DE966036C - Selbstschalter, insbesondere Leistungs- oder Schnellschalter, fuer Gleichstromanlagen - Google Patents
Selbstschalter, insbesondere Leistungs- oder Schnellschalter, fuer GleichstromanlagenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/44—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to the rate of change of electrical quantities
- H02H3/445—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to the rate of change of electrical quantities of DC quantities
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Description
Die Erfindung betrifft einen Selbstschalter, wie er als Leistungs- oder Schnellschalter in Gleichstromanlagen,
vorzugsweise im Bahnbetrieb, Anwendung finden soll. Es ist bekannt, derartige
Selbstschalter mit einer zusätzlichen Stromauslösung auszustatten, mittels welcher das Abschalten
der Anlage auch dann erzwungen wird, wenn der Strom den statischen Ansprechwert des Schalters
nicht erreicht. Eine solche zusätzliche Stromauslösung wirkt in Abhängigkeit von dem Stromanstieg
oder dem Stromstärkenunterschied im Verfolg eines außergewöhnlichen Ereignisses, wie z. B.
eines Kurzschlusses.
Zur stromanstiegsempfindlichen Auslösung verwendet man einen Eisenkernwandler mit zwei
Wicklungen, deren eine vom überwachten Strom gespeist wird, beispielsweise durch den zu überwachenden
Stromleiter selbst gebildet wird, und deren andere bei einer Änderung des überwachten
Stromes einen transformatorisch in ihr hervorgerufenen Spannungsstoß liefert. Die Größe der
in ihr induzierten Spannung ist der zeitlichen Änderung des Stromes proportional. In manchen
Fällen empfiehlt es sich, die Auslösung nicht von dem Stromanstieg abhängig zu machen, sondern
von der Differenz der Stromstärken unmittelbar vor und nach dem außergewöhnlichen Ereignis.
Werden die Enden der zweiten Wicklung des Wandlers über geeignet dimensionierte ohmsche
Widerstände und Induktivitäten, geschlossen, so er-
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hält man je nach der Wahl dieser Widerstandsgrößen entweder eine mehr Stromanstiegs- oder
stromhöhenunterschiedsempfindliche Auslösung.
Der Sekundärkreis des Eisenkernwandlers wird im wesentlichen gebildet durch das Auslöseglied,
das vorzugsweise in einem polarisierten Relais besteht. Erfindungsgemäß werden die elektrischen
Daten des Wandlers mit denen des Auslösegliedes so aufeinander abgestimmt, daß die Amperewindungszahl
im Auslöseglied möglichst groß wird. Dies erreicht man durch eine derartige Wahl von
ohmechem Widerstand R1 und Induktivität L1 der
Sekundärwicklung des Wandlers und von ohmschem Widerstand R2 und Induktivität L2 des im Sekundärkreis
des Wandlers liegenden Auslösers, daß das Produkt R1 χ L1 gleich oder annähernd gleich dem
Produkt R2 X L2 wird. Bei Beachtung der angegebenen
Gleichung wird der im Sekundärkreis des Wandlers auftretende Stromstoß eine besonders
große Amperewindungszahl im Auslöseglied bewirken, so daß somit die optimale Anpassung des
Auslösegliedes erreicht ist. Damit ist aber auch eine große Empfindlichkeit auf Stromstärkeunterschiede
erzielbar. Man ist ferner in der Lage, unempfindlichere Relais oder kleinere Wandler zu
verwenden. An sich spricht das Auslöseglied in gleicherweise bei zunehmendem wie bei abnehmendem
Strom an. Da aber in der praktischen Anwendung in den meisten Fällen eine Auslösung nur
entweder bei größer oder bei kleiner werdendem Strom gefordert wird, läßt man zweckmäßig den
Wandler auf ein polarisiertes Relais wirken. Mittels der angegebenen Anpassungsbedingung ist es möglich,
auch besonders ungünstige Kurzschlußverhältnisse zu beherrschen.
Zur Rückholung des Relais wird weiter erfindungsgemäß
dieses mit zwei Wicklungen versehen, deren einer ein beim Ein- und Ausschalten des Schalters betätigter Wischkontakt zugeordnet
ist. Auf diese Weise entfallt die Notwendigkeit der Anordnung eines zweiten Relais. Die andere Wicklung
des Relais kann zur Erzielung einer bequemen Einstellung der Ansprechempfindlichkeit ausgenutzt
werden, indem man parallel zu dieser Wicklung . einen Regelwiderstand schaltet.
Bei großen Kurzschlußströmen mit steilen Stromanstiegen
in der Nähe der Speisestelle sind hohe Spannungen am Wandler zu erwarten, die gegebenenfalls
die Isolation der Wicklung gefährden können. Zur Begrenzung dieser Spannungen wird
erfindungsgemäß der Eisenkernwandler so bemessen, daß der Arbeitspunkt des verwendeten Bleches bei
Auslösung des Schalters infolge Überstrom dicht unter dem Sättigungsknick liegt, so daß nach Erreichen
einer bestimmten Stromstärke oberhalb der Auslösestromstärke bei Überstromauslösung die
Sättigung des Wandlers erreicht wird.
Unerwünscht hohe Spannungen können auch bei ■sehr großen Windungszahlen in der Sekundärwicklung
des Wandlers auftreten, während andererseits bei sehr geringen Windungszahlen große Leitungsquerschnitte zur Führung des Auslösestromes erforderlich
sind und der Übelstand in Kauf genommen werden müßte, daß das Auslöseglied nicht
weit vom Eisenringkern entfernt angeordnet werden kann, da andernfalls der Widerstand im Auslösekreis
zu groß würde. Es wird daher zweckmäßig eine mittlere Windungszahl von etwa 100 bis 2000
Windungen für die Sekundärseite des Eisenkernwandlers gewählt und dieser nach der oben an-
gegebenen Beziehung die Windungszahl des Auslösers angepaßt.
An Hand der Fig. 1, 2 und 3 wird die Wirkungsweise der Anordnung nach der Erfindung nachstehend
erläutert.
Fig. ι stellt das Prinzipschaltbild der Schutzeinrichtung
dar. In dem zu schützenden Gleichstromkreis liegen der Selbstschalter 1 und der
Eisenkernwandler 2. Bei einer Stromänderung im Hauptstromkreis wird in der Sekundärwicklung 3
des Eisenkernwandlers eine Spannung induziert, die durch die Erregerspule 4 des polarisierten Relais
einen Strom hindurchtreibt. Der zu dieser Spule 4 parallel liegende Widerstand 7 dient zur
Einstellung der Empfindlichkeit des Sekundärkreises. Desgleichen kann mit dem mit der Spule 4
in· Reihe liegenden Widerstand Ja die Empfindlichkeit
des Relais geändert werden. Durch den durch die Spule 4 fließenden Strom wird der Kontakt von
der Stellung α in die Stellung b umgelegt und der
Auslöser 8 an Spannung gelegt, die aus dem überwachten Netz oder einem besonderen Netz entnommen
werden kann, so daß gleichzeitig die Verklinkung des Schalters 1 geöffnet wird. Die auf dem
polarisierten Relais zusätzlich vorhandene Spule 5 dient zur Rückführung des Kontaktes von der
Stellung b in die Stellung a. Diese Rückführung findet statt durch kurzzeitiges Schließen des Kreises
über einen Wischkontakt 6 am Selbstschalter 1, und zwar kann die Betätigung der Spule 5 über den
Wischkontakt entweder beim öffnen oder Schließen des Schalters 1 bzw.- in beiden Fällen vorgenommen
werden.
Fig. 2 stellt den Eisenkernwandler mit Primär- und Sekundärkreis schematisch dar. Bei Änderung
des im Prknärkreis I fließenden Stroms J1 wird im
Sekundärkreis I ein Strom J2 erzeugt. Der Sekundärkreis
besteht aus der Sekundärwicklung des Eisenkernwandlers mit einer Selbstinduktion L1
und einem ohmschen Widerstand R1 sowie dem Auslöseglied, bestehend- aus 4, 7 und ya der Fig. 1,
welches dargestellt ist durch die Selbstinduktion L2 (Windungszahl W2) sowie dem ohmschen Widerstand
R2.
Bei bestimmten Werten der vorgenannten Induktivitäten
und ohmschen Widerstände erreicht der bei Stromänderung im Primärkreis im Sekundärkreis
auftretende Stromstoß seinen Größtwert. Die Fig. 3 stellt diesen Anpassungsfall dar. Das
Produkt J2max X W2 ist dabei in Abhängigkeit von
dem Quotienten -~—~ aufgetragen. Dieser Quoti-
ent ist auf Grund einer Rechnung gefunden worden. Rechnung und Versuche haben ergeben, daß bei
einer Abstimmung der Widerstandswerte der Sekundärwicklung und des Auslösegliedes, die Ampere-
windungszahl im Sekundärkreis am größten, d. h. eine optimale Anpassung vorhanden ist. Diese
größte Amperewindungszahl tritt aber dann auf, wenn L1 χ R1 = L2 X R2 oder ] * ' = ι ist.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:
IOi. Selbstschalter, insbesondere Leistungsoder Schnellschalter, für Gleichstromanlagen mit von der Größe der zeitlichen Stromänderung oder der Höhe des Stromstärkenunterschiedes unmittelbar vor und nach einem außergewöhnlichen Ereignis abhängiger Auslösung über einen vom überwachten Strom erregten Eisenkernwandler, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt (R1 χ L1) aus ohmschem und induk-tivem Widerstand der Sekundärwicklung (3) des Eisenkernwandlers (2) und das Produkt (R2 X L2) eines im Sekundärkreis des Eisenkernwandlers liegenden Auslösers oder Relais gleich oder annähernd gleich gewählt ist. - 2. Selbstschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das im Sekundärkreis des Wandlers liegende Relais mit einer zusätzlichen Wicklung (5) versehen ist, der ein beim Ein- und/oder Ausschalten des Schalters betätigter Wischkontakt (6) zugeordnet ist.
- 3. Selbstschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu der Wicklung (4) des im Sekundärkreis des Wandlers liegenden Auslösers ein Regelwiderstand (7) geschaltet ist.
- 4. Selbstschalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandler so bemessen ist, daß sein Arbeitspunkt bei Auslösung des Selbstschalters (1) infolge Überstrom dicht unter dem Sättigungsknick liegt.
- 5. Selbstschalter nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärwicklung (3) des Wandlers etwa 100 bis 2000 Windungen aufweist.In Betracht gezogene Druckschriften: Extrait du Bulletin de la Societe fra^aise des Electriciens, 1951, S. 76 bis 80.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©609547/433 6.56 (709 571/32 6.57)
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| DEL12737A Expired DE966036C (de) | 1952-07-01 | 1952-07-01 | Selbstschalter, insbesondere Leistungs- oder Schnellschalter, fuer Gleichstromanlagen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE966036C (de) |
-
1952
- 1952-07-01 DE DEL12737A patent/DE966036C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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