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DE976691C - Verfahren zur Herstellung von Trockengleichrichtern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Trockengleichrichtern

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Publication number
DE976691C
DE976691C DEJ3988A DEJ0003988A DE976691C DE 976691 C DE976691 C DE 976691C DE J3988 A DEJ3988 A DE J3988A DE J0003988 A DEJ0003988 A DE J0003988A DE 976691 C DE976691 C DE 976691C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
barrier layer
layer
counter electrode
semiconductor
conductivity
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEJ3988A
Other languages
English (en)
Inventor
Simon Ernest Mayer
Henley Frank Sterling
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Standard Electric Corp
Original Assignee
International Standard Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by International Standard Electric Corp filed Critical International Standard Electric Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE976691C publication Critical patent/DE976691C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10DINORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
    • H10D99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10DINORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
    • H10D48/00Individual devices not covered by groups H10D1/00 - H10D44/00
    • H10D48/01Manufacture or treatment
    • H10D48/04Manufacture or treatment of devices having bodies comprising selenium or tellurium in uncombined form
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10DINORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
    • H10D62/00Semiconductor bodies, or regions thereof, of devices having potential barriers
    • H10D62/80Semiconductor bodies, or regions thereof, of devices having potential barriers characterised by the materials
    • H10P10/00
    • H10P95/00
    • H10P95/80

Landscapes

  • Thermistors And Varistors (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Insulating Bodies (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur
Herstellung von Gleichrichtern für elektrische Ströme, bestehend aus einer durch Pressen und Sintern hergestellten halbleitenden Schicht aus oxydischen Titanverbindungen.
Es ist bekannt, daß die halbleitende Form von Titandioxyd gleichrichtende Eigenschaften hat, und es wurden Gleichrichterverhältnisse von etwa ioo : ι erhalten. Jedoch mußte ein innerer Widerstand von mehreren Megohm in der Durchlaßrichtung in Kauf genommen werden (Klarmann, Wiss. Veröffentl. Siemens, i8, S. 198 [1938]). Die Stoffe, welche in solchen Gleichrichtern verwendet werden sollen, verdanken ihre gleichrichtenden Eigenschaften der Abweichung des Sauerstoffgehaltes von dem stöchiometrischen Verhältnis. Diese Abweichungen sind allerdings zu klein, um mittels chemischer Analyse festgestellt zu werden. Das Verfahren zur Herstellung eines solchen Gleichrichters, der aus einer durch Pressen und ao Sintern hergestellten halbleitenden Schicht aus oxydischen Titanverbindungen, einer Gegenelektrode und einer Sperrschicht zwischen beiden besteht, wird erfindungsgemäß dadurch ausgeführt, daß die
409 512/6
halbleitende Schicht zur Erhöhung der Leitfähigkeit in einer Mischung aus Wasserstoff und Stickstoff auf etwa 13000 C erhitzt, auf der Oberfläche der Halbleiterschicht durch Behandlung mit Sauerstoff oder Oxydationsmitteln eine Sperrschicht erzeugt und jede Schicht mit einer Elektrode versehen wird.
Die im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung gehen von der halbleitenden Form von Titandioxyd aus. Ein gepreßter und gesinterter Körper von Titandioxyd erhält die Form einer Scheibe, indem man Titandioxyd mit Wasser zu einer Paste anrührt, welcher etwas Gelatine oder Leim zugefügt worden ist. Diese Paste wird dann in Scheibenform zu einer Dichte von etwa 3,5 gepreßt. Die Scheibe wird getrocknet und in Luft für etwa 1V2 Stunden auf 10500 C vorgebrannt. Das abschließende Brennen bei etwa 13000 C wird in einer Atmosphäre aus ao Wasserstoff und Stickstoff etwa 1 Stunde lang durchgeführt. Die ,Scheibe kann dann im Ofen in Wasserstoffatmosphäre abkühlen.
Es wurde gefunden, daß dieses abschließende Brennen in einer Mischung von Wasserstoff und Stickstoff zu besseren Ergebnissen führt als in reinem Wasserstoff. Durch diese Behandlung wird die Brennoperation erleichtert. Es wird nämlich etwas von dem Titandioxyd in Nitrid umgewandelt und dadurch die mechanische Festigkeit der Scheibe erheblich verbessert, ohne daß die elektrischen Eigenschaften beeinträchtigt werden.
Eine Grundelektrode wird- auf der einen ,Seite der Scheibe z. B. durch Aufbrennen einer Silberpaste erzeugt. Die andere Oberfläche der halbleitenden Schicht wird in bekannter Weise poliert und mit einer Knallgasflamme zur Herstellung der Sperrschicht behandelt, so daß die Oberfläche eine Temperatur von etwa- 500° C annimmt. Auf die Sperrschicht wird eine Gegenelektrode aufgebracht. Diese Gegenelektrode mag aus einer aufgepreßten Bleifolie bestehen.
Es kann aber auch eine Silberpaste verwendet werden, die mit einer niedrigeren Temperatur als 5000 C aufgehrannt werden kann. Es gibt solche, für die eine Temperatur von 3000 C ausreicht. Bessere Resultate als mit einer von diesen Gegenelektroden wurden jedoch mit einer Gegenelektrode aus Tellur erreicht. Mit einer solchen Gegenelektrode ergaben sich für einen Gleichrichter von 0,5 cm2 die folgenden charakteristischen Werte:
Vorwärtswiderstand "JJ Ohm, Sperrwiderstand 90 000 Ohm. Die Sperrspannung betrug 20 Volt bei Wechselstrom von 50 Perioden. Der Gleichstromwiderstand des Blocks war 40 Ohm ohne Oberflächenbehandlung.
Als vorteilhaft hat sich weiterhin- erwiesen, in die Gegenelektrode aus Tellur ein Metalloxyd hineinzubringen, und zwar hat sich insbesondere ein Thalliumoxyd bewährt. Ein Gleichrichter, der in dieser Weise aufgebaut war, gab eine sehr große Leistung ab, und darüber hinaus erwies er sich hinsichtlich seiner Stabilität und Beständigkeit erheblich verbessert. Ein solcher Gleichrichter zeigte bei 50 Perioden und bei einer Temperatur von 2000 C folgende charakteristische Werte:
Durchlaßwiderstand 1,25 Ohm
Sperrwiderstand 125 Ohm
Sperrspannung 12 Volt
Die aktive Oberfläche des Gleichrichters lag in der Größenordnung von 1 cm2, so daß ein Gleichrichter von dieser Art sehr gut für Leistungsumsatz ' geeignet ist.
Die Oberflächenbehandlung des Halbleiters zur Herstellung der Sperrschicht kann entweder vor oder nach der Anbringung der Grundelektrode durchgeführt werden.
Die Oberflächenbehandlung kann aber auch auf andere Weise durchgeführt werden. So kann z. B. 80' die Oberfläche mit einem chemischen Oxydationsmittel behandelt werden, oder sie kann elektrolytisch oxydiert werden, z.B. durch anodische Behandlung in Schwefelsäure oder Oxalsäure. Für den Fall der elektrolytischen Behandlung ist es offensichtlich vorteilhaft, diese nach der Anbringung der Grundelektrode durchzuführen.
Die Sperrschicht kann aber auch dadurch hergestellt werden,, daß auf die Oberfläche eine dünne Schicht aus einem anderen Material, jedoch vom gleichen Typ wie dem der Scheibe, aufgebracht wird.
Diese Schicht soll jedoch einen höheren Gehalt an Sauerstoff besitzen als der Scheibenkörper selbst. So ergibt z. B. Titandioxyd, das aus Titantetrachlorid oder Butyltitanat niedergeschlagen wurde, zusammen mit einer halbleitenden Titandioxydscheibe einen Gleichrichter.
Es können aber auch andere halbleitende Stoffe verwendet werden, z. B. Bariumtitanat oder ein anderes Titanat in halbleitender Form oder gemischte Halbleiterkristalle von Titandioxyd und einem anderen Metalloxyd.
Aus elektrischen Gründen ist es wünschenswert, eine Halbleiterschicht von möglichst geringer Dicke zu haben. Dann mag es wieder angebracht sein, die Grundelektrode so stark auszuführen, daß sie dem Ganzen mechanische Festigkeit gibt. Das kann z. B. auf die Weise geschehen, daß man eine Halbleiterscheibe zusammen mit der Grundelektrode herstellt, indem man zwei Pulverschichten, von denen die eine aus Metallpulver, z. B. aus Eisenpulver, besteht und die andere aus halbleitendem Stoff, zusammenpreßt und den Preßling sintert.

Claims (11)

115 PATENTANSPRÜCHE:
i. Verfahren zur Herstellung von Gleichrichtern für elektrische Ströme, bestehend aus einer durch Pressen und Sintern hergestellten halbleitenden Schicht aus oxydischen Titanverbindungen, einer Gegenelektrode und einer Sperrschicht zwischen beiden, dadurch gekennzeichnet, daß die halbleitende Schicht zur Erhöhung der Leitfähigkeit in einer Mischung aus Wasserstoff und Stickstoff auf etwa 13000 C erhitzt, auf der Oberfläche der Halbleiterschicht
durch Behandlung mit Sauerstoff oder Oxydationsmitteln eine Sperrschicht erzeugt und jede Schicht mit einer Elektrode versehen wird.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Halbleiterschicht nach der Behandlung zur Leitfähigkeitserhöhung und vor der Erzeugung der Sperrschicht auf der Fläche, auf welcher die Sperrschicht erzeugt wird, poliert wird.
ίο 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrschicht durch eine Wärmebehandlung in Sauerstoffatmosphäre mittels einer Knallgasflamme erzeugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrschicht durch Zersetzen einer Verbindung, welche Titan und Sauerstoff enthält, auf der Halbleiteroberfläche erzeugt wird.
ao
5. Verfahren nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiterschicht in Form einer Scheibe durch Pressen und Sintern des mit Wasser und einem Bindemittel vermischten. Halbleitermaterials hergestellt wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Sperrschicht eine Gegenelektrode aus Tellur aufgebracht wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Sperrschicht eine Gegenelektrode aus Tellur mit einem Zusatz an Thalliumoxyd aufgebracht wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Sperrschicht eine Gegenelektrode aus einer Bleifolie aufgebracht wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Sperrschicht eine Gegenelektrode aus einer Silberpaste aufgebracht und bei Temperaturen unter 5000 C eingebrannt wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Halbleitermaterial Titandioxyd verwendet wird.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Halbleitermaterial Bariumtitanat verwendet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 667 780; USA.-Patentschrift Nr. 2 162 362; britische Patentschrift Nr. 565 323; niederländische Patentschrift Nr. 97133;
E. Justi, »Leitfähigkeit und Leitmechanismus fester Stoffe«, 1948, S. 168 bis 180;
K. Maier, »Trockengleichrichter«, S. 278/279;
»Wiss. Veröffentl. aus den Siemens-Werken«, Bd. 15, 1936, S. 75;
»Schweizer Archiv«, 1941, Nr. 1 und 3, S. 20 bis 29 und 82 bis 86.
In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 946 075.
© 409 512/6 2.64
DEJ3988A 1949-08-26 1951-04-01 Verfahren zur Herstellung von Trockengleichrichtern Expired DE976691C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB22203/49A GB672732A (en) 1949-08-26 1949-08-26 Improvements in or relating to electric current rectifiers

Publications (1)

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DE976691C true DE976691C (de) 1964-02-27

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DEJ3988A Expired DE976691C (de) 1949-08-26 1951-04-01 Verfahren zur Herstellung von Trockengleichrichtern

Country Status (6)

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US (1) US2695380A (de)
BE (1) BE497748A (de)
CH (1) CH311957A (de)
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FR (1) FR1023735A (de)
GB (1) GB672732A (de)

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