DE975933C - Verfahren zum Verblasen von Metallbaedern, insbesondere von Roheisen - Google Patents
Verfahren zum Verblasen von Metallbaedern, insbesondere von RoheisenInfo
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- DE975933C DE975933C DEO2745A DEO0002745A DE975933C DE 975933 C DE975933 C DE 975933C DE O2745 A DEO2745 A DE O2745A DE O0002745 A DEO0002745 A DE O0002745A DE 975933 C DE975933 C DE 975933C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C5/00—Manufacture of carbon-steel, e.g. plain mild steel, medium carbon steel or cast steel or stainless steel
- C21C5/28—Manufacture of steel in the converter
- C21C5/30—Regulating or controlling the blowing
- C21C5/32—Blowing from above
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Description
- Verfahren zum Verblasen von Metallbädern, insbesondere von Roheisen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verblasen von Metallbädern, insbesondere von Roheisen, im Konverter oder in irgendeinem anderen geeigneten Gefäß, wobei Sauerstoff oder sonstige oxydierende Gase oder Gasgemenge von oben auf die Badoberfläche aufgeblasen werden und die für den Prozeß erforderliche Wärmemenge durch die Reaktion der Gase mit dem Stahlbad erzeugt wird.
- Bei derartigen Verfahren wurde bisher die Anordnung so getroffen bzw. der Abstand der Blasdüse oder der Blasdüsen von der Badoberfläche so gewählt, daß das Blasmedium verhältnismäßig konzentriert auf die Badoberfläche auftrifft. Hierbei hat es sich als zweckmäßig erwiesen, den Blase strahl mit so geringer Energie gegen die Badoberfläche zu führen, daß er im wesentlichen nicht in das Bad eindringt, jedoch die das Bad bedeckende Schlackenschicht und die sich laufend bildende Metalloxyd-, insbesondere Fe0-Schicht, verdrängt, um mit der blanken Badoberfläche in Reaktion zu gelangen. Bei einem solchen Verfahren, bei welchem der Blasstrahl zwar mit ,geringer Energie, jedoch auf eine verhältnismäßig kleine Fläche der Badoberfläche auftrifft, erscheint es, um die Verfahrensdauer in annehmbaren Grenzen zu halten, erforderlich, verhältnismäßig große Sauerstoffmengen auf eine kleine Fläche zur Wirkung zu bringen, wodurch einerseits infolge der Steigerung der Reaktionstemperatur beträchtliche Eisen- bzw. Metallmengen verdampfen und verlorengehen und andererseits auch der dem Bad dargebotene Sauerstoff nicht voll ausgenutzt werden kann.
- Die Erfindung zielt nun darauf ab, ein solches Verfahren zu verbessern, und besteht im wesentlichen darin, daß die Auftrefffläche des oder der Blasstrahlen auf das Bad zwischen einem Fünfundzwanzigstel und einem Zehntel der gesamten Badoberfläche, vorzugsweise ungefähr ein Zehntel der gesamten Badoberfläche, beträgt. Hierbei ist unter Auftrefffläche der Querschnitt des oder der Blasstrahlen in einer dem Düsenabstand von der ruhenden blanken Badoberfläche entsprechenden Entfernung von der oder den Düsen bei freier Strömung in einem ruhenden Gasmedium ohne Hindernisse zu verstehen. Durch die Vergrößerung des Teiles der Badoberfläche, auf welchem primär die Reaktion des dargebotenen Sauerstoffes mit dem Eisen des Bades stattfindet, wird nun ermöglicht, das Sauerstoffangebot je Flächeneinheit so weit zu erniedrigen, daß übermäßige Temperaturen und damit ein übermäßiger Eisenverlust durch Verdampfung des Eisens vermieden wird, ohne daß der gesamte Verlauf der Reaktion beeinträchtigt und damit der Prozeßablauf verlängert wird. Durch die Vergrößerung des Reaktionsraumes wird vielmehr ermöglicht, die in der Zeiteinheit dargebotene Sauerstoffmenge zu erhöhen, ohne die schädlichen Wirkungen einer lokalen übermäßigen Temperaturerhöhung in Kauf nehmen zu müssen. Es wird daher durch das erfindungsgemäße Verfahren die Kochbewegung des Bades sogar verstärkt und damit auch der Prozeßablauf beschleunigt.
- In dem Teil der Badoberfläche, auf welchem der Sauerstoff mit dem Bad in Reaktion tritt, wird einerseits durch lokale Erhöhung der Temperatur und durch die Bildung von CO im Bad eine Strömung nach oben erreicht, welcher eine Rückströmung nach unten in den nicht vom Blasmedium unmittelbar beaufschlagten Bereichen entsprechen muß. Dadurch nun, daß der vom Blasmedium beaufschlagte Bereich im Verhältnis zu den nicht beaufschlagten Bereichen vergrößert wird, wird nun die Rückströmung in einem kleineren Bereich des Reaktionsgefäßes und damit mit größerer Geschwindigkeit erfolgen, wodurch die Durchwirbelüng des Bades an allen Stellen begünstigt wird und im wesentlichen der gesamte Raum des Reaktionsgefäßes, soweit dieses das Bad enthält, für die Durchwirbelung ausgenutzt wird. Es wird somit die Kochbewegung im gesamten Bad vergleichmäßigt und im Mittelwert verstärkt, wodurch der Effekt des Verfahrens verbessert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verblasen von Metallbädern, insbesondere von Roheisen, bei welchem Sauerstoff oder sonstige oxydierende Gase oder Gasgemenge von oben auf die Badoberfläche aufgeblasen werden und die für den Prozeß erforderliche Wärmemenge durch die Reaktion der Gase mit dem Stahlbad erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftrefffläche des oder der Blasstrahlen aus das Bad zwischen einem Fünfundzwanzigstel und einem Zehntel der gesamten Badoberfläche, vorzugsweise ungefähr ein Zehntel der gesamten Badoberfläche, beträgt, wobei unter Auftrefffläche der Querschnitt des oder der Blasstrahlen in einer dem Düsenabstand von der ruhenden blanken Badoberfläche entsprechenden Entfernung von der oder den Düsen bei freier Strömung in einem ruhenden Gasmedium ohne Hindernisse zu verstehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1 303, 10 207, 1303i, 51698, 11037i, r67932, 367958 österreichische Patentschriften Nr. 168 589, 168 59o; britische Patentschrift Nr. 813q. aus dem Jahre 1907 USA.-Patentschrift Nr. 723 501; Dubbel : »Taschenbuch für den Maschinenbau«, 1939 S. 268.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT975933X | 1952-01-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE975933C true DE975933C (de) | 1963-01-03 |
Family
ID=3683755
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO2745A Expired DE975933C (de) | 1952-01-15 | 1953-01-11 | Verfahren zum Verblasen von Metallbaedern, insbesondere von Roheisen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE975933C (de) |
Citations (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE51698A (de) * | 1889-10-15 | R. F. LUDLOW in Springfield, Ohio, V. St. A., Second Avenue Nr. 83 | Verfahren zur Entkohlung eines Roheisenbades | |
| DE10207C (de) * | A. LENCAUCHEZ in Paris und C. SACHS in Kalk bei Deutz | Anordnung einer Gebläsedüse oberhalb des Metallbades in Oefen mit rotirender Sohle | ||
| DE110371C (de) * | ||||
| DE167932C (de) * | ||||
| DE1303C (de) * | 1877-10-18 | FR. SCHMIDT, Ingenieur, in Haspe | Bessemerbirne | |
| DE13031C (de) * | L. M. LINDBERG in Kohlsva (Schweden) | Verfahren, Flufseisen und Flufsstahl aus Roheisen ohne Zuschlag oder Bearbeitung mit Hülfe einer Stichflamme zu frischen | ||
| US723501A (en) * | 1902-12-17 | 1903-03-24 | Hermann Georges Christian Thofehrn | Manufacture of steel. |
| GB190708134A (en) * | 1907-04-08 | 1908-01-09 | Friedrich Johann Fritz | Improved Process and Apparatus for Producing Iron Castings Direct from the Blast Furnace. |
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| AT168589B (de) * | 1949-08-31 | 1951-06-25 | Voest Ag | Verfahren zum Frischen von Stahl mit reinem Sauerstoff |
-
1953
- 1953-01-11 DE DEO2745A patent/DE975933C/de not_active Expired
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