteile dienen, wobei jeder Streifen¬ teil mit einer Ausnehmung für die Durchführung von Ge¬ windezapfen versehen ist. Weiter ist vorgesehen, daß die
Stützkörper sowohl Ausnehmungen für die Durchführung von Gewindezapfen der Gelenkachsenabschnitte als auch im Ab¬ stand neben den Ausnehmungen je einen in stirnseitigen Ausnehmungen der Wandelemente formschlüssig einbring- baren Stift fest aufweisen. Die Stifte ermöglichen ver¬ mittels einfacher Steckvorgänge die durch die Gelenk¬ achsen aneinander gehaltenen Wandelemente ausgerichtet starr miteinander zu verbinden, wodurch stabile Wände mit einer beliebigen Anzahl Wandelemente einfach auf- richtbar sind. Es versteht sich, daß mindestens auf einer Seite am Stützkörper Stifte angeordnet sind. Wei¬ ter ist denkbar, auf beiden Seiten der Stützkörper Stif¬ te vorzusehen, wobei die jeweils den gleichen Bereichen der Stützkörper zugehörigen Stifte achsgleich zueinander ausgebildet sind. Während eine gleichseitige Anordnung von Stiften gemeinsam mit Gelenkachsenabschnitten je¬ weils zwei Wandelemente nebeneinander zu verbinden ver¬ mag, ermöglicht eine beidseitige Anordnung von Stiften und Gelenkachsenabschnitten gleichzeitig mehrere, z.B. vier Wandelemente neben- und übereinander zu verbinden.
Das Einbringen der Gelenkachsenabschnitte in die Hülsen¬ körper läßt sich schließlich noch dadurch erleichtern, daß am Einsteckende der Hülsenkörper ein trichterförmig nach außen abgebogener Randstreifen ausgebildet ist, dessen Stirnseite gleichzeitig das Widerlager für die Stützkörper bildet, während die Innenseite des Rand¬ streifens als Einführungsfläche für die Gelenkachsenab¬ schnitte wirkt.
Fernerhin ist noch vorgesehen, daß die Hülsenkörper in ihrer Gewindebohrung einen Bolzen über eine axiale Steu¬ erkurve, z.B. einem Schraubgewinde höhenverstellbar auf¬ nehmen und daß die Gewindebolzen an den freien Enden
kipp- und drehbar ausgebildete Stützplatten od.dgl. auf¬ weisen. Es ist jedoch auch möglich, die Stützkörper selbst mit Gewindelochungen zu versehen in die Gewinde¬ abschnitte eindrehbar sind, die am freien Ende Fußteile tragen und vermittels auf den Gewindeabschnitten axial verstellbaren und an den Stützkörpern pressend anlegba¬ ren Gewindemuttern an den Stützkörpern fixierbar sind. Letztlich besteht noch die Möglichkeit, Gelenkachsenab¬ schnitte an einem Stützkörper anzuordnen, die in Hülsen- körper benachbarter Wandelemente einbringbar sind und den Stützkörper mit einer höhenverstellbaren Fußstütze auszurüsten.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung verdeutlicht. Hierin zeigen:
Fig. 1 Wandelemente mit einer Vorrichtung im Schnitt, Fig. 2 einen Gelenkachsenabschnitt in Seitenansicht, Fig. 3 einen weiteren Gelenkachsenabschnitt in Seiten- ansieht,
Fig. 4 ein Teilstück eines Stützkörpers, in Seiten¬ ansicht, Fig. 5 eine aus Gelenkachsenabschnitten gebildete Ge¬ lenkachse in Seitenansicht, Fig. 6 einen Hülsenkörper im Schnitt,
Fig. 7 Wandelemente mit einer Vorrichtung, perspekti¬ visch, Fig. 8 Wandelemente mit einer Vorrichtung gemäß einer Ausführung, perspektivisch, Fig. 9 Wandelemente mit einer Vorrichtung anderer
Ausführung, perspektivisch,
Fig. 10 Wandelemente mit einer weiteren Vorrichtung, perspektivisch, Fig. 11 Wandelemente mit einer Vorrichtung anderer Aus¬ führung, perspektivisch, Fig. 12 Wandelemente mit einer einen Stützfuß tragenden
Vorrichtung, perspektivisch, Fig. 13 Wandelemente mit einer Vorrichtung gemäß einer abgewandelten Ausführung, perspektivisch, Fig. 14 Gelenkachsen mit einem Stützkörper in Seitenan- sieht,
Fig. 15 Teilschnitte von Wandelementen mit Hülsenkörpern zur Aufnahme der Gelenkachsen, gemäß Fig. 14, Fig. 16 bis 18 Stützkörper verschiedener Ausführung, Fig. 19 einen Stützkörper mit einer Fußstütze, per- spektivisch und
Fig. 20 eine als Fußstütze dienende Vorrichtung im Schnitt.
In den Fig. sind mit 1 und 2 tafelförmige Wandelemente bezeichnet, die miteinander zu verbinden sind. Die Wand- elemente sind an den einander zugewandten Längsrandkan¬ ten und an den Stirnseiten mit fest aufgebrachten ümlei- mern 3,4 versehen. In Bohrungen 5 nehmen die Wandelemen¬ te 1 und 2 Hülsenkörper 6 fest auf, die beim Ausführ¬ ungsbeispiel über eine Teillänge eine zylindrische öff- nung 7 und eine sich an diese anschließende Gewindebohr¬ ung 8 aufweisen. Die Randbereiche 6 ' der Hülsenkörper 6 sind schräg nach außen ausgebogen, wodurch Einführungs¬ flächen 9 gebildet sind. In die zylindrischen Öffnungen 7 der Hülsenkörper 6 sind Gelenkachsen 10 verdreh- und verschiebbar einbringbar, die beim Ausführungsbeispiel
durch Gelenkachsenabschnitte 10'und 10' ' (Fig. 2 und 3) gebildet sind und gemeinsam im Bereich ihrer Trennungs¬ ebene einen Stützkörper 11 halten. Der Gelenkachsenab¬ schnitt 10' weist einen Bund 12 auf, an dem ein Gewinde- zapfen 13 angeschnitten ist, während der Gelenkachsenab¬ schnitt 10' ' mittig mit einer Gewindebohrung 14 versehen ist. Durch Eindrehen des Gewindezapfens 13 in die Gewin¬ debohrung 14 sind die beiden Gelenkzapfenabschnitte 10' und 10' ' , wie in Fig. 5 gezeigt, miteinander zu einer Gelenkachse 10 verbindbar. Zur kippfreien Verbindung der Gelenkachsenabschnitte 10', 10' ' ist die für die Durch¬ führung des Gewindezapfens 13 vorgesehene Ausnehmung 16 im Stützkörper 11 geringfügig größer und trichterförmig ausgeführt. In den einander abgewandten stirnseitigen Enden sind die Gelenkachsenabschnitte 10', 10'' mit
Schlüsselflächen 15, z.B. Sechskantinnenflächen und mit Gewindebohrungen 34 versehen. Weiter weisen die Gelenk¬ achsenabschnitte 10', 10' ' in ihrer Umfangsflache Ring¬ nuten 17 auf, in die O-Ringe 18 eingebracht sind. Die 0- Ringe 18 erlauben durch Verquetschen eine reibschlüssige Fixierung der Gelenkachsenabschnitte 10' , 10' ' in den Öffnungen 7 der Hülsenkörper•6.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 7 sind an einem strei- fenför igen Stützkörper 11 Gelenkachsenabschnitte 10' und 10' ' zu beiden Seiten angeordnet, wodurch die Wand¬ elemente 1, 2 und weitere Wandelemente 19, 20 miteinan¬ der verbindbar sind. Die Wandelemente 1,2,19,20 weisen in den Stirnseiten zusätzliche Lochungen 21 auf, die für die Aufnahme von an den Stützkörpern 6 fest angeordneten Stiften 22 (Fig. 16 und 19) dienen. Durch Eingreifen der Stifte 22 in die Lochungen 21 sind die Wandelemente 1, 2, 19, 20 ausgerichtet starr verbindbar.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 8 ist der Stützkörper 11 dreieckförmig gestaltet und nimmt je drei Gelenk¬ achsenabschnitte 10' und 10' ' auf. Durch Einführen der Gelenkachsenabschnitte 10',10'* in Hülsenkörper 6 der Wandelemente 1,2,19,20,23,24 ist gleichzeitig eine Ver¬ bindung derselben miteinander erzielbar.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 12 sind an einem strei- fenförmigen Stützkörper 11 Gelenkachsenabschnitte 10' ' aufgesetzt, die vermittels Schrauben (nicht gezeigt) am Stützkörper 11 festgelegt sind. Außerdem trägt der Stützkörper 11 Stifte 22. Beim Einbringen der Gelenk¬ achsenabschnitte 10' ' in Öffnungen 7 der Hülsenkörper 6 der Wandelemente 1,2 und Eintauchen der Stifte 22 in Lochungen 21 sind die beiden Wandelemente 1, 2 starr miteinander verbunden. Zusätzlich weist der Stützkörper 11 unterseitig einen vermittels einer Schraubeinrichtung 26 höhenverstellbaren Fußteil 32 auf, der am freien Ende, eine Stützplatte 27 trägt.
Bei der Vorrichtung der Fig. 9 sind die Gelenkachsenab¬ schnitte 10' mit verlängerten Gewindezapfen 13' verse¬ hen, die in die Gewindebohrungen 8 der Hülsenkörper 6 eindrehbar sind. Die Gelenkachsenabschnitte 10' stützen sich dabei jeweils auf den streifenförmigen Stützkörper 11 ab und dieser wiederum auf die stirnseitigen Enden der Hülsenkörper 6. Auf die Gelenkachsenabschnitte 10' sind weitere Wandelemente 19,20 aufsteckbar.
Bei der Vorrichtung der Fig. 10 sind drei Gelenkachsen¬ abschnitte 10' unter Zwischenfügung eines dreieckigen Stützkörpers 11 mit Gewindezapfen 13' in Gewindebohr¬ ungen 8 der Hülsenkörper 6 der Wandelemente 1,2,19 eingeschraubt. Weiter sind beim Ausführungsbeispiel drei
Wandelemente 20, 23, 24 auf die Gelenkachsenabschnitte 10' aufschiebbar.
In Fig. 11 sind an einem Stützkörper 11 Gelenkachsenab¬ schnitte 10'' mittels in die Gewindebohrungen 34 ein¬ drehbare Schrauben 25 festgelegt und durch Einbringen der Gelenkachsenabschnitte 10'' in Hülsenkörper 6 und Eintauchen der Stifte 22 in Ausnehmungen 21 die Wand¬ elemente 1,2 starr miteinander verbunden.
In Fig. 13 sind in die Gewindebohrungen 8 der Hülsenkör¬ per 6 Schrauben 28 einbringbar, die in Lochungen 29 des Stützkörpers 11 frei geführt sind. Außerdem tauchen stützkÖrperfeste Stifte 22 in Ausnehmungen 21 der Wand- elemente 1,2 ein. Mittels der so gebildeten Vorrichtung ist eine starre Verbindung der Wandelemente 1,2 erzielt.
In Fig. 19 ist der Stützkörper 11 mit Gewindeöffnungen 30 versehen und zur Aufnahme von Gewindestangen 31 ge- eignet, die Stützplatten 32 tragen. Durch Anlegen der
Muttern 33 am Stützkörper 11 sind die Gewindestangen 31 am Stützkörper 11 in ihrer Höhe fixierbar.
Die Fig. 16,17,18 zeigen verschiedene Ausführungsformen von Stützkörpern 11 mit Ausnehmungen 16 und Stiften 22.
In Fig. 14 sind an einem streifenförmigen Stützkörper 11 vier Gelenkachsen 10 angeordnet, die durch miteinander verschraubte Gelenkachsenabschnitte 10', 10'' gebildet sind, während die Wandelemente 1,2 jeweils zwei Hülsen¬ körper 6 nebeneinander aufweisen. Bei gleichzeitiger An¬ ordnung der vier Gelenkachsen 10 sind die beiden Wand¬ elemente 1,2 staar verbindbar. Bei Einbringen von nur einer Gelenkachse in mindestens einem der Wandelemente
1,2, verbleiben diese abschwenkbar miteinander verbun¬ den.
Bei der Vorrichtung der Fig. 20 sind in den Gewindebohr¬ ungen 8 der in den Wandelementen 1,2 eingesetzten Hül¬ senkörpern 6 Gewindebolzen 35 als Fußstützen mehr oder weniger weit einschraubbar, die an den freien Enden Stützplatten 32 tragen.