DEG0015271MA - - Google Patents
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Description
G15271 VI/31c
Beim Ausgießen von geschlossenen Gießformen mit warmflüssigem Metall, Glas oder Kunststoff ist
·.'■■" es zur Erzielung einwandfreier lunkerfreier Formstücke
sehr wichtig, daß der Formhohlraum vollständig mit dem Gießmaterial ausgefüllt wird und
daß keine Gasblasen in dar Gießmasse bleiben können. Dieses Ziel ist besonders mit zähflüssigem
Gießmaterial schwer zu erreichen.
Es ist bereits bekannt, durch Vibrationswirkung
ίο eine Verdichtung des vergossenen Metalls in der
Gießform zu erzielen. Durch dieses Verfahren wird zwar erreicht, daß das Gießgut sich innerlich verdichtet und keine inneren Lunker bilden, jedoch besteht
hierbei der,Nachteil, daß bei gießtechnisch komplizierten Formen das Gießgut nicht alle Formhohlräume
lunkerfrei ausfüllt.
Ebenso ist ein Gießverfahren bekannt, bei dem das zu erstarrende Metall einem Druck ausgesetzt
wird. Bei diesem Verfahren kann sich, die „Form in einem eisernen Druckbehälter befinden. Im Falle
von großen Wandstärken des Gußstückes wird die Form erst mit flüssigem Metall gefüllt, worauf der
Druckbehälter geschlossen und der Druck bis zur völligen Erstarrung des Gußstückes beibehalten
wird. Auch kann hierbei das Metall von einem besonderen Behälter innerhalb des Druckbehälters
durch eine Stopfeilzugeinrichtung in die Form übergeführt werden. . . , , . . \
Die Nachteile der bekannten Verfahren werden beim Ausgießen von geschlossenen Gießformen mit
Metall,. Glas oder Kunststoff, wobei nach dem Eingießen das in den Gießformen befindliche Gießgut
in Schwingungen versetzt und einem Druck ausgesetzt wird, dadurch vermieden, daß durch das
Schwingungsübertragungsorgan gleichzeitig auf das Gießgut ein Druck ausgeübt wird.
Zur Durchführung dieses Verfahrens wird eine Gießeinrichtung mit einem von einem Vibrator aus
in Schwingungen versetzbaren Schwingungsübertragungsorgan,
welches dazu dient, seine Schwingungen auf das in der Gießform enthaltene Gießgut
zu übertragen, verwendet. Das die Schwingungen übertragende Organ ist erfindungsgemäß als ein in
einem Führungskanal verschiebbarer Druckkolben
ausgebildet, wobei in den ursprünglich vom Kolben frei gelassenen Kolbenraum der Zuführkanal einmündet,
welcher nach Vorverschieben des Schwingkolbens durch den Kolben abgesperrt wird.
Die Erfindung ist an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Der Formblock 1 enthält einen Formhohlraum 2,
welcher über den Zufuhrkanal 3 und die Steigkanäle 4 mit Gießgut gefüllt werden soll. Der Zufuhrkanal
3 führt von oben durch den Formblock an die Unterseite des Formhohlraumes bzw. der
Steigkanäle. Außerdem führt von außen ein zylindrischer Kanal 5 in horizontaler Richtung zur
Unterseite des Formhöhlraumes, d. h. der Einfuhrkanal
3 und der genannte zusätzliche Kanal 5 vereinigen sich miteinander. In diesem Kanal 5- ist ein
passender Kolben 6 von einer Welle 7 aus verschiebbar; sein äußeres Ende ist mechanisch mit
einem schematisch gezeichneten Vibrator 8 verbunden.
Beim Einfüllen des Gießgutes durch die Leitung 3 wird der Kolben 6 der Vibrationswirkung
des Vibrators 8 ausgesetzt.
Die Vibration des Kolbens überträgt sich auf das flüssige Gießgut, so daß es in die feinsten
Formverzweigungen eindringt. Wenn nachher der Kolben 6 ,über die Welle 7 auch noch nach links
verschoben wird, bewirkt diese Zusammenpressung des krl·; Gießhohlraurn; eingeschlossenen Gießgutes
eine weitere Verdichtung. Auf diese Weise lassen sich einwandfreie Gußkörper herstellen. '
Claims (2)
1. Verfahren zum Ausgießen von geschlossenen Gießformen mit Metall, Glas oder Kunststoff,
wobei nach dem Eingießen das in den
.. Gießformen befindliche Gießgut in Schwingungen versetzt und einem Druck ausgesetzt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Schwingungsübertragungsorgan gleichzeitig auf
das Gießgut ein Druck ausgeübt wird.
2. Gieß ein richtung zur Durchführung des
Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem von einem A^ibrator aus in Schwingungen versetzbaren
SchwingungsübeBtragungsörgan, welches dazu dient, seine Schwingungen auf das in der
Gießform enthaltene Gießgut zu übertragen, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwingungsüberträgürigsorgan
zugleich: als in einem Führungskanal (5) verschiebbarer Druckkolben (6)
ausgebildet ist, wobei in den ursprünglich vom
■ Kolben-frei'gelassenen Kölbenräüm (5) der Zufuhrkanal (3) einmündet, welcher nach Vorverschieben
des Schwingkolbens (6) durch den -Kolben abgesperrt wird.
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