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LU83135A1 - Abbeizmittel - Google Patents

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Publication number
LU83135A1
LU83135A1 LU83135A LU83135A LU83135A1 LU 83135 A1 LU83135 A1 LU 83135A1 LU 83135 A LU83135 A LU 83135A LU 83135 A LU83135 A LU 83135A LU 83135 A1 LU83135 A1 LU 83135A1
Authority
LU
Luxembourg
Prior art keywords
composition according
composition
paint
weight
filler
Prior art date
Application number
LU83135A
Other languages
English (en)
Inventor
A Ferguson
P Brocklehurst
Original Assignee
Sterwin Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sterwin Ag filed Critical Sterwin Ag
Publication of LU83135A1 publication Critical patent/LU83135A1/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D9/00Chemical paint or ink removers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

* - Λ -
Beschreibung
Die Erfindung betrifft Zusammensetzungen, insbesondere solche auf Alkalibasis zum Abbeizen von Anstrichen.
5
Wenn neu gestrichen werden soll, ist es häufig erwünscht, die alten Farbschichten zu entfernen, entweder, um einen guten Untergrund für den neuen Anstrich zu haben, oder um die darunter liegende Oberfläche freizulegen. Üblicher-10 weise wird eine Gebläseflamme zum Erweichen des alten
Anstrichs verwendet, der dann mit einem Schaber entfernt wird. Dies erfordert jedoch beträchtliche Geschicklichkeit und selbst erfahrene Maler können die darunter liegende Oberfläche versengen. Dies braucht nicht schwer-15 wiegend zu sein, wenn die Oberfläche neu gestrichen wird, wenn jedoch zum Beispiel eine gereinigte Oberfläche aus Holz ungestrichen bleiben soll, sind" versengte Stellen unansehnlich.
' 20 Amateurmaler vermeiden daher im allgemeinen ein Abflammen % und beizen die Farbe lieber rrit cherrischen Mitteln ab.
Im allgemeinen weraer; diese Abbeizrittel auf cie gestrichene Oberfläche aufgebracht, worauf man sie auf den Anstrich eir.wirker· läßt, damit dieser weich wird.
2 c Dann we rcer. oer Anstrich uns cas Aooeizmittel zusammen mit einem Schaber entfernt. Abbeizmittel werder in zwei s * λ - Z -
Kategorien unterteilt: solche auf der Basis organischer Lösungsmittel und solche auf wäßriger alkalischer Basis.
Als Grundlage für die herkömmlichen Abbeizmittel der 5 ersten Kategorie werden organische Lösungsmittel verwendet, oft zusammen mit einem Alkali. Diese sind sehr wirksam, wegen ihres Gehalts an Lösungsmittel bei ihrer Anwendung aber außerordentlieh unangenehm und die "dünne" Beschaffenheit der Zusammensetzung führt dazu, daß sie 10 tropft und abläuft.
Anstelle des organischen Trägers wurde zur Herstellung von wäßrigen Zusammensetzungen Wasser verwendet, das gewöhnlich ein Alkali als den wirksamen Bestandteil 15 des Abbeizmittels enthält. Auch diese Zusammensetzungen sind wegen ihrer "dünnen" Beschaffenheit unangenehm in ihrer Anwendung, ferner bedeutet die Neigung der Zusammensetzung zu verdampfen und an senkrechten Flächen abzulaufen, daß der wirksame Bestandteil nicht lange 20 genug mit dem Anstrich in Kontakt ist, um eine wirksame f Entfernung des Anstrichs zu erreichen.
Kürzlich wurden wäßrige Abbeizmittel dadurch verbessert, daß man in sie ein gelbiloerces Mittel und einen Füll-2t stoff, zur Beispiel Kr ei ce ei na'beitete, um ihnen eine pastenartige Konsistenz zu verleihen. Dies macht die Anner-oung des Atbei zmi " eis euf eine gestrichene Oc e - - _ 2 _ % fläche viel leichter und beseitigt das Problem des Tropfens, wobei die Entfernung des Abbeizmittels und des erweichten Anstriches von flachen Oberflächen wesentlich vereinfacht wird, da er tatsächlich mit einem Kratzer 5 von der Oberfläche abgehoben werden Kann. Die Schicht aus Abbeizmittel und Anstrich hat jedoch keinen seitlichen Zusammenhalt, so daß zur Entfernung der Kratzer Uber die gesamte Fläche zwischen der gebildeten Schicht und der darunter liegenden Oberfläche geführt werden muß..
10 Bei ebenen Flächen ist dies nicht schwierig. Die Entfernung von Anstrichen mit einem Kratzer von gekrümmten Oberflächen, zum Beispiel Stuhlbeinen oder Leisten, ist jedoch nicht einfach.
15 Es wurde nun gefunden, daß sich eine bemerkenswert gute Entfernung von Anstrichen, insbesondere von Anstrichen auf Ölbasis mit einem Abbeizmittel erreichen läßt, das über der gestrichenen Oberfläche eine abschälbare Haut , bildet. Das Alkali wird in Kontakt mit dem zu entfernen- “ 20 den Anstrich gehalten, der so wirksam erweicht wird, -, - und die nachfolgende Entfernung der Schicht aus Abbeiz mittel uno Anstrich wird außerordentlich erleichtert, insbesondere bei komplizierten Formen.
25 Die Er f inour.g stellt somit eine auf tragoar e wäßrige
Zusammensetzung zum Entfernen von Anstrichen zur Verfü- «
V
- 4 - gung, die ein Alkali in einer das Abbeizen des Anstriches ermöglichenden Menge enthält, zusammen mit einer oder mehreren eine Hautbildung fördernden Komponenten. Wenn diese Zusammensetzung als Schicht auf eine gestrichene, 5 abzubeizende Fläche aufgetragen wird, bildet sich auf dieser eine abschälbare Haut, die ausreichend reißfest ist, daß sie von der darunter liegenden Fläche abgezogen werden kann und deren Haftfestigkeit genügt, um den durch den Kontakt mit der Zusammensetzung erweichten 10 Anstrich von der darunter liegenden Fläche zu trennen und 2j entfernen.
Die abschälbare Haut läßt sich von der darunter liegenden Fläche als zusammenhängendes Gel abziehen. Die gebildete 15 Schicht weist eine solche seitliche Festigkeit auf, daß sie als intakte Haut entfernt werden kann. Für die zu erzielenden Vorteile muß die seitliche Festigkeit jedoch nicht hoch sein und die Haut braucht zum Beispiel keine seitlichen elastischen Eigenschaften zu besitzen.
4 20 i Die Mittel zur Erzielung der Abschälei ger.schaf t der
Haut können vielfältig seir . Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung kann die Zusammensetzung als die Hautbildung fördernde Komponente ein faseriges Mate-2t rial enthalten, cas die wäßrige alkalische Zusammensetzung zu einer abschälbaren Haut zusammenbindet. Diese Zusammen- - 5 -
Setzungen enthalten im allgemeinen als weitere die Hautbildung fördernde Komponente außer dem Fasermaterial ein gelbildendes Mittel. Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Zusammensetzung als zusätz-- 5 liehe, die Hautbildung fördernde Komponente einen Füll stoff enthalten, um die Zusammensetzung zu verdicken und die Absorptionseigenschaften der abschälbaren Haut zu erhöhen.
10 Gemäß einer zusätzlichen Ausführungsform der Erfindung wird kein Fasermaterial verwendet, sondern die Abschäleigenschaft durch Verdicken der Zusammensetzung mit einem Füllstoff und die Verwendung einer besonderen Kombination gelbildender Mittel erzielt.
15
Die erste Ausführungsform der Erfindung umfaßt somit eine auftragbare wäßrige Zusammensetzung, die ein Alkali und eine geeignete Menge faseriges Material enthält und ausreichend alkalisch ist, um den Anstrich abzubeizen.
20
Am zweckmäßigsten besteht das Alkali aus einem Alkali-metallhydrorid, ca diese zu einer stark alkaliscr.en Zusammensetzung führen, leicht erhältlich und preisgünstig sind. Natrium- und Kaliumhydroxid werden bevorzugt.
25 Es ist jedoch auch möglich, ar.oere A.lk&iier, mit einem pH-Wert in wäßriger Lösung vor, mehr als 10, zum Beispiel ί - 6 - i ί
Alkalisilikate, wie Natriummetasilikat und Alkaliphos-! phate, zum Beispiel Trinatriumphosphate zu verwenden.
Andere stark alkalische Materialien, vorzugsweise mit einem pH-Wert von mehr als 12 und insbesondere mit einem . 5 pH-Wert von mehr als 13 sind bekannt und können in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eingesetzt werden, i Natriumhydroxid stellt im allgemeinen das am meisten ; bevorzugte Alkali dar, da andere Verbindungen teurer sind und milder bzw. langsamer wirken. Falls gewünscht, ; 10 kann Natriumhydroxid durch Verwendung einer Mischung von Natriumcarbonat und Calciumhydroxid erzeugt werden.
Für einige Anwendungszwecke, zum Eeispiel wenn Gefahr besteht, daß die Oberfläche unter dem Anstrich verfärbt ! } 15 wird, kann es jedoch erwünscht sein, ein milderes Alkali zu verwenden, und in diesem Fall könnte Trinatriumphosphat eingesetzt werden.
Die Alkalikonzentration in der Zusammensetzung wird 20 nach bekannten Kriterien eingestellt und liegt im Rahmen des Könnens des Fachmanns. Wenn Natriumhydroxid als Alkali verwendet wird, kcr.r.ter Konzentrationen von 25 Gew.« oder mehr angewandt werden. Vorzugsweise verwendet man jedoch nicht mehr als 12 % Natriumhydroxid, ca hierdurch 25 Beschränkungen bei der Anwendung gemäß der, Richtlinien i zur Handhabunq von Giftstoffen in den United Kinadoms i ; - 7 - vermieden werden. Die untere Grenze für die Konzentration wird durch die jeweils zu erzielende Wirkung bestimmt und könnte nur 1 % betragen oder sogar noch niedriger sein. Der übliche Konzentrationsbereich für das Natrium-5 hydroxid liegt jedoch bei 3 bis 12 % und insbesondere bei 3 bis 7 %. Innerhalb dieser bevorzugten Bereiche wird die besondere Konzentration in Bezug auf die erforderliche Abbeizgeschwindigkeit und unter Berücksichtigung der Kosten für das Abbeizmittel ausgewählt.
10
Wenn andere Alkalien verwendet werden, werden die bevorzugten Konzentrationen auf ähnlicher Basis ermittelt.
Kaliumhydroxid kann in Konzentrationen von bis zu 17 % verwendet werden. Besondere Maßnahmen gemäß den oben 15 aufgeführten Richtlinien sind nicht erforderlich, so daß dieses Alkali bevorzugt werden könnte, wenn eine höhere Konzentration benötigt wird. Ein wahrscheinlicher Konzentrationsbereich für die oben erwähnten Alkalisalze ist 30 bis 40 %.
20
Die Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise ein gelbilde nöes Mistel als weitere eie r-.autbi Idung fördernde Komponente, das ein natürliches oder synthetisches wasserlösliches Polymeres sein kann. Diese gelbiIdenden Mittel 2b sind bekannt. Beispiele für geeicrete Mittel sind Pcly-; acrylsäure und deren Ester, Stärke, natürliche Gummiarten, L; \> l!
Il l | - 2 - ï \ j wie Traganthgummi oder Britischer Gummi, Zelluloseether, ! Hydroxyethylzellulose, Xanthangummi und synthetische Tone, t wie Montmorillittone. Bevorzugte gelbildende Mittel sind ! die Xanthangummi und synthetische Tone. Ein Beispiel für | i. 5 einen im Handel erhältlichen Xanthangummi ist Kelzan, ein j - hochmolekulares natürliches Polysaccharid, das in einem reinen Kultivierungsverfahren mit dem Mikroorganismus Xanthomonas campestris erhalten wird und von der zu Merck - und Co. Inc. gehörenden Kelco erhältlich ist. Ein bevorzug-10 ter synthetischer Ton ist Laponit, ein synthetischer
Hectorit, nämlich ein Magnesiumsilikat, das Lithium, Fluor oder Hydroxidgruppen in Schichtstruktur enthält. Dieser Ton ist von der Laporte Industries Limited erhältlich.
15 Die Menge des gelbildenden Mittels wird je nach der für die Zusammensetzung erforderlichen Dicke ausgewählt, unter Berücksichtigung der Eigenschaften des jeweils verwendeten gelbildenden Mittels. Es ist nicht möglich, - für die ge 1 bildenden Mittel generelle bevorzugte Bereiche 20 anzugeben, da die verschiedenen Mittel in verschiedenen Konzentrationen verwendet werden, um den gleichen Gelierungsgrad zu erreichen. Derr Fachmann ist es ohne weiteres möglich, die geeignete Menge gelbildendes Mittel auszuwählen. Nur zur Erläuterung sei darauf hingewiesen, 25 daß es unwahrscheinlich ist, caß cas gelbildende Mittel . in Konzentrationen von mehr als 10 Gew.% verwendet wird.
4^ - 9 -
Eine zweckmäßige untere Grenze ist 0,1 %. Die späteren Beispiele erläutern geeignete Konzentrationen an gelbilden-den Mitteln in den speziellen Zusammensetzungen.
5 Das faserige Material in der ersten Ausführungsform der Erfindung hält die gelierten Schichten der Zusammensetzung an der gestrichenen Oberfläche und macht so die Schicht abschälbar. Die Abschälbarkeit kann der Zusammensetzung mit einer Vielzahl organischer und anorga-10 nischer, natürlicher und synthetischer Fasern verliehen werden, vorausgesetzt, die Faser wird durch die anderen Komponenten der Zusammensetzung in den verwendeten Konzentrationen nicht abgebaut. Die Fasern können zum Beispiel aus vermahlenem Papier, Papierflocken, Papierstanzteilen, 15 Wolle, Textilfasern, Asbest, Holzschliff oder Kunststofffasern, wie Viskosefasern oder vermahlenem synthetischen Leder bestehen. Diese Faserarten sind verhältnismäßig preisgünstig, da sie aus Abfallmaterialien stammen. Insbesondere stellt vermahienes Papier eine billige 20 Faserquelle dar und wird aus diesem Grunde bevorzugt.
Die verwendeten Fasern liegen vorzugsweise in Fct verhältnismäßig kurzer Einzelfasern vor, das heißt sie sind nicht länger als 10 mm. Eine bevorzugte Form: beliebig 2 c vermahl en er Papicf as&r n weist Fasern mit Langen vor.
;; bis zu 2 mm auf.
"'ΐ· - , « - JO - i Der Fasergehalt der Zusammensetzung wird in der Weise ausgewählt, daß er in Verbindung mit dem ausgewählten gelbildenden Mittel der Zusammensetzung den gewünschten Grad an Abschälbarkeit verleiht. In typischer Weise i - 5 machen die Fasern nicht mehr als 25 Gew.% der Zusammen- ' Setzung aus und im allgemeinen enthalten sie nicht mehr als 15 % und vorzugsweise nicht mehr als 12 % Fasermate- i | rial. Zu viel Fasermaterial kann dazu führen, daß die ! Zusammensetzung zu dick wird, um sich bequem auf die | 10 abzubeizende Oberfläche auftragen zu lassen. Eine bevor- j zugte untere Grenze ist etwa 5 % Fasermaterial, während | ausgezeichnete Abschälbarkeit mit einem Fasergehalt I von nicht weniger als 8 % erreicht wird.
i ί 15 Die Fasermaterial enthaltenden Zusammensetzungen gemäß der Erfindung können auch als weitere die Hautbildung fördernde Komponente einen Füllstoff enthalten, das heißt eine feste, teilchenförmige Komponente, die gegenüber den anderen Komponenten der Zusammensetzung und ( j 20 gegenüber dem Anstrich im wesentlichen intert ist. Dieser i : '= Füllstoff verdickt die Zusammensetzung. Außerdem absor- ; biert der Füllstoff bei cer Anwendung oer Zusammensetzung | w 1' den verflüssigten, vom Alkali angegriffenen Anstrich | und unterstützt damit die Verhinderung eines Ablaufens, ab Geeignete verwendbare Füllstcffe sino Kreidepulver,
Ton, Flugasche, Vermiculit und Holzmehl. Für cie erfin-— 5 j r c t v c t r zwecke wird k r e z c e r> u i v e r b e v c r r u c t - ΛΑ -
Der Füllstoff sollte nicht in einer Konzentration verwendet werden, die die Zusammensetzung für das Aufträgen zu dick macht. Selbstverständlich wird die zur Erzielung einer verteilbaren Zusammensetzung verwendbare Menge 5 Füllstoff durch die vorhandene Menge an Fasermaterial beeinflußt. Im allgemeinen kann, wenn Füllstoff vorhanden ist, die Menge an Fasermaterial verringert werden. Man hat gefunden, daß bis zu 64 % Füllstoff in Verbindung mit bis zu 20 % Fasermaterial verwendet werden können, 1° ferner, daß wirksame Zusammensetzungen mit Füllstoff und Fasermaterial erhalten werden können, auch dann, wenn die Menge an Fasermaterial unter 5 % liegt, was die bevorzugte untere Grenze für den Fasergehalt in Abwesenheit von Füllstoff darstellt. Außerdem hat man 15 gefunden, daß das Verhältnis Füllstoff zu Fasermaterial am zweckmäßigsten im Bereich von 6:1 bis 1:1 und insbesondere im Bereich 4:1 liegt.
Man hat auch festgestellt, daß abschälbare Zusammen-20 Setzungen ohne Verwendung von Fasern erhalten werden ; kennen, wenn man den Füllstoff in Verbindung mit einer speziellen Kombination von gelbildenden Mitteln verwendet. Eine alternative Ausführungsform der Erfindung umfaßt somit eine auftragbare Zusammensetzung aus einem Alkali, 25 Füllstoff, einem Xanthangum.ri une einem synthetischen . Fiector itton, die ausreichend alkalisch ist, um. Anstriche - a i: ? ube i z er..
* _ /2. — ! j ;i j Das bei dieser Ausführungsform verwendete Alkali wird gemäß den oben genannten Kriterien ausgewählt und in ! den zuvor vorgeschlagenen Konzentrationen verwendet.
! . 5 Der Füllstoff kann ebenfalls aus den vorstehend genannten
Materialien ausgewählt werden, er wird jedoch im allge-I meinen in etwas höheren Konzentrationen eingesetzt. Im allgemeinen ist der Füllstoff in einer Menge von minde- ! stens 25 Gew.%, vorzugsweise in einer Menge von bis 10 zu 75 Gew.% vorhanden. In den faserfreien Zusammensetzungen beträgt die Menge an Füllstoff am besten 50 bis 70 %. Die tatsächlich verwendete Menge Füllstoff wird i durch die Theologischen Eigenschaften der Zusammensetzun- | gen bestimmt, die ihrerseits durch die Beschaffenheit i und Konzentration des gelbildenden Mittels festgelegt werden. Qualitativ ausgedrückt bedeutet dies, daß die Menge an Füllstoff nicht so niedrig sein sollte, daß eine von der abzubeizenden Oberfläche ablaufende Aufschlämmung entsteht, noch sollte die Füllstoffmenge so hoch 2° sein, daß sich die Zusammensetzung nicht leicht auf \ der Oberfläche verteilen läßt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Zusammensetzung thixotrop, aber auch wenn sie diese Eigenschaft ^ zeigt, sollte sie bei ir-.rerr. Aufträgen ausreichend beweg-i lieh werden, um. eine Verteiluna zu ermöalichen.
* - Λ5 -
Man hat gefunden, daß eine besondere Kombination an gelbildenden Mitteln erforderlich ist, um bei einer Zusammensetzung, die Füllstoff aber keine Fasern enthält, Abschälbarkeit zu erreichen. Der Xanthangummi ist vorzugs-5 weise Kelzangummi und der Ton ist vorzugsweise Laponit.
Diese gelbildenden Mittel werden vorzugsweise in Konzentrationen von 0,2 bis 4 % Kelzan und von 0 bis 2,0 % Laponit verwendet, wobei das Verhältnis Kelzan zu Laponit 5:1 bis 1:1 beträgt.
10
Beide Arten der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, das heißt ob sie Fasermaterial enthalten oder nicht, können weitere Standardbestandteile von Abbeizmitteln enthalten, zum Beispiel Netzmittel, Farbstoffe, Kcnservie-15 rungsmittel und mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel. Alle diese Zusätze müssen selbstverständlich mit den anderen Bestandteilen verträglich sein, insbesondere mit der alkalischen Beschaffenheit der Zusammensetzungen, ferner müssen sie mit Wasser mischbar sein.
20 Die Auswahl dieser herkömmlichen Bestandteile in geeigne-i ten Konzentrationen liegt im Rahmen des Könnens des
Fachmanns.
Durch Einarbeitung eines Bleichmittels in die erfindungs-25 gemäßen Zusammensetzungen kann ein Abb&izrritxel err-alter.
werden, das die darunter liegende Oberfläche bleicht.
i ΊΚ - A* - \ j ! Es können die herkömmlichen Bleichmittel, wie Natrium- chlorat oder Wasserstoffperoxid verwendet werden, in typischer Weise in einer Konzentration von 0 bis 10 Gew.% der Zusammensetzung.
5 ! ^ Bei ihrer Anwendung werden die erfindungsgemäßen Zusammen- i .
i Setzungen in typischer Weise als Schicht mit einer Dicke von 3 bis 4 mm auf die gestrichenen Oberflächen aufgetragen. Zweckmäßig erfolgt die Auftragung mit einem 10 Spachtel oder einem ähnlichen Werkzeug. Man läßt dann die Zusammensetzung einwirken, bis der Anstrich erweicht ist. Normalerweise ist hierfür ein Zeitraum von 1 bis 6 Stunden erforderlich, obgleich auch längere Kontaktzeiten erwünscht sein können, wenn viele Anstriche ent-15 fernt werden sollen. Wenn die Schicht der Zusammensetzung während dieser Zeit austrocknet, kann sie mit Wasser besprüht werden, um sie anzufeuchten und einen maximalen Kontakt des Alkalis mit dem Anstrich zu gewährleisten.
20 Die Schicht wird dann mit einem Schaber oder einem ähn-; liehen Werkzeug als abschälbare Haut entfernt, obgleich ein wirkliches Abschaben cer carur.ter liegenden Oberfläche nicht notwendig sein sollte. Die Haut wird zusammen mit dem erweichten Anstrich vor der Oberfläche abgezogen, 25 und komplizierte Former, ronrer in dieser Weise leicht abgebeizt werden, ohne daß Anstrich von jeder Leiste # - -v abgekratzt werden muß.
« -/6- . ! i
Die Erfindung umfaßt auch ein Verfahren zum Abbeizen von Anstrichen, das darin besteht, daß man auf die Schicht(en) des Anstriches eine wirksame Menge einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung aufträgt, die Zusammen-5 Setzung zusammen mit dem durch die Einwirkung der Zusammensetzung erweichten Anstrich eine abschälbare Haut bilden läßt, die Haut anhebt und sie von der darunter liegenden Fläche abzieht. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können in für die Anwendung fertiger Form aber auch 10 in Form trockener Pulver vorliegen, was für die Lagerung und den Transport vorteilhaft sein kann. Diese trockenen Pulver ergeben beim Vermischen mit Wasser ein auftragbares wäßriges Abbeizmittel. Das trockene Pulver kann abgesehen vom Wasser die gleiche Zusammensetzung haben wie die 15 auftragbare wäßrige Zusammensetzung. Da jedoch mindestens einige der oben beschriebenen alkalischen Materialien sich in trockener Form nicht bequem handhaben lassen, bevorzugt man, die trockene Zusammensetzung mit einer Mischung aus Calciumhydroxid (Ätzkalk) und einem Alkali-20 metallsalz zu formulieren, wobei das Anion des Alkalimetallsalzes mit dem Calcium ein unlösliches Salz bildet.
Beim Vermischen der Bestandteile einer solchen Mischung mit Wasser entsteht ein Alkalimetallhydroxid, zum Beispiel Natriumhydroxid. Solche Zusammensetzungen lassen sich 25 in trockener Form leichter handhaben als trockene Zusammensetzungen, die das entsprechende Alkalimetallhydroxid enthalten.
« - ./6- ί
Vorzugsweise werden das Alkalimetallsalz und das Calciumhydroxid in im wesentlichen stöchiometrischen Mengen ; verwendet, wobei der Prozentsatz jedes dieser Bestandteile j in der trockenen Zusammensetzung so ausgewählt wird, 5 daß ein entsprechender Prozentsatz an Alkalimetallhydroxid gemäß den obigen Ausführungen gebildet wird, vorzugsweise 3 bis 12 Gew.% Hydroxid.
Da die trockene Pulverzusammensetzung für ein Do-it- I 10 yourself-Produkt besonders brauchbar ist, kann sie, | falls notwendig, mit einer erhöhten Menge Füllstoff, I sofern ein solcher vorhanden ist, formuliert werden, i um das Vermischen mit Wasser zu erleichtern. Zum Bei- ! spiel kann, wenn ein Füllstoff und Fasermaterial zusammen j Γ | 15 verwendet werden, das Verhältnis Füllstoff zu Fasei— , material bis zu etwa 7:1 betragen.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
! - t i i [ 20 ^ I ^ --- 25 - Λ7-
Beispiel 1
Fasern und Füllstoff enthaltendes Abbeizmittel Zusammensetzung dieses Mittels: g
Xanthangummi (Kelzan) 26,2 48 %ige (Gew./Gew.) Natriumhydroxidlösung 104,6 gemahlenes Papier 104,6
Kreide 104,6
Wasser 660,0 1000,0
Beispiel 2
Fasern enthaltendes Abbeizmittel Zusammensetzung dieses Mittels: g
Xanthangummi (Kelzan) 26,2
Laponit S 10,7 - 46 %ige (Gew./Gew.) Natriumhydroxidlösung 104,6 gemahlenes Papier 104,6
Wasser 753,9 % i I · # - Ai - : j Beispiel 3 i ij Füllstoff enthaltendes Abbeizmittel I Zusammensetzung dieses Mittels: 9 , 5 Xanthangummi (Kelzan) 10,5
II
Laponit S 4,3 46 %ige (Gew./Gew.) Natriumhydroxidlösung 83,3 i i II Kreide 640,0 if Wasser 261,9
Li ; 10 1000,0 * ! | ; i I j ! ;.! Beispiel 4 ;i Füllstoff und Fasern enthaltendes Abbeizmittel I „ f 15 Diese Zusammensetzung war thixotrop und setzte sich ii aus den folgenden Bestandteilen zusammen: ;; kg
Xanthangummi (Kelzan) 1,00
Laponit S 0,50 J 20 46 %ige (Gew./Gew.) Natriumhydroxidlösung 10,45
Kreide 3^,83 1,6 mm gerr,ähienes Papier 7,46 100,Ci 25 $ ï
Wasser 45,77 -/3- %
Beispiel 5 Füllstoff und Fasern enthaltendes Abbeizmittel Zusammensetzung dieses Mittels: kg i 5 Xanthangummi (Kelzan) 0,871
Laponit S 0,435 46 %ige (Gew./Gew.) Natriumhydroxidlösung 10,45
Kreide 37,31 3,2 mm Papierflocken 8,71 10 Wasser 42,226 100,00
Beispiel 6 15 Füllstoff und Fasern enthaltendes Abbeizmittel
Zusammensetzung dieses Mittels: % Gew./Gew.
Xanthangummi (Kelzan) 2,6 ' Natriumhydroxid 5,0 20 3,2 mm gemahlenes Papier 10,5
Holzmehl mit einer Teilchengröße entsprechend einer lichten Msscnenweite von 53 Mikron (300 mesh) 10,5 1
Wasser 71,4 c %
Beispiel 7 - Zo - ; Füllstoff und Fasern enthaltendes Abbeizmittel !
Zusammensetzung dieses Mittels: % Gew./Gew.
i - ! Î . 5 Xanthangummit (Kelzan) 2,6 t j Natriumhydroxid 5,0 ! [ Vermiculit mit einer Teilchengröße entsprechend einer lichten j Maschenweite von ... mm (500 mesh) 10,5 j j 3,2 mm gemahlenes Papier 10,5 10 Wasser 71,4 i i
Beispiel 8 Füllstoff und Fasern enthaltendes Abbeizmittel 15 Zusammensetzung dieses Mittels: % Gew./Gew.
Xanthangummi (Kelzan) 2,0
Laponit 0,8
Natriumhydroxid 5,0 i - j s 20 Kreide 21,0
Vermiculit mit einer Teilchen-aröBe entsprechend einer lichten Maschenweite von ... mm <505 mesh> 10,5 i i j 1,6 mm gemahlenes Papier 5,0 i 21 _ ^ ! Wasser 55,7 - -
Beispiel 9 FUllstoff und Fasern enthaltendes Abbeizmittel Zusammensetzung dieses Mittel: % Gew./Gew.
5 Xanthangummi (Kelzan) 1,0
Laponit 0,5
Kaliumhydroxid 5,0
Kreide 35,0 3,2 mm Papierflocken 7,5 10 Wasser 51,0
Beispiel 10 Füllstoff und Fasern enthaltendes Abbeizmittel 15 Zusammensetzung dieses Mittels: % Gew./Gew.
Xanthangummit (Kelzan) 2,6
Natriumhydroxid 5,0
Kreide 10,5 20 Viskosefasern 10,5
Wasser 71,4 2 5 ; - ζι - ί.
; j; jj Beispiel 11 ii
Fasern und Füllstoff enthaltendes Abbeizmittel h 1 — 1 - — - - | Zusammensetzung dieses Mittels: ! % Gew./Gew.
j ii , 5 Wasser 58,2 ! | Kreide 15,7 ! 6,4 mm Papierflocken 15,7 48 %ige (Gew./Gew.) Natriumhydroxidlösung 10,4 100,0 ;! 10
Der pH-Wert der Zusammensetzungen der Beispiele 1 bis ij 11 lag im Bereich von 13 bis 14.
! ; Beispiel 12 ; ) i1 15 Fasern und Füllstoff enthaltendes Abbeizmittel
Zusammensetzung dieses Mittels: I% Gew. /Gew.
Xanthangummi (Kelzan) 1,0
Laponit S 0,5 20 Trinatriumphosphat 10,0 . \ Kreide 34,8 1,t mm gemahlenes Papier 7,5
Wasser 46,2 25 Der pK-v\ert dieser Zusammensetzung betrug ν', 8.
···*?“
Beispiel 13 9 - zi -
Fasern und Füllstoff enthaltendes Abbeizmittel Zusammensetzung dieses Mittels: % Gew./Gew.
5 Xanthangummi (Kelzan) 1,0
Laponit S 0,5
Natriummetasilikat 10,0
Kreide 34,8 3,2 mm gemahlenes Papier 7,5 10 Wasser 46,2
Der pH-Wert dieser Zusammensetzung betrug 12,7.
Der Erläuterung dienen auch die folgenden Versuchsergeb-15 nisse, die mit einem herkömmlichen Abbeizmittel und mit Abbeizmitteln gemäß der Erfindung erhalten wurden.
Verf ah ren
Die Arneizmittel wurden auf ihre Wirksamkeit zur Entfer-20 nung eines aus vier Schichten bestehenden Anstrichs * auf Clbasis von einer Holzoberfläche untersucht. Die gestr ichene Fläche wurde mit sei bstκlebendem Kur ststcff-kleberand in etwa 15 cm x 10 cm große Testbereiche unterteilt. Das jeweils verwendete Abbeizmittel wurde nach Auge·· schein mit einem Spachtel in einer Dicke vor. etwa I 2 mm aufgetragen. Die Zusammensetzung wurde eine bestimmte * - IH ~
Zeit mit dem Testbereich in Kontakt gelassen und dann mit einem Spatel entfernt. Die Beschaffenheit der Zusammensetzung zum Zeitpunkt der Entfernung, die Leichtigkeit der Entfernung und die Menge des entfernten Anstrichs 5 wurden bewertet. Die erzielten Ergebnisse sind später zusammengestellt.
I Ergebnisse
Zum Vergleich wurde ein herkömmliches Abbeizmittel unter-10 sucht. Dieses Abbeizmittel hatte die folgende Zusammen-i Setzung: % Gew./Gew.
gelbildendes Mittel (Viscalex HV30 - eine i Acrylcopolymer-Emulsion der Allied * 15 Colloids Ltd.) 3,0
Natriumhydroxid 4,0
Kreide 66,5
Anti-Schaummittel 0,2 : » Wasser 26,2 1 4 20 ; j *_ In getrennten Tests ließ man diese Zusammensetzung 2/3
Stunden und 2 Stunden mit Testbereichen ir, Kontant. i· Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 1 zusammen- | gestellt.
~·~ν 25
V
- IS -
Tabelle 1 Beschaf f enheit
Zusammen- Kontaktzeit, bei der entfernter
Setzung Stunden Entfernung Anstrich
Bekannte 5 Zusammensetzung 2/3 pastenartig 80 % bekannte Zusammensetzung 2 pastenartig 100 % * 10 In jedem Fall war die Zusammensetzung aus Anstrich und
Abbeizmittel pastenförmig. Sie war nicht zusammenhängend und nicht abziehbar. Es war daher notwendig, die Paste von der abgebeizten Oberfläche abzukratzen, was eine schmutzige und zeitraubende Arbeit war. Nach einer Kontakt-15 zeit von 2/3 Stunden betrug die Entfernung 80 %, das heißt alle vier Schichten des Anstriches waren von 80 % des Testbereiches entfernt. Nach einer Kontaktzeit von 2 Stunden betrug die Entfernung 100 %, das heißt alle , vier Schichten des Anstriches waren vom Testbereich ; 20 entfernt.
Die mit erfindungsgemäßen Zusammensetzungen erzielten Ergebnisse sind in der Tabelle 2 zusammengestellt. Für die Zusammensetzungen ist die Nummer der Beispiele ange-25 geben, in denen ihre Formulierung beschrieben ist.
-ZG- \ \ i.
Tabelle 2 Beschaffenheit ; Zusammen- Kontaktzeit, bei der entfernter ^etzung Stunden Entf ernung Anstrich -| 1 abziehbare Haut 100 % l '' 5 2 1 " 100 % ; 3 1 ” 100 % 41 " 100 % | 4 2/3 " 100 % 51” 100 % j • 10 6 1 " 100 % 7 1 " 100 % 8 1 " 100 % 9 1 *' 100 % 10 1 " 100 % 15 11 10 trockene abzieh- I bare Haut 100 % ! 12 5 abziehbare Haut * 13 5 ” ** i
Vr ; „ Eine vollständig entfernte Schicht, eine durch Kratzen .^entfernbare zweite Schicht.
t m 7Γ TT
i · 20 Etwa 90 %ige Entfernung durch Kratzen i i | Jece untersuchte Zusammensetzung bildete eine abziehbare
Haut, die vom Testbereich zusammen mit dem durch das Alkali erweichter. Anstrich in einem. Stück abgehoben ! 2c werden konnte. Die Zusammensetzungen, die Natriumhyörc> ic ! ir * - 47“ oder Kaliumhydroxid enthielten, ermöglichten eine 100 %ige Entfernung ohne Kratzen. Es war lediglich notwendig, die abgebeizte Fläche nach der Entfernung der Haut abzuwaschen, um eine saubere Holzfläche zu erhalten. Die 5 Zusammensetzungen mit Trinatriumphosphat und Natriummetasilikat sind milder, so daß sie auf empfindliche Werkstücke angewendet werden können oder wenn nur die oberen Schichten des Anstriches selektiv entfernt werden sollen. Eine vollständige Entfernung aller vier Schichten 10 des Anstriches wurde mit diesen Alkalien nicht erreicht, doch zeigten diese Zusammensetzungen die erfindungsgemäß angestrebte Eigenschaft, eine abziehbare Haut zu bilden, die das Abbeizen erleichtert.
15 Beispiel 14
Fasern und Füllstoff enthaltendes Abbeizmittel in trockener Pulverform Zusammensetzung dieses Pulvers:
Gewichtsteile 20 Natriumcarbonat 5,0
Calciumhydroxid 3,5
Kreide' 34,0 3,2 mm granuliertes Papier 5,0
Kelzan 0,7o
25 Laponit S G,3E
il
K
a t- λ ; -Μ-
Diese Zusammensetzung eignet sich für den Transport, die Lagerung und den Verkauf in trockener Form. Beim Vermischen mit Wasser auf 100 Teile Gewicht/Gewicht entstand ein auftragbares wäßriges Abbeizmittel, das ,. 5 bei seiner Anwendung eine abschälbare Haut bildete und ohne Abkratzen eine 100 %ige Entfernung des Anstriches i ermöglichte, wie Natriumhydroxid enthaltende Zusammen setzungen .
i | 10 Beispiel 15
Fasern und Füllstoff enthaltendes Abbeizmittel in trockener Pulverform
Die Zusammensetzungen der Beispiele 12 und 13 wurden i; ohne Wasser als trockenes Pulver formuliert. Für die i; ! 15 Anwendung wurden diese Zusammensetzungen mit Wasser auf 100 % Gewicht/Gewicht vermischt. Sie wirkten in der gleichen Weise wie die Zusammensetzung des Beispiels 14.
' 1' ; ' 20 ' Sehe:ko eL w

Claims (34)

1. Auftragbare wäßrige Zusammensetzung zum Abbeizen von Anstrichen mit einem das Abbeizen des Anstriches 5 ermöglichenden Alkaligehalt und einer oder mehreren, eine Hautbildung fördernden Komponenten, so daß beim Aufträgen der wäßrigen Zusammensetzung als Schicht auf eine gestrichene abzubeizende Oberfläche eine abziehbare Haut entsteht, deren Reißfestigkeit aus-10 reicht, um sie von der darunter liegenden Oberfläche abzuziehen und deren Haftfestigkeit genügt, um den durch den Kontakt mit der Zusammensetzung aufgeweichten Anstrich von der darunter liegenden Oberfläche zu trennen und zu entfernen. 15
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen pH-Wert von mindestens 10 hat.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich- 20 net, daß sie einen pH-Wert von mindestens 12 hat.
4. Zusammensetzung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen pH-Wert von mindestens 13 hat. 2a 5. ZusammenSetzung nach einer der Ansprüche 1 ois 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Alkali ein Alkalimetall-hydrcxid ist. *
6. Zusammensetzung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich net, daß das Alkali Natrium- oder Kaliumhydroxid ist. - δο-
57. Zusammensetzung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich net, daß sie 3 bis 12 Gew.% Natriumhydroxid enthält. i i
8. Zusammensetzung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie 3 bis 7 Gew.% Natriumhydroxid enthält. 10
9. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie als eine die Hautbildung fördernde Komponente ein fasriges Material enthält.
10. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, j dadurch gekennzeichnet, daß sie als weitere die Hautbildung fördernde Komponente ein gelbildendes j . j " Mittel enthält. 1 v ' V- i
11. Zusammensetzung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich- i . net, daß das gelbildende Mittel Folvac ryI saure oder ein Ester von Polyacrylsajre, Stärke, ein natürlicher l Gummi, ein Zelluloseether, Hvdroxyethylzellulose, ein Xanthangummi oder ein synthetischer Tor. ist. 25
12. Zusammensetzung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich net, daß das gelbildende Mittel ein natürliches Polysaccharid ist. « -SA-
13. Zusammensetzung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeich- net, daß das natürliche Polysaccharid in einem reinen Kultivierungsverfahren mit dem Mikroorganismus Xantho-monas campestris erhalten wurde. "1° 14. Zusammensetzung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich net, daß das gelbildende Mittel ein synthetischer Hectoritton ist.
15. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, 15 dadurch gekennzeichnet, daß sie 0,1 bis 10 Gew.% gelbildendes Mittel enthält.
16. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, ^ dadurch gekennzeichnet, daß das faserige Material 20 aus gemahlenem Papier, Papierflocken, Papierstanz teilen, Wolle, Textilfasern, Asbest, Holzschliff oder Kunststcffasern besteht.
17. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, ocduroh gekennzeichnet, daß die Fasern nicht langer als 10 mm sind. - 32-
18. Zusammensetzung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeich net, daß sie beliebig vermahlene Papierfasern mit Faserlängen von bis 2 mm enthält. *
19. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 9 bis 18, y dadurch gekennzeichnet, daß sie bis 25 Gew.% Faser material enthält. |
20. Zusammensetzung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeich- 10 net, daß sie 5 bis 15 Gew.% Fasermaterial enthält.
21. Zusammensetzung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeich- i net, daß sie 8 bis 12 Gew.% Fasermaterial enthält. ! 15 22. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, Î dadurch gekennzeichnet, daß sie auch einen im wesentlichen inerten teilchenförmigen Füllstoff als weitere die Hautbildung fördernde Komponente enthält. j ' 20 23. Zusammensetzung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeich- ; * net, daß der Füllstoff aus Kreidepulver, Ton, Flug- ! asche, Vermiculit oder Holzmehl besteht.
24. Zusammensetzung nach Anspruch 22 und 23, dadurch 2s gekennzeichnet, daß sie bis 64 Gew.« Füllstoff zusam- men mit bis 20 Gew.% Fasermaterial enthält. -53-
25. Zusammensetzung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeich net, daß das Gewichtsverhältnis Füllstoff zu Faser material im Bereich von 6:1'bis 1:1 liegt. fr
26. Zusammensetzung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeich- ; net, daß das Gewichtsverhältnis Füllstoff zu Faser material im wesentlichen 4:1 beträgt.
27. Zusammensetzung nach Anspruch 1 bis 8, 10 bis 15 oder Ί0 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Alkali, einen Füllstoff, einen Xanthangummi und einen synthetischen Hectoritton als die Hautbildung fordernde Komponenten enthält.
28. Zusammensetzung nach Anspruch 27, dadurch gekennzeich net, daß sie 25 bis 75 Gew.% Füllstoff enthält.
29. Zusammensetzung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeich- r net, daß sie 50 bis 70 Gew.% Füllstoff enthält. 20
30. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß sie thixotrop ist.
31. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 27 bis 25 3G, dadurch gekennzeichnet, caß sie 0,2 bis 4 Gew.% Xanthangummi und bis zu 2 Gew.% synthetischen Hektorit-tor enthält. 4»
32. Zusammensetzung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeich net, daß das Gewichtsverhältnis Xanthangummi zu synthetischem Hektoritton 5:1 bis 1:1 beträgt. - 2>V-
33. Zusammensetzung in Form eines trockenen Pulvers, ; das beim Vermischen mit Wasser ein auftragbares wäßriges Abbeizmittel nach einem der Ansprüche 1 bis ! i 32 ergibt.
34. Trockenes Pulver nach Anspruch 33, dadurch gekenn zeichnet, daß es Calciumhydroxid und ein Alkalimetallsalz enthält, wobei das Anion des Alkalimetallsalzes mit dem Calcium ein wasserunlösliches Salz bildet und hierdurch eine das Abbeizen des Anstriches ermög-15 lichende Menge Alkali freisetzt, ferner eine oder mehrere die Hautbildung fördernde Komponenten, so daß beim Aufträgen des wäßrigen Abbeizmittels als Schicht über eine gestrichene abzubeizende Fläche : ù eine abschälbare Haut entsteht, deren Reißfestigkeit 20 ausreicht, um sie von der darunterliegenden Fläche abzuziehen und deren Haftfestigkeit genügt, um den durch Kontakt mit der Zusammensetzung aufgeweichten Anstrich von der darunter liegenden Oberfläche zu trennen und zu entfernen. I 21 " j
35. Zusammensetzung nach Anspruch 34, dadurch gekenn zeichnet, daß das Alkalimetallsalz Natriumcarbonat ist. « r -3S- 7 5 36. Zusammensetzung nach Anspruch 34 und 35, dadurch gekennzeichnet, daß das Calciumhydroxid und das Alkalimetallsalz zusammen in dem wäßrigen Abbeizmittel 3 bis 12 Gew.% Alkalimetallhydroxid freisetzen.
37. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 34 bis 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Bestandteile und/oder ihre Prozentsätze und/oder ihre Mengenanteile den in den Beispielen 9 bis 32 angegebenen entsprechen.
38. Auftragbares wäßriges Abbeizmittel aus einer Mischung von Wasser und einer Zusammensetzung nach Anspruch 34 bis 37. Γ 39. Verfahren zum Abbeizen von Anstrichen von einer
20 Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß man auf den Anstrich eine wirksame Menge einer Zusammensetzung μ nach Anspruch 1 bis 32 oder 3c aufträgt, die Zusammensetzung zusammen mit dem durch die Zusammensetzung erweichten Anstrich eine abziehbare Haut bilden läßt, 25 die gebildete Haut anhebt und sie zur Entfernung ces Anstriches von der darunter liegenden Oberfläche / abzieht. - —------------------
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