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DEB0019295MA - - Google Patents

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DEB0019295MA
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DE
Germany
Prior art keywords
crankcase
transverse wall
light metal
crankshaft
cutout
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 29. Februar 1952 Bekanntgemacht am 16. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf aus Leichtmetall hergestellte, einteilige Kurbelgehäuse für MehrzylinderboxermoitO'ren und ist ausdrücklich beschränkt auf ein solches Kurbelgehäuse, bei welchem die durch einen Ausschnitt der Kurbelgehäusequerwand einr und auszubauende Kurbelwelle und die durch einen Ausschnitt deir gleichen Kurbelgehäusequerwand ein- und auszubauende Nockenwelle so nahe aneinandergerückt sind, daß ίο beide Ausschnitte einen gemeinsamen Ausschnitt bilden..
Die heute vielfach verwendete Ausführungsform für Kurbelgehäuse als ungeteilt© Tunnelgehäuse verfolgt den Zweck, einen, in sich geschlossenen Gehäuseblock zu schaffen, wodurch von vornherein den während des Betriebes entstehenden Wärmespannungen, und den hohen auftretenden Beanspruchungen durch diei Gasdrücke und Massenkräfte schon in gewissem Maße Rechnung getragen wird. Infolge d'er heute allgemein gestellten Forderung nach gedrängter, d. h. raumsparender Bauweise rücken, die Kurbelwelle und die Stetterwelle auf einen konstruktiv zulässigen, kleinstmöglichen Abstand zusammen. Diese Maßnahme bringt z. B. bei Zweizylinder- bzw. Mehrzylinderboxermotorai für Motorräder durch die vielfach übliche Anordnung der Steuerwelle senkrecht über der Kurbelwelle eine.geringe Bauhöhe mit sich, die aus bekannten
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Gründen sehr erwünscht ist. Zur Lagerung des vorderen Kurbelwellenendes dient dabei ein verhältnismäßig schwacher Lagerring aus Stahl, der selbst in einem Lagerdeckel eingeschraubt ist, welch letzter ebenfalls wie das Kurbelgehäuse aus Leichtmetall besteht und . dadurch keine wesentlichein Kräfte aufnehmen kann.
Das an sich günstige Merkmal einer niedrigen Bauweise birgt, jedoch im; Zusammenhang mit dem ίο als Tunnelgehäuse ausgebildeten Kurbelgehäuse wiederum den Nachteil in sich:, daß die beiden Ausschnitte zum Zwecke des Ein- und Ausbaues der Kurbel-, bzw. der Steuerwelle sich fast überschneiden, wodurch infolge des Fehlens eines mititleren, organisch zur Gehäusequerwanidi gehörenden Verbindungssteges zwei ineinander übergehende Bohrungen, entstehen, die die ganze Gehäusekonstruktion senkrecht zur Kurbelwellenlängsachse in Gehäusequerrichtung wesentlich schwachen!. Diese Verminderung des Widerstandsmomentes in Querrichtung wirkt sich um so ungünstiger aus, als die beim Verbrennungsvorgang entstehenden erheblichen Gasdrücke gerade in einer Ebene auftretein!, die parallel zu dieser geschwächten Gehäusequerwand, liegt, wodurch, diese zu einem hoehbeanspruchten Teil der gesamten Gehäusekonstruktion wird. Diesei Auswirkungen der Gas- und Massenkräfte in Form < einer Beanspruchung des Kurbelgehäuses in Richtung der Zylinderhochachsen während des Betriebes gehen ungeachtet des mi:t der Kurbeilgehäusequerwand verschraubten Leichtmetallagerdeckels so weit, daß sie letzten Endes die Leistung des Motors, beeinträchtigen undi eine Leistungssteigerung, z. B. unter Ausnutzung einer höheren Verdichtung, nicht mehr zulassen.
Um diesem 'Übelstand abzuhelfen, müßten entweder die einzelnen, in der Beanspruchungshauptrichtung liegenden. Gehäuseteile in bezug auf ihre Wandmaße wesentlich verstärkt werden, was jedoch wiederum der Grundforderung nach leichter Bauweise entgegensteht, oder es könnte auch dahingehend, Abhilfe geschaffen werden, daß quer zur Kurbelwellenlängsachse angeordnete Zuganker diese Belastung aufnehmen würden,. Einer Verwen,-dung solcher Zuganker stehen, jedoch montage-• mäßig ungünstige und fertigungstechnisch kostspielige Hindernisse entgegen,.
Um nun, die obig angeführten Nachteile bei gleichzeitiger Beibehaltung einer leichten und kon,-5'o struktiv einfachen Bauweise zu vermeiden, schlägt die Erfindung bei einem aus Leichtmetall hergestellten einteiligen Kurbelgehäuse eines Mehrzylinderboxermotors, bei welchem die durch einen Ausschnitt: der Kurbelgehäusequerwand ein- und auszubauende Kurbelwelle und: die durch einen Ausschnitt der gleichen Kurbelgehäusequerwand ein- und auszubauende Nockenwelle so· nahe aneinandergerückt sind, daß beide Ausschnitte einen gemeinsamen Ausschnitt bilden, vor, den gemeinsamen Ausschnitt [durch einen, Deckel aus einem Material höherer Festigkeit als Leichtmetall, ζ. B. durch einen Stahl-^ oder Gußeisendeckel, abzuschließen, welcher so "innig mit der Kurbelgehäusequerwand verbunden ist, z, B. durch mehrfache Verschraubung, daiß diese in radialer Richtung eine wesentliche Versteifung erfährt.
Es ist an sich bei Gehäusen, aus Leichtmetall für Kraftmaschinen, und Maschinengeitrieben bekannt, die Lagerstellen, für die Maschinen,- oder Getriebe^ welle, die aus einem Baustoff mit einem anderen Wärmeausdehnungskoeffizienten als das· Leichtmetall besteht, mit: einer inneren oder äußeren, die einzelnen Lagerstellen miteinander verbindenden Armierung zu versehen, die denselben oder nahezu denselben Wärmeausdehnungskoeffizienten, wie dlie Welle hat. Dabei verfolgt: diese bekannte Armierung den Zweck, eine Verschiebung der Lagerstellen in axialer Richtung gegenüber der Welle zu verhindern, die sonst infolge der ungleichen, Wärmedehnungskoeffizienten des Leichtmetalls, einerseits und der Maschinen- oder Getriebewelle andererseits verursacht würde.
Im Gegensatz zur letztgenanntem Maßnahme wird durch den erfindungsgemäßen. Vorschlag eine radiale Versteifung eines Kurbelgehäuses, für Mehrzylinderboxermotoren, erzielt und somit für diese Gattung von Motoren, die grundsätzliche Voraussetzung dafür geschaffen, eine höhere Verdichtung und eine damit verbundene Leistungssteigerung bei gleichen Dimensionen der Kurbelgehäusewandung und deren Versteifungsrippen, vorzunehmen, ohne daß von der Bauweise des gemeinsamen Querwandausschnittes (für Kurbel- und Nockenwelle) abgerückt zu werden braucht; d. h. eine Verdiichtungssteigerung bei ein und demselben Motor zieht keine anderweitige Verstärkung und damit Gewichtszunahme des Kurbelgehäuses nach sich, dias in der Hauptsache in. Querrichtung beansprucht wird.
, Außerdem fällt durch die erfindüngsgemäße Ausführung die zusätzliche Anordnung eines aus beikaninten Gründen aus Stahl. bestehenden Kugellagersitzes fort, wodurch die Herstellungskosten gesenkt und einfachere Monitagebedingungen· geschaffen· werden.
In der Zeichnung ist an Hand, eines Ausführungsbeispiels die Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι die Vorderansicht des aus Leichtmetall bestehenden Kurbelgehäuses und
Fig. 2 den mit der Querwand des Kurbelgehäuses verschraubten quer versteifenden Deckel, vorzugsweise aus Schmiedestahl oder Gußeisen.
In der aus Leichtmetall bestehenden Querwand 1 des Kurbelgehäuses 2 befindet: sich unten der Ausschnitts für die Kurbelwelle und oben der Ausschnitt 4 für die Nockenwelle. Beide Ausschnitte 3 und 4 gehen ineinander über, wodurch ein freier ;: Ausschnitt 5 in der Querwand 1 des Kurbelgehäuses 2 entsteht. Der erfindungsgemäße, aus · einem Material höherer Festigkeit als Leichtmetall bestehende Deckel 6·, der gleichzeitig zur unmittelbaren. Aufnahme des vorderen Kugellagers für die Kurbelwelle dient, wird nach, dem Einbau der Kurbelwelle mittels der Befestigungsschraubeni 7 mit der Querwand 1 fest verspannt,' wodurch das Kurbelgehäuse ini der HäuptbeansprUchungsrich-
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tung erheblich versteift wird uiniter Beibehaltung sämtlicher übrigen Gehäuseabmessungen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Aus Leichtmetall hergestelltes einteiliges Kurbelgehäuse eines Mehrzylinderboxermotors, bei welchem die durch einen. Ausschnitt der Kurbelgehäusequerwand einr und auszubauendie Kurbelwelle und die durch einen Ausschnitt der gleichen Kurbelgehäusequerwand ein- und auszubauende Nockenwelle so nahe aneinander gerückt sind, daß beide Ausschnitte einen, ge^- meinsamen Ausschnitt bilden, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Ausschnitt (3, 4) durch einen Deckel (6) aus einem Material höherer Festigkeit als Leichtmetall, ζ. B. durch einen Stahl- oder Gußeisendeckel, abgeschlossen! ist, welcher so innig mit der Kurbelgehäuseiquerwand (1) verbunden ist:, z. B. durch mehrfache Verschraubung, daß diese in radialer Richtung eine wesentliche Versteifung erfährt.
    In Betracht gezogene Druckschriften!:
    Deutsche Patentschrift; Nr. 502 479;
    österreichische Patentschrift Nr. 122 747;
    französische Patentschrift: Nr. 762 147.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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