DEB0028820MA - - Google Patents
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Description
B 28820 Ib/58a
Die Erfindung bezieht sich auf hydraulische Preßgeräte zum Ein- und Ausbauen von
Maschinenteilen, z. B. Kugellagern, Laufbüchsen u. dgl., oder zum Geraderichten von Wellen und
für ähnliche Arbeiten. Die Erfindung bezweckt die Herstellung eines leicht zu bedienenden und an
wechselnden Arbeitsplätzen verwendbaren einfachen Gerätes.
Die bekannten Pressen werden in der Regel für
ίο grobe Arbeiten gebraucht. Bei ihnen sind schon
Einrichtungen zum Voreinstellen des Preßstempels auf den Beginn des Arbeitshubes bekannt. Bei
' diesen Einrichtungen wird das Druckmittel für den Leerhub des Arbeitskolbens bis zum Beginn des
Arbeitshubes einem mit dem Preßzylinder in Verbindung stehenden Vorfüllzylinder entnommen,
aus dem es durch einen Kolben verdrängt, wird.. Die Kolbenfläche des Vorfüllkolbens ist größer als
die des Preßkolbens, so daß bei kleinem Weg des Vorfüllkolbens ein großer Preßkolbenweg erreicht
wird. Das Vorschieben des Vorfüllkolbens geschieht durch Druckluft, die einer Druckluftleitung entnommen
wird und den Anschluß an ein Druckluftnetz erforderlich macht. Auch das Schnelleinstellen
des Preßstempels mit Hilfe eines Ritzels und einer Zahnstange von Hand ist bekannt. Der Preßdruck
wird bei diesen Vorrichtungen von einer Handpumpe erzeugt.
Nach der Erfindung wird bei einem solchen Preßgerät zum Verschieben des Vorfüllkolbens ein
Exzenter benutzt, der von Hand bewegt wird. Der Vorfüllkolben liegt, wie bekannt, in einem mit dem
Preßzylinder verbundenen Vorfüllzylinder, seine Kolbenfläche ist'größer als die des Preßstempelkolbens.
Nach der Erfindung wird der Exzenter vorzugsweise als Mehrflächenexzenter ausgebildet.
Dieser Aufbau vereinfacht das Gerät und erleichtert die Handhabung, da die Verwendung eines weiteren
Druckmittels und eines mechanischen Voreinstellgetriebes vermieden ist. Der Mehrflächenexzenter
beschleunigt das Einstellen und sichert gleichzeitig die Stellung des Vorfüllkolbens.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt
Bild ι eine Ansicht des Preßgerätes auf einem Gestell aufgebaut und
BiIdI2 einen Längsschnitt durch das Preßgerät.
Der Preßstempel 1 sitzt in dem Zylinder 2. Er
wird durch den in dem Druckraum 3 erzeugten hydraulischen Druck nach unten gedrückt. Beim
Nachlassen des Druckes wird er durch die Feder 4 wieder in seine Ausgangsstellung geschoben. Der
im Raum 3 herrschende Arbeitsdruck wird von dem Kolben 5 erzeugt. Der letztere wird seinerseits
von dem Zwischenkolben 6 vorgeschoben. Die Feder 7 zieht den Kolben 5 beim Nachlassen des
Druckes wieder nach oben. Der Zwischenkolben 6 wird von dem Exzenter 8 betätigt. An der einen
Seite des Zylinders 2 ist der Vorfüllzylinder 9 angeordnet. Dieser hat einen erheblich größeren Querschnitt
als der Druckraum 3. In ihm liegt der Vorfüllkolben 10.
Nach der Erfindung ist der Vorfüllkolben 10 mit einem Zapfen 11 versehen. Der Zapfen 11 legt sich
gegen einen Exzenter 12, dessen Exzenterfläche sich aus einer Reihe gerader Strecken zusammensetzt,
die Anlagen oder Druckflächen für den Zapfen 11 des Kolbens 10 bilden. Hierdurch schiebt
der Exzenter 12, wenn er verstellt wird, den Kolben,
10 vor und verdrängt hierdurch Druckmittel aus dem Vorfüllzylinder 9 in den Raum 3, so daß
der Stempel 1 schnell an das darunter eingespannte Werkstück herangeführt wird. Durch die Vielzahl
der geraden Exzenterflächen kann der Weg des Kolbens 10 und hierdurch der Weg des Stempels 1
der Höhe des Werkstückes angepaßt werden.
Das Preßgerät nach der Erfindung kann durch die nachstehend beschriebenen Einrichtungen, die nicht
zur Erfindung gehören, weiter ausgebildet werden. Von dem Raum 3 aus führt ein Kanal 13 zu dem
Überdruckventil 14 und von hier ein Kanal 15 in
den Behälter 16, durch den gleichzeitig auch die Ölzufuhr zu dem Kolben 5 erfolgt. Der Durchfluß
durch das Überdruckventil 14 wird durch den Ventilkörper 17 geregelt. Dieser steht unter der
Wirkung der Feder 18, deren Spannung mit Hilfe der Schraube 19 eingestellt wird. Die letztere sitzt
in der Büchse 20, die in das Ventilgehäuse eingeschraubt ist und durch den Hebel 21 vor- oder,
zurückgezogen werden kann. Durch dieses Ventil kann beim Auftreten eines die Einstellung der
Feder überschreitenden Überdruckes das Drucköl durch die Kanäle! 13 und 15 in den Behälter 16
überströmen. Auch kann der Druck durch Entspannen der Feder, d. h. durch Zurückschrauben
der Büchse; 20, plötzlich aufgehoben werden.
Claims (2)
1. Hydraulisches Preßgerät mit einer Handpumpe für den Arbeitshub und einem unmittelbar
mit dem Preßzylinder verbundenen Vorfüllzylinder für die Schnelleinstellung, dessen
Kolbenfläche größer ist als die des Preßkolbens, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorfüllkolben
(10) durch einen von Hand bewegten Exzenter (12) verschiebbar ist.
2. Preßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Exzenter (12) als Mehrflächenexzenter ausgebildet ist.
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