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DE976670C - Belueftungsbecken zum Belueften von Abwasser mit belebtem Schlamm - Google Patents

Belueftungsbecken zum Belueften von Abwasser mit belebtem Schlamm

Info

Publication number
DE976670C
DE976670C DEF6334A DEF0006334A DE976670C DE 976670 C DE976670 C DE 976670C DE F6334 A DEF6334 A DE F6334A DE F0006334 A DEF0006334 A DE F0006334A DE 976670 C DE976670 C DE 976670C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
basin
air
activated sludge
water
septum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF6334A
Other languages
English (en)
Inventor
Nils Claes Hugo Fischerstroem
Ingmar Stellan Gullstroem
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Industrikemiska AB
Original Assignee
Industrikemiska AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Industrikemiska AB filed Critical Industrikemiska AB
Application granted granted Critical
Publication of DE976670C publication Critical patent/DE976670C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/02Aerobic processes
    • C02F3/12Activated sludge processes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W10/00Technologies for wastewater treatment
    • Y02W10/10Biological treatment of water, waste water, or sewage

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Aeration Devices For Treatment Of Activated Polluted Sludge (AREA)

Description

  • Belüftungsbecken zum Belüften von Abwasser mit belebtem Schlamm Die Erfindung bezieht sich auf ein Belüftungsbecken zum Reinigen von Abwasser mit belebtem Schlamm mit in Durchflußrichtung des Beckens angeordneter Scheidewand, die den Beckenraum in zwei nebeneinanderliegende, oberhalb und unterhalb der Scheidewand miteinander in Verbindung stehende Abteile unterteilt, und mit etwa in Höhe der Oberkante der Scheidewand über die ganze Länge des einen Abteils angeordneten Belüftungsrohren.
  • Bei einer bekannten Vorrichtung sind an beiden Seiten des Beckens waagerechte Rohrroste zur Luftzuführung vorgesehen; der eine Rost liegt dabei in Bodennähe, während der andere kleiner ausgebildet und höher angeordnet ist. Diese Anordnung ist insofern nachteilig, als bei ihr nicht nur ein verhältnismäßig hoher Luftdruck erforderlich ist, sondern auch neben ungleichmäßiger Belüftung die Bildung von Totwasserräumen oder von Räumen mit minimaler Wasserbewegung auftritt.
  • Bei einer anderen bekannten Vorrichtung sind am Boden des Beckens zur Luftzuführung dienende Rohrroste vorgesehen. Auch hier ist ein hoher Luftdruck erforderlich, dessen. Erzeugung aufwendig ist. Diese Frage der Aufwendigkeit ist von entscheidender Bedeutung bei der Abwasserreinigung. bei welcher es im Hinblick auf die zu reinigenden relativ großen Wassermengen in erster Linie darauf ankommt, den Energiebedarf niedrig zu halten.
  • Beide Vorrichtungen weisen schließlich noch den wesentlichen Nachteil auf, daß in der Mitte des Beckens eine unbelüftete rotierende Wasserwalze entsteht.
  • Eine weitere bekannte Vorrichtung sieht in der Mitte des mit konischem Boden ausgebildeten Beckens ein Steigrohr für das Wasser vor. Etwa in zwei Drittel der Höhe wird Luft in das Rohr eingespeist, welche beim Nachobensteigen das Wasser im Rohr mit sich führt. Die Steigrohre enden in ringförmigen Verteilerdüsen kurz unter der Wasseroberfläche. Ein wesentlicher Nachteil dieser Konstruktion liegt darin, daß nur ein sehr geringer Teil des Wassers jeweils belüftet wird und daß die Bewegung des übrigen Wassers sehr gering ist. Dementsprechend hat der Belebtschlamm die Neigung, sich abzusetzen, und das. Wasser muß verhältnismäßig lange im Becken verweilen.
  • Schließlich ist auch ein Belüftungsbecken der eingangs erwähnten Art bekannt, dessen Verbesserung die vorliegende Erfindung anstrebt. Bei diesem bekannten Becken liegt die Scheidewand nahe an der einen Beckenseitenwand, und zur Belüftung dient ein perforiertes Rohr, welches sich unterhalb der Oberkante der Scheidewand zwischen dieser und der dicht daneben befindlichen Beckenwand erstreckt. Auch bei dieser Vorrichtung; die infolge der Anordnung des Rohres dicht unterhalb der Oberkante der Scheidewand mit geringem Energieaufwand auskommt, ist der Sauerstoffeintrag verhältnismäßig gering. Der Grund dürfte darin zu suchen sein, daß einmal die Strömungsführung die Bildung einer zentralen, langsam sich drehenden Wasserwalze begünstigt, welche nicht direkt belüftet wird, und daß zum anderen die auf eine Linie konzentrierte Lufteinbringung die Luft rasch aus dem Wasser heraussteigen läßt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrund, ein Belüftungsbecken der eingangs erwähnten Art zu schaffen, das frei von den Nachteilen der bekannten Vorrichtungen ist und in dem eine so kräftige Abwasserzirkulation zustande kommt, daß der Kontakt zwischen Abwasser und Luft so schnell, innig und gleichförmig wie möglich erfolgt, und in dem der Schlamm jeder Abwasserpartikel abwechselnd mit Luft angereichert und der Wirkung der aufgenommenen Luft ausgesetzt wird, damit die im Schlamm wirksamen Mikroorganismen nach der Belüftung den mit der Luft zugeführten Sauerstoff sich zunutze machen können. Dabei soll das Inberührungbringen von Abwasser und Luft, wie bekannt, bei niedrigem Energieverbrauch erfolgen, also die Luft bei verhältnismäßig niedrigem Druck in das Abwasser eingeleitet werden.
  • Die Bildung außerhalb des belüfteten Wasserstromes rotierender Wassermassen soll dabei vermieden werden.
  • Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art die Scheidewand etwa mittig angeordnet ist und daß die Belüftungsrohre einen Rost bildend sich über die gesamte Breite des einen Abteils c rstrecken.
  • Die Erfindung bringt folgende Vorteile und damit folgenden technischen Fortschritt mit sich: Die Luft tritt aus den rostförmig angeordneten, also in ziemlich kleinem Abstand voneinander gelegenen Rehren aus, versetzt den Behälterinhalt in eine Zirkulationsbewegung quer zur Behälterachse und bewirkt gleichzeitig eine Belüftung nach Maßgabe der verwendeten Luftmenge. Durch die Zwischenwand und ihre örtliche Lage im Behälter wird die Wasserströmung so beeinflußt, daß einerseits keine Querströmungen im Sinne von Kurzschlüssen von der einen Behälterabteilung in die andere entstehen können und daß andererseits am Behälterboden solche Wassergeschwindigkeiten auftreten, daß bei ausreichender Luftmenge eine Sedimentation von Belebtschlamm nicht erfolgen kann. Außerdem entsteht im Behälterteil mit abwärts gerichteter Strömung keine Walzenbildung im Sinne eines Kreisens unbelüfteter Wassermassen an Ort und Stelle, anderenfalls würde eine Zusammenballung der Mikroorganismen zu größeren Flocken und damit eine ungenügende Zufuhr von Sauerstoff durch die als Transportmittel für diesen dienende Flüssigkeit entstehen. Weiter gestattet die relativ geringe Eintauchtiefe des Belüftungsrostes die an sich bekannte Verwendung konstruktiv und hinsichtlich Wartung einfacher Luftzufuhranordnungen (gewöhnliche Ventilatoren) an Stelle von Kompressoren, was vom betriebstechnischen Standpunkt aus für eine Kläranlage unter anderem deswegen sehr erwünscht ist, weil auf diese Weise ein relativ geringer Druck zur Anwendung zu kommen braucht, wodurch man sich billiger Luftzufuhrrohre bedienen und im Falle von Undichtigkeiten der Rohre den Verlust an Luft klein halten kann. Schließlich hat man in der Praxis festgestellt, daß man bei dem Becken nach der Erfindung, bezogen auf den Energiebedarf, bessere Ergebnisse hinsichtlich des spezifischen Sauerstoffeintragverinögcns als bei anderen, mit grobblasiger Belüftung arbeitenden Becken erhält.
  • Die Erfindung soll nachstehend an Hand des in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels im einzelnen näher beschrieben werden. Die Erfindung ist jedoch nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. Es zeigt Fig. r einen lotrechten Schnitt durch das erfindungsgemäße Belüftungsbecken gemäß Linie I-I in Fig. 2, Fig. 3 die Draufsicht auf das Becken nach Fig. i und Fig.3 einen vergrößerten Querschnitt entlang der Linie III-III der Fig. @ durch vier Belüftungsrohre.
  • In einem langgestreckten Becken r mit Seitenwänden a und einem Boden, der aus schrägen Seitenteilen 3 und einem waagerechten Teil 4 besteht, ist in der Längsrichtung mittig eine Scheidewand 5 so angeordnet, daß sie das Becken in zwei Abteilungen 6 und 7 unterteilt, wobei unten eine geräumige Öffnung 8 freigelassen wird, durch welche die beiden Abteilungen frei miteinander kommunizieren. An einem der Längsenden ist das Becken mit einer Zuleitung Io für die zu behandelnde Flüssigkeit ausgestattet; die Abzugsleitung II ist an der diagonal gegenüberliegenden Stelle des Beckens angeordnet. Sie liegt in einer solchen Höhenlage, daß ein verhältnismäßig konstanter Flüssigkeitsspiegel 13 im Becken vorhanden ist.
  • Oben in der Abteilung 6 sind in relativ kleinem Abstand voneinander waagerecht angeordnete, einen Rost bildende Belüftungsrohre 1.4 vorgesehen, die parallel zueinander und quer zur Durchflußrichtung verlaufen. Die Belüftungsrohre sind an die Hauptluftleitung 15 angeschlossen und an der Unterseite perforiert, wie: in Fig. I und 3 bei 16 angedeutet ist. Die Belüftungsrohre 14 verschmälern sich aufwärts allmählich. Durch die Anordnung der Perforationen an der Unterseite der Belüftungsrohre und infolge des sich verjüngenden Querschnitts derselben wird ein guter Auftrieb der Flüssigkeit erreicht, insbesondere dann, wenn der Abstand der Belüftungsrohre voneinander in richtiger Weise gewählt wird: der optimale Abstand ist von der Tiefenlage der Belüftungsrohre unterhalb des Flüssigkeitsspiegels 13 abhängig.
  • Bei kontinuierlichem Betrieb wird das Abwasser durch die Zuleitung Io eingeleitet und nach Behandlung durch die Abzugsleitung II abgeführt. Die Luft wird durch die Hauptleitung 15 zugeleitet und mittels der Rohre I4 auf den ganzen Querschnitt der Abteilung 6 verteilt. Hierdurch fließt das Luft-Abwasser-Gemisch aufwärts, und zwar infolge seines im Verhältnis zu der Flüssigkeit niedrigeren spezifischen Gewichts, und strömt über die obere Kante der Scheidewand 5 in die Abteilung 7 hinüber, in der sie im wesentlichen gleichmäßig abwärts gegen den Boden hin sinkt und durch die Öffnung 8 in die Abteilung 6 hinüberfließt, um damit den Kreislauf zu vervollständigen. Da das Abwasser auch in der Längsrichtung des Behälters fließt, wird das in Kreislauf versetzte Abwasser ein Stück auch gegen das Abzugsende des Behälters hin weiterbefördert, so daß die Bewegung einer jeden Abwasserpartikel im wesentlichen entlang einer schraubenlinienförmigen Bahn vor sich geht. Beim Passieren der oberen Kante der Scheidewand 5 kommt Abwasser auch mit der Außenluft in Berührung, was eine erhöhte Luftaufnahme zur Folge hat.
  • Da die Rohre 14 verhältnismäßig nahe unterhalb des Flüssigkeitsspiegels 13 liegen, ist der hydrostatische Druck ein so niedriger, daß die Luft mittels eines Ventilators mit niedrigem Druck eingeführt werden kann.
  • In gewissen Fällen erfordert die Flüssigkeit eine größere Menge Luft an der Eintrittsseite des Beckens als dahinter oder am Ende desselben. Es kann deshalb vorteilhaft sein, mehr Luft in der Nähe der Eintrittsseite zuzuführen als an der Abzugsseite; dies kann dadurch ermöglicht werden, daß die Belüftungsrohre 14 an der Eintrittsseite des Beckens mit mehr oder mit größeren Perforationen versehen sind als am Ablauf.
  • Durch die Benutzung des der Erfindung zugrunde liegenden Prinzips ist es möglich, mit so einfachen Luftverteilern wie perforierten Rohren mit ziemlich groben Bohrungen die bestmögliche Betriebswirtschaftlichkeit und eine sehr hohe Kapazität zu erzielen, da derartige Rohre teure Luftfilteranordnungen unnötig machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Belüftungsbecken zum Reinigen von Abwasser mit belebtem Schlamm mit in Durchflußrichtung des Beckens angeordneter Scheidewand, die den Beckenraum in zwei nebeneinanderliegende, oberhalb und unterhalb der Scheidewand miteinander in Verbindung stehende Abteile unterteilt, und mit etwa in Höhe der Oberkante der Scheidewand über die ganze Länge des einen Abteils angeordneten Belüftungsrohren, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheidewand etwa mittig angeordnet ist und daß die Belüftungsrohre einen Rost bildend sich über die gesamte Breite des einen Abteils erstrecken. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 504992; britische Patentschrift Nr.3564oi; USA.-Patentschriften Nr. 2 144385 24i5 o48.
DEF6334A 1948-02-27 1949-02-28 Belueftungsbecken zum Belueften von Abwasser mit belebtem Schlamm Expired DE976670C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE976670X 1948-02-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE976670C true DE976670C (de) 1964-02-06

Family

ID=20409759

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF6334A Expired DE976670C (de) 1948-02-27 1949-02-28 Belueftungsbecken zum Belueften von Abwasser mit belebtem Schlamm

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE976670C (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE504992C (de) * 1928-11-03 1930-08-12 Max Kusch Dr Ing Vorrichtung zur Abwasserreinigung mit belebtem Schlamm
GB356401A (en) * 1930-07-25 1931-09-10 Henry Exall Elrod Sewage purifying device
US2144385A (en) * 1935-03-18 1939-01-17 Advance Engineering Company Sewage treatment apparatus
US2415048A (en) * 1943-04-19 1947-01-28 Sharp William Equipment for treating sewage

Patent Citations (4)

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