DE976530C - Verfahren zur Herstellung eines Elektrolytkondensators - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines ElektrolytkondensatorsInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Elektrolytkondensators, der bei
kleiner Raumbeanspruchung große Kapazität besitzt.
Elektrolytkondensatoren sind üblicherweise derart ausgebildet, daß zwischen den metallischen
Elektroden ein zusätzlicher Abstandhalter aus saugfähigem Stoff vorgesehen ist, der mit einem
Elektrolyten getränkt ist.
Es sind auch bereits Elektrolytkondensatoren bekannt, die aus einer Aluminiumfolie bestehen,
welche die eine Kondensatorbelegung darstellt, einer auf dieser befindlichen Oxydschicht des
Elektrodenmetalls, die ihrerseits eine feste Elektrolytschicht,
z. B. eine dicke amorphe Salzlösung trägt, sowie einer als kathodische Stromzuführung
zum Elektrolyten dienenden Metallfolie.
Es ist auch schon bekannt, auf der Anode eines Elektrolytkondensators zunächst durch Formierung
des Anodenmetalls in Schwefelsäure oder Phosphorsäure eine poröse Oxydschicht herzustellen, hierauf
unter der porösen Oxydschicht durch Formierung z. B. in einer Lösung von Borsäure und Borax
eine dichte, als Dielektrikum wirkende Oxydschicht zu bilden und auf die so formierte Anode eine
Schicht eines festen, z. B. lackförmigen, leitende Füllstoffteilchen enthaltenden Elektrolyten aufzutragen
und die mit dem Elektrolyten versehene Anode aufzuwickeln und zusammen mit einer
Kathode in ein Gehäuse einzubauen.
Alle diese bekannten Kondensatortypen nehmen jedoch einen zu großen Raumbedarf in Anspruch
und haben für viele Zwecke zu kleine Kapazitätswerte.
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Ziel der Erfindung ist es, die Raumkapazität von Elektrolytkondensatoren noch weiter zu steigern.
Die Erfindung bezieht sich daher auf ein Verfahren zur Herstellung eines Elektrolytkondensators, bei
welchem die anodische Elektrode durch Umwandlung1 ihres aus Ventilmetall bestehenden Grundwerkstoffes
mit mindestens einer, vorzugsweise mit zwei verschiedenartigen Oxydschichten überzogen
wird. Gemäß der Erfindung wird nach dieser Umwandlung auf die äußere Oxydschicht als kathodische
Elektrode eine sehr dünne Metallschicht von z. B. Viooo mm Dicke aufgedampft und danach die
äußere Oxydschicht mit einem Elektrolyten getränkt.
Ein nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellter Elektrolytkondensator zeichnet sich
gegenüber den bekannten Elektrolytkondensatoren durch eine weit bessere Raumausnutzung aus und
hat den Vorteil, eine verhältnismäßig große Kapaao zität auf kleinem Raum unterbringen zu können,
da außer der Oxydschicht zwischen den Elektroden auf zusätzliche Abstandhalter oder Elektrolytschichten
verzichtet wird. Außerdem weist er eine größere mechanische Stabilität auf. Bei Kondensatoren gemäß der Erfindung mit
Aluminiumelektroden wird sich zwischen den Metallbelegungen im wesentlichen eine Aluminiumoxydschicht
befinden, die mit irgendeinem an sich bekannten Betriebselektrolyten imprägniert wifd.
Weiterhin wird die Oxydschicht nach ausreichender Trocknung mit einer sehr dünnen Metallschicht
von z. B. Viooo mm Dickebedampft. Statt Aluminium können auch andere Ventilmetalle, beispielsweise
Titan, Tantal, Magnesium od. dgl., verwendet werden; es ist auch möglich, die oxydierte Belegung,
welche im wesentlichen meistens als dünne Folie von z. B. nicht unter 2o/iooo mm vorliegt, mit einem
Nichtventilmetall zu überziehen, je nachdem, ob der Kondensator als sogenannter ungepolter oder
gepolter elektrolytischer Kondensator verwendet werden soll.
Vorteilhaft erfolgt das Überziehen der oxydierten Folie mit Metall in der Weise, daß die Ränder
der Folie von dieser Metallschicht frei bleiben, also nicht mitbedampft werden, da an diesen Rändern
vom Schneiden der Folie ein Grat vorhanden sein kann, mit welchem die Bedampfung Kurzschluß
hervorrufen kann.
Weiterhin ist es vorteilhaft, darauf zu achten, daß einige wenige Teile der Oxydschicht frei von
der die zweite Belegung des Kondensators bildenden Metallschicht bleiben, so daß an diesen Stellen
die elektrischen Anschlußstücke angebracht werden können.
Das Schneiden der oxydierten und bedampften Folie in einzelne Stücke von gewünschter Länge
muß unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen erfolgen. Beim normalen Schneiden mit einer Schere
entstehen nämlich über die Breite der Folie Grate, welche Kurzschluß zwischen den beiden Belegungen
hervorrufen können. Die Folie wird daher zweckmäßig senkrecht zur Dicke, d. h. hochkant stehend
zu der gewünschten Länge, geschnitten. Es ergibt sich dann lediglich an der unteren schmalen Kante
über die Dicke der Folie eventuell eine Gratbildung, welche aber aus dem Kondensatorkörper herausragt
und daher mit der die Kathode bildenden Metallschicht nicht in Berührung kommen kann.
Von besonderem Vorteil ist es noch, bei der Herstellung eines Wickelkondensators die Folien-Schnittkanten
durch Einlegen von Papierstreifen oder ähnlichen Isolierstücken zu bedecken. Der
elektrische Anschluß für die anodische Belegung erfolgt z. B. durch Annieten eines Folienstreifens
an die oxydierte Folie, auf welcher bei der Aufbringung der Metallschicht, also z. B. beim Bedampfen,
zur Anbringung des Anschluß Stückes ein Streifen unbedampft bleibt. Dies erreicht man vorteilhaft
dadurch, daß je nach Länge der Anodenfolie in verschiedenen Abständen sogenannte
Masken mit der Folie mitlaufen, auf denen sich statt auf der Folie der Metalldampf niederschlägt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Die Zeichnung zeigt unter 1 eine aus Ventilmetall bestehende bandförmige anodische Elektrode,
welche mit einer isolierenden und dielektrischen Schicht überzogen ist. Diese Isolierschicht
selbst ist nicht dargestellt. Mit 2 ist schraffiert die aufgedampfte kathodische Belegung bzw. Elektrode
bezeichnet. Es ist aus der Zeichnung ohne weiteres zu erkennen, daß zur Vermeidung von
Kurzschlüssen zwischen der bedampften Schicht 2 und dem Rand der Folie 1 ein freier Raum bleibt.
Mitunter ist es zweckmäßig, wie ebenfalls in der Zeichnung dargestellt, die aufgedampften Metallschichten
mit Durchbrechungen 3 zu versehen. Hierdurch wird eine leichtere Imprägnierung der
Oxydschicht mit dem Elektrolyten erreicht.
Es hat sich gezeigt, daß der vorstehend beschrie- i°°
bene Kondensatoraufbau in Wickelform die Unterbringung mindestens der sechsfachen Kapazität
gestattet im Vergleich eines Aufbaues mit glatter Folie und saugfähigem Material wie Papier als
Abstandhalter. Neben dieser verhältnismäßig *°5 großen spezifischen Raumkapazität zeigt der Kondensator
gemäß der vorliegenden Erfindung noch eine hohe Durchschlagsunempfindlichkeit, die auf
die geringe Dicke der zweiten kathodischen Belegung zurückzuführen ist.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zur Herstellung eines Elektro- 11S lytkondensators, bei welchem die anodische Elektrode durch Umwandlung ihres aus Ventilmetall bestehenden Grundwerkstoffes mit mindestens einer, vorzugsweise mit zwei verschiedenartigen Oxydschichten überzogen wird, "° dadurch gekennzeichnet, daß nach dieser Umwandlung auf die äußere Oxydschicht als kathodische Elektrode eine sehr dünne Metallschicht von z. B. Viooo mm Dicke aufgedampft wird und daß die äußere Oxydschicht danach mit einem Elektrolyten getränkt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kathodische Elektrode mit Durchbrechungen versehen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die oxydierten und bedampften Elektroden zugeschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneiden senkrecht zur Dicke, d. h. hochkant stehend zu der gewünschten Länge, erfolgt.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3 zur Herstellung eines wickeiförmigen Elektrolytkondensators, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienschnittkanten durch Einlegen von Papierstreifen oder ähnlichen Isolierstücken bedeckt werden.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschriften Nr. 523 093, 642 976, 653605;französische Patentschriften Nr. 859 559, 145, 868 179, 869 197;britische Patentschrift Nr. 429 716;USA.-Patentschriften Nr. 1 850298, 1 906691, ι 918 717, 2075351, 2146029, 2174840.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1309 712/9 10.63
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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|---|---|
| DE976530C true DE976530C (de) | 1963-10-24 |
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1942
- 1942-10-16 DE DES16261D patent/DE976530C/de not_active Expired
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