DEN0005089MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 14. Februar 1952 Bekanntgemacht am 3. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitsring-Gaspumpe
mit innerhalb des Schaufelkranzes in einer Kegelfläche angeordneten Ein- und Auslaßöffnungen
und mit mehreren am Laufradumfang verteilten, im Gehäuse sichelförmig ausgebauchten
Arbeitsräumen. Bei den bekannten Pumpen dieser Art dient ein Flüssigkeitsring als Pumporgan;
dieser Ring wird durch die Schaufeln des Laufrades angetrieben, das sich in einer exzentrisch
ίο angeordneten Pumpenkammer dreht. Durch die
Schaufeln wird das Laufrad in einzelne Zellen unterteilt, die nach außen und innen offen sind. Die
Ausstoßkrümmung der im Gehäuse angeordneten Sichelräume ist dabei bei den bisherigen Vorrichtungen
von der Ansaugkrümmung des anschließenden Sichelraumes durch eine Bogenlänge getrennt,
die meist mindestens so breit ist, wie die äußere Bogenlänge einer Laufradzelle, so daß jeder Sichelraum von dem nächsten immer durch mindestens
eine Schaufel getrennt wird. Bei Verwendung von zwanzig Schaufeln bedeutet dies je nach der Stärke
der Schaufeln einen Bogen von 15 bis i8° für
jeden Steg, d. h. bei Anordnung von zwei Sichelräumen insgesamt einen Verlust von 30 bis 360 für
jede Umdrehung, während deren keine nützliche Arbeit von der Pumpe geleistet wird. Dies entspricht
einem Verlust von 8 bis 10% des im Gehäuse verfügbaren Arbeitsraumes.
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N 50891 a/27 c
Erfmdungsgemäß werden die Sichelräume bei den Flüssigkeitsring-Gaspumpen derart gestaltet,
daß die Außenkontur der Sicheln kreisförmig ist und daß die Sicheln in ihren Spitzen einander berühren.
Es fallen also die Stege zwischen den Spitzen der Sichelräume weg. Diese Bauart hat
sich in ihrer Wirkungsweise als besonders vorteilhaft erwiesen. Die Kompressionsleistung der Pumpen
ist bei gegebener Laufradgröße hierbei erheb-Hch größer, wodurch die Pumpen, - wenn sie als
Vakuumpumpen arbeiten, einen größeren Unterdruck und bei Benutzung als Kompressoren einen
höheren Überdruck erzeugen. Außerdem kann hierbei bei einem bestimmten Druckverhältnis eine
größere Gasmenge gefördert werden. Ferner ermöglicht
der Wegfall der Stege längere Ansaug- und Auslaßperioden der Pumpen durch Vergrößerung
der Winkelausdehnung der Ein- und Auslaßöffnungen. In der Zeichnung ist eine Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Pumpe dargestellt. In dieser Zeichnung bedeutet
Fig. ι eine teilweise im Schnitt gezeigte Seitenansicht
einer Pumpe nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1 in
Pfeilrichtung gesehen,
Fig. 3 einen Schnitt durch einen Teil eines Pumpengehäuses nach Linie 3-3 der Fig. 2 in Pfeilrichtung
gesehen·.
In der gezeigten Pumpe bildet das von Füßen 2 getragene Gehäuse 1 die Wandung der zwei Pumpenkammern,
in denen das Laufrad 3 sich dreht. Das Gehäuse 1 besitzt einen sich einwärts erstrekkenden
Flansch 4, der mit der in der gleichen Querebene liegenden Zwischenwand 5 des 'Laufrades 3
das Gehäuse in zwei getrennte Pumpenkammern teilt, die gleichartig ausgebildet sind.
Das Laufrad 3 ist mit seiner Nabe 6 auf der Antriebswelle 7 verkeilt. Die Welle 7 liegt in den
auf den Konsolen 9 sitzenden Lagern 8. Die Konsolen 9 sind durch (nicht gezeigte) Schrauben an
den zugehörigen Deckeln 11 (befestigt, während diese selbst durch (nicht gezeigte) Bolzen und
Muttern am Gehäuse 1 befestigt sind.
Mit Durchlässen versehene Konen 14 bilden die innere Begrenzung der betreffenden Pumpenkammern;
sie sind mit Einlaß- und Auslaßöffnungen 15 und 16 versehen, durch welche Gas in die Kammern
gesaugt bzw. aus diesen -ausgestoßen wird. Die Konen 14 erstrecken sich durch die Deckel 11 und
besitzen Flansche 17, durch die sie mittels (nicht gezeigter) Schrauben an jenen befestigt sind. Die
Konen 14 sind mit Einlaß- und Auslaßkanälen 41 und 42 versehen, die mit den entsprechenden Einlaß-
und Auslaßkanälen 43 und 44 in den Dekkein 11 verbunden sind.
Die üblichen Gehäuse weisen zwischen den Außenkonturen der einzelnen Sicheln Stege mit
zylindrischer Bohrung vom Laufraddurchmesser auf, deren Breite größer als die äußere Bogenlänge
einer Laufradzelle ist.
Bei der Erfindung ist dagegen, wie Fig. 2 zeigt, die Stegbohrung vollständig weggefallen. Der obere
Sichelraum 19 hat eine zylindrische Fläche 20, deren Achse 21 um eine mit Oa bezeichnete Strecke
parallel zur Achse 18 versetzt und deren Radius R
ist.
Der untere Sichelraum 22 hat eine zylindrische Fläche 23, deren' Achse 24 zur Achse 18 ebenfalls
parallel um die Strecke Oa versetzt ist. Die Fläche 23 hat den gleichen Radius R wie die
Fläche 20 des oberen Sichelraums 19. Die Flächen 20 und 23 schneiden sich in geraden Linien 25,
26, die zueinander und zur Achse 18 parallel sind und auf der Umlaufbahn der Laufradschaufeln 27
liegen. .
Bei Betrachtung der in Fig. 2 gezeigten Zelle 28, die gerade dabei ist, den Rand 25 zu überqueren,
ist zu erkennen, daß die Auswärts'bewegung der , Flüssigkeit schon begonnen hat, trotzdem die Zelle
immer noch in Verbindung rriit der Auslaßöffnung 16 steht. Obgleich hierdurch eine vorzeitige
Wiederentspannung des im inneren Ende der Zelle verbliebenen Gases gegen Ende der Kompressionsperiode möglich erscheint, so ist der tatsächlich
entstehende Kompressions- und Wirkungsgradverlust doch außerordentlich gering, wenn überhaupt
vorhanden.
Beim Betrieb einer derartigen. Pumpe ist stets die Möglichkeit eines Verlustes von Flüssigkeit
durch die Auslaßöffnungen vorhanden, und es muß go
daher ständig Flüssigkeit in die Pumpenkammer nachgefüllt werden. Der Verlust von Flüssigkeit
beginnt schon beim Überqueren der Ausstoßkrümmung durch die Zellen und setzt sich gewöhnlich
auch noch beim Überqueren des Steges durch die Zelle fort. Die Folge ist, daß bei den üblichen
Pumpen die inneren Enden der Zellen, wo der Konus am kleinsten ist, recht ungenügend mit
Flüssigkeit gefüllt sind und infolgedessen auch nicht alles in der Zelle vorhandene Gas ausgestoßen
wird. Hierdurch wird das Kompressionsverhältnis verkleinert. Wird aber die Neigung der ·
Flüssigkeit, nach innen zu strömen, später in der Ausstoßkrümmung umgekehrt, und zwar zeitig genug,
um ein Auslaufen der Flüssigkeit zu unterbinden, so wird durchschnittlich eine größere
Menge Flüssigkeit in der Zelle zurückgehalten, und das Kompressionsverhältnis erfährt infolge
dieser Umkehrung keine wesentliche Verkleinerung. Der Vorteil des Weglassens der Stege besteht darin, H0
daß diese Pumpen vor allem Schnelligkeitsmaschinen sind, also mit kinetischer Energie arbeiten.
Kinetische Energie wird in dem Flüssigkeitsring durch die Fliehkraft erzeugt, die während der Saugperiode
im Sichelraum auftritt, und diese kinetische Energie wird während der Ausstoßperiode in die
Laufradzelle zurückgeworfen zum Komprimieren und Ausstoßen des Gases, das· während der Saugperiode
in der Zelle festgehalten wurde.
Bei Beendigung des Ausstoßes des komprimierten Gases ist auch fast alle im Flüssigkeitsring vorhandene
überschüssige kinetische Energie verbraucht, so daß es notwendig wird, diese Energie
sofort wieder aufzubauen. Die Umkehrung der Richtung der Flüssigkeit kann sofort beginnen,
ohne daß die Gefahr besteht, daß die Abdichtung
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N 5089 Ia/27 c
von einem Sichelraum zum anderen vorzeitig verlorengeht.
Dies entspricht den Tatsachen, da die kinetische Energie verbraucht ist, und auch deshalb,
weil das natürliche Beharrungsvermögen der Flüssigkeitsmasse ein sofortiges allgemeines Ausweichen
der bereits in schneller Drehbewegung befindlichen Masse ausschließt.
Infolge der nun erweiterten Betriebsgrenzen und des dadurch vergrößerten Arbeitsraumes können
auch die Einlaß- und Auslaßöffnungen 15 und 16 vergrößert werden. Wie gezeigt ist, kann die Saugkrümmung
eines Sichelraumes von der Auslaßöffnung des vorhergehenden Sichelraumes durch eine Strecke getrennt werden, die kurzer ist als die
äußere Bogenlänge einer Laufradzelle. Ebenso kann die Auslaßkrümmung eines Sichelraumes von
der Einlaßöffnung des folgenden Sichelraumes durch eine Strecke getrennt werden, die kurzer ist
als die äußere Bogenlänge einer Laufradzelle.
Claims (1)
- Patentanspruch:Flüssigkeitsring-Gaspumpe mit innerhalb des Schaufelkranzes in einer Kegelfläche angeordneten Ein- und Auslaßöffnungen und mit mehreren am Lauf radumfang verteilten sichelförmigen Arbeitsräumen, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur der Sicheln kreisförmig ist und daß die Sicheln lin ihren Spitzen einander berühren.Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 581 822, 435 368.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
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