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DE975721C - Verfahren und Vorrichtung zur Erhoehung der Festigkeit von Faeden oder Fasern aus Polyamiden oder Polyurethanen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erhoehung der Festigkeit von Faeden oder Fasern aus Polyamiden oder Polyurethanen

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Publication number
DE975721C
DE975721C DET4459D DET0004459D DE975721C DE 975721 C DE975721 C DE 975721C DE T4459 D DET4459 D DE T4459D DE T0004459 D DET0004459 D DE T0004459D DE 975721 C DE975721 C DE 975721C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threads
stretching
maintaining
thread
tension required
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DET4459D
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Dr Kuemmel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Thueringische Zellwolle A G
Zellwolle und Kunstseide Ring GmbH
Original Assignee
Thueringische Zellwolle A G
Zellwolle und Kunstseide Ring GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Thueringische Zellwolle A G, Zellwolle und Kunstseide Ring GmbH filed Critical Thueringische Zellwolle A G
Priority to DET4459D priority Critical patent/DE975721C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE975721C publication Critical patent/DE975721C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02JFINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
    • D02J1/00Modifying the structure or properties resulting from a particular structure; Modifying, retaining, or restoring the physical form or cross-sectional shape, e.g. by use of dies or squeeze rollers
    • D02J1/22Stretching or tensioning, shrinking or relaxing, e.g. by use of overfeed and underfeed apparatus, or preventing stretch
    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02JFINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
    • D02J1/00Modifying the structure or properties resulting from a particular structure; Modifying, retaining, or restoring the physical form or cross-sectional shape, e.g. by use of dies or squeeze rollers
    • D02J1/22Stretching or tensioning, shrinking or relaxing, e.g. by use of overfeed and underfeed apparatus, or preventing stretch
    • D02J1/224Selection or control of the temperature during stretching

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Erhöhung der Festigkeit von Fäden oder Fasern aus Polyamiden oder Polyurethanen Gegenstand der Erfindung ist eine Verbesserung der textilen Eigenschaften und eine Verringerung der Dehnung gesponnener Fäden aus Polyamiden oder Polyurethanen während des Verstreckvorganges. Bekanntlich werden die Fäden aus Polyamiden und Polyurethanen nach dem Verspinnen einer Verstreckung zum Zwecke der Orientierung unterworfen, eine Maßnahme, die in der Praxis sowohl an dem beim Verspinnen anfallenden, durch die Lochzahl der Düsen bestimmten mehrfädigen Fadenbündel, als auch an dem wesentlich stärkeren Gebilde, welches durch ein Zusammenfachen mehrerer hundert Fadenbündel entsteht, durchgeführt wird. Im wesentlichen wird der Verstreckungsvorgang so durchgeführt, daß das Fadenbündel in ein Dreiwalzenwerk eingezogen und durch ein weiteres Dreiwalzenwerk mit entsprechend höherer Geschwindigkeit, z. B. der 43fachen, abgezogen wird.
  • Das so verstreckte Fadenbündel wird dann zwecks Gewinnung von Fasern auf Stapellänge geschnitten. In diesem Zustand ist die Faser jedoch nicht ausgeschrumpft und läuft beim Kochen, Kräuseln usw. stark ein unter Erhöhung des Titers und der Dehnung. Man führt deshalb bei der Herstellung von Fäden häufig ein Ausschrumpfen auf. fester Unterlage durch, z. B. auf Spulen unter Auskochen, Erhitzen in heißer Luft von etwa ' 13o° C oder überhitztem Wasserdampf. Bei Stapelfasern ist dagegen ein Ausschrumpfen auf fester Unterlage unmöglich. Sie können zwar ebenfalls durch Dämpfen oder Erhitzen oder Auskochen ausgeschrumpft werden, wobei man jedoch den Nachteil der Erhöhung des Titers und der Dehnung sowie der Längenverkürzung in Kauf zu nehmen gezwungen ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man insbesondere bei Stapelfasern eine wesentliche Steigerung der Festigkeit, eine Verhinderung der Kontraktion und eine wesentliche Herabsetzung der Dehnung bei einer gleichzeitigen Verfeinerung des Titers dadurch erzielen kann, daß das Fadenbündel nach dem Hauptverstrecken im gleichen Arbeitsgang bei erhöhter Temperatur, die bei Polyamiden oder Polyurethanen im wesentlichen über go° C bis unterhalb des Schmelzpunktes des betreffenden Ausgangsmaterials liegen kann, unter Beibehaltung der beim Verstrecken erforderlichen Spannung erhitzt wird.
  • Die Hitzebehandlung -erfolgt also innerhalb des Elastizitätsbereiches, d. h. zwischen dem Endpunkt des bleibenden Verstreckungsverhältnisses und dem Zerreißpunkt.
  • Es ist bereits bekannt, Fäden aus Polyamiden nach der Hauptverstreckung aufzuspulen und nach erfolgter Entspannung einer Nachverstreckung zu unterziehen, indem die Fäden von neuem gespannt und dabei einer erhöhten Temperatur ausgesetzt werden. Demgegenüber bietet die Erfindung nicht nur den Vorteil der kontinuierlichen und dabei wirtschaftlichen Arbeitsweise, sondern sie führt auch zu einem feineren Titer. Der Grund hierfür liegt darin, daß bei dem bekannten Verfahren der Faden nach der Hauptverstreckung in der Länge schrumpft und daher die Fähigkeit verliert, anschließend bei der Nachverstreckung im Querschnitt zu schrumpfen. Im Gegensatz hierzu tritt bei dem Verfahren nach der Erfindung folgender Vorgang auf: Unmittelbar im Anschluß an die Hauptverstreckung hat der noch unter Spannung stehende Faden das Bestreben, wieder zu schrumpfen. Wenn man ihm nun diese Möglichkeit dadurch nimmt, daß man ihn weiter unter Spannung hält, wie es erfindungsgemäß geschieht, ihm aber durch die Nachverstreckung die Möglichkeit gibt, im Querschnitt zu schrumpfen, dann erfährt der Faden eine wesentliche Verringerung seines Titers, eine Erhöhung der Festigkeit und Herabsetzung der Dehnung. Entspannt man den Faden aber im unmittelbaren Anschluß an die Hauptverstreckung, bevor man die Nachverstreckung anschließt, dann verliert der Faden die Fähigkeit, bei einer späteren Nachverstreckung noch wesentlich im Durchmesser zu schrumpfen.
  • Zur besseren Verdeutlichung sei erwähnt, daß z. B. ein Fadenbündel eines Polyamids, das ein Lactam-Kondensationsprodukt der s-Aminocapronsäure ist, nach dem etwa 4,3fachen Verstrecken sich nach Entspannung um mindestens ioo/o kontrahiert und beim Ausschrumpfen durch Kochen um weitere 8°/o, so daß eine Gesamtverkürzung von 18'% eintritt, wobei die vorhandene elastische Dehnung mit einbezogen ist. Wird nun ein gleiches Fadenbündel in derselben Weise, und zwar entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren, so verstreckt, daß dieses unter Beibehaltung der Verstreckspannung vor dem Auslaufen der Verstreckvorrichtung an einer gebogenen Metallplatte mit einer Temperatur von z. B. 13o° C über eine Strecke von etwa io cm berührend schleift, so beträgt die Kontraktion nach Aufhebung der Spannung nur 3'% im Vergleich zu 10,5"/o ohne diese Hitzebehandlung, wobei gleichzeitig ein Ausschrumpfen weitgehendst erfolgt.
  • Der wesentliche Unterschied des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt außerdem nicht allein in der Formfestmachung und Verfeinerung des Titers, sondern in einer erheblichen Steigerung der Reißfestigkeit. Die textiltechnischen Daten betragen im ersten Falle, wo nicht nach dem beanspruchten Verfahren gearbeitet wurde:
    Faserfeinheit - Durchschnitt, Nm 176o
    Faserfeinheit der gerissenen Faser,
    trocken, Nm ................. 1770
    Titer, den ...................... 5,10
    Bruchlast, trocken, g ...... . .. .. . 28,43
    Reißlänge, trocken, km .......... 48,3
    Bruchdehnung, trocken, % ...... 46
    Spezifische Festigkeit, trocken,
    kg/mm2 ...................... 54,1
    Spezifische Zerreißspannung,
    trocken, kg/mm2 .............. 62,8
    Nach Anwendung des erfindungsgemäßen Ver-
    fahrens ergeben sich folgende Daten:
    Faserfeinheit -Durchschnitt, Nm 233o
    Faserfeinheit der gerissenen Faser,
    trocken, Nm ................. 234o
    Titer, den ...................... 3,63
    Bruchlast, trocken, g ............ 26,61
    Reißlänge, trocken, km .......... 62,3
    Bruchdehnung, trocken, % ...... 24
    Spezifische Festigkeit, trocken,
    kg/mm2 ...................... 69,9
    Spezifische Zerreißspannung,
    trocken, kg/mm2 .............. 75,3
    Bei Erhitzung endloser Fäden oder Fadenbündel nach Beendigung des Verstreckvorganges im gleichen Arbeitsgang unter Beibehaltung der zur Verstreckung erforderlichen Spannung auf höhere Temperaturen, unter Umständen bis unterhalb des Erweichungspunktes, erfolgt also eine weitere Verfeinerung des Titers der behandelten Fäden. Damit verbunden ist, wie sich aus den obigen Zahlen ergibt, eine Erhöhung der Festigkeit um etwa 30'/o und eine Erniedrigung der Bruchdehnung auf die Hälfte des ohne Heißbehandlung erzielten Wertes.
  • An Stelle einer Führung von nicht gequollenen Fäden über eine erhitzte Metallplatte kann man z. B. auch das Fadenbündel vor der Wärmebehandlung nach dem Hauptverstrecken mit quellenden Mitteln, wie hydroxylhaltigen Verbindungen, z. B. Wasser, Alkoholen, Lösungsmitteln usw., behandeln, wobei es für das erfindungsgemäße Verfahren ohne nachteiligen Einfluß ist, wenn das Fadenbündel mit diesen quellenden Mitteln bereits vor dem Verstrecken behandelt wurde. Auch das Formfestmachen durch Hitze kann in verschiedener Weise erfolgen, z. B. durch Hindurchführen des Fadenbündels unter Spannung nach dem Hauptverstrecken durch ein geheiztes Rohr, durch Umschlingung um einen geheizten Metallzylinder, durch Hindurchführen durch eine Kammer mit überhitztem Dampf oder überhitzter Luft usw.
  • Zur besseren Erläuterung der in der Beschreibung beispielsweise erwähnten Vorrichtung dienen die Zeichnung und die folgenden Ausführungen. Die weiter angeführten Möglichkeiten, wie Erhitzen beim Hindurchführen durch ein geheiztes Rohr oder eine Kammer, das Umschlingen eines geheizten Metallzylinders, sind so einfach, daß sich zeichnerische Unterlagen hierfür erübrigen.
  • Die Scheiben i bis 6 bilden in der Abb. i das Verstreckaggregat, bei Scheibe i liegt der Fadeneingang. Das durchlaufende Fadenbündel umschlingt die Scheiben i bis 3 und q. bis 6 und läuft bei 6 aus. Die Scheiben i bis 3 laufen z. B. mit einem Einzug von 2o m in der Minute, die Scheiben q. bis 6 entsprechend dem erforderlichen Streckverhältnis mit einem Abzug von z. B. 86 m. Die Verstreckung erfolgt im wesentlichen zwischen den Scheiben 3 und q. Das erfindungsgemäße Verfahren beruht nun darauf, daß zwischen die Scheiben q. und 5 die Erhitzungsvorrichtung 7 eingebaut wird, über deren poliertes Blech 9 das Fadenbündel so schleift, daß das Blech möglichst lange berührt wird.
  • In der Abb. 2 ist das gebogene polierte Blech 9 auf einem Gehäuse angebracht. Im unteren Teil dieses Gehäuses befindet sich die Heizflüssigkeit i o, deren Dämpfe im Dampfraum i i das Blech 9 erhitzen. Geheizt wird mit dem elektrischen Heizband 12. Gegen Wärmeverlust wird das Gehäuse mit der Isolierschicht 13 versehen. Die Kondensation der beim Kochen der Heizbadflüssigkeit io gebildeten Dämpfe erfolgt über den Kühleranschluß 14 in dem Wasserkühler B. Je nach der gewünschten Temperatur steht der Dampfraum über dem Kühlerrohr unter Vakuum oder Druck.
  • Selbstverständlich bezieht sich das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur auf die Behandlung von Fadenbündeln, die nach der Wärmebehandlung im Verstreckapparat in Stapelform geschnitten werden. Man kann dasselbe Verfahren auch auf solche Fadenbündel anwenden, wie sie aus den

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit von Fäden oder Fasern aus Polyamiden oder Polyurethanen, bei welchem die Fäden im Anschluß an ihre Bildung einer Hauptverstreckung unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet, daß diese im unmittelbaren Anschluß an die Hauptverstreckung unter Beibehaltung der zu dieser Verstreckung erforderlichen Spannung höheren Temperaturen, unter Umständen bis unterhalb des Erweichungspunktes, ausgesetzt, dabei einer Verringerung ihres Durchmessers unterworfen und gegebenenfalls zu Stapeln geschnitten werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden oder Fadenbündel nach Beendigung des Hauptverstreckvorganges, jedoch vor der Wärmebehandlung, der Einwirkung von Quellmitteln unterworfen werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden vor der Wärmebehandlung mit quellenden Mitteln, wie hydroxylhaltigen Verbindungen, wie Wasser oder Alkohol, behandelt und dann unter Beibehaltung der Verstreckspannung etwa durch Schleifenlassen über eine gebogene Metallplatte einer Temperatur von beispielsweise 13o° C ausgesetzt werden. q.. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden oder Fadenbündel nach dem Hauptverstrecken unter Beibehaltung der zu diesem Verstrecken erforderlichen Spannung über eine gewölbte, polierte Metallplatte bei höheren Temperaturen, gegebenenfalls bis unterhalb des Erweichungspunktes, geführt werden. 5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die verstreckten Fäden oder Fadenbündel unter Beibehaltung der zu diesem Verstrecken erforderlichen Spannung um einen geheizten Metallzylinder geführt werden. 6. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß die verstreckten Fäden oder Fadenbündel unter Beibehaltung der zu diesem Verstrecken erforderlichen Spannung durch mit überhitztem Dampf beschickte Rohre geführt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 711 132, 727 736; USA.-Patentschrift Nr. 2 199 411 . Mehrlochdüsen beim Spinnen unmittelbar anfallen und endlos weiterverarbeitet werden sollen.
DET4459D 1943-07-17 1943-07-17 Verfahren und Vorrichtung zur Erhoehung der Festigkeit von Faeden oder Fasern aus Polyamiden oder Polyurethanen Expired DE975721C (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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