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HK1119395B - Conjugates of hydroxyalkyl starch and an active substance, prepared by chemical ligation via thiazolidine - Google Patents

Conjugates of hydroxyalkyl starch and an active substance, prepared by chemical ligation via thiazolidine Download PDF

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Publication number
HK1119395B
HK1119395B HK08111204.1A HK08111204A HK1119395B HK 1119395 B HK1119395 B HK 1119395B HK 08111204 A HK08111204 A HK 08111204A HK 1119395 B HK1119395 B HK 1119395B
Authority
HK
Hong Kong
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group
alpha
hydroxyalkyl starch
beta
active substance
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HK08111204.1A
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HK1119395A1 (en
Inventor
Norbert Zander
Helmut Knoller
Original Assignee
Fresenius Kabi Deutschland Gmbh
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Publication date
Priority claimed from EP05019768A external-priority patent/EP1762250A1/de
Application filed by Fresenius Kabi Deutschland Gmbh filed Critical Fresenius Kabi Deutschland Gmbh
Publication of HK1119395A1 publication Critical patent/HK1119395A1/en
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Claims (33)

  1. Verfahren zur Herstellung eines Konjugats aus einem Wirkstoff und Hydroxyalkylstärke, wobei der Wirkstoff und die Hydroxyalkylstärke kovalent über einen chemischen Rest der Struktur gemäß der Formel (I) oder der Formel (I') oder der Formel (I") verknüpft sind, wobei R1, R2, R2', R3, R3' und R4 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, einem optional geeignet substituierten, linearen, cyclischen und/oder verzweigten Alkyl, Aryl, Heteroaryl, Aralkyl und Heteroaralkylrest, bevorzugt Wasserstoff, wobei das Verfahren umfasst:
    (A) Reagieren einer Aldehydgruppe, einer Ketogruppe oder einer Halbacetalgruppe eines Hydroxyalkylstärkederivates enthaltend diese Aldehydgruppe, Ketogruppe oder Halbacetalgruppe mit einer alpha-SH-beta-Aminogruppe eines Wirkstoffs oder eines Derivates davon, enthaltend diese alpha-SH-beta-Aminogruppe, unter Herstellung eines Konjugates aus diesem Wirkstoff und dieser Hydroxyalkylstärke, welche kovalent über einen chemischen Rest der Struktur gemäß der Formel (I) verknüpft sind; oder mit einer alpha-SH-beta-Aminogruppe eines Wirkstoffs oder eines Derivates davon, enthaltend diese alpha-SH-beta-Aminogruppe, unter Herstellung eines Konjugates aus diesem Wirkstoff und dieser Hydroxyalkylstärke, welche kovalent über einen chemischen Rest der Struktur gemäß der Formel (I') verknüpft sind, oder mit einer alpha-SH-beta-Aminogruppe eines Wirkstoffs oder eines Derivates davon, enthaltend diese alpha-SH-beta-Aminogruppe unter Herstellung eines Konjugates aus diesem Wirkstoff und dieser Hydroxyalkylstärke, welche kovalent über einen chemischen Rest der Struktur gemäß der Formel (I") verknüpft sind, wobei R1, R2, R2, R3, R3' und R4 wie oben definiert sind; oder
    (B) Reagieren einer Aldehydgruppe, einer Ketogruppe oder einer Halbacetalgruppe eines Wirkstoffs oder eines Derivates davon, enthaltend diese Aldehydgruppe, Ketogruppe oder Halbacetalgruppe mit einer alpha-SH-beta-Aminogruppe eines Hydroxyalkylstärkederivates enthaltend diese alpha-SH-beta-Aminogruppe, unter Herstellung eines Konjugates aus diesem Wirkstoff und dieser Hydroxyalkylstärke, welche kovalent über einen chemischen Rest der Struktur gemäß der Formel (I) verknüpft sind; oder mit einer alpha-SH-beta-Aminogruppe eines Hydroxyalkylstärkederivates enthaltend diese alpha-SH-beta-Aminogruppe, unter Herstellung eines Konjugates aus diesem Wirkstoff und dieser Hydroxyalkylstärke, welche kovalent über einen chemischen Rest der Struktur gemäß der Formel (I') verknüpft sind; oder mit einer alpha-SH-beta-Aminogruppe eines Hydroxyalkylstärkederivates enthaltend diese alpha-SH-beta-Aminogruppe, unter Herstellung eines Konjugates aus diesem Wirkstoff und dieser Hydroxyalkylstärke, welche kovalent über einen chemischen Rest der Struktur gemäß der Formel (I") verknüpft sind, wobei R1, R2, R2', R3, R3' und R4 wie oben definiert sind, und wobei das Hydroxyalkylstärkederivat enthaltend diese Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe oder diese alpha-SH-beta-Aminogruppe über ein Verfahren umfassend das Reagieren der Hydroxyalkylstärke mit mindestens einer mindestens bifunktionellen Verbindung erhalten wird, wobei diese Verbindung zwei funktionelle Gruppen M1 und Q enthält, wobei eine funktionelle Gruppe M1 mit der Hydroxyalkylstärke umgesetzt wird und eine funktionelle Gruppe Q
    (i) eine Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe oder eine alpha-SH-beta-Aminogruppe; oder
    (ii) eine funktionelle Gruppe, die chemisch modifiziert wird, um die Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe oder die alpha-SH-beta-Aminogruppe zu bilden,
    ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Hydroxyalkylstärke die folgende Struktur (II) aufweist wobei R', R" und R"', unabhängig voneinander, Wasserstoff, eine lineare oder verzweigte Hydroxyalkylgruppe oder die Gruppe         -[(CR1R2)mO]n[CR3R4]o-OH sind, wobei R1, R2, R3 und R4, unabhängig voneinander, ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und Alkylgruppe, bevorzugt Wasserstoff und Methylgruppe,
    m ist 2 bis 4, wobei die Reste R1 und R2 in den m Gruppen CR1R2 gleich oder verschieden sein können;
    n ist 0 bis 20, bevorzugt 0 bis 4;
    o ist 0 bis 20, bevorzugt 2-4, wobei, im Falle von n = 0, o ungleich 0 ist, und wobei die Reste R3 und R4 in den o Gruppen CR3R4 gleich oder verschieden sein können;
    wobei bevorzugt R', R" und R"', unabhängig voneinander, Wasserstoff oder eine 2-Hydroxyethylgruppe sind.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Hydroxyalkylstärke Hydroxyethylstärke ist, und wobei bevorzugt die Hydroxyethylstärke ein Molekulargewicht von 1 bis 300 kD, weiter bevorzugt von 2 bis 200 kD, weiter bevorzugt von 10 bis 150 kD oder 4 bis 130 kD, weiter bevorzugt von 10 bis 100 kD; und/oder eine molare Substitution von 0,1 bis 3, weiter bevorzugt 0,1 bis 2, weiter bevorzugt 0,1 bis 0,9 oder 0,4 bis 2, weiter bevorzugt 0,4 bis 1,3; und/oder ein Verhältnis zwischen C2 : C6-Substitution im Bereich von 2 bis 20 bezogen auf die Hydroxyethylgruppen aufweist.
  4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Wirkstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Proteinen, Peptiden, kleinen molekularen Wirkstoffen, Glykoproteinen und Oligonukleotiden, wie DNA, RNA, PNA oder Derivaten davon, bevorzugt aus der Gruppe bestehend aus Proteinen, Peptiden und PNA enthaltend eine alpha-SH-beta-Aminogruppe, bevorzugt enthaltend eine Cysteingruppe, insbesondere ein N-terminales Cystein, wobei das Protein bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus EPO, G-CSF, IFN alpha, IFN beta, AT III, IL-2, IL-3, Myoglobin, SOD, BSA, rhEPO, rhG-CSF, rhIFN alpha, rhIFN beta, rhAT III, rhIL-2, rhIL-3, A1AT, Faktor VII, Faktor VIII, Faktor IX, tPA und APC.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei der Wirkstoff ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Proteinen, Glykoproteinen oder Peptiden enthaltend eine Aldehyd-, Ketogruppe oder Halbacetalgruppe, bevorzugt aus Glykoproteinen, enthaltend einen Aldehyd in einer Glykanseitenkette oder aus synthetischen Peptiden.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Hydroxyalkylstärkederivat 1 bis 100, bevorzugt 1 bis 15, insbesondere 1 Aldehydgruppe(n), Ketogruppe(n) und/oder Halbactealgruppe(n) enthält, oder wobei das Hydroxyalkylstärkederivat 1 bis 100, bevorzugt 1 bis 15, insbesondere 1 alpha-SH-beta-Aminogruppe(n) enthält.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wirkstoff 1 bis 15, bevorzugt 1 bis 8, insbesondere 1 Aldehydgruppe(n), Ketogruppe(n) und/oder Halbacetalgruppe(n) enthält, oder wobei der Wirkstoff 1 bis 15, bevorzugt 1 bis 8, insbesondere 1 alpha-SH-beta-Aminogruppe(n) enthält.
  8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei die funktionelle Gruppe M1 mit einer OH-Gruppe der Hydroxyalkylstärke oder dem oxidierten oder nichtoxidierten reduzierenden Ende der Hydroxyalkylstärke reagiert.
  9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei die funktionelle Gruppe M1 eine Carboxygruppe oder eine reaktive Carboxygruppe ist und die funktionelle Gruppe Q eine Aldehydgruppe, Ketogruppe oder Halbacetalgruppe ist, wobei die bifunktionelle Verbindung, enthaltend M1 und Q, bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Formylbenzoesäure, 4-Formylbenzoesäurepentafluorophenylester, 4-Formylbenzoesäure-N-hydroxysuccinimidester und 4-(4-Formyl-3,5-dimethoxyphenoxy)buttersäure oder eine biokompatible Verbindung ist ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus alpha-Ketocarbonsäuren, Neuraminsäuren oder Derivaten davon und Pyridoxalphosphat.
  10. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei in (ii) die mindestens bifunktionelle Verbindung eine Aminogruppe M1 und eine Aminogruppe Q enthält, und wobei die mindestens bifunktionelle Verbindung bevorzugt ein optional substituiertes Diaminoalkan mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen ist, besonders bevorzugt eine Verbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 1,2-Diaminoethan, 1,3-Diaminopropan, und 1,4-Diaminobutan, 1,5-Diaminopentan, 1,6-Diaminohexan, 1,7-Diaminoheptan, 1,8-Diaminooctan, 1,9-Diaminononan, 1,10-Diaminodecan, 1,11-Diaminoundecan, 1,12-Diaminododecan, 1,13-Diaminotridecan, 1,14-Diaminotetradecan, 1,15-Diaminopentadecan, 1,16-Diaminohexadecan, 1,17-Diaminoheptadecan, 1,18-Diaminooctadecan, 1,19-Diaminononadecan und 1,20-Diaminoeicosan oder einer Verbindung der Formel wobei R1', R2', R3', und R4', unabhängig voneinander, ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und Alkylgruppe, bevorzugt Wasserstoff und Methylgruppe,
    p ist 2 bis 4, wobei die Reste R1' und R2' in den p Gruppen CR1'R2' gleich oder verschieden sein können;
    q ist 0 bis 20, bevorzugt 0 bis 10;
    r ist 0 bis 20, bevorzugt 2-4, wobei, im Falle von q = 0, r ungleich 0 ist, und wobei die Reste R3' und R4' in den r Gruppen CR3'R4' gleich oder verschieden sein können.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, zusätzlich umfassend das Reagieren des Hydroxyalkylstärkederivates, das aus der Reaktion der Hydroxyalkylstärke mit der mindestens bifunktionellen Verbindung, die zwei Aminogruppen M1 und Q enthält, erhalten wurde, an der Aminogruppe Q mit einer weiteren bifunktionellen Verbindung, enthaltend eine Aldehydgruppe, Ketogruppe oder Halbacetalgruppe, um ein Hydroxyalkylstärkederivat enthaltend eine Aldehydgruppe, Ketogruppe oder Halbacetalgruppe zu erhalten, wobei die weitere bifunktionelle Verbindung bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Formylbenzoesäure, 4-Formylbenzoesäurepentafluorophenylester, 4-Formylbenzoesäure-N-hydroxysuccinimidester, 4-(4-Formyl-3,5-dimethoxyphenoxy)buttersäure und 4-Formylbenzoesäureanhydrid.
  12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Hydroxyalkylstärke über ihr optional oxidiertes reduzierendes Ende mit der funktionellen Gruppe M1 umgesetzt wird, und wobei bevorzugt statistisch mehr als 50 %, weiter bevorzugt mindestens 55 %, weiter bevorzugt mindestens 60 %, weiter bevorzugt mindestens 65 %, weiter bevorzugt mindestens 70 %, weiter bevorzugt mindestens 75 %, weiter bevorzugt mindestens 80 %, weiter bevorzugt mindestens 85 %, weiter bevorzugt mindestens 90 % und noch weiter bevorzugt mindestens 95 %, wie 95 %, 96 %, 97 %, 98 %, oder 99 % der Hydroxyalkylstärkemoleküle, welche für eine gegebene Reaktion eingesetzt werden, über mindestens ein optional oxidiertes reduzierendes Ende pro Hydroxyalkylstärkemolekül, ungesetzt werden.
  13. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei in (i) die funktionelle Gruppe M1 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer Carboxygruppe, einer reaktiven Carboxygruppe, Carbonsäureanhydrid, Carbonsäurehalogeniden, Isocyanaten, Isothiocyanaten, Chlorameisensäureester und Epoxidgruppen, und die funktionelle Gruppe Q eine Aldehydgruppe, Ketogruppe oder Halbacetalgruppe ist, wobei die funktionelle Gruppe M1 vorzugsweise über OH-Gruppen auf der Hydroxyalkylstärke reagiert.
  14. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei in (i) die funktionelle Gruppe M1 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einer Aminogruppe und einer alpha-SH-beta-Aminogruppe und die funktionelle Gruppe Q eine alpha-SH-beta-Aminogruppe ist, und wobei die funktionelle Gruppe M1 vorzugsweise mit dem optional oxidierten reduzierenden Ende der Hydroxyalkylstärke reagiert, wobei bevorzugt statistisch mehr als 50 %, weiter bevorzugt mindestens 55 %, weiter bevorzugt mindestens 60 %, weiter bevorzugt mindestens 65 %, weiter bevorzugt mindestens 70 %, weiter bevorzugt mindestens 75 %, weiter bevorzugt mindestens 80 %, weiter bevorzugt mindestens 85 %, weiter bevorzugt mindestens 90 % und noch weiter bevorzugt mindestens 95 %, wie 95 %, 96 %, 97 %, 98 %, oder 99 % der Hydroxyalkylstärkemoleküle, welche für eine gegebene Reaktion eingesetzt werden, über mindestens ein optional oxidiertes reduzierendes Ende pro Hydroxyalkylstärkemolekül, umgesetzt werden.
  15. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei in (i) die Hydroxyalkylstärke, enthaltend die alpha-SH-beta-Aminogruppe, durch ein Verfahren umfassend das Reagieren der Hydroxyalkylstärke an ihrem optional oxidierten reduzierenden Ende mit einer Verbindung, enthaltend eine funktionelle Gruppe M1 und eine funktionelle Gruppe Q, die eine alpha-SH-beta-Aminogruppe ist, erhalten wird, wobei die Verbindung, enthaltend M1 und die alpha-SH-beta-Aminogruppe, bevorzugt 1,3-Diamino-2-thiopropan oder 2,3-Diamino-1-thiopropan ist.
  16. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei in (ii) die mindestens bifunktionelle Verbindung eine Carboxygruppe oder eine reaktive Carboxygruppe M1 und eine geschützte alpha-SH-beta-Aminogruppe Q umfasst.
  17. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei die mindestens bifunktionelle Verbindung ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus D-, L-PG1-Cys(PG2)-OH oder einer racemischen Mischung davon und ihren aktiven Estern, wobei PG1 eine geeignete Schutzgruppe für eine Aminogruppe sein kann, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus tert-Butyloxycarbonyl (Boc) oder 9-Fluorenylmethoxycarbonyl (Fmoc), und PG2 eine geeignete Schutzgruppe für eine Thiolgruppe sein kann, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Trityl (Trt), p-Methoxytrityl (Mmt), S-tert-Butylthio (S-t-Bu) und Acetamidomethyl (Acm).
  18. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei in (ii) die Hydroxyalkylstärke, die die alpha-SH-beta-Aminogruppe enthält, hergestellt ist nach einem Verfahren umfassend die optionale Oxidation der Hydroxyalkylstärke an ihrem reduzierenden Ende, Reagieren des oxidierten oder nichtoxidierten reduzierenden Endes mit einer funktionellen Gruppe M1 einer Verbindung, enthaltend zusätzlich zu M1 eine funktionelle Gruppe Q, um ein erstes Hydroxyalkylstärkederivat zu ergeben, und Reagieren der funktionellen Gruppe Q des ersten Hydroxyalkylstärkederivats mit einer funktionellen Gruppe V einer Verbindung enthaltend zusätzlich zu V eine optional geschützte alpha-SH-beta-Aminogruppe, um das optional geschützte alpha-SH-beta-aminofunktionalisierte Hydroxyalkylstärkederivat zu ergeben, und wobei die Verbindung enthaltend M1 und Q eine Diaminoverbindung oder Carbodiimidazol oder N,N'-Disuccinimidylcarbonat ist, wobei die mindestens bifunktionelle Verbindung bevorzugt ein optional substituiertes Diaminoalkan ist, enthaltend 1 bis 20 Kohlenstoffatome, weiter bevorzugt eine Verbindung ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus 1,2-Diaminoethan, 1,3-Diaminopropan und 1,4-Diaminobutan, 1,5-Diaminopentan, 1,6-Diaminohexan, 1,7-Diaminoheptan, 1,8-Diaminooctan, 1,9-Diaminononan, 1,10-Diaminodecan, 1,11-Diaminoundecan, 1,12-Diaminododecan, 1,13-Diaminotridecan, 1,14-Diaminotetradecan, 1,15-Diaminopentadecan, 1,16-Diaminohexadecan, 1,17-Diaminoheptadecan, 1,18-Diaminooctadecan, 1,19-Diaminononadecan und 1,20-Diaminoeicosan oder eine Verbindung gemäß der Formel wobei R1', R2', R3' und R4', unabhängig voneinander, ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff und Alkylgruppe, bevorzugt Wasserstoff und Methylgruppe,
    p ist 2 bis 4, wobei die Reste R1' und R2' in den p Gruppen CR1'R2' gleich oder verschieden sein können,
    q ist 0 bis 20, bevorzugt 0 bis 10;
    r ist 0 bis 20, bevorzugt 2-4, wobei, im Falle von q = 0, r ungleich 0 ist, und wobei die Reste R3' und R4' in den r Gruppen CR3'R4' gleich oder verschieden sein können,
    und wobei die Verbindung enthaltend V und die optional geschützte alpha-SH-beta-Aminogruppe bevorzugt Cystein oder ein Derivat davon ist, V eine Carboxygruppe oder eine reaktive Carboxygruppe ist, bevorzugt ein reaktiver Ester oder ein Carbonsäureanhydrid, oder die Verbindung, enthaltend V, 1,3-Diamino-2-thiopropan oder 2,3-Diamino-1-thiopropan ist.
  19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wirkstoff, der bevorzugt ein optional modifiziertes Protein, Peptid, synthetisches Peptid oder Oligonukleotid, enthaltend diese Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe oder diese alpha-SH-beta-Aminogruppe ist, hergestellt ist nach einem Verfahren umfassend
    (b)(1)Einführen mindestens einer Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe oder mindestens einer alpha-SH-beta-Aminogruppe in den Wirkstoff während seiner Herstellung oder durch chemische Modifikation oder
    (b)(2)Reagieren des Wirkstoffs mit einer mindestens bifunktionellen Verbindung, die zwei funktionelle Gruppen M2 und Q enthält, wobei die funktionelle Gruppe M2 mit dem Wirkstoff reagiert und die funktionellen Gruppe Q
    (i) eine Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe oder eine alpha-SH-beta-Aminogruppe; oder
    (ii) eine funktionelle Gruppe, die chemisch modifiziert wird, um die Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe oder die alpha-SH-beta-Aminogruppe zu bilden,
    ist.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei der Wirkstoff in (b)(1) ein Protein oder Peptid ist, welches mittels organischer Synthese hergestellt wurde, bevorzugt über ein Syntheseharz, welches kompatibel mit einem aldehydfunktionalisierten, ketofunktionalisierten, halbacetalfunktionalisierten oder alpha-SH-betaaminogruppenfunktionalisierten Protein oder Peptid ist, oder wobei in (b)(1) der Wirkstoff ein Protein oder Peptid ist, welches unter Verwendung eines Expressionsvektors mit dem Ergebnis eines aldehydfunktionalisierten, ketofunktionalisierten, halbacetalfunktionalisierten oder alpha-SH-betaaminogruppenfunktionalisierten Proteins oder Peptids hergestellt wurde, oder wobei in (b)(1) der Wirkstoff ein Protein oder ein Peptid ist und das Rückgrat des Proteins oder Peptids mit einer Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe oder alpha-SH-beta-Aminogruppe substituiert ist, oder wobei in (b)(1) der Wirkstoff ein Protein oder ein Peptid ist, bei dem diese Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe oder diese alpha-SH-beta-Aminogruppe direkt an das Rückgrat des Proteins oder Peptids gebunden ist oder Teil einer Seitenkette des Rückgrats ist.
  21. Verfahren nach Anspruch 19, wobei der Wirkstoff in (b)(1) ein Protein oder Peptid ist und die Aldehydgruppe, Ketogruppe oder Halbacetalgruppe in einem Kohlenhydratrest des Polypeptids enthalten ist, wobei bevorzugt der Kohlenhydratrest ein Derivat eines natürlich vorkommenden Kohlenhydratrestes ist, welcher ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Glukose, Galaktose, Mannose und Sialinsäure, welche optional chemisch oder enzymatisch oxidiert sind, bevorzugt ein oxidierter Galaktose- oder ein oxidierter Sialinsäurerest einer Kohlenhydratseitenkette, weiterhin bevorzugt der terminale Galaktose- oder Sialinsäurerest einer Kohlenhydratseitenkette, wobei die Oxidation des terminalen Kohlenhydratrestes bevorzugt entweder enzymatisch oder chemisch ausgeführt wird, wobei eine chemische Oxidation bevorzugt über ein Periodat ausgeführt wird, oder der Kohlenhydratrest ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Hydroxyaldehyden, Hydroxyketonen und chemischen Modifikationen davon, oder der Kohlenhydratrest ein Derivat eines natürlich vorkommenden Kohlenhydratrestes ist und eine terminale Galaktose ist, welche chemisch oder enzymatisch oxidiert ist, wobei der terminale Galaktoserest optional nach Abspaltung einer terminalen Sialinsäure hergestellt ist.
  22. Verfahren nach Anspruch 19, wobei in (b)(2)(i) die alpha-SH-beta-Aminogruppe in einem Cysteinrest des Wirkstoffs enthalten ist, bevorzugt eines Proteins oder Peptids, wobei der Cysteinrest bevorzugt ein N-terminaler Cysteinrest des Wirkstoffs ist.
  23. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Wirkstoff ein modifiziertes Protein oder Peptid mit einem N-terminalen Cysteinrest ist, der nicht Teil einer Disulfidbrücke ist, wobei das ein N-terminales Cystein aufweisende, modifizierte Protein oder Peptid bevorzugt eine Mutante eines natürlich vorkommenden Proteins oder Peptids ist, hergestellt durch (1) Hinzufügen eines Cysteinrestes zu einer N-terminalen Aminosäure, (2) Substituieren der N-terminalen Aminosäure mit Cystein oder (3) Deletion der N-terminalen Aminosäure(n), bis ein terminales Cystein erhalten wird.
  24. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Reaktion (A) oder (B) ausgeführt wird bei einer Temperatur von 0 bis 40 °C, bevorzugt 0 bis 25 °C, insbesondere 20 bis 25 °C, in Anwesenheit eines Lösungsmittels bei einem pH-Wert von 3,5 bis 10, bevorzugt 4 bis 8, insbesondere 4,8 bis 8,0 mit einer Reaktionszeit von bevorzugt 0,1 bis 24 h, insbesondere etwa 21 h, wobei das Lösungsmittel bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Wasser, wässrigem Puffer, DMF, DMSO, DMA und Mischungen davon und/oder wobei das molekulare Verhältnis von Hydroxyalkylstärke zum Wirkstoff ungefähr 1:1 1 bis 200:1, bevorzugt 10:1 bis 100:1, insbesondere 40:1 bis 70:1 ist.
  25. Ein Konjugat aus einem Wirkstoff und Hydroxyalkylstärke, herstellbar über ein Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 24.
  26. Ein Konjugat aus einem Wirkstoff und Hydroxyalkylstärke, wobei der Wirkstoff und die Hydroxyalkylstärke kovalent über einen chemischen Rest der Struktur gemäß der Formel (I) oder der Formel (I') oder der Formel (I") verknüpft sind, wobei R1, R2, R2', R3, R3' und R4 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, einem optional geeignet substituierten, linearen, cyclischen und/oder verzweigten Alkyl, Aryl, Heteroaryl, Aralkyl und einer Heteroaralkylgruppe, bevorzugt Wasserstoff, wobei dieses Konjugat eine Struktur gemäß der Formel (IV), (IV'), oder (IV") hat oder wobei HAS' der Rest des Hydroxyalkylstärkederivats ist, welcher mit einer Aldehydgruppe, Ketogruppe oder Halbacetalgruppe verknüpft wurde durch Reagieren der Hydroxyalkylstärke mit mindestens einer mindestens bifunktionellen Verbindung, wobei diese Verbindung zwei funktionelle Gruppen M1 und Q enthält, wobei eine funktionelle Gruppe M1 mit der Hydroxyalkylstärke reagiert und eine funktionelle Gruppe Q
    (i) eine Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe; oder
    (ii) eine funktionelle Gruppe, die chemisch modifiziert wird, um eine Aldehydgruppe, Ketogruppe, Halbacetalgruppe zu bilden,
    ist, und wobei AS' der Rest des Wirkstoffs oder eines Derivats davon ist, welcher mit der alpha-SH-beta-Aminogruppe verknüpft wurde, oder eine Struktur gemäß der Formel (V), (V') oder (V") ist oder wobei HAS' der Rest des Hydroxyalkylstärkederivats ist, welcher mit der alpha-SH-beta-Aminogruppe über ein Verfahren verknüpft wurde, enthaltend das Reagieren der Hydroxyalkylstärke mit mindestens einer mindestens bifunktionellen Verbindung, wobei die Verbindung zwei funktionelle Gruppen M1 und Q enthält, wobei eine funktionelle Gruppe M1 mit der Hydroxyalkylstärke reagiert und eine funktionelle Gruppe Q
    (i) eine alpha-SH-beta-Aminogruppe oder
    (ii) eine funktionelle Gruppe, die chemisch modifiziert wird, um die alpha-SH-beta-Aminogruppe zu bilden,
    ist, und wobei AS' der Rest des Wirkstoffs oder eines Derivates davon ist, der mit der Aldehydgruppe, Ketogruppe oder Halbacetalgruppe verknüpft wurde.
  27. Das Konjugat nach Anspruch 26, wobei das Konjugat ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus wobei R5 wie oben für R1 bis R4 definiert ist, wobei R5 wie oben für R1 bis R4 definiert ist, und wobei in den Formeln IV'a, IV'b, V'b oder V'c n eine ganze Zahl ist, bevorzugt ist n 0 bis 20, und wobei in den Formeln Va, Vb, V'd oder V'e n eine ganze Zahl ist, bevorzugt ist n 1 bis 20.
  28. Das Konjugat nach Anspruch 26, wobei das Konjugat ist, wobei R', R" und/oder R"' wie oben für Formel II definiert sind, und wobei in mindestens einer Glukoseeinheit von HES mindestens einer der Reste R', R" und/oder R'" unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus und und wobei n eine ganze Zahl ist, bevorzugt 1 bis 20, und/oder wobei mindestens einer der Reste R', R" und/oder R"' -(CH2CH2O)m,-R# ist, wobei m eine ganze Zahl ist, bevorzugt 1 bis 3, und R# ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den Formeln (VIa), (VIb), (VIc) und (VId).
  29. Ein alpha-SH-beta-aminofunktionalisiertes Hydroxyalkylstärkederivat ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus wobei R5 wie oben für R1 bis R4 definiert ist, und wobei n eine ganze Zahl ist, bevorzugt 0 bis 20, oder eine Gruppe bestehend aus wobei R', R" und/oder R"' wie für Formel II definiert sind, und wobei in mindestens einer Glukoseeinheit von HES mindestens einer der Reste R', R" und/oder R'" unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus und und wobei n eine ganze Zahl ist, bevorzugt 1 bis 20, und/oder wobei mindestens einer der Reste R', R" und/oder R"' -(CH2CH2O)m-R## ist, wobei m eine ganze Zahl ist, bevorzugt 1 bis 3, und R## ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus den Formeln (VI'a), (VI'b) und (VI'c).
  30. Ein Konjugat nach einem der Ansprüche 25 bis 28 zur Verwendung in einem Verfahren zur Behandlung eines menschlichen oder tierischen Körpers.
  31. Ein Konjugat nach einem der Ansprüche 25 bis 28 als therapeutisches Mittel.
  32. Eine pharmazeutische Zusammensetzung enthaltend ein Konjugat nach einem der Ansprüche 25 bis 28, vorzugsweise weiter enthaltend mindestens ein pharmazeutisch geeignetes Verdünnungsmittel, einen Hilfsstoff oder Träger.
  33. Eine Zusammensetzung enthaltend ein Konjugat aus einem Wirkstoff und Hydroxyalkylstärke gemäß einem der Ansprüche 25 bis 28.
HK08111204.1A 2005-09-12 2006-09-12 Conjugates of hydroxyalkyl starch and an active substance, prepared by chemical ligation via thiazolidine HK1119395B (en)

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EP05019768A EP1762250A1 (de) 2005-09-12 2005-09-12 Konjugate welche durch chemische Ligation zwischen Hydroxyalkylstärken und aktiven Substanzen mit Bildung eines Thiazolidin-Ringes entstehen
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PCT/EP2006/008858 WO2007031266A2 (en) 2005-09-12 2006-09-12 Conjugates of hydroxyalkyl starch and an active substance, prepared by chemical ligation via thiazolidine

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