DE967562C - Zwei- oder mehrteilige Giessform zur Herstellung von ausschmelzbaren Modellen - Google Patents
Zwei- oder mehrteilige Giessform zur Herstellung von ausschmelzbaren ModellenInfo
- Publication number
- DE967562C DE967562C DEP26723A DEP0026723A DE967562C DE 967562 C DE967562 C DE 967562C DE P26723 A DEP26723 A DE P26723A DE P0026723 A DEP0026723 A DE P0026723A DE 967562 C DE967562 C DE 967562C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- casting
- model
- reinforcement
- mold
- jacket
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000005266 casting Methods 0.000 title claims description 15
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 14
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 claims description 15
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 12
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 12
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 claims description 10
- 239000012528 membrane Substances 0.000 claims description 9
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 239000000956 alloy Substances 0.000 claims description 8
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 claims description 7
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 6
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims description 4
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 4
- 238000000465 moulding Methods 0.000 claims description 4
- 238000002347 injection Methods 0.000 claims description 3
- 239000007924 injection Substances 0.000 claims description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 3
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 2
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 claims description 2
- 229920003002 synthetic resin Polymers 0.000 claims 1
- 239000000057 synthetic resin Substances 0.000 claims 1
- OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L calcium sulfate Inorganic materials [Ca+2].[O-]S([O-])(=O)=O OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 6
- ZOMBKNNSYQHRCA-UHFFFAOYSA-J calcium sulfate hemihydrate Chemical compound O.[Ca+2].[Ca+2].[O-]S([O-])(=O)=O.[O-]S([O-])(=O)=O ZOMBKNNSYQHRCA-UHFFFAOYSA-J 0.000 description 6
- 239000011507 gypsum plaster Substances 0.000 description 6
- 229910001018 Cast iron Inorganic materials 0.000 description 4
- JWVAUCBYEDDGAD-UHFFFAOYSA-N bismuth tin Chemical compound [Sn].[Bi] JWVAUCBYEDDGAD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 229910001152 Bi alloy Inorganic materials 0.000 description 3
- 229910001361 White metal Inorganic materials 0.000 description 3
- 239000010969 white metal Substances 0.000 description 3
- 241000396922 Pontia daplidice Species 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000001174 ascending effect Effects 0.000 description 2
- 229910000743 fusible alloy Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000005495 investment casting Methods 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 238000013508 migration Methods 0.000 description 2
- 230000005012 migration Effects 0.000 description 2
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 2
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 2
- 230000002411 adverse Effects 0.000 description 1
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 1
- 230000000295 complement effect Effects 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 1
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 1
- 229910001092 metal group alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000036961 partial effect Effects 0.000 description 1
- 238000012805 post-processing Methods 0.000 description 1
- 230000002035 prolonged effect Effects 0.000 description 1
- 230000002829 reductive effect Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 239000007779 soft material Substances 0.000 description 1
- 239000003351 stiffener Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22C—FOUNDRY MOULDING
- B22C21/00—Flasks; Accessories therefor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 21. NOVEMBER 1957
p 26723 VII31c D
Bei der Herstellung von Modellen aus Wachs od. dgl., wie sie für die Herstellung von widerstandsfähigen
Kokillen verwendet werden, die ihrerseits zum Gießen maßhaltiger Teile dienen, ist
die Genauigkeit der Form, in der das Modell gegossen wird, und die Vermeidung von Verzerrungen
des Modells von grundlegender Bedeutung. Zur Erläuterung sei darauf hingewiesen, daß z. B.
bei der Herstellung von Turbinenschaufeln die zulässigen Toleranzen sehr eng sind und hohe Genauigkeit
beim Gießen solcher Schaufeln erfordern. Gußartikel, die aus einem Metall oder einer Metalllegierung
von extrem hoher Härte bestehen, sind schwer auf Maschinen bearbeitbar. Es ist deshalb
wichtig, daß bei der praktischen Herstellung die Nachbearbeitung durch Schleifen oder eine andere
spanabhebende Verformung entfällt oder auf ein Mindestmaß verringert wird. Demgemäß ist es besonders
bei Präzisions-Gußstücken von größter Bedeutung, daß ihre Form stets genau ist, d. h. daß
die Teile einer solchen Form beim Gießen immer übereinstimmen müssen, daß sie ihre Gestalt nicht
unter dem Schließdruck der Form verändern dürfen, daß sie keiner ihre Genauigkeit beeinträchtigenden
Abnutzung unterworfen sind und daß das in einer solchen Form hergestellte Wachsmodell od. dgl.
aus dieser ohne Minderung der genauen Nachbildung des Formhohlraumes entfernt werden kann.
709 772/55
Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von hohlen Gußformen der erwähnten allgemeinen Art
vorgeschlagen worden. Danach werden die Teile der Form aus einer verhältnismäßig weichen,
niedrigschmelzenden Legierung, insbesondere einer Zinn-Wismut-Legierung, hergestellt, die um das
Modell mit Hilfe eines Trennmittel in Form einer Gummimembran gegossen wird. Die Formteile
sind mit eingegossenen, ineinandergreifenden Vor-Sprüngen bzw. Einschnitten versehen, um ein genaues
Übereinstimmen der Formteile bei geschlossener Form zu sichern. Solche Formen sind zwar
für das Gießen von Modellen aus Wachs od. dgl. unter verhältnismäßig niedrigem Druck sehr
brauchbar. Bei längerem Gebrauch nutzen sich jedoch die Passungen ab, und man kann keine genaue
Übereinstimmung der Formteile mehr erhalten, was wieder ungenaue Wachsmodelle ergibt.
Auswerferstifte für das Entfernen des in. ihnen gegossenen Modells verursachen die Abnutzung der
Form und vergrößern damit deren Ungenauigkeit.
Es ist weiterhin bekannt, derartige Gießformen,
die auch aus mehreren Teilen bestehen können, mit leichterschmelzenden Metallen auszukleiden. Für
die Herstellung solcher ausgekleideter mehrteiliger Formen ist z. B. folgendes Verfahren vorgeschlagen
worden:
Das Müttermodell wird zunächst bis zur Hälfte in Gips eingebettet, die so erhaltene Abformung in
Gips wird mit Eisen ausgegossen, der Eieemabguß wird mit Löchern versehen, so daß er siebartig
durchbohrt ist. Der siebartige Eisenabguß wird über der anderen Formhälfte, die halb in Gips eingebettet
ist, aber unter Verwendung von Zwischenlaschen angebracht, so daß ein gewisser Zwischenraum
verbleibt. Diesen Zwischenraum einschließlich der Durchbohrungen gießt man dann mit einem
niedrigschmelzenden Metall, insbesondere Weißmetall, aus. So erhält man in vier Arbeitsgängen
eine Formhälfte. Zur Herstellung der zweiten Formhälfte
ist die gleiche Anzahl von Arbeitsgängen erforderlich, so daß nach diesem Verfahren insgesamt
acht Arbeitsgänge notwendig sind.
Die Erfindung betrifft nun ein wesentlich einfacheres Verfahren zur Herstellung von Formen.
Danach wird in einem Formrahmen Gips eingeformt, so daß das Muttermodell bis zu einer gewünschten
Trennlinie, zunächst bis zur Hälfte, eingebettet ist. Dann stülpt man die obere Hälfte des
Formrahmens darüber und gießt den Hohlraum zwischen dem Formrahmen und der Oberfläche aus
Gips und dem nicht eingebetteten Teil des Muttermodells mit einem niedrigschmelzenden Metall,
z. B. Weißmetall, aus. Dann dreht man die Form um, nimmt aus dem unteren, nunmehr obenliegenden
Teil den Gips heraus und gießt nach Wiederaufbringen des Gießrahmens den so· entstandenen
Hohlraum ebenfalls mit einem niedrigschmelzenden Metall, z. B. Weißmetall, aus. Man benötigt
also nur drei Arbeitsgänge. Hierbei werden zwischen den einzelnen Flächen zweckmäßig Kautscbukmembranen
eingelegt, die nach dem Erkalten der eingegossenen Metallschichten die Abtrennung
leichter bewerkstelligen lassen. Die Metallschichten werden durch Eingußtrichter mit dem Formrahmen
fest verbunden.
Das Verfahren nach der Erfindung ist wesentlich einfacher als das bekannte, vorstehend geschilderte
Verfahren, weil es an Stelle von acht Arbeitsgängen nur drei Arbeitsgänge erforderlich macht.
Jedes Formelement aus weichem Material ist also in einem Verstärkungsglied (Formrahnien)
aus einem harten und gegen Druck widerstandsfähigen Material gelagert und wird mit Paßteilen
versehen, die das genaue Ineinandergreifen der Formteile sichern. Schließlich ist zumindest eines
der Formteile mit Auswerfern versehen, die durch' die Formteile dieses Teils hindurchreichen und in
dem Formrahmen (Verstärkungsmantel) gelagert und geführt sind, um einen unnötigen Verschleiß So
der Formteile zu vermeiden. Die gegen Druck widerstandsfähigen Versteifungsglieder stoßen
nach dem Zusammensetzen der Form aneinander und dienen dazu, den notwendigen Abdichtungsdruck aufzunehmen. Die weichen Formteile selbst
sind daher diesem Druck nicht ausgesetzt, ein langsames Wandern des Formmetalls und die dadurch
verursachte Ungenauigkeit des Formhohlraumes werden vermieden. Die Erfindung wird im
folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. In der
Zeichnung ist
Fig. ι ein Grundriß des unteren Formteils, der gemäß der Erfindung ausgebildet ist;
Fig. 2 ist ein Schnitt, im wesentlichen nach Linie 2-2 der Fig. 1, durch den oberen und unteren
Teil der erfindungsgemäßen Form und durch die Auswerf erabdeckplatte;
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2 und Fig. 4 ist ein Teilschnitt nach Linie 4-4 der 1°°
Fig. i.
Die Erfindung ist beispielsweise in Anwendung auf eine Form dargestellt, die zum Herstellen von
Modellen von im allgemeinen rechteckigem Grundriß und von konkav-konvexer Form im Querschnitt
dient. Diese Form umfaßt einen oberen Teil 5 und einen unteren Teil 6. Beim Herstellen des Teils 6
der Form wird zuerst ein Verstärkungsglied 7 von rechteckiger Grundrißform und von ausreichender
Dicke, vorzugsweise aus Gußeisen, vorgesehen, das 1«
auf seiner oberen Seite einen rechteckigen Einschnitt von gleichmäßiger Tiefe und passender Länge und
Breite zum Aufnehmen des Form elements besitzt.
Das Verstärkungsglied 7 wird z. B. maschinell fertigbearbeitet und besitzt Paßführungen 8 zum
richtigen Aufeinandersetzen der Formteile. In die Aussparung des Teils 7 wird nach Einsetzen des
Modells das Formelement 9 in Form des zwischen dem Teil 7 und dem Modell gebildeten Hohlraum
gegossen. Hierzu kann vorteilhaft eine verhältnismäßig weiche und niedrigschmelzende Legierung,
z. B. aus Zinn-Wismut, verwendet werden.
Es sei angenommen, das Modell möge in der frei liegenden oberen Fläche des Elements 9, die als
die Formungsfläche bezeichnet werden kann, mehrere Aussparungen 10 von rechteckigem Grund-
riß und bogenförmigem Querschnitt erzeugt haben. Diese Aussparungen sind durch halbkreisförmige
Gießkanäle ii miteinander verbunden, die sich längs des Formelements erstrecken und Zugänge zu
den Enden der Aussparungen io besitzen. Der Verstärkungsteil
7 ist beim Gießen des Teils g auf den Kopf gestellt und mit Eingießtrichtern und
Steigern versehen. Der Einguß kann auch außerhalb des Teils 7 liegen. Das Verstärkungsglied 7
wird bis zu einer bestimmten Temperatur erhitzt und dann die flüssige Legierung in Teil 7 eingegossen
oder eingedrückt, wobei über dem Modell eine Kautschukmembran gemäß Patent 824 847 angeordnet
ist. Nachdem die Legierung abgekühlt und in vorgesehener Weise erstarrt ist, wird das
Modell aus dem Formteil 9 entfernt, wobei die Verbinidung von Formteil 9 und 7 erhalten bleibt.
Die Steig- und Gießtrichter des Gliedes 7 sind gefüllt mit der Legierung des Gliedes 9 und bilden
den Steig- und Gießtrichtern entsprechend geformte Teile 12, 13, die sich durch die Bodenwand 14 des
Gliedes 7 erstrecken. Es sei darauf hingewiesen, daß die Trennebene des Formelements 9 in gleicher
Ebene mit der Oberfläche der umschließenden Wand des Verstärkungsteils 7 liegt. Das Formelement 9
ist ferner seitlich von den Durchgängen 11 und ii„
mit schmalen horizontalen Auflageteilen 15 und mit von diesen auf- und auswärts sich erstreckenden
Schrägflächen 16 versehen, um eine genaue Trennlinie für diese Durchgänge zu bekommen.
Nachdem der untere Formteil 6 in der vorstehend beschriebenen Weise hergestellt worden ist, wird
das Modell in diesen unteren Formteil gelegt und dann der obere Formteil hergestellt, dessen Versteifung
17 zweckmäßig ebenfalls aus Gußeisen besteht. Auch dieses Verstärkungsglied 17 wird
maschinell fertiggestellt, mit Paßstiften 19 in richtiger Zuordnung zu den Führungen 8 versehen, um
ein genaues Aufeinanderpassen der. beiden Formteile in bekannter Weise zu sichern. Das Verstärkungsglied
17 wird über den unteren Formteil 6, mit dem Modell und der darübergelegten
Kautschukmembran, gelegt, worauf die flüssige Legierung in den so gebildeten Hohlraum gegossen
oder eingespritzt wird. So entsteht das mit Teil 17 verbundene Formelement 18, das mit Gieß- und
Steigtrichtern entsprechend geformten Teilen 20 und 21 versehen ist.
Nachdem der untere Formteil in der besehriebenen
Weise hergestellt worden ist, wird er von der unteren Seite her durch Ausbohren mit
mehreren Löchern 23 versehen, an die sich konzentrisch nach oben je eine Bohrung24 mit geringerem
Durchmesser anschließt, die in ein koaxiales Mundstück 25 übergeht, das durch das Formstück 9 bis
in die Mitte der Breite der Kanälen oder na
reicht. Das obere Ende der Bohrung 25 ist als konischer Sitz 25,, entsprechend der Form des
Kopfes 26 des in der Bohrung 24 gleitend gelagerten Auswerferstiftes 2J ausgebildet. Stift 27
erstreckt sich abwärts über die Bodenfläche der Wand 14 des Verstärkungsgliedes 7 hinaus und
wird durch eine Druckfeder 28 nach unten gezogen.
Diese ist um den Stift 27 herum in der Bohrung 23 angeordnet und einerseits auf dem Grund dieser
Bohrung, andererseits auf einer durch Stift 27 gesicherten Scheibe 29 aufgelagert. Feder 28 hält
normalerweise den Kopf 26 des Stiftes 27 auf dem Sitz 25„ und bildet damit einen flüssigkeitsdichten
Abschluß. Bei der Benutzung der Form enden die Stifte 27 unten in Aussparungen 31 einer abnehmbaren
Schutzplatte 33 aus Stahl an der Boden- oder Rückwand 14 der Form.
Gemäß den Fig. 2 und 3 ist das Formelement 18 des oberen Formteils mit abgerundeten Vorsprüngen
34 verseben, die in die Aussparungen 10 des Formelements 9 hineinragen und damit einen Formhohlraum
von konkav-konvexem Querschnitt begrenzen, dessen obere Kanten in der Ebene der Oberkante des Randes des Verstärkungsteils 7 des
unteren Form teils liegen. Der obere Formteil 18 ist ferner mit Längskanälen 35 und verhältnismäßig
kurzen Querkanälen 36 versehen, welche die Kanälen bzw. na des Formelements 9 ergänzen,
und besitzt abwärts gerichtete Rippen 38, die auf den Auflagen 15 und 16 des Form elements 9 aufsitzen
und eine Trennlinie entlang der Mitte der Umlauf kanäle bilden, die von den Teilen n, na,
35 und 36 gebildet werden.
Die Formteile sind mit geeigneten öffnungen für das Einspritzen von Wachs od. dgl. in die Formhohlräume
zur Herstellung des gewünschten. Modells versehen. Diese öffnungen können in beliebiger
Weise angeordnet sein. Vorzugsweise wird für diese öffnungen eine Stahlplatte 40 vorgesehen,
die an dem Verstärkungsglied des unteren Formteils 7, z.B. durch Schraube41, befestigt ist. Die
Teile 7 und 17 sind mit einem Einschnitt 42 versehen, in welchen die Platte 40 genau paßt. Diese
Platte 40 und die beiden in genauer Übereinstimmung gehaltenen Formteile werden so ausgebohrt,
daß ein auswärts gerichteter Trichter 42 und eine zu diesem konzentrische öffnung durch die beiden
Formteile hindurch zu dem obenliegenden Kanal 11 entsteht.
Die beiden Formteile 5 und 6 begrenzen, wenn sie in genau übereinstimmender Lage zusammengesetzt
sind, zwischen den herzustellenden Gegenständen die entsprechenden Hohlräume sowie die
Zuflußkanäle. Bei Benutzung dieser Form werden die Teile durch einen geeignete Druck in bekannter
Weise zusammengehalten. Das Wachs wird in die Höhlung der Form mittels einer Spritze oder
Büchse eingebracht, welche fest in dem Trichter 42 sitzt. Der Druck, unter dem die Formteile zusammengehalten
werden müssen, hängt weitgehend von der Einspritztemperatur und dem Einspritzdruck
des Wachses ab und kann in gewissen Fällen beachtlich hoch sein. Dieser Druck würde, wenn er
auf die Zinn-Wismut-Legierung der Formelemente der Formteile wirken würde, bei wiederholter Benutzung
der Form ein langsames Auseinandergehen oder Wandern des Metalls der Formteile und
damit Ungenauigkeiten der Formhöhlung verursachen, so daß die Form für den Präzisionsguß
unbrauchbar würde. Die zusammengesetzten Form-
teile sitzen jedoch so genau aufeinander, wobei der auf sie zum Zusammenhalten ausgeübte Druck von
den äußeren Verstärkungsgliedern aus Gußeisen aufgenommen wird, die verhältnismäßig hart und
gegen Druck widerstandsfähig sind und eine verhältnismäßig große mechanische Festigkeit aufweisen.
Dies hält die Formelemente 9 und 18 frei von nachteiligen übermäßigen Drücken.
Nachdem das Wachsmodell in der Form in beschriebener Weise hergestellt ist, wird die Form
von den Haltegliedern befreit, der obere Formteil 5 abgehoben, und nach dem Entfernen der Schutzplatte
33 werden die Auswerferstifte27 gleichzeitig durch den unteren Formteil mittels hierzu vorgesehener
Glieder aufwärts bewegt, wodurch das Wachsmodell von dem unteren Formteil abgehoben
wird und ohne die Gefahr einer Verzerrung oder Beschädigung entfernt werden kann. Das so hergestellte
Modell wird dann zur Herstellung einer' feuerfesten Form mit einer dem Wachsmodell
genau entsprechenden Gießform verwendet, in der anschließend der gewünschte Gegenstand gegossen
wird.
Die dargestellte und beschriebene Form ist für ein Modell zum Gießen von fünf Gegenständen entsprechend
den durch die Vertiefungen 10 des Formelementes 9 und die zugehörigen. Vorsprünge 34 des
Formelementes 18 begrenzten Formhohlräume bestimmt. Die Gegenstände werden gruppenweise gegössen
und sind miteinander verbunden durch die den halbkreisförmigen Kanälen oder Vertiefungen
Ji, ιia und 35, 36 der Gießform entsprechenden
Stege, die anschließend in bekannter Weise weggeschnitten werden.
Die Auswerferstifte sind in dem Verstärkungsglied 7 des unteren Formteiles 6 gelagert und geführt,
so daß keine nachteilige Abnutzung des Formelementes 9 dieses Formteiles durch die Betätigung
dieser Auswerferstifte verursacht wird. In ähnlicher Weise sind die das genaue Übereinstimmen
der Formteile sichernden Bolzen und Aussparungen, die sich nur unbedeutend abnutzen, in
den Verstärkungsgliedern angeordnet. Der Verschleiß dieser Führungen wirkt sich somit nicht
auf die Formteile aus, und davon herrührende Ungenauigkeiten werden vermieden. Überdies wird
durch die Anordnung der Verstärkungsglieder der Legierungsbedarf zur Herstellung der Formelemente
viel geringer, als wenn die ganze Form aus der Legierung hergestellt würde. Somit wird auch
an Legierungsmaterial gespart.
Wenngleich die Erfindung beispielsweise an einer zweiteiligen Form erläutert wurde, so kann selbstverständlich
die Form je nach den Verhältnissen aus einer beliebigen Zahl von Teilen bestehen. In
gleicher Weise kann die besondere Gestalt der Gußform ebenso wie die der Hohlräume sich zweckentsprechend
innerhalb weiter Grenzen ändern. An Stelle einer Zinn-Wismut-Legierung für die Formelemente
und von Gußeisen für die Verstärkungsglieder können im Rahmen der Erfindung auch beliebige
andere Werkstoffe verwendet werden.
Claims (10)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Verfahren zur Herstellung von zwei- oder mehrteiligen Gießformen zur Herstellung von ausschmelzbaren Modellen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Modell teilweise einbettet, über dem freien Teil des Modells eine dünne frei streckbare Membran und dann einen ersten Gießmantel aus hartem und verschleißfestem Material mit einer abschließenden Seitenwandung anbringt, zwischen diesen Verstärkungsmantel und das mit der Membran bedeckte Modell einen ersten Gußteil aus einem Metall mit einem niedrigeren Schmelzpunkt als dem des Verstärkungsmantels gießt, dann den Verstärkungsmantel mit dem Gußteil darin umkehrt, das Modell erneut einsetzt, über das Modell, den ersten Gußteil und über die obere Fläche der Seitenwandung des Verstärkungsmantels eine dünne, frei streckbare Membran und darüber einen zweiten Verstärkungsmantel legt, dessen Seitenwandung auf der mit der Membran belegten Fläche der Seitenwandung des ersten Verstärkungsmantels ruht, und zwischen den zweiten Verstärkungsmantel und das mit der Membran bedeckte Modell einen zweiten Gußteil aus einem Metall mit einem niedrigeren Schmelzpunkt als dem des Verstärkungsmantels gießt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Gußteile beim Gießen so geformt werden, daß sie eine Gießhöhlung zwischen sich bilden, und gleichzeitig eine Ein-Spritzöffnung gebildet wird, die von außen in die Gießhöhlung führt.
- In Betracht gezogene Druckschriften:
- C.
- Geiger, »Handbuch der Eisen- und Stahlgießerei«, 1927, S. 333/334;
- K.
- Brandenburger, »Herstellung und Verarbeitung von Kunstharzpreßmassen«, S. 214;
- »The Iron Age« vom
- 9. Juli 1942, S. 41; vom
- 10. Februar 1944, S. 56/57; »Metals and Alloys«, Oktober 1943, S. 787.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 709 772/55 11.57
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US967562XA | 1944-02-26 | 1944-02-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE967562C true DE967562C (de) | 1957-11-21 |
Family
ID=22258927
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP26723A Expired DE967562C (de) | 1944-02-26 | 1948-12-24 | Zwei- oder mehrteilige Giessform zur Herstellung von ausschmelzbaren Modellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE967562C (de) |
-
1948
- 1948-12-24 DE DEP26723A patent/DE967562C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2831292C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines verlorenen Kerns zum Gießen einer Turbinenschaufel | |
| DE3210433A1 (de) | Verfahren zur herstellung eines schaufelblattes fuer ein gasturbinentriebwerk | |
| DE2164612A1 (de) | Elastomere Formauskleidung | |
| DE2606370A1 (de) | Giessverfahren und giessform zu seiner durchfuehrung | |
| DE69508122T2 (de) | Verfahren zur Herstellung keramischer Giessmasken zum Giessen mit verlorenem Modell | |
| DE102007037701A1 (de) | Gussform und Verfahren zur Herstellung einer Gussform | |
| DE2020157A1 (de) | Verbundmodell und Verfahren zur Herstellung von Praezisions-Sandgiessformen | |
| DE10310987B3 (de) | Werkzeugmaschine und Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Bauteilen | |
| DE2453090C3 (de) | Verfahren und Form zum Herstellen einer gegossenen Turbinenhohlschaufel | |
| DE2939974C2 (de) | ||
| DE967562C (de) | Zwei- oder mehrteilige Giessform zur Herstellung von ausschmelzbaren Modellen | |
| DE2522691C2 (de) | Haltevorrichtung für mehrteilige Gießformen | |
| DE2754231C1 (de) | Verfahren zur Herstellung hohler Gußkörper, insbesondere Hohlschaufeln für Gasturbinenstrahltriebwerke | |
| DE2346181C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Leistens für die Schuhherstellung, sowie Gießform hierfür | |
| DE888602C (de) | Verfahren zur Herstellung von Dauerformen oder Modelleinrichtungen | |
| DE1173618B (de) | Verfahren zur Herstellung von Giesserei-Hohlkernen aus schnell haertenden Sanden sowie Kernformeinrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE102004034802B4 (de) | Metallische Dauerform zur Herstellung von Großgussteilen aus Metalllegierungen | |
| DE364609C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gussformen | |
| DE240204C (de) | ||
| DE462218C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formen zum Guss von Modellen aus niedrig schmelzenden Metallen unter Verwendung von Hilfsmodellen aus Gips oder aehnlichen erhaertenden Massen | |
| DE1204364B (de) | Verfahren zur Herstellung einer wiederholt benutzbaren Giessform | |
| DE1211765B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum lunker- und porenfreien Druckgiessen von Metallkoerpern stark unterschiedlicher Wandstaerke | |
| DE220052C (de) | ||
| DE2424590A1 (de) | Verfahren zur herstellung einer gegossenen kurbel- bzw. nockenwelle | |
| DE19752756C1 (de) | Verfahren zum Herstellen von Schmuckstücken und danach hergestelltes Schmuckstück |