[go: up one dir, main page]

DE95258C - - Google Patents

Info

Publication number
DE95258C
DE95258C DENDAT95258D DE95258DA DE95258C DE 95258 C DE95258 C DE 95258C DE NDAT95258 D DENDAT95258 D DE NDAT95258D DE 95258D A DE95258D A DE 95258DA DE 95258 C DE95258 C DE 95258C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drawbar
friction
steering
frame
arms
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT95258D
Other languages
English (en)
Publication of DE95258C publication Critical patent/DE95258C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D7/00Steering linkage; Stub axles or their mountings
    • B62D7/02Steering linkage; Stub axles or their mountings for pivoted bogies
    • B62D7/04Steering linkage; Stub axles or their mountings for pivoted bogies with more than one wheel

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Fuhrwerke, bei welchen ein Befestigen der Deichsel an beiden Enden möglich ist, so dafs man die Wagen nach zwei entgegengesetzten Richtungen ohne Wendung fahren kann, sind bereits bekannt geworden. Es ist aber bei allen derartigen Wagen keine Einrichtung getroffen, welche es ermöglicht, gleichzeitig den einen Lenkschemel festzustellen und den anderen freizugeben. Eine solche Einrichtung zu schaffen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung.
Bekanntlich mufs bei Fuhrwerken das Vordergestell (die vordere Radachse) um einen verticalen Zapfen (den sogenannten Reibnagel) drehbar sein, um Drehungen des Wagens ausführen zu können; dabei mufs aber die rückwärtige Radachse fest sein, damit das Hintergestell des Wagens der Fahrrichtung des Vorderwagens folge. In Fig. 6 der beiliegenden Zeichnung ist schematisch das Untergestell eines Lastenfuhrwerkes dargestellt.
Es besteht aus einem Hintergestell, dem Vordergestell und der Deichsel. Zum Hintergestell gehört die Achse a' mit dem Achsstock b' und den Rädern r' r''; vom Hintergestell geht der Langbaum / aus, der zur Verbindung des Vordergestelles mit dem Hintergestell dient. Das Vordergestell besteht aus der Achse α mit den Rädern r und dem Achsstock b, durch welchen die beiden Deichselarme d' d" hindurchgehen, welche vor der Achse die Deichselscheere zur Aufnahme der Deichsel d bilden, während sie rückwärts durch das sogenannte Reibscheit t verbunden sind.
Der Langbaum / reicht bis in den Vorderachsschemel, wo er durch den von oben lose durchgehenden Reibnagel η gehalten wird. An der Deichsel ist der Schwengel 5 mit den Zugscheiten % befestigt. Zum Oberwagen gehört dann der auf dem Vorderachsschemel b drehbar aufruhende Wendschemel, durch welchen der Reibnagel von oben bis in den Achsstock b hindurchgeht. Beim Fahren ist, wie eingangs erwähnt, das Vordergestell um den Reibnagel η drehbar, während die hintere Radachse feststeht, d. h. in der Horizontalebene nicht gedreht werden kann. Soll mit einem solchen Fuhrwerk in entgegengesetzter Richtung gefahren werden, so mufs dasselbe um i8o° gewendet werden. Um nun ein Fuhrwerk zu schaffen, welches, ohne gewendet werden zu müssen, nach zwei entgegengesetzten Richtungen durch einfaches Festmachen der Deichsel an der entgegengesetzten Seite fahrbar ist, mufs die Einrichtung getroffen sein, dafs 1. beide Radachsen um verticale . Zapfen (Reibnägel) drehbar sind; dabei mufs aber, da die jeweilige rückwärtige Radachse fest sein mufs und nur die vordere drehbar, 2. eine Vorrichtung geschaffen werden, welche (nach Bedarf) die eine oder andere Radachse feststellt und dabei zugleich die andere Radachse freigiebt, so dafs sie sich um ihren Reibnagel drehen könne, da stets (in der Fahrrichtung) das Vordergestell des Wagens drehbar, das Hintergestell feststehend sein mufs. Zu diesem Zweck besteht bei dem den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Fuhrwerk (Fig. 1 Draufsicht, Fig. 2
Schnitt nach χ-χ) der Unterwagen aus zwei vollkommen symmetrischen Hälften, zu deren jeder ein Radpaar RR gehört, welches auf den Zapfen der Achsen A A aufsitzt. Zu jeder Radachse gehören die Deichselarme D D mit der Deichselscheere S, zwischen welcher die Deichsel D' mit Hülfe eines (herausziehbaren) Steckbolzens C befestigt wird. Die Deichselarme sind durch einen bogenförmig gestalteten Querarm (Reibscheit) E mit einander fest verbunden; der Langbaum L, zu dessen beiden Seiten zwei bogenförmige Streben F verlaufen, erstreckt sich zu beiden Seiten bis zu den Radachsen A und ist beiderseits mittelst eines lose durchgesteckten Reibnagels N drehbar mit den Radachsen verbunden; über den Streben F ist ein Bügel G beiderseits aufgesetzt (s. auch Fig. 3, welche einen Schnitt nach y-y der Fig. ι darstellt). In der Mitte des Wagens ist nun oberhalb des Langbaumes L eine Welle H mit ihren Endzapfen j j drehbar in Lagern ρ auf den Streben F gelagert, und auf dem einen Zapfenende j ist ein nach aufwärts gerichteter Handhebel P aufgekeilt, durch dessen Drehung (nach rechts bezw. links) die Welle H gedreht wird. Von der Welle H verläuft nach rechts und links hin je ein Armpaar h h, und das freie Ende jedes dieser Arme Ii (s. Fig. 3, 4 und 5) steckt lose in einem Schlitz /, welcher sich zwischen den beiden Zapfen 0 und 0' befindet. Die schlitzartigen Theile / liegen innerhalb der Bügel G und der Reibscheite E. Die oberen Zapfen 0 stecken lose in Bohrungen, welche sich in den Bügeln G befinden, und werden in diesen Bohrungen vertical gerade geführt, während den in Bohrungen einer Unterlagsplatte Z gerade geführten Zapfen o' entsprechende Löcher in den Reibscheiten E angebracht sind, derart, dafs man durch Heben und Senken der mit Schlitz versehenen Theile die unteren Zapfen 0' aus den Bohrungen der Reibscheite E herausheben bezw. in dieselben einführen kann, was durch Drehung des Haupthebels P geschieht, der am Obergestell ο des Wagens innerhalb eines Rahmens r geführt und in seiner jeweiligen Lage durch einen Einsteckbolzen ν fixirt wird, wie aus Fig. 2 ersichtlich.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun klar.
In der in Fig. 1 und 2 gezeichneten Stellung ist der Wagen zur Fahrt in der gezeichneten Pfeilrichtung bereit. Das Vordergestell ist um seinen ReibnageliV drehbar, nachdem die unteren Zapfen 0' aus den entsprechenden Bohrungen des vorderen Reibscheites E ausgehoben sind (s. Fig. 2). Soll nun der Wagen (ohne gewendet zu werden) in der entgegengesetzten Richtung fahrbar sein, so mufs das früher drehbare Vordergestell festgestellt werden, während das früher festgestellte Hintergestell um seinen Reibnagel drehbar werden mufs. Zu diesem Behufe zieht man den Steckstift ν des Handhebels P heraus, dreht den Hebel P (in der gezeichneten Pfeilrichtung nach rechts hin), wodurch die Welle H und mit dieser die Seitenarme h gedreht werden, so dafs sich die einen (linken) Arme h und die sie umschliefsenden geschlitzten Theile /heben, die anderen (rechten) Arme h und deren Schlitztheile / senken. Dadurch kommen die unteren Zapfen 0' links aus den Bohrungen des (linken) Reibscheites heraus und das frühere Hintergestell ist nun um seinen Reibnagel N drehbar, während gleichzeitig die unteren Zapfen 0' (rechts) in die Bohrungen des anderen (rechten) Reibscheites E eindringen und dadurch das frühere Vordergestell feststellen und zum Hintergestell machen. Entfernt man nun die Deichsel D' aus der (rechten) Deichselscheere und setzt sie in die entgegengesetzt liegende (linke) Deichselscheere ein, so kann man den Wagen — ohne ihngewendetzu haben — in der entgegengesetzten Richtung fahren.
Der Handhebel P wird dann in seiner neuen (in Fig. 2 punktirt angedeuteten) Lage wieder mit dem Einsteckstift ν festgestellt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein an der Vorder- und Hinterachse mit die Befestigung der Deichsel ermöglichenden Lenkschemeln versehenes Wagengestell, dadurch gekennzeichnet, dafs jeder Lenkschemel durch im Wagengestell geführte Bolzen (00') feststellbar ist und die Bolzen durch von einer gemeinsamen Welle aus bewegte Hebel (h) in solcher Verbindung stehen, dafs bei der Festsellung des einen Lenkschemels der andere freigegeben wird, zu dem Zweck, den jeweilig die Deichsel tragenden Lenkschemel allein zum Lenken zu benutzen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT95258D Active DE95258C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE95258C true DE95258C (de)

Family

ID=366520

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT95258D Active DE95258C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE95258C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1931015C3 (de) Erdbewegungsfahrzeug
EP2910416B1 (de) Anhänger für einen Routenzug
DE2350173A1 (de) Transportwagen
DE95258C (de)
DE599307C (de) Kurvenbeweglicher Radsatz fuer Klein- und Industriebahn-Fahrzeuge
DE399305C (de) Kraftwagen fuer reinen Land- und kombinierten Land- und Schienenbetrieb
DE538810C (de) Einrichtung zum Heben und Wenden von Kraftwagen auf der Stelle
DE660919C (de) Gleiskettenfahrzeug mit einstellbaren Laufraedern
DE971012C (de) Hubstapler
DE3431554C2 (de) Transportwagen mit Vierrad-Achsschenkellenkung
DE476121C (de) Beim Auflaufen des Anhaengers auf den Zugwagen wirkende Bremsvorrichtung
DE730827C (de) Raederabstuetzung fuer gelaendegaengige Fahrzeuge
DE631604C (de) Selbsttaetige Halte- und Ausloesevorrichtung der schwenkbaren Deichsel des Anhaengers eines Kraftfahrzeuges
DE518468C (de) Zweiraedriger Hubkarren
DE954029C (de) Zugvorrichtung zwischen Traktor und Anhaenger
DE551912C (de) Hubwagen
DE13659C (de) Schutz wagen mit selbsttätiger Bremse für Eisenbahnzüge
DE2154468C3 (de) Vorrichtung zum Aufnehmen, Absetzen, Transportieren und Kippen von Behältern
DE19080C (de) Anordnung zum Ingangsetzen der Bremsen zweier Eisenbahnwagen durch eine Schraubenspindel
DE158262C (de)
DE68119C (de) Selbsttätig wirkender Anziehhelfer für allerlei Fahrzeuge mit rotirenden Achsen, besonders für Pferdebahnwagen
DE656455C (de) Vierraedriger Wagen
DE43545C (de) Vorrichtung zum Entlasten der Federn an Lastwagen
DE9419C (de) Bremsvorrichtung für Wagen
DE1801503B2 (de) Radrechwender