DE959299C - Wanderfeldroehre fuer raeumlich harmonische Betriebsweise - Google Patents
Wanderfeldroehre fuer raeumlich harmonische BetriebsweiseInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Hochfrequenzgerät
und insbesondere auf ein Gerät, bei welchem die über mehrere Wellenlängen reichende Wechselwirkung
zwischen einer fortschreitenden elektromagnetischen Welle und einem Elektronenstrahl
benutzt wird, um die Verstärkung einer elektromagnetischen Welle durchzuführen. Solche Geräte
werden heute allgemein als Wanderfeldröhren bezeichnet.
In einer Wanderfeldröhre erfolgt das Fortschreiten einer elektromagnetischen Welle längs
einem Wechselwirkungskreis, an welchem ein Elektronenstrahl vorbeiführt, der mit dem elektrischen
Feld der Welle in Kopplungsbeziehung steht. Durch passende Einstellung der Geschwindigkeit des
Elektronenstrahls und der Phasengeschwindigkeit der Welle können Elektronenstrahl und Welle in
Wechselwirkung gebracht werden, wodurch der Elektronenstrahl in seiner Geschwindigkeit moduliert
und die Welle verstärkt werden.
In den bisherigen Wanderfeldröhren wurde diese Beziehung erfüllt, indem man die Geschwindigkeit
des Elektronenstrahls im wesentlichen gleich der Phasengeschwindigkeit der Grundkomponente der
fortschreitenden Welle machte. Neuerdings sind jedoch Wanderfeldröhren geschaffen worden,
welche durch die als »raumharmonisch« bezeichnete Betriebsweise gekennzeichnet sind; dabei ist
die Phasengeschwindigkeit der Grundkomponente der fortschreitenden Welle wesentlich verschieden
von der Geschwindigkeit des Elektronenstrahls; die Beziehungen zur Herbeiführung einer brauchbaren
Wechselwirkung werden dabei durch besondere Wellenkreisanordnungen erfüllt, derart, daß eine
besondere Gruppe von Elektronen trotzdem in aufeinanderfolgenden Wechselwirkungsbereichen die
gleichen Phasenbedingungen des elektrischen Feldes ίο vorfindet.
Die Besonderheit einer solchen Betriebsweise kann darin gesehen werden, daß ein Wellenkreis
die Fähigkeit hat, raumharmonische Komponenten der fortschreitenden Welle zu erzeugen, von denen
eine eine Phasengeschwindigkeit besitzt, welche derjenigen des Elektronenstrahls genügend gleich
ist, um eine verstärkende Wechselwirkung zustande zu bringen. In einer Röhre von der Art, wie sie in
dem Aufsatz »A Spatial Harmonie Travelling Wave Amplifier for Six Millimeters Wavelength«
von S. Millman in der Zeitschrift »Proceedings of the Institute of Radio Engineers«, Band 39
(1951), S. 1035 bis 1043, veröffentlicht worden ist,
werden die gewünschten Beziehungen durch die Benutzung eines Wellenkreises erfüllt, längs
welchem das elektrische Feld der Welle entlang dem Strahlweg abwechselnd klein und groß ist; die
relativen Geschwindigkeiten sind so eingestellt, daß eine besondere Gruppe von Elektronen die
gleiche »In-Phase-Bedingung« an jedem Intervall mit hohem elektrischem Feld vor sich hat.
Es hat sich andererseits gezeigt, daß es möglich ist, eine raumharmonische Betriebsweise durch
Verwendung von Wellenkreisen zu erzielen, .welche periodische Umkehrungen der Richtung des elektrischen
Feldes der Welle bewirken. Kreise dieser Art sind im allgemeinen hinsichtlich der Röhrenlänge
wirtschaftlicher als Kreise mit intermittierender Wechselwirkung. Das Hauptziel der Erfindung
besteht in der Schaffung eines Wellenkreises, welcher für diese Art Betrieb geeignet ist, wobei
eine einfache Aufbaumöglichkeit besteht und ein leichter Anschluß an eine Zweileiterübertragungsleitung
vorgenommen werden kann. Erfindungsgemäß enthält der Wechselwirkungskreis einen wendelförmig gewickelten Leiter und
einen leitenden Teil, welcher dem Wendelleiter benachbart ist, und eine Folge von Vorsprüngen aufweist,
welche sich in die Bereiche zwischen aufeinanderfolgenden Windungen des Wendelleiters
erstrecken und jeden dieser Bereiche in zwei getrennte Spalte aufteilen, über welchen die Richtung
des elektrischen Feldes der längs des Kreises fortschreitenden Welle sich umkehrt.
Nach einer bevorzugten Ausführung enthält der Wechselwirkungskreis ein leitendes Kernstück,
welches wendelförmig gerillt ist und in dessen Rillen ein Leiter gewickelt ist, welcher gegenüber
den Rillen isoliert ist. In einem solchen Kreis erfährt die Längskomponente des elektrischen Interferenzfeldes
zwischen dem Leiter und den Seitenwänden der Rillung eine Richtungsumkehr. Im Betrieb
kommt der Elektronenstrahl in Wechselwirkung mit diesem elektrischen Interferenzfeld.
Ein Wellenkreis dieser Art kann sehr kräftig ausgeführt sein und eignet sich gut zur Entnahme
hoher Leistung. Der Aufbau ist einfach und ebenso der Nachbau. Im übrigen besteht eine hohe Wirksamkeit
für den Betrieb, und es lassen sich gute Eingangs- und Ausgangsanpassungen vornehmen,
um Hochfrequenzenergie einzuführen und abzunehmen. Um in Verbindung mit dieser bevorzugten
Ausführungsform Energieübertragungen auf äußere
Anschlüsse zu bewerkstelligen, können das leitende Kernstück und die Wendel als Verlängerungen des
äußeren und inneren Leiters einer koaxialen Leitung ausgeführt sein.
Wellenkreise dieser Art eignen sich sowohl für Betriebsweise .mit Vorwärtswelle, wie sie in dem
erwähnten Aufsatz von S. Millman beschrieben ist, als auch für die Betriebsweise mit Rückwärtswelle
entsprechend dem Aufsatz von Millman oder die Betriebsweise mit Rückwärtswelle, bei
welcher der Elektronenstrahl mit vorwärts fortschreitenden Raumharmonischen einer rückwärts
fortschreitenden Welle in Wechselwirkung steht.
Zum besonderen Verständnis der Erfindung wird auf die ins einzelne gehende Beschreibung der in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen der Erfindung Bezug genommen; es zeigt
Fig. ι in schematischer Darstellung eine erfindungsgemäße
Ausführungsform eines Oszillators mit Rückwärtswelle,
Fig. 2 eine Teildarstellung des Wechselwirkungskreises des Oszillators nach Fig. 1 in größerem
Maßstab,
Fig. 3 die schematische Darstellung einer Ausführungsform für einen Verstärker, welcher benutzt
werden kann, um eine vorwärts oder rückwärts fortschreitende Welle zu verstärken.
Im Interesse einer Vereinfachung sind verschiedene Einzelheiten, z. B. Abstandshalter und Stützelemente,
die an sich benötigt werden, in der Zeichnung weggelassen worden.
Bei dem Rückwärtswellenoszillator 10 gemäß Fig. ι umschließt der evakuierte längliche Kolben
11, welcher beispielsweise aus Glas bestehen kann, die verschiedenen Röhrenelemente. An den einander
entgegengesetzten Enden des Kolbens sind eine Elektronenquelle und eine Sammelelektrode angeordnet.
Eine übliche Elektronenquelle, welche schematisch nur in Form einer Ringkathode 12 dargestellt
ist, erzeugt einen rohrförmigen Elektronenstrahl, welcher parallel zur Längsachse der Röhre
verläuft. An dem anderen Ende der Röhre ist eine schalenförmige Elektrode 13 vorgesehen, welche
mit ihrer offenen Seite der Elektronenquelle zuweist und als Sammelelektrode für diejenigen
Elektronen dient, welche am Ende ihrer Strömungsbahn ankommen.
Der Kreis, längs welchem die elektromagnetische Welle zur Wechselwirkung mit dem Elektronenstrahl
fortschreitet, ist koaxial mit der Längsachse der Röhre zwischen der Elektronenquelle 12 und
der Sammelelektrode 13 angeordnet. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung be-
steht der Wechselwirkungskreis aus einem leitenden Kernteil 14, welcher beispielsweise als Vollzylinder
aus nichtmagnetischem Metall, z. B. Kupfer, ausgeführt ist und eine wendeiförmige
Nut 15 trägt, in welcher ein Leiter 16 angeordnet ist, und zwar unter Zwischenfügung einer dielektrischen
Schicht 17. Die wendeiförmige Nut besitzt auf ihrer ganzen Länge im wesentlichen gleichförmige
Ganghöhe. Die Einzelheiten sind aus der Teildarstellung des Kreises in · Fig. 2 besser erkennbar.
Der Außendurchmesser der Wendel 16 ist im wesentlichen gleich der Querabmessung oder
dem Durchmesser des Kernteils 14; es ergibt sich daraus eine glatte äußere Oberfläche für den
Wechselwirkungskreis, die lediglich durch die aufeinanderfolgenden Spaltpaare 18, 19 unterbrochen
ist, die von dem Leiter 16 und den Seitenwänden der Rillung gebildet werden. Der Elektronenstrahl
wird nahe an dieser Fläche vorbeigeführt. Um die Strömungskomponente in der Querrichtung gering
zu halten, verwendet man in Wanderfeldröhren ein longitudinales Magnetfeld, welches längs der Strömungsbahn
der Elektronen verläuft und durch ein geeignetes Mittel, z. B. ein Solenoid, geschaffen
wird. Bei der dargestellten Röhre jedoch kann der Elektronenstrahl auch durch elektrostatische Fokussierung
zusammengehalten werden, wie es im nachstehenden noch erläutert werden soll.
Wenn eine hochfrequente elektromagnetische Welle längs des Kreises fortschreitet, wird ein
elektrisches Interferenzfeld über jedem der Spaltpaare 18, 19 geschaffen. Dieses Feld besitzt eine
longitudinale Komponente parallel zur Achse des Kernstücks und parallel zur Richtung des Elektronenstrahls.
Für die beiden longitudinalen elektrischen Felder, die in den Spaltpaaren 18, 19 erzeugt
werden, ist es kennzeichnend, daß die zugehörigen Richtungen entgegengesetzt sind, wie dies
in Fig. 2 veranschaulicht ist. Die den Spalten 18 und 19 zugehörigen Felder E18 und -E19 sind entgegengesetzt
gerichtet, da sie sich im wesentlichen radial von dem Leiter 16 zu den Begrenzungswänden der Rillung erstrecken. Der in Fig. 2 beispielsweise
veranschaulichte Zustand gilt für den Fall, daß die augenblickliche Hochfrequenzpolarität
des Leiterabschnitts positiv in bezug auf die benachbarten Wände der Rillung ist. Mit diesem
über den Spaltpaaren 18, 19 verlaufenden Interferenzfeld
steht der Elektronenstrahl vornehmlich in Wechselwirkung; die Richtungsumkehr der
elektrischen Felder an einem Spaltpaar erweist sich bei dieser Art Wechselwirkungskreis für den Betrieb
mit einer Raumharmonischen als Vorteil.
Für Rückwärtswellenoszillatoren ist es kennzeichnend, daß die Nutzenergie an dem der Elektronenquelle
zugeordneten Ende des Wechselwirkungskreises abgenommen wird, während das der Sammelelektrode zugeordnete Ende des Kreises
zwecks Vermeidung einer Störung der Wechselwirkung im wesentlichen reflexionsfrei gemacht ist,
was beispielsweise durch die Einfügung eines Dämpfungsabschlusses geschehen kann. Die Vorzüge
des erfindungsgemäßen Kreises bestehen darin, daß er sich in sehr einfacher Weise für die Abnahme
von Schwingunigsenergie und für die Einfügung eines reflexionsfreien Abschlusses eignet.
Für die Abnahme von Schwingungsenergie ist der Kernteil an dem der Elektronenquelle benachbarten
Ende ausgebohrt, so daß ein rohrförmiger Endteil 21 entsteht, welcher durch die Glaskolbenwand
nach außen geführt ist, um den außenliegenden Teil eines koaxialen Kopplungsanschlusses 23
zu bilden. In diesem rohrförmigen Teil 21 ist eine öffnung 22 ausgeschnitten, die zum Innern des
Rohrteils führt und durch welche der Leiter 16 verläuft. Der Leiter 16 ist von dieser Durchführungsöffnung
ab koaxial zu dem rohrförmigen Abschnitt 21 durch die Glaskolbenwand geführt
und bildet den inneren Teil des koaxialen Kopplungsanschlusses 23. Mit Hilfe dieses Kopp lungsanschjusses
23 kann Schwingungsenergie über eine koaxiale Leitung zu irgendwelchen Zwecken entnommen
werden.
Um einen reflexiorii'osen Abschluß des Wechselwirkungskreises
herzustellen, genügt es, an dem Sammelelektrodenende den Zwischenraum zwischen dem Leiter 16 und den benachbarten Wänden der
Rillung 15 mit Dämpfungsmaterial 27 auszufüllen. Für einen Breitbandabschluß ist es zweckmäßig,
die Stärke der Füllung über mehrere Windungen zunehmen zu lassen. Für Schwingungen mit einer
gewünschten Frequenz müssen zwei grundlegende Bedingungen erfüllt sein. Einerseits muß der Elektronenstrom
genügend stark sein, um sicherzustellen, daß die Rückwärtsverstärkung bei dieser
Frequenz ausreicht, um Schwingungen einzuleiten und aufrechtzuerhalten. Es ist hierzu wichtig, eine
Elektronenquelle zu verwenden, welche ausreichend Strom liefert und ein Fokussierungssystem anzubringen,
welches eine wirksame Führung des Elektronenstromes längs des Wechselwirkungskreises
ermöglicht. Darüber hinaus ist es wichtig, daß die Geschwindigkeit des Elektronenstromes in bezug
auf die Phasengeschwindigkeit einer Raumharmonischen der mit der gewünschten Frequenz längs
des Wechselwirkungskreises fortschreitenden Welle so eingestellt ist, daß eine bestimmte Gruppe von
Elektronen mit dem elektrischen Feld im wesentlichen phasengleich ist, mit welchem diese Gruppe
auf ihrem gesamten Weg längs des Wechsel-Wirkungskreises in Wechselwirkung steht.
Wenn υ die Geschwindigkeit einer längs des Leiters 16 des Wechselwirkungskreises fortschreitenden
Welle ist — diese Geschwindigkeit wird gewöhnlich der Lichtgeschwindigkeit nahekommen—,
d den Durchmesser der von dem Leiter gebildeten Wendel bezeichnet und p die Ganghöhe dieser
Wendel angibt, so sollte die Elektronengeschwindigkeit ve angenähert dem Wert
ω ' p
I <» Λ
π [zn ■ dl
entsprechen, wobei η irgendeine positive ganze
Zahl ist, um eine nutzbringende Wechselwirkung mit einer elektromagnetischen Welle von der Kreisfrequenz
ω zu verwirklichen, welche stromaufwärts, d. h. in Richtung zur Elektronenquelle längs
des Wechselwirkungskreises, fortschreitet.
Die Geschwindigkeit des Elektronenstrahls kann in einfacher Weise dadurch auf den gewünschten
Wert eingestellt werden, daß man die beschleunigende Gleichspannung steuert, welche zwischen
ίο der Kathode der Elektronenquelle und dem Kernteil 14 besteht. Zu diesem Zweck ist eine Spannungsquelle
24 mittels geeigneter Zuleitungen zwischen der Kathode 12 und dem Kernteil 14 angeschlossen.
Es ist außerdem allgemein für die Gesg rLighaltung sekundärer Elektronenemission erwünscht,
die Sammelelektrode 13 mit dem Kernteii auf einem im wesentlichen gleichen Potential
zu halten.
Darüber hinaus kann eine elektrostatische Fokussierung
dadurch verwirklicht werden, daß man zwischen dem Leiter 16 und dem Kernteil 14 eine
Gleichspannung aufrechterhält, wie es der Darstellung nach Fig. 1 und 3 entspricht, und daß man
den Wechselwirkungskreis mit einer zylindrischen leitenden Elektrode 26 umgibt, welche auf einem
Potential gehalten wird, das zwischen dem Potential des Kerns 14 und dem Potential der Wendel 16
liegt.
Im Betrieb werden von den Geräuschkomponenten des Elektronenstrahls rückwärts fortschreitende
Wellen erregt, welche die Neigung haben, mit dem Elektronenstrahl in Wechselwirkung zu treten.
Wenn die grundlegenden, oben erläuterten Bedingungen erfüllt sind, kommen Schwingungen mit
der durch die Geschwindigkeiten des Elektronenstrahls festgelegten Frequenz zustande. Diese
Schwingungen können zur nutzbringenden Verwendung entnommen werden.
Für einen Oszillator der beschriebenen Art ist es kennzeichnend, daß die Frequenz lediglich durch
Änderung der Elektronengeschwindigkeit abgestimmt wird, welche ihrerseits durch die beschleunigenden
Spannungen gesteuert wird. Demgemäß kann ein solcher Oszillator leicht als Frequenzmodulator
benutzt werden, indem man das Nachrichtensignal zur Änderung der beschleunigenden
Spannung verwendet, beispielsweise durch die Einschaltung einer Modulationsspannungsquelle 25,
die in Reihe mit der Spannungsquelle 24 zwischen der Elektronenquelle 12 und dem Kernteil 14 liegt.
Der in Fig. 3 dargestellte Verstärker 110 gleicht
in vielfacher Hinsicht dem Oszillator 10 nach Fig. ι: der Hauptunterschied besteht in der Anbringung
eines zusätzlichen äußeren- Kopplungsanschlusses 15.0, der dem Kopplungsanschluß 123
ähnlich ist. Dieser zusätzliche Kopplungsanschluß liegt an dem der Sammelelektrode benachbarten
Ende des Wechselwirkungskreises. Bei Rückwärtsweüenbetrieb
werden mittels dieses zusätzlichen Anschlusses die zu verstärkenden Wellen an den
Wechselwirkungskreis gelegt, um längs dieses Kreises fortzuschreiten. Bei Betrieb mit Vorwärtswelle
werden die verstärkten Wellen mit Hilfe
dieses zusätzlichen Anschlusses von dem Wechselwirkungskreis abgenommen.
Zur Vereinfachung sind die Bezugszahlen, welche die Elemente in dem Verstärker ι ίο bezeichnen,
soweit dieselben den Elementen des Oszillators io entsprechen, um jeweils die Zahl ioo größer gewählt
als die Bezugszahlen für die Oszillatorelemente. Demgemäß ist der Verstärkerröhrenkolben
mit in, die Elektronenquelle mit 112, die
Sammelelektrode mit 113 bezeichnet usw. Die Sammelelektrode 113 ist jedoch ringförmig, um den
Durchtritt des Kopplungsanschlusses 150 zu ermöglichen. Der äußere Kopplungsanschluß 150
gleicht dem äußeren Kopplungsanschluß 123. Er stellt ebenfalls einen koaxialen Anschluß dar, dessen
innerer Teil aus einer geraden Verlängerung des Leiters 116 besteht und dessen äußerer Teil die
Verlängerung eines rohrförmigen Endabschnittes des Kernes 114, durch welchen der Leiter 116
hindurchgeführt ist, bildet.
Für die Arbeitsweise als Rückwärtswellenverstärker ist es wichtig, daß die Spannungsquelle 124
so eingestellt wird, daß eine Elektronengeschwindigkeit ve etwa in der Größe des Wertes
zustande kommt, wobei cüc die mittlere Kreisfrequenz
des Betriebsbandes, p die Ganghöhe der von dem Leiter 116 gebildeten Wendel, d den
Wendeldurchmesser und ν die Geschwindigkeit der zu verstärkenden fortschreitenden Welle längs des
Leiters 116 bedeuten. Um Schwingungen zu vermeiden, ist es wesentlich, daß mit einem kleineren
Strahlstrom gearbeitet wird, als er für die Ein- ioo
leitung von Rückwärtswellenschwingungen erforderlich ist.
Bei dem Betrieb als Vorwärtswellenverstärker wird die Spannungsquelle 124 demgegenüber so
eingestellt, daß eine Elektronengeschwindigkeit ve
zustande kommt, welche angenähert dem Wert
-d
entspricht. Es ist hierbei gleichermaßen wichtig, den Strahlstrom genügend niedrig zu halten, damit
keine Eigenschwingungen angeregt werden. Jedoch kann in diesem Fall die Neigung zu Eigenschwingungen
durch die Einfügung von Verlustmaterial längs des Wechselwirkungskreises vermindert
werden.
Es ist verständlich, daß die beschriebenen speziellen Ausführungsformen nur der Erläuterung
des für die Erfindung wichtigen Prinzips dienen sollen. Verschiedene Änderungen sind für den
Fachmann ohne weiteres erkennbar, wobei aber von dem Wesen und Umfang der Erfindung nicht
abgewichen wird.
Der in der wendeiförmigen Rillung liegende Leiter besitzt nach der Erläuterung und Darstellung
runden Querschnitt. Es kann jedoch für gewisse Anwendungsfälle vorteilhaft sein, einen
bandförmigen flachen Leiter zu verwenden. In ähnlicher Weise kann es erwünscht sein, die Form und
Breite der Rillung zu verändern, um die Längskomponente des elektrischen Interferenzfeldes zu
vergrößern. Anstatt den Kernteil entsprechend der gegebenen Erläuterung mit einer Rillung an der
Außenfläche zu versehen, ist es auch möglich, einen rohrförmigen Teil zu verwenden, dessen
innere Oberfläche wendelförmig gerillt ist und in diese innere Rille einen Leiter einzulegen.
Im allgemeinen" wird man einen Wellenkreis nach der Erfindung als eine Übertragungsleitung
mit zwei Leitern ansehen können, wobei ein Leiter aus einer Wendel besteht und der andere Leiter als
ein Teil ausgebildet ist, der sich zwischen benach-
ao harten Windungen der Wendel erstreckt und dadurch jeden dieser Bereiche in zwei getrennte
Spalte unterteilt.
Claims (9)
- Patentansprüche:I.Wanderfeldröhre für räumlich harmonische Betriebsweise mit einem als Übertragungsweg für die hochfrequente elektromagnetische Welle dienenden Leiter, dadurch gekennzeichnet, daß der Leiter in der wendeiförmigen Oberflächenrillung eines leitenden Kernstücks isoliert angeordnet ist und der Elektronenstrom parallel zur Achse des wendeiförmigen Leiters längs der gerillten Oberfläche des Kernstücks verläuft.
- 2. Wanderfeldröhre nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Querabmessung des leitenden Kernstücks im wesentlichen mit dem Außendurchmesser des wendeiförmigen Leiters übereinstimmt.
- 3. Wanderfeldröhre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der wendeiförmige Leiter und das Kernstück an einem oder an beiden Enden verlängert und als koaxiale Übertragungsleitung aus der Röhre herausgeführt sind, wobei der Außenleiter der koaxialen Leitung mit dem Kernstück und der Innenleiter der koaxialen Leitung mit dem wendeiförmigen Leiter verbunden sind.
- 4. Wanderfeldröhre nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede Windung des wendeiförmigen Leiters im wesentlichen in der Mitte der zugehörigen Kernstückrillung angeordnet ist und dadurch die Rillung in zwei Spalte unterteilt.
- 5· Wanderfeldröhre nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das von der Elektronenquelle abgelegene Ende des Hochfrequenzübertragungsweges durch Dämpfungsmaterial abgeschlossen ist, welches in diesem Bereich in der Kernstückrillung untergebracht ist.
- 6. Wanderfeldröhre nach einem der vorangehenden Ansprüche zum Erzeugen hochfrequenter elektromagnetischer Schwingungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der Elektronenströmung angenähert dem Wertω · pentspricht, wobei ω die Kreisfrequenz der gewünschten Schwingungen, p die Ganghöhe der Wendel, d den Wendeldurchmesser und ν die Geschwindigkeit der Wellenfortpflanzung längs der Wendel, bezeichnet.
- 7. Wanderfeldröhre nach einem der Ansprüche ι bis 5 zum Verstärken hochfrequenter elektromagnetischer Wellen, die an dem der Elektronenquelle abgelegenen Ende des Hochfrequenzübertragungsweges eingekoppelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit des Elektronenstromes angenähert gleich dem Wert/ ω,- d\ π [znist, wobei eoc die Kreisfrequenz der Betriebsbamdmitte, p die Ganghöhe der Wendel, d den Wendeldurchmesser und v_ die Geschwindigkeit der Wellenfortpflanzung längs der Wendel bezeichnen.
- 8. Wanderfeldröhre nach einem der Ansprüche ι bis 5 zum Verstärken hochfrequenter elektromagnetischer Wellen, die an dem der Elektronenquelle benachbarten Ende des Hochfrequenzübertragungsweges eingekoppelt wer- ioo den, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit des Elektronenstromes angenähert dem WertCOnπ 2» -\β · d\entspricht.
- 9. Wanderfeldröhre nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß koaxial zum Kernstück mit dem wendeiförmigen Leiter eine zylindrische Elektrode angeordnet ist, wobei der Elektronenstrom durch den Raum zwischen der Elektrode und dem Kernstück mit dem wendeiförmigen Leiter verläuft, und daß eine Spannungsquelle vorgesehen ist, welche den wendeiförmigen Leiter und das Kernstück auf verschieden hohen Potentialen und die zylindrische Elektrode auf einem zwisehen diesen Potentialen liegenden Potential hält.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©609 617/415 8.56 (609 833 2.57)
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Family Cites Families (16)
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