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DE976378C - Verfahren zum Verschliessen von Gehaeusen fuer elektrische Halbleiteranordnungen mittels Erwaermung - Google Patents

Verfahren zum Verschliessen von Gehaeusen fuer elektrische Halbleiteranordnungen mittels Erwaermung

Info

Publication number
DE976378C
DE976378C DES36923A DES0036923A DE976378C DE 976378 C DE976378 C DE 976378C DE S36923 A DES36923 A DE S36923A DE S0036923 A DES0036923 A DE S0036923A DE 976378 C DE976378 C DE 976378C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heating
glass
electrical
assembly
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES36923A
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur Dr Gaudlitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES36923A priority Critical patent/DE976378C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE976378C publication Critical patent/DE976378C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • H10W76/161

Landscapes

  • Pressure Sensors (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verschließen von Gehäusen für elektrische Halbleiteranordnungen mittels Erwärmung Da Kristallrichtleiter, beispielsweise aus Germanium, Silizium oder Verbindungen der Elemente der III. und V. oder II. und VI. Gruppe des Periodischen Systems, sehr empfindlich gegen Feuchtigkeitseinflüsse sind, ist man neuerdings dazu übergegangen, sie in eine Glashülle einzubauen, welche gegebenenfalls evakuiert ist. Als besonders günstig hat sich die Form der Ganzglasausführung erwiesen, bei der die Träger für den Halbleiterkristall und die Zuführungen zu den Elektroden in Glas eingeschmolzen sind.
  • Hierbei bereitet es aber erhebliche Schwierigkeiten, die Spitze der Elektrode bzw. die Spitzen oder Schneiden der Elektroden, falls mehrere in einer Richtleiter-, Transistoranordnung od. dgl. vorhanden sind, in geeigneter Weise auf die Halbleiterkristalloberfläche aufzusetzen und in der gewünschten Stellung zu halten, so daß sich eine optimale Gleichrichtung bzw. Transistorwirkung ergibt. Es hat sich gezeigt, daß sich beim Verschließen der Glasgefäße mittels Erwärmung im allgemeinen eine Verschlechterung der elektrischen Eigenschaften derartiger Richtleitergeräte ergibt oder daß mindestens ein erheblicher Ausschuß bei der Serienfertigung vorhanden ist. Es ist bereits bekannt, diesem Nachteil dadurch zu begegnen, daß man zwischen Glasdurchschmelzung und Halbleiterkristall eine gewisse Entfernung beläßt, so daß die erst durch Wärmeleitung an den Kristall gelangende Erwärmung in zulässigen geringen Grenzen bleibt. Dies erfordert jedoch erstens einen unnötigen Aufwand, und zweitens wird hierdurch das Gehäuse der Richtleiteranordnung vergrößert. Die der Erfindung zugrunde liegenden Versuche haben gezeigt, daß diese Nachteile und Schwierigkeiten hauptsächlich durch die Wärmeausdehnung der verwendeten Teile und ihre Zusammenziehung beim Abkühlen nach dem Zusammenschmelzen hervorgerufen werden, indem sich der Kontaktdruck der Elektrodenfeder gegen die Halbleiteroberfläche verändert und sich teilweise auch die Lage der Elektrodenspitze verschiebt.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verschließen von Gehäusen für elektrische, gegen Wärmeeinflüsse empfindliche Halbleiteranordnungen mittels Erwärmung, das diese Nachteile vermeidet. Erfindungsgemäß werden das Gehäuse und die in dieses einzubauende Anordnung beim Zusammenbau so gehaltert, daß das Gehäuse und die einzubauende Anordnung während der Erwärmung der Schmelzstelle sich infolge der Längenausdehnung derart in der gleichen Richtung bewegen, daß sich dadurch während der Erwärmung ihre relative Lage zueinander nicht ändert. Es wird also die beim Erwärmen der Verschlußstelle sowie die nachträglich beim Wiederabkühlen der Anordnung auftretende Längenänderung durch besondere Mittel kompensiert. Gemäß einer besonderen Ausbildung des Erfindungsgedankens wird dies dadurch erreicht, daß die Halterungsvorrichtung für die Richtleiteranordnung während der Erwärmung der Schmelzstelle in demselben Maße erwärmt bzw. ausgedehnt wird wie die Kristallanordnung; hierdurch werden die durch die Erwärmung in der Richtleiteranordnung auftretenden Dilatationen selbsttätig ausgeglichen. Eine andere Ausbildung des Erfindungsgedankens besteht darin, daß eine entsprechende Halterungsvorrichtung von entgegengesetztem Ausdehnungskoeffizienten, beispielsweise eine Bimetallanordnung, vor die Richtleiteranordnung vorgeschaltet ist, so daß auch auf diese Weise sich eine gegenseitige selbsttätige Kompensation der beiden Ausdehnungen ergibt, wenn sowohl die Richtleiteranordnung als auch die Kompensationseinrichtung in gleicher Weise erhitzt werden. Hierbei kann entweder in der Weise vorgegangen werden, daß sowohl Richtleiteranordnung als auch Kompensationsvorrichtung gleichzeitig, vorzugsweise mit derselben Wärmequelle, auf dieselbe Temperatur erhitzt werden, oder aber es kann die Kompensationseinrichtung derart konstruiert und dimensioniert sein, daß sie eine entsprechend höhere Kompensationsausdehnung bzw. -zusammenziehung bei einer geringeren Erwärmung bzw. Abkühlung bewirkt.
  • Gemäß einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgedankens wird ein Glas von verhältnismäßig niedrigem Schmelzpunkt angewandt, wodurch von vornherein eine übermäßig starke Temperaturbeeinflussung der Halbleiteranordnung in bezug auf den mechanischen Kontaktdruck sowie in bezug auf das elektrische Verhalten der Oberfläche weitgehend herabgemindert und kompensiert ist. Das verwendete Glas sollte einen Schmelzpunkt haben, der an der unteren Grenze oder sogar etwas unterhalb derjenigen von Glasmaterialien liegt, wie sie sonst für Röhrenzwecke verwendet werden. Als besonders zweckmäßig hat sich ein Glas erwiesen, dessen Bleigehalt zwischen 24 bzw. 26 und 33%, möglichst bei ungefähr 3o%, liegt, welches also Eigenschaften eines Einschmelzglases besitzt. Auch diese Maßnahme der Glaswahl kann an Stelle oder zusätzlich zu den oben vorgeschlagenen Verwirklichungen des Erfindungsgedankens angewandt werden. Auf Grund der Maßnahme nach der Erfindung ist es unter Umständen möglich, auf jeglichen toten Raum im Glasgefäß für eine Richtleiter- oder Transistoranordnung zu verzichten oder mindestens diesen toten Raum möglichst gering zu halten.
  • Inder Zeichnung ist eine Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
  • I und 2 sind zwei Klemmvorrichtungen, die mittels Mikrometerschraube 3 und Zahnstange 4 gegeneinander verstellt werden können. Die beiden Klemmvorrichtungen I und 2 dienen zur Halterung der Zuführungsdrähte 5 und 6 einer Richtleiteranordnung 7 mit insgesamt zwei Elektroden. Die Richtleiteranordnung besteht im wesentlichen aus dem Halbleiterkristall 8, an den der gleichzeitig als Durchführung dienende Zuführungsdraht 5 angelötet ist, und einer Elektrodenspitze 9, die in bekannter Weise an das Ende des Durchführungsdrahtes 6 angeschweißt ist und unter einem bestimmten Kontaktdruck auf die Oberfläche des Halbleiterkristalls 8 aufzusetzen ist. Die Halterungsteile I und 2 sind erfindungsgemäß durch einen keramischen Teil II miteinander verbunden, welcher den Ausdehnungskoeffizienten besitzt, wie die Glashülle Io der Halbleiteranordnung.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Zunächst wird der Draht 5, auf dem der Kristall 8 befestigt ist, in das eine Ende des Glasröhrchens Io eingeschmolzen. Dann wird der Zuführungsdraht 6, an dem sich bereits die Kontaktfeder 9 befindet, mit einer Glasperle I2 umgeben und jeder der beiden Teile, nämlich der Draht 5 mit der Hülle Io und dem Kristall 8 einerseits und der Draht 6 mit der Perle 12 und der Kontaktfeder 9 andererseits, in die beiden Haltevorrichtungen i und 2 eingesetzt. Mittels einer Wärmequelle, die nach dem Ausführungsbeispiel aus den Gasbrennern 13 und 14 besteht, wird die Glasperle 12 in die Hülle 1o eingeschmolzen und gleichzeitig derKeramikkörper i i derart erwärmt, daß die beim Einschmelzen der Perle 12 auftretende Wärmeausdehnung in der Richtleiteranordnung durch die Ausdehnung des Keramikkörpers i i gerade kompensiert wird. Nach dem Einschmelzen kühlt sich die ganze Anordnung wieder ab, wobei sich ebenfalls die beiden Ausdehnungen wieder rückgängig machen. Es ist hierbei darauf zu achten, daß nicht nur die beiden Teile, nämlich die Halbleiteranordnung und der Kompensationskörper, gleiche Ausdehnungskoeffizienten besitzen, sondern gleichzeitig auch die gleichen Erwärmungs- und Abkühlungszeiten haben. Dies ist durch entsprechende Wahl der Wärmekapazität und der äußeren Erwärmung bzw. Abkühlung des Kompensationskörpers zu erreichen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Verschließen von Gehäusen für elektrische, gegen Wärmeeinflüsse empfindliche Halbleiteranordnungen mittels Erwärmung, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse und die in dieses einzubauende Anordnung beim Zusammenbau so gehaltert werden, daß das Gehäuse und die einzubauende Anordnung während der Erwärmung der Schmelzstelle sich infolge der Längenausdehnung derart in der gleichen Richtung bewegen, daß sich dadurch während der Erwärmung ihre relative Lage zueinander nicht ändert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiteranordnung und die Halterungsvorrichtung hierfür so erwärmt werden, daß die Längenänderungen innerhalb der elektrischen Einrichtung kompensiert werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungsvorrichtung mit einem Wärmeausdehnungskörper verbunden wird, welcher unter entsprechender Erwärmung die gleichen Wärmeausdehnungen wie die elektrische Halbleiteranordnung durchmacht. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das aus Glas bestehende Gehäuse mindestens an der Erwärmungsstelle aus einem Glas hergestellt wird, welches einen Bleigehalt zwischen 24 bzw. 26 und 33%, möglichst ungefähr 3o%, besitzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 2567I8; USA.-Patentschriften Nr. 2 383 735, 2 633,489.
DES36923A 1953-12-24 1953-12-24 Verfahren zum Verschliessen von Gehaeusen fuer elektrische Halbleiteranordnungen mittels Erwaermung Expired DE976378C (de)

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DES36923A Expired DE976378C (de) 1953-12-24 1953-12-24 Verfahren zum Verschliessen von Gehaeusen fuer elektrische Halbleiteranordnungen mittels Erwaermung

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2383735A (en) * 1943-04-02 1945-08-28 William A Ray Rectifier
CH256718A (de) * 1943-04-05 1948-08-31 Lorenz C Ag Kristalldetektor.
US2633489A (en) * 1951-04-03 1953-03-31 Gen Electric Crystal valve or rectifier

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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US2633489A (en) * 1951-04-03 1953-03-31 Gen Electric Crystal valve or rectifier

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