DEB0000321MA - Verfahren zur kontinuierlichen Ausführung unvollständiger katalytischer Hydrierungen von Flüssigkeiten - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Ausführung unvollständiger katalytischer Hydrierungen von FlüssigkeitenInfo
- Publication number
- DEB0000321MA DEB0000321MA DEB0000321MA DE B0000321M A DEB0000321M A DE B0000321MA DE B0000321M A DEB0000321M A DE B0000321MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- pressure
- liquids
- hydrogen
- catalyst
- continuous execution
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
BABISCHE AEILIiJ" & SODA-FABRIK ιβG0 Farbenindustrie Aktiengesellschaft
«·In Auflösung0·
Unser Zeichens Q0Z.15608
2£.Oktober 1949 Et/EU
Verfahren zur kontinuierlichen Ausführung^
Häufig ergibt sich die Notwendigkeit^ Lösungen oder Pltis-' sigkeiten im kontinuierlichen Verfahren unvollständig, -d-siL-- nioht
-bis zur vollen Ab Sättigung mit Wasserstoff f katalytisch sü hydrieren-β
Hierbei maeht es Schwierigkeiten, die Menge des aufgenommenen Wasserstoffs und die durch das Hydriergefäsa durchzusetzende
Menge der flüssigen Phase konstant zu halten, und aufeinander abzustimmen» Damit die ein- und austretende "Plüsaigkeitsmenge kon?-
stant ist, ist es notwendig", den Druck im Hydriergefäss konstant zu halten* Hat man aber im Ilydriergefäss konstanten Wasserstoffdruök-,
so ändert sieh der Grad der Hydrierung mit der Aktivität des· Katalysators^ Fuhrt man dagegen dem Hydriergefäss nur die benötigte' Menge Wasserstoff zu, so ändert sieh der iTass.erstoffdruek.
je nach Aktivität des Katalysators» -drfes der Katalysator braucht^^ zur Übertragung einer bestimmten Menge Wasserstoff je naoh seiner
Aktivität einen verschiedenen Wasserstoffdruck und auf diesen Druck stellt sieh bei der Dosierung des Wasserstoffs der Behälterdruck
zwangsläufig ein„ Diese Erscheinungen machen, sich besonders störend bemerkbar, wenn man die Hydrierung in einem Eührbehälter
mit pulver<förmigern Katalysator durchführt, und. die lösung kontinuierlich durch Pilterker.zen abzieht* Dabei setzt sich der Katalysator allmählich an die Pilterkerzen an, wobei die Aktivität
- 2 - ■ . 156Qa
des Katalysators infolge Verringerung der in deir Flüssigkeit in Bewegung "befindlichen Katalysatormenge abnimmt„ und beim gelegentlichen Abspulen des Katalysators· von den Filterkerzen steigt die
Aktivität plötzlich an« Bei fest angeordneten Katalysatoren ten ähnliche (Erscheinungen auf/""wenn auoh nicht so
Es wurde nun gefunden^ dass man unvollständige Hydrierungen bequem und unter genauer Einhaltung des gewünschten Hydriergrades
kontinuierlich durchführen kann^ wenn man bei konstantem Gasdruck. unter gleichzeitiger Variierung des. Yiasserstoffpartialdruekes;
arbeitet= Das erreicht man automatisch z»Be durch folgende Anordnung (siehe Zeichnung) s; ·
In einem Reaktionsraum, z.B. in einem Rührkessel H, in.dem die Lösung in Gegenwart eines pulverförmigen Katalysators hydriert·
werden sollf wird mittels einer Druekhaltevorrichtung. D (Tauchung oder Überdruckventil) ein konstanter Gasdruck dadurch aufrecht
erhalten, dass in die Verbindungsleitung d zwischen. Behälter und. Druckhaltevorrichtung ein sehwacher 'Strom eines inerten Gases.,, z»
B, Stickstoffs,, eingeleitet und durch die Druckhaltevorrichtung D. abgeführt wird« Die zu hydrierende Lösung läuft dosiert durch die
-Leitung a- zu ^ eine ebenso grosse Menge hydrierter Lösung strömt nach Passieren der Filterkerze F durch die Leitung b abe Zweefcmässig
dosiert man nur einen der beiden Lösungsströme und passt den anderen durch eine Niveauregelung im Rührbehälter an. Durch die
Leitung c tritt nun in dasierter Menge, der Wässerstoff ein und verdrängt nun solange den Stickstoff im Gasraum des Rührbehälters»,
bis· sieh ein Wasserstoffpartialdruck von der Grosse eingestellt hat, dass der gesamte eintretende Wasserstoff vom Katalysator auf
die· Lösung übertragen wirde Sinkt die Aktivität des Katalysators 9,
so steigt der Partialdruck des Wasserstoffs unter weiterer Ver1-drängung
von Stickstoff anj steigt die Aktivität des Katalysators„
■ - 3 - ■ ■ ■ 15608
EoB0 durch Abspülen der Filterkerze, so sinkt der Wasserstoffpartialdruek
durch kurzfristig' stärkere Hydrierung rasch ab und Stickstoff strömt zum Druckausgleich in den. Bührbehälter eine.
Diese Anordnung bewährt sieh umso besser^ je kleiner der Gasraum, des Rührbehälters im Verhältnis zu der in der Zeiteinheit umgesetzten
Wasserstoff menge ist, ein Umstand., welcher auch der tech,— nischen Forderung nach Raumersparnis entspricht» Die benötigte
Stickstof fmenge> istf* vsrhältnismässig klein und beträgt nur einen Bruchteil des inngiset&taa Y/asserstoffes» Sie kann nach Bedarf auch,
kurzfristig erhöht werden» . ·
Die Arbeitsweise soll an Hand der kontinuierlichen Hydrierung einer 2~Äthyl^nthrachinon-~£ösung zur Chinhydranstufe zahlenmässig
erläutert werden« Es wird eine Apparatur von der oben·beschriebenen Art mit einem Ruhrbehälter H von 10 ■irart-errr'Rauminhalt verwendet«,
Als !»rückhaltevorrichtung D dient eine Tauchung von 10 m. Wassersäule, so dass mittels eines Stickstoffstromes: in der Apparatur ein Druck von 1 atü aufrecht erhalten, wirda Die flüssige
Phase besteht aus einer Lösung von 2-A*thyL-^thraehinon in einem, Gemisch von gleichen Raumteilen. Benzol, und Alkohol in einer Konzentration
vo>n 100 g pro £&Φβτ·. Der Rührbehälter H, der mit 100 g Raney-Uickel beschickt wird,, ist zu 9/lO; mit der Lösung gefülltj
so dass ein Gasraum von. 1 Ü-te-r vorhanden ist«, Unter kräftigem. Rühren, wird nun durch?c-Wasserstoff in einer Menge eingeleitet, .
die stündlich 95 iiife-ea?- unter ITo rmalbe dingung en entspricht,. Sobald der nötige Hydrierungsgrad erreicht ists ,lasst man, aus "dem Rührikessel
H durch die Filterkerze. F stündlich 20,-Ii-i-te-r Lösung ab-fliessen und ersetzt sie mittels einer Niveauregelung durch die
gleiche Menge frische Lösung«, Alle 2: Stunden spült man den angesetzten Katalysator von der Kerze F ab, was am besten durch ganz
- 4 - 1560.8;
kurzes Ein drück en der frischen Lösung durch die Filterkerze nach Schliessung des Ausgangsventils erreicht wird« Ein Stickstoffstrom,
von IO Eortrea?- pro Stunde genügt, um die dabei auftretenden Schwan.— kungen des Wasserst off part ialdruckes auszugleichen, und den Behä'X—
terdruck und damit die durchgesetzten Mengen konstant zu halten». Die durch b ablaufende Lösung ist mit befriedigender Genauigkeit
zur Chinhydronstufe hydriert*.
Bei der kontinuierlichen Hydrierung von.Waltran mit der Jod— zahl 112' su einem Produkt mit der Jodzahl 55 gestaltet sich das:
Verfahren, folgendennassen; Es wird eine Apparatur von der oben beschriebenen Art mit einem. Hührkessel von 1000-~Li=4e-r Inhalt verwendet*
Als Druckhaltevorrichtung dient ein auf 5 a.tü eingestelltes Überdruckventil, so^ass- mittels eines Stickst off stromes in der
Apparatur ein Druck, von 3 atü aufrecht erhalten wird* Der Rühr— kessel wird mit 900 ϊα-t-e-ra- Tran und IO kg. eines aus IJickelformi&t
hergestellten NickeIkatalysators beschickt und Yfasserstoff unter kräftigem Rühren bei 180° in einer Menge eingeleitet, die stund- ·
lieh 50,5" nr unter Normalbedingungen entspricht. Sobald der nötige Hydriergrad erreicht ist, lässt man kontinuierlich durch die Filterkerze
1 t Tran pro Stunde ab und ersetzt ihn durch, die gleiche Menge frischen Tran. Im übrigen νarfährt man wie inzBeispiel I8 Den
Stiekstoffstrom stellt man auf den zehnten Teil des Wasserstoffstromes (in Raumteilen gerechnet) eilt·
Claims (1)
- Patentansprücheο"Lf Verfahren zur kontinuierlichen Ausführung unvollständiger katalytischer Hydrierungen von. Flüssigkeiten., dadurch gekennzeichnet., dass1 man im Reaktionsraum unter Anpassung des Wasser st of fpartiäldruckss an die Aktivität des Katalysators konstanten. Gasdruck aufrecht erhält»- 5 - 156QS2,)- Verfahren nach Anspruch 1* dadurch gekennzeichnet, dass man den Reaktionsraum mit einer· Druckhaltevorriehtuiigj, w-te-ZoB«, mit einer Tauchung oder mit einem Überdruckventil^ verbindet und in die Verbindungsleitung zwischen Reaktionsraum und. Druckhalte-· vorrichtung einen Strom eines inerten Gasesj -wi-e-z4Be Stickstoff, einleitet» M'BADISCI-IE ANIHHr- & SODA-FABRIK
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1948668C3 (de) | Verfahren zur Reformierung von Schwerbenzin | |
| DE10052323A1 (de) | Kontinierliches Verfahren zur Hydrierung | |
| DE3143459C2 (de) | Verfahren zur Austreibung von gelösten Gasen, insbesondere Sauerstoff aus Flüssigkeiten, insbesondere Wasser, sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| EP0230971A2 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen heterogenkatalytischen Hydrierung von Fetten, Fettsäuren und Fettsäurederivaten | |
| DE2059931B2 (de) | Verfahren zum verhindern von schaumausbruechen aus geschlossenen reaktionsraeumen | |
| DE2421407C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Butindiol | |
| DE812426C (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Ausfuehrung unvollstaendiger katalytischer Hydrierungen von Fluessigkeiten | |
| DEB0000321MA (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Ausführung unvollständiger katalytischer Hydrierungen von Flüssigkeiten | |
| DE3735758C2 (de) | ||
| DE2314693C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Butindiol | |
| EP0111253A2 (de) | Verfahren zum Durchführen (bio-)chemischer Reaktionen | |
| DE2444827A1 (de) | Verfahren zum hydrieren von kohle | |
| DE1273299B (de) | Vorrichtung zur Konzentrationsauffrischung von Loesungen | |
| DE2029806C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Wasser in einem lonenaustauscher-Mischbett | |
| EP0612710B1 (de) | Verfahren zum Regeln der Menge am gebrauchtem Katalysator, die in eine Hydriereinrichtung zum Erzeugen von Fettalkoholen aus Fettsäuren und/oder Fettsäurederivaten zurückgeführt wird | |
| DE1417753A1 (de) | Verfahren zur katalytischen Zersetzung von Boranaten,vorzugsweise von Alkaliboranaten unter Wasserstoffentwicklung | |
| DE2053547A1 (de) | Einrichtung und Verfahren zum Auf bringen eines Überzuges auf Erzeugnisse mittels Elektro Abscheidung | |
| DE2250274A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen herstellung von faellungs- und traenkungskatalysatoren | |
| DE1667100B2 (de) | Verfahren zum Durchführen von Stoff- und/oder Wärmeübergangsvorgängen zwischen Gasen und Flüssigkeiten in einem Blasensäulenreaktor | |
| DD152065A1 (de) | Verfahren zur hydrierung von nitroaromaten mit ruehrstabilen suspensionskatalysatoren | |
| DE1947851C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Durchführung chemischer Reaktionen in heterogenem Medium | |
| DE1745492A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Mischpolymerisaten | |
| DE873238C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung von Faellungen aus verduennten Loesungen | |
| DD268629A1 (de) | Kontinuierliche umsetzung fluessiger phasen mit gasen an festbettkatalysatoren | |
| DE1151785B (de) | Verfahren zur Foerderung und Dosierung von Katalysatoraufschlaemmungen |