DE969180C - Einrichtung zur Regelbremsung von Asynchronmotoren, insbesondere fuer Hub- und Fahrwerksantriebe - Google Patents
Einrichtung zur Regelbremsung von Asynchronmotoren, insbesondere fuer Hub- und FahrwerksantriebeInfo
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- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66C—CRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
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- B66C13/22—Control systems or devices for electric drives
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Description
Im Kranbetrieb und bei ähnlichen Antrieben wird zum Einfahren in die Endlagen u. dgl. eine stark
herabgesetzte Drehzahl von z. B. io°/o der Normaldrehzahl
verlangt, die möglichst lastunabhängig eingehalten werden soll. Bei einer bekannten Regelbremsschaltung
wird dies dadurch erreicht, daß die Läuferspannung des Asynchronmotors zum Antrieb
einer Ölpumpe dient, welche die federbelastete Reibungsbremse über einen Stellkolben mit zunehmender
Läuferspannung lüftet. Das Widerstandsmoment, das sich aus der Summe des abgegebenen
Nutzmomentes und des Bremsmomentes der Regelbremse ergibt, und damit die Motordrehzahl bleiben
so angenähert konstant, d. h. unabhängig von der Größe des Nutzmomentes.
Es ist weiterhin eine Einrichtung zur Regelbremsung bekannt, bei welcher zur Betätigung einer
Bremse von der Läuferspannung des Antriebsmotors beeinflußte, mit verhältnismäßig großer Masse behaftete
elektromagnetische Stellglieder verwendet werden. Als elektromagnetische Stellglieder sind
hier Elektromotoren und gewöhnliche Elektromagneten vorgesehen, welche auf eine normale
Backenbremse einwirken, für deren Betätigung eine verhältnismäßig große Kraft erforderlich ist. Derartige
Elektromagneten müssen also verhältnismäßig groß ausgeführt werden.
Die bekannten Einrichtungen zur Regelbremsung haben den Nachteil, daß die verwendeten Stellglieder
eine \^erhältnismäßig große Masse besitzen und infolgedessen träge arbeiten, weshalb die genaue
Einhaltung einer bestimmten Drehzahl bei schnell wechselnder Belastung des Antriebsmotors nicht
möglich ist.
S09 505/67
Außerdem läßt sich mit ihnen die Regeldrehzahl
im Betrieb nicht verstellen, so daß also nur entweder mit der vollen Motordrehzahl oder mit einer, im
voraus festgelegten Drehzahl von z. B. 10% der Normaldrehzahl gefahren werden kann.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile. Sie besteht im wesentlichen in der gleichzeitigen Verwendung
eines an sich bekannten Reibungsdrehmomentverstärkers als Regelbremse und eines an sich bekannten,
die Läuferspannung des Antriebsmotors messenden, verstärkungsfreien und massearmen
elektromagnetischen Meßwerkes, z. B. eines Tauchspulenmeßwerkes, wobei der Reibungsdrehmomentverstärker
für ein so hohes Verhältnis von Bremsmoment zum Steuermoment ausgelegt ist, daß das
Meß werk selbst ihn betätigen kann, und wobei der Sollwert des Meßwerkes durch einen Einstellwiderstand
od. dgl. zur betriebsmäßigen Einstellung der Drehzahl des Asynchronmotors veränderbar ist.
In der Zeichnung zeigt
Abb. ι ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes für eine Drehrichtung und
Abb. 2 und 3 je ein solches für beide Drehrichtungen.
In Abb. ι a mit der Seitenansicht Abb. 1 b stellt 1
den Antriebsmotor mit der Antriebswelle 2 dar, mit der die Trommel 3 einer Reibungsbremse verbunden
ist. 4 ist das Bremsband der Reibungsbremse. Das ablaufende Ende 5 des Bremsbandes 4 ist gehäusefest,
während das auflaufende Ende 6 des Bremsbandes 4 über einen drehbar gelagerten Hebel 7 mit
einem Spannungsmeßwerk 8 verbunden ist. Die Kraft der Tauchspulen 9 des Meßwerkes 8 wirkt der
Kraft der Federn 10 entgegen. 11 ist der Regelanlasser
des Asynchronmotors 1, an dem die Läuferspannung abgegriffen und über Gleichrichter 12
gleichgerichtet wird. Sie wird dann über einen Sollwerteinsteller 13 dem Spannungsmeßwerk 8 zugeführt.
Die Wirkungsweise ist folgende: Beim Umschalten von Normalbetrieb mit der Asynchronmotordrehzahl
— wo die Bremse 3 dadurch gelüftet ist, daß auf das Meßwerk 8 eine genügend große, feste
Spannung, z. B. die den Asynchronmotor 1 speisende Netzspannung, gegeben wird — auf Regelbetrieb
mit stark herabgesetzter Drehzahl wird der Läuferwiderstand 11 eingeschaltet und an das Meßwerk
8 die Läuferspannung gelegt. Das Meßwerk 8 ist nun so angelegt, daß beim Erreichen der Regelsolldrehzahl,
die z. B. 10% der Normaldrehzahl des Asynchronmotors betragen kann, die Kraft des
Meßwerkes 8 gerade gleich der Federkraft in der angezogenen Stellung des Bremsbandes 4 ist, so daß
also das volle Bremsmoment auftritt. Wird jetzt der Asynchronmotor durch ein Nutzmoment belastet,
so sinkt die Drehzahl noch mehr; durch die vergrößerte Schlupfspannung wird aber auch die
Zugkraft des Meßwerkes vergrößert, so daß die Reibungsbremse lüftet und ihr Bremsmoment abßo
nimmt.
Beim Regelbereich wird also die Drehzahl des Asynchronmotors unabhängig von seiner Belastung
nahezu konstant gehalten, weil sich das Bremsmoment immer so einstellt, daß die Summe aus
Nutzmoment und Bremsmoment angenähert konstant bleibt. Die Reibungsbremse ist dabei so ausgebildet,
daß zu ihrer Betätigung eine relativ kleine Steuerleistung benötigt wird, die durch ein einfaches
Zugkraftmeß werk aufgebracht werden kann. Das Meßwerk kann durch Einschalten eines Vor-Widerstandes
13 als Sollwerteinsteller auf einfache Weise zum betriebsmäßigen Einstellen beliebiger
Regeldrehzahlen verwendet werden, was bei den bekannten Einrichtungen nicht möglich ist. Wird der
Widerstand des Sollwerteinstellers 13 vergrößert, so ist ein größerer Schlupf des Asynchronmotors erforderlich,
um das Meßwerk 8 auszusteuern, d. h. die Regeldrehzahl nimmt mit zunehmendem Widerstand
des Sollwerteinstellers 13 ab und umgekehrt.
In der Anordnung nach Abb. 2 a ist das Bremsband 4 drehbar gelagert, während die Bremstrommel
3 feststeht. Die Lastwelle 2 des Asynchronmotors ι ist mit dem ablaufenden Ende 5 des drehbar
gelagerten Bremsbandes 4 verbunden, während das auflaufende Ende 6 mit einer kleineren Reibtrommel
14 verbunden ist, die sich um eine Achse der feststehenden Reibtrommel 3 drehen kann. Das
Steuermoment wird vom Meßwerk 8 mittels Kniehebelübersetzung (Abb. 2 b) auf die Bremstrommel
14 übertragen. 16 stellt hierbei die Bremsbacken dar, die an den drehbar gelagerten Hebeln 17 sitzen
und durch die Stelzen 15 entgegen der Kraft der Federn 10 α und 10 & gelüftet werden können. 18 ist
eine Dämpfungseinrichtung, bestehend aus einem Kolben, der sich in einem Zylinder mit einstellbarer
Luftauslaßöffnung 19 bewegt.
Die Wirkungsweise ist ähnlich wie bei der Anordnung nach Abb. 1. Beim Betrieb mit normaler
Drehzahl wird das Meßwerk 8 an eine feste Spannung gelegt, die das Lüften der Bremsvorsteuerung
14, 16 und damit der Reibungsbremse 3, 4 ermöglicht. Zweckmäßig nimmt man dazu die Spannung
des Asynchronmotornetzes, so daß bei Ausfall des Drehstromnetzes I a die Bremse sofort anzieht. Zwischen
Meßwerk 8 und Drehstromnetz ι α wird ein
Gleichrichter 12 geschaltet. Beim Umschalten auf Regelbetrieb wird das Meßwerk 8 an die Läuferspannung
des Asynchromotors gelegt und mittels des Sollwerteinstellers 13 die gewünschte Regeldrehzahl
eingestellt. Durch die Kniehebelwirkung der übertragungseinrichtung 15, 17 wird erreicht,
daß wenige Prozent Spannungsänderung am Meßwerk 8 genügen, um das Steuermoment an der
Bremsscheibe 14 vom Wert Null bis zum vollen Wert und umgekehrt zu ändern, d. h. die Vorsteuereinrichtung
8,14, 15, 17 arbeitet praktisch astatisch,
und die Regeldrehzahl wird unabhängig von der Größe des angegebenen Nutzmomentes konstant
gehalten, während nach der Anordnung der Abb. 1 eine gewisse Lastabhängigkeit noch vorhanden ist.
Ferner tritt durch die Kniehebelübersetzung eine Vorverstärkerwirkung auf.
Um ein sanftes Ansprechen der Bremse zu erreichen, wird das bewegliche Organ, z. B. Tauchspule
9, des Meßwerkes 8 mit einer Luftkolbendämpfungseinrichtung 18 versehen. Sie wirkt sich
dämpfend auf den ganzen Regelvorgang aus und verhindert ein ruckartiges Ansprechen der Bremse.
Bei raschen Momentschwankungen kann zur Erhöhung der Regelgeschwindigkeit ein elastisches
Glied, z. B. eine Feder, zwischen Tauchspule 9 und Dämpfungskolben 18 geschaltet werden.
Die Anordnung nach Abb. 2 a eignet sich auch für beide Drehrichtungen, wenn die Reibungsbremse
nach Abb. 3 a und 3 b mit zwei gegensinnig wirkenden Bremsbändern ausgerüstet wird. Abb. 3 a stellt
den Schnitt und Abb. 3 b eine Perspektive Ansicht einer derartigen Einrichtung dar. Um die Bremstrommel
3 sind zwei Bänder 4 a und 46 gelegt, deren
ablaufende Enden 5 mit der Motorwelle 2 und deren auflaufende Enden 6 über den Steuerhebel 20
mit der Bremsscheibe 14 verbunden sind. Die Bremstrommel 3 ist wieder feststehend. Wird auf
die Pjremsscheibe 14 ein Bremsmoment durch die
Bremsbacken 16 ausgeübt, so legt sich, je nach der Drehrichtung der Motorwelle 2, das Bremsband 4 α
l)zw. 4b an die Bremstrommel an und überträgt das Bremsmoment auf die Motorwelle, während das
Bremsband 4 Z) bzw. 4 a gelüftet wird.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Einrichtung zur Regelbremsung von Asynchronmotoren, insbesondere für Hub- und Fahrwerksantriebe, mittels einer Reibungsbremse, die abhängig von derLäuferspannung des Asynchronmotors gesteuert wird, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Verwendung eines an sich bekannten Reibungsdrehmomentverstärkers (3, 4, 5, 6) als Regelbremse und eines an sich bekannten, die Läuferspannung messenden, verstärkungsfreien und massearmen elektromagnetischen Meßwerkes (8), z. B. Tauchspulenmeßwerkes, wobei der Reibungsdrehmomentverstärker für ein so hohes Verhältnis von Bremsmoment zum Steuermoment ausgelegt ist, daß das Meßwerk selbst ihn betätigen kann, und wobei der Sollwert des Meßwerkes durch einen Einstellwiderstand (13) od. dgl. zur betriebsmäßigen Einstellung der Drehzahl des Asynchronmotors (1) veränderbar ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibtrommel (3) der Bremse vom Asynchronmotor (1) angetrieben wird und das ablaufende Ende (5) des Bremsbandes (4) gehäusefest gelagert ist, während das drehbar gelagerte Auflaufende (6) des Bremsbandes mit dem Meßwerk (8) verbunden ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reibtrommel (3) der Bremse fest steht, während das Bremsband (4) derselben drehbar gelagert ist, wobei das ablaufende Ende (5) des Bremsbandes vom Asynchronmotor angetrieben wird, während das auflaufende Ende (6) mit einer Bremsscheibe (14) verbunden ist, auf die das Meßwerk (8) ein Bremsmoment ausüben kann.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung der Kraft des Meßwerkes (8) auf die Bremsscheibe (14) mittels Kniehebel (15) erfolgt.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßwerk (8) direkt oder indirekt über eine Feder mit dem Dämpfungskolben (18) verbunden ist.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremse zwei gegensinnig wirkende Bremsbänder (4 α und 4 b) aufweist.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ablaufenden Enden der beiden Bremsbänder (4a und 4b) mit dem Asynchronmotor und die auflaufenden Enden (6) mit der Bremsscheibe (14) nach Anspruch 3 verbunden sind.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 158822, 662300; britische Patentschrift Nr. 403618; Elektrotechnische Zeitschrift, Ausgabe A, 1952,s. 585,586.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 809 505/67 4.58
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Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE158822C (de) * | ||||
| GB403618A (en) * | 1932-03-24 | 1933-12-28 | Graham Brothers Aktiebolag | Improvements in electromotor-driven lift operating mechanism |
| DE662300C (de) * | 1934-10-04 | 1938-07-09 | Aeg | Steuerung fuer elektrische Antriebe, insbesondere fuer Hebezeuge |
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1948
- 1948-10-09 DE DEP17540D patent/DE969180C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
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| DE158822C (de) * | ||||
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| DE662300C (de) * | 1934-10-04 | 1938-07-09 | Aeg | Steuerung fuer elektrische Antriebe, insbesondere fuer Hebezeuge |
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