DE964422C - Nockenschalter mit Handaufzug zum Schalten verschiedener Stromkreise mit und ohne Zeitwerk - Google Patents
Nockenschalter mit Handaufzug zum Schalten verschiedener Stromkreise mit und ohne ZeitwerkInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H19/00—Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand
- H01H19/54—Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand the operating part having at least five or an unspecified number of operative positions
- H01H19/60—Angularly-movable actuating part carrying no contacts
- H01H19/62—Contacts actuated by radial cams
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- Motor And Converter Starters (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 23. MAI 1957
H 21034 VIII b/ 21 c
Die Erfindung bezieht sich auf einen Nockenschalter mit Handaufzug zum Schalten verschiedener
Stromkreise mit und ohne Zeitwerk.
Der Erfindungszweck besteht darin, daß mit dem Schalter eine Programmwahl hinsichtlich der
Schaltfolge mit und ohne Zeitwerk möglich ist.
Es sind sowohl Zeitschalter bekannt, wie auch Schalter, mit denen man ein bestimmtes Schaltprogramm
einstellen kann. Will man einen derartigen Zeitschalter mit einem Programmschalter
kombinieren, dann sind zwei Schalter notwendig, die mit den verschiedenen Verbindungsleitungen
dann zusammen einen Schalter ergeben. Bei dem Programmschalter beispielsweise ist es nicht möglich,
mit dem Tasten, oder Berühren einer Schaltstellung schon den Programmablauf zu bewirken,
sondern der Programmschalter wird auf eine Stellung eingestellt und kann jetzt mit oder ohne Zeitschalter
kombiniert werden. Verwendet man derartige Kombinationen von Schaltern beispielsweise
in Waschmaschinen, dann sind derartige Ausführungen nachteilig, da beispielsweise zwei Schalterdurchführungen
durch das Gehäuse vorhanden sind und diese Schalterdurchführungen besonders gegen
Feuchtigkeitseinfluß geschützt werden müssen. Im weiteren sind viele Verbindungsleitungen notwendig,
und die Übersichtlichkeit ist auch nicht gewährleistet, da maa bei den Programmschaltern
entweder nur Raststellungen hat und dann mit dem Zeitwerk ablaufen lassen kann, oder aber man benutzt
den Schalter ohne Zeitwerk, muß dann aber in Kauf nehmen, daß nicht so viele Kombinationsmöglichkeiten bestehen.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, diese Nachteile zu vermeiden und nur in einem Schalter die
Möglichkeit zu haben, eine Programmwahl durch-
709 522/214
zuführen, d. h. einen bestimmten Schaltungsablauf vorher zu bestimmen, der dann je nach Wahl
mit oder ohne Zeitwerk abläuft. Derartige Schalter werden beispielsweise bei Waschmaschinen benötigt,
wo man beispielsweise zuerst den Motor der Waschmaschine einschaltet und dann nachträglich
erst die Heizung. Beispielsweise die umgekehrte Reihenfolge würde wegen der auftretenden
Anlaufstromspitzen einen größeren Aufwand an ίο Sicherungen erforderlich machen. Bei Waschmaschinen
ist es dann noch erwünscht, entweder die Heizung allein einzuschalten oder die Heizung
zeitabhängig einschalten zu können und insbesondere dann noch Motor und Heizung zeitabhängig
oder motorzeitabhängig und heizungszeitabhängig schalten zu können. Alle diese verschiedenen Kombinationen
werden nach der vorliegenden Erfindung durch eine ganz einfache Zusatzeinrichtung zu
einem Zeitschalter ermöglicht. Dabei ist es Aufgäbe der vorliegenden Erfindung, den Schalter als
normalen Rastschalter verwenden zu können, beispielsweise das Anheizen der Waschmaschine zeitunabhängig
durchführen zu können, andererseits aber auch den Motor, der beispielsweise nach einer
bestimmten Waschzeit ausschalten soll, zeitabhängig zu schalten und dazu zeitabhängig oder
zeitunabhängig noch die Heizung schalten zu können.
Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, daß abhängig von der Länge des Aufzugsweges bei
kleinem Aufzugsweg beispielsweise das Zeitwerk als Zeituhr mit Signalbetätigung arbeitet nach
Endaufzug des Zeitwerkes Taststellungen für verschiedene Stromkreise vorhanden sind, welche
durch Berühren der Kontakte die Stromkreise mit dem Zeitwerk zusammenschalten, und bei längerem
Aufzugsweg hinter den Taststellungen Raststellungen für die Schaltung von Stromkreisen
ohne Zeitwerk bestehen.
Nach diesem Erfindungsmerkmal wird der Aufzugsweg des neuen Schalters dazu benutzt, um eine
bestimmte Programmwahl zu kennzeichnen. Hinsichtlich der konstruktiven Ausbildung des neuen
Schalters besteht ein Merkmal darin, daß ein Nockenschalter mit konzentrisch angeordneten
Schaltkontakten eine Zusatznockenscheibe, welche Stromkreisschalter betätigt, besitzt, die durch Anschläge
wie ein Schleppkontakt von der Schaltachse in der einen oder anderen Richtung jeweils
am Anfang und Ende des Zeitwerkaufzuges mitgenommen wird.
Nach diesem Erfindungsmerkmal ist der Aufzugsweg für das Zeitwerk durch zwei besondere
Schaltstellungen hervorgehoben, nämlich die eine Schaltstellung, wenn das Zeitwerk am Ablaufen
ist. Hier erfolgt dann ein Schaltsprung, der die vorher durch Tastung oder Rastung eingeschalteten
Kontakte ausschaltet. Nach Aufzug des Zeitwerkes folgen dann Tast- und Raststellungen.
Nach diesem Erfindungsmerkmal geht man davon aus, daß, wenn beispielsweise das Zeitwerk bis
auf 10 Minuten einschaltbar ist und man jetzt mittels einer Rutschkupplung nun den Zeitschalter
auf 8 oder 9 Minuten stellt, man jetzt das Zeitwerk nur als Zeituhr benutzen kann, indem nach Ablauf
der 8 Minuten ein Signal oder ein deoi Zeitwerk zugeschriebener Schaltvorgang stattfindet. Wird
dann aber diese Endaufzugsstellung des Zeitwerkes überschritten, dann werden mit größer werdendem
Aufzugsweg· in zeitlicher Reihenfolge erst Tast-Stellungen betätigt und darüber hinaus Raststellungen.
Erreicht man mit dem Aufzugshebel oder Knopf die Raststellungen, dann rastet der Schalter
ein und ist zeitunabhängig. Werden aber nur Taststellungen benutzt, dann werden dadurch Stromkreise
geschaltet, und beim Loslassen des Aufzugshebels oder Knopfes sind dann diese Stromkreise
eingeschaltet und werden zeitabhängig abgeschaltet. Dabei ist es jetzt immer noch möglich, den
Zeitschalter mittels einer Rutschkupplung so einzustellen, daß nicht etwa die ganze Zeit des Zeitschalters
ablaufen muß, sondern jeder beliebige Zwischenwert eingestellt wird, und nachdem der
Zeitschalter den Einschaltknopf mitnimmt, wird dann am Ablauf des Zeitwerkes das gewählte
Schaltprogramm ausgeschaltet.
Hinsichtlich der Ausführbarkeit der Erfindung ist es noch wesentlich, daß die nach Endaufzug des
Zeitwerkes durch die Weiterbewegung in Aufzugsrichtung mitgenommene Zusatznockenscheibe zwar
Stromkreise einschaltet, der durch die Federkraft des Zeitwerkes aber nach Aufhören der Aufzugsbewegung
selbständig zeitabhängig zurückgehenden Nockenschalter die geschalteten Stromkreise
aber erst in einem Schaltsprung vom Ablauf des Zeitwerkes bis zur Nullstellung des Schalters ausschaltet.
Diese besondere Anordnung des Schalters ermöglicht den Erfindungszweck, wahlweise ein
Schaltprogramm mit dem Zeitwerk zu kombinieren oder aber nach Einstellen der Raststellungen zeitunabhängig
zu schalten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, dabei gehen aus der
Zeichnung und der Beschreibung hierfür noch 105. weitere Erfindungsmerkmale hervor.
Abb. ι zeigt schematisch die Anordnung beispielsweise
bei einem Nockenschalter, um den Zentralschaltkontakte angeordnet sind, das sichtbare
Bezifferungsblatt des Schalters;
Abb. 2 zeigt eine mögliche Ausbildung, um durch Taststellungen einen Stromkreis zum Schalten mit
dem Zeitwerk zu kombinieren.
In der Abb. 1 ist mit 1 in Aufsicht beispielsweise
der Schaltknebel bezeichnet, der bei 2 eine Zuspitzung besitzt, die auf das Wählblatt zeigt. Bei 3
befindet sich die Achse des Knebels. Diese Achse dient als Betätigungsachse.
In der Abb. 1 ist mit 4 weiterhin die Nullstellung bezeichnet. Der mit dem Maßpfeil 5 angegebene
Bereich soll den Schaltsprung kennzeichnen, der zwischen Ablauf des Zeitwerkes und Nullstellung
besteht. In diesem Schaltsprung werden durch Momentschaltung und durch gespeicherte
Federenergie die geschalteten. Kontakte ausgeschaltet. Der Bereich zwischen den Pfeilen 6 zeigt
den Zeitschalter als solchen an., wobei beispielsweise mit i, 2, 3 und 4, von Kreisen eingerahmt,
die Minuten angegeben sind, die bis zum Erreichen der Nullstellung beim Einstellen des Schalthebels
auf die betreffende Zahl vergehen.
Bei diesem Zeitwerk ist weiterhin mit 7 ein
Bereich gezeigt, in dem sich Taststellungen befinden, d. h. Schaltstellungen, auf die man den Schaltknebel
hinweisen lassen kann und die dadurch auch das Schaltprogramm zum Auflösen bringen bzw.
den Kontakt schalten. Beim Loslassen des Schaltknebels dieser aber in dem Bereich des Zeitwerkes
zurückspringt und beispielsweise die Maximalzeit abläuft, wenn man nicht mittels der an sich bekannten,
aber hier nicht gezeichneten Rutschkupplung den Schaltknebel beispielsweise auf die
Minutenzahl 3 oder 2 stellt und jetzt nur diese Zeit abläuft. Mit 8 sind anschließend an den Bereich
der Taststellungen Raststellungen gezeigt. Diese Raststellungen können wie bei normalen Schaltern,
z. B. für die Heizung oder für andere Schaltvorgänge, beispielsweise für einen Spülmotor, geschaltet
werden, während man in den Raststellungen beispielsweise den Waschmotor allein oder
den Waschmotor mit Heizung schalten kann.
In der Zeichnung sind die einzelnen Punkte mit »Motor« und dem Index »w« und »sp« für
Waschen und Spülen gekennzeichnet und mit »H« für die Heizung.
Selbstverständlich können auch in Anwendung auf andere Geräte, wie Waschmaschinen, hier
andere Betätigungen bewirkt werden, je nachdem welche Betätigung zeitabhängig oder zeitunabhängig
erfolgen soll.
Für die Schaltung als solche kann ein an sich bekannter
Nockenschalter verwendet werden. Um die Taststellungen ausführen zu können, müssen Zusatznockenscheiben
vorhanden sein, die in der Abb. 2 beispielsweise mit 9 bezeichnet sind und für eine Taststellung nur mit einem Schaltnocken 10
versehen sind. Will man mehrere Taststellungen, erreichen, dann müssen mehrere Schaltnocken 10
vorhanden sein. Diese Zusatznockenscheibe ist ebenfalls mit einer Bohrung für die Betätigungsachse
3 versehen. Die Betätigungsachse 3 wird aber mit der Zusatznockenscheibe 9 nur mittels eines
Mitnahmestiftes 11 verbunden, wenn dieser Mitnahmestift
11 entweder auf dem einen Anschlag 12 auf der einen oder 13 auf der anderen Seite anschlägt
und dann die Nockenscheibe mitnimmt. Die Anschläge können beispielsweise dadurch hergestellt
werden, daß in der Nockenscheibe sich eine Vertiefung von 12 bis 13 befindet und dann der
Stift, welcher fest mit der Betätigungsachse 3 verbunden ist, bei 12 oder 13 anliegend die Zusatznockens'cheibe
9 in der einen oder anderen Richtung mitnimmt. Man erkennt dann, wenn diese Zusatznockenscheibe
mit ihrer Nase 10 den Schieber 14, der mit einer Feder 15 belastet ist, bewegt, daß auf
die Kontaktbrücke 16 die Kontakte 17 angedrückt werden und dadurch der Kontakt geschlossen wird.
Bewegt sich die Zusatznockenscheibe so, daß die Nase 10 den, Schieber 14 verläßt, dann, springt
dieser zurück, und der Kontakt ist wieder geöffnet.
Man erkennt, daß man durch die Entfernung der 6g
Anschläge 12 und 13 voneinander das Schalten bei dieser Taststellung jeder beliebigen geometrischen
Stellung des Schaltknebels 1 auf dem Zifferblatt zuordnen kann.
Es können nun auch mehrere solcher Scheiben 9 auf der Betätigungsachse 3 mittels Anschlägen und
Stiften 11 mitgenommen werden. Voraussetzung ist' immer, daß keine Rastung eintritt, sondern
daß nur der Schaltkontakt 16 geschlossen wird und dann nach dem Zeitablauf beim Verlassen der Nase
der Kontakt wieder ausgeschaltet wird.
Als Anwendungsgebiet der Erfindung sind alle Schaltmöglichkeiten zu bezeichnen, bei denen man
einen Schalter mit Zeitwerk, wobei dieser Schalter eine Rutschkupplung besitzen muß, verwendet, und
die Übertragung vom Zeitwerk auf das Hemmwerk mit abhebbarem Ritzel erfolgen muß, damit
der Schalter durchgedreht werden kann, und bei denen man zeitunabhängig oder zeitabhängig
schalten will, wobei die Raststellungen in an sich bekannter Weise erfolgen.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Nockenschalter mit Handaufzug zum Schalten verschiedener Stromkreise mit und ohne Zeitwerk, dadurch gekennzeichnet, daß eine Programmwahl hinsichtlich der Schaltfolge mit und ohne Zeitwerk dadurch besteht, daß abhängig von der Länge des Aufzugsweges bei kleinem Aufzugsweg beispielsweise das Zeitwerk als Zeituhr mit Signalbetätigung arbeitet, nach Endaufzug des Zeitwerkes Taststellungen für verschiedene Stromkreise vorhanden sind, welche durch Berühren der Kontakte die Stromkreise mit dem Zeitwerk zusammenschalten, und bei längerem Aufzugsweg hinter den Taststellungen Raststellungen für die Schaltung von Stromkreisen ohne Zeitwerk bestehen.
- 2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Nockenschalter mit konzentrisch. angeordneten Schaltkontakten eine Zusatznockenscheibe, welche Stromkreisschalter betätigt, besitzt, die durch Anschläge wie ein Schleppkontakt von der Schaltachse in der einen oder anderen Richtung jeweils am Anfang und Ende des Zeitwerkaufzuges mitnimmt.
- 3. Schalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die nach Endaufzug des Zeitwerkes durch die Weiterbewegung in Aufzugsrichtung mitgenommene Zusatznockenscheibe zwar Stromkreise einschaltet, der durch die Federkraft des Zeitwerkes aber nach Aufhören der Aufzugsbewegung selbständig zeitabhängig zurückgehende Nockenschalter die geschalteten Stromkreise aber erst in einem Schaltsprung iao vom Ablauf des Zeitwerkes bis zur Nullstellung des Schalters ausschaltet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©509627/10O 12.55 (709 522/214 5.57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH21034A DE964422C (de) | 1954-08-03 | 1954-08-03 | Nockenschalter mit Handaufzug zum Schalten verschiedener Stromkreise mit und ohne Zeitwerk |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH21034A DE964422C (de) | 1954-08-03 | 1954-08-03 | Nockenschalter mit Handaufzug zum Schalten verschiedener Stromkreise mit und ohne Zeitwerk |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE964422C true DE964422C (de) | 1957-05-23 |
Family
ID=7148977
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH21034A Expired DE964422C (de) | 1954-08-03 | 1954-08-03 | Nockenschalter mit Handaufzug zum Schalten verschiedener Stromkreise mit und ohne Zeitwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE964422C (de) |
-
1954
- 1954-08-03 DE DEH21034A patent/DE964422C/de not_active Expired
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