DE966385C - Relaisanordnung mit in weiten Grenzen spannungsunabhaengiger Ansprech- oder Abfallverzoegerung - Google Patents
Relaisanordnung mit in weiten Grenzen spannungsunabhaengiger Ansprech- oder AbfallverzoegerungInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
- H01H47/02—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay
- H01H47/18—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay for introducing delay in the operation of the relay
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Description
Es sind Relaisanordnungen bekannt, bei denen durch Verwendung von Kondensatoren und Widerständen
in bestimmter Kombination Ansprech- oder Abfallverzögerungen erzielt werden. Diese Anordnungen
haben jedoch den Nachteil, daß die Ansprech- und Abfallzeiten in verschiedener Weise
sehr stark von der Speisespannung des Relais abhängig sind. In manchen praktischen Fällen kann
es von- außerordentlicher Bedeutung sein, daß die Abfallzeit oder die Ansprechzeit einer Relaisanordnung
in weiten Grenzen von der speisenden Spannung unabhängig ist.
Es ist nun eine Anordnung bekannt, bei der die Ansprech- und Abfallverzögerungen von Relais
innerhalb bestimmter Grenzen von der Speisespannung weitgehend unabhängig sind. Bei dieser
Anordnung ist das Relais über einen aus zwei Widerständen bestehenden Spannungsteiler an die
Betriebsspannung angeschlossen, und das Verhältnis der beiden Teilwiderstände wird selbsttätig so ao
geändert, daß die an der Relaiswicklung liegende Teilspannung konstant bleibt. Zur Glättung der
Spannungsschwankungen ist der Relaiswicklung ein Kondensator parallel geschaltet. Gemäß einer
Ausführungsart dieser Anordnung ist der nicht zur Relaiswicklung parallel geschaltete Widerstand in
einem mit Quecksilber gefüllten ringförmigen Glasgefäß untergebracht und das Glasgefäß auf der
Achse eines an die Betriebsspannung angeschlossenen Drehspul-Voltmeters angeordnet. Dieses Volt-
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meter arbeitet mit unterdrücktem Nullpunkt, und sein Drehmoment ist der Spannung proportional.
Bei Abweichung der Anzeige vom Sollwert der Betriebsspannung wird dann ein kleinerer oder
größerer Teil des Widerstandsdrahtes in dem Glasgefäß von der Quecksilberflüssigkeit überbrückt, je
nachdem ob die Abweichung vom Sollwert der Betriebsspannung positiv oder negativ ist. Bei einer
anderen Ausführungsart einer solchen Anordnung ίο verwendet man für den Spannungsteiler Widerstände,
von denen der eine einen positiven und der andere einen negativen Temperaturkoeffizienten besitzt.
Schließlich sei hier noch eine dritte Ausführungsart der beschriebenen Anordnung erwähnt,
bei welcher das Relais mit zwei Wicklungen ausgeführt ist, von denen die eine mit einem Kondensator
überbrückt und in Reihe mit einer Glühlampe an die Betriebsspannung angeschaltet ist. Die
zweite Wicklung dient als Differentialwicklung und ist über einen neben der Glühlampe angeordneten
Photowiderstand an die Betriebsspannung geschaltet. Bei zunehmender Spannung leuchtet die
Lampe heller auf und der Widerstand der lichtempfindlichen Zelle wird geringer, der Strom in der
Differentialwicklung somit größer. An Stelle eines Photowiderstandes kann bei dieser Ausführungsart
aber auch ein Photoelement neben der Glühlampe angeordnet werden und mit den beiden Anschlußklemmen
der zweiten Wicklung verbunden werden. Der Nachteil dieser Anordnungen besteht darin,
daß für ein einwandfreies, von den Betriebsspannungsschwankungen unabhängiges Arbeiten
der Zeitverzögerungsrelais ein sehr großer Aufwand erforderlich ist.
Gegenstand der Erfindung ist eine Zeitrelaisanordnung,
deren Zeitverzögerung in weiten Grenzen ebenfalls von den Schwankungen der Betriebsspannung unabhängig ist. Die Anordnung
ist besonders von Vorteil in solchen Netzen, in denen die Zeitkonstante der Netzspannungsschwankungen
größer ist als die geforderte Zeitverzögerung der Relais. Die ganze Schaltung ist so ausgelegt,
daß ausschließlich einfache und billige, serienmäßig hergestellte Bauteile, wie z.B. Kondensatoren
und ohmsche Widerstände, verwendet werden können. Gemäß der Erfindung wird bei dieser Anordnung die Ansprech- oder Abfallzeit
durch entsprechende Schaltmaßnahmen aus der Summe von Ansprech- und Abfallzeit zweier Hilfsrelais
gebildet, von denen das eine ansprechverzögert und das andere abfallverzögert arbeitet.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird erreicht, daß innerhalb eines sehr großen Bereiches
von etwa 50% Abweichung von der Nennbetriebsspannung eine außerorde^ ich hohe Konstanz der
Verzögerungszeit mit einer Abweichung von weniger als 2% von ihrem Nennwert gewährleistet
ist.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die Ansprechzeiten und Abfallzeiten von Relais
in entgegengesetzter Weise von der Spannung abhängig sind, so daß bei entsprechender Dimensionierung
der einzelnen Verzögerungsglieder die Summe aus Ansprech- und Abfallzeit nahezu von
der Speisespannung unabhängig werden kann.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung die Schaltung einer ansprechverzögerten
Relaisanordnung (Fig. 1) und einer abfallverzögerten Relaisanordnung (Fig. 2). Einander entsprechende
Teile tragen die gleichen Bezugszeichen.
Die Relaisanordnung gemäß Fig. 1 wird von der Gleichspannung U gespeist, die in weiten Grenzen
schwanken kann. Nach Schließung des Kontaktes K, der beispielsweise durch ein anderes Relais oder
sonstwie von außen her betätigt werden kann, soll nach Ablauf einer genau konstanten Verzögerungszeit Tan die Hauptrelaisspule 5" unter Strom gesetzt
werden. Die Relaisanordnung enthält zwei Hilfsrelais HR1 und HR2. Das Hilfsrelais HR1 besitzt
eine Ansprechverzögerungszeit tan, die mit Hilfe
der Widerstände R1, R2 und dem Kondensator C in
an sich bekannter Weise erzielt wird. Mit R1 ist die
Betätigungsspule dieses Relais bezeichnet, während T1 den dazugehörigen Umschaltkontakt darstellt.
Das Hilfsrelais HR2 arbeitet dagegen abfallverzögert
(Verzögerungszeit tab). Dieses Hilfsrelais
besitzt außer seiner Relaiswicklung R1' und dem dazugehörigen
Kontakt r{ die Widerstände R5, R2
und den Kondensator C', mit deren Hilfe die Abfallverzögerung
erzielt wird. Die beiden Hilfsrelais sind funktionsmäßig so hintereinandergeschaltet,
daß als Ansprechzeit Tan der gesamten Relaisanordnung
die Summe aus Ansprechzeit tan und Abfallzeit
tab der Hilfsrelais wirksam wird. Bei
Schließung des Kontaktes k werden die Hilfsrelais HR1 und HR2 an Spannung gelegt. Während der
Kontakt r{ des Hilfsrelais HR2 sofort geöffnet
wird, betätigt das Hilfsrelais HR1 seinen Umschal
tkontakt rt erst nach Ablauf der Ansprechzeit
tan. Durch diese Umschaltung wird der Stromkreis
des Hilfsrelais HR2 unterbrochen, so daß nach Ablauf
seiner Abfallverzögerungszeit tab der Ruhekontakt
r{ geschlossen wird und die Relaisspule 5" an die Spannung U gelegt wird. Vom Zeitpunkt der
Betätigung des Kontaktes k bis zum Anlegen der Relaisspule 51 an Spannung ist also die Ansprechverzögerungszeit
Tan verflossen, die sich aus den Werten tan und tab zusammensetzt.
In Fig. 2 ist eine Relaisanordnung mit spannungsunabhängiger Abfallverzögerung dargestellt.
Die Anordnung weist die gleichen Hilfsrelais HR1
und HR2 auf, wie sie in der Schaltung nach Fig. 1
Verwendung finden. Zum Unterschied von Fig. 1 sind hier die Hilfsrelais funktionsmäßig so miteinander
verbunden, daß die Abfallzeit Tab der Relaisanordnung
als Summe der Abfallzeit tab des Hilfsrelais
HR2 und der Abfallzeit tab des Hilfsrelais HR1 gebildet
wird. Durch Öffnung des Kontaktes k wird das Hilfsrelais HR2 von der Speisespannung U abgeschaltet.
Nach Ablauf seiner Verzögerungszeit iao tab wird sein Anker freigegeben und schließt dabei
den Anker r{} der das Hilfsrelais HR1 an Spannung
legt. Nach Ablauf der Ansprechverzögerungszeit des Hilfsrelais HR1 wird sein Anker angezogen
und der Kontakt rt geöffnet, wodurch der Stromkreis
-· der Hauptrelaisspule S .unterbrochen wird.
Vom Zeitpunkt der öffnung des Kontaktes k bis
zur Unterbrechung des Stromkreises der Relaisspule 51 ist die Abfallverzögerungszeit Tab verflossen,
die die Summe aus tab und tan ist·.
Die beschriebenen Relaisanordnungen benötigen zwar gegenüber einfachen ansprech- oder abfallverzögerten
Relais einen größeren technischen Aufwand, jedoch erscheint dieser Aufwand dann gegerechtfertigt,
wenn die Speisespannung der Relaisanordnung großen Schwankungen unterworfen· ist
und hohe Forderungen an die Konstanz der Ansprech- oder Abfallzeit gestellt werden.
Claims (3)
1. Relaisanordnung mit in weiten Grenzen spannungsunabhängiger Ansprech- oder Abfallverzögerung,
insbesondere für Netze mit zeitlich langsam erfolgender Spannungsänderung, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansprechzeit
oder Abfallzeit durch entsprechende Schaltmaßnahmen aus der Summe von Ansprechzeit
und Abfallzeit zweier Hilfsrelais gebildet wird, von denen das eine ansprechverzögert
und das andere abfallverzögert, arbeitet.
2. Relais mit Ansprechverzögerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Schließung eines Kontaktes (k) das ansprechverzögerte Hilfsrelais HR1 abläuft und durch
Öffnung seines Kontaktes (V1-) den Stromkreis
des abfallverzögerten Hilfsrelais (HR2) unterbricht,
welches nach Ablauf seiner Verzögerungszeit (tab) über seinen Kontakt (r{) den
Stromkreis der Hauptrelaisspule (S) schließt, so daß die Ansprechzeit der Relaisanordnung
(Tan) gleich der Summe aus Ansprechzeit (tan)
und Abfallzeit (tab) der Hilfsrelais ist (Fig. 1).
3. Relaisanordnung mit Abfallverzögerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Öffnung des Kontaktes (k) der Stromkreis des abfallverzögerten Hilfsrelais (HR2) unterbrochen
wird und dieses nach Abfall seines Ankers über seinen Kontakt (r{) den Stromkreis
des ansprechverzögerten Hilfsrelais (HR1) schließt, welches seinerseits nach Ablauf
seiner Ansprechverzögerungszeit (tan) über
seinen Kontakt (r,·) den Stromkreis der Hauptrelaisspule (S) öffnet, so daß also die Abfallzeit
(Tab) der Relaisanordnung gleich der
Summe aus Abfallzeit (tab) und Ansprechzeit
(tan) der Hilfsrelais ist (Fig. 2).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 822 863.
Deutsche Patentschrift Nr. 822 863.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609526/327 5.56
(709'611/14 7.57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL20752A DE966385C (de) | 1954-12-28 | 1954-12-28 | Relaisanordnung mit in weiten Grenzen spannungsunabhaengiger Ansprech- oder Abfallverzoegerung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL20752A DE966385C (de) | 1954-12-28 | 1954-12-28 | Relaisanordnung mit in weiten Grenzen spannungsunabhaengiger Ansprech- oder Abfallverzoegerung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE966385C true DE966385C (de) | 1957-08-01 |
Family
ID=7261842
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL20752A Expired DE966385C (de) | 1954-12-28 | 1954-12-28 | Relaisanordnung mit in weiten Grenzen spannungsunabhaengiger Ansprech- oder Abfallverzoegerung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE966385C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1174885B (de) * | 1955-07-28 | 1964-07-30 | Mors Electricite | Elektrische Zeitschaltanordnung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE822863C (de) * | 1949-12-18 | 1951-11-29 | Siemens & Halske A G | Innerhalb bestimmter Grenzen spannungsunabhaengige Zeitverzoegerungseinrichtung fuerRelais mit zu dessen Wicklung parallel geschaltetem Kondensator |
-
1954
- 1954-12-28 DE DEL20752A patent/DE966385C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE822863C (de) * | 1949-12-18 | 1951-11-29 | Siemens & Halske A G | Innerhalb bestimmter Grenzen spannungsunabhaengige Zeitverzoegerungseinrichtung fuerRelais mit zu dessen Wicklung parallel geschaltetem Kondensator |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1174885B (de) * | 1955-07-28 | 1964-07-30 | Mors Electricite | Elektrische Zeitschaltanordnung |
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