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Elektrisch beheizter Dampfüberhitzer für gewerbliche Zwecke zur Erhitzung
von Gegenständen beliebiger Art Die Erfindung betrifft ein Gerät für gewerbli--he
Zwecke, z. B. zum Entfernen alter Anstrichfarbm:, das mittels elektrischer Beheizung
Heißdampf als Arbeitsmittel erzeugt. Bei den bekannten Einrich.-tungen zur Überhitzung
von. Dampf sind keine sehr hohen Dampftemperaturen an der Dampfaustrittsstelle der
Einrichtung vorhanden, da sich der Dampf auf seinem Wege bis zur Austrittsstelle
wieder abgekühlt hat. Sie sind daher ungeeignet, um Gegenstände beliebiger Art mit
Dampf in solchen Fällen ausreichend. zu erhitzen, wo, es auf einen hohen Erhitz,ingsgrad
ankommt.
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Gemäß der Erfindung wird eine starke Erhitz-Ing jedoch dadurch erreicht,
daß die elektrischen Beheizungsmittel im Dämpfaustrittskanal des Überhitzergeräts.
sich befinden. Der Dampf erreicht somit seinen höchsten Erhitzungsgrad unmittelbar
vor den zu erhitzenden Gegenständen.
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Für diese unmittelbare Dampfzuführung müssen die Gegenstände an den
Dampfauslaß der Überhitze rein.richtung herangebracht oder es muß der mit dem Überhitzer
ausgestattete Dampfaustrittskanal der Einrichtung an die zu erhitzenden Gegen.-stände
herangeführt werden. Zu letzterem Zweck ist der Dampfüberhitzer zusammen mit dem
Dar.ipfaustrittskanal allseitig frei beweglich, also ortsveränderlich.. Dabei kann
die Ausbildung so getroffen sein, daß die Dampferzeugung und
Dampfüberhitzung
in jeweils einer getrennten Einrichtung erfolgt, die beide durch eine frei bewegliche
flexible Schlauchleitung miteinander verbunden sind, durch die dem hierdurch frei
beweglichen Überhitze, mit Dampfaustrittskanal der Dampf vom Erzeuger zugeführt
wird. Es kann aber auch zu dem genannten Zweck vorteilhaft der Dampferzeuger zusammen
mit dem Überhitze, allseitig ortsveränderlich sein.
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Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Einrichtung zur
Dampfüberhitzung mit der Einrichtung zur Dampferzeugung zu einer Baueinheit vereinigt.
Es erfolgt also Dampferzeugung und Überhitzung im gleichen Gerät, das vorzugsweise
als frei bewegliches Handgerät ausgebildet ist. Durch die Vereinigung zu einer Baueinheit
wird ein einfacher, billiger und raumsparender Aufbau von noch verhältnismäßig geringem
Gewicht erhalten, das ein. solches Gerät zu einem leicht transportablen und. bequem
zu handhabenden Handgerät geeignet macht.
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Ein solches Gerät läßt eine vielseitige Anwendung in a11 jenen Fällen
zu, wo es sich. um eine starke Erhitzung von Gegenständen, beliebiger Art durch:
einen sehr heißen, jedoch. flammenlosen: und dabei trockenen Gasstrom handelt.
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Der Gegenstand. der Erfindung ist in der Zeichnung von der Seite in
teilweisem Schnitt an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht und; nachstehend
näher erläutert, wobei noch weitere Besonderheiten der Erfindung angegeben. sind..
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Der Flüssigkeitsbehälter i dient der Verdampfung der darin: eingefüllten
Flüssigkeit. Seitlich des Flüssigkeitsbehälters befindet sich ein von diesem abregender
Dampfaustrittskanal 7. In diesem Kanal liegt zur Überhitzung des ihn. durchströmenden
Dampfes eine Heizdrah:twendel i i, die um einen. mit Längsrippen ,o versehenen Keramikstab
12 herumgewunden ist. Der Dampfaustrittskanal 7 wird vom Zwischenraum zwischen dem
Keramikstab 12 und einem Innenrohr 9 aus kernmischem Material gebildet, das die
Innenwand eines Metallrohres 8 bedeckt. Das. Rohr 8 ist am Metallüehälter i befestigt,
von dem es seitlich abregt.
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In dem veranschaulichten. Ausführungsbeispiel ragt die Überhitzereinrichtung
in den. Flüssigkeitsbehälter i hinein, so daß diese zugleich. der Erhitzung der
im Behälter befindlichen Flüssigkeit für die Dampferzeugung dient. Hierdurch bleibt
der Grad der Dfampfüber'nitzung auch bei schwanken, der Temperatur des Überhitzers
weitgehend der gleiche, da bei höherer Temperatur auch die Dampfbildung ansteigt,.
und umgekehrt.
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Der im Behälter i befindliche Teil des Überhitzers besteht aus einem
durch den Behälter hindurchführenden Metallrohr 2, das jedoch hier kein dessen Innenseite
bedeckendes Keramikrohr aufweist. Das Metallrohr :2 steht beiderseits des Behälters.
i etwa- über. Es enthält einen zylindrischen keramischen Isolierkörper 3 mit Längsrippen
q. und eine auf diesen Körper gewickelte Heizdrahtwendel 5. Dieser Heizdraht dient
zugleich der Erhitzung der im Behälter i befindlichen Flüssigkeit. Der Zwischenraum
zwischen dem Keramikzylinder 3 und dem Metallrohr 2 bildet einen. engen Kanal 6,
durch den der im Behälter i erzeugte Dampf unter Überhitzung hindurchströmt und
der in den Kanal 7 im außerhalb des Behälters liegenden Überhitzerteil einmündet.
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Der Kanal 6 und insbesondere der sich anschließende Kanal 7 umschließen
die Heizkörper eng, und es haben. diese Kanäle und die Heizleiter eine solche Länge,
daß im wesentlichen. aller Dampf in unmittelbarer Berührung mit oder dicht an der
wärmestrahlenden nackten. Oberfläche der glühenden Heizleiter 5 und i i vorbeistreichen
muß, wodurch. dieser eine intensive Erhitzung erfährt. Diese Erhitzung erhält eine
ständige Steigerung bis zum Dampfaustritt am Ende des Dampf austrittskanats 7, da
der Heizleiter i i in diesem Kanal bis nahe an dessen Ende führt.
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Der im Wasserbehälter i befindliche Heizleiter 5 und der außerhalb
dieses Behälters in dem von ihm abregenden Metallrohr 8 liegende Heizleiter i i
können durch eine elektrische Schaltvorrichtung derart geschaltet werden., daß für
die Aufheizung des Wasserinhaltes im Behälter zunächst nur der in diesem liegende
Heizleiter 5 und nach Einset-en der Dampfentwicklung auch der außerhalb des Wasserbehälters
liegende Heizleiter i i vom ele',itrischen Strom durchflossen. wird. Zu diesem Zweck
besteht die elektrische Schaltvorrichtung bei dem in der Zeichnung veranschaulichten
Ausführungsbeispiel in einfacher Weise aus einer dreipoligen Steckanschlußdose 18
mit drei Steckerstiften ic), 20 und 21, von denen zwei Stifte je mit einem Ende
der beiden Heizleiter 5, i i und der dritte Stift mit einem die beiden. anderen
Heizleiterenden verbindenden Leitungsdraht elektrisch verbunden, sind. Die Verbindungsleitungen
sind in der Zeichnun,-nicht vollständig dargestellt, da sie sich, von se'bst ergeben.
Für den elektrischen An.schluß des Geräts wird ein mit einem elektrischen. Zuleitungskabel
versehener, in der Zeichnung nicht veranschaulichter Steckkontakt auf die Steckerstifte
19, 20, 21 aufgesteckt. Durch Abziehen, Verdrehen und erneutes Aufstecken des Steckkontaktkörpers
in drei verschiedenen Lagen lassen. sich wahlweise drei verschiedene Schaltungen
herbeiführen und damit erreichen, daß der Heizstrom nur den Heizleiter 5 oder beide
Heizleiter 5 und: i i in. Serienschaltung oder diese beiden, Heizleiter in Parallelschaltung
durchfließt. Bei Parallelschaltung der beiden. Heizleiter wird die höchste Dampfüberhitzung
erzielt.
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Das als Ausführungsbeispiel in der Zeichnung veranschaulichte Gerät
ist durch entsprechende Wahl seiner Abmessungen als tragbares, frei bewegliches
Handgerät ausgestaltet. Es ist mit einem Handgriff 22 versehen. Vorteilhaft ist
dieser Handgriff zugleich 'als Aufstellfuß zum Abstellen des Geräts ausgebildet.
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Bei diesem Handgerät erfolgt der Dampfzufluß aus dem Inneren des Wasserbehälters
i durch ein Zuleitungsrohr 17 in den. Überhitze-kanal 6 im Behälter
über
einen dem Zuleitungsrohr 17 vorgelagerten, breiteren Dampfeintrittskopf 3o. Dessen
vorteilhaft durch ein. Sieb abgedeckte Dampfeintrittsöffnung 23 liegt an einer Stelle
im Behälterinneren, die auch be-i allseitiger Bewegung des Geräts von der Oberfläche
des im Behälter i befindlichen Wassers nicht erreicht wird. Das Gerät kann somit
nach jeder Richtung bewegt werden -man kann, es sogar vollständig umkippen - ohne
daß Flüssigkeit in die Dampfleitung 17 eintritt. Die Höhe des Wasserstandes bei
vier um jeweils 9o° gedrehten Stellungen des Geräts ist in d-r Zeichnung durch die
strichpunktierten Linien. 2-4", 24v# 24c, 24a angegeben. In der durch diese
Linien umgrenzten Mitte des Wasserbehälters i, die bei richtiger Füllung des Behälters
immer von der Flüssigkeit frei bleibt, liegt der Dampfeinlaß 23. Auch, führt dorthin
das Auslaßrohr 16 eines Sicherheitsventils 15. Dieses Ventil ist in eine; Verschlußschraube
13 eingesetzt. Das zu verdampfende Wasser wird durch eine mittels dieser
Verschlußschraube zu verschließende Öffnung 14 in den Behälter i eingefüllt.
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Der Wasserbehälter i und das von diesem abragende Dampfauslaßrohr
8 sind zum Wärmeschutz im Abstand von einem Mantel 25 umgeben. Dieser Mantel wölbt
sich, vorne in Form einer Halbkugel 26 vor, die einen Hohlraum bildet, der eine
Kontrollampe 27 enthält, welche hinter einer Öffnung 28 im Mantel 25 liegt. Das
Aufleuchten der Lampe zeigt an, daß der Heizstrom des. Geräts eingeschaltet ist.
Zugleich kann die Lampe der Beleuchtung der- mit dem Dampf zu erhitzenden Gegenstände
dienen.
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Aus dem Ende des Dampfaustrittsrohres 8 strömt dier überhitzte Dampf
für seine Verwendung aus. Das Ende des Rohres 8 ist mit einem Innengewin.de 29 versehen,
um dort erforderlichenfalls für eine: passende Zuleitung oder Verteilung des Dampfes
eine dem jeweiligen. Anwendungsfall entsprechend geformte Austrittsdüse anschrauben
zu können..