DE976888C - Unabhaengige Radaufhaengung fuer Fahrzeuge - Google Patents
Unabhaengige Radaufhaengung fuer FahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine unabhängige Radaufhängung für Fahrzeuge mit Parallellenkern
und einem Gummischichtkörper als Feder.
Es sind bereits federnde lenkerlose Lagerungseinrichtungen mit einem oder mehreren Paaren von
Gummifedern bekannt, wobei die einzelnen Gummifedern aus Gummistücken bestehen, die an
metallene Zwischenplatten anvulkanisiert und zwischen geneigten Flächen angeordnet sind, so daß
die Gummifedern sowohl einer Druck- als auch einer Scherbelastung unterliegen. Diese bekannten
Lagerungseinrichtungen erlauben es aber nicht, die Steigerung ihrer Aufhängungssteifigkeit bei zunehmender
Belastung größer werden zu lassen als dies auf Grund der Eigenschaften des Gummis
allein möglich ist. Die mit dieser bekannten Lagerungseinrichtung erzielbare Periodizität der Schwingungen
kann deshalb nicht ausreichend konstant gehalten werden.
Bekannt ist auch eine Radaufhängung mittels ungleich langer Doppelquerlenker und einer geneigt
angeordneten Gummischichtfeder, die zwischen den beiden Lenkerlagerungen an einer geneigten
Fläche am Rahmen anliegt und deren unteres Ende sich auf dem unteren Lenker abstützt. Diese Anordnung
läßt lediglich eine Druckbeanspruchung der Gummifeder zu. Auch hier wird die Steigerung
der Aufhängungssteifigkeit bei zunehmender Belastung nicht größer als auf Grund der Eigenschaften
der Gummifeder allein, zumal dabei die Anordnung der Gummifeder eine Scherbeanspruchung
ihrer einzelnen Gummistücke ausschließt, da diese in ihrer konzentrischen Anordnung zum Schwenkpunkt
des unteren Lenkers gehalten werden.
409 64177
Die bekannte Abfederung eines parallellenkerlosen Schienenfahrzeugachslagers mit teilweise auf
Druck und Scherung beanspruchten Gummifedern läßt ebenfalls die erwünschte Vergleichmäßigung
der Schwingungsperiodizität bei unterschiedlicher Belastung vermissen.
Die gleiche Feststellung gilt schließlich auch für eine bekannte Radaufhängung mit in der Hauptsache
scherbeanspruchter, nicht geneigt angeordneter Gummifeder, deren Druckbeanspruchung infolge
der Länge der dabei verwendeten Lenker klein gehalten wird.
Die Erfindung zieht für die Lastaufnahme und Steifigkeit der unabhängigen Radaufhängung drei
Elemente heran, und zwar erstens die Scherbeanspruchung der Gummifedern, zweitens ihre
Druckbeanspruchung und drittens die Tendenz der Lenker, stets in eine senkrecht zu den Wirkflächen
der Gummischichtkörper gerichtete Lage zurückzukehren. Das vorerwähnte dritte Element wird
erfindungsgemäß durch die kinematische Gestaltung der Radaufhängung verwirklicht. Infolgedessen
nimmt die Steifigkeit der Radaufhängung mit zunehmender Belastung mehr zu, als dies allein durch
die Eigenschaften des Gummis möglich wäre. Durch entsprechende Bemessung der Bauteile der
erfindungsgemäß ausgebildeten Radaufhängung läßt sich somit eine weitgehende Annäherung an
eine konstante Periodizität der Schwingungen verwirklichen.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß bei der mit Parallellenkern und einem
Gummischichtkörper als Feder ausgerüsteten unabhängigen Radaufhängung folgende für sich bekannte
Merkmale kombiniert werden:
a) die Parallellenker sind ungleich lang, wobei der obere Lenker kürzer ist als der untere,
b) der Gummischichtkörper ist zwischen einem Widerlager am Aufbau und dem mit dem
freien Ende der Parallellenker gelenkig verbundenen Radträger angeordnet,
c) der Gummischichtkörper ist geneigt angeordnet, derart, daß seine Befestigung am Aufbau
höher liegt als seine Verbindung mit dem Radträger.
Zur leichteren Anpassung der Radaufhängung an die jeweils maßgebenden Betriebsbedingungen
kann sie erfindungsgemäß in der Weise ausgebildet werden, daß als Widerlager am Fahrzeugaufbau
ein Keil vorgesehen ist, der zum Verändern der Neigung des Gummischichtkörpers vertikal verstellbar
ist.
Eine besonders zweckmäßige, insbesondere raumsparende Ausbildung der erfindungsgemäßen Radaufhängung
kann dadurch erzielt werden, daß die durch den Gummischichtkörper belasteten schwenkbaren
Verbindungen der Lenkeranordnung teilzylindrische Gummikörper enthalten, die zwischen
einem zentralen Gelenkzapfen und äußeren hohlen Sitzkörpern eingeschaltet sind.
Eine besonders zweckmäßige Bauform der erfindungsgemäßen Radaufhängung ergibt sich dadurch,
daß das radseitige Widerlager des Gummischichtkörpers sich auf einer Koppel befindet, die etwa
parallel zum Radträger verläuft und mit beiden Parallellenkern dicht bei deren Anlenkungsstellen
mit dem Radträger gelenkig verbunden ist.
Bei Gummischichtkörpern mit größerer Dicke im Verhältnis zur Querschnittsfläche der Gummiblöcke
haben die Zwischenplatten die Neigung, sich unter der Belastung zu verkanten und zu verdrehen,
so daß sie nicht mehr parallel zu den Endplatten stehen. Diese Erscheinung kann erfindungsgemäß
dadurch beseitigt werden, daß mindestens eine der Zwischenplatten des Gummischichtkörpers
mit einem Führungsarm verbunden ist, der seinerseits an einen der beiden Lenker angeschlossen ist,
derart, daß sein Anlenkpunkt eine ähnliche vertikale Bewegung ausführt, wie der Punkt des
Gummischichtkörpers, an dem der Führungsarm angeschlossen ist.
Dabei läßt sich eine gute Anpassung an die jeweils gegebenen Betriebsbedingungen dadurch erzielen,
daß der Führungsarm gegenüber seiner Lagerung am Lenker verstellbar ist.
Eine weitere Verbesserung kann ferner dadurch erzielt werden, daß der Führungsarm gelenkig mit
einem Lenker verbunden ist, der seinerseits gelenkig mit einem Teil der Lenkeranordnung oder
mit dem Fahrzeugaufbau verbunden ist.
Zum besseren Verständnis der Erfindung werden Ausführungsformen derselben in den Zeichnungen
beschrieben, in denen
Fig. ι einen Aufriß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen unabhängigen Aufhängung, gesehen
von der Vorderseite des Fahrzeugs, an der diese angebracht ist, darstellt,
Fig. 2 einen Aufriß eines Teiles der Lenkeranordnung in Richtung des Pfeiles A der Fig. 1
zeigt,
Fig. 3 ein Grundriß eines Teiles der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Lenkeranordnung ist,
Fig. 4 eine Ansicht im Schnitt von einem der drehbaren Verbindungselemente der in den Fig. 1
bis 3 dargestellten Lenker veranschaulicht,
Fig. S eine Ansicht einer Abänderung der in Fig. ι dargestellten unabhängigen Aufhängung ist
und
Fig. 6 und 7 Konstruktionsdetails zeigen. In der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform
ist ein eine Radnabe tragendes Bauteil ι mit einem Fahrzeugrahmen 2 durch ein Paar
obere Lenker 3 und ein Paar untere Lenker 4 verbunden, die jeweils an ihren außenliegenden Enden
mit dem oberen Ende 5 und mit dem unteren Ende 6 des die Nabe tragenden Bauteiles 1 und an ihren
innenliegenden Enden mit dem Fahrzeugrahmen oder -aufbau 2 schwenkbar verbunden sind. Eine in
Fig. ι im Schnitt dargestellte Momentstütze 7 ist an einem Ende starr mit dem die Nabe tragenden iao
Bauteil 1 verbunden und erstreckt sich von diesem aus gesehen nach vorn (s. Fig. 2 und 3). Das
andere Ende dieser Stütze 7 ist bei 15 mit dem Fahrzeugrahmen 2 schwenkbar verbunden. Zwischen
den Widerlagern 11 und 12 an dem die Nabe tragenden
Bauteil 1 bzw. am Fahrzeugrahmen 2 ist
ein Gummischichtkörper angeordnet, der aus Gummischichtelementen 8 aufgebaut ist, von denen
jedes abwechselnd aus Gummiblöcken 9 und starren Zwischenplatten 10 besteht, die aneinander
haften. Endplatten 13, die an den Enden des Schichtkörpers haften, sind an den Widerlagern 11,
12, beispielsweise durch Bolzen, befestigt. Eine sichere Befestigung kann auch durch andere Befestigungsmittel,
wie z. B. durch Rippen oder Kronenmuttern u. dgl., erzielt werden, welche mit den Kanten der Endplatten 13 in Eingriff stehen
und deren seitliche Bewegung verhindern. Eine vor der Montage erforderliche Zusammendrückung des
Schichtkörpers verhindert die Ablösung der Endplatten 13 von den Widerlagern 11, 12. Zwischen
den benachbarten Endplatten 13 der Gummischichtkörperelemente 8 ist ein Führungsarm 14 angeordnet,
der an seinem anderen Ende schwenkbar mit den oberen Lenkern 3 verbunden ist und der verhindert,
daß sich die Zwischenplatten 10 unter Belastung schräg stellen oder aus ihrer parallelen
Lage zu den Endplatten ausweichen. Ohne die durch den Arm 14 gewährleistete Führung könnten
durch die Belastung unerwünschte Spannungen in einzelnen Teilen des Gummis auftreten, und es
könnte in extremen Fällen die ganze Feder als unstabiler Druckstab ausknicken.
Das Widerlager 12 hat die Form eines keilförmigen Blockes, der gegenüber dem Rahmen 2
jo in der Vertikalen verstellbar ist. Dadurch kann die Höhe des Gummischichtkörpers an diesem Ende
verstellt werden und damit der Winkel zwischen den Lenkern 3 und 4 und dem die Nabe tragenden Bauteil
ι für eine gegebene Belastung geändert werden. S5 Diese Einstellungsmöglichkeit kann für die Anfangseinstellung
der Radaufhängung benutzt werden, ebenso wie für eine Nachstellung, die beispielsweise
durch bleibende Formänderungen des Gummis notwendig werden sollte. Nach Entlastung
l-o der Räder vom Fahrzeuggewicht und nach Lösung des Führungsarmes 14 vom Lenker 3 kann das
Widerlager 12, vorausgesetzt, daß eine genügende Nachstellmöglichkeit vorhanden ist, so weit gehoben
werden, daß der Gummischichtkörper völlig l·5 entlastet ist und ohne Demontage der Lenker ausgebaut
werden kann.
Ein am Ende des mit dem Widerlager 11 zusammenarbeitenden
Gummischichtelementes 8 befindlicher Punkt X beschreibt infolge der Geometrie
ίο der Lenkeranordnung eine Kurve (angedeutet durch die strichpunktierte Linie 45 in Fig. 1) in bezug
auf das Ende des am Widerlager 12 befestigten Gummi Schichtelementes 8. Der Punkt X ist in
Fig. ι in der bei normaler statischer Belastung gegebenen Lage dargestellt, die dem Leergewicht,
Teillast oder Vollast entsprechen kann, je nach der Art des Fahrzeuges und der von der Aufhängung
verlangten Charakteristik. Die Kurve 45 ist so beschaffen, daß für Ausschläge des Punktes X ober-0
oder unterhalb einer Mittellage Y auf der Kurve die Enden des Gummischichtkörpers sich nähern.
Die Lage Y befindet sich unterhalb der bei normaler statischer Belastung gegebenen Lage und ist
diejenige Lage, in welcher die augenblickliche Bewegungsrichtung des Punktes X parallel zu den
Endplatten 13 verläuft. In der bei normaler statischer Belastung gegebenen Lage ist die augenblickliche
Richtung der Relativbewegung des Punktes X durch den Pfeil 46 angedeutet. Die Enden des
Gummischichtkörpers sind unter einem kleinen Winkel α gegen die augenblickliche Richtung der
Relativbewegung 46 geneigt. Dieser Winkel ändert sich in geringem Maße für Durchfederungen unter
anderen statischen Belastungen, die über oder unter der der normalen statischen Belastung entsprechenden
Lage gewählt sein können, er bleibt aber stets klein. Infolge der Neigung der Enden
des Gummischichtkörpers werden senkrechte Belastungen von dem Gummi sowohl als Druck-, als
auch als Scherkräfte aufgenommen. Die Kurve 45 verursacht, daß der Druckanteil der Belastung progressiv
mit dem Anwachsen der Verschiebung in beiden Richtungen zunimmt. Eine Annäherung an
konstante Schwingungszahl kann über einen angemessenen Bereich von Durchfederungen gegenüber
der der normalen statischen Belastung entsprechenden Lage erreicht werden. Sehr großen
dynamischen Ausschlägen wird sehr starker Widerstand entgegengebracht, so daß Puffer überflüssig
sind.
Bei einer mit vertikalen Zwischenräumen angeordneten Lenkeraufhängung, wie es die vorliegende
ist, ist der obere Lenker 3 nur sehr schwach belastet. Der untere Lenker 4 nimmt die
größere Belastung auf. Bei der vorliegenden Ausführungsform bewirkt die Feder aber, daß der
Lenker 4 nur auf Zug beansprucht ist, so daß er als ein Zugstab angesprochen werden kann und daher
einfacher und leichter als ein Druckstab oder ein für die Aufnahme komplizierterer Belastungen geeignetes
Glied ausgebildet sein kann.
Man sieht, daß bei Ausschlägen der Lenkeranordnung aus ihrer durch ihre normale statische
Belastung gegebenen Lage das die Radnabe tragende Bauteil 1 zusätzlich zu seiner Bewegung
in einer Ebene senkrecht zu den Achsen der Drehzapfen an den Enden 5 und 6 sich auch auf einem
Kreisbogen um die gelenkige Verbindung 15 der Momentenstütze 7 mit dem Fahrzeugrahmen 2 bewegt.
Es ist daher notwendig, daß die Verbindung 15 und wenigstens drei der gelenkigen Verbindungen
zwischen den Lenkern 3 und 4 und dem die Radnabe tragenden Bauteil 1 einerseits und dem
Rahmen 2 andererseits Schwenkbewegungen in zwei Richtungen zulassen. Fig. 4 zeigt ein hierfür
geeignetes Verbindungselement.
In Fig. 4 hat ein Drehzapfen 16 in der Mitte einen Kugelteil 17. Eine äußere koaxial mit dem
Drehzapfen angeordnete Lagerbüchse 18 besitzt einen entsprechenden hohlkugelförmigen Teil 19,
aber von größerem Radius als der Kugelteil 17 des Drehzapfens 16. Der Raum zwischen den beiden
kugelförmigen Teilen wird von einem Bauteil 20 aus Gummi ausgefüllt, der vorzugsweise in Haftverbindung
mit dem Drehzapfen 16 steht. Die äußere Lagerbüchse 18 ist außen zylindrisch ge-
formt, so daß sie in ein Auge des einen Bauteils, das mittels des Drehzapfens 16 mit einem anderen
Bauteil verbunden werden soll, hineinpaßt. Die äußere Lagerbüchse 18 ist vorzugsweise längs
radialen Ebenen in drei oder vier Sektoren aufgespalten. Die Anordnung ist so getroffen, daß die
äußere Lagerbuchse i8 zur Montage in dem dafür vorgesehenen Auge zusammengedrückt werden
muß und so den Gummi unter Vorspannung setzt. ίο Infolge dieser Bauart können der Drehzapfen i6
und die Lagerbüchse i8 sich gegeneinander um einen gewissen Betrag in jeder Richtung um den
Mittelpunkt der kugelförmigen Teile 17 und 19 drehen, und zwar mit sehr geringem Widerstand.
In der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Aufhängung sind Verbindungselemente ähnlich dem in
Fig. 4 dargestellten bei der Verbindung der Lenker 3 und 4 und der Momentenstütze 7 mit dem
Fahrzeugrahmen 2 und des oberen Lenkers 3 mit zo dem die Radnabe tragenden Bauteil 1 verwendet.
Bei dieser Ausführungsform ist ein Verbindungselement des in Fig. 4 dargestellten Typs bei der
Verbindung des unteren Lenkers 4 mit dem die Radnabe tragenden Bauteil 1 nicht angebracht. Dafür
findet eine zylindrische Gummibuchse mit Haftverbindung Verwendung. Durch diese Anordnung
ist die Schwenkung der Lenker 4 um die gelenkige Verbindung 15 der Momentenstütze 7 mit dem
Rahmen 2 an dem inneren Ende der Lenker 4 gesichert, wobei eine allenfalls verbleibende geometrische
Abweichung durch Biegung der Lenker 4 leicht ausgeglichen wird.
Der Gummischichtkörper 8 ist aus Gummiblöcken 9 von rhombischer Form in einer zu den
Achsen der Drehzapfen zwischen den Lenkern 3 und 4 und dem Fahrgestell 2 senkrechten Ebene
hergestellt. Die Gesamtlänge der Feder ist etwas größer als der Abstand zwischen den Widerlagern
11 und 12 in der Hauptlage der Lenkeranordnung,
die durch die strichpunktierte Linie 45 in Fig. 1 gezeigt
ist. Der Gummischichtkörper muß unter beträchtliche Schub- und Druckspannungen gesetzt
werden, um ihn in die Lenkeranordnung einbauen zu können. Die Höhe der notwendigen Spannung
wird durch die Gestalt des Gummischichtkörpers bestimmt. Sie muß so groß sein, daß dieser bei
jeder Durchfederung der Lenkeranordnung in der gleichen Richtung auf Druck und Scherung beansprucht
ist, so daß auf diese Weise die eine Ermüdung verursachenden Wechsel der Spannungsrichtung vermieden werden.
In der in Fig. 5 gezeigten Abänderung der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 sind die den
Teilen in Fig. 1 entsprechenden Teile durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet. Ein Bauteil 50
überbrückt die Lenker 3 und 4 und ist schwenkbar mit ihnen durch elastische Gelenke 51 verbunden.
Die elastischen Gelenke 51 sind zylindrisch. An der zylindrischen Oberfläche eines jeden Gelenkzapfens
ist Gummi 31 mit Haftverbindung aufgebracht, der andererseits mit zylindrischen Lagerflächen
in Verbindung steht, die sich in den Bauteilen 50, 52, 53 befinden. Der Gummi 31 hat
Längsschlitze. Der Gummi 31 ist auch haftend an den Endflächen der Gelenkzapfen befestigt, die an
beiden Enden von den Lenkern 3, 4 zum Teil überlappt werden. Durch seine beträchtliche Länge ist
das elastische Gelenk 51 sowohl in radialer als auch
in axialer Richtung sehr biegungssteif. Da die Beanspruchung sich auf die zwei Gummielemente 31
in jedem elastischen Gelenk 51 verteilt, ist dessen Drehsteifigkeit gering. Alle diese Eigenschaften
sind bei unabhängigen Radaufhängungen sehr erwünscht. Die radiale und axiale Steifigkeit der
elastischen Gelenke 51 gewährleistet, daß das Rad sich nur in den Ebenen bewegt, in denen es sich
unter der Einwirkung der Feder 55 bewegen soll. Die Drehfestigkeit soll so klein wie möglich sein,
um zu vermeiden, daß die Federungshärte der gesamten Radaufhängung steigt. Die Gummielemente
31 werden in allen Lagen des Lenkersystems durch die Spannung der Gummifeder SS unter Druck gehalten,
um auf diese Weise den Kraftschluß zwischen den Bauteilen 50, 52, 53 und den Lenkern 3, 4
aufrechtzuerhalten.
Eine Lagerung für die elastischen Gelenke 51 ist
an Gehäusen für Kugelgelenke 52, 53 am oberen bzw. unteren Ende des die Nabe tragenden Bauteils
ι vorgesehen und mittels der Bolzen 54 an
den Lenkern 3 und 4 befestigt. Das Bauteil 50 weist das Widerlager für das Ende des Gummischichtkörpers
55 auf. Der Bauteil 50 ist an der Lenkeranordnung befestigt und überträgt infolge der
Reaktion des Gummischichtkörpers 55 die Belastung über die Gelenke 51 auf die Lenker 3 und 4,
die Kugelgelenke 52 und 53 sind daher nicht belastet
und können entsprechend bemessen werden. Ein Bauteil zur Aufnahme der Reaktion der
Gummifeder, wie es beispielsweise das Bauteil 50 ist, kann auch mit Vorteil bei Radaufhängungen io<
verwendet werden, in denen Kugelgelenke die gemeinsame Funktion von Drehzapfen für lenkbare
Räder und von Gehängen für die Lenker der Radaufhängung übernehmen.
Falls die Gummifeder einen Führungsarm hat, io;
wie es der Arm 14 bei den Ausführungsformen nach Fig. 1 bis 3 ist, kann eine Nachstellmöglichkeit
zwischen dem Arm und seiner drehbaren Verbindung mit den Lenkern erforderlich sein. Fig. 6
zeigt eine passende Ausführungsform von Nach- in Stellmitteln. Ein Führungsarm 56 weist Schlitzlöcher
57 auf. Diese nehmen unter gleichzeitiger Nachstellmöglichkeit Befestigungsbolzen 58 für
einen Lagerbock 59 auf, in dem eine Gummibuchse eingesetzt ist. Die elastische Büchse 60 bildet ii|
eine Schwenkverbindung zu einem Bauteil 61 der Radaufhängung, das eine ähnliche senkrechte Bewegung
ausführt, wie der Punkt der Gummifeder, an dem der Führungsarm 56 angebracht ist. Das
Bauteil 61 kann z. B. ein Lenker, wie z. B. der mit 3 in Fig. 1 bezeichnete, sein.
Anstatt Nachstellmöglichkeiten für die Bewegung des Führungsarmes 56 gegenüber dem Bauteil
61 in der vertikalen Richtung vorzusehen, kann auch ein Führungslenker, wie der in Fig. 7
dargestellte, Verwendung finden. Der Führungs-
lenker 62 ist durch eine Gummibüchse 63 an einem Ende drehbar mit dem Führungsarm 56 verbunden
und am anderen Ende mittels einer Gummibüchse 64 an dem Bauteil 61 angelenkt. Wenn es gewünscht
wird, kann der Führungsarm 56 sich über die beiden Seiten der Gummifeder hinaus erstrecken
und mit zwei Teilen der Lenkeranordnung, z. B. mit dem oberen und unteren Lenker 3 und 4
der Fig. 1, verbunden sein. Ferner kann durch geeignete Formgebung des Führungslenkers 62 und
durch seine auf genügende Bewegungsfreiheit abgestellte Anordnung der Führungsarm 56 an einem
anderen Teil der Lenkeranordnung oder an dem Wagenaufbau befestigt werden.
In der Ausführungsform der Fig. 1 bis 3 dagegen ist der Ausschlag wesentlich größer, daher
wird eine längere Feder benötigt, was zur Folge hat, daß der Tendenz der Zwischenplatten zum Verkanten
entgegengewirkt werden muß.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5, bei der
elastische Gelenke Verwendung finden, ist die Anordnung so getroffen, daß die resultierende Druckkraft
auf jedes Gehänge in der durch volle statische Belastung sich ergebende Lage senkrecht zu der
durch die Längsschlitze in den Gummielementen gelegten Ebene steht. Dadurch wirkt bei statischer
Belastung keine Kraft, die bestrebt ist, die eine zylindrische Lagerfläche des Gelenkes gegen die
andere in dieser Ebene zu verschieben. Jedes Gummigelenk steht unter einer so starken radialen
Druckspannung, daß es unter keinen Umständen, auch nicht beim Rückfederungsvorgang, spannungslos
werden kann.
Ein lediglich als Beispiel dienender angemessener Wert für den kleinen Winkel zwischen der
Ebene der Endplatten bzw. des Widerlagers an dem Fahrzeugaufbau und der Richtung der Relativbewegung
zwischen den Enden des Gummischichtkörpers in einer normaler statischer Belastung
entsprechenden Lage ist 12 bis 200. Dieses bezieht sich auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen.
Es versteht sich von selbst, daß dort, wo in den Ausführungsformen in Gummi gelagerte Gehänge
dargestellt sind, auch andere Gehängetypen an geeigneten Stellen der Lenkeranordnung möglicherweise
verwendet werden können, wie z. B. Schäkelgelenke oder Metallager, beispielsweise unter
Verwendung von Schrauben oder Kugelgelenken.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Unabhängige Radaufhängung für Fahrzeuge mit Parallellenkern und einem Gummischichtkörper als Feder, gekennzeichnet durch die Kombination folgender für sich bekannter Merkmale:a) die Parallellenker (3 bzw. 4) sind ungleich lang, wobei der obere Lenker (3) kürzer ist als der untere (4),b) der Gummischichtkörper ist zwischen einem Widerlager (12) am Aufbau (2) und dem mit dem freien Ende der Parallellenker (3» 4) gelenkig verbundenen Radträger (1) angeordnet,c) der Gummischichtkörper ist geneigt angeordnet, derart, daß seine Befestigung am Aufbau (2) höher liegt als seine Verbindung mit dem Radträger.
- 2. Radaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Widerlager am Fahrzeugaufbau ein Keil (12) vorgesehen ist, der zum Verändern der Neigung des Gummischichtkörpers vertikal verstellbar ist.
- 3. Radaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch den Gummischichtkörper belasteten schwenkbaren Verbindungen der Lenkeranordnung teilzylindrische Gummikörper (31) enthalten, die zwischen einem zentralen Gelenkzapfen und äußeren höhlen Sitzkörpern eingeschaltet sind.
- 4. Radaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das radseitige Widerlager des Gummischichtkörpers sich auf einer Koppel (50) befindet, die etwa parallel zum Radträger (1) verläuft und mit beiden Parallellenkern (3, 4) dicht bei deren Anlenkungsstellen mit dem Radträger gelenkig verbunden ist.
- 5. Radaufhängung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Zwischenplatten (10) des Gummischichtkörpers (14 bzw. 56) verbunden ist, der seinerseits an einen der beiden Lenker angeschlossen ist, derart, daß sein Anlenkpunkt eine ähnliche vertikale Bewegung ausführt, wie der Punkt des Gummischichtkörpers, an den der Führungsarm angeschlossen ist.
- 6. Radaufhängung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsarm gegenüber seiner Lagerung am Lenker verstellbar ist.
- 7. Radaufhängung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsarm (56) gelenkig mit einem Lenker (62) verbunden ist, der seinerseits gelenkig mit einem Teil der Lenkeranordnung (61) oder mit dem Fahrzeugaufbau (2) verbunden ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 833575, 616002; österreichische Patentschriften Nr. 155824, 151822;britische Patentschrift Nr. 545 704; USA.-Patentschrift Nr. 2396558.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 598/249 11.55 (409 641/7 7.64)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM17739A DE976888C (de) | 1952-01-11 | 1953-03-14 | Unabhaengige Radaufhaengung fuer Fahrzeuge |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB85852A GB716563A (en) | 1952-01-11 | 1952-01-11 | Independent wheel suspension |
| DEM17739A DE976888C (de) | 1952-01-11 | 1953-03-14 | Unabhaengige Radaufhaengung fuer Fahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE976888C true DE976888C (de) | 1964-07-16 |
Family
ID=25986633
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM17739A Expired DE976888C (de) | 1952-01-11 | 1953-03-14 | Unabhaengige Radaufhaengung fuer Fahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE976888C (de) |
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