VERFAHREN UND SCHALTUNGSANORDNUNG ZUM ELIMINIEREN
LAUTSTARKEABHANGIGER BILDGROSSENANDERUNGEN, INSBESONDERE VON FARBFERNSEHGERÄTEN MIT 110° - ABLENKUNGS-BILDRÖHREN
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Eliminieren lautstärkeabhängiger Bildgrossenänderungen, insbesondere von Farbfernsehern mit I10°-Ablenkungs-Bildröhren, vorzugsweise zur Anwendung in Geräten mit grosser Tonleistung, wobei die Schaltungen des Gerätes mit über Schaltnetzteile stabilisierten Speisespannungen betrieben werden, die Kissenverzerrung der 110º-Ablenkungs-Bildröhre dagegen durch aktive Ost-West-Rasterkorrektur eingestellt wird.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens, mit stabilisiertem Schaltnetzteil, Horizcntalablenkschaltung und Ver
tikalablenkschaltung, wobei an der Horizontalablenkschaltung eine Ost-West-Korrekturschaltung angeschlossen ist, die einen Verstärker aufweist. Bei den modernen Farbfernsehgeräten verbreitet sich immer mehr gegenüber dem Ton die Anforderung an
2-Kanal-, bzw. Stereoausführung mit einer Leistung, die die bisherige von 2-3 W um Grössenordnungen überschreitet, und in Hi-Fi-Qualität. Die Tonleistung derartiger Geräte kann sogar einen Wert von 2 x 30 W erreichen. Infolge der Empfangsmöglichkeiten über Satelliten und der sich immer mehr verbreitenden Videogeräte, bei denen der Ton in Stereo-Qualität gesichert wird, ist ein steil ansteigender Bedarf an derartigen Fernsehgeräten auch dort zu verzeichnen, wo das herkömmliche Sendernetz noch keine zweikanaligen Programme ausstrahlt.
Bei der Erhöhung der Tonleistung tritt als Problem der bereits nicht mehr vernachlässigbare Innenwiderstand des Netzteiles des Gerätes auf, der auf die bedeutenden Belastungsänderungen der Versorgungsspannung durch "Übersprechen" auf die weiteren Versorgungsspannungen einwirkt, d.h. in dem Takt des Tones in den weiteren Versorgungsspannungen ebenfalls Veränderungen hervorruft.
Infolgedessen tritt die für den Zuschauer äusserst störende Erscheinung auf, dass sich im Takt des Tones die Bildgrösse insbesondere in waagerechter Richtung ändert, da die Ablenkschaltungen am empfindlichsten auf Aenderungen der Versorgungsspannung reagieren.
Zur Beseitigung dieser störenden Erscheinung müsste die Stabilität des Netzteiles des Gerätes und damit
die seiner Versorgungsspannungen gegenüber der sich ändernden Tonbelastung verbessert werden. Es wä re wünschenswert, die ca. 150 V betragende Versorgungsspannung der Horizontalablenkschaltung innerhalb von 0,1 V stabil zu halten, während die Tonstufe bei einer Versorgungsspannung von beispielsweise 20 V eine sich von Null bis 2-3 Amper ändernde Belastung erhält.
Darüber hinaus ändert sich auch die Belastung der Horizontalablenkschaltung, in Abhängigkeit von der Helligkeit der Bildröhre tritt nämlich eine Belastungsänderung von praktisch 25 W auf. Diese zahlenmässigen Angaben machen deutlich, welchen strengen Stabilitätsanforderungen das Netzteil eines Gerätes mit erhöhter Tonleistung entsprechen müsste. Die Lösung des Problems wird dadurch erschwert, dass die Geräte wegen der an dem Gerätechassis befindlichen Anschlüsse (SCART, Kopfhörer, Lautsprecher, usw.) in von dem Netz getrennter Ausführung gefertigt werden müssten.
Bei dem derzeitigen Stand der Technik hat sich das Abtrennung sichernde, auf der integrierten Schaltung des Types TDA 4600 der Herstellerfirma SIEMENS beruhende Schaltnetzteil in Hinsicht auf den Wirkungsgrad, die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit am besten bewährt und verbreitet, nach Mitteilungen der Firma SIEMENS hat dieses Schaltnetzteil bisher in mehr als 20 Millionen Geräten der Nachrichtentechnik Anwendung gefunden.
Dieses Schaltznetzteil ist in "Funk-Technik" Heft 37, Nr. 1 auf den Seiten 21-25 mit Ausführungen über seine Vorteile ausführlich beschrieben. Die inzwischen vergangene Zeit und die ausserordentlich weite Verbreitung dieses Schaltne.tzteiles haben diese Vorteile bestätigt. Das 47 Seiten beinhaltende, von der Firma SIEMENS im
August 1987 herausgegebene Prospekt "Schaltnetzteile mit dem Baustein der Familie TDA 4600" gibt eine ausführliche Zusammenfassung der mit diesem Schaltnetzteil erreichten Resultate. Die auf der Seite 29 angegebene Netzteilschaltung wird als Lösung mit geringen "Übersprechwerten" für Farbfernsehgeräte empfohlen. Aus der auf der Seite 31 befindlichen Figur 22 ist ersichtlich, dass Tonbelastungsänderungen von 0,6 auf 1 Amper, d.h. Belastungsänderungen von insgesamt 0,4 Amper in der Versorgungsspannung bereits Aenderungen von 0,12
Volt hervorrufen. Anhand dieses Beispiels ist deutlich ersichtlich, dass diese Schaltung bei Belastungsänderungen von 2-3 Amper nicht in der Lage ist, die erforderliche Stabilität zu sichern.
Wesentlich bessere Stabilitätsparameter sind für die in der genannten Ausgabe auf Seite 32 dargestellte Schaltungsanordnung kennzeichnend, welche die erforderliche Spannungsstabilität durch Überwachen der Sekundärspannung und durch Anwendung weiterer aktiver und passiver Bauelemente durch gesonderte Rückregelung auf die Primärseite verwirklicht.
Wegen der durch den Ton hervorgerufenen Probleme hat sich die Aufmerksamkeit auf derartige, sogenannte
MASTER-SLAVE-Schaltungen gerichtet. Diese Lösung wird auch in dem Stereogerät 3878 Hi-Fi-H der Firma ITT verwendet, wobei sowohl in dem Primärkreis als auch in dem Sekundärkreis des Netzteiles jeweils eine integrierte Schaltung verwendet wird, während die Rückregelung in den Primärkreis durch Einfügen eines zusätzlichen Schutztransformators für Sicherheitszwecke erfolgt. Der Nachteil der obengenannten Lösungen besteht darin.
dass die gegenüber der verbreiteten Siemens-Schaltung kostenaufwendigere Servicebetreuung sehr schwerfällig ist, zur Rückregelung von der abgetrennten Sekundärseite auf die an dem Netz angeschlossene Primärseite werden weitere Bauelemente mit Doppelisolation für Sicherheitszwecke, so zum Beispiel ein Optokoppler oder ein Transformator beansprucht.
Eine in der DE-PS 2 749 847 beschriebene Lösung hat sich ebenfalls das Ziel gesetzt, das durch die Aenderungen der Lautstärke hervorgerufene Übersprechen zu beseitigen. Das Wesen dieser Lösung besteht darin, dass in dem Transformator des Netzteiles die Kopplung der die Ton-Endstufe speisenden Wicklung mit der RegelungsWicklung als feste Kopplung, die der die Horizontalablenkschaltung speisenden Wicklung dagegen als lose Kopplung ausgebildet ist.
Ein Nachteil dieser Lösung besteht darin, dass sie einen speziell aufgebauten Transformator beansprucht, dessen einheitliche Fertigung mit Schwierigkeiten verbunden ist und eine die Übersprechwerte dämpfende optimale Wirkung auch nur bei vorgegebener Belastung und Netzspannung erreicht werden kann.
Ausserdem ist die Versorgungsspannung infolge der losen Kopplung der Versorgungsspannungswicklung der Horizontalablenkschaltung mit der Regelungswicklung nicht mehr ausreichend stabil, wodurch Hochspannungs- und Bildgrössenstabilitätsprobleme ebenfalls auftreten können.
Eine weitere einfache Lösung wird von der DE-OS
3 026 604 empfohlen, deren Wesen darin besteht, dass in dem Netzteil zwischen der die Versorgungsspannung der Tonstufe erzeugenden Wicklung und der Gleichrichter
diode ein Widerstand eingefügt ist, welcher die Übersprechwerte auf ca. ein Viertel verringert.
Ungünstig ist dabei jedoch, dass das Dämpfungsmass der Übersprechwerte auch in dieser Lösung nicht ausreichend ist und auch weiterhin belastungsabhängig ist, da eine optimale Wirkung auch bei dieser Lösung nur bei einem bestimmten Strahlstrom und bestimmter Netzspannung zu verzeichnen ist.
Da sich in der Praxis jedoch bei Farbfernsehgeräten der Strahlstrom ständig ändert - das Mass dieser Aenderungen kann sogar einen Wert von 20-25 W erreichen - ist es mit Hilfe der bekannten Verfahren und Schaltungsanordnungen bisher nicht gelungen, die Übersprechstörungen in ausreichendem Mass zu beseitigen.
Das Ziel der Erfindung besteht in der Entwicklung eines Verfahrens und einer zur Durchführung dieses Verfahrens dienenden Schaltungsanordnung, die ermöglichen, bei Verwendung der gut bewährten stabilisierten Schaltnetzteile in einem beliebigen Bereich des Strahlstromes und der Lautstärke die durch Lautstärkeänderungen hervorgerufenen Aenderungen der Bildgrösse innerhalb zugelassener Grenzen zu halten.
Der Erfindungsgedanke beruht auf der Erkenntnis, dass anstelle der Verbesserung der Übersprechwerte der
Netzteile der Fernsehgeräte - die ohnehin schon an der Grenze der technischen Möglichkeiten liegt - die Möglichkeit besteht, Horizontale-Bildbreite von der Versorgungsspannung der Horizontalablenkschaltung auf die Weise unabhängig zu machen, dass durch Aenderung der Vers o rgungssp a nnung der Horizontalablenkschaltung über den Verstärker der Ost-West-Korrekturschaltung auch
eine Bildbreitenänderung mit entgegengesetztem Vorzeichen ausgelöst werden kann und somit durch E i n st e l l en der Grosse der an den Eingang des Ver s t ä rker s g e f ü hr t en Ver s orgung s s pa nnu ngs ä nder u ng die Bildbreitenänderung kompensiert werden kann.
Dadurch kann erreicht werden, dass trotz der Aenderung der Versorgungsspannung der Horizontalablenkschaltung um mehrere Volt die Bildbreite stabil bleibt.
Dem gestellten Ziel entsprechend beruht das erfindungsgemässe Verfahren zum Eliminieren lautstärkeabhängiger Bildgrössenänderungen, insbesondere von Farbfernsehgeraten mit 110°-Ablenkungsbildröhren, vorzugsweise zur Anwendung in Geräten mit grosser Tonleistung, - im Laufe dessen die Schaltungen des Gerätes von mittels Schaltnetzteile stabilisierten Versorgungsspannungen betrieben werden, die Kissenverzerrung der 110º -Ablen- kungs-Bildröhre dagegen über eine aktive Ost-West- Rasterkorrektion eingestellt wird - darauf, dass die infolge der Aenderung der Versorgungsspannung der Horizontalablenkschaltung auftretende Bildbreitenänderung mittels eines aus der Versorgungsspannungsänderung der Horizontalablenkschaltung gewonnenen Signals über die
Ost-West-Korrekturschaltung durch Regeln der waagerechten Grosse kompensiert wird.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung zum Eliminieren lautstärkeabhängiger Bildgrössenänderungen. insbesondere von Farbfernsehgeräten mit 110°-Ablenkungs- Bildröhren, vorzugsweise zur Anwendung in Geräten mit grosser Tonleistung, - die mit stabilisiertem Schaltnetzteil, Horizontalablenkschaltung, Ver tikalablenkschaltung versehen ist, wobei an der Horizontalablenk
Schaltung eine Ost-West-Korrekturschaltung einen Verstärker aufweist - ist derart ausgebildet, dass zwischen der Versorgungsspannungsklemme der Horizontalablenkschaltung und dem Eingang des Verstärkers der Ost-West-Korrekturschaltung gegebenenfalls über eine Diode ein Kompensationsnetz eingefügt ist.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung kann darin bestehen, dass das Kompensationsnetz von einem passiven Kompensationsnetz gebildet ist, das miteinander in Reihe geschaltete, mindestens eine Zener-Diode und Widerstand aufweist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist mit der Zener-Diode in Reihe und/oder zu dieser parallel ein zum Kompensieren der Temperatur änderung geeigneter NTC-Widerstand geschaltet..
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist das Kompensationsnetz von einem mit Urstromquelle versehenen aktiven Kompensationsnetz gebildet, zwischen dessen Eingang und der Erde eine mit einem Widerstand in Reihe geschaltete Urstromquelle, sowie gegebenenfalls ein zu der Urstromquelle parallel geschalteter Widerstand geschaltet sind, während der gemeinsame cchaltungspunkt des Widerstandes und der Urstromquelle über einen eingefügten Impedanzwandler an dem Ausgang des mit Urstromquelle (Stromgenerator) versehenen aktiven Kompensationsnetzes angeschlossen ist.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Kompensationsnetz von einem mit Operationsverstärker versehenen aktiven Kompensationsnetz gebildet, zwischen dessen Eingang und der Erde ein Widerstandsteiler geschaltet ist, während zwischen dem Mittelpunkt
des Widerstandsteilers und dem Ausgang des mit Operationsverstärker versehenen Kompensationsnetzes ein Operationsverstärker mit vorzugsweise veränderbarer Verstärkung geschaltet ist.
Bei jeder beliebigen Ausf ührungsform der Erfindung kann die Versorgungsspannungsklemme der Vertikalablenkschaltung, oder mindestens der ihres Vertikalbildlageeinstellkreises an dem Gleichrichter, welcher mit der Zeilentransformatorwicklung der Horizontal ablenkschaltung verbunden ist, angeschlossen sein.
Der wesentlichste Vorteil des erf indungsgemässen Verfahrens und der erf indungsgemässen Schaltungsanordnung besteht darin, dass durch ihre Anwendung die lautstärkeabhängige Bildgrössenänderung auf ein von dem Zuschauer nicht mehr wahrnehmbares minimales Mass gesenkt werden kann. Von Vorteil ist weiterhin, dass die Erfindung keinen grösseren Eingriff in die Schaltungen des Gerätes erfordert, sondern durch Einbau nur einiger einfacher Bauelemente realisierbar ist. Nachstehend wird die Erfindung anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die beigelegte Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 ein allgemeines Blockschema der erf indungsgemässen Schaltungsanordnung,
Fig. 2 eine mögliche Ausführungsform der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung bei einer aus diskreten Bauelementen aufgebauten Ost-West- -Korrekturschaltung,
Fig. 3 eine andere Ausführungsform der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung bei einer mit integrierter Schaltung aufgebauten Ost-West- -Korrekturschaltung,
Fig. 4 eine mögliche Ausführungsform eines aktiven
Kompensationsnetzes,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform des aktiven Kompensationsnetzes. In Figur 1 ist ein allgemeines Blockschema der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung veranschaulicht, gemäss welchem eine Versorgungsspannungsklemme 21 einer Horizontalablenkschaltung 2 an einem stabilisierten Schaltnetzteil 1 angeschlossen ist. An der Horizontalablenkschaltung 2 ist eine Ost-West-Korrekturschaltung 4 angeschlossen.
Die Ost-West-Korrekturschaltung 4 weist einen Verstärker 41 auf, wobei zwischen dem Eingang 41a des Verstärkers 41 und der Versorgungsspannungsklemme 21 der Horizontalablenkschaltung 2 eine Kompensationsschal- tung 5 eingefügt ist. Die Versorgungsspannungsklemme 31 einer Vertikalablenkschaltung 3 ist an einem Gleichrichter 23 der Horizontalablenkschaltung 2 angeschlossen, wobei der Gleichrichter 23 mit einer Zeilentransformatorwicklung 22 der Horizontalablenkschaltung 2 verbunden ist. Anstelle der Vertikalablenkschaltung 3 ist es gegebenenfalls ausreichend einen Vertikalbildlageeinstellkreis 32 an den Gleichrichter 23 anzuschliessen.
In Figur 2 ist eine mögliche Ausführungsform der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung veranschaulicht, bei welcher die Ost-West-Korrekturschaltung 4 aus diskreten Bauelementen aufgebaut ist.
Die Ost-West-Korrekturschaltung 4 ist mit dem Verstärker 41 versehen, dessen Eingang 41a über ein Potentiometer 4b für Bildbreite und ein Potentiometer 4a an einem Verformerkreis 54 für Vertikalparabelkorrektur angeschlossen ist.
Die Rasterkorrekturschaltung ist eine bekannte Schaltung, ihre erfindungsgemässe Ausbildung besteht im wesentlichen in der Einfügung eines passiven Kompensationsnetzes 51. Die Versorgungsspannungsklemme 21 der Horizontalablenkschaltung 2 ist über einen Widerstand 51b, Zener-Dioden 51a und einen aus einem die Grosse des Parabelsignals regelnden Potentiometer 4a, e i nem P otent i ome ter 4b f ür B i l dbr e i te und e i nem Wi der s ta nd 4c bestehenden Teiler an der Erde angeschlossen, wobei der Eingang 41a des Verstärkers 41 an dem Mittelabgriff des Potentiometers 4b für Bildbreite angeschlossen ist. Das passive Kompensationsnetz 51 der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform weist in Reihe geschaltete zwei Zener-Dioden 51a und den Widerstand 51b auf.
In Figur 3 ist eine andere mögliche Ausführungsform der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung veranschaulicht, bei welcher die Ost-West-Korrekturschaltung 4 aus einer integrierten Schaltung 42 aufgebaut ist, zum Beispiel des Types TDA 4950 oder TDA 8145, deren achter Anschluss (8. Pin) den Eingang 41a des Verstärkers 41 bildet. Da die integrierte Schaltung 42 im Schaltbetrieb arbeitet, sind auch Zeilenfrequenzimpulse erforderlich, die von der Zeilentransf ormatorwicklung 24 geliefert werden.
Die Grosse der Impulse wird von einem aus einem Widerstand 45, einem Potentiometer 44 und einer Begrenzer-Zenerdiode 43 ausgebildeten Netz bestimmt. Der Mit
telabgriff des Potentiometers 44 ist über ein Gleichrichterglied, das aus einer Diode 46 und einem Kondensator 47 besteht, mit dem Eingang 41a des Verstärkers 41 verbunden. Das Kompensationsnetz 5 wird von einem passiven Kompensationsnetz 51 gebildet, das zwischen der Versorgungsspannungsklemme 21 und dem gemeinsamen Schaltungspunkt des Mittelabgriffes des Potentiometers 44 und der Diode 46 geschaltet ist. Das passive Kompensationsnetz 51 enthält eine Zener-Diode 51a und einen Widerstand 51b, die miteinander in Reihe geschaltet sind. Zu der Zener-Diode 51a ist ein NTC- Widerstand 51c parallel geschaltet.
Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindüng, bei welcher das Kompensationsnetz 5 von einem aktiven Kompensationsnetz 52 mit Urstromquelle ausgebildet ist, wobei zwischen dem Eingang des aktiven Kompensationsnetzes 52 und der Erde miteinander in Reihe geschaltete Widerstand 52a und Urstromquelle 52b, sowie ein mit der Urstromquelle 52b parallel geschalteter Widerstand 52d geschaltet sind.
Zwischen dem gemeinsamen Schaltungspunkt des Widerstandes 52a und der Urstromquelle 52b und dem Ausgang des mit Urstromquelle versehenen aktiven Kompensationsnetzes 52 ist ein Impedanzwandler 52c geschaltet
In Figur 5 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht, bei welcher das Kompensationsnetz 5 von einem aktiven Kompensationsnetz 53 mit Operationsverstärker ausgebildet ist. Das aktive Kompensationsnetz 53 mit Operationsverstärker ist mit einem zwischen seinem Eingang und der Erde geschalteten Widerstandsteiler 53a versehen. An dem gemeinsamen
Schaltungspunkt des Widerstandsteilers 53a ist der
Eingang eines Operationsverstärkers 53b mit vorzugsweise veränderbarer Verstärkung angeschlossen. Der Operationsverstärker 53b ist mit Widerständen 53c und 53d zur Einstellung des Verstärkers versehen. Der
Ausgang des mit Operationsverstärker versehenen aktiven Kompensationsnetzes 53 wird von dem Ausgang des Operationsverstärkers 53b gebildet.
Die oben beschriebene Schaltungsanordnung realisiert das erf indungsgemässe Verfahren folgender Weise:
Die von dem stabilisierten Schaltnetzteil 1 gelieferte Versorgungsspannung ändert sich an der Versorgungsspannungsklemme 21 der Horizontalablenkschaltung 2 im Takt der Lautstärkeänderungen. Eine sich vsrringernde Versorgungsspannung ruft eine Bildgrössenverringerung hervor.
Der Verstärker 41 der Ost-West-Korrekturschaltung 4 weist einen derartigen Aufbau auf, dass eine Spannungsverringerung an seinem Eingang 41a eine Vergrösserung der Bildgrösse bewirkt. Sollte jedoch diese Wirkung im Falle einer Schaltung mit abweichendem Aufbau umgekehrt sein, so ist in diesem Falle für eine entsprechenden Phasenumkehr zu sorgen. Das Kompensationsnetz 5 leitet das aus der an der Vorsorgungsspannungsklemme 21 auftretenden sich verringernden Versorgungsspannung gewonnene Signal an den Eingang 41a des Verstärkers 41 der Ost-West-Korrekturschaltung 4 weiter, wodurch eine Vergrösserung der Bildbreite erreicht wird. Das Kompensationsnetz 5 ist derart zu dimensionieren, dass die bildbreiteverringernde Wirkung der sich an der Versorgungsspannungsklemme 21 verringernden Versorgungsspannung von der bildbreitevergrössernden Wirkung des Verstärkers 41 ausgeglichen (kompensiert) wird.
Messungen der in Figur 2 gezeigten aus diskreten Bauelementen aufgebauten 0st-West-Korrekturschaltung 4 haben ergeben, dass eine Bildbreiteverringerung, die infolge einer Spannungsänderung von 1 V an der Versorgungsspannungsklemme 21 auftritt, an dem Eingang 41a des Verstärkers 41 mit einer Spannungsverringerung von 0,5 V kompensiert werden kann. Daraus folgt, dass der Wert der Widerstände über dem Gleitkontakt des Pαtentiometers 4b für Bildbreite im wesentlichen dem Wert der Widerstände unter dem Gleitkontakt entsprechen hat.
Bei einer in der Praxis realisierten Ausführungsform der erfindungsgemässen Schaltungsanordnung wurde unter den Zener-Dioden 51a die sich dem Potentiometer 4a anschliessende erste Zener-Diode 51a von einer vorzugsweise 12V-Z-Diode gebildet, während die sich dem Widerstand 51b anschliessende zweite Zener-Diode 51a von einer 110V-Z-Diode gebildet wurde, wobei der Wert des Widerstandes 51b einen Wert von 330 Ohm aufwies. Weiterhin wurden verwendet: als Koppelkondensator 4d ein 680nF-Kondensator, als Filterkondensator 4s ein 100nF-Kondensator, als Potentiometer 4a ein 4,7 k0hm- Potentiometer, als Potentiometer 4b für Bildbreite ein 100 k0hm-Potentiαmeter und als Widerstand 4c sin
33 k0hm-Widerstand. Mit diesen Werten wurde eine befriedigende Kompensation erreicht. Mit Hilfe dieser Kompensation wurde eine durch Versorgungsspannungsänderung der Horizontalablenkschaltung von 150 V hervorgerufene waagerechte Bildgrössenänderung von 10 mm auf 1 mm verringert.
Bei in Figur 3 veranschaulichten mittels integrierter Schaltungen TDA 4950 oder TDA 8145 aufgebauten Ost- West-Korrekturschaltung 4 haben Prüfungen gezeigt,
dass die durch Verringerung der Versorgungsspannung hervorgerufene Bildbreiteverringerung bereits mit einem Fünftel-Sechstel der Versorgungsspannungsänderung an dem Eingang 41a des Verstärkers 41, d.h. an dem achten Anschluss (8. Pin) der integrierten Schaltung 42 kompensiert werden kann. Somit ist in dieser Schaltungsanordnung zu dem Wert des Potentiometers 44 der Wert des WiderStandes 51b derart zu wählen, dass sich die Versorgungsspannungsänderung auf ein Fünftel- Sechstel an den Eingang 41a des Verstärkers 41 abschwächt. Es ist weiterhin darauf zu achten, dass die zu dem Potentiometer 44 parallele Begrenzer-Zener- Diode 43 - deren Vorhandensein von der Erfindung unabhängig erforderlich ist - die Verwirklichung der Kompensation nicht verhindert. In einer derartigen Schaltung wurde eine einwandfreie Kompensation bei folgender Dimensionierung der Bauelemente erreicht:
das Potentiometer 44 hatte einen Wert von 10 k0hm, der damit in Reihe geschaltete Widerstand 45 hatte einen Wert von 1,5 k0hm, die Zener-Diode 51a war eine Diode des Typs ZY-120 und der Widerstand 51b hatte einen Wert von 8,2 k0hm.
Da der Eingang 41a des Verstärkers 41 über den Widerstand 51b und die Zener-Diode 51a mit der Versorgungsspannungsklemme 21 in Gleichstromkopplung steht, ist auch die Temperaturabhängigkeit der Zener-Diode/der Zener-Dioden 51a zu berücksichtigen. Der Temperaturkoeffizient der in der Schaltung gemäss Figur 2 verwendeten 110V-Zener-Diode beträgt 0,1 %/º C. Wird nun die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung mit einer solchen Zener-Diode in ein Gerät eingebaut und das Gerät einer Temperaturänderung von 15º C ausgesetzt, bleibt die Bildgrössenänderung unter 2 %,
was einen annehmbaren Wert darstellt. Natürlich kann bei anderen Gerätentypen eventuell eine Temperaturkompensation erforderlich sein, die mit Hilfe eines mit der Zener-Diode 51a in Reihe oder dazu parallel geschaltett-n NTC-Widerstandes 51c verwirklicht werden kann.
Anstelle der Zener-Diode können auch mehrere in Reihe geschaltete Zener-Dioden mit kleinerer Spannung oder eine solche Schaltung verwendet werden, die die Versorgungsspanungsänderungen der Versorgungsspannungsklemme 21 in den Eingang 41a des Verstärkers einkoppelt. Eine derartige Schaltung ist zum Beispiel die in Figur 5 veranschaulichte Lösung, bei welcher ein an die Versorgungsspannungsklemme 21 geschalteter Widerstandsteiler 53a die Aenderung der Versorgungsspannung abschwächt und der daran angeschlossene Operationsverstärker 53b das abgeschwächte Signal an dem Eingang 41a des Verstärkers 41 auf das erforderliche Mass zurückverstärkt.
Auf ähnliche Weise kann diese Aufgabe auch mit Hilfe eines solchen Teilers gemäss Figur 4 gelöst werden, dessen unteres Glied eine aus einem aktiven Element bestehende Urstromquelle 52b ist, an dem Teiler ist ein ebenfalls ein aktives Element beinhaltender mit einem Emitterfolger versehener Impedanzwandler 52c angeschlossen. Die zur Kompensation erforderliche Abschwächung kann mit Hilfe der Widerstände 52a und 52d eingestellt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung können vorzugsweise zum Eliminieren der durch Lautstärkeänderungen hervorgerufenen Bildgrössenänderungen in allen solchen Farbfern
sehgeräten verwendet werden, die mit einer aktiven Ost-West-Rasterkorrektur versehen sind.