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Wasdimasddne mit einer Einrichtung zum Übertragen von Schwingungen
auf die Waschflüssigkeit und Verfahren zum Befreien des Waschgutes von der darin
befindlichen Flüssigkeit mit Hilfe der Waschmaschine Das mechanische Waschen der
Wäsche wird in der Regel mit Hilfe von Einrichtungen durchgeführt, welche es erlauben,
das Waschwasser und die Wäsche zusammen in einem Behälter zu bewegen, wobei dann
die Waschbrühe in Berührung mit den in der Wäsche enthaltenen Schmutzpartikelchen
gelangt. Es leuchtet ein, daß die so durchgeführte Waschart um so wirksamer ist,
je energischer die Waschbewegungen sind.
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Unglücklicherweise verwickelt ein allzu starkes Umwälzen die Wäsche
derart, daB sie leicht beschädigt wird. Aus diesem Grunde gibt- man sich in der
Regel nur mit einer milden Bewegung der Wäsche zufrieden, die dann wieder nicht
ausreicht,
um auch die sehr schmutzigen Stellen der Wäschestücke
zu reinigen. Aus diesem Grunde müssen diese Stellen vorher durch Einseifen und Bürsten
von Hand behandelt werden. Diese sehr wirksame, durch das Bürsten erreichte Reinigung
ist aber keineswegs etwa durch die bloße Kratzwirkung an der Oberfläche bedingt,
sondern zum großen Teil durch eine in die Tiefe gehende Einwirkung von Schwingungen
hervorgerufen, welche ihrerseits bei dem Vorbeigang der harten Borsten an den Unebenheiten
der Gewebe erzeugt werden.
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Aus diesem Grunde ist es nicht verwunderlich, daß bereits Waschversuche
gemacht wurden, bei denen man die Wäsche der Einwirkung von Ultraschallschwingungen
ausgesetzt hat, die brauchbare Resultate ergaben. Es ist jedoch nicht so, daß nur
Ultraschallschwingu.ngeii befriedigende Wirkungen haben. Auch Schwingungen im Schallbereich
fördern den Waschvorgang sehr erheblich, und bei den Vorarbeiten für die Erfindung
wurde festgestellt, daß mechanische Schwingungen in der Größenordnung mit 16 bis
aoo Hertz überraschende Waschergebnisse zeitigen unter der Voraussetzung, daß die
Schwingungsstöße praktisch auf die gesamte Waschbrühe mit Hilfe eines entsprechend
gestalteten und in der Waschbrühe liegenden Rüttelorgans übertragen werden.
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Gemäß der Erfindung ist nun, um mit einem solchen Rüttelorgan nicht
reine Wasserumwälzungen, sondern stehende Schwingungen innerhalb der Waschlauge
zu erzeugen, bei Waschmaschinen mit einer Einrichtung zum Übertragen von Schwingungen
auf die Waschflüssigkeit mit Hilfe einer in der Flüssigkeit befindlichen, von einem
hin und her gehenden Antrieb bewegten starren Platte, die zwischen Waschbehälterboden
und Wäsche angeordnet und mit einem elastisch aufgehängten, frei schwingenden Vibrator
gekuppelt ist, vorgesehen, daß diese Platte eben und gelocht ausgeführt ist und
deren Löcher sich nach unten konisch erweitern.
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Die stehenden Schwingungen haben sich deshalb als vorteilhaft erwiesen,
weil sie sich in der Waschbrühe zwar intensiv fortpflanzen, aber keine Wasserumwälzung
hervorrufen, wobei also praktisch äußerlich nur geringe Wasserbewegungen an der
Oberfläche erkennbar sind.
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Die nach unten konisch sich erweiternden Löcher haben die Wirkung,
den Widerstand der Plattenbewegung nach unten zu erhöhen und dadurch die Wirkung
des Platten- und Vibratorgewichtes zu kompensieren und eine ausgeglichene Schwingbewegung
zu sichern.
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Die bekannte Anwendung des frei schwingenden Vibratorantriebs im Zentrum
vom membranartig ausgebildeten Waschbehälterboden oder von einer besonderen im Bodenbereich
vorgesehenen Membran hat bei weitem nicht die gleiche Wirkung wie das Schütteln
der starren Platte mit hoher Frequenz, weil die über den Bereich eines Membranradius
von der Mitte zum Rand hin ständig abnehmende Schwingungsamplitude der Membran unterschiedliche
Wasserschwingungen erzeugt, die sich durch Interferenz weitgehend aufheben. Es ist
daher zweckmäßig, daß die gelochte Platte über einen druckelastischen Ring auf dem
Boden der Waschmaschine aufsitzt, so daß zwischen dem Vibrator und dem Boden der
Waschmaschine ein ebenfalls druckelastischer, mit dem ersten Ring konzentrischer
zweiter Ring eingeschaltet ist und daß ein starres Verbindungsteil des Vibrators
durch beide Ringe hindurchgeführt und an der Platte befestigt ist.
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Die erfindungsgemäße Anordnung der Rüttelplatte dicht oberhalb des
Bodens des Waschbehälters erlaubt es, die Schwingungen auch dazu zu verwenden, um
nach der Wäsche das Waschgut in wirksamer Weise von der darin noch enthaltenen Flüssigkeit
zu befreien.. Es genügt zu diesem Zweck, die Wäsche gleichmäßig auf der Rüttelplatte
auszubreiten und auf das Waschgut eine Belastungsplatte aufzulegen, welche die Wirkung
einer Stampfmasse hat. Die Vibrationen erzeugen dann eine Zusammendrückung des Waschgutes
durch Stampfen und ergeben ein vollkommenes Vortrocknen der Wäsche.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt Fig. i einen Schnitt durch die Waschmaschine
nach der Erfindung, Fig. z die gleiche Ansicht mit aufgelegter Belastungsplatte.
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Die Waschmaschine besteht im wesentlichen aus einem Behälter i, der
bis zur Höhe a mit Waschbrühe angefüllt ist, in welcher das zu waschende Gut verteilt
ist. Im unteren Teil des Behälters ist eine im wesentlichen starre Platte 3 als
Rüttelplatte für die Erzeugung der Flüssigkeitsschwingungen angeordnet. Diese Rüttelplatte
3 ist mit zahlreichen Löchern 31 versehen, die sich nach unten konisch erweitern.
Die Platte 3 ist fest verbunden mit einem Übertragungsstößel 6 des mechanisch oder
magnetisch wirkenden Vibrators q.. 'Im gezeichneten Beispiel ist der Vibrator q.
als Elektromotor vorgesehen, der an seinen Wellenenden Unwuchten 5 trägt, welche
durch ihren Umlauf die gewünschten Schwingungen erzeugen. Dieser Vibrator kann natürlich
auch durch irgendeinen anderen bekannter Bauart und von ähnlicher Wirkung ersetzt
werden. Die aus der Rüttelplatte 3 und dem Vibrator 4. durch den Übertragungsstößel
6 geschaffene Einheit ist am starren Boden des Behälters i mit Hilfe einer elastischen
nachgiebigen Einrichtung befestigt, die gleichzeitig abdichtend wirkt. Der steife
übertragungsstößel6 durchquert den Boden des Behälters. Die Abdichtung dieses Bodens
und vor allem die Nachgiebigkeit der Aufhängung des schwingenden Systems sind sichergestellt
durch die Zwischenschaltung von zwei Weichgummiringen io und ii von beträchtlicher
Höhe. Diese Weichgummiringe stützen sich einerseits an einer Vertiefung der Stirnseite
einer an der Rüttelplatte 3 vorgesehenen Nabe 32 und andererseits an einer
Kragenscheibe 1z ab und sind mit Hilfe von Muttern 13 jeweils gegen eine Seite des
Bodens des Behälters i gespannt, wobei sie sich in der Praxis
noch
etwas tonnenförmig erweitern. Sie bilden auf diese Weise die elastische Verbindung
des schwingenden Systems mit dem starren Boden des Behälters. Die Weichgummiringe
sind beim Betrieb der Anlage ständig auf Druck beansprucht.
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Um die Wäsche einem dem Schleudern oder Auswinden gleichzusetzenden
Vortrocknen zu unterwerfen, wird das Waschgut 8 auf der Rüttelplatte 3, die gelocht
ist, so ausgebreitet, wie es in der Zeichnung (Fig.2) dargestellt ist. Auf das Waschgut
ist dann eine Belastungsplatte 9 aufgelegt, welche die Aufgabe der Trägheitsmasse
zum Zwecke des Stampfens hat.
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Die beschriebene Maschine funktioniert in folgender Weise: Sobald
der Vibrator 4 in Gang gesetzt ist, wird auch die Rüttelplatte 3 dank der Befestigung
des Übertragungsstößels 6 an der elastischen Halterung ii bis 13 in geradlinig hin
und her gehende Bewegungen versetzt und überträgt dabei seine Schwingungen auf die
ihn umgebende Flüssigkeit in Form von aufeinanderfolgenden Stößen von etwa 5o Hertz,
also stehenden Schwingungen. Diese Stöße werden über die Waschbrühe auf die Schmutzpartikel
im Waschgut übertragen und lösen diese.
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Es ist einleuchtend, daß Gummi nicht der einzige Werkstoff ist, der
zur Lösung des Problems der dichten und elastischen Befestigung des schwingenden
Systems verwendet werden kann. An seine Stelle kann jedes nach Art von Gummi elastische
Material treten. Aus den obenerwähnten Gründen ist die Büttelplatte 3, welche zweckmäßig
eine Form und Größe hat, daß sie fast die Gesamtheit des Waschbehälterbodens überdeckt,
aus einem starren Material hergestellt, wie z. B. Metall oder bestimmte Kunststoffe,
oder aber sie enthält eine versteifende Bewehrung. Es kann nämlich nur eine starre
Rüttelplatte die vom Vibrator ausgehenden Schüttelbewegungen in ihrer ursprünglichen
Art auf die Flüssigkeit übertragen.
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Es leuchtet ein, daß dieÜbertragungvon schwingenden Bewegungen durch
eine biegsame Membran auf die Waschflüssigkeit niemals die gleichen Ergebnisse haben
kann. Die von solchen biegsamen Membranen ausgehenden Schwingungen, handle es sich
um Gummi- oder Metallmembranen, lassen in der Flüssigkeit stets Schwingungswellen
mit unterschiedlicher Länge entstehen und vor allem solche, deren Frequenz nicht
festliegt.
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Aus diesem Grunde wirken solche Schwingungen einander entgegen und
heben sich selbst zu einem großen Teil durch Interferenz wieder auf.