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DE952596C - Verfahren zum Herstellen von Flaechen mit gespannter Haut - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Flaechen mit gespannter Haut

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Publication number
DE952596C
DE952596C DEH21005A DEH0021005A DE952596C DE 952596 C DE952596 C DE 952596C DE H21005 A DEH21005 A DE H21005A DE H0021005 A DEH0021005 A DE H0021005A DE 952596 C DE952596 C DE 952596C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
strip
skin
curved
curvature
stiffening elements
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH21005A
Other languages
English (en)
Inventor
Lionel Charles Heal
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HIONEL CHARLES HEAL
Original Assignee
HIONEL CHARLES HEAL
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HIONEL CHARLES HEAL filed Critical HIONEL CHARLES HEAL
Priority to DEH21005A priority Critical patent/DE952596C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE952596C publication Critical patent/DE952596C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C3/00Wings
    • B64C3/26Construction, shape, or attachment of separate skins, e.g. panels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Rod-Shaped Construction Members (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Flächen mit gespannter Haut Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Flächen mit gespannter Haut, wobei diese Flächen eben .oder gekrümmt sein können; im letzteren Falle kann eine Krümmung in Längsrichtung und/oder Querrichtung gegeben sein.
  • Es ist bereits ein Verfahren zum Herstellen eines hohlen Metallkörpers vorgeschlagen worden, der eine vorgespannte Schale umfaßt, auf welche schon bei der Herstellung, d. h. vor der Beanspruchung während des Gebrauchs, eine Vorspannung aufgebracht wird, wobei die Schale in Längsrichtung oder sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung gekrümmt ist.
  • Die nach. diesem Verfahren hergestellte Schale mit gespannter Haut ergibt sich hauptsächlich dadurch, daß im wesentlichen ebene Streifen mit versteiften Kanten versehen werden, welche 'die gewünschte Spannung in der Haut hervorrufen, wenn man den an ihren Kanten versteiften Streifen während des Zusammenbaues auf einem Baugerüst bzw. einer Schablone durch Verformen eine Krümmung verleiht, woraufhin die versteiften Kanten benachbarter Streifen in geeigneter Weise miteinander verbunden werden, um eine konstruktive Einheit zu schaffen.
  • Die bei der Herstellung von Flächen mit gespannter Haut gemäß der vorliegenden Erfindung angewendeten Grundsätze sind im wesentlichen die gleichen wie bei der Herstellung von Hohlkörpern nach dem in dem obenerwähnten Patent beschriebenen Verfahren; bei der vorliegenden Erfindung besteht jedoch der charakteristische Unterschied darin, daß sämtliche oder einige der versteiften Streifen bereits vor dem Zusammenbau in mindestens einer Richtung gebogen bzw. gekrümmt werden.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man somit eine Fläche mit gespannter Haut dadurch, daß man einem versteiften Streifen, der nicht notwendigerweise an seinen Kanten versteift ist, durch Verformen aus einer ursprünglich gebogenen Form in eine im wesentlichen ebene Form überführt und daß man den Streifen sicher an einer geeigneten Rahmenkonstruktion oder einer anderen Konstruktion befestigt, so daß die Spannung in der Haut des Streifens aufrechterhalten bleibt.
  • In manchen Fällen kann man den Streifen diese Krümmung dadurch verleihen, daß man- einen ebenen Streifen herstellt, der beispielsweise entlang seinen gegenüberliegenden Kanten mit Versteifungen versehen ist, die mit dem Streifen aus einem Stück bestehen; und daß man dann den Streifen verformt, um die gewünschte Krümmung- zu erhalten.
  • Alternativ wird ein in den meisten Fällen bevorzugtes Verfahren angewendet, nach welchem man einem ebenen Streifen die gewünschte anfängliche Krümmung dadurch verleiht, daß man an dem Streifen Versteifungselemente anbringt, die bereits gekrümmt bzw. gebogen sind.- Die Verwendung derartiger Versteifungen beschränkt sich nicht auf ihre Anbringung an den Kanten eines Streifens; in den meisten Fällen erweisen sich zwischen den Streifenkanten angeordnete Versteifungen als zweckmäßig, wenn nicht sogar als notwendig.
  • Die im wesentlichen ebene Gestalt des anfänglich gekrümmten Streifens kann den Endzustand der Fläche während ihres Gebrauchs darstellen, wie es beispielsweise dann der Fall ist, wenn die betreffende Fläche einen Teil einer Decke, eines Daches oder einer Wandkonstruktion bildet, wie man sie bei Wohnwagen (caravan) oder Karosserien findet, oder wenn es sich um eine Steuerklappe oder. ein ähnliches Bauelement für ein Flugzeug handelt; man erkennt ohne weiteres, daß sich im wesentlichen ebene Flächen mit gespannter Haut nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in zahlreichen Ausführungsformen herstellen lassen.
  • Der in der folgenden Beschreibung verwendete Ausdruck »im wesentlichen eben« bezeichnet auch eine leicht konkav oderkonvex gekrümmte Fläche, wie man sie unmittelbar durch Verformen eines versteiften Streifens erhält, der ursprünglich die gleiche oder eine entgegengesetzte Krümmung von größerem oder kleinerem Ausmaß aufweist.
  • Aus dem vorangegangenen ist ersichtlich, daß der ursprünglich gebogene und versteifte Streifen nicht in im wesentlichen ebener Form gemäß dem oben Gesagten verwendet zu werden braucht, und tatsächlich kann die im wesentlichen ebene Form ein Zwischenstadium darstellen, das während der Fortsetzung des Verformungsvorgangs erreicht wird, in dessen Verlauf eine Fläche mit gespannter Haut erzeugt wird, die eine erhebliche Krümmung in einer Richtung aufweist, die der Richtung der ursprünglichen Krümmung entgegengesetzt ist. Beispielsweise kann man eine Anzahl von ebenen rechteckigen Streifen oder Tafeln, denen man durch Anbringen bereits gekrümmter Versteifungselemente eine anfängliche konkave Krümmung in Querrichtung verliehen hat, derart verformen, daß die Streifen bzw. Tafeln über eine im wesentlichen ebene Form hinweg in eine konvex gekrümmte Form gebracht werden, woraufhin man die in Querrichtung gebogenen Streifen bzw. Tafeln miteinander verbindet, so daß die Form eines geraden Zylinders oder eines Teilstücks eines Zylinders entsteht. Ferner ist es möglich, jedem der Streifen während eines bestimmten Stadiums der Verformung oder nach dem Verformen oder gegebenenfalls während des gesamten Verformungsvorgangs eine Krümmung in Längsrichtung zu verleihen; auf diese Weise lassen sich Teile einer Schale mit gespannter Haut in der Form eines Torpedos oder von anderer allgemein verjüngter Gestalt leicht herstellen. In manchen Fällen kann ein ursprünglich gekrümmter- einzelner Streifen bzw. eine Tafel vollständig zu einer Kreisform gebogen werden.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Fig. 1 zeigt die Herstellung einer im wesentlichen ebenen Fläche mit gespannter Haut, z. B. eines Bodens, aus einer anfänglich gekrümmten Tafel; Fig.2 zeigt schematisch das Verformen eines anfänglich gebogenen Streifens zu einer in entgegengesetzter Richtung gekrümmten Gestalt; Fig. 3 zeigt schematisch, in welcher Weise zwei anfänglich gekrümmte Streifen mit Rippen zusammengebaut werden können, welche die Streifen mit gespannter Haut derart festhalten, daß die Streifen eine im wesentlichen ebene Form beibehalten; Fig. 4 zeigt schematisch, in welcher Weise man die neutrale Achse eines Streifens verlagern kann, indem man an dem Streifen Versteifungen anbringt; Fig. 5 zeigt ein Verfahren zum Anbringen versteifter Streifen an einem Rippenelement; Fig.6 stellt ein verjüngtes Steuerungsteil für ein Flugzeug dar, wobei dieses Steuerungsteil nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist; Fig.7 dient zur Erläuterung von Maßnahmen, mittels deren man Spannungszuständen begegnet, die sich bei der Herstellung von Hohlkörpern mit gespannter Haut ergeben; Fig. 8 ist eine perspektivische Darstellung eines eine gespannte Haut aufweisenden Flugzeugbauteils, z. B. einer Tragfläche oder einer Leitwerksflosse, das eine Krümmung sowohl in Längsrichtung als auch in Breitenrichtung aufweist; Fig. 9 bis 13 unter Einschluß der Fig. 9A, zoA, i: 2A und 13A zeigen verschiedene Stadien der Herstellung des in Fig.8 dargestellten Bauteils, und die Fig.9A, 1oA, 12A und 13A sind jeweils Querschnitte längs der Linien A-A, B-B, C-C und D-D in den Fig. 9, i o, 12 und 13; Fig. I4, 15 und 16 sind schematische Darstellungen, auf die weiter unten Bezug genommen wird; Fig. 17 zeigt ein Verfahren zum Aufbringen einer zeitweiligen Hilfsbelastung zum Verlegen der neutralen Achse.
  • Bei der in Fig. I dargestellten Bodenkonstruktion sind anfänglich gebogene Schienen A an einer zuoberst liegenden Tafel B befestigt, wobei sich die Schienen A gegenüber der Tafel B in Querrichtung oder in Längsrichtung erstrecken. Wenn sich die Schienen in Querrichtung erstrecken, sieht man in Längsrichtung geradlinige Kantenversteifungen und Zwischenholme vor; verlaufen die Schienen A dagegen in Längsrichtung, wie es Fig. I zeigt, sieht man in Querrichtung steife Träger oder Rippen mit flacher Oberseite sowie gebogene Kantenversteifungen D vor. Die Tafel B mit den an ihr angebrachten gekrümmten Bauteilen wird derart verformt, daß eine ebene Fläche entsteht, wobei sich das Ausmaß der ursprünglichen Krümmung E, das gewöhnlich ein Vorformen. der Schienen und Kantenversteifungen erforderlich macht, nach dem Grad der Verformung richtet, der erforderlich ist, um die gewünschte Hautspannung hervorzurufen.
  • Fig. 2 zeigt schematisch, in welcher Weise sich ein ursprünglich gekrümmter und versteifter Streifen, wie er bei A dargestellt ist, derart verformen läßt, daß er nach Durchlaufen der bei B dargestellten, im wesentlichen ebenen Gestalt die bei C gezeigte entgegengesetzte Krümmung annimmt, woraufhin der Streifen in dieser Lage befestigt wird. Die in Fig. 2 bei A angedeutete anfängliche Krümmung ruft man zweckmäßigerweise dadurch hervor, daß man an einem normalerweise ebenen Streifen I an dessen Unterseite vorgebogene Versteifungselemente 2 von U-förmigem Querschnitt (s. Fig. 4) durch Nieten, Schweißen, Kleben oder auf eine beliebige andere Weise befestigt. Normalerweise wird man mehrere parallel zueinander angeordnete Versteifungselemente dieser Art verwenden. Ferner wird normalerweise ein solches Versteifungselement in der Nähe jedes Endes des Streifens, insbesondere.in der Nähe jeder Schmalseite, vorgesehen.
  • Durch das Anbringen der Versteifungen 2 an dem Streifen I wird die neutrale Achse des versteiften Streifens unter die Ebene des Streifens verlegt, z. B. in die in Fig. 4 angedeutete Lage x-y, während gleichzeitig dem Streifen eine Krümmung verliehen wird, bei welcher es sich im vorliegenden Fall um eine Krümmung in Querrichtung handelt. Das Ausmaß der dem Streifen verliehenen anfänglichen Krümmung bestimmt zusammen mit der Größe der Verschiebung der neutralen Achse weitgehend die Spannung, welche in der Haut erzeugt wird, wenn der versteifte Streifen in seiner endgültigen Form eingebaut wird.
  • Fig. 3 zeigt ein Beispiel für die Verwendung eines verformten, ursprünglich gebogenen Streifens in einem im wesentlichen ebenen Zustand. In diesem Fall bilden zwei derartige Streifen die obere bzw. untere Verkleidung einer Steuerklappe, eines Querruders, eines Höhenruders oder eines Seitenruders eines Flugzeugs, und die versteiften Streifen sind aus dem anfänglich gekrümmten Zustand derart verformt, daß sich ihre Enden treffen und daß die Streifen an mehreren parallelen und nach einer Seite verjüngten Rippen 3 befestigt werden können, wobei die Rippen 3 flache oder leicht konkave Auflageflächen a bzw. b aufweisen. Bei dem vorliegenden Beispiel ist es zweckmäßig, an jedem Streifen I mehrere parallele Versteifungen 2 mit Hilfe von Reihen vor in gleichmäßigen Abständen vorgesehenen Nieten zu befestigen, wobei man in diesem Stadium beispielsweise jeden dritten Niet fortläßt. Die einen U-förmigen Querschnitt aufweisenden Versteifungen 2 an den beiden Streifen nehmen jeweils einen der Flansche einer Rippe 3 von Z-förmigem Querschnitt (s. Fig. 5) auf, und nunmehr bringt man die fortgelassenen dritten Niete an, um die versteiften Streifen an der Rippe zu befestigen.
  • Eine nach dem soeben beschriebenen Verfahren hergestellte Steuerklappe stellt ein typisches Beispiel für zahlreiche Anwendungsfälle dar, bei denen die Herstellung einer Fläche mit gespannter Haut den Vorteil bietet, daß man ein erheblich dünneres Blechmaterial verwenden kann, als es bis jetzt üblich und notwendig war, so daß sich eine erhebliche Verminderung des Gewichtes des betreffenden Bauteils ergibt. Bei einer Steuerfläche für ein Flugzeug ist diese Gewichtsersparnis von besonderem Wert, da eine solche Fläche im allgemeinen unsymmetrisch um eine Achse drehbar angeordnet ist. Zum Ausgleich der Massen muß das tatsächliche Gewicht des größeren Teils der Konstruktion künstlich, z. B. mit Hilfe von Bleigewichten, ausgeglichen werden, so daß jede mögliche Verringerung des Gewichts der Konstruktion von einer bemerkbaren Verkleinerung der Ausgleichsgewichte begleitet sein kann.
  • Fig. 6 zeigt ein abgeändertes Verfahren zum Herstellen einer Konstruktion mit im wesentlichen ebenen Flächen, beispielsweise einer spitz zulaufenden Steuerfläche der soeben beschriebenen Art. In diesem Fall gibt man den Tafeln i$ an Stelle der in Fig. 3 gezeigten Krümmung in "Querrichtung eine anfängliche Krümmung in Längsrichtung, indem man an den Tafeln die Kantenversteifungen 2B bzw.. 2c anbringt. Ferner bringt man Querversteifungen 2D an, bevor man die gebogenen Tafeln nach unten zieht, um sie einem Vorderholm 3,4 anzupassen und sie an letzterem zu befestigen, wobei die Versteifungen 2c an der Hinterkante der Tafeln I$ unmittelbar miteinander verbunden werden. Außerdem kann man an den gegenüberliegenden Enden der Konstruktion Diagonalversteifungen 2E vorsehen, um zu verhindern, daß die Versteifungen 2D durch die Spannung in den Hautflächen verbogen werden. Bei dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel sind mit Ausnahme des Holms 3,4 sämtliche Bauteile an den Tafeln I$ angebracht, so daß sämtliche Versteifungen durch maschinelle Niete an den Tafeln befestigt werden können, während die Tafeln noch gebogen sind. Nachdem man auf die versteiften Tafeln geeignete Kräfte aufgebracht hat, um die Tafeln über ihre ganze Länge mit dem Holm in Berührung zu bringen, befestigt man den Holm 3A mittels weiterer Niete.
  • Fig. 2 zeigt außerdem eine Weiterentwicklung des oben beschriebenen Verfahrens zum Herstellen von Flächen mit gespannter Haut, wobei der versteifte Streifen über eine im wesentlichen flache Gestalt B hinweg gebogen wird, bis er in der bei C angedeuteten Weise entgegengesetzt gekrümmt ist, wobei die teilweise Spannung der Haut, die sich bei dem Zustand B ergibt, gesteigert und auf den geforderten vollen Wert gebracht wird.
  • Bevor man den versteiften Streifen in die bei C dargestellte Form bringt, befestigt man an seinen Längskanten Versteifungsteile 2A; dann bringt man den Streifen I auf eine Zusammenbauvorrichtung und befestigt den nunmehr in Quer- und Längsrichtung versteiften Streifen an bogenförmigen, in Querrichtung verlaufenden Rahmenteilen: Derartige streifenförmige Bauteile, die jeweils einen Streifen I mit daran befestigten Versteifungen 2 und 2A sowie ein zugehöriges Rahmenteil umfassen, können in der Weise zusammengebaut werden, daß eine Schalenkonstruktion entsteht, deren Haut gleichmäßig gespannt ist. Das Vorspannen der Haut, die man dadurch erhält, daß man einen versteiften Streifen aus der Form A in die Form B überführt, bietet gewisse weitere Vorteile. Bei der Herstellung eines hohlen Körpers 5 mit abgestumpften Enden 6 und 6A gemäß Fig. 7, wobei dieser Körper einen halbkreisförmigen Querschnitt besitzt, zeigt es sich beispielsweise, daß in . der Nähe der Enden 6 und 6A die bei 7 und 7,4 angedeuteten Gebiete vorhanden sind, innerhalb deren die Spannungen unregelmäßig (diffused) sind, und daß sich die Haut hier in geringem Ausmaß ausbeulen kann; dieses Ausbeulen verschwindet naturgemäß dann, wenn zwei derartige Körper miteinander vereinigt werden, um eine vollständige Konstruktion, z. B. den Körper eines Flugzeugrumpfes, zu bilden. Bei einem Körper von halbkreisförmigem Querschnitt ist dieses Ausbeulen jedoch dann nicht zu erwarten, wenn die versteiften Streifen vorher aus dem anfänglich gekrümmten Zustand A in den entgegengesetzt gekrümmten Zustand C übergeführt worden sind.
  • Fig. 8 zeigt ein typisches Flugzeugbauteil mit nur geringer Krümmung in Längsrichtung. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, in der Haut eines derartigen Bauteils mit geringer Krümmung in Längsrichtung eine hohe Spannung hervorzurufen, und hierbei braucht die neutrale Achse nicht tiefer unter die Hautoberfläche verlegt zu werden, als es durch die Größe und Tiefe der Kantenversteifungsglieder zur Befriedigung normaler Bedürfnisse erforderlich gemacht wird.
  • Gemäß Fig. 9 sind die Kantenversteifungen a beispielsweise durch Walzen in einer Richtung verformt, die der durch die gewünschte endgültige Form gegebenen Richtung entgegengesetzt ist, und die Versteifungen sind oberhalb der kanalförmigen Abschnitte d einer Bauschablone e unterstützt. Von oben betrachtet, passen sich die kanalförmigen Teile d der Kontur der Streifen b an. Der obere Streifen b wird zunächst an seinen Enden an den Kantenversteifungen befestigt, während diese in den Kanälen d der Schablone in ihrer anfänglich gekrümmten Lage gehalten werden (Fig. Io).
  • Entfernt man die Kantenversteifungen a aus den Kanälen d der Schablone (Fig. i i), zeigen die Kantenversteifungen a das Bestreben, sich geradezurichten, so daß in der Haut eine geringe Spannung in Sehnenrichtung entsteht, wobei sich in den Kantenversteifungen a eine entsprechende Druckspannung ergibt.
  • Dann wird der Streifen b mit den an den Enden befestigten Versteifungen a als Ganzes herumgedreht (Fig. 12) und unter Kraftaufwand in eine ebene Schablone (nicht dargestellt) eingesetzt, um so .die Spannung der Haut zu vergrößern. Nunmehr wird der Streifen b mit Hilfe von Federklammern (nicht dargestellt) vorübergehend an den Kantenversteifungen a befestigt und dann der Streifen über die ganze Länge endgültig mit den Kantenversteifungen a vernietet oder auf andere Weise verbunden. Nunmehr kann man in Sehnenrichtung verlaufende Rippen f anbringen, um eine Krümmung in Sehnenrichtung herbeizuführen und aufrechtzuerhalten.
  • Die den Streifen b,. die Versteifungen a und die Rippen f umfassende Anordnung wird jetzt erneut herumgedreht und auf die Oberseite von Formklötzen c (Fig. 13) gelegt, um der Konstruktion die endgültige Krümmung in Spannweitenrichtung zu verleihen. Bei der dargestellten bevorzugten Anordnung bringt man an den Formklötzen c zwei derart zusammengebaute Anordnungen an und zieht sie mit Hilfe der Zwingen g gleichzeitig zusammen, um die Oberseite und die Unterseite einer Tragfläche, einer Leitwerksfläche oder einer anderen durchlaufenden Fläche mit gespannter Haut auszubilden. Dann kann man Versteifungsbleche, Abschlußrippen u. dgl. einbauen, um die Konstruktion zu vervollständigen, und schließlich die Formklötze c entfernen.
  • Vorstehend ist das Verfahren zur Herstellung einer Tragfläche, einer.Leitwerksfläche od. dgl. mit einer Krümmung sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung beschrieben. Wenn eine Tragfläche oder eine ähnliche Konstruktion mit gespannter Haut, jedoch ohne Krümmung in Längsrichtung, hergestellt. werden soll, kann man den Grad der anfänglichen Krümmung der Kantenversteifungen a (Fig. 9) den Erfordernissen entsprechend variieren; im übrigen ähnelt die Konstruktion der bereits beschriebenen, mit Ausnahme der Tatsache, daß die Streifen und die Kante in Längsrichtung eben sind, wie es Fig. 12 zeigt, bzw. daß die Formklötze c geradlinig verjüngt ausgeführt. sind, wie es aus Fig. 14 hervorgeht.
  • Mit anderen Worten, der Grad der in der Haut erzeugten Spannung richtet sich nach der Lage der neutralen Achse und nach dem Grad der hervorgerufenen Krümmung. Hieraus ergibt sich, daß sich bei beiden Ausführungsformen, d. h. sowohl bei flacher als auch in Längsrichtung geringfügig gekrümmter Ausführung, bei im übrigen gleichbleibenden Bedingungen, genau die gleiche Spannung in der Haut hervorrufen läßt, -wenn das Ausmaß der gesamten Verformung der Kantenversteifungen a vom Beginn (Fig. 9) bis zum Erreichen der endgültigen Form -genau das gleiche ist. Um bei der in Fig. 14 dargestellten Anordnung die gleiche Spannung hervorzurufen, wie bei der in Fig. 8 dargestellten, muß man daher die anfängliche Krümmung der Versteifungen a (Fig. 9) um einen Betrag vergrößern, der gleich der in Fig. 13 gezeigten Krümmung in Spannweitenrichtung ist.
  • Zwei oder mehr Flächenkonstruktionen mit gespannter Haut, die nach einem oder mehreren der hier beschriebenen Verfahren hergestellt sind, lassen sich unmittelbar oder mittelbar miteinander verbinden, um Hohlkörper mit gespannter Haut von beliebiger geeigneter Querschnittsform zu bilden; der Querschnitt eines solchen Hohlkörpers kann von geschlossener kreisrunder oder elliptischer Form sein; zu den ebenfalls möglichen anderen Formen gehört auch die sogenannte »Doppelblasenform«. Diese Hohlkörper können eine Krümmung in einer oder zwei Richtungen aufweisen, beispielsweise nur in Querrichtung (z. B. die verschiedenen mit parallelen Wänden versehenen Decks eines Rumpfes der Doppelblasenform oder einer anderen bzw. ähnlichen Form), oder nur in Längsrichtung. oder sowohl in Längs- als auch in Querrichtung.
  • Die Erfindung sieht ferner die Herstellung eines Hohlkörpers mit gespannter Haut in der Weise vor, daß teilweise das in dem anfangs erwähnten Patent beschriebene Bauverfahren und zum anderen Teil das hier beschriebene weiterentwickelte Verfahren angewendet wird. Ein Beispiel hierfür bildet ein Hohlkörper, z. B. ein Flugzeugrumpf, der in Fig. 15 wiedergegebenen Form, bei welchem der Mittelabschnitt Y die Form eines geradwandigen Zylinders aufweist, also nur in Querrichtung gekrümmt ist, während die Endabschnitte X und Z verjüngt oder torpedoförmig ausgeführt sind und somit eine Krümmung sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung aufweisen. In diesem Fall besitzen die Streifen, welche jeweils die Endabschnitte X und Z bilden, anfänglich eine im wesentlichen ebene Gestalt, wie es in Fig. 16 bei Y1 bzw. Z1 angedeutet ist; hierbei ist der Streifen b1 mit geraden Abschnitten einer in der Mitte gebogenen Kantenversteifung a1 verbunden. In den Abschnitten Y1 und Z1 des Streifens wird die Haut auf eine gewisse Spannung gebracht, indem diese Abschnitte verformt werden, wenn die Versteifungen a1 durch Aufbringen von Druck gerade gerichtet werden. Gleichzeitig wird in dem Abschnitt X1 des Streifens, der ursprünglich- in Sehnenrichtung verlief, eine bemerkbare Hautspannung hervorgerufen. Eine weitere Hautspannung wird in den Endzonen X und Z des an seinen Kanten versteiften Streifens erzeugt, wenn man . diesen Zonen eine entgegengesetzte Krümmung verleiht, woraufhin jeweils benachbarte Streifen miteinander verbunden werden, um eine eine konstruktive Einheit bildende Schale herzustellen; bei welcher die verwendeten Streifen mit gespannter Haut zwischen den Enden des Körpers der Schale keine Verbindungsstellen aufweisen.
  • In dem anfangs erwähnen Patent wird auf Versuche Bezug genommen, aus denen hervorgeht, daß eine Schale mit gespannter Haut eine viel höhere Belastung verträgt, als eine aus vorgeformten Tafeln gebildete Schale; dies führt zu der Annahme, daß das Ausbeulen vornehmlich auf Druck-bzw. Scherspannungen zurückzuführen ist und daß diese Erscheinung des Ausbeulens bei Verwendung einer anfänglich unter Zugspannung stehenden Haut verzögert oder vermieden wird.
  • Das bereits erwähnte Patent beschreibt daher Verfahren, die es ermöglichen, die neutrale Achse eines an seinen Kanten versteiften Streifens von der Hautlinie des Streifens weg zu verlegen.
  • Bei Tragflächen, Leitwerksflächen, Flossen und ähnlichen aerodynamischen Profilen geringer Krümmung ist es möglich, mit einem unsymmetrischen Querschnitt zu arbeiten, d. h. die obere bzw. die untere Haut mit unterschiedlichem Krümmungsgrad auszuführen, um so dazu beizutragen, daß sich die gewünschten Bedingungen ergeben. Um diese Bedingungen zu erfüllen, muß einerseits die größte Spannung in der oberen Haut vorgesehen werden, da die Luftkräfte Druckbeanspruchungen hervorrufen, durch welche die Zugspannung vermindert wird, und andererseits muß man in der unteren Haut die geringste Spannung vorsehen, da hier die Luftkräfte Zugspannungen hervorrufen, die sich zu den bereits vorhandenen Spannungen addieren. Obwohl die Tiefe der bei dem betreffenden Profil verwendeten Scherrippe im allgemeinen ausreichen wird, um die ungleiche Hautspannung aufrechtzuerhalten, öhne daß sich im statischen Zustand während des Zusammenbaues Verformungen ergeben, erkennt man, daß es notwendig sein kann, die neutrale Achse der zu verformenden Tafel ein merkliches Stück unterhalb der Hautlinie zu verlegen, und zwar in demjenigen Ausmaß, das erforderlich ist, um für die mit Rücksicht auf die Spannweite und die maximale Dicke gewählte, sich in Spannweitenrichtung erstreckende Kurve die gewünschte Hautspannung zu erzielen.
  • Fig. 17 zeigt als Beispiel die Anwendung dieses Verfahrens bei einer oberen Haut. Man bringt hierbei an den leicht ausgeführten Kantenversteifungen 2A der Tafel Ia kräftige Hilfskantenversteifungen 9 an, um die neutrale Achse von x-y nach x4-y4 zu verlagern. Im ungespannten Zustand wird dann die die obere Haut bildende Anordnung nach unten auf die vorderen und hinteren Scherrippen io und ioA gezogen, wobei diese Scherrippen zeitweilig durch die Tragstücke i i und i iA unterstützt werden. Zusätzlich oder alternativ zu entsprechenden Elementen, die bereits mit der Tafel iA verbunden worden sind, kann man an den Scherrippen io und ioA gekrümmte Rippen 12 anbringen. Die kräftigen Versteifungen 9 werden abgenommen, nachdem die die obere Haut bildende Anordnung an den Scherrippen befestigt worden ist. Auf diese Weise ist es möglich, bei jeder beliebigen durch Verformen hervorgerufenen Krümmung jede beliebige Hautspannung zu erzeugen. Mit anderen Worten, wenn man die Hautanordnung als einen Balken betrachtet, der über seine Länge in einem gewissen Ausmaß verformt werden soll, kann man die gewünschten Spannungen dadurch einstellen, das man Massen hinzufügt, durch welche die neutrale Achse in der gewünschten Richtung verlagert wird. Die zu diesem Zweck verwendeten Massen können entfernt werden, sobald der Balken bzw. Träger an einem Bauglied oder einer Konstruktion befestigt worden ist, deren Steifigkeit und Festigkeit ausreicht, um den verformten Träger unverändert in seiner Lage zu halten.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Herstellen einer Fläche mit gespannter Haut, dadurch gekennzeichnet, das ein versteifter Streifen durch Verformen- aus einer anfänglich gekrümmten Form in eine im wesentlichen ebene Form gebracht wird und das der verformte Streifen an einem Rahmen oder an einer anderen Konstruktion derart befestigt wird, das - die Hautspannung in dem Streifen erhalten bleibt.
  2. 2. Verfahren zum Herstellen einer Fläche, mit gespannter Haut, dadurch gekennzeichnet, das ein versteifter Streifen durch .Verformen aus einem anfänglich gekrümmten Zustand in einen in entgegengesetzter Richtung gekrümmten Zustand überführt wird, wobei dieser Streifen einen Zwischenzustand durchläuft, bei welchem er im wesentlichen eben ist, und das dieser verformte Streifen an einem Rahmen oder einer anderen Konstruktion derart befestigt wird, das die Hautspannung in dem Streifen erhalten bleibt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Streifen die 'anfängliche Krümmung verleiht, indem man einen ebenen Streifen herstellt, der mit den zugehörigen Versteifungen ein Ganzes bildet, und dem Streifen dann durch Verformen die gewünschte Krümmung verleiht.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, das man dem Streifen die anfängliche Krümmung durch Anbringen vorgekrümmter Versteifungen an dem Streifen verleiht.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen I und 4, gekennzeichnet durch Arbeitsgänge, die dazu dienen, mindestens zwei Versteifungselemente, d. h. mindestens je ein Versteifungselement für jede Seitenkante der Fläche, -durch Biegen in die gleiche gekrümmte Form zu bringen, die gebogenen Versteifungselemente derart zu unterstützen, das sie ihre ursprüngliche Krümmung beibehalten, einen Streifen gegenüber diesen Versteifungselementen in Sehnenrichtung anzuordnen und die gegenüberliegenden Enden des Streifens an den entsprechenden gegenüberliegenden Enden der festgehaltenen gebogenen Versteifungselemente zu befestigen, die festgehaltenen Versteifungselemente freizugeben, um zu ermöglichen, das sie ihrem Bestreben, sich geradezurichten, nachgeben, wodurch die Haut eine gewisse Spannung in Längsrichtung erhält, und wodurch in den Versteifungselementen jeweils gleiche Druckspannungen in Längsrichtung hervorgerufen werden, den teilweise gespannten Streifen längs der Versteifungselemente an letzteren zu befestigen, den Streifen zusammen mit den an ihm befestigten Versteifungselementen durch Kraftaufwand in eine im wesentlichen ebene Form zu bringen, um die Haut"pannung in der Längsrichtung des Streifens zu steigern, sowie an der den Streifen und die Versteifungselemente umfassenden Anordnung Querrippenelemente zu befestigen, um die in der Fläche hervorgerufene Hautspannung aufrechtzuerhalten.
  6. 6. Verfahren zum Herstellen eines Hohlkörpers mit einer Krümmung in einer oder zwei Richtungen, beispielsweise nur in Querrichtung, nur in Längsrichtung oder sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung, dadurch gekennzeichnet, das zwei oder mehrere Flächen mit gespannter Haut, die jeweils nach einem der Ansprüche i bis 5 hergestellt sind, unmittelbar oder mittelbar miteinander verbunden werden.
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