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DE974316C - Verfahren zur Abtrennung von festen Kohlenwasserstoffen aus ihren Gemischen mit OElen, insbesondere zur Entparaffinierung von Mineraloelen - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung von festen Kohlenwasserstoffen aus ihren Gemischen mit OElen, insbesondere zur Entparaffinierung von Mineraloelen

Info

Publication number
DE974316C
DE974316C DEN4890A DEN0004890A DE974316C DE 974316 C DE974316 C DE 974316C DE N4890 A DEN4890 A DE N4890A DE N0004890 A DEN0004890 A DE N0004890A DE 974316 C DE974316 C DE 974316C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phase
oil
paraffin
auxiliary
solvent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN4890A
Other languages
English (en)
Inventor
Hendrik Mondria
Eduard Sweep
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Application granted granted Critical
Publication of DE974316C publication Critical patent/DE974316C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G73/00Recovery or refining of mineral waxes, e.g. montan wax
    • C10G73/02Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils
    • C10G73/06Recovery of petroleum waxes from hydrocarbon oils; Dewaxing of hydrocarbon oils with the use of solvents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abtrennung von festen Kohlenwasserstoffen aus ihren Gemischen mit Ölen, insbesondere zur Entparaffinierung von Mineralölen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Abtrennung von einem oder mehreren festen Kohlenwasserstoffen aus ihren Gemischen, z. B. einer ölhaltigen Suspension, insbesondere zur Entparaffinierung von Mineralölen oder zur Entfernung von Ölen aus ölhaltigem Paraffin.
  • Aus paraffinhaltigen Ölen kann der größere Teil des Paraffins durch Kristallisieren und Abpressen durch Filter entfernt werden. Das erhaltene rohe Paraffin wird vielfach durch Ausschwitzen von beigemengtem Öl befreit. Paraffinhaltiges Öl kann auch in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Methylisobutylketon, Propan oder einem Gemisch aus SO, und Benzol, gelöst und aus der bis zur Ausscheidung von festem Paraffin gekühlten Lösung kann dieses z. B. durch Filtrieren oder Zentrifugieren abgetrennt werden. Auch dieses Paraffin kann nach dem Abtreiben des Lösungsmittels ausgeschwitzt werden.
  • Beim Filtrieren oder Zentrifugieren, die technisch schwierig durchzuführen sind, wird niemals eine große Reinheit erreicht, selbst wenn der Filterkuchen gründlich mit Lösungsmittel ausgewaschen wird. Auch sind diese Trennverfahren kostspielig. Auch das Ausschwitzen der Paraffinkuchen bereitet Schwierigkeiten, nimmt lange Zeiten in Anspruch, erfordert eine große Apparatur, und die Ausbeute ist gering. Es wurde daher angestrebt, die Entparaffinierung so durchzuführen, daß eine Filtration vermieden werden konnte oder zumindest wirksamer durchzuführen war. Es wurde versucht, die übliche Ausschwitzweise schneller und wirksamer zu gestalten.
  • Es wurde dementsprechend vorgeschlagen, die Suspension der Paraffinteilchen in dem Öl, notwendigenfalls mit einem Verdünnungsmittel vermischt, mit einer organischen Hilfsflüssigkeit, wie Furfurol, Phenol oder Kresol, in Berührung zu bringen, von denen das Paraffin besser als die Ölphase benetzt und das bei der Entparaffinierungstemperatur mit der Ölphase wenig oder nicht mischbar ist. Die Hilfsflüssigkeit muß eine höhere Dichte haben und vorzugsweise viskoser sein als die Ölphase. Gleichzeitig soll mindestens ein beträchtlicher Teil des Paraffins zusammen mit der Hilfsflüssigkeit abgezogen und das Paraffin anschließend von der Hilfsflüssigkeit getrennt werden.
  • Ein Paraffin-Öl-Gemisch wurde auch mit starker (rauchender) Schwefelsäure behandelt. Hierbei werden zwei Phasen gebildet, das Öl und ein Säureschlamm, der das Paraffin enthält. Diese Phasen können voneinander durch Dekantieren und ohne Filtration getrennt werden. Die Filtration wird vermieden, doch ist das erhaltene Paraffin sehr unrein. Die Ölverluste steigen als Folge einer Emulgierung von Öl im Säureschlamm um etwa 15)/0, zusätzlich zum Verlust durch Sulfonierung.
  • Es wurde ferner in der deutschen Patentschrift 523 500 vorgeschlagen, rohes ölhaltiges Paraffin mit Wasser zu behandeln, dem ein Netzmittel, z. B. Seife, zugegeben wurde, und in der USA.-Patentschrift 2 oio 81g beim Ausschwitzen den Paraffinkuchen mit heißen Lösungen von Alkaliphosphaten in Berührung zu bringen.
  • Nach der deutschen Patentschrift 550 157 wird ein Feststoff enthaltendes Öl versetzt mit einem Lösungsmittel für das Öl und mit einer wäßrigen Lösung eines Benetzungsmittels; das Gemisch wird zentrifugiert, wobei sich der Feststoff abscheidet und eine stabile Emulsion aus Öl- und Wasserphase zurückbleibt.
  • Nach der deutschen Patentschrift 36o 687 wird z. B. ein Teeröl, gegebenenfalls in Gegenwart von Emulgatoren und Öllösungsmittel, in einer Kolloidmühle mit Wasser emulgiert ; die entstandene stabile Emulsion aus Öl und Wasserphase wird durch Filtrieren von festem Naphthalin, Anthrazen ü. dgl. befreit.
  • Schließlich kann auch das ölhaltige Paraffin geschmolzen und dann in besonderer Weise gekühlt werden. Hierbei kristallisiert das Paraffin in körniger Form und wird auf einem kontinuierlich arbeitenden Filter oder in einer Drehtrommel von dem Öl abgetrennt. Während der Filtration wird eine Flüssigkeit, z. B. Wasser, eine Wasserglas- oder Seifenlösung, als Waschflüssigkeit zugesetzt; in einigen Fällen wird diese Flüssigkeit auch in direktem Wärmeaustausch im Gegenstrom als Kühlflüssigkeit für das Öl verwendet.
  • Mit Ausnahme der Behandlung von paraffinhaltigen Ölen mit starker Schwefelsäure, wobei nicht einmal annähernd reines Paraffin erzeugt wird und außerdem ein Verlust von etwa 15 °/o Öl auftritt, hat sich nicht eines der obenerwähnten bekannten Verfahren in der Technik eingeführt. Dies mag der Tatsache zugeschrieben werden, daß, allgemein gesprochen, das vorgeschlagene Verfahren sich als undurchführbar erwies und es nicht möglich war, die Filtration zu vermeiden, um eine scharfe Trennung von Öl und Paraffin zu erreichen.
  • Die vorliegende Erfindung, die auf der gleichen Linie wie das Bekannte fortfährt, schlägt nun ein Verfahren vor, bei dem das Filtrieren fester Kohlenwasserstoffe aus einem Gemisch dieser Stoffe mit Öl vollständig vermieden werden kann, z. B. beim Entparaffinieren von Öl, da die Paraffinteilchen aus der Ölphase vollständig in eine damit unmischbare Hilfsphase übergehen, ohne daß - das Öl mitgerissen wird. Wenn man jedoch hierbei ein Filter benutzt, kann der Paraffinkuchen in einfacher und schneller Weise ganz oder fast gänzlich ölfrei gemacht werden.
  • Gemäß der Erfindung werden ein oder mehrere feste Kohienwasserstoffe, insbesondere Paraffin, aus ihrem Gemisch, z. B. ihrer Suspension, mit Öl abgetrennt, indem man das Ausgangsgemisch in an sich bekannter Art mit einem Lösungsmittel, welches das Öl bei der Arbeitstemperatur, aber den festen Kohlenwasserstoff wenig oder überhaupt nicht löst, vermischt und, falls notwendig, abkühlt, so daß sich feste Kohlenwasserstoffe aus einer flüssigen Phase aus Öl und Lösungsmittel abscheiden. Dann bringt man den festen Kohlenwasserstoff mit einer Hilfsflüssigkeit mit einer höheren Dielektrizitätskonstante als der der Ölphase und mit einem oberflächenaktiven Stoff in Berührung. Die Hilfsflüssigkeit darf nicht mit der Ölphase reagieren, mit ihr kaum oder gar nicht mischbar sein und vorzugsweise ein von ihr verschiedenes spezifisches Gewicht aufweisen. Es muß - auch durch eine geeignete Einstellung der Dielektrizitätskonstanten der beiden flüssigen Phasen - der Winkel O, den die Grenzflächenspannung y der flüssigen Phasen mit den festen Kohlenwasserstoffen (gemessen über der Ölphase) bildet, einen Wert von mindestens go° aufweisen, wodurch sich die Ölphase von selbst von dem festen Kohlenwasserstoff abtrennt oder der feste Kohlenwasserstoff in die Hilfsphase übergeht. Falls notwendig oder erwünscht, trennt man die Hilfsphase von der Ölphase und bzw. oder den festen Kohlenwasserstoff von der Hilfsphase. Bei Anwendung des Verfahrens in der Technik wird gewöhnlich dafür gesorgt, daß der Wert von 0 größer als iio° ist.
  • Zur Bestimmung des Winkels 0 füllt man in eine Küvette eine mit der betreffenden Ölphase im Gleichgewicht stehende wäßrige Phase ein, taucht in diese Hilfsphase ein Paraffinblättchen ein, so daß es ganz von Flüssigkeit bedeckt ist, und läßt von oben her mit einer Pipette einen Tropfen der Ölphase vorsichtig einfallen. Es wird der Winkel zwischen der Ölphase und dem Paraffin gemessen.
  • Zur Bestimmung der Grenzflächenspannung y mißt man die Kraft, die notwendig ist, um einen horizontalen Ring aus einem Platindraht durch eine Grenzschicht zwischen Hilfsflüssigkeit und Öl' hindurchzuziehen. Diese Messung erfolgt z. B. im Tensiometer von Du Nouy. Aus der gemessenen Kraft läßt sich y errechnen.
  • Das System des oberflächenaktiven Stoffes und der beiden flüssigen Phasen wird vorzugsweise so ausgewählt, daß der absolute Wert der Größe y cos O, der ein Maß für die Kraft ist, welche den festen Kohlenwasserstoff in die Hilfsphase drückt, einen Höchstwert erreicht, was gewöhnlich eintritt, wenn der Kontaktwinkel 0 einen Wert von mindestens -12o, oft von 1q.o bis 15o°, besitzt.
  • Wie bereits angegeben, ist das vorliegende Verfahren von besonderer Bedeutung für die Entparaffinierung von Mineralölen oder von Ölfraktionen und für die Abscheidung von Öl aus ölhaltigem Paraffin. Beim Entparaffinieren wird aus den Ölen in üblicher Weise unter Zuhilfenahme von Lösungsmitteln bei niedriger Temperatur das Paraffin ausgeschieden. Das Gemisch oder die Suspension von Paraffin und Öl wird dann mit der Hüfsflüssigkeit und dem oberflächenaktiven Stoff in Berührung gebracht. Durch mehr oder weniger starkes Rühren wird ein guter Kontakt zwischen dem Paraffin, der Ölphase und der Hilfsphase hergestellt, wodurch das Paraffin in die Hilfsphase übergeht. Die Hilfsphase zusammen mit dem Paraffin kann nun in einfacher Weise, z. B. durch Dekantieren, von den flüssigen Ölbestandteilen abgetrennt werden. Bei dieser Abtrennung wird kein oder fast kein Öl in die Hilfsphase mitgerissen, so daß eine scharfe Trennung zwischen Öl und Paraffin erreicht wird. Das Verfahren kann auch in der Weise durchgeführt werden, daß die Hilfsphase mit der Ölphase bereits vor dem Kühlen zur Ausscheidung des Paraffins in Berührung gebracht wird.
  • Um eine noch bessere Trennung zwischen Paraffin und Öl zu erzielen, kann die paraffinhaltige Hilfsphase mit einem Lösungsmittel für Ölanteile ausgewaschen werden. Auf diese Weise löst das Lösungsmittel die geringe Menge Öl, die in emulgierter Form in der. Hilfsphase verblieben ist. Es ist auch möglich, zunächst die gesamte Hilfsphase oder einen großen Teil von ihr durch Dekantieren oder Filtrieren vom Paraffin abzutrennen und dann das Paraffin mit dem Lösungsmittel auszuwaschen. In beiden Fällen kann die Lösungsmittelmenge, in der etwas von dem Öl gelöst ist, unmittelbar wieder zum Vermischen mit frischem Ausgangsgemisch verwendet werden.
  • Die Abtrennung von Paraffin und Hilfsflüssigkeit voneinander bietet keine Schwierigkeiten. Sie kann z. B. durch einfaches Filtrieren, durch Flotation, durch Aufschwimmen oder Dekantieren erfolgen. Beim Erhitzen des so erhaltenen Paraffins werden zwei nicht mischbare flüssige Phasen gebildet, die leicht voneinander getrennt werden können. Es ist auch möglich, die restliche Hilfsphase abzudestillieren. Das Gemisch aus Paraffin und Hilfsphase kann in einer Stufe ohne vorherige Trennung erhitzt und geschmolzen werden, und die flüssigen Phasen werden dann getrennt. Um die Heizkosten zu vermindern, ist es naturgemäß besser, die Hilfsphase, wie oben ausgeführt ist, vorher soweit wie möglich zu entfernen.
  • Das gleiche Verfahren kann angewendet werden, wenn ölhaltiges Paraffin- auf reines Paraffin aufgearbeitet werden soll.
  • Es ist auch möglich, die vorliegende Erfindung bei der Entparaffinierung oder bei der Entölung von Paraffin anzuwenden, unter Anwendung von Filtern, Zentrifugen od. dgl., zur Abtrennung des festen Paraffins. Man erzielt dann den Vorteil einer leichteren, schnelleren und vollständigeren Abtrennung des Paraffins als bei bekannten Verfahren. In diesem Falle kann der ölhaltige Kuchen mit einer ausreichenden Menge Hilfsflüssigkeit, in der Regel mit mindestens der dem Volumen des Kuchens entsprechenden Menge, ausgewaschen werden. Es ist notwendig, den oberflächenaktiven Stoff der Ölphase vorher zuzugeben. Hierdurch kann eine vollständige oder fast vollständige Trennung von Öl- und Paraffinphase erreicht werden, obgleich während dieser Behandlung das Paraffin nicht in die Hilfsphase übergeht. Auch ist es hierbei nicht notwendig, wenn auch wünschenswert, daß die Hilfsphase und die Ölphase verschiedene spezifische Gewichte aufweisen.
  • Das Verfahren nach der Erfindung kann auch angewendet werden, um andere feste Kohlenwasserstoffe als Paraffin aus Ölen abzutrennen, z. B. um festes Naphthalin aus Teeröl abzutrennen oder um bei tiefer Temperatur feste Fraktionen aus flüssigen Kohlenwasserstoffgemischen, wie Leuchtöl, abzuscheiden.
  • Die Lösungsmittel für die Ölanteile dürfen bei der Arbeitstemperatur die festen Kohlenwasserstoffe nur wenig oder überhaupt nicht lösen. Bei der Entparaffinierung sollen daher gute EntparaffinierungslösungsTittel verwendet werden.
  • Die Ölphase, d. h. die Lösung des Öls im Lösungsmittel, die naturgemäß nicht zu viskos sein soll, muß polar sein, denn für den vorliegenden Zweck läuft die Polarität fast der Dielektrizitätskonstante (d. e. c.) parallel, mit anderen Worten, die Dielektrizitätskonstante der Ölphase soll auf einen geeigneten Wert eingestellt werden. So wurde gefunden, daß in der Regel bei einer gegebenen Hilfsphase und einem gegebenen oberflächenaktiven Stoff mit einer Ölphase mit starker Polarität oder ohne Polarität keine oder keine guten Ergebnisse erzielt werden.' Die richtige Polarität (d. e. c.) der Ölphase kann nun z. B. erzielt werden, indem man Lösungsmittelgemische anwendet, die aus einem Lösungsmittel mit einer hohen Dielektrizitätskonstante und einem Lösungsmittel mit einer niedrigen Dielektrizitätskonstante besteht, wobei man das Verhältnis der Lösungsmittel zueinander und das Verhälfnis des Lösungsmittelgemisches zur Menge des Ausgangsgemisches einstellt. Oft genügt es, ein einziges polares Lösungsmittel anzuwenden und eine geeignete Auswahl des Verhältnisses von Lösungsmittelmenge zum Ausgangsgemisch zu treffen. Der Wert der Dielektrizitätskonstante der Phase aus Öl und Lösungsmittel liegt vorzugsweise zwischen etwa 2 und etwa 15. Die besten Ergebnisse werden gewöhnlich mit Werten zwischen etwa 3 und 1o erzielt.
  • Das Vozstehende wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert Beispiel I a) Zu einem paraffinhaltigen Mineralöl (einem stark aromatischen, katalytisch gespaltenen Öl, das von leichten Anteilen befreit wurde) wird Dichloräthan als Lösungsmittel gegeben. Die Lösung wurde dann auf -f- 5° abgekühlt, so daß in der Ölphase festes Paraffin gebildet wird. Als Hilfsflüssigkeit wurde Wasser angewendet, zu dem Natrium-heptadecylg-sulfat in einer Menge von 5o mg, berechnet auf 50 ccm Wasser -f- 50 ccm Ölphase, als oberflächenaktiver Stoff zugegeben war. Das Verhältnis von Öl zu Dichloräthan wurde variiert und der Berührungswinkel O gemessen. Wenn dieser Winkel O größer als go' war, ging, wie gefunden wurde, das Paraffin in die Hilfsphase über, und im ganzen erfolgte dies um'so befriedigender, je höher der Berührungswinkel über go' lag. Wenn der Berührungswinkel weniger als go' beträgt, tritt das Paraffin nicht mehr in die Hilfsphase über; es sei jedoch beachtet, daß der Fehler hei der Bestimmung des einzelnen Berührungswinkels mehrere Grade betragen kann. Die Ergebnisse waren wie folgt:
    Verhältnis Öl zu Dichloräthan Kontakt-
    Volumteile Winkel O
    1: 9g (Dielektrizitätskonstante etwa g, g) 1320
    25:75 (Dielektrizitätskonstante
    etwa 6,6) ....................... 1120
    50:50 (Dielektrizitätskonstante
    etwa 4,7) ....................... 7 2 0
    7525 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4g0,
    Zoo : o (Dielektrizitätskonstante
    etwa 2,7) ............:.......... 160 -
    Der obige. Versuch beweist, daß mit einem großen Verhältnis Öl zu Lösungsmittel die Polarität der Ölphase zu niedrig ist, umbefriedigende Ergebnisse zu zeugen (O unter go0). Gleichzeitig scheint jedoch, daß Dichloräthan allein nicht einmal hinreichend polar ist, um einen Kontaktwinkel unter go' bei einem niedrigen Öllösungsmittelverhältnis sicherzustellen.
  • Wenn jedoch das Dichloräthan teilweise durch ein stark polares Lösungsmittel, wie Furfurol, ersetzt wird, sinkt der Kontaktwinkel auf unter go0, und das feste Paraffin tri-t nicht in die Hilfsphase über. Wenn z. B. 54,45 Volumteile Dichloräthan und 0,55 Volumteile Furfurol auf 45 Volumteile Öl angewendet werden, beträgt O .4z0. Mit 53,9 -VOlumteilen Dichloräthan und 1 Volumteil Furfurol ist O 170, und mit 52,25 Volumteilen Dichloräthan und 2,75 Volumteilen Furfurol betrug ,O weniger als 50.
  • Dichloräthan hat sich jedoch als ausgezeichnetes Lösungsmittel für den vorliegenden Zweck erwiesen, und die meisten der Versuche wurden daher mit diesem Lösungsmittel durchgeführt.
  • b) Versuche ähnlich denen unter a) beschriebenen wurden mit. einem paraffinhaltigen Mineralöldestillat (6o °/o festes Paraffin bei -E- 150 Dichte D740 = 0,8053, Siedebereich bei Atmosphärendruck 396 bis 4370, Trübungspunkt 530, Viskosität bei 6o0 Redwood 1:53,2) durchgeführt. Ein Gemisch aus Methyläthylketon und Benzol wurde als Lösungsmittel verwendet. Es waren stets 1 g Öl auf io ccm Methyläthylketon-Benzolgemisch vorhanden. Natrium-heptadecyl-g-sulfat wurde in einer Menge von Zoo mg auf 50 ccm Wasser als Hilfsphase und 50 ccm Ölphase als oberflächenaktiver Stoff angewendet. Die Ergebnisse waren
    Einfluß der Zusammensetzung
    des Lösungsmittelgemisches auf den
    Kontaktwinkel
    Zusammensetzung Kontakt-
    des Lösungsmittelgemisches
    Winkel D
    Methyläthylketon-Benzol (Volumteile)
    6o: 4o ............................ 760
    50:50 (Dielektrizitätskonstante
    etwa 6,4) ....................... 880
    4o: 6o ................... ...... 1150
    30:70 ............................ I57°
    2o: 8o ............................ 130'
    1o:go (Dielektrizitätskonstante
    etwa 3,0) ....................... 900
    5:95 ............................ 780
    Die Dielektrizitätskonstante wurde bei einer Frequenz von 2 X 1o5 Hz und bei Raumtemperatur gemessen.
  • c) Ebenso wie unter b), jedoch war das Losungsmittel jetzt ein Gemisch aus Methyläthylkefon und Toluol. Die Ergebnisse wareri wie folgt:
    Einfluß der Zusammensetzung
    des Lösungsmittelgemisches auf den
    Kontaktwinkel
    Zusammensetzung des Lösungsmittels Kontakt-
    Methyläthylketon-Toluol (Volumteile)
    Winkel O
    50:50 ............................ 740
    4o: 6o .............. . ............. 9o0
    30:70 ............................ 130'
    20:80 ............................ 1450
    1o:go ............................ 980
    5:95 ............................ 830
    d) Wenn ein nichtpolares Lösungsmittel, wie ein Benzin (Siedebereich 6o bis 8o0) als Lösungsmittel mit dem gleichen Öl wie unter b) angewendet wird, tritt das Paraffin nicht in die Hilfsphase über, und der Kontaktwinkel bleibt weiter unter go0.
  • Es wurde nun gefunden, daß mit einem Verhältnis Öl zu Benzin von 4:5o (gewichtsmäßig) mit 4o mg Natrium-heptadecyl-g-sulfat auf 50 ccm Wasser und 50 ccm Ölphase ein Kontaktwinkel von (9 = 380 erhalten wird.
  • e) Wie unter d), jedoch mit 50 mg Natriumdioktylsulfosuccinat: O = 3o0.
  • f) Methylisobutylketon, eine stark polare Verbindung-wurde als Lösungsmittel angewendet. Das Gewichtsverhältnis von Öl, wie unter b, zu Methylisobutylketon betrug 4:50a Zoo ccm Wasser wurden je auf Zoo ccm Ölphase als Hilfsflüssigkeit artgewendet, wobei verschiedene oberflächenaktive Stoffe zugesetzt wurden.
    O
    Ohne Oberflächenaktiven Stoff ...... 2o°
    Mit 50 mg Natrium-heptadecyl-g-sulfat
    und io mg MgS04 . . . . . . . . . . . . . 27°
    Mit 5oo mg C1111,COOCH2CH2
    NHCOCH,S03NaundiomgM9S04 6o°
    ioo mg C"H2aCOOCH2 - CH,NHC0
    CH, - S 03 Na -I- 2 mg Mg S 04 .... 20,
    200 mg Natriumdioctylsulfosuccinat
    -f- 2 mg Mg S 04 . . . . . . . . . . ..... . 55 °
    g) Chloroform wurde als Lösungsmittel für das Öl unter b) im Gewichtsverhältnis q.:50 verwendet. Mit 50 g Ölphase und 50 g Wasserphase als Hilfsflüssigkeit wurden als oberflächenaktive Stoffe verwendet: Zoo mg N atrium-heptadecyl-g-sulfat '- i0 mg M9S 04, 500 mg C,H23COOCH2 - CH.NHCOCH2-S03Na *5o mg Mg S04, ioo mg Natriumdioctylsulfosuccinat *5o mg Mg S04. In jedem Falle war O kleiner als 5°.
  • h) Di Chlormethan wurde als Lösungsmittel im Gewichts, -erhältnis von Öl, wie unter b), zu Dichlormethan von 4:5o angewendet. ioo mg Wasser wurden als Hilfsphase für je ioo ccm angewendet.
    (9
    5oo mg C11 H2aC O O C H2
    CH,NHCOCH2
    - S 03 Na -E- 5o mg Das Paraffin sank
    Mg S 04 . . . . . . . . . . . . 280 nicht in die Hilfs-
    ioo mg Natriumdioctyl- Phase hinab.
    sulfosuccinat + 5o mg
    Mg S 04 . . . . . . . . . . . . 32 °
    Wenn iooo mg Na-heptadecyl-g-sulfat und ioo mg M9S04 angewendet wurden, war O über go°, und es trat das Paraffin in die Hilfsphase über.
  • Die Ergebnisse der verschiedenen Versuche zeigen also, daß die Ölphase nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach polar sein darf, d. h., ihre Dielektrizitätskonstante soll etwa zwischen 2 und 15 liegen.
  • Im allgemeinen soll daher die Hilfsflüssigkeit stark polaren Charakter besitzen, d. h. sie soll im Vergleich zur Ölphase eine verhältnismäßig hohe Dielektrizitätskonstante aufweisen. Wasser (Dielektrizitätskonstante etwa 8o) oder eine wäßrige Flüssigkeit werden daher bevorzugt angewendet. In der Regel bestehen mindestens 50 °/o der Hilfsphase aus Wasser. Es ist auch möglich, niedere Alkohole, Glyzerin oder Glykol anzuwenden. Die Alkohole werden jedoch im allgemeinen in Verbindung mit Wasser verwendet.
  • In einigen Versuchen, bei denen ein Öl, wie unter b), als Lösungsmittel Dichloräthan und als oberflächenaktive Verbindung Natriumheptadecyl-g-sulfat verwendet wurde, wurde Mathanol zur Wasserphase gegeben, bis diese io°/o enthielt. Der Kontaktwinkel blieb hie:`durch praktisch unverändert.
  • Beim Arbeiten bei niedrigen Temperaturen werden manchmz 1 Salze, wie NaCI oder CaC12, oder Alkohole, wie Methyl- oder Äthylalkohol, dem Wasser zugesetzt, um ein Gefrieren zu verhindern. Andere Stoffe, die dem Wasser beigegeben werden können, - werden später erörtert.
  • Die Hilfsphase muß in hinreichender Menge angewendet werden, um die Paraffinteilchen leicht zu absorbieren. Sie beträgt gewöhnlich das Ein- oder Zweifache der Ölphase. Wenn das Verfahren technisch durchgeführt wird, wird die Hilfsphase gewöhnlich im Kreislauf geführt.
  • Um eine befriedigende Trennung von Öl und Hilfsphase mit den festen Kohlenwasserstoffen zu erzielen, ist das spezifische Gewicht der einzelnen Phasen ebenfalls wichtig.
  • Im allgemeinen sollen Öl- und Hilfsphase eine verschiedene Dichte aufweisen. Im Prinzip kann daher die Hilfsphase leichter oder schwerer sein als die Ölphase. Es ist jedoch das spezifische Gewicht der festen Kohlenwasserstoffe zu berücksichtigen. Das spezifische Gewicht der Phasen wird bei richtiger Auswahl der verschiedenen Flüssigkeiten und Zusätze daher zweckmäßig so eingestellt, daß das spezifische Gewicht der Hilfsphase zwischen dem der Ölphase und dem der festen Kohlenwasserstoffe liegt, da sich sonst die festen Kohlenwasserstoffe in der Nähe der Grenzfläche der beiden Flüssigkeiten anreichern, was die Abtrennung technisch schwierig gestaltet. Weitere Einzelheiten werden nun an der Entölung von Paraffin erläutert.
  • In der Regel hat das Paraffin ein etwas höheres spezifisches Gewicht als das in ihm vorhandene Öl, z. B. kann das spezifische Gewicht von Paraffin o,95 und das des Öles o,9 betragen. Eine sehr wirksame Trennung kann nun durch Zugabe eines verhältnismäßig schweren Lösungsmittels, wie Dichloräthan oder Dichlormethan, zum Öl erreicht werden, so daß das spezifische Gewicht des Öles größer als i wird. Wird nun Wasser als Hilfsflüssigkeit mit Natriumheptadecyl-g-sulfat als oberflächenaktiver Stoff verwendet, so wird das Paraffin auf der Wasserphase aufschwimmen, während die Ölphase absinkt. Es treten dann keinerlei Schwierigkeiten bei der Trennung der Phasen auf.
  • Es ist jedoch auch möglich, zum Öl ein verhältnismäßig leichtes Lösungsmittel, z. B. ein Gemisch aus Methyläthylketon, Propan und gegebenenfalls Benzol, zugegeben, so daß das spezifische Gewicht der Ölphase verhältnismäßig niedrig wird. Gemische aus Wasser und Methanol oder Äthanol, deren spezifisches Gewicht geringer ist als das des Paraffins, aber höher ist als das der Ölphase, können dann als Hilfsphase verwendet werden. In diesem Falle setzt sich das Paraffin ab, während die Ölphase auf der Wasserphase aufschwimmt. Das erste Verfahren ist jedoch zu bevorzugen.
  • Dank der verschiedenen Möglichkeiten kann der oberflächenaktive Stoff mehr oder weniger beliebig gewählt werden. Er muß so ausgewählt werden (teils als Folge einer geeigneten Einstellung der dielektrischen Konstanten der beiden flüssigen Phasen), daß der Berührungswinkel 0 größer als go° ist und der absolute Wert von y cos 0 bevorzugt einen Höchstwert annimmt. Es können mehrere oberflächenaktive Stoffe verwendet werden. Viele Handelsprodukte sind solche Gemische.
  • Obgleich die Mehrzahl der oberflächenaktiven Stoffe in der Ölphase mindestens etwas löslich ist, ist dies nicht absolut erforderlich. Eine gewisse Löslichkeit in der, Ölphase hat jedoch ihre Vorteile. Wenn die Löslichkeit in der Ölphase sehr groß ist, wird der Verbrauch an oberflächenaktiven Stoffen auch verhältnismäßig groß. Ein oberflächenaktiver Stoff, der in der Hilfsphase löslich ist, ist vorzuziehen. Dies ist vorteilhaft bei der Führung der Hilfsphase im Kreislauf. Es braucht dann nur eine kleine Ergänzungsmenge der oberflächenaktiven Verbindung zugeführt zu werden. Die folgendenVersuche zeigen, daß diebesten Ergebnisse mit kationaktiven oder anionaktiven Stoffen erzielt werden. Nichtionogene aktive Stoffe sind als oberflächenaktive Stoffe für die Entparaffinierung nicht geeignet. Beispiel II a) 7,5 Gewichtsteile Dichloräthan, bezogen auf Ausgangsmaterial, werden zu dem Paraffindestillat nach Beispiel Ib) zugefügt, und das Gemisch wird auf -E- z5° gekühlt. Die Hilfsphase bestand aus =o Gewichtsteilen Wasser, ebenfalls bezogen auf Ausgangsmaterial. Es wurden verschiedene oberflächenaktive Stoffe untersucht, die zur Ölphase zugegeben wurden, und es wurde langsam höchstens 30 Minuten gerührt. Die Aktivität des oberflächenaktiven Stoffes wurde danach beurteilt, ob das feste Paraffin während dieser Zeit in die Wasserphase übergetreten war. Ein Maximum von 5 °/o des oberflächenaktiven Stoffes, berechnet auf Ausgangsmaterial, d. h. o,25 °/o, berechnet auf die gesamte Flüssigkeitsmenge, wurde angewendet. Gute Ergebnisse wurden mit den folgenden anionaktiven obenflächenaktiven Stoffen erhalten: Alkylarylsulfonat, Dibutylnaphthylsulfonat und Diisopropylnaphthylsulfonat, Sulfonate aus Raffination von Transformatorenölen, Sulfonate aus Weinöl, Dioctylbenzylsulfonat, durch Polyäthylenoxyd substituiertes Alkylarylsulfonat, Natriumsalz von Dioctylsulfobernsteinsäure C11H"üOOCH,CH,NHCOCH2 S 03 Na, Na-Salz von sulfoniertem Oxyäthylamin, Alkylnaphthalinsulfonat und Rizinusöl, Na-Dodecylbenzolsulfonat, Na-C9_" benzolsulfonat, Natrium-heptadecyl-9-sulfat, Na-Trilicosyl-z2-sulfat und Sulfonate von wasserlöslichen Sulfonsäuren, wie sie z. B. durch Behandlung von Säureschlamm aus der Raffination von Transformatorenöl, Turbinenöl oder Weißöl mit Schwefelsäure und bzw. oder Oleum mit Wasser, nachfolgender Abtrennung der wäßrigen Schicht und Neutralisation der zurückbleibenden öligen Schicht mit konzentrierter wäßriger Natronlauge erhalten werden. Ferner kann man gereinigte oder nicht gereinigte technische Naphthentte, wie ein asphaltartiges Produkt, das durch Destillation von Ölen über Alkali erhalten wurde, verwenden, welches einen beträchtlichen Gehalt an Natriumnaphthenaten aufweist.
  • Gute Ergebnisse werden auch erhalten mit folgenden kationaktiven Stoffen: Oleylamin, das mitÄthylenoxyd polymerisiert wurde, nach Überführung des Stickstoffs in die fünfwertige Form, gemischt mit Oleylsarcosid.
  • Mit Mersolaten Türkischrotöl, Na - C,_1a-2-sulfat und mit nichtionogenen aktiven Stoffen wurde überhaupt kein und mit verschiedenen Säureteeren (anionaktiv) nur ein geringer Erfolg erzielt.
  • Geeignete oberflächenaktive Stoffe haben in der Regel einen verhältnismäßig langen Alkylrest, verbunden mit einer polaren Gruppe, welche eine hinreichend starke Polarität haben soll. Noch besser sind oberflächenaktive Stoffe, die mehr als einen Alkylrest besitzen, z. B. Natrium-heptadecyl-9-sulfat.
  • Ein kationaktiver Stoff, wie Octadecylamin, ist zu schwach polar und tritt nicht leicht in die Hilfsflüssigkeit über. Dies kann durch Zugabe einer Säure, z. B. HCl, verbessert werden, wobei Octadecylamin-hydrochlorid gebildet wird. Da diese Verbindung sich nicht in der Ölphase löst, ist es besser, Octadecylamin zur Ölphase und Salzsäure zur Hilfsphase zuzugeben. Auf diese Weise werden mit Octadecylamin sowie mit Dodecylamin gute Ergebnisse erreicht.
  • Ein ähnlicher Fall tritt bei den anionaktiven Stoffen Ölsäure, Rizinolsäure, sulfonierter Rizinolsäureester, Fettsäuren, die mit Diäthanolamin verestert, sulfoniert und dann mit Ammoniak neutralisiert wurden, und verschiedenen Naphthensäuren auf. Wenn diese Stoffe zusammen mit kaustischen Lösungen, vorzugsweise zur Hilfsphase zugegeben, verwendet werden, ergeben sie positive Resultate.
  • b) Für Untersuchungszwecke wurden auch Kontaktwinkelmessungen O durchgeführt. Es wurde gefunden, daß in den Fällen, in denen keine befriedigenden Ergebnisse erhalten wurden, der Kontaktwinkel O weniger als go° und in den Fällen, in denen gute Ergebnisse erzielt wurden, der Kontaktwinkel O größer als go° war.
  • In diesem Fall war das für die Messung benutzte System auch Wasser-Öl -E- Dichloräthan (im Gewichtsverhältnis 5:95)-festes Paraffin.
    Oberflächenaktiver Stoff Kontakt-
    winkel
    Ohne ............................. 3o0
    Alkylarylsulfonat .................. z22°
    Alkylarylpolyätheralkohol (nichtiono-
    genaktiv) ....................... 15°
    Türkischrotöl...................... 1g0
    Natriumdioctylsulfosuccinat . . . . . . . . . 125
    nichtionogenaktiv, Sorbityllaurylester
    kondensiert mit (C,H40)18 ....... 170
    Octadecylpyridiniumbromid .... .. . .. 1120
    Alkylarylpolyätheralkohol, Türkischrotöl und Sorbityllaurylester kondensiert mit (C,H40)1$ wurden im Überschuß 7 bis 8 °/a, bezogen auf Öl, angewendet.
  • c) In der Regel sind bereits 2 bis 5 °/o oberflächenaktiver Stoff ausreichend und oft genügt weniger als i0/,. Der Einfluß der Mengen des oberflächenaktiven Stoffes ist aus dem folgenden Versuch (das gleiche System wie unter b) ersichtlich.
    Oberflächenaktiver Stoff
    Natrium-heptadecyl-g-sulfat
    Menge des oberflächenaktiven Stoffes Kontakt-
    in Gewichtsprozent, Gel
    bezogen auf Wasser + Öl -j- Dichloräthan
    o ............................ 300
    0,005 ......................... 390
    0,010 ......................... 530
    0,015 ......................... 950
    0,020 ......................... 1o30
    0,030 ......................... 1210
    0,040 ......................... 1230
    0,050 ......................... 1230
    Dank der Anwesenheit des oberflächenaktiven Stoffes werden die verschiedenen Grenzflächenspannungen gering, so daß die Bildung von Emulsionen als Wirkung des Rührens usw. in vielen Fällen erwartet werden kann. Die Bildung von temporären Emulsionen ist an sich kein Nachteil, da sie bewirkt, daß die betreffenden Phasen in enge Berührung miteinander gebracht werden. Für die nachfolgende Abtrennung der festen Phase und die Trennung der flüssigen Phase voneinander ist es jedoch notwendig, daß keine stabilen Emulsionen gebildet werden. Wenn daher keine weiteren Vorkehrungen getroffen werden, muß die Berührung der Phase sehr sorgsam erfolgen, da sonst die scharfe Trennung zwischen festen Kohlenwasserstoffen und Öl gefährdet ist.
  • Überraschenderweise wurde jedoch gefunden, daß diese Gefahr durch Zusatz eines weiteren Stoffes als Demulgiermittel vermieden werden kann, der die Bildung von bleibenden Emulsionen verhindert, ohne die Aktivität des oberflächenaktiven Stoffes zu beeinträchtigen. Die folgenden Versuche zeigen, welche Substanzen als befriedigende Deniulgiermittel für das vorliegende Verfahren gefunden wurden.
  • Beispiel III Um die Aktivität der verschiedenen Stoffe als Demulgiermittel zu bestimmen, wurde ein paraffinhaltiges Destillat mit Dichloräthan im Gewichtsverhältnis 1 : 7,5 verdünnt und auf + 15° gekühlt, worauf to Gewichtsteile Wasser, bezogen auf 1 Gewichtsteil des Ausgangsmaterials, zugegeben wurden. Dieses wurde kräftig während 1 bis 2 Minuten bis zur Bildung einer Emulsion gerührt. Der oberflächenaktive Stoff, 0,4o °/o Natrium-heptadecyl-g-sulfät, berechnet auf Ausgangsmaterial, wurde vor dem Rühren zur Wasserphase gegeben, ebenso 0,0005 bis 10/, des jeweils verwendeten Demulgiermittels, s. u. berechnet auf Ausgangsmaterial. Das Demulgiermittel kann auch nach Bildung det Emulsion zugegeben werden. Wenn sich das Paraffin innerhalb 30 Minuten in weißem Zustand abschied, wurde das Demulgiermittel als wirksam klassifiziert.
  • a) Bei Verwendung von anionaktiven oberflächenaktiven Stoffen wurden bei Salzen die besten Ergebnisse nüt Salzen zweiwertiger .Metalle erzielt: Mg S Ö4, Mg C4, CaC12, Ca S 04, Ni (N 03) 2, Zn (N O3)2, FeS04, CuSO4, CdC12 und MgS04. Mit PbCh und SnC12 und Salzen von Metallen mit einer noch höheren Valenz wurden keine Erfolge erzielt, wahrscheinlich infolge einer chemischen Reaktion zwischen dem Demulgiermittel und den oberflächenaktiven Stoffen. Ebenso ergeben einwertige Salze mit Ausnahme von Lithium- und Ammoniumsalzen, wie LiCl und NH,C1 kein Ergebnis.
  • b) Ferner wurde eine Anzahl organischer Demulgiermittel untersucht, welche alleinunwirksam waren, wie Cyclohexylamin, Phenol, Diphenylamin, Amylalkohol, Dodecylalkohol und Cyclohexanol. Zusammen mit Salzen, wie Na, S04, sind sie jedoch wirksam. Es wird angenommen, daß mit Verbindungen wie Na2S04 die emulgierten Öltröpfchen zu einem großen Ausmaß ihre Ladung verlieren, aber erst mit den zugefügten organischen Verbindungen zusammenlaufen.
  • c) Diese Vermutung bezieht sich auch auf die Aktivität der folgenden nichtionogenen wirksamen Stoffe als Demulgiermittel.
  • Kondensat aus Stearinsäure und Polyäthylenoxyd, Sorbityltrioleat, kondensiert mit Athylenoxyd, Kondensationsprodukte aus Alkylphenolen und Athylenoxyd, Sorbityl-Oleat-Laurat, (C17 H33 - C o - 0 - C2 H4 0)4, 5 H, Diese Stoffe sind alle nur zusammen mit einem Stoff, wie Nag S 04, wirksam. In den vorhergehenden Beispielen wurde ein anionaktiver oberflächenaktiver Stoff verwendet. Um den Emulgiereffekt solcher Stoffe auf die Öltröpfchen in der Wasserphase zu vermeiden, sollten die negativen elektrischen Ladungen der Anionen der oberflächenaktiven Stoffe an den Tröpfchen neutralisiert werden. Dies wird durch die Kationen der zugesetzten Salze bewirkt. Je höher die Valenz des Kations ist, je besser ist im allgemeinen seine Wirkung als Demulgiermittel. Das Demulgiermittel darf natürlich den oberflächenaktiven Stoff nicht ausfällen. Darüber hinaus spielt auch die Größe des Kations eine Rolle. Je kleiner das Kation bei gleicher Valenz ist, je besser wirkt es. Dies erklärt z. B., warum Lithiumsalze eine günstige Demulgierwirkung erzeugen.
  • Somit wird, im ganzen gesehen, wenn ein anionaktiver oberflächenaktiver Stoff verwendet wird, ein kationaktives Demulgiermittel angewendet, vorzugsweise ein Salz der Art Mn+ - (Z-)", in dem n = > 2 ist (M = Metall, Z. = Anion). Sehr gute Ergebnisse werden mit der Kombination Natrium-heptadecylg-sulfat (das entsprechende Magnesiumsalz kann auch angewendet werden) und M9S04 erzielt.
  • d) Es wurden Versuche ähnlich den unter a) beschriebenen auch in Gegenwart eines kationaktiven oberflächenaktiven Stoffes, z. B. Octadecylpyridiniumbromid, durchgeführt. Die Menge dieses Stoffes betrug 0,5 bis 7,5 Gewichtsteile auf Zoo Teile Ausgangsmaterial.
  • Positive Ergebnisse wurden mit .folgenden Salzen als Emulgiermittel erreicht NaQS03, K,Cro4, Na4P20" Na2S04, NaZC03, KZC03, K,S, Na2S203 und NaNO2.
  • Na4P207 und KZS gaben die besten Ergebnisse: Bei Verwendung eines kationaktiven oberflächenaktiven Stoffes spielt die Valenz des Anions des Demulgiermittels eine Rolle. Je höher die Valenz des Anions und je kleiner das Anion sind, je besser ist die Aktivität. Das bevorzugte anionaktive Demulgiermittel ist ein Salz des Typus (M+)n - Zn-. Daß die Größe des Anions auch eine Rolle spielt - das elektrische Feld eines großen Anions ist im allgemeinen verhältnismäßig klein, selbst wenn es ein mehrwertiges Anion ist -, wird z. B. gezeigt durch die ziemlich geringe Aktivität von K ,Fe (C N) g.
  • Die Zugabe von Demulgiermitteln, insbesondere der Salze zur wässerigen Phase unterdrückt nicht nur die Neigung, stabile Emulsionen in beträchtlichem Ausmaß zu bilden, sondern ermöglicht gleichzeitig die Anwendung einer geringeren Menge der oberflächenaktiven Stoffe.
  • Die Zugabe eines Demulgiermittels ist sehr wichtig, da dann auch bei kräftigem Rühren ein schnelles Übertreten der Paraffinteilchen in die Hilfsphase erzielt wird, die Paraffinteilchen voneinander getrennt werden, kein Einschluß der Ölphase auf Grund der intensiveren Berührung mit den oberflächenaktiven Stoffen auftritt und die Paraffinteilchen auch mechanisch in die Hilfsphase übergeführt werden. Dies bedeutet auch, daß die Dichte des Paraffins gegenüber dem Öl nur eine geringere Rolle spielt, denn die Paraffinteilchen werden nun durch Rühren und Schütteln in die Wasserphase befördert.
  • Es ist weiter oft von Bedeutung, den pH-Wert der Hilfsphase auf einen geeigneten Wert einzustellen, denn der pH-Wert der Hilfsphase beeinflußt oft den Wert des Kontaktwinkels O und damit das Übertreten der festen Kohlenwasserstoffe, z. B. der Paraffinkristalle, aus der Ölphase in die Hilfsphase. Als Regel steigt der Wert des Kontaktwinkels 0 mit "dem pH-Wert der Hilfsphase. Gewöhnlich wird also der pn-Wert der Hilfsphase größer als 7 gewählt.
  • Wenn jedoch eine wäßrige Hilfsphase in innige Berührung mit der Ölphase kommt, so fördert ein höherer pn-Wert (PH über 7) die Bildung von Öl-in-Wasser-Emulsionen, an Stelle von Wasserin-Öl-Emulsionen, was im allgemeinen erwünscht ist.
  • Der p-$Wert der Hilfsphase kann z. B. durch Zugabe einer Menge Natronlauge eingestellt werden. Es ist ratsam, die Stoffe in dem Öl, von denen erwartet werden kann, daß sie an den festen Kohlenwasserstoffen adsorbieren und daher die Wirkung der oberflächenaktiven Stoffe herabsetzen (Naphthensäuren, Asphaltene u. dgl.), unschädlich zu machen, z. B. durch vorherige Entfernung aus dem Öl, durch Fällung während des Verfahrens oder durch Umwandlung in Verbindungen, die sich besser in der Hilfsphase als in der Ölphase lösen.
  • Ein weiterer Vorteil der Demulgiermittel ist, daß es ausreichend ist, den oberflächenaktiven Stoff ausschließlich zur Hilfsphase zuzufügen und demzufolge die ganze Hilfsphase im Verfahren im Kreislauf geführt werden kann. Die Menge des oberflächenaktiven Stoffes und die Menge des Demulgiermittels in der Wasserphase kann leicht durch Auffüllung mit verhältnismäßig kleinen Mengen dieser Stoffe auf einem Standardwert gehalten werden.
  • Es ist nicht nur möglich, Öl aus Paraffin in der erwähnten Weise abzutrennen, sondern auch z. B. Paraffin in Fraktionen mit verschiedenem Schmelzpunkt oder Schmelzbereichen aufzuteilen.
  • Die Temperatur, bei der die Behandlung stattfindet, hängt in großem Ausmaß von der Art und der Menge des im Öl vorhandenen Paraffins ab. Anstatt das Paraffin in einer Stufe aus dem Öl zu entfernen, kann es, wie an sich bekannt, auch bei verschiedenen Temperaturen in einer Mehrzahl von Stufen entfernt werden.
  • Einige Beispiele der Arbeitsweise für die Entparaffinierung von Mineralölen nach der Erfindung werden unten wiedergegeben. Beispiel IV Das Ausgangsgemisch war das gleiche paraffinhaltige Mineralöldestillat wie im Beispiel I unter b) angegeben.
  • a) Zoo Gewichtsteile dieses Ausgangsgemisches wurden bei 7o° in 75o Gewichtsteilen Dichloräthan gelöst. Das Gemisch wurde langsam unter mäßigem Rühren bis auf + Z5° gekühlt, so daß festes Paraffin auskristallisierte. Das gekühlte Gemisch wurde mit Zooo Gewichtsteilen Wasser, in denen 0,25 Gewichtsteile Natrium-heptadecyl-g-sulfat und o,o2 Gewichtsteile MgS 04 gelöst waren, zu einer Emulsion verrührt. Nach einem Absetzen bei + Z5° in 3 Minuten, wobei sehr vorsichtig gerührt wurde, wurde die Wasserphase, die das feste Paraffin enthielt, von der paraffinfreien Öl-Dichloräthan-Phase abgetrennt.
  • Die Wasserphase wurde auf -f- 70° erhitzt, worauf die Paraffinschicht, die jetzt flüssig geworden war, leicht von der Wasserphase getrennt werden konnte. Das Paraffin enthielt o,25 Gewichtsprozent Öl, Dichte (ASTM-Methode) 721, Schmelzpunkt -E- 6o°. Die Ausbeute an Paraffin betrug 6o Gewichtsprozent, bezogen auf Ausgangsöl.
  • b) Es wurde das gleiche Verfahren wie unter a) angewendet, jedoch wurden an Stelle von o,o2 Gewichtsteilen M9S04 ein Gewichtsteil Na2S04 und i Gewichtsteil Cyclohexanol zum Wasser zugegeben.
  • Das erhaltene Paraffin hatte einen Ölgehalt von 0,410/.. Die Ausbeute und der Schmelzpunkt waren die gleichen wie unter a).
  • c) Das gleiche Verfahren wie unter a) beschrieben, jedoch mit veränderten Mengen: i. 75o Gewichtsteile Dichloräthan, 15oo Gewichtsteile Wasser, 0,375 Gewichtsteile Natrium-heptadecyl-9-sulfat, 0,04 Gewichtsteile M@S04. Das Ergebnis war ein Paraffin mit einem Ölgehalt von 0,4104 (Doppelversuch o,67"/,).
  • 2. 75o Gewichtsteile Dichloräthan, i5oo Gewichtsteile Wasser, 0,375 Gewichtsteile Natrium-heptadecyl-9-sulfat, 1,5 Gewichtsteile Na2S04, 1,5 Gewichtsteile Cyclohexanol. Das Ergebnis war ein Paraffin mit einem Ölgehalt von 0,240/, (Doppelversuch o,38 3# 3oo Gewichtsteile Dichloräthan, 15oo Gewichtsteile Wasser, 0,375 Gewichtsteile Natrium-heptadecyl-9-sulfat, o,o3 Gewichtsteile M9S04. Das Ergebnis war ein Paraffin mit einem Ölgehalt von 1,42"/,.
  • 4. 30o Gewichtsteile Dichloräthan, 15oo Gewichts= teile Wasser, 0,375 Gewichtsteile Natrium-heptadecyl-9-sulfat, i Gewichtsteil Na, S04, 1 Gewichtsteil Cyclohexanol.- Das Ergebnis war ein Paraffin mit einem Ölgehalt von o,96 °/o.
  • 5. 3oo Gewichtsteile Dichloräthan, iooo Gewichtsteile Wasser, o,25 Gewichtsteile Natrium-heptadecyl-9-sulfat, o,o2 Gewichtsteile M9S04. Das Ergebnis war ein Paraffin mit einem Ölgehalt von 7"260/,.
  • 6. 30o Gewichtsteile Dichloräthan, ioo Gewichtsteile Wasser, 0,25 Gewichtsteile Natrium-heptadecyl-9-sulfat, i Gewichtsteil Na2S04, i Gewichtsteil Cyclohexanol. Das Ergebnis war ein Paraffin mit einem Ölgehalt von i,23 °/a.
  • d) Verfahren wie unter a@. mit der Ausnahme, daß nach dem Abtrennen der olphase von der Wasserphase die das Paraffin enthaltende Wasserphase nicht auf + 70° erhitzt, sondern i Stunde absetzen gelassen wurde. Anschließend wurden 55o Gewichtsteile Wasser dekantiert und die restliche Paraffinmasse, die noch 45o Gewichtsteile Wasser enthielt, auf + 70° erhitzt. Schließlich wurde das Paraffin. vom Wasser abgetrennt. Das erhaltene Paraffin .hatte einen Ölgehalt von 0,23 °%.
  • e) Verfahren wie unter d), jedoch wurde nach dem Dekantieren der 55o Gewichtsteile Wasser die zurückbleibende Paraffin-Wasser-Phase filtriert (sie kann auch zentrifugiert, abgepreßt, koaguliert oder gefällt werden), wobei es möglich war, fast alles Wasser zu entfernen. Der Ölgehalt des Paraffins lag unter 10/0.
  • f) Mit einem kontinuierlichen Verfahren können sogar noch bessere Ergebnisse als mit den obigen Arbeitsweisen erhalten werden, wenn die paraffinhaltige Wasserphase nach dem Abtrennen der Ölphase mit frischem Lösungsmittel ausgewaschen wird. Das so erhaltene Lösungsmittel, das etwas Öl enthält, kann als Verdünnungsmittel für das Ausgangsmaterial verwendet werden.
  • Die Zeichnung zeigt in Fig. i schematisch, wie ein solches kontinuierliches Verfahren in der Technik durchgeführt werden kann.
  • Das Gemisch aus Ausgangsmaterial und Lösungsmittel, das auf die Entparaffinierungstemperatur gekühlt wurde, wird einem ersten Mischer i zugeführt. Die Hilfsflüssigkeit, die den oberflächenaktiven Stoff und das Demulgiermittel enthält, wird über die Leitung 11 ebenfalls dem Mischer zugeführt. Nach dem Mischen wird der Inhalt des Mischers zu einer ersten Setzkammer 2 geleitet, in der die gewünschte Trennung in Ölphase und Wasserphase stattfindet. Die Ölphase wird durch die Leitung 12 abgezogen, und das Öl wird von dem Lösungsmittel (Dichloräthan) durch Destillation getrennt.
  • Die Wasserphase mit dem Paraffin gelangt zu einem zweiten Mischer 3. Das zurückgewonnene Lösungsmittel (3oo Gewichtsteile) fließt ebenfalls zu diesem Mischer durch eine Leitung 13. In dem Mischer 3 wird die Wasserphase mit dem Lösungsmittel ausgewaschen. Das Gemisch läßt man dann sich in einer zweiten Setzkammer 4 absetzen, wobei es in eine Lösungsmittelphase mit einer kleinen Menge Öl und in die gewaschene Wasserphase mit dem Paraffin zerlegt wird. Dieses letztgenannte Gemisch wird über die Leitung 14 für die weitere Behandlung und Herstellung des Paraffins abgezogen. Die Wasserphase (ioo Gewichtsteile) wird im Kreislauf zum Mischer i zurückgeleitet. Um die Konzentration an oberflächenaktiven Stoffen auf 0,7,5 Gewichtsteile zu halten, müssen jeweils o,o6 Gewichtsteile frische oberflächenaktive Stoffe zugefügt werden. Um die Konzentration am Demulgiermittel auf dem Standardwert (o,o2 Gewichtsteile) zu halten, müssen jeweils o,oi Gewichtsteile MgS04 zugesetzt werden.
  • Ein Teil, der Lösungsmittelphase aus der Setzkammer 4 wird zum Mischer i geleitet. Ein Teil des Restes wird nach Passieren eines Wärmeaustauschers 5 mit dem Ausgangsmaterial (ioo Gewichtsteile) gemischt, das durch die Leitung 15 zugeführt und auf 7o° erhitzt ist. Das Ausgangsmaterial passiert den Wärmeaustauscher 5 im Gegenstrom zu dem letztgenannten Teil der Lösungsmittelphase und wird hierdurch auf etwa 3o° abgekühlt. An dieser Stelle wird der andere Teil der Lösungsmittelphase zur Ölphase zugegeben, und das Gemisch wird durch das Kühlsystem 6 geleitet, indem es auf -t- 15° gekühlt wird. Während dieser Zweistufenkühlung scheidet sich das feste Paraffin aus der Ölphase ab. Das Gemisch aus Ölphase und festem Paraffin wird dann zum Mischer i gleitet. Die beschriebene Kühlweise ist natürlich für das vorliegende Verfahren nicht wesentlich und kann in verschiedenen Weisen erfolgen, wie aus der bekannten Entparaffinierungstechnik bekannt ist. Die geeignetste Kühlweise hängt auch von der Natur des zu behandelnden Ausgangsmaterials ab. In der oben erörterten Weise wird ein Paraffin mit nur 0,2304 Öl erhalten. Mit dem unter C6 beschriebenen Verfahren betrug der Ölgehalt iomal soviel, d. h. 2,26 °/o. Es wird also ein Paraffin von ausgezeichneter Beschaffenheit ohne eine gesonderte Ausschwitzbehandlung erhalten.
  • Der oben angegebene Ölgehalt von 0,230/, wurde erhalten, wenn die ganze Wasserphase mit Dichloräthan gewaschen wurde. Wenn der größte Teil des Wassers vorher in einer besonderen Setzkammer dekantiert wird und nur die restliche Paraffin-Wasser-Phase mit 30o Gewichtsteilen Dichloräthan hinterher gewaschen wird, wird ein Paraffin mit einem Ölgehalt von nur 0,i2 °/o erhalten.
  • Der Mischer i und die Setzkammer 2 können auch unter Bildung einer Kolonne i' in der Weise, wie in Fig. 2 angedeutet, vereinigt werden.
  • Der Schlamm aus festem Paraffin und der Ölphase (einschließlich Lösungsmittel) wird über die Leitung 16 am oberen Ende der Kolonne i' eingespeist, vorzugsweise unter der Grenzfläche 17 in dieser Kolonne zwischen der Hilfsphase und Paraffin auf der einen Seite und der Öl-Lösungsmittel-Phase auf der anderen Seite. Die Hilfsphase wird dem Bodenteil der Kolonne über die Leitung ix und die Verteilereinrichtung 18 zugeführt. Es werden am oberen Ende bei ig die Hilfsphase mit dem Paraffin und am Bodenteil die Ölphase mit dem Lösungsmittel bei 12 aus der Kolonne i' abgeführt.
  • In der Vorrichtung nach Fig. 2 bildet die Ölphase die schwerere kontinuierliche .Phase, durch welche die leichtere Hilfsphase in feinsten .Tröpfchen hin= durchtritt. Die Tröpfchen der Hilfsphase führen das feste Paraffin mit zum Kopfende, an dem sich die Tröpfchen zu einer flüssigen Phase vereinigen, in der das Paraffin enthalten ist, oder auf der das Paraffin schwimmt.
  • Es ist nicht notwendig, daß die Ölphase die schwerere Phase ist, noch muß die Ölphase die kontinuierliche Phase sein. Die Ölphase kann auch die leichtere und bzw. oder die disperse Phase darstellen. Fig. 3 zeigt einen Fall, in dem die Ölphase die leichtere und auch die disperse Phase ist. In diesem Fall wird der Schlamm aus der Leitung 16 in feindisperser Form durch die kontinuierliche Hilfsphase, die durch die Leitung ii eingeleitet wird, hindurchgeführt, das feste Paraffin tritt in die letztgenannte Phase über und wird zusammen mit dieser am Boden durch die Leitung ig ausgetragen. Die Ölphase wird am Kopfende durch die Leitung 12 abgeführt. In der Regel ist es ratsam, die Hilfsphase als leichtere kontinuierliche Phase wirken zu lassen. Beispiel V a) Das Verfahren nach der Erfindung kann auch auf das stark aromatische Öl, das im Beispiel I unter a) erwähnt ist, angewendet werden.
  • ioo Gewichtsteile Öl wurden mit Zoo Gewichtsteilen Dichloräthan gemischt. 30o Gewichtsteile Wasser, zu denen 0,25 Gewichtsteile Natrium-heptadecylg-sulfat und 0,015 Gewichtsteile M9S04 zugesetzt waren, wurden als Hilfsphase verwendet. Die Entparaffinierungstemperatur war -f-5°. Die angewendete Arbeitsweise war die gleiche wie im Beispiel IV unter a) beschrieben.
  • Die Paraffinausbeute war 50/,. Der Ölgehalt des Paraffins betrug 9,630/, (Doppelversuch 7,8401',), und der Trübungspunkt des entparaffinierten Öles war +5'. Der Ölgehalt ist beträchtlich höher als bei dem anderen Ausgangsmaterial, und dies muß der geringeren Lösungsmittelmenge und dem geringeren Pai7affingehalt des Öles zugeschrieben werden, denn der endliche Ölgehalt des abgetrennten Paraffins wurde bestimmt durch die Spuren der Ölemulsion, die in der Wasserphase nach der Demulgierung zurückbleiben und durch die Konzentration des Öles in den Tröpfchen. Durch Auswaschen der Wasserphase mit frischem Lösungsmittel tritt ein großer Teil der Öltröpfchen in die Lösungsmittelphase über, während der Ölgehalt in den Tröpfchen stark herabgesetzt wird.
  • b) Aus diesem Grunde wurde das Entparaffinierungsverfahren wiederholt, wobei diesmal ein Auswaschen der Wasserphase eingeschlossen wurde.
  • ioo Gewichtsteile Öl wurden mit i50 Gewichtsteilen Dichloräthan gemischt. Die Hilfsphase bestand aus i50 Gewichtsteilen Wasser -j- 0,25 Gewichtsteilen Natrium-heptadecyl-g-sulfat -j-- 0,015 Gewichtsteilen MgS 04. Der Versuch wurde, wie unter a) beschrieben, durchgeführt, jedoch wurde die Wasser-Paraffin-Phase mit 5o Gewichtsteilen Dichloräthan ausgewaschen. Die Ausbeute an Paraffin betrug wiederum 5 °/o. Der Trübungspunkt des entparaffinierten Öles war wieder -f- 5°, aber der Ölgehalt des Paraffins betrug jetzt i,03 Die beschriebenen Arbeitsweisen können auch in einer etwas abgeänderten Weise durchgeführt werden; z. B. ist es auch möglich, die Hilfsphase zur heißen Ölphase (Öl und Lösungsmittel) zuzugeben, worauf das Ganze zu einer Emulsion verrührt wird und die Emulsion auf die Entparaffinierungstemperatur abgekühlt wird.
  • Es ist auch möglich, das Wasser bei der Entparaffinierungstemperatur sorgsam zuzugeben. Es wird keine Emulsion hergestellt, sondern man läßt durch sorgsames Rühren das Paraffin in die Hilfsphase übertreten.
  • Obgleich die oben beschriebenen Ausführungsformen des Verfahrens nach der Erfindung bei weitem vorzuziehen sind, kann das Verfahren auch zum Auswaschen von Filterkuchen angewendet werden. Beispiel VI ioo Gewichtsteile des im Beispiel IV verwendeten Paraffindestillats wurden zusammen mit 75o Gewichtsteilen Dichloräthan auf -j- 70° erhitzt. Das Gemisch wurde unter Rühren auf + i5° abgekühlt und dann durch ein Büchnerfilter filtriert.
  • Der erhaltene Filterkuchen wurde in dreierlei Weise behandelt a) Auswaschen mit Zoo Volumteilen Dichlorätban, berechnet auf Volumteile Ausgangsmaterial, ergab ein Paraffin mit einem Ölgehalt von 22,20 °/o (Doppelversuch 2,36 °/o). b) Auswaschen mit Zoo Volumteilen Wasser, in denen 3,95 Gewichtsteile Na2S04 gelöst waren, um eine Einsparung an oberflächenaktivem Stoff zu erzielen. 0,525 Gewichtsteile Natrium-heptadecyl-9-sulfat waren vorher zur Ölphase zugegeben. Es wurde ein Paraffin mit einem Ölgehalt von 1,820/, erhalten, c) Auswaschen mit Zoo Volumteilen Wasser, in denen 4,05 Gewichtsteile Na2S04 gelöst waren. 0,93 Gewichtsteile Natrium-heptadecyl-g-sulfat waren vorher zur Ölphase zugegeben. Das erhaltene Paraffin hatte einen Ölgehalt von 1,18°/o.
  • Durch Anwendung dieses Verfahrens ist es auch möglich, das Paraffin in Stufen bei verschiedenen Temperaturen auszufällen. Auf diese Weise werden mehrere Paraffine mit verschiedenen Eigenschaften erhalten, mit anderen Worten, es wird eine Fraktionierung des Paraffins erreicht. Beispiel VII 30o Gewichtsteile Dichloräthan wurden bei 7o° mit ioo Gewichtsteilen Paraffindestillat, wie im Beispiel IV verwendet, gemischt. Das Gemisch wurde langsam auf 39° gekühlt. Bei dieser Temperatur wurden 35o Gewichtsteile Wasser, in denen o,165 Gewichtsteile Natrium-C9_" Benzolsulfonat und 0,023 Gewichtsteile MgS 04 gelöst waren, zugefügt. Das Gemisch wurde anschließend i/2 Minute kräftig gerührt. Das entstehende Gemisch wurde darauf 5 Minuten unter langsamem Rühren abkühlen gelassen. Das feste Paraffin trat quantitativ in die Wasserphase über. Die Phasen wurden getrennt. Wasser und Paraffin wurden erhitzt, und das geschmolzene Paraffin wurde vom Wasser getrennt.
  • Daraufhin wurde die Ölphase weiter auf +36' abgekühlt. Bei dieser Temperatur wurde die gleiche Menge Wasserphase in der gleichen Zusammensetzung wie das erste Mal zugegeben. Das feste Paraffin, das sich abgeschieden hatte, wurde dann entfernt.
  • Das Verfahren wurde nochmals bei ; 2o° wiederholt. Die in den 3 Stufen erhaltenen Paraffine hatten folgende Eigenschaften:
    Ausbeute,
    bezogen auf
    Schmelzpunkt, ° C nD Ausgangs-
    material
    Prozent
    6o,5° ............. 1,4333 15,0
    59,5° ............. 1,4330 26,5
    58,5° ............. 1,4322 18,5
    Weiter wurde eine Anzahl von Vergleichsversuchen durchgeführt, die zeigten, daß ohne ein geeignetes Lösungsmittel, ohne oberflächenaktive Stoffe oder eine Hilfsphase keine Erfolge erzielt werden können.
  • Beispiel VIII a) Ein Benzin (Siedebereich 6o bis 8o°) wurde als Lösungsmittel zum vorher erwähnten aromatischen Öl zugegeben. Das Verhältnis Öl zu Lösungsmittel schwankte von reinem Öl bis zu reinem Benzin. Der Kontaktwinkel der so erhaltenen Ölphasen wurde gegen Furfurol als Hilfsphase bei Paraffin als festem Kohlenwasserstoff gemessen. Der Kontaktwinkel betrug in allen Fällen weniger als 5°.
  • Bei den Entparaffinierungsversuchen mit dem Öl und dem erwähnten Benzin und mit Furfurol als Hilfsphase, trat das Paraffin nicht in die Hilfsphase über. In diesem Zusammenhang sei bemerkt, daß Lösungsmittel, wie Benzol, Methyläthylketon usw., nicht in Frage kamen, da diese eine vollständige Vermischung der Ölphase mit der Hilfsphase verursacht haben würden.
  • b) Das gleiche Ausgangsmaterial wie unter a) wurde in gleichen Gewichtsteilen mit einer io °/jgen Natriumphosphat-(Na3P04)-Lösung gebracht. Der Kontaktwinkel 0 gegenüber festem Paraffin war x7,5°. Mit Weinöl als Ausgangsmaterial wurde er zu g° gefunden.
  • Entparaffinierungsversuche auf dieser Grundlage zeitigten keine Ergebnisse.
  • c) Bei Versuchen, ähnlich den unterb) beschriebenen, jedoch ausgeführt mit einer 8°/oigen Natriumsilikatlösung, zeigten in zwei Fällen i9-Werte von 6 und x6°. Die Entparaffinierungsversuche ergaben keine Resultate.
  • d) Bei Versuchen, ähnlich den unter b) beschriebenen, aber ausgeführt mit Wasser + 15 mg Natriumheptadecyl-g-sulfat (auf 50 ccm Wasser) wurde der Kontaktwinkel 0 zu 15,5 bzw. 22° gefunden.
  • Mit dem aromatischen Öl und Wasser mit 150 mg Natrium-heptadecyl-g-sulfat (auf 50 ccm Wasser) wurde ein Berührungswinkel voll 66° gemessen.
  • Die Entparaffinierungsversuche zeitigten unter den angegebenen Bedingungen keine Erfolge.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Abtrennen von festen Kohlenwasserstoffen aus ihren Gemischen mit Ölen, insbesondere zur Entparaffinierung von Mineralölen, mit Hilfe von Lösungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man in Kombination von zum Teil bekannten Maßnahmen die Kohlenwasserstoffe mit einem Lösungsmittel, das die festen Kohlenwasserstoffe nicht oder praktisch nicht löst, vermischt, das Phasengemisch mit einer inerten, sich mit der Ölphase nicht oder wenig mischenden Hilfsflüssigkeit mit einer höheren Dielektrizitätskonstante als der der Ölphase, insbesondere mit einer wäßrigen Phase mit mindestens 5o °/o Wasser, z. B. einer wäßrigen Salzlösung, und mit einem oberflächenaktiven Stoff in Berührung bringt, in einer beliebigen Stufe gegebenenfalls unter Abkühlung, wobei die Dielektrizitätskonstanten der Öl=Lösungsmittel-Phase und der Hilfsphase sowie der oberflächenaktive Stoff so ausgewählt oder eingestellt werden, daß der Winkel 0, der von den Grenzflächenspannungen y der flüssigen Phasen an den festen Kohlenwasserstoffen, gemessen über der Ölphase, gebildet wird, über 9o°, insbesondere etwa iio° oder mehr, und vorzugsweise der Wert y cos O seinen Höchstwert erreicht, und die festen Kohlenwasserstoffe gegebenenfalls zusammen mit der Hilfsphase abtrennt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hilfsphase mit einer von der Ölphase verschiedenen Dichte verwendet wird, vorzugsweise so,' daß die Dichte der Hilfsphase zwischen der der festen Kohlenwasserstoffe und der der Ölphase liegt, wobei vorzugsweise die festen Kohlenwasserstoffe die niedrigste Dichte aufweisen.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel ein Gemisch einer stark polaren Flüssigkeit, z. B. Ketone, mit einer schwach- oder nicht polaren Flüssigkeit, z: B. Benzol, verwendet wird. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als oberflächenaktiver Stoff anionaktive Stoffe oder kationaktive Stoffe, insbesondere solche, die eine polare Gruppe mit einem langen oder mehreren Alkylresten aufweisen, z. B. Natrium-heptadecyl-g-sulfat, zugesetzt werden. 5. Verfahren nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß neben dem oberflächenaktiven Stoff ein Demulgiermittel, vorzugsweise neben einem anionaktiven Stoff ein kationaktives Demulgiermittel, z. B. Magnesiumsulfat, und neben einem kationaktiven Stoff ein anionaktives Demulgiermittel, wie Na4 P., 07 oder Kaliumsulfid, zugesetzt wird. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, däß der in der Hilfsphase lösliche oberflächenaktive Stoff mit der Hilfsphase zugegeben wird und diese vorzugsweise im Kreislauf geführt wird. 7. Verfahren nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß Cyclohexylamin oder Cyclohexanol als oberflächenaktiver Stoff zusammen mit einem Salz, wie Natriumsulfat, als Demulgiermittel angewendet werden. B. Verfähren nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch aus Hilfsphase und festem Kohlenwasserstoff mit einem Lösungsmittel nachgewaschen wird, gegebenenfalls nachdem vorher mechanisch, z. B. durch Dekantieren, Filtrieren oder Abpressen, die Hauptmenge der Hilfsphase abgetrennt wurde. g. Verfahren nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerlegung mehrstufig bei verschiedenen Temperaturen durchgeführt wird. io. Verfahren nach Anspruch z bis g, dadurch gekennzeichnet, daß eine Hilfsflüssigkeit mit einem pH-Wert über 7 verwendet wird. ii. Verfahren nach Anspruch i bis io, dadurch gekennzeichnet, daß die Dielektrizitätskonstante der Ölphase, einschließlich Lösungsmittel eine Dielektrizitätskonstante zwischen etwa 2 und etwa 15, vorzugsweise zwischen 3 und io, aufweist. 12. Verfahren nach Anspruch i bis ii, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemisch aus festen Kohlenwasserstoffen, Öl und Lösungsmittel mit der Hilfsphase unter Bildung einer temporären Öl-in-Wasser-Emulsion vermischt wird.
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