DE971881C - Verfahren zur Herstellung von aktivierten Suspensionen aus Silikaten, vorzugsweise blaettriger oder fasriger Struktur - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von aktivierten Suspensionen aus Silikaten, vorzugsweise blaettriger oder fasriger StrukturInfo
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- DE971881C DE971881C DES41743A DES0041743A DE971881C DE 971881 C DE971881 C DE 971881C DE S41743 A DES41743 A DE S41743A DE S0041743 A DES0041743 A DE S0041743A DE 971881 C DE971881 C DE 971881C
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- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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Description
- Verfahren zur Herstellung von aktivierten Suspensionen aus Silikaten, vorzugsweise blättriger oder fasriger Struktur Will man Silikate, insbesondere blättriger oder fasriger Struktur zu Folien, Platten, Form- oder PreBstücken usw. verarbeiten, ohne . oder mit nur geringem Zusatz von Bindemitteln, dann empfiehlt es sich, die Silikate in möglichst feine Fasern oder Schüppchen überzuführen und die Oberflächen dieser Teilchen so zu aktivieren, daß sie an sich schon gut aneinander haften. Man verwendet in der Regel wäBrige Suspensionen dieser kleinsten Teilchen, oder breiartige Massen, wenn es' sich um die Herstellung gröberer Formstücke handelt. Die Teilchen werden schon durch Wasser, allerdings- nur schwach aktiviert. Eine bessere Aktivierung erhält riian durch Säuren oder Alkalien, doch müssen diese Stoffe, namentlich wenn das Endprodukt, wie etwa in der Elektrotechnik, mit metallischen Teilen in Berührung kommt, sorgfältig aus dem Endprodukt ausgewaschen oder sonstwie vernichtet werden. Eine Neutralisation der zur Aktivierung verwendeten Stoffe, beispielsweise in der Suspension, führt zur Verminderung der durch die Aktivierung erzielten Klebeeigenschaften der- Teilchen untereinander.
- Bei diesen Silikaten ist eine Aktivierung der Oberflächen erst nach vorangegangener Kalzination möglich. Diese darf jedoch nicht so weit getrieben werden, daß der Feinaufbau des Silikates zerstört wird. Als günstig hat sich erwiesen, die Kalzination bis zum Entzug von etwa 5o% des kristallin gebundenen Wassers zu führen. Die Kalzinationstemperatur ist für die verschiedenen Silikate verschieden. Bei Blauasbest beginnt sie etwa ab 200° C, bei Vermiculit bei 300° C, bei Muskovit ab 5oo bis 6oo° C und bei Phlogopi,t meist erst über 8oo° C. Um z. B. zu einer 50%igen Kalzination zu kommen, muß Chrysotil bis zu 7%, Muskovit bis zu 2 0/0, Phlogopit nur bis zu o,5 % Gewichtsverlust geglüht werden.' Wieder andere Temperaturen ergeben sich für Talkstein, blättrigen Amosit und Antophylit, ferner für faserigen Amosit, Termolit, faserigen Antophylit, Actinolit u. a.
- Erfindungsgemäß wird nun die Kalzination, die bisher nur zur Vorbereitung der Aktivierung diente, selbst zur Aktivierung ausgenutzt, indem man die Silikate unter Luftabschluß in einer die Aktivierung begünstigenden ammoniakalischen Atmosphäre kalziniert.
- Es genügt dann, die so aktivierten Silikate mit reinem Wasser aufzubereiten, ohne daß beispielsweise Säuren zugesetzt werden müssen. Eine so hergestellte Suspension kann man ähnlich wie Papierpülpe zu Folien, Tafeln oder ähnlich wie Kaolinbrei zu Formkörpern verarbeiten. Wenn gröbere Formkörper, z. B. Platten, Preßstücke od. dgl. hergestellt werden sollen, genügt die Verarbeitung mit wenig Wasser zu einer etwa mörtelartigen Masse, z. B. nach den Methoden der Pappen-, Asbestpappen- oder Zementherstellung.
- Dem Wasser können auch Harze, insbesondere wäßrige Harzemulsionen zugesetzt werden. Wenn es sich um die- Herstellung von Preßstücken handelt, genügt meist ein ganz geringer Wasserzusatz zum Harz. Immer bildet sich durch das Zusammenwirken mit dem Wasser auf den durch die Kalzination aktivierten Teilen ein Oberflächenfilm, der nach Entzug des Wassers zur Verklebung und Verfestigung der Teilchen führt. Die zugesetzte Harzemulsion steigert noch die Festigkeit. Ist das Endprodukt höheren Temperaturen ausgesetzt, dann wird man, falls zusätzliche Bindemittel verwendet werden, solche höherer Temperaturbeständigkeit wählen, also z. B. Silicone, Kieselsäureester, organische Fluorverbindungen, kolloidale Kieselsäure u. dgl.
- Die Erfindung bietet den Vorteil, daß die sich an die angegebene Kalzinationsart anschließende Aufbereitung der Teilchen allein durch Einwirkung von Wasser erfolgt und daß dadurch das zeitraubende und mühsame Auswaschen der früher zur Aktivierung benutzten Stoffe, wie Säuren, erspart wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von aktivierten Suspensionen aus @Silikaten, vorzugsweise blättriger oder faseriger Struktur durch Kalzination und Behandeln mit Wasser oder einer wäßriger Emulsion, dadurch gekennzeichnet, daß die Silikate unter Luftabschluß in einer die Aktivierung begünstigenden ammoniäkalischen Atmosphäre kalziniert werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 168 wo; österreichische Patentschrift Nr. 96 336; französische Patentschrift Nr. 85a 6o6; britische Patentschrift Nr. 691452; USA.-Patentschriften Nr. a 0a9 524, 2 108 577.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES41743A DE971881C (de) | 1954-12-01 | 1954-12-01 | Verfahren zur Herstellung von aktivierten Suspensionen aus Silikaten, vorzugsweise blaettriger oder fasriger Struktur |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES41743A DE971881C (de) | 1954-12-01 | 1954-12-01 | Verfahren zur Herstellung von aktivierten Suspensionen aus Silikaten, vorzugsweise blaettriger oder fasriger Struktur |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE971881C true DE971881C (de) | 1959-04-09 |
Family
ID=7484094
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES41743A Expired DE971881C (de) | 1954-12-01 | 1954-12-01 | Verfahren zur Herstellung von aktivierten Suspensionen aus Silikaten, vorzugsweise blaettriger oder fasriger Struktur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE971881C (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE168020C (de) * | ||||
| AT96336B (de) * | 1922-03-04 | 1924-03-10 | Ernst Hackhofer | Verfahren zum Spalten von Glimmer und glimmerähnlichen Mineralien. |
| US2029524A (en) * | 1932-01-21 | 1936-02-04 | F E Schundler & Co Inc | Process of making expanded vermiculite |
| US2108577A (en) * | 1934-06-08 | 1938-02-15 | Emi Ltd | Treatment of mica for electrical purposes |
| FR852606A (fr) * | 1939-04-04 | 1940-02-28 | Perfectionnements aux procédés et dispositifs d'ignifugeage et de calorifugeage | |
| GB691452A (en) * | 1950-08-18 | 1953-05-13 | British Thomson Houston Co Ltd | Improvements in and relating to the treatment of mica and the production of sheets therefrom |
-
1954
- 1954-12-01 DE DES41743A patent/DE971881C/de not_active Expired
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE168020C (de) * | ||||
| AT96336B (de) * | 1922-03-04 | 1924-03-10 | Ernst Hackhofer | Verfahren zum Spalten von Glimmer und glimmerähnlichen Mineralien. |
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| GB691452A (en) * | 1950-08-18 | 1953-05-13 | British Thomson Houston Co Ltd | Improvements in and relating to the treatment of mica and the production of sheets therefrom |
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