DES0041434MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. November 1954 Bekanntgemacht am 9. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft Systeme zur elektrischen Übertragung von 'Informationssignalen mittels
wiederkehrender Codeimpulsgruppen nach dem bekannten Verfahren, bei dem in einer Sendestation
das zu übertragende Signal, das aus einer elektrischen Spannungs- oder Stromwelle besteht, deren
Augenblicksamplitude zeitlich stetig veränderlich ist, in regelmäßigen Zeitintervallen abgegriffen
wird, woraufhin die abgegriffene Amplitude durch den ihr am nächsten liegenden Wert einer Skala ersetzt
wird, deren Amplituden regelmäßig zunehmen und zu den aufeinanderfolgenden ganzen Zahlen i,
2, 3 ... 2* proportional sind. Dieser Amplitudenwert wird dann durch eine Codegruppe dargestellt,
welche eine ganze Zahl η von zweiwertigen elekirischen
Impulsen umfaßt. »Zweiwertig« bedeutet hierbei, daß jeder Impuls nur einen von zwei möglichen Signalisationszuständen (Werten) annehmen
kann, beispielsweise Anwesenheit und Abwesenheit oder auch positive und negative Polarität. Die so
gebildeten Codegruppen, für die es bekanntlich 2" verschiedene Möglichkeiten gibt, werden von der
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Sendestation ■ zur. Empfangsstation über irgendeinen
Übertragungskanal in regelmäßigen Zeitabständen übertragen, deren Wiederkehrperiode mit
derjenigen der erwähnten Abgriffe übereinstimmt, wobei jede der 2" verschiedenen möglichen Gruppen
eine andere der 2" möglichen Amplituden darstellt. Jede Gruppe setzt sich also aus «-Impulsen zusammen, deren jeder einen der beiden erwähnten Signalisatioiiszustände
annehmen kann. Hierbei sei
ίο der Einfachheit halber angenommen, daß alle Impulse
dieselbe Dauer aufweisen. In der Empfangsstation stellt eine geeignete Vorrichtung, die als
Decodiereinrichtung bezeichnet wird, aus den empfangenen Impulsgruppen wieder ein Signal mit
zeitlich stetig veränderlicher Amplitude her,' das im wesentlichen das ursprüngliche Informationssignal-wiedergibt.
Um die Arbeitsweise des Empfängers, der mit dem Sender synchronisiert sein
muß, zu erleichtern, werden gleichzeitig mit den Codegruppen Gleichlaufsignale übertragen, die aus
Impulsen oder Impulsgruppen bestehen, welche streng periodisch mit der Wiederkehrfrequenz der
Codegruppen sind.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Decodiereinrichtung für ein Übertragungssystem
mit Impulsgruppen, welche nach dem in der Patentschrift 845 214 beschriebenen Code codiert
sind. In dieser Patentschrift wurde gezeigt; daß man nach Vorgabe einer ganzen Zahl η von zwei£
wertigen Impulsen, welche wie erwähnt 2" verschiedene Gruppen von je η aufeinanderfolgenden
Impulsen, deren jeder einen von zwei möglichen Werten annehmen kann, liefern können, eine Folge
von (2" + η—ι) derartigen Impulsen definieren
kann, die in einer solchen Reihenfolge angeordnet sind, daß die (n—1) letzten Impulse irgendeiner
Gruppe von η aufeinanderfolgenden Impulsen, genommen in der erwähnten Folge, jeweils dieselben
Werte aufweisen wie die (n—i) ersten Impulse der
folgenden Gruppe, wobei die 2" möglichen Gruppen von η aufeinanderfolgenden Impulsen alle voneinander
verschieden sind. Eine solche Folge wird als Grundfolge bezeichnet. Bei dieser Codeart stellt
man im allgemeinen jede der 2" möglichen Amplituden des Informationssignals durch die Gruppe
von entsprechendem Rang in der Grundfolge dar, d. h. die Größen der Amplitudenwerte, welche proportional
zu den ganzen Zahlen 1, 2, 3 ... 2" sind, werden durch die Gruppen dargestellt, welche in
der Grundfolge mit diesen ganzen Zahlen übereinstimmende Ränge haben, so daß die erste Gruppe
von η Impulsen als diejenige definiert ist, die mit dem ersteh Impuls der Grütidfölge beginnt, während die zweite Gruppe mit dem zweiten Impuls
der Grundfolge beginnt usw., bis zur Gruppe vom . Rang 2", 'welche den Impuls vom Rang 2" und die
(«—ι) letzten Impulse der Grundfolge umfaßt.
Andererseits wird im folgenden als »Ergänzungsfolge«
zur Gründfolge eine Folge von
(2" + η—ι) impulsen bezeichnet, bei der jeder der
aufeinanderfolgenden Itripulse den entgegengesetzten
Wert hat, Wie der Impuls gleichen Ranges in der Gründfolge. In der erwähnten Patentschrift
wurde gezeigt, daß eine solche vollständige Folge von (2" + η—ι) Impulsen mit Hilfe einer Spezialkathodenstrahlröhre
erzeugt werden kann, in der ein in einer gegebenen Richtung durch eine Sägezahnspannung
abgelenkter Elektronenstrahl von einer Sammelanode aufgefangeh wird, nachdem er
eine Hilfselektrode abgetastet hat, welche eine Maske bildet und (2"■ + η—ι) längs der Abtastrichtung
angeordnete, teils durchbrochene und teils
volle Elemente umfaßt. Die durchbrochenen Elemente (Fenster) lassen den Elektronenstrahl durch ,
und rufen auf der Anode Impulse hervor, welche durch ihre Existenz selbst gekennzeichnet sind,
während die vollen Elemente (Abdeckung) den Elektronenstrahl aufhalten und fiktive Impulse erzeugen,
die sich durch ihre Nichtexistenz kennzeichnen. Diese Impulse werden als anwesend und
abwesend bezeichnet, wobei diese beiden Zustände in diesem Falle die beiden möglichen Werte der
Impulse im obigen Sinn darstellen.
In einem an die Sammelelektrode einer solchen Röhre angeschlossenen Stromkreis nimmt man also
bei Abtastung der Hilfselektrode in ihrer gesamten Ausdehnung durch den Elektronenstrahl eine Folge
von (2" + η—ι) Impulsen ab, welche in ihrer Gesamtheit
die Grundfolge darstellen und 2" verschiedene mögliche Gruppen von η aufeinanderfolgenden
Impulsen umfassen, deren jeder anwesend oder abwesend ist. Wenn man dagegen mit dem Elektronenstrahl
eine Strecke der Hilfselektrode abtastet, die μ Fenster oder Abdeckungen entspricht,
erhält man im Anodenkreis der Röhre eine einzige Gruppe von w zweiwertigen Impulsen, deren Zusammensetzung
vom Ausgangspunkt der Abtastung abhängt. Von dieser Eigenschaft wird in dem in der erwähnten Patentschrift beschriebenen
Codierungssystem Gebrauch gemacht. Man kann also durch Wahl eines Punktes als Ausgangspunkt
für die Abtastung, dessen Entfernung vom Rand der Hilfselektrode proportional zur Augenblicksamplitude des Informationssignals ist, im Anodenkreis
eine Codegruppe erhalten, die je nach der Größe der entsprechenden Amplitude verschieden
ist, wobei die Zusammensetzung der Gruppe als Funktion der Amplitude mit dem erwähnten Code
übereinstimmt.
In der Empfangsstation müssen die empfangenen Codegruppen decodiert werden, d. lh., es müssen aus
ihnen Signale mit veränderlicher Augenblicksamplitude abgeleitet werden, wobei die Amplitude je
nach der Zusammensetzung der gerade betrachteten Gruppe 2" mögliche Werte annehmen kann. ■
Zu diesem Zweck kann man vofi der folgenden
Eigenschaft Gebrauch machen: Man känri übereinkotnmen,
daß jedem der aufeinanderfolgenden Impulse
einer codierten Gfoippe von η zweiwertigen
Impulsen eine von ή Impulsfolgen entspricht, deren
jede je nach dem Werte des entsprechenden Impulses'mit
der Grundfolge oder mit der Ergänzüngsfölge übereinstimmt. Wenn man dann gleichzeitig
im Synchronismus η derartige Impulsfolgen erzeugt und dafür Sorge trägt, daß die einzelnen
Folgen je nach dem Rang des Impulses, welchem
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sie in der betreffenden Gruppe entsprechen, durch zyklische Vertauschurtg auseinander entstehen, wobei
beispielsweise die abgeänderte Grundfolge, welche dem zweiten Impuls entspricht, mit dem
zweiten Impuls der Grundfolge beginnt und mit dem ersten Impuls derselben Grundfolge aufhört,
während die dem dritten Impuls der Gruppe entsprechende abgeänderte Grundfolge mit dem
dritten Impuls der Grundfolge beginnt usw., kann
Ίο man leicht einsehen, daß nur für einen einzigen
Zeitpunkt, dessen Lage in der Gesamtdauer der η Folgen durch den Rang der betrachteten Gruppe
in der Grundfolge gegeben ist, eine Koinzidenz zwischen den η im selben Augenblick in den η ererzeugten
Folgen, d. h. das gleichzeitige Auftreten von μ Impulsen desselben Wertes erfolgen kann.
Die Koinzidenz in dem erwähnten Zeitpunkt kann somit verwendet werden, um in demselben ein
besonderes Signal, beispiels\veise einen kurzen Impuls, zu erzeugen; der also in bezug auf periodische
Bezugszeitpunkte proportional zur ursprünglichen codierten Amplitude lagemoduliert ist. Man könnte
auch dieselbe Eigenschaft ausnutzen, um dauermodulierte Impulse zu erzeugen, deren Beginn bei-
•25 spielsweise durch den Anfang der Grundfolge und
deren Ende durch die Koinzidenz bestimmt wird. Auf beide Arten erhält man lage- oder dauermodulierte
Impulse, die nach bekannten Verfahren demoduliert, d. h. in Signale mit veränderlicher
Amplitude verwandelt werden können.
Selbstverständlich müssen sämtliche beschriebenen Decodierungsvorgänge für jede empfangene
Codegruppe in einem Zeitintervall ausgeführt werden; das höchstens gleich der Wiederkehrperiode
dieser Gruppen ist, wobei die Erzeugung der η Grundfolgen oder Ergänzungsfolgeh, welche den
η Impulsen einer Gruppe entsprechen, mit dieser Wiederkehrperiode synchronisiert ist.
Eine in der erwähnten Patentschrift beschriebene Decodierungsvorrichtung enthält η Kathodenstrahlröhren,
die ähnlich wie die oben beschriebene Röhre aufgebaut sind, jedoch so, daß der Elektronenstrahl
in zwei zueinander senkrechten Richtungen abgelenkt werden kann. In der ersten Richtung
kann der Elektronenstrahl unter der Einwirkung einer Spannung, welche nur zwei konstante Werte
annehmen kann, eine von zwei Stellungen einnehmen, die der Einfachheit halber als linke und rechte
Stellung bezeichnet seien. In der zweiten Richtung tastet der Elektronenstrahl eine von zwei Masken
ab und fällt dann auf eine Sammelelektrode. Die beiden Masken sind mit parallelen Reihen von
Fenstern und Abdeckungen versehen, wobei die Abdeckungen der einen Maske den Fenstern der
anderen Maske entsprechen, und umgekehrt. Sie sind so angeordnet, daß der Elektronenstrahl, je
nachdem ob er sich in der linken öder in der rechten Stellung befindet, die linke bzw. die rechte Maske
bestreicht.
In dieser Decödieruhgseinrichtung wird die
Scheitelspanriung jedes empfangenen Impulses, also die Spannung Null oder eine von Null verschiedene
Spannung, je nachdem ob der betreffende Impuls vorhanden oder nicht vorhanden ist, abgegriffen
und gespeichert, um eine entsprechende Spannung zu liefern, welche den Elektronenstrahl einer der
η Röhren je nach dem Wert des betreffenden Impulses in die linke- oder in die rechte Stellung
bringt. Hierauf Wird gleichzeitig in allen η Röhren
die Abtastung begonnen, jedoch mit einer räumliehen
Verschiebung der Elektronenstrahlen, derart, daß dieselben je nach der Stellung des Elektronenstrahls
Impulsfolgen erzeugen, welche entweder mit der Gruridfolge öder mit der Ergänzüngsfolge
übereinstimmen, jedoch eine zeitliche Verschiebung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Röhren aufweisen,
die gleich der Dauer eines in diesen Folgen enthaltenen Impulses ist. Nach dem obenerwähnten
Prinzip ist somit nur für einen einzigen Cödetakt eine Koinzidenz aller in den Anodenkreisen der
w Röhren abgenommenen Impulse vorhanden. Es ist offenbar mit Hilfe bekannter Vorrichtungen
möglich, einen und nur einen Impuls im Zeitpunkt dieser Koinzidenz zu erzeugen. Wenn dieser Vorgang
periodisch mit der Wiederkehrfrequenz der nacheinander empfangenen Gruppen wiederholt
wird, kann man eine Folge voh lagemodulierten Impulsen erhalten, die nach einem an sich bekannten
Verfahren demoduliert werden können und hierdurch die Wiederherstellung des Ursprungliehen
Infdrmationssignals mit stetiger Amplitudenänderung gestatten.
Hauptziel der Erfindung ist es, in einer Koinzidenz- und Demoduliereinrichtung dieser Art die
Verwendung mehrerer Kathodenstrahlröhren überflüssig zu machen.
Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt darin, in der Decodiereinrichtung eine Elektronenstrahlröhre
zu verwenden, die praktisch ebenso wie die iri der Sendestation verwendete Elektronenstrahlröhre
aufgebaut ist. Es hat sich gezeigt, daß es vorteilhaft ist, zur Erzeugung der in der Decodiereinrichtung
benötigten Grund- und Ergänzungsfolgen eine Röhre zu verwenden, welche nur die Grundfolge
erzeugt, und die Ergänzungsfolge hieraus mittels einer Vorrichtung zur Polaritätsumkehr,
vorzugsweise eines elektronischen Stromwenders, herzustellen. Jede der betreffenden Folgen ist aus
Impulsen zusammengesetzt, deren beide Werte durch positive und negative Polarität gekennzeichnet
sind. Es ist an sich bekannt, daß man einen elektronischen Stromwender mit Hilfe von vier
identischen Gleichrichtern in Brückenschaltung aufbauen kann. Die beiden Brückendiagönalen sind
hierbei mit den Wicklungen zweier Tränsformatorert verbunden, deren jede eine Mittelanzapfung
aufweist, während die anderen Wicklungen dieser Transformatoren den Eingang bzw. Ausgang der
Schaltung bilden. Wenn man zwischen den beiden Mittelanzapfungen eine Gleichspannung zur PoIarisieruhg
der Gleichrichter anlegt, befinden sich zwei derselben in leitendem Zustand gegenüber
jeder an der Außenwicklung des einen Transformators angelegten und an der Außenwicklung des anderen
Transformators abgenommenen Wechselspannung, während die beiden anderen Gleich-
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richter nicht leitend sind. Kehrt man die Polarität dieser Gleichspannung um, so wechseln die Gleichrichter
ihre Funktion, und der Richtungssinn des Stroms wird umgekehrt. Die Verwendung derartiger
Stromwender zur Erzeugung der Ergänzungsfolgen bildet eines der Kennzeichen der Erfindung.
Ein weiteres Ziel der Erfindung betrifft die Ausbildung einer Vorrichtung zur Feststellung der
ίο Koinzidenz von η Impulsen im gleichen Signalisationszustand.
Nach einem Merkmal der Erfindung zeichnet sich diese Koinzidenz durch das Verschwinden
einer Spannung aus, welche aus der Summierung der Impulsspannungen der η Impulsfolgen
hervorgeht. Zu diesem Zweck wird die Summierung in einem Widerstand hohen Werts vorgenommen,
der als gemeinsamer Arbeitswiderstand in den Kathodenleitungen von η Elektronenröhren
dient, deren Steuergittern die erwähnten η Impul'sfolgen
mit wechselnder Polarität zugeführt werden. Der Anodenstrom jeder Röhre verschwindet während
der negativen Impulse und fließt während der positiven Impulse.' Infolge der bekannten Gegenkopplungswirkung, die bei Röhren mit Arbeits-
widerstand in der Kathodenleiitung auftritt, ist die sich ergebende Spannung fast unabhängig von der
Anzahl der Röhren, die gleichzeitig einen positiven Impuls empfangen. Nur in dem Augenblick, in dem
alle η Röhren einen negativen Impuls erhalten, verschwindet jede Spannung an den Klemmen des
Summierungswiderstandes, wodurch an seinen Klemmen ein negativer Impuls entsteht, dessen
zeitliche Lage die empfangene Codeimpulsg.ruppe kennzeichnet.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Decodiereinrichtung für Übertragungssysteme mittels
wiederkehrender Codeimpulsgruppen, wobei jede dieser Gruppen eine ganze.Zahl η von Impulsen
umfaßt, deren jeder dieselbe Dauer hat und' einen von zwei möglichen Signalisationszuständen annehmen
kann. Das Übertragungssystem verwendet hierbei zur Darstellung jeder der 2" möglichen
Augenblicksamplituden, welche mit der Wiederkehrfrequenz der Codegiruppen von einem zu übertragenden
Informationssignal abgenommen werden und zu den ganzen Zahlen von 1 bis 2" proportional
sind, eine ihr zugeordnete Gruppe, die einen Ring zwischen 1 und 2" in einer Grundfolge einnimmt,
welche (2" + η—ι) Signale umfaßt, die einen von
zwei Signalisationszuständen haben können, wobei die die Grundfolge bildenden Signale in einer
solchen Reihenfolge angeordnet sind, daß alle von η aufeinanderfolgenden Signalen gebildeten
Gruppen innerhalb der Folge voneinander verschieden sind. Die Codegruppen werden hierbei von
einer Sendestation auf eine Empfangsstation übertragen, welche die erfindunigsgemäße Decodiereinrichtung
enthält, während gleichzeitig periodisch Synchronisierimpulse mit übertragen werden, deren
Wiederkehrperiode gleich derjenigen der Codegruppen ist. Die erfindungsgemäße Decodiereinrichtung
kennzeichnet sich dadurch, daß sie Mittel enthält, welche die empfangenen Impulse einem
Wähler für die Synchronisierimpulse zuführen, ferner einen Sägezahngenerator, der von den durch
den erwähnten Wähler abgetrennten Synchronisier- , impulsen synchronisiert wird, ferner Mittel, welche
die empfangenen Impulse einem ersten Verzögerungsnetzwerk zuführen, das mit η derart gestaffelten
Abgriffen versehen ist, daß die Laufzeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Abgriffen
gleich der Dauer eines Impulses in den Codegruppen ist, ferner Mittel, die aus den ausgewählten
Synchronisierimpulsen periodische Steuerimpulse ableiten, welche η Speicheranordnungen
betätigen, denen gleichzeitig die an den η Abgriffen des ersten Verzögerungsnetzwerkes vorhandenen
elektrischen Spannungen zugeführt werden, wobei jede Speicheranordnung an ihrem Ausgang eine
Steuerspannung liefert, die je nach dem Wert der an dem zugeordneten Abgriff des Verzögerungsnetzwerkes vorhandenen Spannung im Zeitpunkt
des Auftretens der Steuerimpulse einen von zwei vorbestimmten konstanten Werten haben kann,
ferner einen'Impulsgenerator mit einer Elektronen-.strahlröhre,
der von der Sägezahnspannung gesteuert wird und periodisch in einer Zeit, die höchstens
gleich der Dauer eine Codegruppe ist, eine Folge von (2" + η—ι) Signalen von je gleicher
Dauer erzeugt, wobei jedes Signal in der Abwesenheit oder Anwesenheit eines Impulses besteht und
die Folge von (2™ + w—1) Signalen dieselbe Zusammensetzung
hat, wie die erwähnte Grundfolge, ferner Mittel, welche diese Signalfolge einer Umwandlungsstufe
zuführen, die sie in eine Folge von (2" + η—ι) Impulsen umwandelt, die eine von
zwei entgegengesetzten Polaritäten, je nachdem ob ein Impuls in der erwähnten Folge vorhanden oder
nicht vorhanden ist, aufweisen, ferner ein zweites Verzögerungsnetzwerk, das von der umgewandelten
Impulsfolge gespeist wird und mit η derart gestaffelten
Abgriffen versehen ist, daß die Laufzeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Abgriffen
gleich der Dauer eines Impulses der umgewandelten Folge ist, ferner η Stromwender, die einerseits
von der an einem Abgriff des zweiten Verzögerungsnetzwerkes auftretenden Spannung und
andererseits von der am Ausgang einer Speicheranordnung erzeugten Steuerspannung beaufschlagt
werden, wobei jeder Stromwender an seinem Ausgang je nach dem Wert dieser Steuerspannung eine
Impulsfolge liefert, die mit der umgewandelten Impulsfolge oder mit einer Ergänzungsfolge übereinstimmt,
die man erhält, indem man die Polarität jedes Impulses in der umgewandelten Folge umkehrt,
ferner eine Summierungsvorrichtung mit η Eingängen, die von den η Ausgängen der Stromwender
beaufschlagt werden, welche an einem Widerstand nur darin einen resultierenden Impuls
liefert, wenn alle Impulsspannungen von den η Stromwendern gleichzeitig dieselbe vorbestimmte .
Polarität aufweisen, ferner Mittel, die den resultierenden Impuls einem Demodulator für zeitlich
lagemodulierte Impulse zuführen, Mittel, die aus den vom Impulswähler abgegebenen Synchronisierimpulsen
periodische, im wesentlichen rechteckige
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Entriegelungssignale ableiten und sie dem Demodulator derart zuführen, daß dieser nur während
der Dauer der Entriegelungsimpulse freigegeben wird, und schließlich Mittel, welche die vom Demodulator
abgegebenen demodulierten Signale einem Nutzkreis zuführen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
.- an Hand der Zeichnung. Hierin zeigt
ίο Fig. ι das Blockschaltbild einer Empfangseinrichtung
für Codegruppen aus fünf Impulsen mit Stromwendern und einer erfindungsgemäßen
Summiereinrichtung,
Fig. 2 eine bevorzugte Ausführungsform eines elektronischen Stromwenders und
Fig. 3 eine bevorzugte Ausführungsform der Summierungseinrichtung.
In Fig. ι werden an der Eingangsklemme 1
periodisch Codeimpulsgruppen und Gleichlaufimpulse von einem nicht dargestellten Sender empfangen.
Beispielsweise ist angenommen, daß jede Gruppe fünf Impulse umfaßt, deren jeder gemäß
dem bei der Sendung verwendeten Schlüssel anwesend oder abwesend sein kann. Diese Code-
25" gruppen werden auf ein Verzögerungsnetzwerk 2 gegeben, das sie durchlaufen. Dieses Netzwerk ist
an seinem anderen Ende reflexionsfrei abgeschlossen und besitzt fünf Zwischenabgriffe. An
diese sind fünf Vorrichtungen zur Spannungsabnähme und Spannungsspeicherung ^1 bis 35 mit
ihren Haupteingangsklemmen angeschlossen. Derartige Vorrichtungen sind in der Nachrichtentechnik
bekannt.
Der Gleichlaufwähler 4 wählt die Gleichlaufimpulse aus und leitet aus ihnen Steuerimpulse ab,
die einerseits den Vorrichtungen ^1 bis 35 zugeleitet
werden und andererseits zur Synchronisierung eines linearen Sägezahngenerators 5 dienen. Der
Impulsgenerator 6 erzeugt eine periodische Impulsfolge und enthält im wesentlichen eine 'Kathodenstrahlröhre
der in dem obenerwähnten Patent beschriebenen Art, deren Prinzip in der Beschreibungseinleitung
geschildert wurde. Der Impulsgenerator 6 ist einerseits mit dem Sägezahngenerator
5 und andererseits mit einer Vorrichtung 7 zur Polaritätsumwandlung und gegebenenfalls
Impulsentzerrung verbunden. Die Vorrichtung 7 speist ein Verzögerungsnetzwerk 8, das ähnlich wie
das Netzwerk 2 aufgebaut ist und ebenfalls fünf Zwischenabgriffe enthält, die mit den Haupteingangsklemmen
von fünf Stromwendern 9X bis o,5
in Verbindung stehen. Deren Ausgangsklemmen führen auf eine Summierungsvorrichtung 10. Die
Hilfseingangsklemmen der Stromwender 9 sind mit den Ausgangsklemmen der Speicheranordnungen S1
bis 35 verbunden.
Von der Summierungsvorrichtung 10 wird ein Widerstand 11 gespeist, während eine Impulsdemodulieranordnung
12 für die an den Klemmen des Summierwiderstandes 11 abgenommenen Impulse
an diesen angeschlossen ist. Schließlich tritt das decodierte Signal an der Ausgangsklemme 13
auf und kann einem Nutzkreis zugeführt werden.
Vom Gleichlaufwähler 4 wird eine Vorrichtung 14 gespeist, die eine Hilfsspannung liefert, welche dem
Demodulator 12 zugeführt wird.
Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Der Gleichlaufwähler 4 empfängt sowohl die Impulse
der Codegruppen als auch die Gleichlaufimpulse. Er wählt die letzteren aus und erzeugt aus jedem
von ihnen zwei Steuerimpulse, die in geeigneter Weise zeitlich gegeneinander verschoben sind.
Einer dieser Steuerimpulse wird den Spannungsabgreif- und Speichervorrichtungen T11 bis 35 genau
in dem Augenblick zugeführt, in dem die Spannungsscheitel der fünf Impulse der empfangenen
Codegruppe im Verzögerungsnetzwerk 2 an dessen Abgriffen eintreffen. Die Abgriffe des Netzwerks
2 sind nämlich so angeordnet, daß beim Eintreffen eines Impulses an dem am weitesten vom
Eingang entfernten Abgriff die vier folgenden Impulse genau an der Stelle der anderen Abgriffe eintreffen. Dieser Steuerimpuls betätigt gleichzeitig
die Organe, welche in den Anordnungen ^1 bis 35
die in diesem Augenblick an ihren Haupteingangsklemmen herrschende Spannung feststellen. Die
Scheitelspannungen der vorbeigehenden Impulse, die entweder Null oder nicht Null sind, werden
also abgegriffen.
Jede der Anordnungen S1 bis 35 enthält außerdem
Spannungsspeicherungsvorrichtungen, die eine bis zum nächsten Spannungsabgriff konstant
bleibende Spannung liefern. Diese Speichereinrichtungen sind derart eingerichtet, daß sie der konstanten
Spannung einen von zwei geeignet gewählten Werten erteilen, um in der unten beschriebenen
Weise die Stromwender gt bis gs im
einen oder im anderen Sinne zu betätigen, je nachdem ob die abgegriffene Spannung Null oder nicht
Null war. Die Stromwender 9^ bis gs sind so angelegt,
daß sie je nach dem Wert der von der zugeordneten Anordnung 3X bis 35 gelieferten
Spannung die an ihren Eingangsklemmen angelegten Spannungen mit oder ohne Polaritätsumkehr
weitergeben.
Der zweite Steuerimpuls, der eine geeignete zeitliche Lage besitzt, wird dem Sägezahngenerator 5
zugeführt, dessen Spannung an die Ablenkplatten der Impulserzeugerröhre des Impulsfolgengenerators
6 angelegt wird. Die zeitliche Lage des von 4 ausgehenden Steuerimpulses ist so gewählt, daß die
lineare Abtastung der Anode und der Maskenelektrode der Röhre und infolgedessen die Erzeugung
der Impulsfolge vor sich geht, nachdem schon die Stromwender Q1 bis 95 durch die Anordnungen 2>χ 1)l5
bis 35 in der beschriebenen Weise eingestellt worden
sind. Die von 6 erzeugte Impulsfolge wird dem Impulswandler 7 zugeführt. Wie erwähnt, sind die
Impulse der von 6 erzeugten Grundfolge durch ihre Anwesenheit ' oder Abwesenheit gekennzeichnet.
Der Impulswandler 7 hat die Hauptaufgabe, hieraus Impulse zu erzeugen, die durch ihre Polarität
gekennzeichnet sind, wobei beispielsweise die vorhandenen Impulse in positive Impulse und die nicht
vorhandenen in negative Impulse umgewandelt werden. Ferner hat die Anordnung 7 die zusätzliche
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Aufgabe, die Impulsdauer so zu verlängern, daß mehrere aufeinanderfolgende anwesende Impulse
sich in einen einzigen Impuls verwandeln, dessen Dauer gleich der Sumrrie der Längen der Eirizelimpulse
ist, und diesen Impulsen eine annähernd rechteckige Form zu geben. Die Grundfolge wird
also in eine Rechteckwelle mit unregelmäßig langen positiven und negativen Spanhungsstufen konstanter
Höhe verwandelt, die durch sehr rasche
ίο Übergänge miteinander verbunden sind. Die so erhaltene
Impulsfolge durchläuft das Verzögerungsnetzwerk 8, dessen Zwischenabgriffe derart angeordnet
sind, daß beim Eintreffen eines bestimmten Impulses am vom Eingang am weitesten entfernten
Abgriff die vier folgenden Impulse gerade an der Stelle der anderen Abgriffe eintreffen. Ein Bruchteil
der Energie dieser Impulse durchläuft die Verbindungsleitungen, die von diesen Abgriffen zu den
Stromwendern C)1 bis g& führen. Diese werden also
von umgewandelten Impulsfolgen durchlaufen, deren jede gegen die vorhergehende uni die Dauer
eines Impulses verzögert ist. Die nicht Umkehrend eingestellten Stromwender lassen die Impulsfolge
unverändert hindurch, während die anderen die positiven Impulse in negative verwandeln, und umgekehrt.
Die fünf umgewandelten Impulsfolgen werden in der, ursprünglichen oder umgekehrten Form der
Summierungsvorrichtung 10 zugeführt, die eine doppelte Aufgabe hat: Einmal die Aufgabe der
Umformung, die darin besteht, dem Widerstand 1 i Impulse einer einzigen Polarität zuzuführen, während
die Impulse umgekehrter Polarität durch nicht vorhandene Impulse ersetzt werden, und außerdem
die Aufgabe der Begrenzung, die darin besteht, die Spannung an den Klemmen1 des Widerstandes n
auf einen Wert zu' begrenzen, der höchstens gleich dem durch eineh einzigen Impuls hervorgerufenen
Wert ist.
Die Spannung an den Klemmen des Widerstandes 11 ist infolgedessen während der Anlegung
der Impulsfolgen konstant, abgeseheil von der Dauer eines einzigen Impulses. Man erhält somit
an den' Klemmen des Widerstandes Ii einen
Spannungsimpuls von umgekehrter Polarität, wie diejenige der so unterbrochenen Spannung.
Die Anordnung 14-hat den Zweck, eine periodische
Verriegelungsspannung zu erzeugen, die während geeigneter Zeitintervalle den Demodulator
12 abwechselnd blockiert und freigibt, um zu vermeiden, daß während des unausgenutzten Teiles
jedes Arbeitszyklus Unerwünschte Signale vom Demodulator übertragen werden. Diese an sich bekannte
Anordnung muß von der Synchrönisiervor-. richtung 4 gesteuert werden.
Es wird also nach dem Empfang jeder Codeimpulsgruppe ein Impuls erzeugt, und der Zeitpunkt
des Auftretens dieses Impulses hängt von der der Gruppe eigenen Zusammensetzung ab und
kennzeichnet diese. Da derselbe Arbeitszyklus sich nach dem Empfang jeder Gruppe wiederholt und
die Stromwender 9 bei jedeni Zyklus je nach der Kombination, welche der empfangenen Gruppe entspricht,
eingestellt werden, wird somit am Ausgang der Anordnung 10 eine Folge periodischer
Impulse abgenommen, die in bezug auf feste Bezugszeitpunkte, beispielsweise den Anfang aufeinanderfolgender
Gruppen, zeitlich lagemoduliert sind. Anordnungen zur Demodulation derartiger Impulsfolgen sind an sich bekannt. 12 sei eine
solche Anordnung, die an den Ausgangsklemmen 13 eine zeitlich stetig veränderliche Spannung
liefert, welche das decodierte Signal darstellt.
In Fig. 2 bezeichnet 3 mit derselben Bezugsziffer wie in Fig. 1 eine der Anordnungen zur
Spannungsfeststellung und Speicherung. Ebenso stellt 8 das Verzögerungsnetzwerk dar, das die
fünf von der Impulserzeugerröhre herrührenden Grundfölgen zeitlich verteilt, während 10 die
Summierungsanordnung bedeutet.
Die in 3 gespeicherte Spannung, die, wie erwähnt, verschiedene Werte annimmt, je nachdem
ob der entsprechende Impuls vorhanden oder nicht vorhanden war, wird einer Impulsverstärkerstufe
21 in Kathodenfolgerschaltung zugeführt. Diese enthält eine Röhre, an deren Kathode einerseits ein
Widerstand 22 in Reihe mit dem negativen Pol einer Spannungsquelle und andererseits der Steuerkreis
eines an sich bekannten elektronischen Stromwenders angeschlossen ist. Letzterer enthält im
wesentlichen vier Gleichrichterelemente 23, 23', 24 und 24', die in Brückenschaltung zwischen zwei
Transformatoren 25 und 26 eingeschaltet sind. Der Steuerkreis, dessen eines Ende mit der Kathode
der Röhre 21 und dessen anderes Ende mit einem Punkt konstanten Potentials (Masse) verbunden
ist, ist an die Mittelabgriffe derjenigen Wicklungen der Transformatoren angeschlossen, die in den
Diagonalen der Gleichrichterbrücke liegen. Die Gleichrichter sind in der bekannten Ringmodulatoranordnung
geschaltet. Die andere Wicklung des Transformators 25 ist an einen Abgriff des Verzögerungsnetzwerks
8 angeschlossen, während die Wicklung des Transformators 26 auf die Summierungsvorrichtung
10 führt.
Diese an sich bekannte Anordnung arbeitet folgendermaßen: Je nach dem Wert der in 3 gespeicherten
Spannung fließt der verstärkte Strom im Steuerkreis des elektronischen Stromwenders
im einen öder im anderen Sinn. Im einen Sinn macht dieser Strom die Gleichrichter 23 und 23'
leitend und die Gleichrichter 24 und 24' nicht leitend. Andernfalls sind die Gleichrichter 23 und 23' nicht
leitend und die Gleichrichter 24 und 24' leitend.
Die von 8 abgegebenen und ohne merkbare Verzerrung über den geeignet ausgelegten Transformator
25 übertragenen Impulse der Grundfolge gehen also entweder über die Gleichrichter 23 und
23' oder über die Gleichrichter 24 und 24', bevor
sie über den Transformator 26 der Summiervorrichtung iO zugeführt werden. Sie kommen somit
in 10 entweder mit der einen oder mit der anderen Polarität an, und diese Polarität hängt von der
in 3 gespeicherten Spannung ab.
Fig. 3 zeigt eine bevorzugte Ausführungsart für die Summierungsanordnung1IO. Hierbei steuert C)1
657/101
S 41434 VIII al21 α1
bis 95 , Ii und 12 dieselben Vorrichtungen wie in
Fig. ι dar, nämlich die fünf elektronischen Stromwender, den Summierungswiderstand und den Demodulator.
Die je nach der empfangenen Impulskombination von den Stromwendern umgekehrten oder nicht
umgekehrten umgewandelten Impulsfolgen C)1 bis 95
werden den Steuergittern der fünf Röhren 3I1 bis
3I5 zugeführt. Diese Röhren sind als Kathoden-
folger geschaltet mit einem, gemeinsamen Arbeitswiderstand,
nämlich dem Summierungswiderstand 11. Dieser hat einen so hohen Wert, daß die Stärke
des Anodenstromes jeder Röhre in Abwesenheit einer positiven Spannung an ihrem Steuergitter
sehr gering ist. ,
Die den Steuergittern der Röhren zugeführten Spannungen erleiden in der beschriebenen Weise
plötzliche Polaritätsschwankungen. Wenn an einem der Gitter eine negative Spannung angelegt ist,
verschwindet der Anodenstrom der betreffenden Röhre. Wenn dagegen die Gitterspannung positiv
ist, nimmt der Anodenstrom einen erheblichen Wert an. Jede Röhre trägt also zu gewissen Zeiten
dazu bei, einen Strom durch den gemeinsamen Kathodenwiderstand 11 zu schicken, aber da die
Größe dieses Widerstandes erheblich ist, ebnet die Gegenkopplungswirkung den von allen Röhren,
deren Steuergitter gleichzeitig unter positiver Spannung stehen, gelieferten Strom zu einer
Stromstärke ein, die sehr wenig von der Anzahl der Röhren abhängt, die zu diesem Zeitpunkt Strom
führen. Die Klemmenspannung des Summierungswiderstandes 11 ist also praktisch konstant, ausgenommen
wenn die den fünf Steuergittern zugeführten Spannungen gleichzeitig negativ sind. In
diesem Falle sind alle Anodenströme Null, und die Klemmenspannung von 11 verschwindet ebenfalls.
Dies geschieht, wie erwähnt, nur während der Dauer eines einzigen Impulses der den Gittern der
Röhren zugeführten Grund- oder Ergänzungsfolgen. Das Verschwinden der Klemmenspannung
des Widerstandes 11 während der Dauer eines einzigen Impulses der an die Anordnung 10 gelangenden
Impulsfolgen bildet das Signal, das auf den Impulsdemodulator 12 übertragen wird.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Decodiereinrichtung für Übertragungssysteme mittels wiederkehrender Codeimpulsgruppen, deren jede eine ganze Zahl η von Impulsen umfaßt, von denen jeder dieselbe Dauer hat und einen von zwei möglichen Zeichenzuständen annehmen kann, wobei zur Darstellung jeder der 2" möglichen Augenblicksamplituden, welche mit der Wiederkehrfrequenz der Codegruppen einem zu übertragenden Informationssignal entnommen werden und zu den ganzen Zahlen von 1 bis 2" proportional sind, eine ihr zugeordnete Gruppe verwendet wird, die einen Rang zwischen 1 und 2" in einer Grundfolge einnimmt, welche (2" + η—ι) Signale umfaßt, die einen von zwei Zeichenzuständenhaben können, wobei die die Grundfolge bildenden Signale in einer solchen Reihenfolge angeordnet sind, daß alle von η aufeinanderfolgenden Signalen gebildeten Gruppen innerhalb der Folge voneinander verschieden sind, und die Codegruppen von einer Sendestation auf eine Empfangsstation übertragen werden, welche die Decodiereinrichtung enthält, während gleichzeitig periodisch Synchronisierimpulse mit übertragen werden, deren Wiederkehrperiode gleich derjenigen der Codegruppen ist, dadurch gekennzeichnet, daß diese Decodiereinrichtung Mittel enthält, welche die empfangenen Impulse einem Wähler (4) für die Synchronisierimpulse zuführen, ferner einen Sägezahngenerator (5), der von den durch den erwähnten Wähler abgetrennten Synchronisierimpulsen synchronisiert wird, ferner Mittel, welche die empfangenen Impulse einem ersten Verzögerungsnetzwerk (2) zuführen, das mit η derart gestaffelten Abgriffen versehen ist, daß die Laufzeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Abgriffen gleich der Dauer eines Impulses in den Codegruppen ist, ferner Mittel, die aus den ausgewählten Synchronisierimpulsen periodische Steuerimpulse ableiten, welche η Speicheranordnungen (3) betätigen, denen gleichzeitig die an den η Abgriffen des ersten Verzögerungsnetzwerkes vorhandenen elektrischen Spannungen zugeführt werden, wobei jede Speicheranordnung an ihrem Ausgang eine Steuerspannung liefert, die je nach dem Wert der an dem zugeordneten Abgriff des Verzögerungsnetzwerkes vorhandenen Spannung im Zeitpunkt des Auftretens der Steuerimpulse einen von zwei vorbestimmten konstanten Werten haben kann, ferner einen Impulsgenerator (6) mit einer Elektronenstrahlröhre, der von der Sägezahnspannung gesteuert wird und periodisch in einer Zeit, die höchstens gleich der Dauer einer Codegruppe ist, eine Folge von (2™ + η—ι) Signalen von je gleicher Dauer erzeugt, wobei jedes Signal in der Abwesenheit oder Anwesenheit eines Impulses besteht und die Folge von (2" + %■—1) Signalen dieselbe Zusammensetzung hat, wie die erwähnte Grundfolge, ferner Mittel, welche diese Signalfolge einer Umwandlungsstufe (7) zuführen, die sie in eine Folge von (2" + η —ι) Impulsen umwandelt, die eine von zwei entgegengesetzten Polaritäten, je nachdem, ob ein Impuls in der erwähnten Folge vorhanden oder nicht vorhanden ist, aufweisen, ferner ein zweites Verzögerungsnetzwerk (8), das von der umgewandelten Impulsfolge gespeist wird und mit η derart gestaffelten Abgriffen versehen ist, daß die Laufzeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Abgriffen gleich der Dauer eines Impulses der umgewandelten Folge ist, ferner η Stromwender (9), die einerseits von der an einem Abgriff des zweiten Verzögerungsnetzwerkes auftretenden Spannung und andererseits von der am Ausgang einer Speicheranordnung er-509 657/101S 41434 VIII a/21 a1zeugten Steuerspannung beaufschlagt werden, wobei jeder Stromwender an seinem Ausgang je nach dem Wert dieser S teuer spannung eine Impulsfolge liefert, die mit der umgewandelten Impulsfolge oder mit einer Ergänzungsfolge übereinstimmt, die man erhält, indem man die Polarität jedes Impulses in der umgewandelten Folge umkehrt, ferner eine Summierungsvorrichtung (io) mit »Eingängen, die von denίο η Ausgängen der Stromwender beaufschlagtwerden, welche an einem Widerstand (ii) nur dann einen resultierenden Impuls liefert, wenn alle Impulsspannungen von den η Stromwendern gleichzeitig dieselbe vorbestimmte PoIarität aufweisen, ferner Mittel, die den resultierenden Impuls einem Demodulator (12) für zeitlich lagemodulierte Impulse zuführen, Mittel (14), die aus- den vom Impulswähler abgegebenen Synchronisierimpulsen periodische, im wesentlichen rechteckige Entriegelungssignale ableiten und sie dem Demodulator derart zuführen, daß dieser nur während der Dauer der Entriegelungsimpulse freigegeben ' wird, und schließlich Mittel, welche die vom Demodulator abgegebenen demodulierten Signale einem Nutzkreis zuführen.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch ge-' kennzeichnet, daß jeder Stromwender (9) eine Impuls verstärkerstufe (21) mit einer Elektronenröhre enthält, deren Kathode einerseits an einen Arbeitswiderstand (22) in Reihe mit dem negativen Pol einer Spannungsquelle und andererseits an die Mittelanzapfung der Sekundärwicklung eines Transformators (25) angeschlossen ist, dessen Primärwicklung mit der zweiten Verzögerungsleitung (8) und Erde verbunden ist, wobei die Enden seiner Sekundärwicklung mit den Enden der Primärwicklung eines zweiten Transformators (26) in Verbindung stehen, deren Mittelanzapfung an Erde liegt, während die Sekundärwicklung dieses zweiten Transformators an die Summiervorrichtung (10) und an Erde angeschlossen ist, und daß ferner Gleichrichterelemente (23, 23') im gleichen Sinn in Reihe zwischen den Klemmen der Sekundärwicklung des ersten Transformators (25) und denjenigen der Primärwicklung des zweiten Transformators (26) angeschlossen sind, während zwei weitere Gleich- , richterelemente (24, 24') ebenfalls in untereinander gleichem Sinn jeweils zwischen der einen Klemme des einen in Serie geschalteten Gleichrichters und der entgegengesetzten Klemme des anderen in Serie geschalteten Gleichrichters angeordnet sind, und daß schließlich das Steuergitter der Elektronenröhre an den Ausgang einer Speicheranordnung (3) angeschlossen ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Summiervorrichtung (10) aus Elektronenröhren (31) besteht, deren Zahl mit derjenigen der Stromwender (9) übereinstimmt, wobei das Steuergitter jeder Röhre mit dem Ausgang des ihr zugeordneten Stromwenders verbunden ist und alle Kathoden einerseits an den Demodulator (12) und andererseits an einen gemeinsamen Arbeitswiderstand (11) angeschlossen sind, dessen anderes Ende an Erde liegt und der einen so hohen Wert hat, daß der Anodenstrom jeder Röhre bei Abwesenheit einer positiven Spannung an ihrem Steuergitter sehr gering ist..Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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