[go: up one dir, main page]

LU83212A1 - Verfahren zum kontinuierlichen einblasen von aschenhaltige steinkohle enthaltenden reduktionsmittel in das gestell eines hochofens - Google Patents

Verfahren zum kontinuierlichen einblasen von aschenhaltige steinkohle enthaltenden reduktionsmittel in das gestell eines hochofens Download PDF

Info

Publication number
LU83212A1
LU83212A1 LU83212A LU83212A LU83212A1 LU 83212 A1 LU83212 A1 LU 83212A1 LU 83212 A LU83212 A LU 83212A LU 83212 A LU83212 A LU 83212A LU 83212 A1 LU83212 A1 LU 83212A1
Authority
LU
Luxembourg
Prior art keywords
blast furnace
fine
grained
reducing agent
ash
Prior art date
Application number
LU83212A
Other languages
English (en)
Inventor
R Limpach
D Boecker
Original Assignee
Rheinische Braunkohlenw Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rheinische Braunkohlenw Ag filed Critical Rheinische Braunkohlenw Ag
Publication of LU83212A1 publication Critical patent/LU83212A1/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace
    • C21B5/001Injecting additional fuel or reducing agents
    • C21B5/003Injection of pulverulent coal

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Iron (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

k
Verfahren zum kontinuierlichen Einblasen von aschehaltige Steinkohle enthaltenden Reduktionsmittel in das Gestell eines Hochofens.
i
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierlichen Ein- r / blasen von aschehaltige Steinkohle enthaltenden, feinkörnigen Kohlenstoffträgem als Reduktionsmittel in das Gestell eines Hochofens.
Obwohl es bekannt ist, dass der Koksverbrauch eines Hochofens durch Verwendung anderer Brennstoffe oder durch direktes Einfuhren von Reduktionsmitteln in den Hochofen verringert werden kann, hat das Einblasen von Kohle in den Hochofen im praktischen Betrieb bislang nur in sehr beschränktem Umfange Anwendung gefunden. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Aufbereitung, der Transport und die Verteilung von feinkörniger Kohle von einem Vorratsbehälter in die Einlassöffnungen des Hochofens hinein, bei denen es sich im allgemeinen um die ohnehir vorhandenen Blasformen handelt, mit grösseren Schwierigkeiten vej bunden sind als bei einem flüssigen Medium, z. B. öl,oder Gas. Auch wird eine unvollständige Umsetzung von eingeblasenen festen Brennstoffen zu merklichen Störungen im Betrieb des Hochofens - 2 - t führen, z. B. durch Entstehen von Russ, der die Durchlässigkeit des Möllers für das Reduktionsgas verringert und ggf. auch im Gichtgas vorhanden ist. Letzteres kann in den vom Gichtgas durchströmten Einrichtungen zu Störungen führen.
Will man zwecks Erzielung der angestrebten Einsparung eine billigere Steinkohle, z. B. Import-Steinkohle verwenden, so stösst man auf eine weitere Schwierigkeit. Billige Steinkohlen weisen hohe Aschegehalte auf, die sich zwischen 15 - 25% bewege; können, wobei die Asche überwiegend saure Bestandteile enthalte: < kann. Bei der Verwendung von Steinkohlen dieser Art ist somit die Gefahr gegeben, dass diese sauren Aschebestandteile sich nicht schnell genug in der Hochofenschlacke verteilen und dass die resultierenden, inhomogenen Oxydgemische schlechte Fliesseigenschaften aufweisen und den Gang des Hochofens stören.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, das Verfahren der eingangs beschriebenen Art so abzuwandeln, dass die vorgenannten Schwierigkeiten vermieden werden und auch die Verwendun' feinkörniger Steinkohle, selbst wenn sie aschereich ist, ohne Nachteile ermöglicht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass ein Gemisch aus feinkörniger Steinkohle und wenigstens einem andere: festen, feinkörnigen, aschehaltigen Reduktionsmittel bzw. Kohle: stoffträger verwendet und die Zusammensetzung des Gemisches so gewählt wird, dass der Basizitätsgrad der resultierenden Gesamt asche des Gemisches möglichst dem Basizitätsgrad der Hochofen- - 3 - schlacke angepasst ist.
Ein solches Reduktionsmittel ist beispielsweise Braunkohle. Eine typische Braunkohle weist einen Aschegehalt von 4-5% auf, wovon ca. 60% aus CaO und MgO bestehen. Diese Voraussetzungen können auch bei Lignit bestehen. Es ist auch möglich, aus diesen Kohlenstoffträgem hergestellte Kokse zu verwenden, deren Aschegehalt sogar noch etwas höher liegen wird.
r
Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens f sieht die Verwendung von Torf und/oder von Torfkoks vor, die beide basische Aschen enthalten. Auch Sägemehl kann als Reduktionsmittel günstig verwendet werden.
Die Verwendung von Gemischen aus Steinkohle und aus Braunkohle und/oder Lignit und/oder Torf und/oder aus den vorgenannten Substanzen gewonnenen Koksen begünstigt in entsprechend feiner Körnung eine möglichst vollständige Umsetzung innerhalb des Hochofens in der kurzen dafür zur Verfügung stehenden Zeit, da diese Substanzen reaktionsfreudig sind. Hinzu kommt, dass das , Zuführen dieser Gemische zum Hochofen keine Schwierigkeiten be reitet.
Besonders günstig ist auch die Tatsache, dass das Zerkleinern von Braunkohle, Lignit sowie Torf und den aus diesen Substanzen gewonnenen Koksen auf den erforderlichen Feinheitsgrad keine allzu grossen Kosten verursacht. Kostengünstig wirkt sich auch c - k - die Möglichkeit aus, im Gemisch einen Wassergehalt bis zu.15%, vorzugsweise bis zu 10%, zu belassen. Tatsächlich kann der Wassergehalt dazu führen, dass beim Eintritt in den Hochofen aufgrund der dann plötzlich zur Einwirkung kommenden hohen Temperatur von etwa 1000 - 1650° C das Wasser explosionsartig ver-dampf und gemeinsam mit den ebenfalls explosionsartig ausgetriebenen flüchtigen Bestandteilen das ohnehin kleine Kohlenkorn sprengt, so dass die spezifische Oberfläche vergrössert i wird mit dem Ergebnis, dass die Umsetzung im Hochofen noch schneller stattfindet. Der Wassergehalt ist andererseits so 4 gering, dass der Wärmebedarf des Hochofens nicht merklich beeinflusst wird.
Das Trägergas, das mit dem Gemisch in den Hochofen gelangt, beispielsweise Kaltluft, kann weniger als 3%, gegebenenfalls etwa 1%, des gesamten durch die Blasformen eingeblasenen Heisswindes ausmachen. Diese Menge ist zu gering, als dass sie den Wärmehaushalt des Hochofens merklich beeinflussen könnte. Ohnehin sieht man nach Möglichkeit vor, dass die Geschwindig-v keit, mit welcher die Staubteilchen aus der Zuleitung in den
Hochofen austreten, weniger als 50 m/sec., vorzugsweise weniger als 25 m/sec. beträgt. Es ist ggf. ohne weiteres möglich, mit der Einblasegeschwindigkeit bis zur Rückbrenngeschwindigkeit herunterzugehen, die in der Grössenordnung von etwa 18 m/sec. liegen wird. Eine derartig geringe Einblasgeschwindigkeit, die wesentlich langsamer ist als die etwa 120 bis 220 m/sec. betragende Geschwindigkeit, mit welcher der normalerweise eine t, - 5 - . Temperatur von etwa 1100 bis 1200° C aufweisende Heisswind durch die Blasformen eingeblasen wird, verlängert die Verweilzeit der Staubpartikel in der vor jeder Blasform befindlichen Zone, die mehr oder weniger leer ist.
Das Verfahren gemäss der Erfindung ermöglicht das Einblasen * verhältnismässig grosser Mengen von Kohlenstoff und somit eine merkliche Reduzierung des Koksverbrauches bzw. eine vollständige Substituierung des bislang überwiegend verwendeten Schweröls.
Dies ist auf die bereits erwähnte Tatsache zurückzuführen, dass ' i weder beim Transport in den Hochofen hinein, noch bei der Umsetzung innerhalb des Hochofens Schwierigkeiten vorhanden sind oder entstehen. Das Ausmass, in welchem Koks durch einen anderen Hilfsbrennstoff ersetzt werden kann, ist somit durchweg grösser als bei bekannten Verfahren zum Einblasen von Kohle als Ililfs-brennstoff in das Gestell eines Hochofens.
*

Claims (3)

1. Verfahren .zum kontinuierlichen Einblasen von aschehaltige Steinkohle enthaltenden feinkörnigen Kohlenstoffträgem als « Reduktionsmittel in das Gestell eines Hochofens, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus feinkörniger Steinkohle und wenigstens einem anderen festen, feinkörnigen aschehaltigen Reduktionsmittel bzw. Kohlenstoffträger verwendet und die Zu- / sammensetzung des Gemisches so gewählt wird, dass der Basizitäts-grad der resultierenden Gesamtasche des Gemisches möglichst dem Basizitätsgrad der Hochofen-Schlacke angepasst ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das andere feste, feinkörnige Reduktionsmittel aus Braunkohle und/ oder Braunkohlenkoks besteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das » ‘ andere feste, feinkörnige Reduktionsmittel aus Torf und/oder Torfkoks besteht. 1 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das andere feste, feinkörnige Reduktionsmittel aus Sägemehl besteht.
LU83212A 1980-09-13 1981-03-12 Verfahren zum kontinuierlichen einblasen von aschenhaltige steinkohle enthaltenden reduktionsmittel in das gestell eines hochofens LU83212A1 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE3034679 1980-09-13
DE3034679A DE3034679C2 (de) 1980-09-13 1980-09-13 Verfahren zum kontinuierlichen Einblasen von aschehaltige Steinkohle enthaltenden Reduktionsmittel in das Gestell eines Hochofens

Publications (1)

Publication Number Publication Date
LU83212A1 true LU83212A1 (de) 1981-06-24

Family

ID=6111928

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
LU83212A LU83212A1 (de) 1980-09-13 1981-03-12 Verfahren zum kontinuierlichen einblasen von aschenhaltige steinkohle enthaltenden reduktionsmittel in das gestell eines hochofens

Country Status (8)

Country Link
US (1) US4428769A (de)
EP (1) EP0047963B1 (de)
JP (1) JPS5779103A (de)
AU (1) AU541784B2 (de)
CA (1) CA1172855A (de)
DE (2) DE3034679C2 (de)
LU (1) LU83212A1 (de)
ZA (1) ZA815975B (de)

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3130038A1 (de) * 1980-09-04 1982-04-08 ARBED S.A., 2930 Luxembourg Verfahren zum kontinuierlichen einblasen von ueberwiegend aus steinkohle bestehenden, feinkoernigen reduktionsmitteln in einen schachtofen
US5447571A (en) * 1994-03-07 1995-09-05 The Babcock & Wilcox Company Cleaning method for pulverized coal injection system equipment using coke breeze
US5992335A (en) * 1996-09-13 1999-11-30 Nkk Corporation Method of blowing synthetic resin into furnace and apparatus therefor
BRPI0411133A (pt) * 2003-06-10 2006-07-18 Oiles Industry Co Ltd anel sincronizador
JP6016210B2 (ja) * 2012-08-13 2016-10-26 三菱重工業株式会社 高炉吹込み炭の製造方法
JP2014077159A (ja) * 2012-10-09 2014-05-01 Mitsubishi Heavy Ind Ltd 高炉吹込み炭の調製方法
JP2014077156A (ja) * 2012-10-09 2014-05-01 Mitsubishi Heavy Ind Ltd 高炉吹込み炭の調製方法

Family Cites Families (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1349598A (en) 1917-10-12 1920-08-17 Basset Lucien Paul Process for treating ores in blast-furnaces
US2184318A (en) 1934-11-15 1939-12-26 Ruzicka Stevan Process for simultaneous production of alumina cement and pig iron in blast furnaces
FR808869A (fr) * 1935-09-12 1937-02-17 Roechlingsche Eisen & Stahl Procédé de fabrication d'acier à partir de minerais de fer acides et pauvres, contenant du phosphore
FR894082A (fr) * 1942-04-04 1944-12-13 Ig Farbenindustrie Ag Procédé pour conduire des foyers alimentés à la poussière de charbon
DE1433357A1 (de) * 1964-12-09 1968-12-19 Alfred Rexroth Verfahren zum Teilersetzen des Gattierkokses in Metallreduzieroefen durch in die Duesenzone eingepresstes Kohlen- oder Kokspulver
LU49024A1 (de) * 1965-07-08 1967-01-09
FR2298771A1 (fr) * 1975-01-21 1976-08-20 Jan Joseph Chaudiere fuel-tourbe
DE2912441C2 (de) 1979-03-29 1982-09-23 ARBED S.A., 2930 Luxembourg Verfahren zum kontinuierlichen Einblasen von feinkörniger Braunkohle in das Gestell eines Hochofens
LU81572A1 (de) 1979-08-02 1981-03-24 Arbed Verfahren zur regelung des waermehaushalts in einem schachtofen und hierzu verwendetes mittel

Also Published As

Publication number Publication date
EP0047963A1 (de) 1982-03-24
CA1172855A (en) 1984-08-21
DE3034679C2 (de) 1983-01-13
US4428769A (en) 1984-01-31
AU7515381A (en) 1982-03-25
JPS5779103A (en) 1982-05-18
DE3170852D1 (en) 1985-07-11
AU541784B2 (en) 1985-01-17
EP0047963B1 (de) 1985-06-05
ZA815975B (en) 1982-08-25
DE3034679A1 (de) 1982-04-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3782643T2 (de) Verfahren zum betreiben eines hochofens.
EP0118931A1 (de) Verfahren zur Nachverbrennung und Reinigung von Prozessabgasen
DD206816A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur rauchgasentschwefelung
EP1097984A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Kühlung und Reinigung von Vergasungsgasen
DE3328373A1 (de) Verfahren und anlage zur direkten erzeugung von eisenschwammpartikeln und fluessigem roheisen aus stueckigem eisenerz
CH676437A5 (de)
DE3143213A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur kohlevergasung unter verwendung von kohlenstaub
DE3333187C2 (de) Verfahren zur Erzeugung von Synthesegas
CH644149A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur vergasung von kohle.
DE2061829A1 (de) Verfahren zur thermischen Behandlung feinkörniger Feststoffe in einem Wirbelbett mit Innenbeheizung
DE3034679C2 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Einblasen von aschehaltige Steinkohle enthaltenden Reduktionsmittel in das Gestell eines Hochofens
DE3130038A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen einblasen von ueberwiegend aus steinkohle bestehenden, feinkoernigen reduktionsmitteln in einen schachtofen
DE2912441A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen einblasen von feinkoerniger braunkohle in das gestell eines hochofens
WO2009129762A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur verminderung des feinstaubes im abgas bei der thermischen vergasung von halmförmiger oder stückiger biomasse
DE3439600A1 (de) Verfahren zur erzeugung von schwefelarmem gas aus feingemahlenen kohlenstoffhaltigen feststoffen
DE2238316A1 (de) Verfahren zum durchblasen einer metallschmelze mittels darin eingetauchter duesen
DE2951104C2 (de) Verfahren zur Herabsetzung des Anteils an Stiickoxiden im Abgas von Schmelzfeuerungen sowie Anlage zur Durchführung des Verfahrens
DE3740788A1 (de) Verfahren zur herstellung eines fuer die energieerzeugung geeigneten gases
AT156827B (de) Vorrichtung zum Vergassen von grobstückigen Brennstoffen.
DE69104978T2 (de) Verfahren zur rauchgasentschwefelung.
DE3104281C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Eisenschwamm
DE1238941B (de) Verfahren zum Reduzieren von zerkleinertem oxydischem Eisenerz unter Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Brennstoff mit sauerstoffreichem Gas
DE2949903C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur hydrierenden Vergasung von Kohle
DE2648741B2 (de) Zusatzmischung für hochsiedende Erdölbrennstoffe undVerfahren zu deren Herstellung
DD288615A5 (de) Tauchrohr zur ueberfuehrung eines heissen gasstromes in ein wasserbad