[go: up one dir, main page]

DES0032113MA - - Google Patents

Info

Publication number
DES0032113MA
DES0032113MA DES0032113MA DE S0032113M A DES0032113M A DE S0032113MA DE S0032113M A DES0032113M A DE S0032113MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pressure
nozzle
gauge according
pneumatic gauge
bellows
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. Februar 1953 Bekanntgemacht am 26. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein pneumatisches Lehrenmeßgerät. Pneumatische Lehrenmeßgeräte sind bekannt, bei denen im nahen Abstand vor der Austrittsdüse eines Druckmediums der Prüfling beweglich angeordnet ist, wobei der Staudruck des aus der Düse austretenden Mediums als Meßgröße benutzt wird. Der Staudruck ändert sich, wenn der Prüfling der Austrittsdüse so nahe gebracht wird, daß der wirksame Austrittsquerschnitt der Düse hierdurch beeinträchtigt wird.
Die Erfindung richtet sich nun insbesondere auf kontinuierliche Messungen, die zur Ermittlung der Fehler der Umfangsfläche eines zu untersuchenden Körpers angestellt werden. Man pflegt in solchen Fällen Fehlerkurven aufzuzeichnen, welche die Abweichung der Oberfläche des Prüflings gegenüber der Oberfläche eines Normalkörpers, mit welchem der Prüfling übereinstimmen soll, wiedergeben. Eine solche Fehlerkurve stellt im Prinzip eine Fourierreihe dar, die sich aus einer Mehrzahl von Sinus- und Kosinus-Gliedern verschiedener Frequenz zusammensetzt. Der mit der Frequenz Null auftretende Term entspricht dabei einem konstanten Fehler gegenüber dem Normalkörper. Der maximale Fehler in bezug auf diesen Wert darf im allgemeinen einen bestimmten Toleranzwert nicht
509 630/180
S 32113IXI 42b
überschreiten. Häufig ist es wünschenswert, für die Terme hoher Frequenz geringere Abweichungen zu fordern als für die niedrigeren Frequenzen.
Ein Beispiel eines derartigen Meßverfahrens ist die Messung eines Kugellagers; es ergeben sich auch derartige ähnliche Aufgaben bei der Messung von oberflächlich behandelten Körpern, z. B. polierten Körpern, wobei die auftretenden Fehler sich sowohl aus solchen zusammensetzen, die bei
ίο dem Poliervorgang entstanden sind, als auch aus solchen; die während vorangegangener Herstellphasen sich eingestellt haben.
Bei der Prüfung eines Kugellagerringes beispielsweise dreht der Prüfer den Ring in verschie- ·■ denen Richtungen, und wenn die Abweichungen gegenüber dem normalen Kugellager in einer Richtung liegen, liest er die Werte des maximalen und minimalen Fehlers ab und berechnet dann den Unterschied zwischen denselben. Wenn aber die
ao Abweichung des Ringes zum Teil in der einen Richtung, zum Teil in der anderen Richtung liegt, beispielsweise der Abstand an einigen Stellen größer, an anderen kleiner ist, dann muß der Prüfer den Maximalwert der Abweichung in jeder Richtung feststellen und diese Werte zueinander addieren! Der Ring ist dann vorschriftsmäßig, wenn erstens die größte Abweichung gegenüber . dem Normalkörper nicht einen bestimmten Toleranzwert überschreitet, und zweitens, wenn die Differenz bzw. die Summe der obengenannten Werte nicht einen weiteren bestimmten Toleranzwert überschreitet.
Eine derartige Prüfungsarbeit ist, wenn sie mit hinreichender Sorgfalt durchgeführt werden soll, umständlich und zeitraubend.
Die Erfindung beschreibt ein Meßgerät, welches die Ermittlung der Abweichung gegenüber den Maßen eines Normalkörpers und der Fehlerschwankungen gegenüber dem Mittelwert des Prüflings wenig zeitraubend macht.
Ein erfindungsgemäßes pneumatisches Lehrenmeßgerät ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckanzeigeorgan den an der Austrittsdüse des Meßgerätes sich ausbildenden Staudruck direkt auswertet und ein zweites Druckanzeigeorgan den an der Düse sich ausbildenden Staudruck über eine drosselnde Öffnung auswertet. Es finden also, im Sinne der Erfindung zwei barometrische Druckmeßwerke Anwendung, von denen das eine auf den momentanen Staudruck anspricht, während das andere einen sich als'Mittelwert des Prüfvorgänges
ergebenden Druck liefert. :
■ Die Erfindung ist in zwei Figuren: dargestellt.
Fig. ι zeigt teilweise im· Querschnitt eine Aüsführüngsförm der Erfindung;
Fig. 2 zeigt die sich im Laufe des Prüfvorgänges ergebenden Meßwerte.
In einem gemeinsamen Rahmen 1 sind zwei Bärometerbäige 2,3 angeordnet. Jeder derselben ist an dem einen Ende mit einer mit 4 bezeichneten Hebelstange verbunden. Die Hebelstange 4 ist an
. . einem Ständers derart gelagert, daß sie bei Ausdehnung und Zusammenziehen der beiden1 Bälge 2 und 3 eine entsprechende Stellung einnehmen kann. Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß sie auf dem Ständer 5 in einer Langlochführung gelagert ist. An der Hebelstange 4 ist ein Zeiger 6 vorgesehen, der über einer Skala 7 spielt.
Das Innere der Bälge 2 und 3 steht durch Öffnungen 8 und 9 und Leitungen 10, 11 mit einem Düsenrohr in Verbindung, dessen Düsenöffnung 15 sich nahe dem Prüfling — einer um eine Achse 16 rotierenden Welle 18 — befindet. Diese Verbindung erfolgt über das Rohr 12. Eine Druckquelle 14 erzeugt über eine drosselnde Düse 13 eine Gasströmung in dem Düsenrohr, deren Staudruck maßgeblich durch den Widerstand bestimmt ist, welcher sich in Anbetracht des Abstandes des Prüflings 18 an der Düse 15 ergibt. Eine drosselnde Düse 17 ist in dem Verbindungsrohr zwischen den beiden barometrischen Balgen 2, 3 vorgesehen.
Wird nun bei der Prüfung das Meßobjekt 18 gedreht, so bewirkt ein Variieren des Halbmessers r des Prüflings, daß die wirksame Ausfluß öffnung an der Düse 15 in verschiedenem Maße gedrosselt wird. Es ergeben sich daher im Rohr 12 momentane Druckschwankungen, auf welche der Barometerbalg 2 direkt anspricht. Wegen der Kapillarwirkung der drosselnden Düse 17 stellt jedoch der Barometerbalg 3 ein träge wirkendes Meßsystem dar, welches auf den mittleren, während der Rotation des Prüflings 18 sich ergebenden Staudruck im Röhr anspricht. Aus diesem Grunde nimmt der Zeiger 6, der nun von der Ausdehnung sowohl des Balges 2 als auch des Balges 3 gesteuert wird, Stellungen auf der Skala ein, die in ihren Extremstellungen die Abweichungen des größten bzw. kleinsten Halbmessers gegenüber dem mittleren Halbmesser des Prüflings ergeben.
Der Druckverlauf in den Bälgen während des Prüfvorganges, d. h. während der Drehung des Meßobjektes, ist in Fig. 2 veranschaulicht. Als Abszisse ist der Drehwinkel des Prüflings 18 aufgetragen. Im unteren Teil der Fig. 2 bezeichnet die Ordinate den sich in den Bälgen ergebenden Druck. Dabei stellt P2 den sich im Balg 3 ergebenden mittleren Druck P2 dar, während P1 den sich im Balg 2 ergebenden momentanen Druck während des Rotationsvorganges wiedergibt. Im Oberteil der Figur sind die Meßwerte auf der Skala 7 wiedergegeben. Zwei im Abstand T liegende Linien kennzeichnen den Bereich der maximal zulässigen Toleranz, innerhalb dessen sowohl Mittelwert als auch der maximale wie minimale Halbmesser des Prüflings liegen müssen. Die strichpunktierte Linie stellt "den Sollwert dar, der für den Halbmesser des Prüflings maßgebend ist. Die Kufyen W1 und W2 stellen Kurven dar, die dem Druck in jedem einzelnen der Bälge 2 und 3 entsprechen. Infolge der' getroffenen Anordnung wird die Kurve m wiedergegeben, welche die Abweichung des momentanen Wertes von dem Mittelwert anzeigt.
Die Meßvorrichtung nach der Erfindung kann zweckmäßig mit einstellbaren Relaiskontakten ausgestattet werden, die mit dem Anzeigeo'rgan zusä'mmehwirken und: Warnlampen od. dgl. Signale
630/180
S 32113IXI 42b
abgeben, wenn die Toleranzgrenzen überschritten werden.
Die Anordnung kann auch so ausgebildet werden, daß sie den sich im Barometerbalg 3 ergebenden mittleren Meßwert gesondert für sich zur Anzeige bringt bzw. die Abweichung dieses mittleren Wertes Von dem gewünschten in Fig. 2 strichpunktiert gezeichneten mittleren Sollwert.
Die Anordnung kann auch leicht derart ausgebildet werden, daß sie die momentane Abweichung gegenüber dem Sollwert zur Anzeige bringt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Pneumatisches Lehrenmeßgerät, bei dem in nahem Abstand vor der Austrittsdüse eines Druckmediums der Prüfling beweglich angeordnet ist und der Staudruck des aus der Düse austretenden Mediums als Meßgröße benutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckanzeigeorgan (2) den an der Düse sich ausbildenden Staudruck direkt auswertet und ein zweites Druckanzeigeorgan (3) den an der Düse sich ausbildenden Staudruck über eine drosselnde öffnung (17) auswertet.
  2. 2. Pneumatisches Lehrenmeßgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die von den beiden Druckanzeigeorganen (2, 3) wiedergegebenen Druckmeßwerte voneinander subträhiert zur Anzeige gebracht werden.
  3. 3. Pneumatisches Lehrenmeßgerät nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüflinge vor der Düse drehbar angeordnet sind.
  4. 4. Pneumatisches Lehrenmeßgerät nach Anspruch ι oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckanzeigeorgane (2, 3) aus druckempfindlichen Bälgen mit einem beide verbindenden, den Wiedergabezeiger (6) tragenden Verbindungshebel bestehen.
  5. 5. Pneumatisches Lehrenmeßgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Verbindungshebel (4) ein vor einer Skala (7) spielender Zylinderdrehzeiger (6) angeordnet ist.
  6. 6. Pneumatisches Lehrenmeßgerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden druckanzeigenden Bälge (9, 3) über eine gemeinsame Verbindungsleitung (12) mit der Austrittsdüse (15) verbunden sind und miteinander über eine eine Drossel (17) enthaltende Leitung (11) verbunden sind.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 679946, 256447; Aufsatz von H. Burkle in »Instrumentenkunde«, Luftfahrtlehrbücherei Bd. 17, S. 76 und bis 87;
    Richter-Voß »Bauelemente der Feinmechanik«, Verlag Technik Berlin, 1949, Abb. 1210.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1932010B2 (de)
DE2624647C2 (de) Vorrichtung zum Messen der auf ein Meßobjekt wirkenden Kräfte und Momente eines strömenden Mediums
DE2732979C2 (de)
DE102008056634A1 (de) Gerät zum gleichzeitigen Messen der senkrechten und radialen Flüssigkeitspermeabilität
DE3623977C2 (de)
DE946485C (de) Pneumatisches Lehrenmessgeraet
DES0032113MA (de)
DE2827167A1 (de) Messystem
CH677152A5 (de)
DE2836925C3 (de) Vorrichtung zur Kontrolle der Geometrie einer Ventilsitzringfase
DE4103060C2 (de)
DE2553813A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum messen von rauhigkeiten
DE102008040921A1 (de) Referenzkörper zur Überprüfung von optischen oder taktilen Messsonden
DE2744043C3 (de) Prüfgerät für die Spannung eines Riemens, insbesondere eines Keilriemens eines Kraftfahrzeugmotors
DE3116536A1 (de) Verfahren zur erkennung von fehlern an kraftfahrzeugreifen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE2238392A1 (de) Vorrichtung zur auffindung von undichtigkeiten
DE102008021304B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen von geometrischen Parametern eines Messobjekts mit zumindest zwei formgleichen Abschnitten
DE102017116763A1 (de) Verfahren zum Prüfen eines Prüfobjekts
DE4243807C2 (de) Vorrichtung zur Prüfung der Ebenheit und der Lage eines Deckelstabes für eine Karde
DE2145792C (de) Vorrichtung zur pneumatischen Mes sung der Abweichungen der Oberflachenge sta)t von Prüflingen, insbesondere der Oberflachenrauheit
DE602004010143T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum messen des loches einer bremsscheibe
DE19631018C2 (de) Verfahren zur Ermittlung des Innendrucks in einem zylindrischen Körper, insbesondere Rohr
DE1051522B (de) Verfahren und Vorrichtung zur dynamischen Messung von Medien fuer die Kontrolle des Durchgangsquerschnittes von Maschinenteilen
DE2237722A1 (de) Pneumatische positionsmessvorrichtung
DE2134228C (de) Verfahren zur Messung des Klaffbeginns an Trennfugen, sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens