DE973177C - Verfahren zum Herstellen von Lichtfiltern - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von LichtfilternInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
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Description
Die Herstellung hochwertiger Lichtfilter ist ein technisches Problem, welches besonders in jüngster
Zeit eine große Bedeutung für die Farbenfotografie bekommen hat. Nun stößt der Aufbau von
Lichtfiltern mittels dünner Schichten, der gegenüber anderen Verfahren in vielerlei Hinsicht
wegen der reichhaltigen Abwandlungsmöglichkeit den Vorzug genießt, besonders auf die Schwierigkeit,
daß die bisher herangezogenen schichtbildenden Stoffe wie absorbierende Metalle und anorganische
Verbindungen oder nicht absorbierende klare Verbindungen für Interferenzschichtenkombinationen
durch Aufdampfen im Vakuum aufgebracht und deshalb sehr hoch, und zwar weit über iooo° C
erhitzt werden müssen, um ihre Verdampfungsbzw. -Sublimationstemperatur zu erreichen. Sowohl
die Verdampfungstiegel als auch die zu beschichtenden optischen Elemente werden deshalb thermisch
außerordentlich stark beansprucht. Es ist ein weiterer Mangel der bisher bekannten, mit dünnen
Schichten aufgebauten Lichtfiltern, daß die Auswahl an geeigneten anorganischen farbigen Stoffen
klein ist und die Herstellung von Interferenzschichten umständliche Kontrollmaßnahmen voraussetzt.
Diese Nachteile werden durch das von der Erfindung vorgeschlagene Verfahren zur Herstelluug
von Lichtfiltern vermieden. Es kennzeichnet sich dadurch, daß auf einen durchsichtigen Träger mindestens
eine Schicht von 0,05 bis ι μ, vorzugsweise von 0,1 μ Dicke eines organischen, temperaturbeständigen
Farbstoffes im Hochvakuum aufgedampft wird.
Insbesondere hat sich ein Verfahren zur Herstellung von Absorptionslichtfiltern durch Aufdampfen
von Abkömmlingen der Phthalocyanine, ζ. B. des blauen Kupferphthalocyanins oder des
gelben Kadmiumphthalocyanins sowie von gewissen Azofarbstoffen bewährt; Als Beispiele für letztere
werden die sogenannten Helioechtfarbstoffe genannt, die unter diesem Namen bekannt sind, z. B.
»Helioechtcarmin«, »Astrachrysoidin« und »Astrazohorange«.
Die nach diesem Verfahren erhaltenen Farbfilter mit im Hochvakuum aufgedampften dünnen Schichten
organischer Farbstoffe zeichnen sich gegenüber solchen, die durch Lösen und Aufschwemmen des
Farbstoffes in einer flüchtigen Flüssigkeit oder durch Einbetten in Gelatineschichten hergestellt
sind, durch eine wesentlich feinere, sonst gar nicht erreichbare Verteilung der Farbstoffe in den
dünnen Schichten aus. Auch die Vorteile gegenüber in der Masse gefärbten Filtern aus Glas oder aus
Flüssigkeitsschichten, die zwischen "den Gläsern eingebettet
sind, liegen auf der Hand, weil nun. der Filteraufbau unabhängig von der Form der Träger
ist und unmittelbar die optischen Elemente als Träger der Filterschichten dienen können.
Es überrascht vor allem, daß es organische Farbstoffe gibt, deren Temperaturbeständigkeit groß genug
ist, um in geschlossener Form zu verdampfen und wieder unzersetzt kondensieren zu können. Dabei
wirkt es sich in jeder Beziehung günstig aus, daß ihre Verdampfungstemperatur im Vergleich zu
Metallen und der praktisch angewandten anorganischen Verbindungen erheblich niedriger, in den
wichtigsten Fällen bei etwa 4000 C oder darunter, liegt. Infolgedessen werden die Schwierigkeiten, die
mit der Anwendung hoher Temperaturen verknüpft sind, wesentlich vermindert und insbesondere sowohl
die Apparatur als auch die durchsichtigen optischen Elemente, die als Träger für die Filterschichten
dienen, geschont. Die Träger können deshalb ohne Bedenken außer aus Glas auch aus klaren
organischen Kunststoffen bestehen.
Ohne weiteres können nach dem neuen Verfahren hergestellte Filterschichten mit Interferenzfilterschichten
oder mit anderen aus Metallen oder anorganischen Verbindungen bestehenden Absorptionsschichten
kombiniert werden. Die Farbintensität und der ästhetisch ansprechende Farbton vieler
organischer Farbstoffe, insbesondere der angeführten Beispiele, bilden dabei einen weiteren für
den Fortschritt maßgeblichen Umstand. Der Anwendungsbereich solcher Farbfilter ist deshalb ein
sehr großer. Beispielsweise können die Farbeffekte benutzt werden, um den Farbton von Sonnenschutzbrillen
ansprechender zu gestalten.
Es kann in vielen Fällen zweckmäßig sein, auf die Filterschichten noch eine gegen mechanische
oder chemische Korrosion schützende Deckschicht go aus anorganischen Verbindungen, insbesondere
Oxyden, beispielsweise aus Siliziummonoxyd, Siliziumdioxyd, Titandioxyd und Aluminiumoxyd,
aufzubringen.
Zur Veranschaulichung der Erfindung ist in der Abbildung noch ein Schnitt durch einen einfachen
Filteraufbau gezeigt. Auf einer durchsichtigen Unterlage, beispielsweise einer Glasplatte 1, liegt
eine im Hochvakuum aufgedampfte, etwa 0,1 μ
messende Schicht eines organischen Farbstoffes 2, beispielsweise Kupferphthalocyanin.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Herstellen von Lichtfiltern, dadurch gekennzeichnet, daß auf einen durchsichtigen Träger mindestens eine Schicht von 0,05 bis ι μ, vorzugsweise von 0,1 μ Dicke eines organischen temperaturbeständigen Farbstoffs im Hochvakuum aufgedampft wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Farbstoff eine Metallphthalocyandnverbindung aufgedampft wird.
- 3. Verfahren nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Farbstoff ein Azofarbstoff aufgedampft wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH22008A DE973177C (de) | 1954-11-06 | 1954-11-06 | Verfahren zum Herstellen von Lichtfiltern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEH22008A DE973177C (de) | 1954-11-06 | 1954-11-06 | Verfahren zum Herstellen von Lichtfiltern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE973177C true DE973177C (de) | 1959-12-17 |
Family
ID=7149207
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH22008A Expired DE973177C (de) | 1954-11-06 | 1954-11-06 | Verfahren zum Herstellen von Lichtfiltern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE973177C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0190533A1 (de) * | 1984-12-08 | 1986-08-13 | EVB-Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft für Bräunungsanlagen mbH | UV-Bräunungsgerät |
-
1954
- 1954-11-06 DE DEH22008A patent/DE973177C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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|---|---|---|---|---|
| EP0190533A1 (de) * | 1984-12-08 | 1986-08-13 | EVB-Entwicklungs- und Vertriebsgesellschaft für Bräunungsanlagen mbH | UV-Bräunungsgerät |
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