Ko seintraqsvσrrichtunσ für eine Kokstrocken ü lanlacre
Die Erfindung betrifft eine Kokseintragsvorrichtung für den Kühlschacht einer Kokstrockenkühlanlage, die aus einem sta¬ tionären Trichter mit einer Absaugleitung, einem heb- und senkbaren Trichterunterteil und einem verschiebbaren und heb- und senkbaren Kühlschachtverschluß besteht, dem eine Manipuliervorrichtung mit Antrieb zugeordnet ist.
Bei dieser Vorrichtung, die aus der DE-PS 25 53 386 bekannt ist, ist es nachteilig, daß bei der Beschickung des Kühl¬ schachtes mit dem glühenden Koks eine Kornentmischung stattfindet, die zu einer nachteiligen ungleichmäßigen Durchgasung des Koksbettes im Kühlschacht führt. Bei dieser Vorrichtung ist es außerdem nachteilig, daß der heb- und senkbare Trichter zusätzlich seitlich manipulierbar ausge¬ staltet ist und zusammen mit dem Kühlschachtverschluß auf einem gemeinsamen Fahrgestell angeordnet ist, wodurch ver¬ gleichsweise viel Platz benötigt wird. Insbesondere ist es bei dieser Beschickeinrichtung nachteilig, daß beim Abheben des Kühlschachtverschlusses und seitlichen Verschieben des auf- und abbewegbaren Trichters Staubemissionen seitlich am stationären Trichter vorbei in die Atmosphäre entweichen können, bis der Trichterverschluß seine Abdichtstellung eingenommen hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und die gattungsgemäße Kokseintragsvorrichtung zu vereinfachen, gleichzeitig den Verschlußvorgang für den beweglichen Trichter zu verkürzen, die Durchgasung des Koksbettes zu verbessern und die Staubemissionen wesentlich zu verringern.
Die Lösung dieser Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Kokseintragsvorrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
Die im Trichter der erfindungsgemäßen Kokseintragsvorrich¬ tung angeordnete Verteilerglocke vermeidet beim Einfüllen des glühenden Kokses Entmischungserscheinungen im Kühl¬ schacht. Beim Einfüllen ohne Verteilerglocke treten nämlich Entmischungen im Koksbett des Kühlschachtes auf, die die Durchgasung behindern.
Außerdem entfällt bei der erfindungsgemäßen Kokseintrags¬ vorrichtung, ausgenommen die Variante, bei der nach dem trockenen Metall zu Metall-Dichtungsprinzip ein praktisch emissionsfreies seitliches Verschieben möglich ist, die seitliche Ausweichbewegung des auf- und abbewegbaren Trich¬ terunterteils. Dadurch wird der konstruktive Aufwand ver¬ ringert. Zugleich werden die Staubemissionen wesentlich vermindert, weil das auf- und abbewegbare Trichterun'erteil nur einen vergleichsweise geringen Spalt freiläßt. Im übri¬ gen wirkt der Trichter infolge der Saugwϊrkung des Gebläses wie ein Rauchfang, so daß die seitliche Falschluftansaugung Staubemissionen praktisch vollständig verhindert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 die Kokseintragsvorrichtung in einer Seiten- • ansieht mit seitlich angeordneter Heb- und Senkvorrichtung für das Trichterunterteil mit Verteilerglocke;
Figur 2 den Gegenstand der Figur 1 in einer Stirnan¬ sicht in Füllstellung mit abgesenktem Trich¬ terunterteil und Verteilerglocke;
Figur 3 den Gegenstand der Figur 1 mit angehobenem Trichterunterteil und Verteilerglocke sowie dem Trichterverschluß in Schließstellung und mit Manipulator;
Figur 4 den Gegenstand der Figur 3 mit Trichterver¬ schluß in Ruhestellung;
Figur 5 eine Detailzeichnung des heb- und senkbaren Dichtrings des Trichterunterteils;
Figur 6 eine Detailzeichnung der Verteilerglocke und des Dichtrings mit Heb- und Senkvorrichtung;
Figur 7, eine andere Ausgestaltung des Gegenstandes der 8, 9 Figuren 1 bis 4 mit abgewandelter Heb- und Senk- und 10 Vorrichtung und abgewandeltem Dichtring für Trichterunterteil und Verteilerglocke;
Figur 11 eine Detailansicht des Trichterunterteils mit Dichtring;
Figur 12, eine weitere Ausgestaltung des Gegenstandes der 13, 14 Figuren 7 bis 10 mit abgewandeltem stationären und 15 Trichter sowie Trichterunterteil mit Verteiler¬ glocke;
Figur 16 in zwei Ansichten eine weitere Ausgestaltung der und 17 KokseintragsVorrichtung mit abgewandeltem sta¬ tionären Trichter und unterteiltem heb- und senkbaren sowie guerverschiebliche Trichterun¬ terteil und mit trockenen Metallabdichtungen;
Figur 18 eine DetailZeichnung des Gegenstandes der Figur 16 und 17 im Abdichtungsbereich;
Figur 19 eine Verschlußeinrichtung für den stationären und 20 Trichter in offener und geschlossener Stellung; und
Figur 21 eine Betätigungseinrichtung für den Gegenstand der Figuren 19 und 20.
In Figur 1 ist ein stationärer Trichter 1 abgebildet, der in einer Stützkonstruktion 7 verlagert ist und dem ein heb- und senkbarer Dichtring 11 zugeordnet ist, der gleichzeitig als heb- und senkbares Trichterunterteil 18 ausgestaltet ist und über eine Antriebseinheit 16 betätigbar ist. Diese dient zugleich zum Heben und Senken einer Verteilerglocke 5, die an einen Querträger 39 über ein Rohrstück 40 ange¬ schlossen ist, wie aus Figur 2 ersichtlich ist. Die Stütz¬ konstruktionen 7 sowie die Antriebseinheit 16 sind auf ei¬ ner Bühne 42 abgestützt und befestigt, die in Höhe des Schachtkopfes 51 an einen Kühlschacht 41 angeordnet ist.
Auf dem Schachtkopf 51 des Kühlschachtes 41 ist eine Was¬ sertasse 10 vorgesehen, in die der Dichtring 11 in Dicht¬ stellung hineinragt (Figur 2). Am stationären Trichter 1 sind Absaugleitungen 9 angeordnet (Figur 2), an die hier nicht dargestellte Sauggebläse angeschlossen sind, die beim chargenweisen Einfüllen des heißen Kokses in den Kühl¬ schacht 41 betrieben werden, sowie in den Umrüstzeiten, in denen nach dem Anheben von Verteilerglocke 5 und Dichtring 11 bzw. Trichterunterteil 18 ein Kühlschachtverschluß 8 aus der Ruhestellung (Figur 4) über ein Fahrgestänge 72 mittels Rollen bzw. Rädern 68 in die Abdichtstellung über dem Kühl¬ schacht 41 (Figur 3) verbracht wird. Einsetzen, Abheben und Verfahren des Kühlschachtverschlusses 8 werden mittels ei¬ nes Manipulators 14 vorgenommen, der auf der Bühne 42 ange¬ ordnet ist. In Dichtstellung des Kühlschachtverschlusses 8 ist ein daran befestigter Dichtring 55 in die Wassertasse 10 abgesenkt (Figur 3).
In Figur 5 ist die mit Wasser 13 gefüllte Wassertasse 10 dargestellt, in die der Dichtring 11 eingetaucht ist. Die Verbindung mit dem Trichter 1 bildet ein flexibles Abdicht¬ element 12, daß sich gegen einen Ringkragen 52 des Trich¬ ters 1 abstützt.
In Figur 6 ist die Antriebseinheit 16 zum Heben und Senken der Verteilerglocke 5 und des Dichtringes 11 im Detail dar¬ gestellt, die im Beispiel als Linearantrieb ausgebildet ist.
In den Figuren 7 bis 10 ist eine andere Ausgestaltung des heb- und senkbaren Trichterunterteils 18 dargestellt, das dem auf dem Stützgerüst 7 verlagerten stationären Trichter 1 zugeordnet ist und zugleich die Funktion eines Dichtrings 111 mit wahrnimmt. Die Verteilerglocke 5 ist über das Rohr¬ stück 40 und den Querträger 39 fest am Trichterunterteil 18 angebracht. In angehobener Stellung (Figur 9) ist ausrei¬ chend Platz vorhanden, um den KühlSchachtverschluß 8 aus seiner Ruhestellung (Figur 10) über den Schachtkopf 51 des Kühlschachtes 41 zu manipulieren und dort in seine Dicht¬ stellung abzusenken. Die Antriebseinheit 19 für das heb- und senkbare Trichterunterteil 18 ist im Beispiel als Dop¬ pel-Schubkolbengetriebe ausgestaltet, deren Kolben 71 an einer Traverse 17 angeschlagen sind, an dem das Trichterun¬ terteil 18 befestigt ist. Die Antriebseinheit 19 ist gegen Widerlager 70 abgestützt (Figur 8).
In Figur 11 ist als Detail eine Wassertasse 10 abgebildet, in deren Wasserfüllung 13 der fest am Trichterunterteil 18 angebrachte Dichtring 111 in Dichtstellung eingelassen ist.
In den Figuren 12 bis 15 ist eine Ausgestaltung der Koks- eintragsvorrichtung dargestellt, die sich von der des Ge¬ genstandes der Figuren 7 bis 10 durch eine im Überlappungs¬ bereich des stationären Trichters 1 mit dem Trichterunter¬ teil 18 vorgesehene Anordnung der Absaugleitung 9 unter¬ scheidet, die konstruktive Anpassungen am stationären Trichter 1 und am Trichterunterteil 18 bedingen, die deren äußere Formgestaltung betreffen, wie den Figuren 12 bis 15 im einzelnen entnehmbar ist.
In den Figuren 16 bis 18 ist eine Ausgestaltung der Koks¬ eintragsvorrichtung dargestellt mit einer heb- und senkba¬ ren Verteilerglocke 5, die an einer Traverse 17 befestigt ist, die auf- und abbeweglich in Führungsöffnungen 67 des stationären Trichters 1 geführt ist, die durch Abdichtble¬ che 34 verschließbar sind, die mit der Traverse 17 verbun¬ den sind. Das Anheben und Absenken erfolgt durch An¬ triebseinheiten 190, die an den Enden der Traverse 17 ange¬ schlagen sind (Figur 17).
Dem stationären Trichter 1 ist ein um ein geringes Hubmaß heb- und senkbares Trichterunterteil 18 zugeordnet. Außer¬ dem verfügt diese Kokseintragsvorrichtung über einen ver¬ schiebbaren Trichter 202 und einen verschiebbaren Kühl¬ schachtverschluß 800. Der verschiebbare Trichter 202 und der verschiebbare Kühlschachtverschluß 800 werden über einen gemeinsamen Antrieb verschoben. Der Antrieb ist in der Zeichnung nicht abgebildet.
In Figur 16 ist der verschiebbare Kühlschachtverschluß 800 in' Abdichtstellung und der verschiebbare Trichter 202 in Ruhestellung dargestellt. Sowohl der verschiebbare Trichter 202 als auch der verschiebbare Kühlschachtverschluß 800 tragen beidseitig metallische Dichtringe 31, die mit ent¬ sprechenden metallischen Dichtringen 31 korrespondieren, die am Schachtkopf 51 bzw. im unteren Bereich des heb- und senkbaren Trichterunterteils 18 angeordnet sind. Die metal¬ lischen Dichtringe 31 können auf ihrer Dichtseite wahlweise gepanzert oder weichdichtend ausgebildet sein, gegebenen¬ falls ist eine Kühlung vorgesehen. Zur Reinhaltung der me¬ tallischen Dichtringe 31 sind Düsenringleitungen 32
vorgesehen, die mit Druckluft beaufschlagt werden. In Ruhe¬ stellung können der verschiebbare Trichter 202 bzw. der verschiebbare Kühlschachtverschluß 800 in Abdeckplatten 35 geführt und federnd verlagert sein. Durch die Anwendung des trockenen Metall zu Metall-Dichtungsprinzips werden bei den Austauschvorgängen des verschiebbaren Trichters 202 gegen den verschiebbaren Kühlschachtverschluß 800 praktisch keine Öffnungen zur Atmosphäre hin frei, durch die in diesem Be¬ reich Staubemissionen entweichen könnten.
Wie aus Figur 18, einer Detaildarstellung, zu entnehmen ist, ist das heb- und senkbare Trichterunterteil 18 im Bei¬ spiel zweiteilig ausgestaltet und setzt sich aus einem An¬ preßring 330 und aus einem Teleskopring 333 zusammen. Der Anpreßring 330 ist unten mit einem metallischen Dichtring 31 ausgerüstet und oben mit einer Auskragung 331, der ein Antrieb 332 zugeordnet ist, im Beispiel ein Schubkolbenge¬ triebe, dessen Kolben 335 den Anpreßring 330 an den metal¬ lischen Dichtring 31 des verschiebbaren Kühlschachtver¬ schlusses 800 bzw. des verschiebbaren Trichters 202 an¬ preßt. Der Teleskopring 333 ist in dem Anpreßring 330 ge¬ führt und weist einen Kompensator 334 auf.
Wie in den Figuren 19, 20 und 21 beispielhaft dargestellt ist, kann der stationäre Trichter 1 der Kokseintragsvor¬ richtung mit einem Trichterverschluß 20 ausgerüstet sein, der aus zwei Verschlußplatten 64 und 65 besteht, die in Fi¬ gur 19 in Öffnungsstellung und in Figur 20 in Schließstel¬ lung abgebildet sind. In der raumbildlichen Darstellung der Figur 21 ist die Verschlußplatte 64 an einem Hebelgestänge 66 befestigt, das über einen Antrieb 21 betätigbar ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 stationärer Trichter
202 verschiebbarer Trichter
5 Verteilerglocke heb- und senkbar
7 Stützkonstruktion
8 Kühlschachtverschluß
800 verschiebbarer Kühlschachtverschluß
9 Absaugleitung
10 Wassertasse
11 heb- und senkbarer Dichtring 111 heb- und senkbarer Dichtring
12 flexibles Abdichtelement
13 Wasser
14 Manipulator
16 Antriebseinheit zum Heben und Senken der Verteilerglocke und des Dichtringes
17 Traverse für Verteilerglocke oder -kegel
18 heb- und senkbares Trichterunterteil
19 Antriebseinheit für heb- und senkbares Trichterunterteil
190 Antriebseinheit für heb- und senkbare Verteilerglocke
20 Trichterverschluß
21 Antriebseinheit für Trichterverschluß
31 metallischer Dichtring
32 Düsenringleitung
34 Abdichtbleche