DE968015C - Absatzfleck, insbesondere aus Hartgummi, mit Celluloidbeschichtung - Google Patents
Absatzfleck, insbesondere aus Hartgummi, mit CelluloidbeschichtungInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43B—CHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
- A43B21/00—Heels; Top-pieces or top-lifts
- A43B21/02—Heels; Top-pieces or top-lifts characterised by the material
- A43B21/06—Heels; Top-pieces or top-lifts characterised by the material rubber
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- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 2. JANUAR 1958
St 5666 VII/71 a
Es ist bekannt, Absatzflecke, insbesondere Absatzflecke aus Hartgummi, auf der Befestigungsfläche
mit Celluloid zu beschichten und die mit der Verfestigung des Celluloids verbundene Schrumpfung
auszunutzen, um dem Absatzfleck eine Wölbung zu geben. Derart gewölbte Absatzflecke haben
sich als vorteilhaft erwiesen, weil sie einerseits ein bündiges Anliegen des Fleckes auf der Unterseite
des Absatzes gewährleisten und andererseits eine Befestigung des Fleckes mit Hilfe nur weniger
Stifte ermöglichen. Eine Zerstörung von Absätzen aus spaltfähigem Material, insbesondere Holz, ist
bei der geringen Anzahl der benötigten Befestigungsstifte praktisch nicht zu befürchten.
Diesen Vorteilen des gewölbten, mit Celluloid beschichteten Absatzfleckes stehen jedoch empfindliche
Nachteile gegenüber. Einer dieser Nachteile ist durch die Sprödigkeit der Celluloidschicht bedingt,
welche verhältnismäßig leicht reißt, so daß Teile der Celluloidschicht absplittern können und
den Absatz unansehnlich machen. Ein zweiter wesentlicher Nachteil ergibt sich daraus, daß die
Celluloidschicht eine scharfe Kante bildet, welche den in der Regel vorhandenen Absatzüberzug
leicht einschneidet.
Das sich hieraus ergebende Problem besteht demgemäß darin, einen geeigneten Weg zu finden,
um die vorteilhafte Wölbung des mit Celluloid beschichteten Absatzfleckes zu erhalten, gleichzeitig
aber auch die durch die Sprödigkeit und Scharfkantigkeit der Celluloidschicht bedingten
Mängel zu beheben.
709 832/55
Es ist bereits vorgeschlagen worden, einen Absatzfleck mit Celluloid zu beschichten, wobei zwischen
der Celluloidschicht und dem Hartgummi eine Leinenzwischenlage vorgesehen ist, welche
eine besondere Heftung zwischen Hartgummi und Celluloid vermitteln soll. Mit dieser Ausführung
des Absatzfleckes läßt sich eine gute Haftung der Celluloidschicht auf dem Hartgummi erzielen. Die
angegebenen Mangel bleiben aber im wesentlichen
ίο bestehen. Insbesondere hat die Leinenzwischenlage
keinen Einfluß auf die Scharfkantigkeit der Celluloidschicht.
Eine Verbesserung ist jedoch mit einem weiteren Vorschlag erzielt worden, wonach die Celluloidschicht
mit einer Gewebeschicht, insbesondere aus grobmaschigem Gewebe oder Gaze, vereinigt
wurde. Als besonders vorteilhaft wurde dabei empfohlen, zwischen zwei Celluloidschichten von z. B.
je 0,5 mm Stärke eine Leinenzwischenschicht einzubetten. Letztere soll bewirken, daß sich beim
Reißen des spröden Celluloids keine Teile lösen und seitlich herausfallen. Die eingebettete Gewebeschicht
kann aber nicht die Scharfkantigkeit der Celluloidschicht unwirksam machen. Dies würde
auch nicht der Fall sein, wenn die Gewebeschicht auf der oberen, dem Absatzboden zuweisenden
Fläche der Celluloidschicht festgelegt würde, weil bei dieser Festlegung das flüssige bzw. angelöste
Celluloid in die Maschen des Gewebes eindringt und das Gewebe infolgedessen nicht als Polster
wirken kann.
Es sind schließlich auch Absatzflecke aus Hartgummi vorgeschlagen worden, die lediglich eine
Abdeckung mittels Leinen oder Sperrholz besitzen, um einem Zerschneiden des Absatzfleckes vorzubeugen.
Eine Absplitterung von Teilen der Celluloidschicht kann bei solchen Absatzflecken natürlich
nicht vorkommen. Andererseits geht dabei aber die vorteilhafte Krümmung des Absatzfleckes
verloren, so daß man auf die vereinfachte Befestigungsmöglichkeit und auf das saubere, bündige
Anliegen des Absatzfleckes verzichten muß.
Die Erfindung lehnt sich an den erwähnten Vorschlag für einen Absatzfleck mit Celluloidschicht
und Vereinigung der den Absatzfleck krümmenden Celluloidschicht mit einer Gewebeschicht an.
Die Erfindung besteht darin, daß die Celluloidschicht oben mittels einer solchen Polsterschicht
abgedeckt ist, die nach Festlegung des Absatzfleckes am Absatzboden als nachgiebige Zwischenschicht
wirksam ist. Die Polsferschicht kann aus verschiedenartigem Material bestehen. Als besonders
zweckmäßig haben sich Faserstoffschichten, Lederschichten und Gummischichten erwiesen.
Die Polstersahicht sorgt einerseits 'dafür, daß
die Celluloidschicht zusammengehalten wird und daß etwa ausreißende Teile der Celluloidschicht
nicht abspringen können. Andererseits besitzt die Polsterschicht eine nachgiebige Begrenzungskante
und verhindert ein unmittelbares Aufliegen der scharfen Celluloidkante auf der Unterseite des
Absatzes. Eine Beschädigung des Absatzüberzuges kann daher nicht stattfinden.
Die Polsitersdhicäit braucht zur Erfüllung der
ihr zugewiesenen Aufgaben nicht mit ihrer ganzen Fläche auf der Celluloidschicht festgelegt zu sein.
Es genügt vielmehr, wenn die Festlegung nur auf dem Randbereich erfolgt. Damit ist zugleich der
Vorteil erreicht, daß bei einer nachträglichen Anbringung der Polsterschicht und der dazu erforderliehen
Anlösung der Celluloidschicht die Krümmung des Absatzflecks praktisch ohne Veränderung
erhalten bleibt.
Die gleichen Verhältnisse bestehen dann, wenn die Polsterschicht nur den Randbereich der Befestigungsfläche
bedeckt und demgemäß als Rahmen ausgebildet ist.
Die bei der Erfindung verwirklichte Beschichtungsfolge ist bei klebefertig vorbereiteten Sohlen
aus Kunstleder oder Gummi schon früher in der Form angewendet worden, daß man eine aufgerauhte
Sohlenfläche mit einer dünnen Celluloidschicht versah und hierauf eine blattförmige Faserschicht
derart aufbrachte, daß die Fasern der Faserschicht tief in die dünne Celluloidschicht eindrangen
und sich mit den durch die Rauhung gebildeten Fasern der Sohle verfilzten. Bei dem Besohlungsvorgang
wurde die Faserschicht, soweit sie nicht bereits in Celluloid eingedrungen war, mit Klebstoff, und zwar zweckmäßig mit einem
Celluloidkleber, beschichtet und dadurch vollständig mit Celluloid durchsetzt, so· daß die obenliegenden
Fasern der Faserschicht an der gerauhten Schuhbodenfläche in der gleichen Weise verankert
wurden wie die untenliegenden Fasern an der gerauhten Sohlenifläche. Durch die teilweise Einbettung
der blattförmigen Faserschicht in das Celluloid hat diese Schicht jegliche Eignung als
Polsterschicht verloren. Eine etwa verbliebene Nachgiebigkeit würde bei der Besohlung durch die
vollständige Durchdringung ausgeschaltet.
Die für die Erfindung wesentliche Problemstellung kann im übrigen bei klebefertigen Sohlen
nicht bestehen. Bei der Besohlung braucht auf eine empfindliche Umkleidung des der Sohle benachbarten
Schuhteils keine Rücksicht genommen zu werden. Ein schützendes Polster ist daher nicht
erforderlich; es würde im übrigen die Festlegung der Sohle am Schuhboden nur erschweren und beeinträchtigen.
Andererseits hat die Celluloidschicht bei klebefertigen Sohlen stets nur eine geringe
Stärke mit nur geringer Wölbungswirkung, welche für die Verwirklichung einer Anpressung der
Sohle unter bleibender Spannung nicht ausreichen würde und hierzu auch nicht auszureichen
braucht.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsformen veranschaulicht.
In der Zeichnung zeigt
Abb. ι einen Absatzfleck mit Draufsicht,
Abb. 2 eine Ansicht des Absatzflecks in Richtung der Pfeillinie II der Abb. 1,
Abb. 3 einen Schnitt nach Linie HI-III der Abb. i,
Abb. 4 eine der Abb. 1 entsprechende Draufsieht
eines Absatzfleckes mit Beschränkung der
Festlegung der Polsterschicht auf den Randbereich des Fleckes und
Abb. 5 eine der Abb. ι entsprechende Draufsicht eines Absatzfleckes mit rahmenförmiger Polsterschicht.
Nach Abb. ι bis 3 besteht der Absatzfleck aus
einem Hartgummistück 1, auf welchem eine Celluloidschicht 2 festgelegt ist. Auf der Celluloidschicht
befindet sich, eine Polsterschicht 3 aus weicherem Material, z. B. aus Faserstoff, Leder
oder Gummi. Das Hartgummistück 1 ist für die Festlegung der Celluloidschicht 2 mit einer rauhen
Oberfläche versehen, welche eine verbesserte Haftung vermittelt. Die Polsterschicht 3 ist auf der
Celluloidschicht 2 durch Anlösung der letzteren festgelegt.
Bei Verwendung von Faserstoff für die Polsterschicht wird das gelöste Celluloid teilweise in die
Schicht 3 eindringen. Bei Verwendung von Gummi als Polsterschicht wird sich eine Rauhung der
Gummischicht empfehlen. Wie Abb. 2 und 3 erkennen lassen, ist der Absatzfleck ballig gewölbt.
Diese Wölbung oder Krümmung wird durch die Celluloidschicht 2, welche bei ihrer Verfestigung
eine starke Schrumpfung erfährt und dadurch den Hartgummifleck deformiert, bewirkt. Bei der
Festlegung des Flecks auf dem Schuhabsatz wird die Wölbung· aufgehoben. Damit ist eine besonders
starke Anpressung des Absatzflecks im Randbereich verbunden.
Der Absatzfleck nach Abb. 4 ist in der gleichen Weise zusammengesetzt wie der Absatzfleck nach
Abb. ι bis 3. Unterschiedlich ist nur, daß nach Abb. 4 die Polsterschicht 3 längs eines Randbereichs
auf der Celluloidschicht festgelegt ist. Die innere Begrenzung des Randbereichs ist durch
einen gestrichelten Linienzug veranschaulicht.
Auch der Absatzfleck nach Abb. 5 entspricht in seiner Zusammensetzung im wesentlichen der Ausführungsform
nach Abb. 1 bis 3. Dabei ist die Polsterschicht 3 lediglich als Rahmen ausgebildet,
so daß die Celluloidschicht im mittleren Bereich unbedeckt bleibt.
Die Herstellung der Flecke mit der als Rahmen ausgebildeten Polsterschicht ist gegenüber den
anderen Ausführungen erschwert, weil die Polsterrahmen gesondert gestanzt oder geformt werden
und nachträglich auf die Celluloidschicht aufgebracht werden müssen. Dafür verbindet diese
Ausführung aber in idealer Form die von der Erfindung angestrebten Eigenschaften, da die Celluloidschicht
nur in einem Randstreifen abgedeckt ist, der Trocknungs- und Krümmungsprozeß des
Celluloids nicht behindert wird und damit die Wölbung ohne zusätzliche Preßdruckeinwirkung
eintreten kann.
Claims (3)
1. Absatzfleck, insbesondere aus Hartgummi, mit einer auf der Befestigungsfläche angebrachten
und den Fleck krümmenden Celluloidschicht, die mit einer Gewebeschicht vereinigt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Celluloidschicht oben mittels einer solchen
Polsterschicht abgedeckt ist, die nach Festlegung des Absatzflecks am Absatzboden als
nachgiebige Zwischenschicht wirksam ist.
2. Absatzfleck nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Polsterschicht aus einer Faserstoffschicht, einer Gummischicht oder aus einer Bodenleder-, Oberleder- oder Lederfaserschicht
besteht.
3. Absatzfleck nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Polsterschicht
nur im Randbereich der Befestigungsfläche auf der Celluloidschicht festgelegt ist
bzw. nur den Randbereich der Befestigungsfläche bedeckt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 452 841, 462 706, 439;
Deutsche Patentschriften Nr. 452 841, 462 706, 439;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1377521;
Auszüge deutscher Patentanmeldungen, Bd. 13, S. 808, unter St 61258 VII/7ia.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©-7» 832/55 12.57
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST5666A DE968015C (de) | 1952-11-28 | 1952-11-28 | Absatzfleck, insbesondere aus Hartgummi, mit Celluloidbeschichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST5666A DE968015C (de) | 1952-11-28 | 1952-11-28 | Absatzfleck, insbesondere aus Hartgummi, mit Celluloidbeschichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE968015C true DE968015C (de) | 1958-01-02 |
Family
ID=7453847
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST5666A Expired DE968015C (de) | 1952-11-28 | 1952-11-28 | Absatzfleck, insbesondere aus Hartgummi, mit Celluloidbeschichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE968015C (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1377521U (de) * | 1900-01-01 | |||
| DE452841C (de) * | 1927-11-22 | Wilhelm G Rudolph | Gummilauffleck und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE462706C (de) * | 1927-06-23 | 1928-07-14 | Wilhelm G Rudolph | Verfahren zur Herstellung eines Laufflecks |
| DE537439C (de) * | 1929-09-27 | 1931-11-03 | Karl Ehmke | Verfahren zum Aufkleben von Gummiplatten, wie Gummisohlen und -absaetzen, auf Leder o. dgl. |
-
1952
- 1952-11-28 DE DEST5666A patent/DE968015C/de not_active Expired
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1377521U (de) * | 1900-01-01 | |||
| DE452841C (de) * | 1927-11-22 | Wilhelm G Rudolph | Gummilauffleck und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE462706C (de) * | 1927-06-23 | 1928-07-14 | Wilhelm G Rudolph | Verfahren zur Herstellung eines Laufflecks |
| DE537439C (de) * | 1929-09-27 | 1931-11-03 | Karl Ehmke | Verfahren zum Aufkleben von Gummiplatten, wie Gummisohlen und -absaetzen, auf Leder o. dgl. |
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