DES0032843MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 28. März 1953 Bekanntgemacht am 12. April 1956
Unter Magnetvariometer versteht man eine Einrichtung, bei welcher durch ein elektromagnetisches
System die Induktivität einer auf einem Kernteil aufgebrachten Spule geändert wird. Zunächst
sind derartige Einrichtungen in Geräten der drahtlosen Fernmeldetechnik verwendet worden,
um unter Einsparung eines Abstimmkondensators einen Schwingungskreis auf eine bestimmte
Frequenz einstellen zu können. Der Elektromagnet wurde hierbei durch Gleichstrom magnetisiert. In
der Zwischenzeit haben sich auch Anwendungsfälle ergeben, wobei für die Erregung pulsierende
Ströme zur periodischen Steuerung der Induktivität der gesteuerten Spule Verwendung finden.
Derartige Einrichtungen können auch ztir Phasenmodulation von Sendern benutzt werden,
beispielsweise für Verkehrsfunkgeräte. In diesem Falle ist es besonders vorteilhaft, wenn die Modulation
mittels einer Tiefpaßkette vorgenommen wird, bei der die Induktivitäten entsprechend dem
Signal durch Vormagnetisierung gesteuert werden.
Eine solche Tiefpaßkette enthält nun aber mehrere Induktivitäten. Diese müssen sämtlich in
gleichem Maße beeinflußt werden. Dies erfolgt am zweckmäßigsten durch ein allen Induktivitäten gemeinsames
Erregersystem.
Die Erfindung macht für die Ausbildung eines solchen Magnetvariometers einen konstruktiven
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S 32843 Villa/21 a1
Vorschlag, der darin besteht, daß die Steuerwick- - lung auf dem Mittelbutzen eines Schalenkernes angebracht
ist, der im Mantel einen Luftspalt aufweist, in welchem die erforderliche Anzahl der
. 5 gesteuerten Hochfrequenzspulen in regelmäßiger Anordnung so untergebracht ist, daß deren Kerne
die magnetischen Kräftlinien zwischen den Schalenrändern schließen.
Infolge des gemeinsamen Erregersystems werden
ίο die einzelnen Hochfrequenzspulen zunächst einmal
gleichmäßig beeinflußt. Infolge der besonderen Anordnung innerhalb eines Schalenkernes ergibt sich
darüber hinaus eine konzentrische Anordnung, die . zusammen mit der gleichmäßigen Verteilung der
Hochfrequenzspulen über den Luftspalt eine vollkommen gleichmäßige und außerdem kleine Streufeldwirkung zeigt. Durch Wahl verschiedenartiger
Kernwerkstoffe. für das Erregersystem einerseits
und die Hochfrequenzkerne andererseits können, insbesondere in Rücksicht auf die Vielzahl der
vorhandenen verschiedenartigen Werkstoffe, alle entsprechenden Forderungen hinsichtlich kleinster
Steuerleistungen und bester Temperaturkonstanz erfüllt werden. Es ist beispielsweise mit gutem
a5 Erfolg möglich, sowohl Erreger- als auch Hochfrequenzsysterne
aus Ferrit zu bilden, jedoch verschiedenartige Ferrite zu benutzen. Beispielsweise
kann das Erregersystem, bei dem eine möglichst hohe Sättigung erstrebt wird, aus einem Manganferrit
bestehen, wohingegen die Hochfrequenzkerne in Rücksicht auf eine hohe Spulengüte aus einem
Nickelferrit bestehen können.
Das erfindungsgemäße Mehrfachvariometer kann in einfachster Weise aus zwei gleichen Schalenhälften
zusammengesetzt werden, bei welchen lediglich in den Mittelbutzenspalt ein entsprechend
groß gestalteter Ring aus gleichem Werkstoff eingefügt wird. Dann bildet sich an den Schalenrändern
der benötigte Luftspalt aus, in den die Hochfrequenzsysteme eingesetzt werden können. Es
ist zweckmäßig, den eben beschriebenen Ring und die Hochfrequenzkerne mit plan geschliffenen Flächen
aufeinanderzukleben und sie dann auf genau gleiche Höhe plan zu schleifen, damit die Gegenschale
eine luftspaltfreie Auflage ergibt.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 ein derartiges Mehrfachvariometer im axialen Schnitt
und in der Aufsicht auf die untere Kernschale dargestellt, α ist die eine und b die andere Schale.
Beide stammen aus dem gleichen Werkstoff und sind in ihren Abmessungen identisch. Auf die
Schale α ist auf den Mittelbutzen ein Ring aus
gleichem Werkstoff i aufgeklebt, während auf dem Rande des Mantels die Hochfrequenzspulenkerne c
aufgebracht sind. Die Kerne können vor oder nach dem Aufbringen auf dem Rand des Mantels mit
Wicklungen k, von denen der deutlichen Darstellung wegen nur eine gezeichnet ist, versehen
werden. Nach dem Aufschieben der gemeinsamen Erregerwicklung d kann die Halbschale b aufgestülpt
und mittels eines vorzugsweise nicht magnetisierbaren Teiles durch die Bohrung e im Mittelbutzen
festgehalten werden. Bei dieser Konstruktion ist die Aufbringung der Wicklungen auf den
Kern c noch mit gewissen Schwierigkeiten verknüpft, da es sich dort um geschlossene, ringförmige
Kerne handelt.
Man kann nun mit gleichem Erfolg den Kern auch in anderer Weise ausgestalten, beispielsweise
wie es in der Fig. 3 gezeigt ist, die eine Kernschale mit auf dem Mantelrand aufgesetzten Zahnpaaren
od. ä. zeigt, so daß die gesteuerten Wicklungen, getrennt hergestellt, auf diese Zähne aufgeschoben
werden können. Nach Aufsetzen der Gegenschale wird der magnetische Schluß für diese
Zahnpaare durch die Gegenschale gebildet. Die einzelnen Zähne sind mit / bezeichnet, die auf dem
Schalenrand von g befestigt sind und mit dieser beispielsweise aus einem Stück bestehen können.
Die Gegenschale trägt die Bezeichnung h.
Um insbesondere bei einer hohen Anzahl von gesteuerten Hochfrequenzspulen eine gegenseitige
Kopplung zu vermeiden, kann man in den Luftspalt zwischen den Höchfrequenzspulen schirmende
Teile, beispielsweise aus Messing, einsetzen. Falls dies erforderlich ist, hat es sich als zweckmäßig
gezeigt, die beiden Schalenhälften zwischen den Hochfrequenzspulen mit genau gegenüberliegenden
Schlitzen zu versehen und in diese Abschirmbleche einzuschieben. go
Claims (8)
1. Mehrfachmagnetvariometer, bei welchem mehrere Spulen von einem allen gemeinsamen
Erregersystem gesteuert werden, insbesondere zur Phasenmodulation, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerwicklung (d) auf dem Mittelbuteen *
eines Schalenkernes angebracht ist, der im Mantel einen Luftspalt aufweist, in welchem
die erforderliche Anzahl der gesteuerten Hochfrequenzspulen in regelmäßiger Anordnung so
angebracht ist, daß deren Kern (c bzw. /) die magnetischen Kraftlinien zwischen den Schalenrändern
schließt.
2. Mehrfächmagnetvariometer nach Anspruch
i, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gleiche Schalenhälften (a, b) mit einem im
Mittelbutzenspalt eingefügten, aus gleichem Werkstoff bestehenden Abstandsring (J) aufeinandergesetzt
sind, wobei die Höhe des Abstandsringes dem Kerndurchmesser der gesteuerten Spulen entspricht.
3. Mehrfachmagnetvariometer nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kerne der gesteuerten Spulen aus an einer
■ Schalenhälfte angebrachten Zahnpaaren (J) bestehen.
4. Mehrfachmagnetvariometer nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Werkstoff der Hochfrequenzkerne vom Werkstoff des Schalenkernes verschieden und
in Rücksicht auf günstigste Bedingungen für kleine Steuerleistungen und/oder höchste Temperaturkonstanz
ausgebildet ist.
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S 32843 VIIIal21 a4
5. Mehrfachmagnetvariometer nach Anspruch ι oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet,
daß die verschiedenen Kernteile an den zusammenarbeitenden Flächen plan geschliffen
und gegebenenfalls miteinander verklebt sind.
6. Mehrfachmagnetvariometer nach Anspruch ι oder einem der folgenden, dadurch
gekennzeichnet, daß als Werkstoff für die Kernteile Masseeisen und/oder Ferrit benutzt
ist.
7. Mehrfachmagnetvariometer nach Anspruch ι oder einem der folgenden, dadurch
gekennzeichnet, daß im Luftspalt zwischen den Hochfrequenzspulen Zwischenlagen aus schirmenden
Stoffen, beispielsweise Messing, zur Entkopplung vorgesehen sind.
8. Mehrfachmagnetvariometer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halbschalen zwischen den Spulen übereinander- ao liegende Schlitze im Mantel aufweisen, in
welche Abschirmbleche eingeführt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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