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DE973037C - Verwendung einer magnesiumhaltigen Silizium-Eisenlegierung als Zusatzlegierung fuer Gusseisenschmelzen - Google Patents

Verwendung einer magnesiumhaltigen Silizium-Eisenlegierung als Zusatzlegierung fuer Gusseisenschmelzen

Info

Publication number
DE973037C
DE973037C DEM7731A DEM0007731A DE973037C DE 973037 C DE973037 C DE 973037C DE M7731 A DEM7731 A DE M7731A DE M0007731 A DEM0007731 A DE M0007731A DE 973037 C DE973037 C DE 973037C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloy
iron
magnesium
content
additional
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM7731A
Other languages
English (en)
Inventor
Albert Paul Gagnebin
Keith Dwight Millis
Norman Boden Pilling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mond Nickel Co Ltd
Original Assignee
Mond Nickel Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mond Nickel Co Ltd filed Critical Mond Nickel Co Ltd
Priority to DEM7731A priority Critical patent/DE973037C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE973037C publication Critical patent/DE973037C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron
    • C21C1/10Making spheroidal graphite cast-iron
    • C21C1/105Nodularising additive agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description

  • Verwendung einer magnesiumhaltigen Silizium-Eisenlegierung als Zusatzlegierung für Gußeisenschmelzen Es ist bekannt, daß bei der Herstellung von grafitischem Gußeisen sphäroidischer Grafit erzeugt werden kann. Er ist dadurch gekennzeichnet, <laß die. Grafitteilchen ganz oder teilweise als Sphäroide mit radialkristallinischer Struktur bei mikroskopischer Betrachtung vorliegen. Gußeisen mit sphäroidischem Grafit ergibt eine höhere Dehnbarkeit und Zugfestigkeit als gewöhnlicher Grauguß.
  • Sphäroddischer Grafit kann nun ganz oder teilweise dadurch erhalten werden, daß der Gußeisenschmelze Magnesium in solcher Menge zugesetzt wird, daß 0,2a bis o,5% Mg, vorzugsweise 0,035 bis o,: 2%, im Gußzustand verbleiben. Die Verwendung von Magnesium führt nun insbesondere dadurch zu gewissen Schwierigkeiten, daß das erstarrte Gußstück noch Magnesium in dem vorher sorgfältig eingestellten und geregelten Bereich enthalten muß.
  • Wegen der beim Magnesiumzusatz entstehenden heftigen und explosionsartigen Reaktion kann Magnesium auch nicht ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen als metallisches Magnesium zugesetzt werden.
  • Es ist daher auch schon versucht worden, Magnesium in Form von Zusatzlegierungen in die Schmelze einzubringen. Hierbei hat sich aber herausgestellt, daß bei Verwendung gewisser magnesiuinhaltiger Zusatzlegierungen nur ein geringer Bruchteil des Magnesiums, z. B. nur 301o des in der Zusatzlegierung enthaltenden Magnesiums, tatsächlich im Gußeisen verbleibt. Um dann mittels derartiger Zusatzlegierungen genügend Magnesium einzuführen, werden so große Mengen an diesen Legierungen benötigt, daß die Schmelze gekühlt und schwer vergießbar wird.
  • Durch die Verwendung einer Zusatzlegierung mit Nickel als Hauptbestandteil läßt sich diese Schwierigkeit zwar weitgehend beheben; diese Legierungen sind aber teuer und können auch dazu führen, daß das Gußeisen mehr Nickel enthält, als nach der Analysenvorschrift zulässig ist.
  • Für den gleichen Zweck sind darüber hinaus auch schon Silizium-Magnesium-Zusatzlegierungen vorgeschlagen worden, deren Siliziumgehalt aber durchweg merklich unter 50% liegt.
  • Der Erfinder hat nun gefunden., daß Zusatzlegierungen, die neben 7 bis 17'°/o Magnesium 55 bis 7o0/0 Silizium enthalten, d. h. bedeutend höhere Siliziumgehalte als die bekannten, bei der Herstellung von Gußeisen mit sp,häroidischem Grafit verwendeten Legierungen aufweisen, eine sprunghafte Verbesserung des Magnesium-Wirkungsgrades, d. h. des Ausbr.ingens an Magnesium ergeben.
  • Hierbei ist der Höchstgehalt der Legierung an Magnesium durch die Schwierigkeiten bedingt, die bei seiner Überschreitung auftreten, nämlich Entstehung von großen Mengen Maggnesiumoxydrauch., hoher Abbrand der Zusatzlegierung, was zur Zugabe übermäßig großer Mengen zwingt, und Einschluß von feuerfesten Stoffen in der Schmelze, wodurch nicht nur nichtmetallische Einsschlüsse im Gußstück entstehen, sondern auch die Grafitausbildung beeinträchtigt wird.
  • Wenn der Magnesiumgehalt der Zusatzlegierung dagegen unter 790, liegt, muß die Zusatzlegierung in einer derartigen Menge verwendet werden, daß die Schmelze unzulässig abkühlt.
  • Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, zur Desoxydation von Eisen- oder Stahlguß als Desoxydationsmittel Magnesium in Form einer aus Magnesium und Eisen oder aus einer magnesiumhaltigen Legierung und Eisen bestehenden Legierung mit 1% Magnesium zuzusetzen, wobei das die eine Komponente der Legierung bildende Eisen als Ferrosilizium mit beispielsweise 5o bis 8o 1/o Silizium verwendet werden kann. Abgesehen davon, daß diese Zusatzlegierung erheblich weniger Magnesium als die erfindungsgemäß vorgeschlagene Legierung enthält, kommt es beim Desoxydieren bekanntlich nicht darauf an, die Schmelze mit Magnesium zu legieren, sondern darauf, den in der Schmelze vorhandenen Sauerstoff zu binden und etwa noch vorhandene Eisenoxyde zu reduzieren. Ganz im Gegenteil hierzu muß aber bei der Herstellung von Gußeisen mit sphäroidisohem Grafit dieses mit Magnesium legiert und hierbei ein möglichst hoher Magnesium-Wirkungsgrad, d. h. ein möglichst hohes Ausbringen an Magnesium erzielt werden. Die Eignung von Legierungen zu Desoxydationszwecken läßt daher auch keine Rückschlüsse auf die Brauchbarkeit von Vorlegierungen zum Herstellen von sphärolithischem Gußeisen zu.
  • Der Zusatz von Silizium ist erforderlich, um eine Legierung des Magnesiums mit dem Eisen zu ermöglichen. Überdies ist Silizium insofern wertvoll, als es grafitisierend wirkt und ohnehin als Impfmittel kurz vor dem Guß beigegeben wird, um ein weißes Erstarren des Gußeisens zu verhindern. Durch den Zusatz einer Magnesium und Silizium enthaltenden Legierung kann das Impfmittel zusammen mit dem Magnesium in die Schmelze eingeführt werden; gewöhnlich ist jedoch noch eine zusätzliche Impfung mit Ferrosilizium, Nickelsilizium oder Kalziumsilizium erforderlich.
  • Eisen eignet sich als Bestandteil der Zusatzlegierung, weil es bei deren Herstellung leicht mit dem Magnesium und Silizium verbunden werden kann und sich auch leicht in der Schmelze löst.
  • Die erfindungsgemäßen Zusatzlegierungen können dadurch abgewandelt werden, daß Eisen teilweise durch ein oder mehrere andere Elemente ersetzt wird, wobei aber der Eisengehalt nicht unter 5% liegen soll.
  • Insbesondere können sie Kupfer bis 30'10, Mangan bis 5%, Kalzium bis 1% und Aluminium bis 1% enthalten. Auch in Lösung befindlicher Kohlenstoff kann vorhanden sein; der in diesen hochsilizierten Legierungen lösliche Kohlenstoffgehalt ist jedoch begrenzt und überschreitet praktisch 1% nicht.
  • Diese Legierungen können noch Phosphor und Chrom als Verunreinigungen enthalten; ihr Gesamtgehalt überschreitet jedoch gewöhnlich nicht 0,519/0.
  • Dagegen müssen die Legierungen frei von gewissen Elementen sein, die im Gußeisen normalerweise nicht vorkommen und die günstige Wirkung des Magnesiums auf die sphäroidische Ausbildung des Grafits stören, nämlich Zinn, Blei, Antimon, Wismut, Arsen, Selen, Tellur und Titan.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Die Verwendung einer magnesiumhaltigen Silizium-Eisenlegierung als Zusatzlegierung für Gußeisenschmelzen bei der Herstellung von sphärolithischem Guß, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung 7 bis 17% Magnesium, 55 bis 70°/o Silizium, Rest Eisen mit den üblichen Verunreinigungen enthält. z. Die Verwendung einer im Anspruch 1 genannten Legierung für den Zweck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dieser Legierung ein Teil des Eisens durch Kupfer ersetzt ist, wobei der Eisengehalt mindestens 5% und der Kupfergehalt höchstens 30% beträgt. 3. Die Verwendung einer in Anspruch 1 und a genannten Legierung für den Zweck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dieser Legierung ein Teil des Eisens durch :Mangan ersetzt ist, wobei der Eisengehalt mindestens 511/o und der Mangangehalt höchstens 5 % beträgt. 4. Die Verwendung einer in Anspruch i bis 3 genannten Legierung für den Zweck nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dieser Legierung ein Teil des Eisens durch Kalzium ersetzt ist, wobei der Eisengehalt mindestens 511/o und der Kalz.iumgehalt höchstens i'°/o beträgt. 5. Die Verwendung einer in Anspruch i bis 4 genannten Legierung für den Zweck nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dieser Legierung ein Teil des Eisens durch Aluminium ersetzt ist, wobei der Eisengehalt mindestens 5 % und der Aluminiumgehalt höchstens i 11/o beträgt. 6. Die Verwendung einer in Anspruch i bis 5 genannten Legierung für den Zweck nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß diese Legierung Kohlenstoff in einer vorzugsweise i "/o nicht überschreitenden Menge enthält. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 209 914, 349 746; »Die Neue Gießerei«, 19.5o, S. 412; »Die Neue Gießerei«, Techn.-Wiss. Beihefte, Nr. 3 (Juni 195o), S. 91 ff.; The Foundry, 77 (1949), Juni, S. 118, Oktober, S. 72 bis 75; The Iron Age, September 1949, S. 78/79; Journ. of Research arid Development, 3 (Febr. 195o), Nr.4, S.26o, 261, 298.
DEM7731A 1950-12-01 1950-12-01 Verwendung einer magnesiumhaltigen Silizium-Eisenlegierung als Zusatzlegierung fuer Gusseisenschmelzen Expired DE973037C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE209914C (de) *
DE349746C (de) * 1915-04-29 1922-04-28 Griesheim Elektron Chem Fab Verfahren zur Herstellung einer zum Desoxydieren von Eisen- oder Stahlguss dienenden magnesiumhaltigen Legierung

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE209914C (de) *
DE349746C (de) * 1915-04-29 1922-04-28 Griesheim Elektron Chem Fab Verfahren zur Herstellung einer zum Desoxydieren von Eisen- oder Stahlguss dienenden magnesiumhaltigen Legierung

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